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28.07.2015 22:26    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (11)

Sommerzeit. Urlaubszeit. So auch bei mir. Nachdem es die letzten Jahren immer zum Meer ging sollte dieses Jahr mal ein anderes Ziel her: Die Berge. Also, richtig in die Berge. Hier im Sauerland haben wir zwar auch Berge, aber gegen die Alpen ist das ja garnichts.

 

Also ging es Anfang des Jahres an die Urlaubsplanung. Wie und wohin war die Frage. Fest stand recht schnell: Das eigene Fahrzeug soll in der Garage bzw. am Flughafen stehen bleiben. Vom Flughafen Paderborn haben wir eine sehr gute Verbindung nach München - Ziel Nr. 1 stand also fest. Das Hotel für die Zeit in München war schnell gebucht und die Planung ging weiter. Erst war ein Hotel in Salzburg gebucht, dies wurde aber Anfang Juli kurzfristig storniert und eine Ferienwohnung im Garsteiner Land (Österreich) gebucht. Eine gute Wahl.

 

Da es von München nach Salzburg, bzw. dann zur Ferienwohnung, mit einem Leihwagen gehen sollte, habe ich diesen direkt mit den Flügen gebucht. Eigentlich bin ich Sixt-Bucher, aber das Angebot bei Europcar war dieses Jahr einfach besser. Gebucht wurde - wie eigentlich immer - die Kleinwagen-Kategorie.

 

Letzte Woche Montag war es endlich soweit und es ging mit dem Flieger nach München. Nach einer Stadtbesichtigung ging es am vergangenen Donnerstag zum Münchener Hauptbahn - Mietwagen abholen.

 

Die nette Dame am Schalter erledigte den Papierkram schnell, erklärte uns den Weg zum Parkhaus und drückte uns einen KIA-Schlüssel in die Hand. Ein Kia also, okay. Ich persönlich hatte auf einen Ford Fiesta gehofft, aber einen KIA bin ich auch noch nicht gefahren.

 

Im Parkhaus standen wir also vor "unserem" Kia. Ein Rio. Auf den ersten Blick: schickes Auto. Auf den zweiten Blick: Schlimme Kratzer in den Felgen (bereits im Übergabeprotokoll vermerkt) und ein deutlicher Kratzer über der Rückleuchte, der noch nachgetragen werden musste.

 

Nachdem auch hier der Papierkram erledigt und das Gepäck verladen war (über die nicht eingehängte Kofferraumabdeckung brauchen wir nicht reden... ) ging es los auf die Straße. Im Tageslicht ist uns dann direkt der etwas schmuddelige Innenraum aufgefallen. Schade, das kenne ich von anderen Mietfahrzeugen anders.

 

Also, raus aus der Stadt und auf die Autobahn. Kurz vor der Landesgrenze die Vignette gekauft und die Möglichkeit genutzt den Innenraum etwas zu reinigen - man muss sich ja wohlfühlen.

 

Aber, kommen wir zum Auto. Wie schon gesagt, optisch gefällt mir der Rio ganz gut. Die recht sportliche Karosserie wirkt schick, die 17 Zoll Felgen passen gut zum Auto. Mit dem Rio ist Kia ein wirklich guter Wurf gelungen. In Österreich sind mir auch einige Rios begegnet - hier im Sauerland sind KIA-Fahrzeuge eher seltener.

 

Den Innenraum finde ich okay. Die Schalter der Klimaautomatik gefallen mir nicht so recht, aber das ist ja Geschmackssache. Die Qualität scheint recht ordentlich, die "Greifflächen" haben weiches Kunststoff, dahinter besteht das Amaturenbrett aus Hartplastik. In dieser Preiskategorie aber in Ordnung. Knister- und Klappergeräusche bestehen nur auf schlechten Straßen.

 

Bei der Ausstattung hat der Vermieter die großen Kreuze gesetzt. Laut Kia-Homepage müsste es sich um die Spirit-Variante handeln, dazu noch Rückfahrkamera, Keyless-Go-System, Sitz- und Lenkradheizung. Die Rückfahrkamera ist wirklich nett, besonders bei der recht breiten C-Säule. Mit dem Keyless-Go-System bin ich nicht wirklich warm geworden, da ich mich immer Frage wohin mit dem Schlüssel, wenn nicht ins Zündschloss?!

 

Leider ein etwas trauriges Kapitel: Der Motor. Aus gut 1,4 Liter Hubraum soll der Motor 109 PS leisten. Da ich in meinem Alltag momentan nur noch Turbo-Benziner oder Diesel bewege, war der Umstieg auf einen Sauger etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe mich oft gefragt: wo sind die 109 PS? Auf flachen Landstraßen und in der Stadt ist der Motor recht angenehm, und auch auf der Autobahn kann man einigermaßen mit halten - es darf nur keine Steigung kommen. Teilweise musste ich bis in den 4. Gang zurück schalten, und trotzdem kam keine Leistung. Ich weiß, einen Sauger muss man etwas höher drehen - der Rio-Motor wollte dies aber nur ungerne tun. Immerhin, das 6 Gang Getriebe ließ sich ordentlich schalten, der Verbrauch mit 6-7 Liter noch in Ordnung.

