Genesis Electrified G80 vs. Nio ET7 : jennss
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16.10.2022 01:07    |    jennss    |    Kommentare (32)

Welchen Akku-Weg haltet ihr für die bessere Lösung?

niogenesis
Niogenesis

Der Nio ET7 kommt mit dem Battery-Swap-System mit einer ganz neuen Sache auf den deutschen Markt. Das ist die Alternative zu den 800 V-Akkus, würde ich sagen. Bei Carmaniac im Video hat der Akkuwechsel knapp 6 Minuten gedauert und das Laden auf 80% 37 Minuten (bei offiziell angegebenen 40 Minuten). Zwei Akkuwechsel im Monat sind über 3 Jahre hin gratis. Darüber hinaus kostet der Wechsel 10 € plus Stromkosten. Aktuell gibt es nur zwei Wechselstationen in Deutschland, also eine in Berlin Spandau und eine in Bayern an der A8. Demnächst soll noch eine Düsseldorf dazukommen und dann mal sehen, wie es weitergeht. Noch in diesem Jahr sollen es 20 Stationen in Europa werden und weltweit 1000 bis 2025.

 

Der Nio ist jedoch nicht kaufbar, sondern nur über Leasing- und Abo-Modelle zu bekommen, Leasing ab 1199 € (Abo monatlich kündbar ab 1550 €) mit 75 kWh und mit 100 kWh im Leasing über 1400 € (?), je nach Laufleistung. Wie es da mit der Umweltprämie aussieht, konnte ich nicht herausbekommen. Die Versicherung, sowie Winterräder sind mit enthalten. Wenn ich mich nicht irre, spielt die persönliche Versicherungseinstufung da keine Rolle, was für Anfänger vorteilhaft ist.

 

Es sollen maximal 13 Akkus in einer Wechselstation vorrätig sein, die dort auf 90% aufgeladen werden. Es sind nicht 100%, weil das Lagern mit hohem Akkustand nicht so gesund ist für den Akku, wobei ich 90% auch schon recht hoch finde, wenn die da lange gelagert werden. Ich lade unseren ID.3 im Alltag immer nur bis 80% auf. Zum Ausgleich werden die Akkus in den Stationen nur mit 40 oder 80 kW geladen, je nachdem wie viele Akkus in der Station gerade verfügbar sind.

 

Der Kofferraum ist mit 370 l. für eine 5,10 m lange Limo recht klein (ID.3 hat 385 l.), zumal es keinen Frunk gibt. Das Auto beschleunigt in 3,8 s. auf 100 (mit 75 oder 100 kWh konnte ich nirgendwo herauslesen) und fährt maximal 200 km/h. Der Nio hat 33 Sensoren rundum und fährt automatisch in die Swap-Station rein, wie beim automatischen Einparken. Was ich mich noch frage, ist, wie solide das Wechselsystem ist. Da muss ja jede Schraube sitzen. Und wie sieht es bei alten Akkus aus, also welche Garantie gibt es? Ist die Frage nach der Akkugarantie hinfällig, weil man die Akkus tauschen kann? Könnte es passieren, dass man einen frischen Akku eintauscht gegen einen alten Akku, der schon an der 70%-Grenze liegt? Und verhindert oder begünstigt das Swap-System eine neue Akkutechnik? (Nio wollte noch eine Feststoffakkuversion herausbringen). Könnte man verschiedene Akkugrößen für verschiedene Autoklassen vorrätig haben oder taugt eine Station nur für ein bestimmte Fahrzeuggröße (der ET7 hat 3,06 m Radstand)? Schränkt das Akkuformat in der Entwicklung den freien Aufbau des Fahrzeugs zu sehr ein? (Standard von Nio vorgegeben, falls andere Marken mitziehen wollen). Dass es bisher keinen Kauf gibt, sondern nur Leasing/Abo zeigt für mich, dass man sich nicht sicher ist, wie lange man das System anbieten kann bzw., ob es ein Erfolg wird, was aber auch durchaus fair ist. Müssen nicht sehr viel mehr Akkus gebaut werden als es Autos gibt? (Und das von jeder Akku-Variante)

