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16.09.2008 07:14    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (101)    |   Stichworte: Alkohol, Bier, Gesellschaft, Spaß

Ich stelle immer wieder fest: Alkohol ist ein alltäglicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Niemand denkt so richtig über Alkohol und seine Folgen nach.

 

In meiner Umgebung ist wohl das Typische Beispiel: Ich lebe in einem kleinen Dorf (ca. 1.000 Einwohner) und für die Jugendlichen ist Alkohol ein Bestandteil ihres Lebens. Am Wochenende treffen sie sich in irgendwelchen Hütten um sich - meiner Meinung nach - Sinnlos zu besaufen. Das Bier dazu bekommen die meisten auch noch günstiger, weil bei uns im Dorf eine große Brauerei ist, an der viele Arbeiten. Für die Jugendlichen ist das einfach nur Spaß, aber ist dieser Spaß so ungefährlich wie man denkt?

 

Für viele Menschen steht "Spaß" und "Alkohol" in einem Satz. Am Wochenende bei irgendwelche Partys, beim Fußball schauen, oder gemütlichem Zusammensitzen, ein treuer Begleiter ist dabei: Der Alkohol. Kann man wirklich nur noch mit Alkohol Spaß haben?

 

Erstaunt, oder nennen wir es eher Erschüttert war ich, das auch in jungen Alter das "Bier" schon ein Thema ist. Vor kurzem sah ich einen ca. 10 Jährigen Jungen mit einem Freund spielen - natürlich nichts ungewöhnliches. Aber was ich dann sah: Der kleine Junge griff schon zur Bierflasche - es war zwar nur ein Malzbier, aber der Griff zur Bierflasche wird damit schon geübt. Auch ein paar Straßen weiter: Nach getaner Gartenarbeit stand ein Vater mit der Bierflasche in der Hand vor seinen Kindern - muss das wirklich sein?`

 

Ich bin selbst er 19 Jahre alt, habe aber seit ca. einem Jahr nicht mehr getrunken. Wieso nicht? Ich kann meinen Spaß auch ohne Alkohol haben, ich brauche durch den Alkohol keine Hemmschwelle zu übertreten. Für mich ist es schon sehr bedenklich, wenn man wirklich nur noch mit Alkohol Spaß haben kann. In der (jungen) Gesellschaft wird man als "Nichttrinker" eher komisch angeschaut, es wird immer probiert "Ach, willst du nicht doch ein Schluck?". Aber ich habe nun immer eine Ausrede: Ich muss noch fahren. Dann ist direkt Ruhe. Mein Arbeitskollege im Praktikum hat mich sicherlich erst für einen komischen Menschen gehalten, als ich gesagt habe das ich selten Trinke, und auch kein Fußball-Fan bin. Ist man als Kein- bzw. Wenig-Alkoholtrinker ein Außenseiter in der Gesellschaft?

 

Kritisch sehe ich auch das "Feierabendbier" vieler Menschen. Jeden Tag 2-3 Bier, schadet doch nicht. Die Schwelle zur Alkoholabhängigkeit ist aber sehr klein, auch wenn (fast) alle Täglich-Biertrinker natürlich meinen, sie wären keine Alkoholiker. Man muss wirklich darauf aufpassen nicht in die Alkoholsucht abzurutschen, das geht echt schneller als man denkt. Es gibt keine Definition "Ab 2 Bier am Tag bist du Alki" - oder doch?

 

(Kann auch sein das ich das alles etwas Kritischer sehe, weil ich ein "gebranntes Kind" bin - nein, ich war noch nie Alkohol abhängig...)


16.09.2008 08:04    |    Halbgott

Super Thema.

Ich bin ja ein Mensch, der recht gern Bier trinkt. Bier gehört für mich einfach mal zum Leben dazu. Es ist ein Begleiter für alltägliche Dinge in meinem Leben. Sei es nun Garten- Wald- oder Heimarbeit. Bei handwerklichen Dingen gibt es Bier.

Beim Fußballschauen etc. auch. Bei Partys ist der Alkohol in der Regel auch Bestandteil meines Abends.

Dabei sehe ich Bier aber nicht zwangsläufig als das Getränk an, welches mich in einen Rauschzustand versetzen soll. Vielmehr ist es einfach Genussmittel für mich.

 

Das mit dem durch den Vater vorgelebten Trinken bei der Gartenarbeit lässt mich gerade darüber nachdenken, ob dies bei mir auch der Grund ist, warum ich das mache, wenn ich körperlich arbeite. Wahrscheinlich, weil ich es wirklich nur so kenne.

