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17.08.2016 23:50    |    flo-95    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Bergen - die regenreichste Großstadt Europas.

Durch den Zeltabbau sind sind wir noch völlig durchnässt als wir den Mazda am Straßenrad abstellen. Der Wischer wischt noch wild vor sich hin. Wollen wir wirklich aussteigen? Wir schnappen uns unsere Regenschirme, die dank des Windes nicht wirklich zu gebrauchen sind und stürzen ins Atlantis Norweges. Bergen ist wirklich sehenswert. Die kleinen Gassen in Bryggen und der Fischmarkt sind überdacht. Wir gönnen uns einige Spezialitäten auf dem Markt und eilen anschließend wieder zurück zum Auto. Unter der Regenjacke ist es trotzdem nass, die hellgraue Trekking-Hose ist fast schwarz und klebt an den Beinen, beim Auftreten drückt es Wasser aus den Schuhen. Nein, Spaß macht das nicht.

Also ab ins Auto und erstmal trocknen. Kilometer reißen steht mal wieder auf dem Programm. Gegen Nachmittag kommen wir in Haugesund an. Wir mieten eine viel zu teure Hütte auf einem Campingplatz an der Küste. Zelter gibt es hier nicht. Kein Wunder, denn der Wind macht es einem schwer auf der Stelle stehen zu bleiben, der Regen klatscht wie kleine Nadeln ins Gesicht und das Meer tobt. Nichts wie in die Hütte, die großzügig ist und neben einem Heizgebläse sogar eine Koch- / Spülgelegenheit bietet. Super, dann müssen wir heute nicht mehr raus!

 

Am nächsten Tag geht es über Stavanger nach Strand. In Stavanger halten wir kurz und schauen uns die schöne Innenstadt sowie den Hafen an, bevor wir mit einer Fähre 15 km nach Strand übersetzen. Von dort aus geht es Richtung Preikestolen, den wir am nächsten Tag erwandern wollen. Wir suchen eine Hütte für zwei Nächte. Auf Zelten haben wir bei dem Wetter alle keinen Bock. Doch alle Hütten im Umkreis von 30 km sind ausgebucht. Wir wenden uns also notgedrungen an die Touristinformation in Joerpeland mit der Frage nach einer billigen Unterkunft. Uns wird eine Art “Herberge” in ca. 30 km Entfernung empfohlen, die wir dann auch gleich anfahren. Flo und Tobi gehen zur Rezeption und fragen nach ob noch eine Übernachtungsmöglichkeit frei wäre. Die Rezeptionistin überlegt eine Weile und meint dann, dass noch ein Zimmer frei sei. Auf unseren Hinweis dass wir zu dritt seien, weiß sie jedoch keine Antwort - es ist nur ein Doppelzimmer. Erst unsere Frage, ob wir eine Luftmatratze dazulegen könnten entspannt die Lage wieder. Im strömenden Regen laufen wir zum vorletzten Haus auf dem Gelände und gehen in den Keller. Hier ist unser Zimmer und sogar ein Bad ist dabei. Die schmale Luftmatratze passt nur ins Zimmer weil wir die Betten zusammenschieben und in die Ecke rücken. Noch zwei Reisetaschen in das Zimmer und der Boden ist nirgends mehr sichtbar. Aber wir sind ja eh nur zum Schlafen dort drin. Im Empfangsgebäude gibt es einen großen, urig eingerichteten Aufenthaltsbereich mit Esstischen, gemütlichen Ledersofas und einer tollen Aussicht. Auch eine ausgestattete Küche ist vorhanden. Wir belagern gleich eine Sofagarnitur mit Tisch und Blick aufs Landesinnere. Der weitere Abend verstreicht mit Kochen, Essen und Kartenspielen.

 

 

Am nächsten Morgen wollen wir zeitig los um auf den Preikestolen zu wandern - ab dem späten Nachmittag soll es wieder regnen. Wir programmieren das Navi. Schon zwei Kilometer vor dem Parkplatz werden wir auf einen Ausweichparkplatz umgeleitet und dürfen 150 Kronen (ca. 16 Euro) Parkgebühren zahlen. Vor dem Start noch was kleines essen und auf gehts. Über steinige Wege geht es knapp vier Kilometer bis zum Ziel. Leider sind wir schon zu spät - Völkerwanderung ist angesagt. Oben angekommen genießen wir eine schöne Aussicht in den Lysefjord. Leider sind wir nicht allein - auch halb Deutschland ist hier oben. Wir suchen uns einen ruhigen, eher windstillen, Platz für die Rast. Neben uns zuerst die typisch schwäbische Familie, danach die typischen Urbayern mit bayrischer Flagge, Bier, nem Flachmann und einer Oma die mit ihrem Organ den ganzen Felsbrocken in tiefstem Bayrisch unterhält (wir haben kein Wort verstanden) - Fremdschämen pur. Nachdem wir uns auch an den Abgrund wagten und ein paar Fotos machten, ging es zurück.