 

Als Preis werden 70000 € genannt, aber da man ihn nicht kaufen kann, ist das schwer einzuordnen. Es gibt einige Alternativen zum Nio ET7. Das wären z.B. der Mercedes EQE350, der BMW i4 M50, der Genesis GV60 Performance und ein Kia EV6 GT. Am direktesten als Alternative sehe ich jedoch den Genesis Elecrified G80 (69200 €). Der G80 setzt auf 800 V-Akkus (87,2 kWh), nicht zu tauschen, aber dafür maximal schnell beim Laden, d.h. 22 Minuten bis 80%, wobei der G80 aber nur eine WLTP-Reichweite von 520 km hat (Nio mit 100 kWh 580 km). Das schnelle Laden kann man überall nutzen, wo es die 300 bis 350 kW-Schnelllader gibt, also schon ziemlich viele in Deutschland (knapp 1000). Der Nio lädt dagegen vergleichsweise langsam, vermutlich um die Kosten der Wechselakkus gering zu halten nicht so stark klimatisiert, bietet jedoch alternativ den Akkuwechsel an.

 

Fahrzeugmäßig haben der Südkoreaner (Genesis) und der Chinese (Nio) Ähnlichkeiten. Ich finde die Cockpits dem Stil dieser Zeit angepasst. Der Genesis geht in 4,9 s. auf 100 und schafft 225 km/h Spitze. Der Kofferraum ist mit 354 l. ebenfalls recht klein. Zum G80 gibt es ein Solardach gegen Aufpreis, das im Jahr etwa 1500 km dazu liefern kann.

 

Welches Auto hat in euren Augen die zukunftsträchtigere Akku-Technologie?

j.

 

PS: Die Bilder habe ich von den Herstellerseiten. Ich denke, die haben am wenigsten etwas dagegen, wenn man sie nimmt. :)

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16.10.2022 01:11    |    Alexander67

Das tolle an austauschbaren Akkus ist dass der Besitzer/Eigentümer des Fahrzeugs kein Problem mit "defekten" Akkus bekommt.

 

Daher...

16.10.2022 09:08    |    nobrett

Wer soll 1.500,- im Monat für so ein Auto zahlen wollen und können? Kann mir nicht vorstellen, dass Nio ein ausreichend großes Akkuwechselnetz aufbauen und längerfristig betreiben kann.

16.10.2022 09:14    |    jennss

Mir erscheint das für einen virtuellen Kaufpreis von 70000 € auch sehr hoch. Was kostet ein EQE im Leasing? Muss man womöglich die lagernden Akkus indirekt mitzahlen?

Edit: Der EQE 300 fängt bei 899 € an mit 15000 km pro Jahr über 3 Jahre. https://www.mercedes-benz.de/.../offer.module.html

 

Da kostet der Nio 1299 € mit 75 kWh, wenn ich mich nicht irre.

j.

16.10.2022 09:45    |    tomcat092004

Sicherlich wird der Käufer für das Wechselnetz bezahlen müssen.

Vielleicht nicht beim Kauf des Fahrzeugs, aber sicherlich beim Akkutausch wird es eingepreist sein.

16.10.2022 10:14    |    bronx.1965

Zitat:

(...)Der Nio ist jedoch nicht kaufbar, sondern nur über Leasing- und Abo-Modelle zu bekommen, Leasing ab 1199 € (Abo monatlich kündbar ab 1550 €) mit 75 kWh und mit 100 kWh im Leasing über 1400 € (?), je nach Laufleistung. Wie es da mit der Umweltprämie aussieht, konnte ich nicht herausbekommen. Die Versicherung, sowie Winterräder sind mit enthalten. Wenn ich mich nicht irre, spielt die persönliche Versicherungseinstufung da keine Rolle, was für Anfänger vorteilhaft ist.(...)