Wo gearbeitet wird, da wird Bier getrunken. Das sah ich als Kind und Jugendlicher immer. Liegt vielleicht an der dörflichen Gegend.

 

Was mich irgendwie schon zum nächsten Thema bringt. Im Sommer trinke ich wesentlich mehr Bier als im Winter. Ganz einfach, weil ich viel mehr mache. Wenn es kühler wird, trinke ich generell ganz selten Bier. Schmeckt einfach nicht und passt nicht.

Im Winter muss ich mich da nicht erfrischen.

 

Leute die gar nicht trinken werden in meinem engeren Freundeskreis eigentlich komplett akzeptiert. Liegt aber auch daran, dass einige davon Kraftsport machen und daher darauf verzichten. Alkohol und Sport passt ja net gut zusammen. Außerdem hat Bier ja auch reichlich Kalorien.

Ich selbst habe auch hin und wieder mal Alkoholfreie Phasen, wo ich Monatelang keinen Tropfen anrühre. Eben weil ich nicht trinken muss.

Aber dennoch trinke ich gern ein Genussbier oder eben auch mal ein Feierabendbier mit Freunden zum Abendbrot oder eben zum Arbeiten.

 

Sorry. Etwas gestaffelt geschrieben. Wenig Zeit :(


16.09.2008 09:08    |    kamikaze schumi

Zitat:

Auch ein paar Straßen weiter: Nach getaner Gartenarbeit stand ein Vater mit der Bierflasche in der Hand vor seinen Kindern - muss das wirklich sein?`

Da frage ich mich was nun schlimm daran ist. Ich finde man kann es auch übertreiben. Wenn du so denkst dürfte auch niemand mehr da rauchen, wo Kinder es sehen könnten.

 

Ich trinke gerne ein kaltes Bier nach der Gartenarbeit, oder einer Bastelorgie am Auto. Es ist kalt, frisch und schmeckt einfach, gerade nach der Gartenarbeit bei der ich nur Wasser trinke schmeckt ein Bier zum Schluss herrlich. Gerne auch mal Samstags Abends bei einem guten Film, wenn ich dabei ne Pizza esse hab ich richtig Durst auf ein Bierchen, deshalb leg ich mir immer vorher eins kalt. Nur bleibts dann auch bei dem einem, maximal zwei.

 

Wenn Freunde/Bekannte zu besuch sind trinkt man natürlich auch mal einen mit, finde das auch in Ordnung so lange das keine Überhand nimmt und man jeden Abend die Flasche am Hals hat. Wenn ich gucke was ich in der Woche an Bier trinke komme ich auf 3 - 5 Flaschen. Auf Geburtstagen und Feiern kann es auch schon mal mehr werden, hält sich aber auch in Grenzen, zumindest weiß ich wann es besser ist aufzuhören.


16.09.2008 09:44    |    HyundaiGetz

Man sollte einfach nicht vergessen das es eine Droge ist: "Härtere" Drogen will man doch auch von Kindern z.B. fernhalten, also wieso zeigt man ihnen das Bier oder andere Alkoholische Getränke "Okay" sind?

 

Viele vergessen einfach wie Gefährlich das ist....


16.09.2008 09:45    |    taxlaw

Gutes Thema!

Mir gehts da genauso wie HyundaiGetz:

Ich trinke überhaupt keinen Alkohol, schon seit 4 oder 5 Jahren jetzt.

Früher hab ich auch gerne mal was getrunken, oder so... ;) , aber ich hab vorwiegend wegen dem Sport damit aufgehört (Wie halbgott sagt, Sport und Alkohol passt nicht), darüber hinaus hab ich halt auch gemerkt, dass mir Alkohol an sich nicht gut tut. Hab mich am nächsten Tag schlecht gefühlt, nichts auf die Reihe bekommen usw.

 

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie sehr vor allem Jugendliche Alkohol mit Freizeit/Spaß verbinden. Oft höre ich den Satz: "Ab und zu muss ich mich auch mal richtig besaufen, man hat ja auch noch ein Leben dem Sport/Arbeit, etc..."

Da kann ich mir nur an den Kopf fassen, wenn Alkohol so zum Synonym für das Leben wird.


16.09.2008 09:48    |    emil2267

ich brauch keinen spass um alkohol zu trinken :D

 

sehs aber auch immer oft,wohn auch in nem kleinen kaff,wir hatten am letzten wochenende dorffest & dann siehst heranwachsende oder schon junge erwachsene daherschleichen,mit scheppernden rucksäcken & weisst schon bescheid !

