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25.09.2021 14:30    |    jennss    |    Kommentare (103)

efuelsefuels

Porsche beginnt mit dem Bau einer Fabrik von E-Fuels in Chile, denn der 911 soll weiterhin mit Verbrenner gebaut werden. Alle anderen Porsche bekommen E-Antriebe. Der 911 ließe sich nicht umrüsten, ohne auf die Rücksitze zu verzichten und das würde den Charakter des Autos verändern. Der 718 Cayman wird elektrisch wohl ähnlich aussehen wie die Studie Mission R. Dass Porsche das Projekt wirklich in Angriff nimmt, zeigt, dass in E-Fuels Potential stecken muss.

 

Als größten Nachteil muss man die Effizienz betrachten. Mit dem Strom, der bei E-Fuels zu etwa 100 km reicht, könnte man mit Batterie-Auto ca. 600 oder 700 km weit kommen. Doch so einfach ist die Sache nicht. Während Wasserstoff schlecht zu transportieren ist (extreme Kälte oder sehr hoher Druck nötig) und damit die Idee vom billigen Strom in Äquatornähe dank Solartechnik hinfällig ist, erlauben E-Fuels einfaches Transportieren, nämlich mit Tankern aus Südamerika etc.. Außerdem brauchen E-Fuels keine neue Infrastruktur vor Ort. Tankstellen können genutzt werden. Der große Vorteil ist, dass Autos ohne Umbau E-Fuels genau wie fossile Kraftstoffe nutzen können. Sogar mischen von fossilen und E-Kraftstoffen ist möglich. Nachteil bei E-Fuels ist, dass die Schadstoffe -Ruß ausgenommen- nicht weniger sind als bei fossilen Kraftstoffen. Vor Fahrverboten ist man also nicht unbedingt sicher. Doch das CO2-Problem lässt sich damit lösen, vorausgesetzt, es wird ausschließlich grüner Strom für die Verarbeitung verwendet.

 

Bei E-Fuels wird zunächst Wasser mit grünem Strom aufgespalten in Sauerstoff und Wasserstoff. Der Wasserstoff wird dann im Labor mit CO2 verbunden zu E-Fuels, z.B. E-Diesel, E-Benzin oder E-Kerosin. Das ist noch ein Schritt mehr Arbeit als bei Wasserstoff, doch die leichte Transportierbarkeit ermöglicht es, Solarstrom aus sonnigen Gebieten zu importieren. Während die Infrastrukur der Tankstellen genutzt werden kann, muss der Aufbau solcher E-Fuels-Produktionen in fernen Ländern angefangen werden, denn mit grünem Strom aus Deutschland würde das Ganze für PKWs sinnlos sein, einfach zu teuer und niemand würde E-Fuels fossilen Kraftstoffen an der Tankstelle vorziehen. Bei Flugzeugen oder so ist die Situation jedoch ganz anders.

 

Was wird ein Liter E-Diesel kosten? Aus Deutschland läge der Preis wohl bei ca. 4,50 € plus Steuern. Wenn nun aber eine Massenproduktion läuft und Solarpanels in sonnigen Ländern wesentlich mehr Strom erzeugen können als in Deutschland, sollte der Preis deutlich niedriger werden. Der Verband der Automobilindustrie hat eine Studie in Auftrag gegeben, wonach 1 €/Liter möglich erscheinen. Wikipedia schreibt dazu:

 

Zitat:

Andere Quellen nennen reine Herstellungskosten von 2 bis 2,50 Euro/Liter Kraftstoff für die Produktion im industriellen Maßstab, verglichen mit ca. 30–40 Cent für fossile Treibstoffe.[13] Die Bundesregierung führt dazu aus, dass die erwartete Preisminderung bis zum Jahr 2030 mit Unsicherheiten verbunden sei.[14] Auch die Arbeitsgruppe 1 der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ geht davon aus, dass die Herstellungskosten der stromgenerierten Kraftstoffe auch bei einer positiven Kostenentwicklung deutlich über denen des fossilen Pendants liegen.[15]

Das ist also die große Frage: Welcher Preis ist erreichbar? Und wann ist er erreichbar? Aber so oder so werden E-Fuels sicherlich eine Rolle spielen und einen gewissen Grad an Massenproduktion erreichen, denn Akkus sind für große Flugzeuge mit aktueller Batterietechnik zu schwer. Auch in Schiffen oder z.B. Straßenbaumaschinen können sie sinnvoll sein.

 

E-Autos werden sie dennoch nicht obsolet machen, denn mit E-Autos sind auch noch die Schadstoffe im Betrieb reduziert und lösen damit ein Problem in Großstädten (ausgenommen aufgewirbelter Straßenstaub). Doch immerhin Ruß tritt mit E-Fuels nicht auf und somit wird ein wesentliches Problem beim Diesel vermieden.

 

Was das Fahren betrifft: Das Geräusch bleibt erhalten. Fans von 3- und 4-Zylindermotoren, aber auch 6- und 8-Zylindermotoren, sofern sie nicht dem Downsizing zum Opfer fallen, liefern das vertraute und geliebte Motorgeräusch. Dafür muss man jedoch auf die sonstigen Vorzüge von E-Antrieben verzichten (reaktionsfrei ohne Turboloch und Schaltvorgänge).