 

Der Federungskomfort ist durch die 17 Zoll Felgen etwas eingeschränkt, aber noch okay. Die Sitze für mich etwas zu weich.

 

Heute habe ich den Rio dann wieder in München am Flughafen abgegeben. 1000 km hat uns der Kia begleitet. Motorentechnisch muss Kia wirklich noch was tun, ansonsten ist der KIA wirklich eine gute Alternative.

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11.08.2014 13:22    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: C1, Citigo, Citroën, Franzose, Groß, Hyundai I10, kaufen, Kaufentscheidung, Kilometer, Kleinstwagen, Neu, Neukauf, neuwagen, Test, vw

Als Klein(st)wagen-Fan und ehemaliger Citroen C1-Fahrer hatte ich am vergangenen Freitag die Möglichkeit den neuen Wurf der Franzosen zu testen.

 

Abgesehen von der unmöglichen Außenfarbe (Wirkt auf den Bildern etwas besser, ist in Realität ein leichter "Lachston" und kostet auch noch 180 € extra :rolleyes:) finde die Optik des neuen C1 wirklich ganz gelungen. Die etwas außergewöhnliche Front trifft sicherlich nicht jeden Geschmack, aber ein Kleinstwagen muss ja auch nicht immer wie ein Mauerblümchen aussehen. Beim Heck ist den Designern wohl etwas der Mut ausgegangen - dies ist eher etwas langweilig. Die bekannte Glasklappe für den Kofferraum ist vom Vorgänger übernommen worden. Positiv: Der C1 bleibt bei einer Außenlänge von unter 350 cm und ist damit ideal für den Stadtverkehr.

 

Im Gegensatz zur Außenhülle stehe ich mit dem Innenraum des kleinen Franzosen etwas auf Kriegsfuß - ich finde ihn einfach nicht so schick. Hartplastik und teilweise etwas nachlässige Verarbeitung sind in dieser Preisklasse durchaus normal, aber die Optik ist nicht mein Fall. Ohne Touch-Screen Bedienung des Radios geht die Mittelkonsole ja noch einigermaßen - mit Touch-Screen sieht das ganze aus wie ein großer Gameboy. An vielen Stellen merkt der Fahrer das der C1 baugleich mit dem Aygo ist. Die Spiegelverstellung (hatte "mein" C1 manuell) sieht aus wie bei Toyota, ebenso die Drehregler für die Lüftung. Glücklicherweise sind Geschmäcker verschieden.

 

Positiv: Der Fahrersitz lässt sich nun in der Höhe verstellen - wäre für den Beifahrersitz allerdings auch praktisch. So haben größere Fahrer zukünftig etwas mehr Platz auf dem Fahrersitz. Die 2-3 cm mehr Außenlänge sind dem Kofferraum zugute gekommen, der nun die obligatorische Getränkekiste ohne irgendwelche Umbauaktionen aufnimmt. Ebenso ist die Hutablage beim Beladen nicht mehr im Weg.

 

Unter der kurzen Haube des Wagens werkelt ein mir sehr bekannter Motor: Der 1.0 Dreizylinder mit 68 PS, den auch schon mein 2007er C1 hatte. Vermutlich aufgrund der geänderten Abgasnorm (mein C1 hatte damals noch Euro 4) und minimalem Mehrgewicht fühlt sich der Wagen etwas langsamer an. Für den Alltag reicht der Motor allerdings vollkommen aus. Der Bordcomputer zeigte zum Ende der Probefahrt einen Wert von knapp über 5 Litern an - unter meinen persönlichen Alltagsbedingungen wären wohl 4,XX Liter wieder möglich.

 

Positiv ist ebenfalls der etwas bessere Federungskomfort. Leider haben die Sitze weiterhin wenig bis garkeinen Seitenhalt und sie fühlen sich insgesamt deutlich weicher an als die im Vorgängerfahrzeug - finden viele sicherlich bequem, ich leider nicht.

 

Faktoren wie die Übersichtlichkeit des Fahrzeuges und die gute Wendigkeit sind auch beim neuen C1 gegeben - für einen Stadtflitzer als ideal.

 

Mein Fazit nach der kurzen Probefahrt ist in Ordnung. Meiner Meinung nach hatte der erste C1 etwas mehr Charme, dennoch sind viele negative Merkmale des alten Wagens beim Neuen abgeschafft worden.