 

 

Der Abstieg geht dann deutlich schneller und pünktlich zum Regen sind wir wieder zurück in unserer Unterkunft, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen. Am nächsten Tag steht nochmal Kilometerreißen an, doch der Tag beginnt mit einem fahrerischen Highlight. Von der Unterkunft geht es in Richtung des Lysefjords, wo wir mit der Fähre bis zum Ende des Fjords nach Lysebotn fahren möchten. Als wir immer näher zum Fjord und damit zum Fähranleger kommen, fragen wir uns doch, ob wir hier überhaupt richtig sind bzw. wie oft die Fähre hier denn wohl fährt, denn uns begegnet weit und breit kein Auto, lediglich Schafe blockieren mal wieder die Straße. Als auch wenige hundert Meter vor der Ankunft am Fähranleger noch nicht an Zivilisation zu denken ist, zweifeln wir schon stark, doch nach der letzten Kurve können wir aufatmen: wir sehen den Fähranleger, an dem ca. 5 Autos warten. Hinten eingereiht, sehen wir auch schon die Fähre auf uns zukommen - besser hätte es nicht laufen können. Als wir auf die Fähre fahren, müssen wir jedoch sehr schlucken, denn die Fährfahrt soll 990 Kronen (über 100€) kosten! Naja, eine andere Wahl haben wir nun wohl leider nicht mehr. In sehr gemütlichem Tempo geht es nun also durch den Fjord nach Lysebotn. Dort angekommen, wollen wir noch kurz warten, da wir gleich eine sehr schöne Strecke fahren wollen und nicht im Kriechgang hinter Bussen, LKWs und langsamen Autos fest hängen wollen. Nach einigen Minuten, die wir als ausreichend empfinden, starten wir auf die Passstraße in Richtung Sirdal, die Flo unbedingt fahren wollte, da er vorher einen Bericht von Top Gear las, in der diese Strecke sehr empfohlen wurde. Zu Beginn geht es in einen Tunnel, der schon die erste “Serpentine” beinhaltet. Mitten in der Serpentine laufen wir jedoch auf einen Pulk sehr langsamer Fahrzeuge auf - wir hätten wohl noch länger warten sollen. So hängen wir nun mehrere Minuten hinter einem Reisebus, da man auf den ersten Kilometern weder überholen kann, noch es Haltebuchten zum erneuten warten gibt. Nach einigen Serpentinen und vielen Höhenmetern entdecken wir einen Parkplatz, auf dem wir direkt anhalten, um einerseits Abstand zu den anderen Fahrzeugen gewinnen zu können und andererseits einen Happen frühstücken zu können. Hier genießen wir auch eine schöne Aussicht auf das Tal auf der einen Seite, sowie einen kleinen Wasserfall auf der anderen Seite. Nach ca. 15 Minuten geht es weiter und wir erklimmen die letzten Serpentinen, die dank wenig Verkehr auch schön zu fahren sind. Oben angekommen, befinden wir uns auf einer Art Hochebene, die sowohl landschaftlich als auch fahrerisch begeistern kann. So fahren wir ca. 25 Kilometer durch diese Hochebene, vorbei an interessanten Felsformationen, Seen und erneut einigen Schafen. Wir können es nur jedem empfehlen, diese beeindruckende Strecke selbst zu erfahren, wenn man schon in der Nähe ist.

 

 

Im Anschluss an dieses Highlight steht noch ein relativ straffes Programm, denn Ziel ist es, nocheinmal kurz vor Kristiansand wild zu campen, was weitere etwa 4 Stunden Fahrt bedeutet. Wir finden ca. 40 km vor Kristiansand eine schöne Wiese mit einem See auf der wir unser immer noch klatschnasses Zelt in der Sonne aufbauen um es endlich trocknen zu lassen. Wir machen es uns am See gemütlich, doch vor dem Kochen lassen wir es uns nicht nehmen, endlich einmal baden zu gehen. Der Abend wird dann kühl, so dass wir uns zum Kartenspiel ins Zelt zurückziehen. Am nächsten Morgen werden wir durch lautes Geprassel geweckt - nicht schon wieder Regen. Es schifft und wir dürfen mal wieder im strömenden Regen das Zelt abbauen. Danach geht es direkt nach Kristiansand, wo am frühen Nachmittag unsere Fähre startet. Da wir 2,5 Stunden vor Anfahrt da sind, fahren wir noch kurz durch die Stadt. Aussteigen möchte bei dem Regen aber keiner.

