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13.05.2021 22:29    |    jennss    |    Kommentare (90)

taycan-cross
Taycan cross

Obwohl ich gar nicht zur Zielgruppe eines Porsche Taycan gehöre, finde ich die Aufpreisliste faszinierend und überlege schon manchmal, ob ein einfach ausgestatteter Taycan nicht doch völlig ausreicht. Oder müssen es unbedingt gut 50000 € in Extras sein? Man findet als junge Gebrauchte oder Tageszulassungen sehr oft stark ausgestattete Taycans. Der Dauertestwagen bei AutoBild ist ein 4S für über 170000 €. Der kleinste Taycan kostet dabei weniger als die Hälfte, ca. 83000 €. Ein Cross Turismo mit Allrad, dem großen Akku und dem einstellbaren Fahrwerk ab ca. 93000 €. Kann man unter 100000 € mit einem Taycan glücklich werden oder sollte man dafür lieber ein Model S LongRange, Jaguar iPace, Mercedes EQC, Audi E-Tron GT oder sowas nehmen?

 

Manche sagen, dass Porsche-Fahrer eh genug Geld haben und besser eine volle Ausstattung wählen. Aber hey, nach oben gibt es kaum Grenzen und die Alternative zu mehr Ausstattung ist auch immer noch ein stärkerer Antrieb. Also wo sollte man sich die Grenze ziehen?

 

Ich picke mal ein paar Extras heraus:

 

- Farbe und Felgen:

Ja, da würde ich nicht unbedingt sparen, aber man sollte wissen, dass die 21"-Felgen fast so viel Reichweite kosten, wie der große Akku wieder herausholt, also um die 10-12%.

 

- Hinterachslenkung:

Die Hinterachslenkung (ca. 2300 €) reduziert den Wendekreis von 11,8 m auf 11,2 m. Das sollte in der City schon eine spürbare Erleichterung sein. Leider setzt sie das top-Fahrwerk voraus, welches nochmal um die 2000 € kostet. Beim Cross Turismo ist das allerdings schon serienmäßig. Das top Fahrwerk ist höhenverstellbar und auch eine gute Empfehlung. Andererseits ist das normale Taycan-Fahrwerk sicherlich schon nicht übel. Der Hinterrad-Taycan hat keinen engeren Lenkeinschlag als die Allradler.

 

- Der große Akku

Fast alle Taycans werden mit großem Akku geordert. Der kostet rund 5700 € Aufpreis. Ich finde den Aufpreis recht hoch für nur ca. 13 kWh. Allerdings ist es halt ein Akku mit sehr schnellem Laden und damit erklärt sich der Aufpreis wohl. Ich meine: Ca. 430 km nach WLTP mit dem kleinen Akku sind nicht so schlecht, denn bei hohem Tempo verliert der Taycan vergleichsweise wenig Reichweite. Für einen besseren Wiederverkaufswert ist der große Akku aber sicher sinnvoll. Damit kommt er auf ca. 484 km bei 19" und 20"-Felgen. Mit 21" und großem Akku sind es 442 km beim kleinsten Taycan, mit kleinem Akku und 20" 431 km, also fast gleich.

 

- Basics, die fehlen:

Erstaunlicherweise fehlen dem Taycan kleine Dinge wie Sitzheizung, Lenkradheizung und elektrisch anklappbare Außenspiegel. Das ist aber kein Problem, denn sie sind nicht mit Paketen gebündelt und einzeln recht günstig. Der 5. Sitz kostet etwa 500 €, ein ParkAssistent inkl. Rückfahrkamera ca. 700 €.

 

- Welcher Antrieb?

Der kleinste Taycan geht in 5,4 s. auf 100 und schafft 230 km/h. Das ist schon ganz ordentlich, aber so manch ein Power-SUV ist sogar noch fixer auf 100, z.B. ein Mercedes EQC oder der Volvo XC40 P8. Hier kommt es komplett darauf an, was man bisher gefahren ist. Davon hängen die Erwartungen im Wesentlichen ab. Der 4S ist mit 4,0 s. auf 100 schon deutlich stärker, kostet mit Allrad aber auch gut 20000 € mehr.

 

- Innenraum:

Bei den Sitzen geht einiges. Zwar sehen die Standardsitze schon wirklich gut aus, aber mehr geht bei Porsche immer. So bieten die Adaptiven Sportsitze Plus (ca. 2000 €):

"Sportlich geformte Sitze mit geändertem Nahtbild der Sitzmittelbahnen und erhöhten Seitenwangen vorne, mit elektrischer 18-Wege-Verstellung von Sitzhöhe, Sitz- und Lehnenneigung, Längsverstellung, elektrischer Sitzflächenlängenverstellung, 4-Wege-Lordosenstütze sowie elektrischer Verstellung der Wangen der Sitzflächen und Lehnen für Fahrer und Beifahrer".

Die Sitzmassage mit Belüftung kostet ca. 2000 €, der Dachhimmel Race-Tex ca. 1900 €.

 

Weiterhin gibt es "Interieur-Paket Ziernähte und Sitzmittelbahnen Leder in abweichender Farbe" für ca. 4600 €. Das ist sicher schick, aber eine Menge Geld.

 

Bei den Sitzen denke ich, dass die normalen Teilleder-Sitzpolster schon ganz ok. sind, aber persönlich finde ich lederfrei schon nicht schlecht. Das ist mit ca. 3600 € aber auch nicht billig.

 

- Licht:

Hier kann man auch leicht über 3000 € für besseres Licht ausgeben? Ob das nötig ist, fällt mir schwer zu sagen. Dazu müsste man es sich genauer ansehen. Ich habe beim ID.3 Matrixlicht. Es ist sehr gut, aber ehrlich gesagt könnte ich auf die teure Matrix-Funktion verzichten. Es ist auch eine Frage, wie sehr man dem System vertraut, den Gegenverkehr nicht zu blenden.