 

alles andere als schön is auch,wenn man dann z.b.junge mädels rumkrakelen hört,am besten immer noch der ausruf "halt mal,ich muss kotzen" :rolleyes:

& das schon zwischen 21.-22.00uhr,da muss man fast angst kriegen,was in den nächsten stunden noch passiert :(

 

sicher,kenn das szenario selber auch,aber wenn ich mit 14-16 oder gar noch 18jahren so in meinem elternhaus angetrottelt käm,hät ich bestimmt noch die ohren lang gezogen bekommen :eek:


16.09.2008 09:57    |    taxlaw

Ich nicht, meine Eltern haben mir immer alle Freiheiten gegeben. Aber nur, weil sie wußten, dass ich einen gesunden Menschenverstand habe und es nicht zu sehr übertreiben würde.


16.09.2008 10:22    |    hades86

Malzbier? Griff zur Bierflasche wird geübt? Sorry, das finde ich sehr weit hergeholt :D

Hast du als Kind kein Malzbier getrunken? Schmeckt doch super. Wenn es aber nach deiner Argumentation geht, dürfte man auch keine Limo aus Flaschen mit Kronkorken trinken, sieht doch genauso aus.

 

Außerdem ist es nicht Bier, was unserer heutigen Jugend schadet, sondern diese ganzen Mischgetränke wie Alco-Pops und Biermischgetränke wie dieses Schöfferhofer Grapefruit etc, die gar nicht mehr nach Bier schmecken und bei denen man den Alkohol überhaupt nicht mehr schmeckt. Stell den 13jährigen mal richtiges Bier hin oder Schnaps pur - wird fast keiner trinken.

 

Bier ist seit Jahrhunderten Teil unserer Kultur und auch so zu würdigen. Wenn man immer nur Beck's oder so einen Mist trinkt, dann ist es klar, dass es zum Abgewöhnen ist. Regionale Brauereien machen das wesentlich bessere Bier.

Und wo gearbeitet wird, wird Bier getrunken. Klar, es gibt ja auch nichts erfrischenderes, als sich ein kühles Bier zwischendurch zu gönnen, wenn man bspw. Hof pflastert etc. Könnte und wollte ich nicht drauf verzichten, denn allein von dem Gedanken an irgendeinen süßen Pappkram stellen sich mir die Nackenhaare - und Wasser ist zum Waschen da :D

OK, täglichen Konsum halte ich auch für übertrieben, aber so 3,4 Bier pro Woche, was ist daran schlimm? Ist noch keiner dran gestorben, selbst ein Verdauungsschnaps hat da mehr Alkohol. Der übrigens totaler Käse ist ;)

 

Ich war zweimal in meinem Leben so richtig besoffen. Einmal nach der Konfirmation (und das ist irgendwie Tradition hier im ländlichen Bereich) und dann nach meinen Abiturprüfungen. Und ich stecke das nicht so einfach weg, mich legt sowas zwei Tage lang flach. Dementsprechend ist sowas vielleicht auch lehrreich und man lernt seine Grenzen kennen. Ich bin froh, dass ich die Erfahrung hatte, denn mit jeder Erfahrung wächst man ;)


16.09.2008 10:32    |    passat32

Ich trinke ganz selten mal ne Kleinigkeit, manchmal hat man dann doch einfach "Lust" auf ein Colabier, einen Cocktail oder einen JackyCola. Die Tage, in denen das passiert, kann man übers Jahr an zwei Händen abzählen. Dafür muss aber auch Lust dabei sein, kein Verlangen. Ansonsten geht es auch locker ohne :)

 

Das Widerlichste dabei ist dann der schreckliche Atem, ich könnte keine Frau küssen, die nach Bier riecht ... *würg* ...

 

Gegen die Exzesse bei Jugendlichen wird man nicht viel unternehmen können, dafür ist der Alk einfach zu beliebt. Aber auch viel zu billig, die Preise gehören wie in anderen Ländern ganz dringend angezogen, egal ob für weiches Bier oder harten Rum. Gerade in den Discotheken sollte es kein Bier mehr unter 6,- Euro geben dürfen, dafür dann nettere Preise für alkoholfreie Getränke!


16.09.2008 10:45    |    HyundaiGetz

@ hades86: Nein ich hab kein Malzbier getrunken. Und die Flasche des Malzbieres sieht genauso aus wie die Flasche von Papa's richtigem Bier. Und ist auch von der gleichen Marke. Für mich ist das schon ein hinführen zum Bier...

 

Und, dieses Argument mit dem "Kühlen Bier bei heißem Wetter" kann ich nicht nachvollziehen... da gibt es bessere Alternativen.