Interessante Sicht auf die Realität, bei diesen derart absurd hohen Summen auch noch auf "vorteilhafte" (Versicherungs-) Bedingungen für Anfänger zu verweisen.

 

Zitat:

Wer soll 1.500,- im Monat für so ein Auto zahlen wollen und können?

Dieser Frage kann ich mich nur anschließen.

16.10.2022 10:38    |    notting

Renault hat mit dem Megane Z.E. durchaus schon ein Wechselakku-fähiges Fahrzeug angeboten. Die Stationen wurden aber nicht in D getestet.

 

Aber Wechselakku ist eh Blödsinn.

 

- Funktioniert mit Fahrzeugen von Fremden nur bei Abosystem, weil ja keiner einen guten Akku gegen einen schlechten tauschen will. Abos sind meist teurer, weil da noch eine Firma jeden Monat mitverdienen will. Und ggf. steht man mit einem gekauften Auto ohne Akku da wenn der Akkuverleiher meint, dass es sich nicht mehr lohnt und weil das zu sehr verdongelt ist und es deswegen keine Drittanbieter-Akku-Angebote gibt.

 

- Man braucht immer deutlich mehr Akkus als man braucht um alle Autos bestückt zu haben. Vor allem wenn man einerseits günstig schlechtere Akkus und andererseits gegen Aufpreis höhere Reichweite anbieten will.

 

- Beim Kaufakku kann man sich entscheiden wann man Geld investiert, wenn man wieder etwas mehr Reichweite will. Mietakkus werden eher bis zur garantierten Untergrenze abgenutzt.

 

- Die Wechselstationen brauchen viel mehr Platz als HPC (die man mit einem kleineren an die HPC-Anforderungen ausgelegten Netzpuffer bestücken kann), da es viel komplizierter ist sich auf Akkuwechselstationen zu einigen, wo von praktisch allen Fahrzeugen alle Hersteller genutzt werden können.

 

- Die Akkus werden immer größer bei im Verhältnis dazu kaum steigenden Mehrverbrauch (bei vergleichbaren Fahrzeugen). D.h. man kann effektiv immer schneller laden ohne dass es dem Akku mehr schadet.

 

- Die Wechselstation auch als Netzpuffer macht keinen Sinn, weil andere Zellchemien sind dafür viel besser geeignet.

 

notting

16.10.2022 11:23    |    jennss

Zitat:

@bronx.1965 schrieb am 16. Oktober 2022 um 10:14:21 Uhr:

Interessante Sicht auf die Realität, bei diesen derart absurd hohen Summen auch noch auf "vorteilhafte" (Versicherungs-) Bedingungen für Anfänger zu verweisen.

Gut erkannt :D. Hab das absichtlich ein bisschen schräg formuliert :). Mich würde es auch ärgern, wenn die jahrzehntelange Unfallfreiheit nichts mehr wert ist. Die Kunden eines so teuren Fahrzeugs sind kaum Anfänger. Ich denke, das ist ein Punkt, der viele potentielle Kunden stören könnte.

j.

16.10.2022 11:29    |    Alexander67

Zitat:

@notting schrieb am 16. Oktober 2022 um 10:38:12 Uhr:

.....

- Man braucht immer deutlich mehr Akkus als man braucht um alle Autos bestückt zu haben. Vor allem wenn man einerseits günstig schlechtere Akkus und andererseits gegen Aufpreis höhere Reichweite anbieten will.

 

- Beim Kaufakku kann man sich entscheiden wann man Geld investiert, wenn man wieder etwas mehr Reichweite will. Mietakkus werden eher bis zur garantierten Untergrenze abgenutzt.

....

Den Beitrag halte ich für nicht so gelungen.

Ich gehe jetzt mal nur auf diese Punkte ein.

