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03.09.2015 12:10    |    greentea868    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Mit dem Venga durch Italien

Direkt vor der Einfahrt von Flo knackte der Venga die 22.000km.

Nach der Übernachtung in Stuttgart ging es Montag morgen direkt gut los. Geplante Abfahrt war 9 Uhr, losgekommen sind wir dann viertel nach 10. Ab jetzt geht es wirklich los, zu dritt im Auto auf dem Weg in den Süden :cool:

 

 

Auf der Autobahn konnte der Venga dann seine Fähigkeiten als Reisemobil darstellen. Bis auf die Tatsache, dass von den 128 PS auf dem Papier eher 80-100 auch wirklich ankommen, ist bei Tempo 150-160 wirklich entspanntes und zügiges vorankommen möglich. Wenig Windgeräusche und ein eher weiches aber nicht übertrieben schwammiges Fahrwerk gepaart mit der hohen und aufrechten Sitzposition und 2 Armlehnen vorne sind ziemlich angenehm. Warum Kia aber in einem sonst wirklich gut ausgestattetem Auto den Tempomat weglässt, muss man nicht verstehen. Dafür für unsere Reise perfekt, die Sitz- und Lenkradheizung. Die vorderen Passagiere ärgerten sich ständig gegenseitig, indem sie sich bei 35° die Sitzheizung anstellten, so wie bei top gear :D

 

 

Zurück zu den guten Extras: die Musikanlage ist wirklich sehr sehr gut und so hören wir neben den Vengaboys die unterschiedlichsten Lieder der letzten Jahrzehnte ;) Auch das große Panorama-Shibidach ist für unsere Reise natürlich perfek. Außerdem haben wir uns zum Ziel gesetzt, jedem anderen Verkehrsteilnehmern zu zeigen, dass wir ein Solches haben :D

 

 

Nach dem Grenzübergang sind wir natürlich nur noch Landstraße gefahren, weshalb wir dann bis zum Gardasee für 550 Kilometer auch 9 Stunden gebraucht haben. Trotzdem würden wir das jedem mal empfehlen. Die wunderschönen Straßen in Österreich, Schweiz und Italien sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.

 

Die Fahrt führte vorbei an schönen Seen, durch malerische Täler und über den ein oder anderen Pass, wobei wir zufällig auf eine Gruppe von Teilnehmern der "Italian Lakes" Oldtimer Rallye stießen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am ReschenpassAm ReschenpassAls wir mitten in Tirol auf unserer vom Navi vorgeschlagenen Route ein Schild mit der Aufschrift "Reschenpaß" sahen, wurde einstimmig beschlossen, den Vorschlägen des Navis nicht zu folgen, sondern den Pass zu fahren. Belohnt wurden wir für diesen Umweg mit tollen Landschaften und -Straßen. Auf dem Pass entdeckte Nick den alten Tunnel wieder, in dem er vor 4 Jahren bei der Alpenüberquerung mit dem Fahrrad drin übernachtet hat. Als Highlight fuhren wir natürlich zum Reschensee mit seinem Kirchturm im Wasser, der daher stammt, dass vor langer Zeit ein Tal inkl. seiner Dörfer geflutet wurde, um einen Stausee anzulegen.

 

Auf 2700mAuf 2700mAuch das Stilfser Joch ließen wir uns natürlich nicht entgehen.

Der Anstieg des Passo dello Stelvio war doch sehr anstrengend für den Venga. Die meisten Kehren konnten nur im ersten Gang bezwungen werden und man merkte schnell, dass dem relativ kleinen Diesel auf bis zu 2700 Metern Höhe die Luft ausging. Ganz oben angekommen ließ er sich selbst bei fast 1700 U/min nicht auf einer ebenen Straße anfahren. Wie sehr die Luft dem Motor die Leistung nimmt hat uns doch sehr verwundert. Dem Venga gönnten wir eine kurze Turbo-abkühl-verschnauf-Pause im Leerlauf während wir die bombastische Aussicht genossen. Anschließend machten wir uns vorsichtig auf den weg nach unten. Die Straßen sind eng und uneinsichtig. Auf dem Weg passierten uns einige der Teilnehmer der zuvor erwähnten Rallye, die wir gerne vorbei ließen.

In Kurve 13 legten wir einen kleinen Stop ein. Hier musste ein guter Freund des Venga - der Dauertester Mitzubishi ASX - seinen Schweller lassen (Klick mich nicht zu feste). Wir richteten eine kleine Gedenkstätte für ihn ein.