 

Ein Problem könnte es sein, dass Nutzer kritisch sind bzgl. der Verträglichkeit in ihren Autos. So fahren ja auch viele Leute lieber noch E5-Sprit als E10-Sprit, obwohl E10 billiger und umweltfreundlicher ist. Hierzu braucht es klare Aussagen aus der Industrie.

 

Oben verlinkte Studie schreibt zum Handlungsbedarf:

 

Zitat:

Handlungsbedarf

- Die Verkehrsmittel sollten dort, wo technisch möglich und ökologisch sinnvoll, elektrifiziert und

teilelektrifiziert werden. E-Fuels werden aber insbesondere für Anwendungen im Verkehr, für die aus

heutiger Sicht keine elektrischen Antriebssysteme zur Verfügung stehen, unverzichtbar sein.

Wie weit damit PKWs gemeint sind, ist eine Interpretationsfrage, denn es wird ja noch lange bestehende Autos mit Verbrennungsmotoren geben und die kann man nicht mal eben auf E-Motoren umrüsten. Für neue Autos werden jedoch E-Antriebe empfohlen.

j.

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27.09.2021 01:55    |    Martyn136

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 26. September 2021 um 07:44:08 Uhr:

Für alle andern Alltagsfahrzeuge im PKW Sektor dürfte es Liebhaber Sache sein denn die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Strom, und das wird wohl auch so bleiben!

Was die alltäglichen Kurzstrecken betrifft, für die sich der Strom bequem daheim laden lässt, idealerweise mit möglichst viel PV-Anteil, ist "auf Strom fahren" natürlich günstiger und attraktiver.

 

Aber sobald es um Stecken geht wo man auf CCS-Schnellader zurückgreifen müsste, sind E-Fuels definitv attraktiv.

 

Wenn ich mal mit 22 KWh/100km * 0,59 €/KWh * 5% Ladeverlust rechne kommt man auf 13,269 €/100km

 

Auf einem Spritverbrauch von 7 l/100km umgerechnet dürfte ein E-Fuel also 1,947 €/l kosten. Das könnte schon gut machbar sein.

 

Aber selbst wenn E-Fuels 2,199 €/l kosten würden, wäre es noch immer attraktiv. Denn eine 22,5l Tankfülllung (bei PlugIn-Hybriden dürfte der Tank zugunsten der Akkus ja kleiner sein) würde für 320km reichen und wäre in fünf Minuten getankt.

 

Ein 100KW CCS-Schnellader würde für die vergleichbaren 70,4 KWh schon etwa eine Stunde brauchen.

 

Wenn man jetzt vergleicht:

 

22,5l * 2,199 €/l = 49,48€

70,4KWh * 1,05 * 0,59 €/KW = 43,37€

 

Dann würde man für eine 320km Strecke zwar 6,11€ mehr bezahlen dafür aber eine Stunde Ladezeit einsparen. Das wäre für mich ein fairer Deal.


27.09.2021 04:02    |    Schwarzwald4motion

Wir wissen alle nicht was eFuels in großem Maßstab Kosten selbstredend regenerativ erzeugt, da kommen auch Transportkosten aus Übersee dazu.

Vergiss oh heimische Biomasse komplett damit kann man andere Sachen machen.

 

Die 59ct sind auch eher unüblich.


27.09.2021 05:17    |    Antaiir

"Ein Problem könnte es sein, dass Nutzer kritisch sind bzgl. der Verträglichkeit in ihren Autos. So fahren ja auch viele Leute lieber noch E5-Sprit als E10-Sprit, obwohl E10 billiger und umweltfreundlicher ist."

 

Wenn mein Auto mit E10 einen Mehrverbrauch hat, der den Kostenvorteil aufwiegt, macht E10 schon keinen Sinn mehr, und ich stelle in dem Fall außerdem den Umweltaspekt in Frage (mehr Verbrauch == weniger Schadstoffausstoß?). Wenn ich dann auch noch mit einer Minderleistung rechnen muß, ist E10 für mich kein Thema.

 

Ich fahre einen Audi A6 aus 2005 mit dem 2,4 Liter V6 Motor (BDW), der würde E10 angeblich vertragen. Er vielleicht, ich aber nicht. ;-)


27.09.2021 08:03    |    Diabolomk

Wobei E10 wegen etwas mehr Oktan eher zu Mehrleistung führt.

Das mit dem höheren Verbrauch hat sich auch nicht bestätigt. Bei neueren Motoren gar bis 2% Minderverbrauch.


27.09.2021 08:56    |    Schwarzwald4motion

Das Problem mit E10 damals war die dämliche bis nicht vorhandene Aufklärung ob das jeweilige eigene Auto den Kraftstoff garantiert verträgt, Kosten potentieller Defekte wollte keiner übernehmen.

 

Mittlerweile aber vertragen die neuen Motoren sowas normalerweise (eigene Norm).

 

Allgemein fehlen den E-Fuels Stickstoff- und Schwefelverbindungen sowie aromatische Kohlenwasserstoffe, was zu einem geringeren Schadstoffausstoß beiträgt.

 

Wenn wir die Kosten und im großen Maßstab auch den Raubbau verhindern hat eFuel eine Chance… Bis das E-Auto eindeutig besser und günstiger ist.


27.09.2021 10:32    |    miko-edv

Moin,

 

mir ist da noch eine Idee gekommen, wie der Energie-einsatz zur Herstellung von eFuels deutlich günstiger werden kann:

 

da stehen noch ein paar betriebsbereite AKW in der Gegend, die schon abbezahlt bzw. mittels Ausgleichzahlungen "auf Null geschrieben" sind - der dort erzeugte Strom wäre also sozusagen kostenlos.