 

Wie man den Alkoholkonsum junger Menschen etwas einschränken könnte? Alkoholpreise erhöhen, stärkere Kontrollen, dazu dann eventuell noch die Altersbeschränkung erhöhen (so wie in Amerika z.B. auf 21 Jahre).


16.09.2008 10:45    |    Tyllionaire

Also in einigen Punkten kann ich dich voll und ganz verstehen..z.B. das man als Fahrer/Nichttrinker direkt als "langweiler" oder sonstwas hingestellt wird. Hab das letzten Freitag erst wieder erleben müssen. Manche Leute kommen einfach nicht klar und müssen erstmal ordentlich was intus haben um mal gut drauf zu sein.

Andererseits sehe ich es aber auch wie kami und so ein kühles Bier, zusammen mit nem Kumpel oder auf Partys...is ja nichts dabei.

Aber..da ich mal als Tonassistent ein paar Drehtage für eine Reportage zum Thema "Komasaufen/Flatratepartys" dabei war und hierbei auch eine Nacht in der Notaufnahme einer KINDERKLINIK in Hannover zur Schützenfestzeit verbracht habe, kann ich sagen, dass man dieses Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte...Was da teilweise eingeliefert wurde...14 jährige die aufgrund von Alkohol auf der Intensivstation gelandet sind,...! Das war schon heftig...

 

Alles in allem bin ich auch nich der Typ der sich jedes WE sinnlos besäuft (oft und gern Fahrer) aber auch nichts gegen ein kühles Bier einzuwenden hat! :D

 

P.S.: Bei heißem Wetter lieber eiskalten Eistee!!! :D


16.09.2008 10:58    |    kamikaze schumi

Zitat:

Und, dieses Argument mit dem "Kühlen Bier bei heißem Wetter" kann ich nicht nachvollziehen... da gibt es bessere Alternativen.

Na und? Nur weil du es nicht nachvollziehen kannst muss man es ja nicht verbieten. Zischt herrlich, kommt kein Apfelsaft ran oder sowas in der Art. Jeder hat halt andere Vorlieben.

 

Nur weil die Flasche Malzbier wie ne richtige Flasche Bier aussieht und meinetwegen vom gleichen Hersteller kommt hat das noch lange nichts mit ans gewöhnen vom Bier zu tun. Die meisten fangen in jungen Jahren (so ab 14 denke ich mal...) an zu trinken weil es vermeintlich "cool" ist und es "alle anderen ja auch machen", die wollen "dazugehören", ich denke das Malzbier als 10jähriger Knirps ist da das geringste Problem. Ansonsten wäre ich Alkoholiker, ich hab Malzbier damals getrunken wie Wasser weils lecker war. Glaub mir, ich bin jemand der kein Verständnis für sinnlose Besäufnisse hat, suche die Gründe aber nicht darin das Eltern vor ihren kindern mal ein Bier trinken oder ähnliches.


16.09.2008 11:04    |    Urgrufty

Es wurden ja schon alle Argumente gegen und Für gemäßigten Alkohol - Genuß angeführt.

 

Mich würde eher interessieren, was für den 19 jährigen Treaderöffner nach 1 Jahr Abstinenz eigentlich der Auslöser für seine jetzige heutige Einstellung zum Bier war oder ist.


16.09.2008 11:10    |    HyundaiGetz

Meine Einstellung? Ich habe gemerkt, das man keinen Alkohol braucht, um Spaß zu haben, das schaffe ich auch noch so! Und ich es unverständlich finde, wie manche (jungen) Leute unsummen an Geld jeden Monat in dieses Zeugs investieren!

 

Ingesamt ist meine Einstellung gegenüber Alkohol aber schon immer etwas kritisch, da ich selbst miterleben durfte (musste), wie ein Alkoholabhängiger Mensch eine Familie zerstört... und selbst heute hat es mit der Zetstörung nicht aufgehört...


16.09.2008 11:15    |    rallediebuerste

Zitat:

sinnlos besaufen (...) sinnloses Besäufnis (...) sinnlos

Ein Besäufnis ist niemals sinnlos.

Pussies! :D

 

 

(ernsthafte Antwort kommt später)


16.09.2008 11:16    |    XC-Fan

Wer macht wann und wo den Grenzstrich? Was ist legal, was nicht und warum? Die Extremfälle sind leicht zu beurteilen, was aber mit den ganzen anderen Drogen (z.B. Motor-Talk)? ;-)

 

Gute Fahrt!

Torsten - der XC-Fan (trinkt gerne (aber selten) mal einen, raucht aber dafür nicht. Zu oft in Motor-Talk - dafür weiss ich aber auch nicht was ein tibetanischer Propeller ist ;-) Suchtverhalten allgemein sollte ins Bewußtsein rücken - schon richtig.)