 

Die mehr Akkus sind kein Problem.

Dafür werden die auch deutlich mehr geschont und halten besser.

Keine Schnellladung auf der einen Seite und solange nicht im Fahrzeug sind die Akkus in der Wechselstation optimal gewartet/geladen.

 

Beim Kaufakku kann man nicht entscheiden wann man Geld investiert. Bzw. das geht üblicherweise nur beim Kauf des Fahrzeugs.

Ausnahme ist wenn es nur große Akkus gibt und diese per Update freigeschaltet werden können.

 

Bei Akkuwechselstationen kann man die Fahrzeuge mit kleinem Akku ausliefern, der Kunde kann an den Stationen wählen ob großer oder kleiner Akku. Die großen sollten natürlich teurer sein.

 

Es werden auch nicht viele Wechselstationen benötigt.

Nur an Autobahnen und einigen Bundesstraßen.

Wobei ich natürlich davon ausgehe dass diese Fahrzeuge weiterhin geladen werden können.

Dann spart man sich die Wechselgebühr.

16.10.2022 12:14    |    Thomas123er

Das Thema mit den Wechselakkus ich nicht neu. Die Idee gab es schon früher und wurde verworfen.

Einerseits weil Akkus das teuerste Bauteil an einem E-Auto sind und durch mehr Akkus als wirklich nötig (im Vergleich zu fest verbauten Akkus) die Kosten steigen. Das wird sich in der Zukunft immer mehr relaitivieren, da die Akkupreise pro kWh fallen. Trotzdem bleibt es ein Problem.

Und andererseits bleibt ein weiteres Problem bestehen: der des Umweltaspekts. Der "schmutzigste" Teil des E-Autos der Akku. Er braucht viele wertvolle Rohstoffe und Energie bei der Produktion. Verglichen mit einem herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor, braucht das E-Auto schon heute nicht ganz unerhebliche Kilomterleistungen bis der Rucksack durch den hohen Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Herstellung kompensiert ist. Für ein Wechselakkusystem müsste man wesentlich mehr Akkus produzieren als E-Autos. Damit wird der Umweltvorteil gänzlich zunichte gemacht.

Daher bin ich klar gegen das Wechselakkusystem.

16.10.2022 12:29    |    notting

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 16. Oktober 2022 um 11:29:32 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 16. Oktober 2022 um 10:38:12 Uhr:

.....

- Man braucht immer deutlich mehr Akkus als man braucht um alle Autos bestückt zu haben. Vor allem wenn man einerseits günstig schlechtere Akkus und andererseits gegen Aufpreis höhere Reichweite anbieten will.

 

- Beim Kaufakku kann man sich entscheiden wann man Geld investiert, wenn man wieder etwas mehr Reichweite will. Mietakkus werden eher bis zur garantierten Untergrenze abgenutzt.

....

Den Beitrag halte ich für nicht so gelungen.

Ich gehe jetzt mal nur auf diese Punkte ein.

 

Die mehr Akkus sind kein Problem.

Dafür werden die auch deutlich mehr geschont und halten besser.

Keine Schnellladung auf der einen Seite und solange nicht im Fahrzeug sind die Akkus in der Wechselstation optimal gewartet/geladen.

Wie gesagt, die Akkus werden immer größer wodurch Schnellladung (vor allem im Verhältnis zur dadurch gewonnenen Mehrreichweite) immer weniger ein Problem wird.

Und was bringt dir die tolle Akkuschonung, wenn die kalendarische Alterung auch reinhaut oder vorher der Akkutyp finanziell oder techn. als nicht mehr sinnvoll angesehen wird?

 

Zitat:

Beim Kaufakku kann man nicht entscheiden wann man Geld investiert. Bzw. das geht üblicherweise nur beim Kauf des Fahrzeugs.

Ausnahme ist wenn es nur große Akkus gibt und diese per Update freigeschaltet werden können.