 

- Sound:

Porsche bietet als erste Aufstockung eine verbesserte Anlage (Bose) für ca. 1350 € an und für ca. 6000 € Burmester HighEnd. Das muss man wohl einfach mal hören und ist sehr individuell. Als ich noch nicht gehörlos war, war ich HiFi-Freak und von daher kann ich es schon verstehen, wenn man hier einiges ausgibt. Aber 6000 €... mannomann... :)

 

- Individualisierungen:

Es gibt unglaublich viel im Konfigurator von Porsche und wenn das Geld locker sitzt, bekommt man auch den kleinsten Taycan sehr teuer. Das SportDesign Paket Carbon kostet z.B. ca. 8200 €.

 

Leider fehlt ein zu öffnendes Schiebedach. Porsche geht da mit dem Trend, nur noch ein festes Glasdach anzubieten. Ansonsten gibt es z.B. noch den Nachtsichtassistenten (ca. 2200 €), das Headup-Display (ca. 1600 €), aktive Einparkunterstützung (ca. 1700 €), Porsche InnoDrive für ca. 3000 € (eine Art Autopilot). Sinnvoll kann je nach lokalen Begebenheiten der 22 kW AC-Lader (ca. 1700 €) sein, statt serienmäßiger 11 kW, sowie eine Wärmepumpe für ca. 800 €.

 

Ich wollte schon die Optionen aus dem Konfigurator screenshotten und hier reinbringen, aber das ist so dermaßen viel... lieber selbst mal gucken:

https://www.porsche.com/germany/modelstart/all/?modelrange=taycan

 

Meine persönliche Wahl wäre wohl der Cross Turismo (weil ich die große Heckklappe gut finde). Damit hat man ja schon einen großen Akku, Allrad (5,1 s. auf 100) und das Top-Fahrwerk, zu dem ich noch die Hinterachslenkung nehmen würde. Dazu ein paar billige Basics wie Lenkradheizung, Sitzheizung, anklappbare Außenspiegel, Rückfahrkamera und den 5. Sitz. Außerdem wäre grün oder hellblau meine Wahl (+ ca.1000 €) und teilgefärbte 19"-Felgen. Als kleines Highlight würde ich vielleicht farbige Gurte nehmen :). Ich käme damit auf 100.548,90 €... geht noch. Was denken jene, für die ein Taycan finanziell erreichbar ist? Lieber ein Model S mit mehr PS, Serienausstattung und Reichweite (87000 €, 3,2 s. auf 100, 663 km nach WLTP) oder einen Audi E-Tron GT (ab 99800 € mit 4,1 s. auf 100, ca. 480 km)? Ist ein relativ nackter Taycan nur wenig sinnvoll?

j.

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18.05.2021 15:57    |    DaimlerDriver

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 18. Mai 2021 um 15:38:11 Uhr:

Aber 22 KW Lademöglichkeit gibt eben eine gewisse Flexibilität, ...

Das ist völlig richtig. Man muss sich nur überlegen, was einem diese Flexibilität wert ist. Ich persönlich halte das für überbewertet und ich bin mir sicher, dass mir die meisten anderen BEV Fahrer zustimmen werden.

 

In meiner Situation habe ich keine Lust auf eine Kernbohrung in meine wasserdichte Wanne, Erd- und Pflasterarbeiten für das etwas mehr an Felxibilität. Für den Nutzen ist mir der Aufwand zu hoch.

 

Und um auf den TE zurück zu kommen. Wenn ich meinen Taycan recht nackt ausstatten möchte, werde ich wohl kaum € 1.600,- dafür ausgeben wollen.


18.05.2021 16:43    |    Martyn136

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 18. Mai 2021 um 15:39:53 Uhr:

was bekommt ich genehmigt??

 

Hier bei uns werden maximal 11KW genehmigt.

Hab noch nie gehört das sich jemand innerhalb seines Hauses eine Steckdose genehmigen hätte lassen.

 

Selbst ältere Hausanschlüsse haben hier mindestens 32A (22KW) bei DHH und Reihenhäusern über 40A (27KW) bei Einfamilienhäusern bis zu 50A (34KW) bei Häusern mit Gewerbeflächen oder Einliegerwohnung.

 

Jedoch könnnen eigentlich alle Hausanschlüsse auf 63A (43KW) gehoben werden und neue Hausanschlüsse werden hier alle gleich mit 63A (43KW) gemacht. Wegen dem PV-Trend.

 

Hier ist man da sehr grosszügig. Selbst wenn jemand nur eine keine 4,26 KWp PV-Anlage auf sein Reihenhaus installieren will bekommt er gleich 10 KWp Einspeiseleistung zugesichert und den Hausanschluss auf 63A (43KW) gehoben.


18.05.2021 16:51    |    Martyn136

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 18. Mai 2021 um 15:57:32 Uhr:

In meiner Situation habe ich keine Lust auf eine Kernbohrung in meine wasserdichte Wanne, Erd- und Pflasterarbeiten für das etwas mehr an Felxibilität. Für den Nutzen ist mir der Aufwand zu hoch.

Das wäre natürlich schon ein hoher Aufwand.

 

Aber viele Leute haben ja bereits eine 5x 4mm² Zuleitung in die Garage und eine 16A Perilex-Steckdose für einen Elektroherd und Schukosteckdosen für einen Kühlschrank, damit man für Gartenpartys gerüstet ist.

 

Dann ist der Aufwand für eine 32A CEE-Steckdose oder 22KW Wallbox nicht so gross.


18.05.2021 19:11    |    DaimlerDriver

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 18. Mai 2021 um 16:43:58 Uhr:

Zitat:

@JürgenS60D5 schrieb am 18. Mai 2021 um 15:39:53 Uhr:

was bekommt ich genehmigt??