16.09.2008 11:17    |    rallediebuerste

Mann mann mann... der Propeller hat's dir aber angetan!


16.09.2008 11:21    |    Halbgott

Ich glaube, der hat es im allgemeinen der MT Userscharr angetan. Warte bloß ab… in 3 Jahren ist der tibetanische Propeller das, was heute Champus und Erdbeeren sind :D


16.09.2008 11:29    |    emil2267

das malzbier in bierflaschen animiert zum alkoholiker :confused:

 

paulaner füllt das jute alte spezi immer noch in braunen 0,5l flaschen ab & deswegen findet man keine limotrinker bei therapiegruppen :D

 

jugendliche is ganz klar nen thema,ab 16jahr dürfen sie schon bier & wein kaufen,dann kommts halt auf den verkäufer an,dass er sieht,dass da unmengen übern tisch gehen bzw. der jugendliche kunde ausreichend einen im tee hat & wenn sie dann sogar noch harte sachen verkauft kriegen :rolleyes:

 

aber ob man jetzt deswegen auf alkohol verzichten sollt ?

ich denk nen bier,wein oder ab & an mal nen schnaps sollte noch im grünen bereich sein,sollte halt grad in besein von kindern & jugendlichen net ausarten !

 

ansonsten weiss jedes kind,dass abstinzler noch immer die schlimmsten sind ! :D


16.09.2008 11:58    |    Halbgott

Das mit dem Alk ist schon ein schwieriges Thema. Gerade, wenn es um Alkohol und Kinder geht. Gerade, da der erste Vollrausch immer eher geschieht. War man früher mit 15 oder 16 zum ersten Mal Hart wie ein Koffergriff war, so ist es jetzt eben bei 13 oder 14 im Schnitt. In Einzelfällen eben eher oder später.

Doch was nun tun?

 

Malzbier verbieten? Wenig förderlich!

Väter verbieten, die neben ihren Jungs ein Bier trinken? Vielleicht. Vielleicht sollten Eltern dort bereits eingreifen und den Kindern klar machen, dass Alkohol eben eine Droge ist und Gefahren in sich bürgt. Den Körper kaputt macht und eben auch zur Abhängigkeit führen kann. Die Gefahren des Alkohols sind mit Sicherheit nicht Gegenwärtig genug.

Also erster Punkt!

Besser auf die Gefahren hinweisen.

Ruhig mal einen Obdachlosen mit offensichtlichen Alkoholproblemen als mahnendes Beispiel zeigen und sagen – das kommt davon! Mag nicht zwangsläufig stimmen – aber helfen!

Wobei ich es als fragwürdig erachte, ob man damit das Kind tatsächlich effektiv schützt. Man macht ihm höchstens klar, dass Alk eben nur bei besonderen Anlässen getrunken wird. Geburtstage etc. Aber dann auch OK ist.

Also wird es bei einem Geb. im Freundeskreis mit Sicherheit auch probieren.

Aber ganz ehrlich. Man ist jung und in der Pubertät. Haben Eltern da einmal Recht? NEIN. Man weiß ja auch das Rauchen nur schlechtes mit sich bringt. Trotzdem probiert man oder fängt halt mal damit an.

 

Kontrollen beim Verkauf helfen auch nicht. Ganz ehrlich! Man kommt immer an das, was man will. Manch einer dealt mit Kippen aus Polen, ein anderer fährt 20 kg Koks nach Ungarn und es würde sich auch wer finden, der ALK ranschafft.

Alle schreien immer und überall nach mehr Kontrollen. Dann sollten auch alle bereit sein mehr Geld dafür zu lassen. Bzw. sollte die Polizei dann auch Handlungsfähiger werden. Was macht die Polizei denn, wenn sie einen anhält, der 14 und total besoffen ist?

Fährt ihn nach Haus. Ende. Wahnsinn. Welch ein Lerneffekt für das Kind. Mal eine Nacht in einer Ausnüchterungszelle neben einem randalierenden Hooligan. Das würde eher im Kopf bleiben als ne Standpauke zu Haus.

Strafen – blöd, da eh nicht da.

 

Alkohol verteuern? Sicher kein schlechter Weg. Aber das gleiche Spiel wie zuvor. Irgendwer organisiert das günstig ran. Aus dem Ausland oder sonst wo. Oder man brennt bzw. braut gleich zu Haus. Und ich hätte auch keine Lust 30€ für ein Bier beim Oktoberfest zu zahlen.