Da sich alle einig sind, daß es für eine begrenzte Übergangszeit notwendig ist, sind auch die zu erwartenden Langzeit-Reparaturen überschaubar - die Kraftwerke sind auf 50 Jahre ausgelegt, aber teilweise erst gut 30 Jahre in Betrieb...

So eine Anlage exklusiv für die Herstellung von eFuel oder auch H2 widmen (sinnvollerweise indem die Umwandlungsfabrik direkt daneben errichtet wird), und die Sorgen sind gegessen.


27.09.2021 10:53    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. September 2021 um 08:56:22 Uhr:

Das Problem mit E10 damals war die dämliche bis nicht vorhandene Aufklärung ob das jeweilige eigene Auto den Kraftstoff garantiert verträgt, Kosten potentieller Defekte wollte keiner übernehmen.

....

Bei e10 handelt es sich ja um die Beimischung vollkommen anderer Moleküle. Alkohol statt Benzin.

Die Fahrzeuge waren eben auf Benzin ausgelegt.

Ob Kunststoffe auch Alkohol vertragen war keine Anforderung. Darauf wurde also weniger geachtet.

Der Fahrzeughersteller hat eben einen Schlauch oder Filter oder... bestellt der Benzin verträgt. Im nachhinein zu sagen ob der auch Alkohol kann ist dann eben auch schwierig. Vor allem da der Zulieferer ja womöglich auch einmal eine Charge mit anderem Kunststoff hätte verwenden können.

Natürlich hätte er das melden müssen und...

Aber das wäre ja mehr Aufwand und würde neue Fragen aufwerfen und...

Bei NoName Ersatzteilen wird es noch einmal kritisch.

 

E10 kann auch Ablagerungen im Treibstoffsystem des Fahrzeugs lösen. Was dann alles zum Motor kommt.

Die Ablagerungen von 200tkm kommen dann auf 50km zum Motor. Welche Ablagerungen? Was wurde in den 200tkm alles getankt?

 

Soll der Fahrzeughersteller unter diesen Umständen eine Freigabe erteilen?

 

Hingegen e-Fuel?

Das sollten genau die Moleküle sein die man erzeugen will.

Da sind eigentlich keine chemischen Probleme zu erwarten.


27.09.2021 11:03    |    Alexander67

Zitat:

@miko-edv schrieb am 27. September 2021 um 10:32:32 Uhr:

Moin,

 

mir ist da noch eine Idee gekommen, wie der Energie-einsatz zur Herstellung von eFuels deutlich günstiger werden kann:

 

da stehen noch ein paar betriebsbereite AKW in der Gegend, die schon abbezahlt bzw. mittels Ausgleichzahlungen "auf Null geschrieben" sind - der dort erzeugte Strom wäre also sozusagen kostenlos.

....

Alte AKW und Kohlekraftwerke könnte man auch als Puffer für Solar-Strom nutzen. Die Anbindung zum Stromnetz besteht ja. Dampfturbine zur Stromerzeugung auch.

Wenn zu viel Strom im Netz ist kann man einen Wärmespeicher aufladen. Wenn es knapp wird wirft man eine Wärmepumpe an um Dampf zu erzeugen. Anstatt einer Wärmepumpe kann man auch einen anderen Wärmespeicher nutzen der mit höheren Temperaturen funktioniert. Dann muss man nur Wasser auf den Speicher kippen und man erzeugt den Strom ohne Wärmepumpe.

 

Man benötigt also nur einen Wärmespeicher und eine andere Dampferzeugung. Weil die Anbindung an das Stromnetz und die Turbine ja da sind.


27.09.2021 11:13    |    Schwarzwald4motion

Das ist doch ein Plädoyer erst mal alle andern effizienteren Lösungen zu entwickeln und umzusetzen bevor man auf ineffizienten eFuel geht.

 

Das muss jetzt nicht zwingend mit AKW oder Kohle immer in direktem Zusammenhang stehen.


27.09.2021 16:08    |    Diabolomk

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. September 2021 um 10:53:13 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. September 2021 um 08:56:22 Uhr:

Das Problem mit E10 damals war die dämliche bis nicht vorhandene Aufklärung ob das jeweilige eigene Auto den Kraftstoff garantiert verträgt, Kosten potentieller Defekte wollte keiner übernehmen.

....

Bei e10 handelt es sich ja um die Beimischung vollkommen anderer Moleküle. Alkohol statt Benzin.

Die Fahrzeuge waren eben auf Benzin ausgelegt.

Ob Kunststoffe auch Alkohol vertragen war keine Anforderung. Darauf wurde also weniger geachtet.

Der Fahrzeughersteller hat eben einen Schlauch oder Filter oder... bestellt der Benzin verträgt. Im nachhinein zu sagen ob der auch Alkohol kann ist dann eben auch schwierig. Vor allem da der Zulieferer ja womöglich auch einmal eine Charge mit anderem Kunststoff hätte verwenden können.

Natürlich hätte er das melden müssen und...

Aber das wäre ja mehr Aufwand und würde neue Fragen aufwerfen und...

Bei NoName Ersatzteilen wird es noch einmal kritisch.