 

Hier bei uns werden maximal 11KW genehmigt.

Hab noch nie gehört das sich jemand innerhalb seines Hauses eine Steckdose genehmigen hätte lassen.

 

Selbst ältere Hausanschlüsse haben hier mindestens 32A (22KW) bei DHH und Reihenhäusern über 40A (27KW) bei Einfamilienhäusern bis zu 50A (34KW) bei Häusern mit Gewerbeflächen oder Einliegerwohnung.

 

Jedoch könnnen eigentlich alle Hausanschlüsse auf 63A (43KW) gehoben werden und neue Hausanschlüsse werden hier alle gleich mit 63A (43KW) gemacht. Wegen dem PV-Trend.

 

Hier ist man da sehr grosszügig. Selbst wenn jemand nur eine keine 4,26 KWp PV-Anlage auf sein Reihenhaus installieren will bekommt er gleich 10 KWp Einspeiseleistung zugesichert und den Hausanschluss auf 63A (43KW) gehoben.

Macht nichts, wenn du das noch nicht gehört hast, aber 2019 wurde die Niederspannungsanschlussverordnung geändert:

 

§ 19 Betrieb von elektrischen Anlagen, Verbrauchsgeräten und Ladeeinrichtungen, Eigenanlagen

...

(2) ... Auch Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge sind dem Netzbetreiber vor deren Inbetriebnahme mitzuteilen. Deren Inbetriebnahme bedarf darüber hinaus der vorherigen Zustimmung des Netzbetreibers, sofern ihre Summen-Bemessungsleistung 12 Kilovoltampere je elektrischer Anlage überschreitet; ...

 

Dass man 63A im Haus hat (wie ich übrigens auch) spielt dabei keine Rolle. Förderfähige 11 kW Wallboxes müssen nicht genehmigt, sondern nur angemeldet werden, aber das geht wohl nur durch einem Elektriker.


18.05.2021 19:30    |    oli

Zitat:

Erstaunlicherweise

fehlen dem Taycan kleine Dinge

Genau dort liegt doch das Porsche-Problem: Wenn die könnten, wie die wollten, käme das Basismodel ohne Sitze, Lenkrad und Räder - weil das kann man ja auch woanders erstehen. Apple und Porsche, die beiden grossen Namen, die ihren Kunden die "Freiheit" geben, auch ganz banal dabei zu sein.

 

Persönlich bin ich ein Freund von einfachen Autos, je weniger Features, desto geringer ist die Gefahr, dass diese Dinge später kaputt gehen. Wichtig für einen Letzthandbesitzer wie mich, möglicherweise nicht so dringend für den Neuwagenkäufer. :D Ein Basis-Taycan ist immer noch eine Rakete auf Rädern.

 

Dein Blog taucht bei mir jetzt regelmässig auf, als kleiner Kommentar am Rande: Weiter so! Immer gründlich, ohne Geschwafel, und Du wirst interessante Problemstellungen auf.

 

Lieb Gruss

Oli


19.05.2021 00:31    |    Martyn136

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 18. Mai 2021 um 19:11:59 Uhr:

Macht nichts, wenn du das noch nicht gehört hast, aber 2019 wurde die Niederspannungsanschlussverordnung geändert:

 

§ 19 Betrieb von elektrischen Anlagen, Verbrauchsgeräten und Ladeeinrichtungen, Eigenanlagen

...

(2) ... Auch Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge sind dem Netzbetreiber vor deren Inbetriebnahme mitzuteilen. Deren Inbetriebnahme bedarf darüber hinaus der vorherigen Zustimmung des Netzbetreibers, sofern ihre Summen-Bemessungsleistung 12 Kilovoltampere je elektrischer Anlage überschreitet; ...

 

Dass man 63A im Haus hat (wie ich übrigens auch) spielt dabei keine Rolle. Förderfähige 11 kW Wallboxes müssen nicht genehmigt, sondern nur angemeldet werden, aber das geht wohl nur durch einem Elektriker.

Das mit der Förderung ist ohnehin einen Mogelpackung, da man da dann auch den Zwang zu 100% Ökostrom und später vielleicht auch noch Teilnahme am Lademanagement (die Unterstützung wird ja schon bei der Anschaffung gefordert) aufgedrückt bekommen würde.

 

Da ist einfach eine 32A CEE Steckdose installieren oder eine 22KW Wallbox wenn man es komfortabler möchte, und nicht anmelden.


19.05.2021 08:20    |    DaimlerDriver

Eine Förderung unter Auflagen ist keine Mogelpackung, sondern ein Angebot, das man annehmen kann oder auch nicht.

 

Die NAV ist andererseits keine Regelung für die man sich entscheiden kann, sondern eine Verordnung, die man erfüllen muss. Kein seriöser Elektriker wird eine 22 kW Wallbox installieren, wenn das nicht genehmigt ist.

 

Man kann das natürlich alles selbst, auf eigenes Risiko, machen und die Konsequenzen tragen. Aber ist das die Sache wert?

 

 

Aber kommen wir zum Thema zurück.

 

Die Frage war ja nackter Taycan, Tesla oder GT. Dabei kommt es sehr auf die Nutzung an.

 

Der Tesla ist für die Langstrecke wahrscheinlich die bessere Wahl, insbesondere weil das SuperCharger Netzwerk europaweit gut ausgebaut und zuverlässig ist. Platz hat er auch viel und die Beschleunigung ist hervorragend.

 

Porsche hat den Taycan als Sportwagen positioniert. Er ist ein Porsche mit Porsche Handling, Präzision, Verarbeitung und allem, was man von einem Porsche erwartet. Wer das möchte und eher gelegentlich Langstrecke fährt ist mit dem Taycan an der richtigen Adresse.