 

 

SchwellercheckSchwellerchecknoch dran!noch dran!

 

Nach dem Abstieg des Passes ging es in Richtung Gardasee, welcher nach 3 Stunden Fahrt gegen 20:30 Uhr erreicht wurde. Dort gab es zunächst eine Enttäuschung, denn die ersten beiden Campingplätze waren komplett belegt. Die Dame am Empfang des zweiten Platzes wusste jedoch, auf welchem Platz noch einige Zeltplätze frei waren. Wir suchten uns einen der wenigen freien Plätze aus, bauten unser Zelt auf und starteten aufgrund des allgemeinen Hungers sofort wieder zu einer Pizzeria, deren Pizzen doppelt so groß waren wie der Teller auf dem sie serviert wurden.

 

 

 

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Osten. Zuerst an der malerischen Westküste des Garadees entlang. Nach einiger Zeit fuhren wir dann aber ohne tolle Aussicht durch das tiefste Italien. Die Straßen wurden immer kleiner, wir waren eben mitten in der Pampa. Zwischendrin entdeckten wir noch eine Eisdiele, in der wir eine bombastisch leckere Abkühlung von dem heißen Wetter genossen.

 

 

 

 

Die Fahrten in Italien sind schon sehr abenteuerlich, da fährt man schon leicht zu schnell, und immernoch wird gedrängelt. Überholt wird grundsätzlich dort wo man nichts sieht und immer, wenn Gegenverkehr kommt. Dieser muss dann halt ein bisschen zur Seite fahren. LKWs sehen das übrigens ebenso, auch diese heizen deutlich zu schnell durch die Kurven, sodass man als vernünftiger Deutscher fast mit dem Auto nicht hinterherkommt. Die Abstandsregel ist bei dem Italienern die selbe wie bei uns, wird nur anders interpretiert. Halber Tacho ist hier die Höhe des Kombiistruments -> ca. 5cm. Logisch, oder?

Kreisverkehre haben den Umfang einer Kleinstadt und so viele Spuren, wie Autos die sie stündlich passieren. Das hat den Vorteil dass die Italiener ihrem Hobby nachgehen können: Überholen und anschließend in der Ausfahrt knapp schneiden.

Auch interessant sind die wild blinkenden Ampeln die gerne mal auf der Straße stehen und signalisieren: ACHTUNG, Es passiert: Nichts!

 

Gegen 18 Uhr kamen wir am Dienstag beim 5 Sterne Campingplatz "Union Lido" in Cavallino an. Hier machen wir erstmal 3 Tage Entspannungsurlaub und genießen die Vorzüge eines Touristenziels. "Little Germany" haben wir dashier getauft :D

 

 

Weitere Bilder gibt es wie immer in der Gallerie:

 

 

Heute fahren wir mit dem Boot nach Venedig bevor am Freitag der Venga wieder angeschmissen wird.

 

Sonnige Grüße vom Strand

Flo, Nick und Robb

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 3 fanden den Artikel lesenswert.

03.09.2015 12:52    |    Ascender

Ihr seid echt fies, aber ich habe herzlich darüber gelacht.


03.09.2015 12:52    |    Telsch

Coole Tour, da bekomme ich wieder richtig Fernweh.

Mir ging vor nem Monat auch ziemlich die Luft aus auf dem Stilfser Joch beim Hochradeln :D

Wo seid ihr am Gardasee untergekommen?

Mit italienischem Straßenverkehr habe ich die gleichen Erfahrungen machen müssen ;)

Weiterhin viel Spaß und gute unfallfreie Fahrt :)


03.09.2015 13:03    |    PIPD black

Schöner Bericht.:)

Aber bitte zwischendurch mal die Kameralinse putzen.;)


03.09.2015 13:16    |    nick_rs

Ich habe meine Kamera leider im Stress letzten Donnerstag zu Hause vergessen (Gepäck stand im Flur, Kamera zum Laden noch im Wohnzimmer) deswegen müssen handyfotos genügen, sorry ;)


03.09.2015 13:20    |    PIPD black

Kein Problem. Für die Eindrücke reicht's doch.

Ich merke auch immer erst hinterher, dass ich vergessen habe, die Linse frei zu wischen.:rolleyes:


03.09.2015 19:25    |    Goify

Geil - Simba-Gedächtnis-Kerze. :D

 

Ich habe den Eindruck, dass ihr den kleinen Venga in euer Herz geschlossen habt.