 

E10 kann auch Ablagerungen im Treibstoffsystem des Fahrzeugs lösen. Was dann alles zum Motor kommt.

Die Ablagerungen von 200tkm kommen dann auf 50km zum Motor. Welche Ablagerungen? Was wurde in den 200tkm alles getankt?

 

Soll der Fahrzeughersteller unter diesen Umständen eine Freigabe erteilen?

 

Hingegen e-Fuel?

Das sollten genau die Moleküle sein die man erzeugen will.

Da sind eigentlich keine chemischen Probleme zu erwarten.

Ja, man hat freigegeben. Probleme sind bis heute nicht aufgetreten!

Und nein, Zulieferer müssen sich streng an Anforderungen halten.


27.09.2021 16:31    |    Martyn136

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. September 2021 um 04:02:41 Uhr:

Wir wissen alle nicht was eFuels in großem Maßstab Kosten selbstredend regenerativ erzeugt, da kommen auch Transportkosten aus Übersee dazu.

Vergiss oh heimische Biomasse komplett damit kann man andere Sachen machen.

 

Die 59ct sind auch eher unüblich.

Wenn man nicht gerade einen Ladetarif mit Grundgebühr abschliessen will, sondern nur bedarfstweise zahlen will sind 59ct ein Standardpreis, manchmal ist es sogar deutlich teurer, bis zu 89ct.


27.09.2021 16:35    |    Alexander67

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 27. September 2021 um 16:08:49 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. September 2021 um 10:53:13 Uhr:

 

 

...... Vor allem da der Zulieferer ja womöglich auch einmal eine Charge mit anderem Kunststoff hätte verwenden können.

Natürlich hätte er das melden müssen und...

Aber das wäre ja mehr Aufwand und würde neue Fragen aufwerfen und...

Bei NoName Ersatzteilen wird es noch einmal kritisch.

 

E10 kann auch Ablagerungen im Treibstoffsystem des Fahrzeugs lösen. Was dann alles zum Motor kommt.

Die Ablagerungen von 200tkm kommen dann auf 50km zum Motor. Welche Ablagerungen? Was wurde in den 200tkm alles getankt?

 

Soll der Fahrzeughersteller unter diesen Umständen eine Freigabe erteilen?

 

Hingegen e-Fuel?

Das sollten genau die Moleküle sein die man erzeugen will.

Da sind eigentlich keine chemischen Probleme zu erwarten.

Ja, man hat freigegeben. Probleme sind bis heute nicht aufgetreten!

Und nein, Zulieferer müssen sich streng an Anforderungen halten.

Ja, es wurden Fahrzeuge freigegeben.

Aber dann recherchiert man mal für dieses Fahrzeug mit diesem Motor und dann gibt es diese Freigabe nur für die Variante mit Hinterachsantrieb und nicht für die Allradvariante. Dann ist dieses Fahrzeug freigegeben und dann berichtet ein Besitzer er hätte Probleme bekommen die angeblich durch gelöste Ablagerungen kommen sollen.

 

Und ja, der Zulieferer soll über alle Änderungen im Produktionsprozess berichten. Also mehr machen als nur den Anforderungen (die ja damals von Benzin ausgegangen sind) entsprechen. Aber ob er das wirklich macht ist eine Grauzone. Und evtl. hat ja der Zulieferer des Zulieferers etwas geändert. Ob jetzt mit oder ohne des Wissens des Zulieferers.

 

Aber alle diese Fragen sollten bei e-Fuel irrelevant sein.

Denn es werden ja nur Moleküle gebastelt, die es sowieso schon im Benzin gibt.

Nur eben nicht aus Erdöl oder Kohle oder.... gewonnen sondern aus H2 und irgendwas künstlich erzeugt.

 

 

PS. Stichwort "Kohleverflüssigung" für Benzin aus Kohle.


27.09.2021 16:47    |    Diabolomk

Äh, was hat eine Freigabe ab Werk mit gelösten Ablagerungen zu tun? Und mit dem Achsantrieb. Das Fahrzeug sollte wohl auch keine ROZ98 Freigabe bekommen. Komisch, dass es so viele Ablagerungen hat... ANDERES PROBLEM?! Weiterhin ein Problem, Ablagerungen sind auf Dauer nie gut.

 

Und zu den Zuliefererteilen, mag ja vielleicht sein. Probleme heute? Nein.


27.09.2021 16:53    |    Martyn136

In der Praxis ist Super E10 allerdings ohnehin wesentlich kompatibler als gedacht, eine Autozeitung hat mal mit einem Audi A2 1.6 FSI und einem Opel Vectra 2.2 direct die beide keine Super E10 Freigabe einen Langzeittest gemacht und selbst die haben es verkraftet.


27.09.2021 17:05    |    Diabolomk

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 27. September 2021 um 16:53:57 Uhr:

In der Praxis ist Super E10 allerdings ohnehin wesentlich kompatibler als gedacht, eine Autozeitung hat mal mit einem Audi A2 1.6 FSI und einem Opel Vectra 2.2 direct die beide keine Super E10 Freigabe einen Langzeittest gemacht und selbst die haben es verkraftet.

Beim Opel sind ja die Pumpen beim 2.2 auch reihenweise mit E5 verreckt. Aber da sieht man mal, der Zusammenhang muss nicht zu E10 bestehen!