 

Taycan oder e-tron GT ist wohl eher Geschmacksache. Preislich ist der Unterschied recht gering. Ich fahre ihn erst nächste Woche, aber er ist wohl nicht ganz so „scharf“ abgestimmt, wie der Taycan, eben als GT positioniert. Verarbeitung, etc. ist bei den hochpreisigen Audis schon fast legendär.


19.05.2021 09:53    |    knolfi

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 19. Mai 2021 um 08:20:32 Uhr:

Verarbeitung, etc. ist bei den hochpreisigen Audis schon fast legendär.

Kann jetzt für den e-tron nicht sprechen, aber die allgemeine Qualität der Audi-Modelle hat über die Jahre abgenommen. War früher ein Audi solide wie eine Burg (ich denke da noch an meinen trutzig verarbeiteten A6 4G), so wurde die Oberflächenqualität in den letzten Jahren immer billiger (man muss sich nur mal den Teppich im Kofferraum anschauen und über die Jahre vergleichen).

 

M. E. ist Audi nichts anderes mehr als ein Edel-Volkswagen. Etwas andere Materialien, bessere Ausstattungsmöglichkeiten, aber eine monolith-artige Qualität und Verarbeitung wie bei Porsche bekommt man bei Audi nicht.


19.05.2021 10:05    |    Swissbob

Ich habe den direkten Vergleich (Range Rover und e-tron), im Taycan sass ich schon öfter.

 

Der Range Rover ist ganz klar am besten, insbesondere das autobiography semi anilin Leder.

 

Der Taycan lässt sich mit sehr hochwertigem Leder ausstatten, aber die grossen „Klavierlack“ Flächen wirken billig.

 

Der e-tron hat deutlich weniger Klavierlack und Leder, dafür mehr teils erstaunlich hartes Plastik.

 

Die Verarbeitung ist bei allen 3 erstklassig.


19.05.2021 10:19    |    158PY

Bei Autos gilt ganz allgemein, dass praktisch sämtliche Extras für die Hersteller "reine Sahne" sind. Soll heißen, der verlangte Preis steht in keinerlei Relation zum Gegenwert. Es mag Extras geben, ohne die ein Auto unverkäuflich ist, dazu würden mir spontan die Stichworte Freisprecheinrichtung und Navi einfallen, ggf. noch Sitze aus bestimmten Materialien, aber alles andere, Reifen, Felgen, Lenkung, Fahrwerk, Soundsystem etc. pp. ist reine Geschmackssache, Werterhalt beim Wiederverkauf Fehanzeige! Die Gebrauchtwerte orientieren sich regelmäßig an den Basispreisen. Entsprechend schwierig wird ein Wiederverkauf nach z. B. zwei Jahren, wenn man mehr als den Neupreis für das Basismodell haben möchte, weil man sich Extras für Hausnummer 50.000,-€ ins Auto gepackt hat.

 

Abgesehen davon, dass sich speziell die sündteuren Elektronik-Gadgets wie Verkehrszeichenerkennung, Abstandwarner usw. sowieso mit jeder neuen Software spätestens alle 2 Jahre neu erscheinen und somit nach ebendieser Zeit veraltet sind.


19.05.2021 12:13    |    DaimlerDriver

Es soll auch Leute geben, die Autos kaufen, um sie zu fahren und nicht, um sie zu verkaufen.

 

Wenn ich oft längere Strecken fahre und gerne Musik höre mag ein € 5.000 Soundsystem für mich eine durchaus sinnvolle Wahl sein. Fahre ich viel Strecken mit Wildwechsel, dann vielleicht das Nachtsichtgerät, Laserlicht für viel Autobahn bei Dunkelheit. Massagesitze und Sitzlüftung finde ich sehr angenehm. das kann man fast beliebig fortsetzen.

 

Braucht man das unbedingt? natürlich nicht, aber niemand braucht ein € 100k-Auto.


19.05.2021 13:48    |    Swissbob

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 19. Mai 2021 um 12:13:11 Uhr:

Es soll auch Leute geben, die Autos kaufen, um sie zu fahren und nicht, um sie zu verkaufen.

 

Wenn ich oft längere Strecken fahre und gerne Musik höre mag ein € 5.000 Soundsystem für mich eine durchaus sinnvolle Wahl sein. Fahre ich viel Strecken mit Wildwechsel, dann vielleicht das Nachtsichtgerät, Laserlicht für viel Autobahn bei Dunkelheit. Massagesitze und Sitzlüftung finde ich sehr angenehm. das kann man fast beliebig fortsetzen.

 

Braucht man das unbedingt? natürlich nicht, aber niemand braucht ein € 100k-Auto.

Ich darf noch das HUD und das einstellbare Fahrwerk ergänzen.

 

Ein Nachtsichtgerät welches ins HUD integriert wäre, wäre sinnvoll.

 

Dem letzten Satz ist nichts hinzuzufügen. :)


19.05.2021 15:45    |    Martyn136

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 19. Mai 2021 um 12:13:11 Uhr:

Es soll auch Leute geben, die Autos kaufen, um sie zu fahren und nicht, um sie zu verkaufen.

 

Wenn ich oft längere Strecken fahre und gerne Musik höre mag ein € 5.000 Soundsystem für mich eine durchaus sinnvolle Wahl sein.

Wobie sich ein 5.000€ Soundsystem in einem Auto aber wahrscheinlich niemals lohnt.

 

Einerseits kommen die Autos heute eh schon mit 6-10 aktiven Serienlautsprechern und haben deshalb eh schon einen besseren Klang als früher mit 2-4 Passivlautsprechern.

 

Wirklichen Wohnzimmersound bekommt man in einem Auto, selbst wenn es ein gut gedämmter Porsche ist, aber ohnehin niemals hin.