 

Das größte Problem für den C1, wie auch beim 108 und Aygo, wird die gewachsene Konkurrenz sein. Ein Hyundai i10 fährt etwas erwachsener und bietet im Innenraum mehr Platz. Etwas mehr Komfort bieten meiner Meinung nach die VW-Drillinge. Der C1 wird also, wie eigentlich auch schon der alte C1, eher die Rolle des sportlichen Kleinstwagen übernehmen müssen, bei dem der Fahrspaß mehr zählt als die Innenraumgröße.

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25.07.2014 12:47    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Alter, Fabia, Getz, Hyundai, Jahreswagen, Kilometer, Skoda, TB/TBI, Zeit

Hyundai GetzHyundai Getz

Wir schreiben das Jahr 2004: HyundaiGetz' Schwester startet ins Berufsleben und benötigt dafür ihr eigenes Auto. Was liegt da näher als den 1992er Corsa A der Mutter zu übernehmen?

 

Also starteten wir 2004 die Suche nach einem neuen Fahrzeug für meine Mutter. Ein Kleinwagen - mehr wird nicht benötigt. Aufgrund der insgesamt recht guten Erfahrung mit Opel (Kadett E, Corsa A, Corsa B) sollte es ein Corsa C werden. Beim Opel Händler in der Nähe stand ein passendes Fahrzeuges: Basisvariante mit Schiebedach, schwarze Lackierung, 2 oder 3 Jahre alt und irgendwas um die 7.500,00 € teuer.

 

Nach einer Probefahrt, bei dem sie schon das erste Blitzerfoto mit dem potenziell neuem Auto bekommen hat, war sie vom Corsa ansich recht begeistert - nur bei dem schwarzen Fahrzeug ist irgendwie nicht der Funke rüber gesprungen. So kam es, dass wir das Auto wieder beim Händler abstellten, in den nächsten Wochen zwar noch 2-3x dort waren, aber der Corsa schlussendlich nicht gekauft wurde.

 

Eine weitere Überlegung war ein Jahreswagen-Peugeot 106. Dieser gefiel meiner Mutter allerdings nicht wirklich.

 

So kam es das eines Tages im örtlichen Käseblatt eine Anzeige eines Mercedes Händler war, der nun zukünftig auch Hyundai verkaufen würde. Für verschiedene Modelle, unter anderem auch den Getz, gab es interessante Angebotspreise.

 

Am darauf folgenden Samstag standen wir also bei der Eröffnungsfeier des neuen Autohauses. Der Getz gefiel uns ganz gut. Eine Probefahrt ist für die nächste Woche vereinbart worden und der Kauf des Getz dadurch besiegelt.

 

Bestellt wurde ein Basis-Getz mit schwarzer Lackierung (ohne Aufpreis) zum Angebotspreis von 7.990,00 €, zuzüglich 500,00 € Überführungskosten und Zulassung. Nach einem Opel Corsa A war selbst die Basis-Variante des Getz totaler Luxus.

 

Wie der ganz genaue Ablauf in den darauf folgenden Wochen war weiß ich nicht mehr. Jedenfalls gab es irgendwann ein Angebot vom Verkäufer, wir könnten einen Lagerwagen in Silbermetallic für 170,00 € Aufpreis bekommen (regulärer Aufpreis: 340,00 €). Das Fahrzeug stand an einem anderen Standort des Autohauses und sollte innerhalb einer Woche vor Ort sein. Die Woche verstrich und der Verkäufer meldete sich: Es hätte einen Fehler gegeben und der silberne Basis-Getz wäre an einen anderen Kunden verkauft worden, er wolle sich aber schnellstmöglich um eine Alternative kümmern.

 

Da der Abgabetermin des Corsa an meine Schwester näher kam bekamen wir vom Händler einen kostenlosen Hyundai Matrix für ca. 2 Wochen. Danach stand der Alternativ-Getz zur Abholung bereit - für uns eine deutliche Steigerung.

 

Anstatt eines Basis-Getz gab es nun das Sondermodell "Edition+" mit Funkfernbedienung für die Zentralverrieglung sowie Klimaanlage. Auch ein Radio ist auch Kulanz kostenlos eingebaut worden.

 

Die Jahre verstrichen und der Getz machte seinen Job wirklich gut. Jede Jahr eine Inspektion, am Anfang gab es leichte Schleifgeräusche durch die Trommelbremsen (bekanntes Problem) sowie eine Rückrufaktion für eine Schraube an der Kurbelwelle. Insgesamt aber ein recht positive Ergebnis.

 

Leider fing das Auto nach ca. 6-7 Jahren an zu rosten: Die Radläufe hinten, sowie Teile der Heckklappe waren betroffen. Dank kompletten Serviceheft übernahm Hyundai zu 100 % zu Lackierung. Aber, wer solche Probleme kennt weiß: Irgendwann kommt es wieder. So auch beim Getz.