03.09.2015 19:43    |    flo-95

<3 <3 <3


Bild

03.09.2015 20:07    |    Schlawiner98

Zitat:

Ich habe den Eindruck, dass ihr den kleinen Venga in euer Herz geschlossen habt.

Genau den habe ich auch :D Fast nur lobende Worte...

 

Ansonsten: Schöner Reisebericht. Viel Spaß noch!


03.09.2015 22:39    |    PIPD black

Ich glaube, euch fehlt weibliche Begleitung. Anders kann ich mir nicht erklären, warum 3 Kerle in bella Italia nen Koreaner besteigen.;):p:D


04.09.2015 18:36    |    el lucero orgulloso

Klasse Bericht und echt tolle Bilder - der Urlaub klingt in jedem Fall abwechslungsreich und erholsam! :)

Die Kehre 13 ist natürlich... Eine Kehre für sich. :D

Tolles Bild auch im Kommentar, Flo... :p

 

Ich warte auf Teil 3. :)


04.09.2015 19:06    |    jloh24

Habt ihr den Schrein dauerhaft dort errichtet? Ich bin ja auch bald zum Urlaub in Italien und könnte dem ASX dort huldigen. ;-)


08.09.2015 07:42    |    pico24229

GUter Bericht!

Ich habe dieses Jahr allerdings ganz andere Erfahrungen im italienischen Straßenverkehr gemacht, da wurde zwar auch manchmal gedrängelt (bin aber auch teilweise echt 10-20 unter Limit gefahren, Landschaft genießen) aber andererseits gab es offenbar einige italienische Rentner die noch langsamer waren. Trotzdem fande ich es fast entspannter als in D.


08.09.2015 16:36    |    Ascender

Auf meiner Eurotour habe ich ähnliche Erfahrungen in Italien gemacht wie die Blogger. ;)

Das ist definitiv kein Einzelphänomen. Anfangs war ich noch etwas eingeschüchtert von hiesigen Presseberichten. Bloß nicht zu schnell fahren, die nehmen vor allem deutsche Touristen gerne aus. Bei einer Autobahnbaustelle mit Tempo 30 (!!!) wurde es mir dann aber zu bunt, als dann auch noch ein LKW mit Lichthupe das Drängeln anfing. Alles quatsch.

 

Im restlichen Europa ist das Fahren allerdings tatsächlich sehr entspannt. Franzosen und Spanier sind zwar auf der Autobahn sehr diszipliniert, dafür aber im Großstadtverkehr umso wilder.

 

Italiener, hatte ich den Eindruck, fahren immer so schnell wie ihnen mit ihrem Auto möglich. :)

Muss natürlich nicht auf jeden zutreffen, ich will da nicht pauschalisieren.


08.09.2015 22:39    |    nick_rs

Ich habe hier meine prozentual gesehen höchste Geschwindigkeitsüberschreitung begangen. 115 bei erlaubten 10 (!!!) km/h. Warum 10kmh? Man weiß es nicht. Es Waren einfach aus Spaß 10kmh erlaubt.


08.09.2015 22:42    |    greentea868

Jaja, Ascender :D die Tempolimits hier sollte man eher als unverbindliche Empfehlung betrachten, dann passt das auch. Aber mal im Ernst, in Italien wird gnadenlos überreguliert. Tempo 50 auf einer Landstraße, die komplett grade ist, mit mindestens 8 Meter gesamtbreite. Kein Wunder, dass da wirklich keine Sau drauf achtet. Genau das gleiche bei den Zebrastreifen. Wenn es alle 50 Meter im Ort einen gibt, verlieren die völlig ihre warnende Funktion und sind halt einfach da. Da sollte man als Deutscher echt aufpassen, weil hier halten die wenigstens an. Da wird meist hupend außenrum gefahren :D


02.08.2016 00:22    |    Trackback

Kommentiert auf: MT-Youngsters On Tour:

 

Norwegen Roadtrip Teil 1: Goodbye Germany

 

[...] Sitzheizung sind so positioniert, dass man diese imer versehentlich mit dem Ellenbogen einschaltet. Letzten Urlaub haben wir uns damit gegenseitig geärgert, jetzt ärgern wir uns selber .

 

 

Wir überqueren die dänische Grenze und fahren [...]

 

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Die Venga-Boys - Mit dem Kia Venga durch Italien (Robert, Florian und Nick)

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