19.05.2021 16:08    |    bermuda.06

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 19. Mai 2021 um 15:45:21 Uhr:

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 19. Mai 2021 um 12:13:11 Uhr:

Es soll auch Leute geben, die Autos kaufen, um sie zu fahren und nicht, um sie zu verkaufen.

 

Wenn ich oft längere Strecken fahre und gerne Musik höre mag ein € 5.000 Soundsystem für mich eine durchaus sinnvolle Wahl sein.

Wobie sich ein 5.000€ Soundsystem in einem Auto aber wahrscheinlich niemals lohnt.

Wenn man danach geht dann lohnt sich bei einem Taycan gar keine Zusatzausstattung, wenn man überlegt dass allein eine üppige Ausstattung so viel kostet, wie 2 Jahre Nettogehälter von einem Besserverdiener. ;)

 

...oder so viel wie ein gut ausgestattetes Oberklasseauto.


19.05.2021 16:17    |    knolfi

Ich denke, dass das Thema von @jennss viel zu sehr polarisiert.

 

Ein Taycan ist ein elektrischer Sportwagen und kein Brot-und Butter-EV wie ein ID, Eniyaq & Co.

 

Selbst als kleinster Taycan mit nur einem Motor und Heckantrieb bleibt er immer noch ein Porsche, genauso wie der schwächste Basis-Elfer sich noch wie ein Elfer fährt. Und genau das will Porsche transportieren: "Egal ob Limousine, SUV oder BEV, wir bauen Sportwagen."

 

Daher ganz klar nein: ein nackter Taycan ist nicht sinnvoll und man wird ihn wohl auch nicht finden. Ich würde mich immer gegen einen nackten Taycan entscheiden und lieber für das Geld (oder weniger) einen Ioniq 5 wählen; da bekommt man mehr (Design) fürs Geld.


19.05.2021 17:48    |    DaimlerDriver

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 19. Mai 2021 um 15:45:21 Uhr:

Wobie sich ein 5.000€ Soundsystem in einem Auto aber wahrscheinlich niemals lohnt.

 

Einerseits kommen die Autos heute eh schon mit 6-10 aktiven Serienlautsprechern und haben deshalb eh schon einen besseren Klang als früher mit 2-4 Passivlautsprechern.

 

Wirklichen Wohnzimmersound bekommt man in einem Auto, selbst wenn es ein gut gedämmter Porsche ist, aber ohnehin niemals hin.

Da bin ich völlig anderer Meinung. Das Meridian Signature Sound System in meinem Range Rover war fantastisch. Das war mit jeden Cent wert. Natürlich kommt das nicht an Wohnzimmersound heran, aber da sind € 5.000 auch schnell ausgegeben. Wenn man gerne Musik hört und sich einen Taycan leisten kann sicher auch deutlich mehr (alleine für die Kabel ;)).

 

Das Thema polarisiert wohl vor allem deshalb, weil man sich überlegen muss, was man will und wir zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Für einen Taycan Turbo S in Vollausstattung würde wir uns wohl alle entcheiden.

 

Ich stimme @Knolfi völlig zu, dass ein nackter Taycan das falsche Auto ist, wenn man einen elektrischen Allrounder möchte. Das kann insbesondere Tesla in der Leistungsklasse günstiger.

 

Möchte man allerdings einen elektrischen Sportwagen mit echten Porsche-Eigenschaften, aber nicht so hoch ins Regal greifen, dann macht selbst das RWD Basismodel schon Spaß. Wer das will, kann ihn auch recht nackt nehmen.


20.05.2021 10:03    |    Henchman

Ich habe mal spaßeshalber den Porsche-Konfi angeschmissen und komme bei meiner absoluten Minimalausstattung auf 89k (Basis-Taycan). Dann wäre der Hobel 40k (oder 80%) teuerer als unsere jetzige B-Klasse und etwa gleich ausgestattet, was erst einmal ok-ish klingt und einem träumen lässt.

 

Und dann kommen die Leasingraten, die einem den verrückten Gedanken ganz schnell aus dem Kopf kloppen :D

 

Wenn man sich schließlich vergengenwärtigt: für das Geld (sowohl beim BLP als auch bei der Leasingrate) gibt es ein Model S LR mit Enhanced AP, besserer Ausstattung, mehr Reichweite, besseren Fahrleistungen. Da müsste ich nicht lange überlegen.

 

Edit: ach so, um die Frage zu beantworten: Nein, ein nackter Taycan ist angesichts der Konkurrenzangebote nicht sinnvoll :) Aber, hey, wer will, soll zugreifen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen vorbeisummen sehe.

 

Edit 2: sagt mal, wie geil ist bitte schön die Farbauswahl bei Porsche! Und das schon bei der "normalen" Metallic-Lackierung.


20.05.2021 11:07    |    158PY

ich könnte mir denken, dass einige Menschen angesichts dieser Diskussion nur mit dem Kopf schütteln werden. Es wurde bereits erwähnt, dass niemand ein 100k Automobil braucht. Weiterhin werden viele Leute den Preis ihrem Jahresgehalt gegenüberstellen (zumindest die, die überhaupt wissen, was ein Jahresgehalt ist) und dann feststellen, dass sie 4 oder 5 Jahre arbeiten müssten ohne eine einzige Rate für das Haus abzudrücken (im besseren Fall) oder eine einzige Miete zu bezahlen (im Normalfall) und auch die ganze Zeit niemals zu McDonalds oder zu Aldi gehen dürften, weil das ganze Geld für ein Auto draufgeht, wo manche Menschen jetzt ernsthaft die Frage stellen, ob man zu den 80-100.000,-€ Basispreis nochmal 40, 50 oder 60 große Steine für allerhand bling bling und Komfort draufpacken soll.

 

Wer da nicht mit dem Kopf schüttelt, muss gelähmt sein...