 

Die Fähre ist ein kleiner Katamaran und das Meer wilder als erwartet. Ganz schlechte Voraussetzungen für Seekranke. Tobias geht daher lieber mal an Deck - zwei Minuten später kommt er wieder zurück nach unten - klatschnass. Das Spritzwasser der Fähre durchweicht einen sofort - hohe Wellen und Fahrgeschwindigkeiten über 60 km/h zeigen da Wirkung. Nur hinten kann man es aushalten, da spritzt es zwar auch, aber weniger, dafür stinkt es nach den Abgasen. Nach ca. zweieinhalb Stunden geht die Qual zu Ende und wir dürfen endlich zurück aufs Festland. Am Abend erreichen wir Hamburg, essen unterwegs noch etwas kleines und Tobi fällt dann erschöpft ins Bett. Flo und Nick lassen es sich trotz der Uhrzeit nicht nehmen noch ein kleines Tuningtreffen zu besuchen, wo auch ein paar Kumpels von Nick sind, die den Mazda begutachten (und für sehr schick befinden).

 

 

Am Samstag wird nach dem ausschlafen der Mazda einer Komplettreinigung unterzogen. Die fleißigen Männer von Mr.Wash haben ordentlich was zu tun. Anschließend bringen wir Nicks Cabrio noch zu Niclas, wo es bald einer Revision unterzogen wird. Bevor in Windeseile das halbe Auto zerlegt wird, darf der Mazda noch auf die Bühne. Für ein anderthalb Jahre altes Auto sehen Beschichtungen und Gummis garnicht mal so gut aus…

 

 

Abends gehen wir essen und schießen noch ein paar Fotos des schicken Gefährts in der Stadt (Bilder folgen im Abschlussartikel). Sonntagmorgen um 7 Uhr starten Flo und Tobias dann nach Berlin um den Mazda wieder sauber und vollgetankt zurück an MotorTalk zu übergeben. Über 4900 km sind wir mit dem Mazda nun in zwei Wochen gefahren. Unsere Meinungen und Eindrücke werdet ihr demnächst in einem eigenen Testbericht lesen können.

Von Berlin aus geht es dann wieder mit Tobias’ 5er zurück in die Heimat für Flo und Tobias. Die Rückfahrt verläuft problemlos, so dass am frühen Abend alle wohlbehalten Zuhause sein können.

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08.08.2016 11:26    |    nick_rs    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Am Freitagmorgen fahren wir vom Campingplatz aus direkt nach Trondheim, um die Stadt zu besichtigen. Im Vorfeld haben wir gehört, dass es eine der sehenswertesten Städte in Norwegen sein soll. Zur Zeit unseres Besuchs findet auch gerade das Festival Oi! statt, bei dem regionale Spezialitäten angeboten werden. Wir besichtigen die Altstadt und schlendern durch den Park. Der Park ist voller Kinder mit Warnwesten und Betreuern, selbst auf dem Friedhof um die Kirche und auf den Gräbern wimmelt es von Kindern - keine Ahnung was da veranstaltet wird.

 

Bevor wir zurück zum Auto gehen, laufen wir nocheinmal durch die Spezialitätenmeile und gönnen uns dort etwas zum Mittagessen. Neben der schönen Altstadt mit dem Fluss fällt uns auch die enorme Anzahl an Elektroautos im Straßenverkehr auf. Nissan Leaf, Tesla Model S, Kia Soul EV, VW E-Golf, VW E-Up, Mitsubishi i-MIEV, Citroën C-Zero, Peugeot Ion, Renault Zoe - das volle Programm können wir beobachten.