 

Und viele FSI von VW sind nach kurzer Zeit nur in der Produktion umgestellt worden und waren Jahre vor der E10 Einführung dann E10 tauglich. Da sieht man, dass man wohl grundsätzlich billig gebaut und hat und dann umgestellt. Ob dann E5 oder E10 war seitdem egal.

Und man muss jetzt nicht meinen, dass nur weil Deutschland auf E10 umgestellt hat, es für die Hersteller Neuland war. Die wussten schon ganz genau was man international teils seit Jahrenten umsetzen muss, welche Erfahrungen da sind und wo es irgendwann hin geht.

Gerade BMW lacht da ja... dabei war es nur ein Volldepp von Ing. von denen damals der in D einen mediales Gehör bekommen hat und gegen E10 sprach! Dem hätte man den Ing. Titel aberkennen müssen.

Seit Jahren liefert BMW mit E25 Freigabe aus, und BMW Motorrad sagte, aufgrund internationaler Erfahrung sind zb die Benzinfilter seit Jahren auf E27 ausgelegt. Nachdem es ja kurz einen Sturm im Wasserglas gab, mancher Benzintankfilter habe eine kürzere Lebensdauer.

 

Ich denke weiterhin, im PKW Bereich wird E sich durchsetzen. Im Nutzfahrzeugbereich wird Wasserstoff kommen, in 10-20 Jahren.

Vielleicht ist dann der Kotflügel umbenannt ;)


27.09.2021 17:13    |    Alexander67

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 27. September 2021 um 16:47:42 Uhr:

Äh, was hat eine Freigabe ab Werk mit gelösten Ablagerungen zu tun? Und mit dem Achsantrieb. Das Fahrzeug sollte wohl auch keine ROZ98 Freigabe bekommen. Komisch, dass es so viele Ablagerungen hat... ANDERES PROBLEM?! Weiterhin ein Problem, Ablagerungen sind auf Dauer nie gut.

 

Und zu den Zuliefererteilen, mag ja vielleicht sein. Probleme heute? Nein.

In diesem speziellen Fall hat die Allradvariante wohl einen anderen Tank.

Und evtl. auch andere Benzinleitungen.

 

Und ja, Ablagerungen sind nie gut.

Wer die loswerden will, der könnte mal den E Anteil im Tank allmählich erhöhen. Also wenn es Ablagerungen gibt und....

Vor allem wenn der Motor sowieso überholt werden soll.

 

Jedenfalls gibt es auch heute noch Unklarheiten was mit E10 geht und was nicht.

Und weshalb.

 

Und nochmals.

Mit e-Fuel sind keine derartigen Fragen/Probleme zu erwarten.


27.09.2021 17:30    |    Diabolomk

Welche Unklarheiten?

Meinst Du wirklich? Falls ja, kein E10 Problem. Da hat der Hersteller Mist gebaut. Ich glaube es nicht.

Bis heute gibt es nur ein Problem, zu viel E5 getankt. Ab E10 scheint es gemütlich zu werden.


27.09.2021 17:30    |    Martyn136

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 27. September 2021 um 17:05:07 Uhr:

 

Und viele FSI von VW sind nach kurzer Zeit nur in der Produktion umgestellt worden und waren Jahre vor der E10 Einführung dann E10 tauglich. Da sieht man, dass man wohl grundsätzlich billig gebaut und hat und dann umgestellt. Ob dann E5 oder E10 war seitdem egal.

Für Brasilien und Schweden bietet VW sogar FSI / TSI Motore mit E85 Tauglichkeit an. Wenn ich mir die technischen Daten anschaue sind es im Grunde die gleichen Motoren wie für die anderen Länder auch. Hab allerdings keine Teilelisten was da genau anders ist.


27.09.2021 17:33    |    Diabolomk

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 27. September 2021 um 17:30:14 Uhr:

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 27. September 2021 um 17:05:07 Uhr:

 

Und viele FSI von VW sind nach kurzer Zeit nur in der Produktion umgestellt worden und waren Jahre vor der E10 Einführung dann E10 tauglich. Da sieht man, dass man wohl grundsätzlich billig gebaut und hat und dann umgestellt. Ob dann E5 oder E10 war seitdem egal.

Für Brasilien und Schweden bietet VW sogar FSI / TSI Motore mit E85 Tauglichkeit an. Wenn ich mir die technischen Daten anschaue sind es im Grunde die gleichen Motoren wie für die anderen Länder auch. Hab allerdings keine Teilelisten was da genau anders ist.

Ich hab malbei Volvo und Ford BiFuel angeschaut. Vor Jahren schon. Überschaubar. E85 ist halt ein Hochleisungssprit. Da geht mehr. Nur im kalten Winter problematisch.

Der Aufpreis damals 400€ spricht ja Bände.

Oder eben Koenigsegg. Das Ding hat mit E85 Version einige hundert PS mehr.

Oder, Indoor Kamine. Nur Ethanol. Alles andere rußt!

Heute verbaut man OPF… halb so wild, aber je mehr Ethanol desto weniger braucht man die.

 

Aber der Laie denkt heute noch, E10 = verkokt, weniger Leistung etc.

Wahnsinn wie sehr man es verdreht hat.


27.09.2021 18:04    |    Old Faithful

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 26. September 2021 um 22:53:31 Uhr:

Zitat:

@Old Faithful schrieb am 26. September 2021 um 22:41:16 Uhr:

E-fuels kannst du produzieren, wo du willst, sie sind immer eine kontraproduktive Energievergeudung.