20.05.2021 11:13    |    bermuda.06

Privat wird das Auto nur von reichen Leuten gekauft werden. 90% läuft doch alles über Firmenleasing, wo es keine Rolle spielt weil der Taycan im Leasing so teuer ist wie ein angestellter Praktikant ;)

 

Natürlich mit freundlicher finanzieller Unterstützung vom Staat, da keine Mehrwertsteuer gezahlt wird und auch der Nutzer des Dienstwagens bei 150k Listenpreis 750€ pro Monat weniger versteuern muss. Eigentlich ne Frechheit, dass ein 150 T€ Sportwagen als Firmenwagen absetzbar ist. Dann könnte man glatt auch Ferraris etc als Firmenwagen durchgehen lassen.


20.05.2021 11:33    |    158PY

keine Sorge, es gibt genügend Ferraris, Maseratis und Lamborghinis, die als Firmenwagen laufen. Dieser ganze Wahnsinn hierzulande dient alleine der Subventionierung einer Automobilindustrie, die längst zum reinen Selbstzweck verkommen ist. Ein Blick über die Grenzen würde zeigen, dass in anderen Ländern Firmenautos nur bis zu einem gewissen Deckelungsbetrag steuerlich absetzbar sind. Alles darüber ist dann aus dem versteuerten Netto zu bezahlen und damit der Luxus, den Oberklassefahrzeuge für sich in Anspruch nehmen.

 

Dreck24 hat ja ganze Arbeit geleistet, wenn das Publikum heute wirklich glaubt, dass eine Karre für über 100 Mille monatlich weniger kostet als ein Praktikant. Am Ende des Tages werden monatliche Kosten von weit über 1.000,-€ heraus kommen, egal, wie man sich die Leasingraten schön rechnet. Wie viele Monate soll die Finanzierung denn laufen? 200? Dann wären es 500 Tacken für ein 100.000,-€ Auto - ohne Zinsen wohlgemerkt! 16,5 Jahre finanziert schließlich jeder sein Auto, nicht wahr? Und dabei ist noch kein einziger Liter Sprit im Tank, kein Reifen gewechselt und in der Werkstatt war auch noch niemand für das Geld. Leute, Leute...


20.05.2021 12:02    |    DaimlerDriver

Soll der Thread wirklich in eine Sozialdebatte ausarten? Bitte nicht!

 

Ja, in Deutschland kann man die Aufwendungen für einen Firmenwagen als Kosten geltend machen, was die Steuern reduziert. Das gilt aber auch für Büroeinrichtung, Büromieten, Laptops, etc.

 

Dabei muss man zwei Dinge bedenken: das Auto muss angemessen sein und muss mindestens 50% geschäftlich genutzt werden (gilt nicht für reine Angestellte). Da kann man mit einem € 200k Taycan für den Handyladen schon ein Problem bekommen und der Zahnarzt wird auch nicht so leicht auf die 50% kommen.

 

Weiterhin muss man bedenken, dass das Geld erst einmal verdient werden muss. Die Allgemeinheit zahlt dem Unternehmer keinen Cent. Die Kosten verringern nur seine Steuern, wie andere Anschaffungen und Kosten auch.

 

Wenn wir mit der Deckelung von Kosten für Firmenautos anfangen, wo soll das Aufhören? Darf ich dann noch teure Apple Notebooks absetzen oder werden nur die Kosten für billige akzeptiert? Was darf mein Schreibtischstuhl kosten? Das kann man beliebig weiter treiben.

 

Vielleicht sollten wir endlich mit dem Gerechtigkeitswahn aufhören.


20.05.2021 12:10    |    bermuda.06

Taycan Nettoleasingrate bei nicht übertriebener Ausstattung liegt wohl bei 1000€. Die höheren Versicherungskosten im Vergleich zu einer Oberklasselimo negieren sich in etwa durch die entfallene KFZ Steuer. Kraftstoffkosten hat man bei jedem Auto, vermutlich ist der Taycan sogar günstiger im Verbrauch. Und die Differenz von einer Inspektion in 24 Monaten sind auf den Monat gerechnet auch nicht so hoch. Also für ein Mittelständler sind das Peanuts.

 

Aber die obersten Führungskräfte verdienen eh so gut, dass sie ihr privates Taycan Sportwagen Vergnügen bitte auch privat selber finanzieren und nicht durch die Firma und den Staat. Der Sachbearbeiter muss von seinem kleinen Gehalt auch privat seinen Golf finanzieren, den er überwiegend für Fahrten zur Arbeit einsetzt.


20.05.2021 12:16    |    bermuda.06

Zitat:

@DaimlerDriver schrieb am 20. Mai 2021 um 12:02:55 Uhr:

Soll der Thread wirklich in eine Sozialdebatte ausarten? Bitte nicht!

 

Ja, in Deutschland kann man die Aufwendungen für einen Firmenwagen als Kosten geltend machen, was die Steuern reduziert. Das gilt aber auch für Büroeinrichtung, Büromieten, Laptops, etc.

 

Dabei muss man zwei Dinge bedenken: das Auto muss angemessen sein und muss mindestens 50% geschäftlich genutzt werden (gilt nicht für reine Angestellte). Da kann man mit einem € 200k Taycan für den Handyladen schon ein Problem bekommen und der Zahnarzt wird auch nicht so leicht auf die 50% kommen.

 

Vielleicht sollten wir endlich mit dem Gerechtigkeitswahn aufhören.

Büroausstattung und Laptops werden auch zum Arbeiten benötigt. Ein Luxussportwagen wie der Taycan ist nicht zur Ausübung des Geschäfts notwendig.

 

Ob das mit 50% Firmennutzung so hinkommt ist bei vielen ebenfalls fraglich.

 

In Deutschland gibt es keinen Gerechtigkeitswahn. Der Unternehmer bestellt seinen Taycan, lässt sich 30.000€ Mehrwertsteuer durch den Staat erstatten und meldet gleichzeitig für die MA wegen Corona Kurzarbeit an.Das ist etwas polarisierend aber für das Prinzip unserer Makrtwirtschaft (Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren).