 

 

Am Mittag starten wir in Richtung Kristiansund und wollen auf einer vorgelagerten Insel mal wieder eine Nacht in der freien Natur am Wasser verbringen. Alles ist bebaut, nicht erreichbar, Privatgrundstück oder landwirtschaftlich genutzte Fläche. Wir fahren mal wieder einen Weg in Richtung Küste. Es ist ein Wanderparkplatz ausgeschrieben - in 1,8 km. Die Straße wird zum Schotterweg, der Schotter wird immer gröber - wir sehen den Wanderweg - jedoch keinen Parkplatz. Wir fahren weiter, der Weg ist nur noch eine vertiefte Spur in der Wiese bzw. zwischen Felsgestein und wir gelangen an der Küste an eine Reihe einiger Bootshäuser. Hmm, schon wieder Privatgrund. Wir entdecken eine schöne Wiese in der Nähe und während Nick und Flo versuchen auf dem IPad herauszufinden, ob diese Wiese zu einem Privatgrundstück gehört, beschließt Tobi die Gegend zu Fuß zu erkunden und zu gucken wie die Wiese erreichbar ist. Beide Parteien stellen fest, dass die Wiese leider nicht erreichbar ist.

 

Tobi läuft zurück zu den anderen und trifft dabei auf den Bewohner des letzen Hauses vor der Küste, der gerade einen Topf am Wasser ausspülen will. Aus dem Aufeinandertreffen entwickelt sich ein nettes Gespräch und am Ende erzählt uns der Herr, dass das weiße Bootshaus seines sei und wir gerne davor unser Zelt aufbauen können. Möglichst auf der Wiese davor, so dass der Abstand zu einem anderen Haus in der Nähe eingehalten wird. Wir werden außerdem gebeten das Auto neben der Hütte zu parken - für Notfälle. Es sei alles überhaupt kein Problem, wir würden sowieso niemanden mehr antreffen.

 

 

Es gäbe auf der anderen Seite der Küste, nicht weit entfernt, einen sehr sehenswerten Leuchtturm. Man könne auch einen Rundweg machen indem man an der Küste über die Felsen hinlaufe und auf dem Wanderweg übers Land zurück. Wir bauen unser Zelt auf der Wiese vor der Hütte auf und stellen unsere Stühle und Tische auf den Kai wo wir uns entspannen. Schon nach kurzer Zeit laufen Kinder am Wasser entlang, die sich in tiefstem bayrischen Dialekt unterhalten. Laut "unserem" Norweger eine bayrische Familie, denen das Nachbarhaus gehört. Von wegen heute kommt niemand mehr. Wir beschließen, den gemütlichen Spaziergang zum Leuchtturm auf der anderen Inselseite zu unternehmen. Relativ schnell dürfen wir feststellen, dass es an der felsigen Küste ohne geeignetes Schuhwerk nicht ganz so einfach vorwärts geht. An einer tiefen Felsspalte trennen sich dann unsere Wege. Tobi, der als einziger Wanderschuhwerk trägt, springt hinüber und läuft an der Felsküste weiter zum Leuchtturm. Flo und Nick umschiffen die Felsspalte und laufen über die Heidelandschaft Richtung Leuchtturm. Unter der Heideoberfläche ist leider der Untergrund nicht ganz ersichtlich, so dass Nick plötzlich in einem Loch verschwindet. Am Leuchtturm treffen wir wieder aufeinander und gönnen uns ersteinmal ein schönes (mitgebrachtes) Bier. Als es uns durch den Atlantikwind zu frisch wird, laufen wir über den Wanderweg zurück zu unserem Zelt. Doch wir sind nicht alleine dort.

 

Im Nachbarbootshaus werkeln drei Norweger. Wir sprechen sie an, auch weil unser Zelt eben zum Teil auf ihrem Privatgrund steht und schildern die Situation. Doch in Skandinavien sind die Leute sehr freundlich und wir dürfen bleiben. Wir werden noch auf die Mücken hingewiesen, die bei der Dämmerung herauskommen und sehr lästig sind. Bisher sehen wir sie noch nicht. Wir beginnen unsere Mahlzeit vorzubereiten und plötzlich sind sie überall. Mücken, Mücken, Mücken, Mücken und noch mehr Mücken, Mücken, Mücken. Kleine Mücken die sich auf die Haut setzen und stechen. Zwar nicht so wie die bei uns verbreiteten Stechmücken, bei denen nachher alles anschwillt, aber ein kurzer Schmerz ist doch zu spüren. (Die normalen Stechmücken mischen sich natürlich unter die kleinen Mücken). Unser freundlicher Nachbar, der gerade dabei ist eine Geburtstagsfeier für den nächsten Tag vorzubereiten, gibt uns den Tipp ein Feuer zu machen und mit Rauch die Mücken von uns fernzuhalten. Er verschwindet in seinem Häuschen und kommt mit einem Sack Holz wieder und beginnt am Strand ein Feuer anzufachen. Er gibt uns noch Tipps, wo wir besonders stark rauchende Pflanzen finden und führt uns dies gleich beispielhaft vor. Ein angenehmer Rauchgeruch - die Pflanze, die er gerade verbrennt, wird auch zum Räuchern von Fleisch verwendet - breitet sich aus, aber der Qualm beißt in den Augen. So sind wir den Rest des Abends damit beschäftigt, uns entweder vor den Mücken zu retten oder mit tränkenden Augen im Rauch des Feuers zu sitzen. Schade eigentlich. Das Plätzchen ist nämlich wirklich wunderschön und man könnte ewig draußen sitzen, da es selbst um Mitternacht noch hell draußen ist.