 

Ausschankalter anheben? Dann dürfte schon jetzt kein 12jähriger besoffen auf der Straße liegen. Völlig sinnfrei.

 

Was tatsächlich helfen könnte, kann ich auch nicht sagen.

Da kann man nur sensibilisieren und auf die Gefahren hinweisen. Mal in die Klassen gehen und Leute erzählen lassen, die durch den ALK alles verloren haben etc.


16.09.2008 12:32    |    letzterlude

Bier und Wein sind für mich Genussmittel, die ich auch ab und zu gerne konsumiere, ja und auf so mancher Party war es dann auch mal zu viel...:D Dafür sollte man sich nicht schämen müssen!

Wichtig sind in meinen Augen nur folgende Punkte:

1. nie anfangen zu trinken um seine Laune zu verbessern (Problemtrinken)

2. Autofahren & Alk = never!

3. Wer nur noch mit Alkohol feiern kann, ist eine "arme Sau"

4. Kein Alkoholautomatismus, soll heißen, zu einer Tätigkeit oder Verhaltensweise gehört zwingend Alkoholkonsum dazu...

5. Nur trinken was einem wirklich schmeckt, nicht nur um "breit" zu werden...

6. Kein "befohlenes Saufen" vgl. Punkt 4

7. Wenn man Kinder hat (so wie ich), den Alkohol weder verteufeln, noch verherrlichen (beides ist kontraproduktiv) auch meine Kids sehen mich mal mit einem Glas Wein oder Bier in der Hand.

8. Kein Bier vor vier (Uhr), finde ich auch eine ganz gute Richtschnur... und natürlich auch nicht täglich!

 

Ich glaube auch nicht das beim Thema Jugendschutz primär neue Gesetze sinnvoll sind, sondern die Eltern mehr in die Pflicht genommen werden müssen, zuerst ist man nämlich als Elternteil für das Verhalten seines Nachwuchses verantwortlich und eben nicht "die Schule" oder "der Staat"... Ich glaube so etwas nennt man Erziehung;) ist nicht immer ganz einfach, aber lohnt sich...:cool:


16.09.2008 12:33    |    taxlaw

Ich finde, dass die Gesellschaft auch in weiten Teilen nicht hinreichend sensibilisiert ist.

Alkohol gilt bei Vielen immernoch als harmlos. Und zugleich ist es so, dass Alkohol eben dazu gehört, wenn man ein echter "Kerl" sein möchte. Das fängt oft schon im Fußballverein oder bei der Feuerwehr an. Und da kommt dann noch der Gruppenzwang dazu...


16.09.2008 12:41    |    Halbgott

Kein Bier vor 4 :eek: Wann fangt ihr denn alle mit der Arbeit im Haushalt an? kein Bier vorm Frühstück - OK. Aber keines vor 4? Never!

Zum Rest sage ich fast schon OK.

 

Was ich aber sagen will und somit einen Hinweis geben.

Punkt 2 . Autofahren vs. Alk = never!

vs = versus, das lateinische Wort zu dt.: gegen

Mit dem Auto gegen Alk fahren kann unglücklich enden. Vorteil - Wunden sind desinfiziert :D


16.09.2008 12:43    |    HyundaiGetz

Gibt es eigentlich Beratungs- bzw Informationsstunden über Alkohol an Schulen? Über Zigaretten oder anderen Drogen wird man ja meistens informiert - eine solche Informationsstunde über Alkohol hab ich bishe rnoch nie gehört?

 

Und warum gibt es keine Warnhinweise auf Bierflaschen? Auf Zigarettenschachteln gibt es die doch auch - ob solche Hinweise etwas helfen möchte ich hier jetzt nicht diskutieren, aber sie sind definitiv nicht da...


16.09.2008 13:28    |    rallediebuerste

Ja, bitte - was diese Gesellschaft braucht sind NOCH mehr Warnhinweise.

*kopfschüttel*


16.09.2008 13:32    |    kamikaze schumi

Zitat:

Kein Bier vor 4 :eek: Wann fangt ihr denn alle mit der Arbeit im Haushalt an?

Wir haben in unserer Gartenhütte eine Uhr, da steht auch "Kein Bier vor vier" drauf, das tolle an dieser Uhr ist: Alle Zahlen wurden durch eine 4 ersetzt :D

Ich kann mit der Arbeit im Haushalt erst dann anfangen wenn ich von der Arbeit wieder da bin, also so gegen 6 :D


16.09.2008 13:37    |    XC-Fan

Das mit der Uhr scheint ein alter Gag zu sein ;-)


16.09.2008 13:38    |    kamikaze schumi

Rofl, unsere sieht fast genau so aus :D


16.09.2008 13:48    |    letzterlude

@Halbgott: zu Punkt 2: vs. in & geändert, war mit den Gedanken woanders...