Waum genau sind fossile Brennstoffe in den Autos besser?

Sie sind nicht besser und ich will hier auch nicht pro fossile Kraftstoffe schreiben.

Die Energiebilanz sieht in etwa wie folgt aus:

Es gibt eine Angabe, wonach 42 kWh Energie (überwiegend Nicht-Strom) aufgewendet werden müssen bis 6 Liter Benzin (Fossil) im Autotank sind. Das beinhaltet alles: Förderung, Transport, Raffinierung.

Für 6 Liter Synthetische Kraftstoffe müssen dagegen rund 180 kWh (überwiegend grüner Strom, da CO2frei) aufgewendet werden. Sechs Liter, die dann ca. 60 kWh Energie enthalten. Der Rest ist verloren. Haben mal PricewaterhouseCoopers ausgerechnet. Das meine ich mit Energievergeudung. Das heißt nicht, dass fossiles Benzin besser ist. Grüner Strom wird ineffizient vergeudet, der bei anderer Verwendung z.B. Kohlestrom verdrängen könnte. Und am Ende werden die 6 Liter syn fuels verbrannt und hinterlassen u.a. 14 kg CO2. Tolles Ergebnis.


27.09.2021 18:20    |    Alexander67

Genau!

Ein gutes Argument alle Fahrzeuge Plugin fähig zu haben.

Auch mit Brennstoffzellen.


27.09.2021 18:53    |    Diabolomk

Plugin ist noch anders zu bewerten. Ich kann mit echten Hybriden mittlerweile nichts anfangen.

E-Fuel braucht noch Zeit, wir haben bisher nicht die Energie dafür!

Der Mittelweg sind eben die die Zusätze bei den bisherigen Kraftstoffen. B7 bei normalem Diesel. Bis 25% Bio über HVO bei Premiumdiesel. Bei Benzin E5, E10 oder mind. E6 hinsichtlich der Bio-Kraftstoffquote bei SuperPlus und mehr bei Ultimate und VPpower was den ursprünglichen Ursprung angeht.

Oder einfach gleich E-Auto. Wir brauchen nur mehr Lademöglichkeiten im Alltag tagsüber, also beim Arbeitgeber.

Ich lache meine Nachbarn aus, die haben PV und Batterie im Keller weil es ja so blöd mit E-Autos und deren Batterien ist ... und bauen sich eine in den Keller, damit man bloß nichts abgeben muss...

Und der kauft einen Yaris Hybrid für 23kmX2 pro Tag, hauptsächlich Autobahn. Die Kinder werden im Alltag zur Schule/Sport/Musik etc. mit dem alten Diesel Mazda 5 bewegt.

Wahnsinn


27.09.2021 19:18    |    Brot-Herr

Zitat:

@Old Faithful schrieb am 27. September 2021 um 18:04:17 Uhr:

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 26. September 2021 um 22:53:31 Uhr:

 

Waum genau sind fossile Brennstoffe in den Autos besser?

Sie sind nicht besser und ich will hier auch nicht pro fossile Kraftstoffe schreiben.

Die Energiebilanz sieht in etwa wie folgt aus:

Es gibt eine Angabe, wonach 42 kWh Energie (überwiegend Nicht-Strom) aufgewendet werden müssen bis 6 Liter Benzin (Fossil) im Autotank sind. Das beinhaltet alles: Förderung, Transport, Raffinierung.

Für 6 Liter Synthetische Kraftstoffe müssen dagegen rund 180 kWh (überwiegend grüner Strom, da CO2frei) aufgewendet werden. Sechs Liter, die dann ca. 60 kWh Energie enthalten. Der Rest ist verloren. Haben mal PricewaterhouseCoopers ausgerechnet. Das meine ich mit Energievergeudung. Das heißt nicht, dass fossiles Benzin besser ist. Grüner Strom wird ineffizient vergeudet, der bei anderer Verwendung z.B. Kohlestrom verdrängen könnte. Und am Ende werden die 6 Liter syn fuels verbrannt und hinterlassen u.a. 14 kg CO2. Tolles Ergebnis.

Womit soll ich denn Deiner Meinung nach mein vorhandenes Auto (das vermutlich noch in vielen Jahren das selbe ist) betanken?


27.09.2021 19:22    |    Schwarzwald4motion

Fossilen Sprit wird es noch Dekaden geben, wird halt immer teurer.

Irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht und du kannst ein bezahlbares gebrauchtes E-Auto erstehen.

 

Wer jetzt schon konkretere Vermutungen angestellt hat eine Glaskugel.


27.09.2021 19:23    |    Diabolomk

E10 und auf E20 hoffen. Bei Diesel ist es diffizilere. B7 reicht wohl. Langfristig. Da steht nur etwas mehr HVO im Raum. Aber beim Benziner ist das in allen Faktoren einfacher, einfach mehr Ethanol!


27.09.2021 19:25    |    jennss

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 27. September 2021 um 01:55:32 Uhr:

Aber sobald es um Stecken geht wo man auf CCS-Schnellader zurückgreifen müsste, sind E-Fuels definitv attraktiv.

 

Wenn ich mal mit 22 KWh/100km * 0,59 €/KWh * 5% Ladeverlust rechne kommt man auf 13,269 €/100km

 

Auf einem Spritverbrauch von 7 l/100km umgerechnet dürfte ein E-Fuel also 1,947 €/l kosten. Das könnte schon gut machbar sein.