 

Am nächsten Morgen wachen wir recht früh auf. Regen fällt auf unser Zelt - na super. Wir beginnen im Regen unser Zelt abzubauen. Aber immer noch werden wir von dem Mücken geplagt. Schnell alles einpacken und weg von hier. Das sagt sich leichter als es ist. Wir müssen einen steilen Berg von der Küste über einen Wiesenweg hochfahren. Auf dem nassen Gras haben die Reifen natürlich nur wenig Grip, sodass wir es nur mit Anlaufnehmen und mehrmaligem Anschieben irgendwann nach oben auf den eigentlichen Feldweg schaffen. Schnell weg von hier und irgendwo unterwegs frühstücken.

 

Heute ist ein Tag mit zwei Highlights - erst die Atlantikstraße und dann Trollstigen. An der Atlantikstraße fahren wir einen Parkplatz an, um zu frühstücken und genießen die traumhafte Landschaft dabei. Auch die Atlantikstraße selbst ist eindrucksvoll gebaut und schön zu fahren.

 

 

Später kommen wir zum Trollstigen, einer eindrucksvollen Paßstraße, die sich einen Fels hochschlängelt. Oben angekommen steigen wir aus und machen den "Tourimarsch" zu einer Aussichtsplattform, wo wir einige Zeit verweilen. Einfach gigantisch und traumhaft. Nur schade, dass das Wetter nicht so mitspielt, den ganzen Tag haben wir immer wieder Regen. Unser heutiges Ziel ist Geiranger, welches an einem wunderschönen Fjord liegt. Wir erreichen dieses Ziel am Nachmittag, so dass uns noch Zeit bleibt, die touristischen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Heute gönnen wir uns wieder eine Hütte mit Blick auf den Fjord. Den Abend über spielen wir Karten und kratzen an unseren zahlreichen Stichen.

 

Der Sonntag bietet auf der Route sehr schöne Landschaften, jedoch keine vorher ausgesuchten Touri-Highlights. Daher fahren wir bis kurz hinter Bergen. Bergen ist als regenreichste Stadt Europas - was sie uns eindrucksvoll beweist - nicht wirklich zum campen geeignet. Leider hat kein Campingplatz eine Hütte mehr frei. Die ganze Nacht stürmt und regnet es und leider wird das heute morgen nicht besser, sodass wir auch im Regen wieder abbauen. Nun schauen wir uns erstmal - natürlich im Regen - Bergen an.

 

 

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05.08.2016 12:51    |    Telsch    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

"Lass uns morgen früh los kommen, wir haben viel vor" - "Okay, einen Wecker brauchen wir nicht, oder?" - "Nein nein, wir werden schon wach"

Wie naiv von uns :rolleyes:

Wir haben 11:30 Uhr und nun ziemlich Stress. Heute möchten wir noch nach Eidfjord. Aber erstmal müssen die 3 km bis zur nächsten asphaltierten Straße überwunden werden. Die Kiesgrube die wir durchqueren müssen sah gestern noch stillgelegt aus, heute ist hier richtig Verkehr und das ganze Gelände ist eine große Matschpfütze. Ein riesiges Baustellenfahrzeug rast auf uns zu und es sieht so aus, als würde er den hier wie ein Zwerg wirkenden Mazda gleich einfach überfahren. 5 m vor uns hält dieses Monster an und setzt zurück, um Kies aufzuladen. Puh, Aufregung. Jetzt müssen wir es nur noch durch die Matschlandschaft schaffen. Auch diese Aufgabe meistert der Mazda souverän, auch wenn er nun erstmal aussieht wie die Sau. Zuvor geht es aber zum Langfoss, einem eindrucksvollen Wasserfall, ebenso wie auch der Tvinfoss einer ist, den wir kurz darauf anschauen.