 

Na, ja im Urlaub geht meine Uhr dann auch mal anders...:D


16.09.2008 13:50    |    hades86

Ich vermisse auch immer noch die Warnaufkleber auf der Mikrowelle, dass man die nicht benutzen darf, um Katzen drin zu trocknen... Bald ist alles mit Warnhinweisen zugepflastert... Früher gab es das auch nicht. Wer zu blöd ist und nicht weiß, dass zuviel Alkohol schlecht ist, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Auch nicht durch Warnhinweise, denn wie viele Raucher gibt es trotz der Warnhinweise?

Bei den Leuten, die zu dumm sind, greift eben irgendwann die natürliche Auslese.

Ich bin zwar kein Raucher, aber diese Bevormundung geht mir schon auf Zigarettenpackungen gegen den Strich. OK, ich rauche vielleicht einmal im Monat einen Zigarillo, denn mit Zigaretten kann ich nichts anfangen. Doch selbst auf Packungen für Zigarillos (die ja um einiges teurer sind) und für die man gutes Geld hinlegt und auch das Auge mitkauft (so ist es nunmal) sind diese beknackten Schilder drauf. Nein, irgendwann reicht es einfach. Bin ich jetzt doch Raucher? Hm, Gratwanderung. Ist das Sucht, wenn man sich ab und zu mal gemütlich hinsetzen möchte und sich gedankenversunken einen wohlschmeckenden Tabak anzündet? Ist doch irgendwie etwas anderes, als jedes Mal den Drang nach einer "Zigarettenpause" zu verspüren. Zigaretten sind so richtige Suchtobjekte, denn im Gegensatz zu einer anständigen Tabakmischung kann mir keiner erzählen, dass die wirklich "schmecken". Da wird nur geraucht, um den Drang zu befriedigen, weil der Körper sich an das Nikotin gewöhnt hat.


16.09.2008 14:15    |    Halbgott

Da ist es beim ALK aber nicht anders. Mir kann keiner erzählen, dass der billige Korn von ALDI irgendjemand pur schmeckt. Wenn doch, dann hat der wohl ein Problem.

Bei sehr gutem Schnaps ist es dann eben wie mit guten Zigarillos.

Für gutes Geld eben auch gute Qualität.

Aber das bringt uns wieder zu dem Punkt – Genuss.

Auch wenn nicht jedes Bier welches ich bisher in meinem Leben getrunken habe ein Genussbier war. So waren es diese, die am besten geschmeckt haben. Die, die ich bewusst als Genussmittel trank. Im Sommer in der Sonne mit ner interessanten Zeitung vor der Nase oder vielleicht auch gar nix. Stuhl Sonne und Bier. Fertig.

 

Warnhinweise sind für die Katz. Jeder Mensch weiß in der Regel um die Gefahren, welche eben von Alk wie auch Zigaretten ausgehen. Nichts desto trotz sollte man weiterhin sensibilisieren. Keine Frage.

Außerdem. Was schreibt man da hoch? In geringen Mengen ist Alkohol ja durchaus gesund. Rotwein verringert das Risiko eines Herzinfarktes, wenn ich mich nicht täusche. Warmes Bier ist DAS Hausmittelchen bei Schlaf- und Nierenproblemen. Alkohol wird halt erst in großen Mengen gefährlich. Warnhinweise sind blöd und man erzieht damit nur eine Generation von Trotteln, die für ihre eigenen Taten keine Verantwortung übernehmen.

Man selbst muss doch für sich entscheiden…


16.09.2008 14:40    |    Emmet Br0wn

16.09.2008 14:43    |    Emmet Br0wn

Zitat:

In geringen Mengen ist Alkohol ja durchaus gesund. Rotwein verringert das Risiko eines Herzinfarktes, wenn ich mich nicht täusche.

Ist (leider) mittlerweile schon widerlegt.


16.09.2008 14:57    |    Halbgott

Dann warte ich eben auf die nächste Studie, die dass wieder bekräftigt :)

Außerdem bin ich eh Bierfan und dass kann in geringen Mengen nur gesund sein!


16.09.2008 15:11    |    Urgrufty

Vielleicht sollte man das "Alk - Sucht, voll laufen lassen" Problem mal wo anderst suchen:

 

Jugendliche, die einen Job haben, eine Ausbildung machen, die machen am Wochenende einmal Party..........