 

Bei Akkuwechselstationen kann man die Fahrzeuge mit kleinem Akku ausliefern, der Kunde kann an den Stationen wählen ob großer oder kleiner Akku. Die großen sollten natürlich teurer sein.

Lies man braucht noch mehr Akkus, weil immer zwei verschiedene Typen da sein müssen :-(

Nachhaltiger wäre es, wenn die Werkstatt das quasi nur macht, wenn sich z. B. die Lebensumstände des Kunden geändert haben oder nach einem Gebrauchtkauf eine besser passendere Akkugröße eingebaut wird.

 

Zitat:

Es werden auch nicht viele Wechselstationen benötigt.

Nur an Autobahnen und einigen Bundesstraßen.

Selbes Problem wie bei den Ladesäulen: Je nach Fahrzeug-/Akkugröße, Fahrweise/Verbrauch sind die Abstände wo man wieder frische Energie bräuchte unterschiedlich. Also entweder Zeitverlust durch zu frühen Akkuwechsel oder dein Argument mit der Akkuschonung, weil keine HPC-Nutzung greift nicht mehr...

 

Zitat:

Wobei ich natürlich davon ausgehe dass diese Fahrzeuge weiterhin geladen werden können.

Dann spart man sich die Wechselgebühr.

... und dein Argument weiter oben mit der Akkuschonung stimmt dann nicht mehr, da gerade Leute die nicht daheim laden können und deswegen eher HPC verwenden dürften sich ein Wechselakku-Auto zulegen dürften...

 

notting

16.10.2022 20:19    |    jennss

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 16. Oktober 2022 um 11:29:32 Uhr:

Die mehr Akkus sind kein Problem.

Dafür werden die auch deutlich mehr geschont und halten besser.

Genau das denke ich nicht. Die Akkus werden bei 90% gelagert. Einige werden sicher längere Zeit so liegen. Sehr niedrige und hohe Ladestände sind zum Stehenlassen für den Akku nicht gut. Die Frage ist, ob gelegentliches Schnellladen mehr schadet. Im übrigen werden auch die Nio-Akkus mal schnell geladen, weil das Wechselsystem das Laden nicht ersetzt, nur ergänzt.

 

Zitat:

Bei Akkuwechselstationen kann man die Fahrzeuge mit kleinem Akku ausliefern, der Kunde kann an den Stationen wählen ob großer oder kleiner Akku. Die großen sollten natürlich teurer sein.

Dann könnte der Kunde mit großem Akku dem Kunden mit kleinem Akku diese wegnehmen? Ich frage mich, wie Nio das regelt. Je mehr verschiedene Akkus es gibt, desto komplizierter.

 

Zitat:

Es werden auch nicht viele Wechselstationen benötigt.

Nur an Autobahnen und einigen Bundesstraßen.

Auf Langstrecken halte ich das normale Laden für völlig ausreichend. Situationen, wo schnelles Wechseln sinnvoll wäre, sehe ich bei Tagestouren, wo man am Ziel nicht laden kann. Auf Langstrecken hingegen sind die Ladezeiten eigentlich keine Wartezeiten, sondern gut genutzt. Beim Akkuwechsel wird man auch nicht weggehen können, sondern muss wirklich warten. Dafür aber nur 6 Minuten.

 

Zitat:

Wobei ich natürlich davon ausgehe dass diese Fahrzeuge weiterhin geladen werden können.

Dann spart man sich die Wechselgebühr.

Ich glaube, die Nio-Fahrer werden den Wechsel nur selten nutzen. Aber das Auto ist trotzdem nicht uninteressant.

j.

18.10.2022 06:34    |    nickydw

Um vom Wechselsystem wirklich Vorteile zu haben müsste es in Deutschland mindestens 30 Stationen gehen, weil was nützt mir so ein Standort wenn ich mit 50%+ daran vorbei fahre, es macht das keinen Sinn dann den Akku zu tauschen. Und jetzt stellt euch vor jeder Hersteller würde damit anfangen solche Stationen aufzubauen. Es würde nur funktionieren wenn sich alle Hersteller auf einen Akkutyp einigen und das klappt sowieso nicht. Ansonsten ein chices Auto, aber es wird es auf dem deutschen Markt schwer haben.