 

Aber selbst wenn E-Fuels 2,199 €/l kosten würden, wäre es noch immer attraktiv. Denn eine 22,5l Tankfülllung (bei PlugIn-Hybriden dürfte der Tank zugunsten der Akkus ja kleiner sein) würde für 320km reichen und wäre in fünf Minuten getankt.

 

Ein 100KW CCS-Schnellader würde für die vergleichbaren 70,4 KWh schon etwa eine Stunde brauchen.

 

Wenn man jetzt vergleicht:

 

22,5l * 2,199 €/l = 49,48€

70,4KWh * 1,05 * 0,59 €/KW = 43,37€

 

Dann würde man für eine 320km Strecke zwar 6,11€ mehr bezahlen dafür aber eine Stunde Ladezeit einsparen. Das wäre für mich ein fairer Deal.

Ich habe den ID.3 und mit WeCharge ohne monatliche Kosten 53 Ct./kWh an Ionity (350 kW-Lader). Mit ca. 10 €/Monat wären es etwa 30 Ct./kWh. Das geht 3 Jahre, danach wird es teurer beim ID.3 (glaube 17 €/Monat). Ein Golf 2,0 TDI hat monatlich 20 € Steuern, das E-Auto null. Da ist ein Monatsvertrag für's Laden ok.. Ich lade jedoch zu selten öffentlich, lohnt sich bei mir nicht.

 

1,95 € für E-Fuels müsste für den Endverbraucher ja inkl. Steuer und Transport aus Südamerkika sein. Das wird schwierig, denke ich.

j.


27.09.2021 19:33    |    jennss

Zitat:

@miko-edv schrieb am 27. September 2021 um 10:32:32 Uhr:

da stehen noch ein paar betriebsbereite AKW in der Gegend, die schon abbezahlt bzw. mittels Ausgleichzahlungen "auf Null geschrieben" sind - der dort erzeugte Strom wäre also sozusagen kostenlos.

Bitte keinen Atommüll produzieren. So kostenlos wird das nicht sein.

j.


27.09.2021 20:08    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 27. September 2021 um 19:33:47 Uhr:

Bitte keinen Atommüll produzieren. So kostenlos wird das nicht sein.

j.

Wobei die politische gesellschaftliche Rolle rückwärts wäre hier eher das Sprengkraft beinhaltende Momentum.

Wenn die Politik sich bei dem Thema vor 20 Jahren solcher Strategien angenommen hätte wäre das jetzt wohl bemerkenswert lautlos und effizient durchgelaufen.


28.09.2021 02:16    |    Martyn136

Zitat:

@jennss schrieb am 27. September 2021 um 19:33:47 Uhr:

Bitte keinen Atommüll produzieren. So kostenlos wird das nicht sein.

j.

Neue Reaktortypen könnten sogar bereits vorhanden Atommüll weiterverwenden.


28.09.2021 06:15    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 28. September 2021 um 02:16:57 Uhr:

Neue Reaktortypen könnten sogar bereits vorhanden Atommüll weiterverwenden.

Dann verlinke doch mal ein funktionierendes Beispiel.

 

Ich würde da eher mal den Torium oder Natrium -Reaktoren eine Chance geben aber auch die stehen erst ganz am Anfang der Entwicklung und es gibt noch viele ungeklärte Baustellen :rolleyes:


28.09.2021 06:16    |    Alexander67

Zitat:

@Martyn136 schrieb am 28. September 2021 um 02:16:57 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 27. September 2021 um 19:33:47 Uhr:

Bitte keinen Atommüll produzieren. So kostenlos wird das nicht sein.

j.

Neue Reaktortypen könnten sogar bereits vorhanden Atommüll weiterverwenden.

Und erzeugen neuen.

Schnelle Brüter waren ja schon in den 80er und evtl. sogar 70er Jahren ein Begriff.

 

PS.

Genau wie die Thorium Reaktoren die da von einer von der AfD ins Spiel gebracht wurden.

Da gab es bei einem deutschen Testreaktor einen radioaktiven Austritt der etwa zeitgleich zu Tschernobyl war.

Ich sage mal nicht Störfall, weil ich das Timing seltsam "zufällig" finde.


28.09.2021 06:26    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 28. September 2021 um 06:16:27 Uhr:

...die Thorium Reaktoren (…)

Da gab es bei einem deutschen Testreaktor einen radioaktiven Austritt..

Weil wir es nicht im Griff haben, auch bei den Chinesen schätze ich dürfte das generelle Fraß-Problem sicher noch nicht endgültig geklärt sein.

 

Wir wissen es aber einfach nichts im Gegensatz zu uns halten sie ihre Entwicklungen geheim!


28.09.2021 15:33    |    Old Faithful

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. September 2021 um 19:22:20 Uhr:

Fossilen Sprit wird es noch Dekaden geben, wird halt immer teurer.

Irgendwann ist die Schmerzgrenze erreicht und du kannst ein bezahlbares gebrauchtes E-Auto erstehen.

 

Wer jetzt schon konkretere Vermutungen angestellt hat eine Glaskugel.

Genau!