 

 

Später, in einem eindrucksvollen Tunnel mit Kreisverkehr verlieren sowohl wir als auch das Navi die Orientierung, sodass wir falsch abbiegen. Als wir in einer Haltebucht kurz halten um den Weg raus zu suchen, dauert es keine 30 Sekunden bis ein netter Mercedes Fahrer vor uns stoppt und uns hilft. Sehr nett also, die Skandinavier.

 

 

 

In Eidfjord beschließen wir, einen kleinen Campingplatz in einer wunderschönen Bucht aufzusuchen. Ausgiebig duschen muss eben auch mal sein.

Am nächsten Morgen - diesmal haben wir uns einen Wecker gestellt - möchten wir einen kleinen Spaziergang durch die Hadangervidda machen. Aus dem kleinen Spaziergang wird nach ein bisschen verlaufen und Selbstüberschätzung eine 4 Stunden Wanderung.

Völlig fertig und froh, wieder auf weichem Ledergestühl Platz nehmen zu dürfen, geht es mit dem Auto weiter in Richtung Geilo, wobei wir die Hadangervidda Hochebene ein kleines Stück durchqueren. Die Aussicht auf die schöne Landschaft hier oben beeindruckt uns alle, weswegen wir hier Stunden verbringen könnten. Leider müssen wir weiter, da wir sehr lange für die Wanderung gebraucht hatten und noch bis Geilo kommen wollen.

 

 

Tobi erzählt schon seit Beginn des Urlaubs von einem guten Ziegenkäse, der eine Spezialität aus der Region ist, sodass wir diesen gerne probieren wollen. Da alle paar Kilometer ein Verkaufsstand für diesen Käse am Straßenrand steht, halten wir an einem dieser Stände an und probieren den Käse, der von 2 von 3 Leuten für gut befunden wird. So wird kurzerhand ein Päckchen Käse gekauft - der Preis von ca. 25€ schockiert uns dann aber doch etwas.

 

Als wir nahe der Straße einen Stausee entdecken, zu dem sogar direkt eine Straße führt, wenden wir um den See näher anzusehen, die Landschaft zu genießen und ein paar Fotos zu machen. In Geilo angekommen füllen wir erst einmal wieder unsere Vorräte auf, um die nächsten Tage überleben zu können. Ab da fahren wir langsam in Richtung Trondheim, suchen aber schnellstmöglich eine Übernachtungsstelle. Wir stoßen auf ein Umspannwerk, auf ein wohl militärisch genutztes Areal und jede Menge Häuser am Ende von Feldwegen. Da es mittlerweile auch regnet, beschließen wir den nächsten Campingplatz anzusteuern. Dort stellen wir fest, dass die Miete einer Hütte nicht wesentlich teurer als das Zelten selbst ist. Wir beschließen daher, uns den Aufbau des Zeltes im Regen zu sparen und eine Hütte zu beziehen. Die Hütte ist ausgestattet mit vier unbezogenen Betten, einer Kochplatte und einem Kühlschrank - perfekt um einen Großteil des Campingzubehörs im Mazda zu lassen. Wir verbringen eine ruhige Nacht auf eher unbequemen Betten - auf der einen Seite die große Straße auf der anderen Seite die Bahnlinie - die Bahn hupt natürlich bei jedem Vorbeifahren damit auch jeder weiß, dass andere um diese Zeit noch arbeiten müssen. Am nächsten Morgen geht es zeitig weiter nach Trondheim, den Zeltabbau können wir uns ja sparen. Knappe 500 km liegen vor uns. Wir Nullen die Verbrauchsanzeige, da wir wissen wollen was der Mazda bei normaler Fahrt auf norwegischen Straßen verbraucht. Am Ende der Fahrt zeigt der Bordcomputer nach knapp 7 Stunden Fahrzeit einen Durchschnittsverbrauch von gerade mal 4,4 Litern pro 100 km an. Ein neuer Bestwert und für ein Fahrzeug in dieser Größe und mit dieser Zuladung wirklich beachtlich. Die letzten beiden Tankfüllungen verbrauchte er ebenfalls beachtliche, errechnete 5,3 L. Auf der Fahrt steht ebenfalls wieder ein Tankstopp an, bei dem wir auch gleich eine Fahrzeugwäsche durchführen (wir erinnern uns an die Matschpfütze). Glücklicherweise gibt es eine Waschanlage zum Selberwaschen, Waschanlagenfahrten beginnen erst bei umgerechnet 20 Euro.