 

Für die fünf Mal im Jahr an denen ich Strecken von mehr als 400km fahre ist mir ein 800V Ladesystem deutlich lieber. Alle 300km für 20 Minuten zu rasten empfinde ich als angemessen und nicht störend.

 

Der G80 war bis er erscheinen ist ganz weit oben auf meiner Habenwollen Liste, aber aufgrund des mickrigen Kofferraums habe ich mich dann dagegen entschieden, er kann einen E Klasse Kombi bei weitem nicht ersetzen.

18.10.2022 09:36    |    jennss

Sehe ich auch so. Ich meine, Tesla hatte das zu Beginn auch überlegt und sich für den nichtwechselbaren Akku entschieden. Es müssten sehr viele Stationen sein, damit das System sinnvoll klappt.

 

Um einen Kombi zu ersetzen, kauft man heutzutage einen SUV. Im Falle des E-klasse Kombis dann den neuen EQE SUV.

j.

18.10.2022 09:44    |    tomcat092004

Da ist mir aber ein längerer Kleiderschrank lieber als ein hoher.

 

Btt

Das Wechselakkusystem hat was, aber nur, wenn sich auf ein Standard geeinigt wird.

Die Kombination aus Wechseln und aufladen hat was.

19.10.2022 16:31    |    Malcolm-zodiac

Zitat:

Das Auto beschleunigt in 3,8 s. auf 100 (mit 75 oder 100 kWh konnte ich nirgendwo herauslesen)

Mit 102 oder 136 PS in 3,8 sek auf 100 km/h ? Das halte ich für ziemlich ambitioniert. Da müßte vorne anstelle einer 1 eine 6 stehen, also 602 oder 636 PS, dann würde man das schaffen. Oder das Auto besteht komplett aus Karbonfaser und wiegt nur 350 KG, aber mit dem schweren Akku werden es doch eher 1900 - 2200 KG sein.

 

Auch die Leasinggebühren sind sehr üppig. 1500 € pro Monat wird eine schwierige Herausforderung.

19.10.2022 16:35    |    nobrett

Es ging um die Akkukapazität in kWh und nicht die Leistung in kW.

19.10.2022 16:41    |    Malcolm-zodiac

Zitat:

@nobrett schrieb am 19. Oktober 2022 um 16:35:22 Uhr:

Es ging um die Akkukapazität in kWh und nicht die Leistung in kW.

Das h hat mich ein bisschen irritiert, dachte es wäre ein Druckfehler.

 

Wieso bringt man denn die Akkukapazität mit den Beschleunigungszeiten in Verbindung ?

Wieviel PS haben denn dann diese Fahrzeuge ?

19.10.2022 19:34    |    Alexander67

Zitat:

@Malcolm-zodiac schrieb am 19. Oktober 2022 um 16:41:57 Uhr:

...

Wieso bringt man denn die Akkukapazität mit den Beschleunigungszeiten in Verbindung ?

Wieviel PS haben denn dann diese Fahrzeuge ?

Ich finde es plausibel bei Kapazitätsverlust auch einen Leistungsverlust zu erwarten.

Die Zellchemie funktioniert ja nicht mehr wie geplant.

Das wird wohl die Widerstände erhöhen und natürlich gibt eine defekte Zelle keine Nennleistung mehr ab.

19.10.2022 19:44    |    Alexander67

Ohhh falsches Thema im Kopf gehabt.

Ja, Kapazität und Leistung sind auch im Zusammenhang.

Wenn ein Akku von 40 kWh mit einen Leistung von 40kW belastet wird spricht man von c=1.

Bei 80kW von c=2, 120kW-> c=3, usw.