Ich will ja fossiles Benzin nicht verbieten. Es wird durch die CO2-Steuer aber immer teurer. Irgendwann sinkt der Umsatz. Tankstellen bauen Zapfsäulen ab und Verbrenner werden per se zu Oldtimern, so wie heute Dampfloks. Ich hab kein Problem damit, wenn Leute, die das für ein tolles Hobby halten, aus welchem Grund auch immer, das weiter betreiben. Ich kann auch mit den wenigen H-Oldtimer-Liebhabern leben. Das fällt nicht in‘s Gewicht.


28.09.2021 15:46    |    Lewellyn

Zur Ausgangsfrage: Nein.

 

Die einzig sinnvolle Anwendung für grünes E-Fuel sind Passagier- und Frachtflugzeuge.


28.09.2021 16:10    |    Alexander67

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 28. September 2021 um 15:46:46 Uhr:

Zur Ausgangsfrage: Nein.

 

Die einzig sinnvolle Anwendung für grünes E-Fuel sind Passagier- und Frachtflugzeuge.

Nein.

Zum nein.

 

E-Fuel macht überall Sinn wo man nicht auf Verbrennung verzichten kann.

Das können auch Oldtimer sein. Oder Youngtimer oder...

Oder wie Porsche meint auch der 911er.

Aber ich denke nicht lange. Zumindest die 911er und Ferrari und... Wozu einen 911er kaufen wenn andere Fahrzeuge "mehr" bieten?

 

E-Fuel macht auch Sinn wenn es um Speicherung und/oderTransport von Energie geht.

Weshalb nicht jede Menge Solarzellen und Windräder in die Wüste stellen und an der Küste daraus e-Fuel erzeugen und auf ein Schiff verladen?

Oder per Pipeline weiterleiten?


28.09.2021 16:24    |    Brot-Herr

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 28. September 2021 um 15:46:46 Uhr:

Zur Ausgangsfrage: Nein.

 

Die einzig sinnvolle Anwendung für grünes E-Fuel sind Passagier- und Frachtflugzeuge.

Warum genau sind fossile Kraftstoffe für die anderen Anwendungen Deiner Meinung nach besser?


28.09.2021 17:23    |    Martyn136

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 28. September 2021 um 16:10:32 Uhr:

E-Fuel macht überall Sinn wo man nicht auf Verbrennung verzichten kann.

Das können auch Oldtimer sein. Oder Youngtimer oder...

Oder eben auch PlugIn-Hybride.

 

Wenn man die ganzen Alltagsstrecken mit Strom fährt, dann kann man sich für die gelegentlichen Langstreckenfahrten schon Verbrennerkraftstoff gönnen um sich eine Ladensäulen-Oddysee zu ersparen.

 

Und die Kraftstoffe können ja eine Misschung aus Biokraftstoffen, E-Fuels und Fossilen Kraftstoffen sein.

 

Wenn man z.B. einen Plug-In Hybriden zu 65% auf Strom fährt und zu 35% auf Verbrennerkraftstoff, der sich dann zusammensetzt aus:

 

25% Bioethanol

35% Synthetischem E-Fuel

40% Fossilem Benzin

 

Dann hat man vielleicht einen rechnerischen Spritverbrauch von 2,5 l/100km. Der CO2 Ausstoss ist dann aber nicht mir 58 g/km sondern durch die 25% Bioanteil und 35% E-Fuelanteil nur noch 23 g/km.

 

Und die 23 g/km CO2 können wir uns schon gönnen.


28.09.2021 17:44    |    Diabolomk

Benzin als Abfallprodukt wird es wohl noch lange geben, in geringeren Mengen, aber sicherlich genug. So kam ja überhaupt der Dreck in den Otto.

Autos reicht E. oder Gas?!

LKW ebenso.

Im Flugzeugbereich wird der permanent schwere Akku ein Problem sein.

Schweröl für Schiffe … haben wir wohl auch. Kreuzfahrten und sonstiges gehen auch schon auf Hybride, Gas etc.


30.09.2021 16:59    |    Lewellyn

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 28. September 2021 um 16:24:12 Uhr:

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 28. September 2021 um 15:46:46 Uhr:

Zur Ausgangsfrage: Nein.

 

Die einzig sinnvolle Anwendung für grünes E-Fuel sind Passagier- und Frachtflugzeuge.

Warum genau sind fossile Kraftstoffe für die anderen Anwendungen Deiner Meinung nach besser?

Das ist ein Missverständnis. Alles andere läuft elektrisch mit Akkus. Frachtschiffe vielleicht noch ausgenommen.

 

e-Fuels sind eine große Energieverschwendung, die nur dadurch gerechtfertigt wird, dass es keine technische Möglichkeit gibt, sie durch elektrischen Antrieb zu ersetzen.


30.09.2021 18:35    |    Alexander67

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 30. September 2021 um 16:59:26 Uhr:

Zitat:

@Brot-Herr schrieb am 28. September 2021 um 16:24:12 Uhr:

 

Warum genau sind fossile Kraftstoffe für die anderen Anwendungen Deiner Meinung nach besser?

Das ist ein Missverständnis. Alles andere läuft elektrisch mit Akkus. Frachtschiffe vielleicht noch ausgenommen.

 

e-Fuels sind eine große Energieverschwendung, die nur dadurch gerechtfertigt wird, dass es keine technische Möglichkeit gibt, sie durch elektrischen Antrieb zu ersetzen.

Die wenigsten werden ihren Oldtimer auf E umbauen wollen.

Und nochmals. Speicher und Transport der Energie.


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