Während wir wieder durch bergige Landschaft und auf Hochebenen fahren, begegnen uns immer wieder kleine Schafherden. Nicht nur stehen oder laufen diese neben der Straße, manchmal liegen sie auch mitten auf der Straße und interessieren sich nicht für die ausweichenden Autos, der Asphalt muss wohl sehr bequem sein.

Kurz vor Trondheim suchen wir wieder nach einem geeigneten Schlafplatz, wieder ohne Erfolg in der freien Natur. Steilküste, Steinstrand, Häuser, private Felder: kein geeigneter Platz. Also wieder auf den Campingplatz, dafür gerade mal 20 m vom Fjord entfernt. Der Mazda schlägt sich bisher sehr gut. Hervorheben möchten wir hier den großen Stauraum in den Türen - in jeder findet problemlos eine 1,5 Liter Flasche Platz. Weiterhin erwähnenswert ist das gelegentlich sogar per Touchscreen bedienbare Navigationssystem (Option nur nach Lust und Laune des Navigationssystems nutzbar). Als nachteilig dagegen empfinden wir die geringe Höhe der Heckklappe die zu regelmäßigem Kopfkontakt beim Ausladen führt.

Heute wollen wir uns Trondheim ansehen und weiter nach Kristiansund fahren.

 

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02.08.2016 00:22    |    flo-95    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Es ist Samstag 6 Uhr morgens, als die große Fahrt steht an. Die Reise beginnt mit dem bereits vorher vollgepackten 5er von Tobias. Nachdem Nick in Stuttgart und Flo in Wertheim abgeholt wurden, gehts nach Berlin, wo Constantin und seine Freundin bereits auf uns warten. Wir tauschen unseren 5er gegen einen Mazda 6 mit exzellenter Ausstattung. Nach einigen Benzingesprächen und dem Erledigen der Formalien geht es nun ans Umladen. Wir dachten, die Enge auf der Rückbank des 5ers wird im Mazda besser, da wir mehr Gepäck im Kofferraum des Kombis unter bekommen, aber leider hat der Mazda selbst bis zur Dachkante nicht wirklich mehr Volumen als die 17 Jahre alte Limousine von Telsch, zumindest subjektiv.

Am Nachmittag fahren wir dann nach Hamburg, wo wir unsere erste Nacht in Nicks Wohnung verbringen. Auf dem Weg gehen wir noch einkaufen, um für die ersten Tage mit Lebensmitteln versorgt zu sein, da die Preise in Norwegen doch deutlich höher sind als in Deutschland. Bei Nick angekommen, laden wir nochmal alles aus, um den vorhandenen Platz sinnvoller nutzen zu können, indem wir kleine Lücken mit weichen Gegenständen ausfüllen. Schon vor der Tür werden wir von Nachbarn angesprochen, was das denn für ein schickes Auto sei. Auch von Familie und Freunden, die mit dem ersten Bildern versorgt wurden hören wir ähnliche Kommentare. Ja, der Mazda ist sehr gelungen, das finden auch wir. Ein Auto, nachdem wir uns noch mehrmals in diesem Urlaub umdrehen werden.

Nach einer kurzen Nacht starten wir am Sonntagmorgen Richtung Norden. Schon auf den ersten Kilometern lernen wir die Assistenzsysteme des Mazda zu schätzen. Vor allem der Abstandstempomat hat es uns angetan, weswegen er seitdem fast immer aktiv ist. Was dem hinten Sitzenden negativ auffällt: Die Schalter für die hintere Sitzheizung sind so positioniert, dass man diese imer versehentlich mit dem Ellenbogen einschaltet. Letzten Urlaub haben wir uns damit gegenseitig geärgert, jetzt ärgern wir uns selber :D.

 

 

Wir überqueren die dänische Grenze und fahren über die Brücken Storebælt und Öresund nach Schweden. Nördlich von Göteborg bei Stenungsund finden wir - vorerst einmal zu Fuß - in einem ruhig gelegenen Waldstück einen Ort in dem wir unser Zelt aufbauen. Zuvor musste der Mazda aber noch seine Geländegängigkeit unter Beweis stellen. Vom Übernachtungsplatz aus sind es nur wenige 100 Meter zum Fjord, wo wir auf einem halbinselförmigen Felsen unsere Pocketgrills aufbauen und den Tag gemütlich ausklingen lassen. Vor dem Schlafengehen treffen wir noch auf zwei Quadfahrer die uns nach der nächsten Straße fragen, ansonsten ist es - abgesehen von Wolfgehäul und dem Knarzen eines umsturzgefährdeten Baums - absolut still. Als uns gegen Mitternacht in unseren Schlafsäcken die Äuglein zufallen ist das nicht anders - bis uns kurze Zeit später die Alarmanlage des Mazdas aus der Idylle reißt. Nach dem Abschalten des Lärms und einem kurzen Kontrollgang lautet die Diagnose: Fehlalarm. Die Nacht verläuft trotzdem relativ ruhig und so starten wir am folgenden Tag nach einem nahrhaften Frühstück Richtung Norwegen.