Je höher c umso höher die Belastung für den Akku und um so schneller geht er kaputt.

20.10.2022 09:40    |    Trottel2011

Zitat:

@bronx.1965 schrieb am 16. Oktober 2022 um 10:14:21 Uhr:

Zitat:

(...)Der Nio ist jedoch nicht kaufbar, sondern nur über Leasing- und Abo-Modelle zu bekommen, Leasing ab 1199 € (Abo monatlich kündbar ab 1550 €) mit 75 kWh und mit 100 kWh im Leasing über 1400 € (?), je nach Laufleistung. Wie es da mit der Umweltprämie aussieht, konnte ich nicht herausbekommen. Die Versicherung, sowie Winterräder sind mit enthalten. Wenn ich mich nicht irre, spielt die persönliche Versicherungseinstufung da keine Rolle, was für Anfänger vorteilhaft ist.(...)

Interessante Sicht auf die Realität, bei diesen derart absurd hohen Summen auch noch auf "vorteilhafte" (Versicherungs-) Bedingungen für Anfänger zu verweisen.

Wenn man 1400 EUR oder 1200 EUR monatlich für Leasing ausgeben kann, ist der Preis einer KFZ Versicherung dermaßen irrelevant :D

 

Zitat:

@bronx.1965 schrieb am 16. Oktober 2022 um 10:14:21 Uhr:

Zitat:

Wer soll 1.500,- im Monat für so ein Auto zahlen wollen und können?

Dieser Frage kann ich mich nur anschließen.

Ich mich auch. Das ist wieder so ein obere Mittelklasse/untere Oberklasse Rechnung. Für das Geld bekommt man teilweise nagelneue Supersportwagen mit 600+ PS (und teilweise noch ein Kleinwagen oben drauf!) geleast.

20.10.2022 09:42    |    Alexander67

Wo kommt diese Leasing Rate eigentlich her?

Gibt es eine Quelle/Link?

20.10.2022 09:43    |    jennss

Zitat:

@Malcolm-zodiac schrieb am 19. Oktober 2022 um 16:41:57 Uhr:

Zitat:

@nobrett schrieb am 19. Oktober 2022 um 16:35:22 Uhr:

Es ging um die Akkukapazität in kWh und nicht die Leistung in kW.

Das h hat mich ein bisschen irritiert, dachte es wäre ein Druckfehler.

 

Wieso bringt man denn die Akkukapazität mit den Beschleunigungszeiten in Verbindung ?

Wieviel PS haben denn dann diese Fahrzeuge ?

Ein großer Akku ist schwerer. +100 kg verursachen grob 0,5 s. schlechtere Beschleunigung (ganz grob zur Orientierung).

Der Nio hat 648 PS, der Genesis 370 PS.

j

20.10.2022 10:33    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 20. Oktober 2022 um 09:43:09 Uhr:

Zitat:

@Malcolm-zodiac schrieb am 19. Oktober 2022 um 16:41:57 Uhr:

 

 

Das h hat mich ein bisschen irritiert, dachte es wäre ein Druckfehler.

 

Wieso bringt man denn die Akkukapazität mit den Beschleunigungszeiten in Verbindung ?

Wieviel PS haben denn dann diese Fahrzeuge ?

Ein großer Akku ist schwerer. +100 kg verursachen grob 0,5 s. schlechtere Beschleunigung (ganz grob zur Orientierung).

Der Nio hat 648 PS, der Genesis 370 PS.

j

Im Gegenzug.

Der doppelt so schwere Akku kann bei gleicher Belastung doppelt so viel Leistung abgeben.

Das gleicht das Gewicht beim beschleunigen locker aus.

20.10.2022 22:49    |    jennss

Es gibt aber keine zwei Leistungsangaben. Irgendwas fehlt bei den Infos noch. Wenn man den 100 kWh-Akku gebucht hat und den 75er einbauen lässt, wie viel PS hat man dann?

j.