 

Wer so ein Auto über die Firma kauft muss sich einer Sozialdebatte insb. seiner Mitarbeiter stellen. Wer mit einem privat gekauften Lamborghini zur Arbeit kommt, allerdings nicht, denn der hat seinen Spaß selber bezahlt.


20.05.2021 12:27    |    miko-edv

Zitat:

...Das ist etwas polarisierend aber...

... durchaus real, habe ich selbst vor >15 Jahren erlebt:

von ca. 100 MA wurden 5 entlassen, weil ihre "Hierarchieschicht" Gruppenleiter eingespart wurde, die anderen bekamen 10% Lohnabzug verordnet, die 10 AT-Angestellten wurden gebeten, aus Solidarität ebenfalls auf 10% zu verzichten (die 2, die es nicht getan haben, hatten ein halbes Jahr später wenigstens das "volle" ALG) - und 2 Wochen später stand der neue 911er des GF vor der Tür ...


20.05.2021 15:08    |    knolfi

Schade, das originäre Thema ist durch...hier höre ich nur noch soziallinkes Geschwafel über vermeintliche Ungerechtigkeiten.

 

Dann bestelle ich diesen Blogartikel mal ab.


20.05.2021 17:01    |    158PY

Auto ist halt in vielen Firmen ein Gehaltsbestandteil und damit werden die Sozialneid-Debatten unvermeidlich. Wenn schon nicht über das Gehalt gesprochen werden darf, kann man sich wenigstens über die Autos das Maul zerreißen...


20.05.2021 17:05    |    Martyn136

Zitat:

@bermuda.06 schrieb am 20. Mai 2021 um 11:13:09 Uhr:

Privat wird das Auto nur von reichen Leuten gekauft werden. 90% läuft doch alles über Firmenleasing, wo es keine Rolle spielt weil der Taycan im Leasing so teuer ist wie ein angestellter Praktikant ;)

Ich glaub ein Taycan wird wohl nur ganz selten als Dienstwagen gefahren werden, nicht nur wegen dem hohen Preis, sondern auch weil er für den Businessbereich dann doch zu arg sportlich ist.

 

Der einzige Porsche der von der Optik her als Dienstwagen tauglich wäre, das wäre der Macan. Aber den Diesel gibt es leider nicht mehr, und eine Elektrovariante gibt es noch nicht.

 

Im Bereich Elektro-Dienstwagen steht Mercedes mit dem EQC wesentlich besser da.


20.05.2021 17:34    |    miko-edv

falls du mit dem "soziallinken Geschwafel" den meinigen Beitrag meintest - darauf hast du ja geantwortet - : nein, das war kein Sozialneid oder Ähnliches - aber die Enttäuschung über das mangelnde Feingefühl in Bezug auf die Mitarbeiterführung ...

Übrigens war das Unternehmen dann ein Jahr danach zu - bzw. fast zu, eine 20köpfige Kernmannschaft hat in deutlich kleinerem Rahmen weiter gemacht, nachdem der 80%-Kunde dann nicht mehr da war - für dessen Nachfolge/Ergänzung zu sorgen der o.g. GF vier Jahre lang keinen Erfolg hatte.


20.05.2021 17:40    |    158PY

Lass mich raten: der GF war danach nicht mehr GF, konnte aber wenigstens seinen Wagen per Auflösungsvertrag mitnehmen? ;)


20.05.2021 18:27    |    miko-edv

nein, im Gegenteil ... aber bevor ich jetzt "ins Plaudern gerate", denke ich lieber vorher mal nach und schweige ... bevor ich hier in der Öffentlichkeit etwas "zum Besten gebe", das ich vermutlich gar nicht wissen sollte und es dann irgendann bereue, weil jemand von den Akteuren zufällig hier auf den Text stößt.


20.05.2021 19:44    |    DaimlerDriver

Verstehe, du bist bei der CIA und würdest gegen die nationale Sicherheit verstoßen und als Whistleblower zu lebenslänglich verurteilt. ;)


20.05.2021 19:50    |    Bistr-O-Mathik

Noch schlimmer, müsste zu Putin flüchten und so tun als ob Putin besser finden würde.


20.05.2021 20:49    |    miko-edv

nicht ganz so publikumswirksam ...

 

aber sagen wir mal so: im Gegensatz zu Anwälten oder Priestern, denen die Kunden im Vertrauen auf die Schweigepflicht ihre "Untaten" freiwillig be(r)ichten, kann ich auf beruflicher Basis Zugang zu Informationen oder Daten haben, ohne daß dies die Abspeicherer mitbekommen - sofern ich bereit bin, von mir selbst errichtete Berechtigungssperren zu umgehen ... und damit ist eine Publikation solcher Informationen rechtlich mehr als nur fragwürdig ...

 

bezüglich der Story oben habe ich diesbezüglich ein reines Gewissen - das haben die >100 Betroffenen und ihr persönliches Umfeld ja live mitbekommen ...


20.05.2021 22:50    |    158PY

Kann ich gut verstehen. Das mit den Anwälten geht mitunter viel schneller als man es erwartet. Geschweige denn sich wünschen würde...


20.05.2021 22:59    |    DaimlerDriver

Wollen wir nicht endlich wieder zum Thema kommen?

 

Ich gebe auch zu:es gibt schlechte Manager, es gibt auch Leute, die Informationen haben, die vertraulich sind, ...

 

Dummerweise diskutieren hier aber eigentlich Leute, die sich sowas leisten können und wollen und sich für die Meinung von anderen interessieren, denen es ähnlich geht.

 

Diskutiert doch Gerechtigkeitsfragen und den Sinn von Sportwagen oder deren Finanzierung woanders!