 

 

Nach wenigen Kilometern auf der Autobahn lotst uns das Navi des Mazda herunter auf die Landstraße, wo wir - ohne es zu merken - die Grenze zwischen Schweden und Norwegen passieren. Erst nach einigen Kilometern fällt uns auf, dass die Schilder und die Fahrbahnmarkierungen anders aussehen und nach einem kurzen Check auf der Karte des Navis herrscht Gewissheit, jetzt in Norwegen angekommen zu sein. Diese Etappe bescherte uns auch mit 4,7 Litern pro 100 km den niedrigsten Durchschnittsverbrauch bisher. Wiederum nur wenige Minuten später schickt es uns zurück auf die Autobahn, der wir bis zum Ort Moss etwas südlich von Oslo folgen, wo wir mit der Fähre nach Horten übersetzen. Die Autobahn liegt nun hinter uns, die letzten 180 Kilometer bis zum Tagesziel legen wir auf der Landstraße zurück. Unseren nächsten Übernachtungspunkt finden wir in Rauland direkt an einem See. Ein ordentliches Stück über einen unbefestigten Weg von der Straße entfernt "wo uns nie jemand finden wird" (Zitat Nick). Er wird kurz darauf durch einen entgegenkommenden Camper eines Besseren belehrt ;) Nach dem ersten auf dem Gaskocher zubereiteten Essen sitzen wir nun in der idyllischen Landschaft und verfassen diesen Blogartikel während wir von unzähligen Stechmücken, trotz Mückenschutz, zerstochen werden.

 

 

 

To be continued...

 

 

Weitere Bilder findet ihr in der Gallerie:

 

 

Sollten euch die Bilder gefallen, schaut doch mal hier vorbei, hier gibt es nach dem Urlaub auch noch mehr Bilder

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28.07.2016 18:17    |    nick_rs    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Mit dem Mazda durch Norwegen

Über unseren erfolgreichen Trip mit dem Motor-Talk Kia Venga durch Italien haben wir vergangenen Sommer unter dem Namen "Venga-Boys" ausgiebig berichtet. Auch dieses Jahr sind wir wieder unterwegs, nur in die entgegengesetzte Richtung: Norwegen ist das Ziel! Robert ist dieses Jahr leider zeitlich verhindert, statt dessen geht Tobias "Telsch" mit auf Tour.

 

2 Wochen x 3 Motor-Talkler = 6

 

Wie die Mathelehrer immer schön fragen: "6 was? 6 Äpfel? 6 Jahreszeiten? 6 Weltwunder? 6 Zwerge?"

Das passt alles nicht, nein. Wir meinen unser Auto! Denn auch dieses Mal bekommen wir einen Motor-Talk Dauertester zur Verfügung gestellt: Den Mazda 6.

 

Am 30.07. geht es los. Wir holen gemeinsam mit einem BMW 5 den Mazda 6 :D in Berlin ab und verbringen anschließend eine Nacht bei Nick in Hamburg, bevor es über Dänemark und Schweden Richtung Norwegen geht. In Norwegen geht es über die Hardanger Vidda hoch bis nach Kristiansund (oder Trondheim - mal schauen wie weit wir kommen) und anschließend an der Küste wieder runter. Insgesamt ca. 4500 Kilometer.

 

Auch dieses Mal werden wir hier in kurzen Abständen über unsere Tour berichten und freuen uns, wenn Ihr uns digital begleitet :)

 

Flo, Tobi und Nick

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Was machen wir

Willkommen im Reiseblog der MT-Youngsters!

 

Hier berichten wir von Reisen, die wir als MT-User gemeinsam unternehmen.

 

2016

2x3=6 - Mit dem Mazda 6 durch Norwegen (Florian, Tobias und Nick)

 

2015

Die Venga-Boys - Mit dem Kia Venga durch Italien (Robert, Florian und Nick)

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