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12.03.2009 12:58    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Ansehen, Frauen, Gesellschaft, Liebe, Männer, Sex, Zeit

"Ich bin 18 Jahre alt und hatte noch keinen Sex!" - so, oder so ähnlich fängt jede Folge der Sendung "Virgin Diaries" auf dem eigentlichen Musiksender Viva (Wo da die ganze Musik bleibt, frage ich mich sowieso schön öfters...) an.

 

Junge Frauen und Männer erzählen von ihrem jungfräulichen Leben. Aber ist das nicht eigentlich ein privates Thema? Ich persönlich finde diese Sendung relativ grenzwertig. Nicht, das dort irgendwelche sexuellen Handlungen gezeigt werden, aber es zeigt doch den jungen Teenies wie wichtig anscheinend Sex in der heutigen Gesellschaft ist, und das man anscheinend schon fast komisch ist, wenn man mit 18 Jahren keinen Sex gehabt hat.

 

Es vermittelt einfach einen falschen Eindruck von der schönsten Nebensache der Welt. Man denkt es sei mehr Zwang - "Du bist jetzt schon 18 Jahre alt, nun musst Du aber mal langsam" - als Freude oder Lust.

 

Ich schaue die Sendung trotzdem öfter - das gebe ich auch zu. Wenn ich beim durchzappen das sehe, bleibe ich oft hängen. Es ist schon ganz lustig gemacht, wie dämlich sich manche Leute anstellen, und welche Probleme einige der jungen Leute mit dem Thema haben. Auch die Streitereien vor der Kamera finde ich immer sehr amüsierend.

 

Interessant wäre noch die Frage, ob das nun wirklich echte Personen sind, oder bezahlte Schauspieler. Manchmal übersteigt es schon fast mein Vorstellungsvermögen, das sich irgendjemand freiwillig zur Show stellt, und am Ende der Sendung fast jeder Entjungfert ist. Sicherlich auch toll für die Eltern und sonstige Verwandschaft: Sie wissen nun endlich direkt bescheid!

 

Bin mal gespannt auf eure Meinung. Eher ein privates Thema, oder sollte man es ruhig so zur Show stellen?


10.03.2009 13:13    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (31)    |   Stichworte: Ärger, Behörde, Frust, Leben, Zeit

Im Juni diesen Jahres beende ich meine Ausbildung. Um im Falle des Falles - wovon ich im Moment noch nicht ausgehen möchte - Arbeitslosengeld zu bekommen, muss man sich natürlich beim Arbeitsamt Arbeitsuchend melden. Dies habe ich schon im Januar erledigt, und gestern sollte ein Termin bei einer Jobvermittlerin stattfinden, um über meine aktuelle Bewerbungssituation und mögliche Jobs zu sprechen.

 

Soweit kein Problem. Um 11 Uhr sollte der Termin los gehen. Da die Agentur für Arbeit nur ein paar Meter von meiner Ausbildungsstelle entfernt ist, bin ich um viertel vor 11 los gefahren, und habe mich um 10 vor 11 bei der Empfangsdame angemeldet. Sie sagte, ich sollte in den 2. Stock gehen, und dort warten. Meine Vermittlerin würde mich aufrufen. Soweit auch kein Problem. Ab in den zweiten Stock, und im extra gekennzeichneten (!) Wartebereich Platz genommen.

 

Die Minuten gingen so ins Land. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Jobvermittlungen kann man ja auch nicht umbedingt zeitlich genau festlegen, daher ging ich einfach davon aus, dass der Termin vor mir etwas länger dauerte. Um 11:30 Uhr wurde ich doch langsam etwas ungeduldig - immerhin investierte ich gerade meine Überstunden, die ich lieber für andere Zwecke nutze. Frist gesetzt: Wenn um 10 vor 12 noch niemand aufgeschlagen ist, frage ich mal jemanden was los ist.

 

Um 11:40 Uhr sprach mich endlich mal jemand an, ob ich mich denn am Empfang angemeldet hätte, was ich natürlich bejahte. Ich sagte, ich wartete auf Frau X, mit der ich um 11 Uhr einen Termin gehabt hätte. Freundlich wie die Dame war, hat sie mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich leider am falschen Ort gewartet hätte. Die "Wartezone" für Beratungsgespräche wäre direkt neben der Tür. Ich sollte doch mal Frau X suchen.

 

Von meiner Wartestelle zu anderen waren es ungefähr 5 Meter - eine rießige Distanz wie ich finde. Ich habe die passende Zimmernummer gesucht, Frau X war aber nicht da. Sie kam mir im Flur entgegen und meinte, Herr X unser Termin war um 11 Uhr, ich habe jetzt keine Zeit mehr.

 

Im Endeffekt habe ich also über 40 Minuten umsonst gewartet. Woher soll ich als Gebäudeunkundiger wissen, wo der richtige Warteraum ist? Die Dame am Empfang hat mir auch keine genaue Beschreibung gegeben, nur "Gehen Sie in die 2. Etage". Ich bin bisher kein Dauergast bei der Agentur für Arbeit und habe keinen genauen Lageplan im Kopf.

Um es zu verdeutlichen: Ich habe ungefähr 5 Meter (!) zuweit gewartet. Eine Distanz, die man als Agentur für Arbeit Mitarbeiterin anscheinend nicht überwinden kann? Es war alles auf der selben Etage, sie hätte noch nicht mal Treppen steigen müssen - wobei es dafür auch einen Aufzug gegeben hätte. Außerdem war der "Wartebereich" für die Beratungsgespräche noch nicht mal als solcher zu entdecken - woher soll man wissen, das der Wartebereich aus 4 Stühlen besteht? Keine Beschriftung oder sonstiges.

 

Man merkt mal wieder: Bürokratie Deutschland. Die Dame (und sicherlich auch Herren im gleichen Gebäude) ist einfach zu faul gewesen um mal eben ein paar Meter zu laufen. Oder hatte sie einfach keine Lust mit mir zu sprechen? Man weiß es nicht. Kann natürlich auch sein, das der Termin einfach blöd gelegt war. Es war nunmal knapp vor Mittag, hinterher hätte sie ihre Mittagspause verschieben müssen. Wäre natürlich ganz schön tragisch.

 

Übrigens, ich war nicht alleine so blöd, an der falschen Stelle zu warten. Ein anderer junger Herr wurd aber nach 30 Minuten von seiner Beraterin angerufen, wo er denn blieb. Meine Handynummer ist bei der Agentur für Arbeit auch bekannt... Aber das hätte ja wieder Arbeit bedeutet... Mit den Fingern die Tastatur des Telefons bedienen. Oh nein!

 

Nun warte ich auf einen neuen Termin. Hoffentlich bei der gleichen Vermittlerin, dann werde ich ihr dazu auch noch was sagen...

 

Übrigens: Falls jemand einen Job als Bürokaufmann ab Sommer im Raum Sauerland hat, gerne bei mir melden! :D


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