21.05.2021 06:44    |    Bistr-O-Mathik

Da müsste schon @jennss eingreifen, wenn die Richtung der Diskussion ihm nicht passt, da wir nicht in einem "normalen" Forum sondern in seinem Blog sind.

 

Auch wenn ich Ihren Wunsch Teile zurück zum Thema zu kommen, sehe ich das hier nicht so eng. Denn warum sollte einem ein nackter Taycan ausreichen? Sprechen wir vom selben Klientel die einen nackten BMW kaufen?

 

Nein, mitnichten. Was macht denn diesen Klientel so besonders? Und diese Frage ist eng verknüpft mit der Frage, wem verkaufe ich dann in 2 Jahren meinen nackten Taycan?

 

Was hat das mit Gerechtigkeit bei der Verteilung der finanziellen möglichkeiten zu tun? Zugegeben, wenig. Vielleicht beleuchtet es einen Charakterzug des alles haben Wollens egal was die Kosten (beim Fahrzeug, in der Gesellschaft) sind? Und da wären wir wieder bei dem Thema nackt oder gut ausgestattet.

 

Meine Meinung dazu: wenn ich dazu gehören will, es aber nicht tue, wird es ohnehin schnell jemand merken. Also da ist ein nacktes = ausgeworfenes Geld. Wenn das mir alles egal ist? Nehme ich genau das was ich brauche...


21.05.2021 08:35    |    DaimlerDriver

@jennss Frage war ja: Ist ein relativ nackter Taycan nur wenig sinnvoll?

 

Meine Antwort darauf ist: Er kann sinnvoll oder völliger Blödsinn sein.

 

Wenn ich immer schon einmal einen Porsche wollte: klar, warum nicht

Wenn ich meinen Nachbarn zeigen will, dass ich einen Porsche kaufen kann: Finger weg

Wenn mir die Präzision eines Porsche beim Fahren besonders wichtig ist: auf jeden Fall

Wenn ich ein Alltagsauto für die Familie möchte: eher nicht

 

Das hat aber weniger mit nackt oder nicht zu tun, sondern mit einem Auto mit den Eigenschaften zu dem Preis.

 

Wenn es um den nackten Porsche geht stellt sich doch die Frage, wie wichtig mir die Dinge sind, die ich weglasse, gegenüber den positiven Eigenschaften eines Taycan.

 

Ich persönlich würde auf ultimative Lenkpräzision und ein perfektes Fahrwerk für weiches Vollleder und wohlklingendem Audiosystem verzichten. Das muss aber jeder selbst abwägen.


21.05.2021 08:47    |    bermuda.06

Zitat:

@Bistr-O-Mathik schrieb am 21. Mai 2021 um 06:44:32 Uhr:

Meine Meinung dazu: wenn ich dazu gehören will, es aber nicht tue, wird es ohnehin schnell jemand merken. Also da ist ein nacktes = ausgeworfenes Geld. Wenn das mir alles egal ist? Nehme ich genau das was ich brauche...

Die meisten Leute haben sowieso Null Ahnung von Autos. Es gibt garantiert auch viele Leute denen du bei einem stehenden Taycan einen vorschwärmen könntest wie geil der Sound von dem verbauten 12 Zylinder ist ;) :D

 

Darüber hinaus sollte man ein Auto für sich und seine Anforderungen kaufen. Wer ein Auto kauft, um andere damit zu beeindrucken, der macht irgendwas in seinem Leben falsch. Ich kaufe ein Auto für mich und nicht für andere und wenn mir ein Lila Taycan mit Basisausstattung gefallen würde, dann würde ich den genau so kaufen.

 

So oder so zerreißen sich die Leute das Maul über einen oder es gibt kleine Sticheleien wenn man ein begehrenswertes Auto hat. Wer das nicht will, sollte halt nen schwarzen Golf oder Passat fahren.


21.05.2021 08:57    |    158PY

Gut erkannt! @bermuda.06


21.05.2021 09:50    |    jennss

Zitat:

@knolfi schrieb am 19. Mai 2021 um 16:17:11 Uhr:

 

Selbst als kleinster Taycan mit nur einem Motor und Heckantrieb bleibt er immer noch ein Porsche, genauso wie der schwächste Basis-Elfer sich noch wie ein Elfer fährt. Und genau das will Porsche transportieren: "Egal ob Limousine, SUV oder BEV, wir bauen Sportwagen."

 

Daher ganz klar nein: ein nackter Taycan ist nicht sinnvoll und man wird ihn wohl auch nicht finden. Ich würde mich immer gegen einen nackten Taycan entscheiden und lieber für das Geld (oder weniger) einen Ioniq 5 wählen; da bekommt man mehr (Design) fürs Geld.

Die Überlegung nach "mehr für's Geld" ist gar nicht so einfach. Es hängt vor allem auch davon ab, wie viel man von den Extras hat. Der Taycan hat komischerweise ein paar Kleinigkeiten nicht serienmäßig, die in unteren Klassen oft drin sind (Lenkradheizung, Sitzheizung etc.), aber das lässt sich für wenig Geld mitbestellen. Und dann hat man ein Auto mit klasse Abstimmung, schnellem Laden, tollem Design, guten Sportsitzen, einem ordentlichen System... Ich meine, diese Grundeigenschaften sollte man auch nicht unterbewerten.

 

Btw.: Nicht nur für Reiche mit hohem Einkommen ist ein Taycan Interessant. Auch Leute, die durch Abfindung, Erbschaft, Hausverkauf oder Lotto einen Batzen Geld zur Verfügung haben, machen sich vielleicht Gedanken um ein 100000 € Auto, "einmal im Leben" :). Da sind dann manchmal 20000 € für Extras nicht mehr drin. Irgendwo muss jeder eine Grenze ziehen.

j.


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