 

die Kinder, Jungendlichen, die tagsüber sturzbesoffen in Parks oder Innenstädten zu finden sind, sind ein Produkt unserer Gesellschaft, Regierung / Arbeitswelt / allgemeine Erziehung.

 

Wo, bitte, soll häusliche Erziehung funktionieren, wenn beide Elternteile arbeiten müssen, um den oder die Ableger erstmal mit Essen zu versorgen.........?

 

PS: Ich habe selbst 2 "Ableger", beide schon 25 und Älter. Und es gab nie Probleme mit Alkohol.

 

Vielleicht doch Erziehungssache........?!


16.09.2008 15:34    |    As_I_Lay_Dying

ich könnte niemals Alkoholiker werden, dafür gehts mir nach einem Rausch viel zu lange übel.

Und ich greife die nächsten 1-2 Wochen nicht wieder zur Flasche.

Unter der woche trinke ich sowieso gar nichts...noch nichtmal ein Bier. Nur wenn eine gute Party ansteht wird eben richtig gas gegeben, was ist daran schlimm?

solange jeder seine Grenzen kennt ist das ok. Ich trinke also nur am Wochenende alkohol, und das auch nur wenn party ist.

Wenn wir einen gemütlichen DVD abend machen, oder ins Kino gehen, Bowling spielen etc. da trinke ich nichts.

Da hat man auch so genügend Fun....aber auf einer Party gehört das eben dazu.

Man wird eben lockerer, die Mädels werden aufdringlicher....dann passt das ganze eben besser ;-)

Meine Meinung...


16.09.2008 15:42    |    passat32

Klar ist es auch Erziehungssache, wenn die Eltern schon vorleben, das Hartz-IV, Vollsuff, Drogen, Zigaretten "normal" sind ist es schon zu spät. Damit züchtet man nur noch mehr Hartz-IVler (und auch die extreme Kinderarmut in unserem Land).

 

Die Jugendlichen aber, die sich abends zulaufen lassen (oder auch nur am WE), für die ist Alkohol toll, Besoffensein ist angesagt, hip, cool. Da liegt das Problem! Wieviele Kiddies prohlen damit, was sie so alles vertragen haben am Vorabend: "ich hab ne halbe Flasche Vodka gebechter, zwei Schoppen Neuen und 7 Jägermeister" ... hallo? Ich bin größer, gut gebaut ... nach einer halben Flasche Vodka bin ich nur noch kopfüber auf dem Klo ... aber dort ist das cool, es beweist Stärke. Daran ändern keine kleinen Aufbepper was (was sie auch bei den Rauchern nicht tun), sondern drastische Preisanhebungen (nicht nur bei den Alkopops, sondern auf jeden Alk, auch Bier), stärkere Kontrollen und zu Guterletzt Abschreckungsmaßnahmen mit ekligen Bildern ... so hart es auch klingt. Mit den höheren Abgaben wären solche Projekte ja finanzierbar.

 

Solange aber schon die Politik das Trinken nicht nur toleriert, sondern anpreist läuft da irgendwie mal wieder was schief ...


16.09.2008 15:49    |    hades86

Jetzt übertreib' mal nicht. Wir sind nunmal ein "Bierland", das hat noch nichts mit Vollsuff zu tun oder mit härteren Alkoholika. Von Bier braucht man schon so einiges, bis man richtig besoffen ist.


16.09.2008 15:59    |    Halbgott

Und auch wenn es doof klingt. Aber ich bin nur bedingt bereit ein Genussmittel für einen exorbitanten Preis zu erstehen, nur weil jemand anderes seine eigenen Grenzen nicht ausloten kann. Da muss die Politik andere Wege und Mittel finden, dem Einheit zu gebieten.

Vielleicht zahle ich irgendwann 30 oder 50 Euro für einen Kasten.

 

Da gewöhnt man sich schon das Rauchen ab. Fährt bedachter Auto und meidet unsinnige Wege und dann auch noch das letzte bissel günstige käufliche Vergnügen zu nehmen?

Nicht mit mir.


16.09.2008 16:04    |    passat32

dann schlag doch mal was Sinnvolles vor?!

 

Strenge Kontrollen! - Für was?

Härtere Strafen für die Eltern! - die kriegen schon jetzt nicht mehr mit, was der Spross so tut, was juckt die das?

Alkoholverkaufsverbot an der Tanke! - gibt es heute schon und bringt nix?`

Teurere Alkopops! - noch viel zu billig, aber schon ein Anfang!

 

Ich bin auch kein Fan von Preisanhebungen, der widerliche Gestank von Bier und Zigaretten macht solche Forderungen aber nicht so sonderlich schwer :)


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Mein Blog hat am 29.10.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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