22.10.2022 13:54    |    escalator

Zitat:

@jennss schrieb am 20. Oktober 2022 um 22:49:29 Uhr:

Es gibt aber keine zwei Leistungsangaben. Irgendwas fehlt bei den Infos noch. Wenn man den 100 kWh-Akku gebucht hat und den 75er einbauen lässt, wie viel PS hat man dann?

j.

Das ist wie beim Benziner mit z.B. 200 PS.

Mit vollem Tank hat man etwa 203 PS, sind nur noch 75% im Tank, hat man etwa 150 PS.

Ist der Tank leer, muss man selber schieben.

 

 

Auch beim eAuto wird immer die volle Ladung bei nur einmal Beschleunigen verbraucht.

22.10.2022 14:02    |    Malcolm-zodiac

Zitat:

@escalator schrieb am 22. Oktober 2022 um 13:54:17 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 20. Oktober 2022 um 22:49:29 Uhr:

Es gibt aber keine zwei Leistungsangaben. Irgendwas fehlt bei den Infos noch. Wenn man den 100 kWh-Akku gebucht hat und den 75er einbauen lässt, wie viel PS hat man dann?

j.

Das ist wie beim Benziner mit z.B. 200 PS.

Mit vollem Tank hat man etwa 203 PS, sind nur noch 75% im Tank, hat man etwa 150 PS.

Ist der Tank leer, muss man selber schieben.

 

 

Auch beim eAuto wird immer die volle Ladung bei nur einmal Beschleunigen verbraucht.

Andersrum, der Wagen wird ja immer leichter und die Beschleunigung dadurch schneller. Also hat er gefühlt mehr PS.

22.10.2022 14:06    |    escalator

nee, da die Leistung sinkt und sich das Gewicht verringert, hat man gefühlt immer gleich viel. Beim eAuto werden dann die Elektronen verbraucht, die werden am Ladestand wieder reingetan.

24.10.2022 06:48    |    Bazingo

Die Preise wird Nio niemals halten können.

Wenn man als Neuling beim Markteinstieg schon deutlich teurer als der etablierte Wettbewerb ist, wird es schwierig.

Andererseits wird heutzutage ja schon jede Menge anderer Schrott für richtig teuer Geld verkauft und die Leute reißen sich drum. Also abwarten.

Wechselstationen machen nur Sinn wenn es davon tausende geben würde. Die Kosten muß dann auch jemand tragen.

In meinen Augen nur sinnvoll wenn alle Hersteller das gleiche System nutzen würden. Also auch eine Totgeburt.

28.10.2022 14:05    |    jennss

Ah, der Nio kostet 69900 € ohne Akku:

https://edison.media/.../

Damit sieht es anders aus. Akkumiete pro Monat 169 € (75 kWh) bis 289 € (100 kWh). In 10 Jahren kostet der 100 kWh-Akku ca. 35000 €.

j.

29.10.2022 20:10    |    flex-didi

Ich seh im privaten Bereich ein Wechsel-System als zu unwägbar um seiner Kalkulation.

 

In einer um so kleiner-überschaubaren, nach festen/planbaren Intervallen wäre es noch tragbar:

Im Werksbereich, Fuhrpark,... und dort auch vereinheitlicht.

29.10.2022 22:26    |    Alexander67

Zitat:

@flex-didi schrieb am 29. Oktober 2022 um 20:10:39 Uhr:

Ich seh im privaten Bereich ein Wechsel-System als zu unwägbar um seiner Kalkulation.

 

In einer um so kleiner-überschaubaren, nach festen/planbaren Intervallen wäre es noch tragbar:

Im Werksbereich, Fuhrpark,... und dort auch vereinheitlicht.

Für den Kunden oder den Anbieter unwägbar in der Kalkulation?

29.10.2022 22:36    |    flex-didi

Zunächst mal für den Ersteller eines solchen Systems !

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