 

An Verschleißteilen mussten mal die Bremsbeläge erneuert, sowie der Auspuff durch eine Schelle kurzzeitig repariert werden. Ein Querträger musste erneuert werden - auch hier hat sich Hyundai nach 8 Jahren noch beteiligt.

 

Nun schreiben wir das Jahr 2014. Der Getz hat momentan ca. 115.000 km auf dem Tacho. Der Rost nimmt leider immer mehr zu - an verschiedenen Stellen bricht immer mehr aus. Im September steht die nächste Inspektion an, nächstes Jahr der TÜV. Die Sommerreifen müssten erneuert werden - sind noch die ersten. Bremsscheiben, sind ebenfalls noch die ersten, müssten ersetzt werden und der reparierte Auspuff ist sicherlich auch bald fällig.

 

Also was tun?

 

Nach verschiedenen Gedanken stand fest: Langsam muss man sich um ein anderes Fahrzeug kümmern. Noch hat man Zeit sich ein Fahrzeug auszusuchen und nicht den Zwang dringend eins nehmen zu müssen.

 

Da wir bzw. meine Mutter grundsätzlich mit Hyundai zufrieden waren (Die Rostproblematik sollte bei aktuellen Modellen behoben sein) kam uns als erstes der neue Hyundai i10. Ein schöne Fahrzeug, aber leider etwas über dem angesetzten Budget.

 

Vom Renault Twingo gibt es gerade besondere Angebote zum Modellende - gefällt meiner Mutter nicht. Ebenso vom Corsa. Einen Corsa D fänd sie im Prinzip auch gut, aber als 3-Türer ist er ihr zu unübersichtlich, als 5-Türer zu teuer.

 

Letzte Woche Donnerstag haben wir dann einem Skoda Händler in der Nähe einen Besuch abgestattet. Der Skoda Citigo würde von der Größe her vollkommen ausreichen - allerdings ist der Kofferraum sehr schlecht zu beladen und meine Mutter wird nicht jünger.

 

Im Hinterkopf hatte ich bereits den Skoda Fabia. Im Showroom stand ein Kombi - für's erste Probesitzen ja egal. Gefiel meiner Mutter insgesamt ganz gut.

 

Der Blick wanderte über den Hof und da stand er: ein grauer Fabia 5-Türer. Anhand des aktuellen Skoda-Zeichens wusste ich das es sich um ein recht junges Fahrzeug handeln muss. Der Verkäufer erzählte uns in Kurzfassung die Fakten des Fahrzeuges:

 

Fabia "Edition Cool"

Grau-Metallic

Erstzulassung März 2013

44 kw / 60 PS

14.000 km gelaufen

 

Die "Edition Cool" umfasst mit einer Klimaanlage, el. Fenster und ZV mit Funk genau die Ausstattungswünsche meiner Mutter.

 

Da der Verkäufer etwas in Eile war wurd eine Probefahrt für den vergangenen Samstag vereinbart. Die Fahrt war wirklich gut, ebenso das Angebot. Bedenkzeit bis Dienstag, telefonisch zugesagt, gestern den Kaufvertrag unterschrieben und nächste Woche Dienstag wird der Fabia abgeholt.

 

Ab nächster Woche Dienstag fährt dann also meine komplette Familie Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern. Hätte mir das einer vor Jahren erzählt, ich hätte es nicht geglaubt...

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03.04.2014 13:00    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (38)    |   Stichworte: 8X, A1, Abschied, Audi, Audi A1, Hyundai, Hyundai i20, Neukauf, Neuwagen

Wie das Leben so spielt: Dinge kommen, Dinge gehen...

 

Am 01.04. - nein es ist kein Aprilscherz - haben sich die Wege meines Hyundai i20 und mir getrennt. Seit August 2010 haben wir mehr oder weniger knapp über 73.000 km mit einander verbracht...

 

Warum kam es zur Trennung?

 

Bereits im vergangenen Jahr stand mein Hyundai 2x wegen komischer Motorgeräusche in der Werkstatt. Diagnose: Steuerkette. Ist 2x erneuert worden, aber es stellte sich keine Besserung ein. Ich bin geraume Zeit weiter gefahren, habe das ganze bei der Inspektion im Dezember erneut angesprochen - dort hieß es: Keine Änderung möglich. Ich habe mir das ganze bis Ende Januar gefallen lassen und bin dann noch einmal zur Werkstatt. Der Werkstattmeister stellte wirklich komische Geräusche fest und bat um einen Termin mit dem Hyundai Außendienstmitarbeiter am nächsten Tag.

 

Dann ging es ganz schnell. 2 Tage später stand mein Auto schon in der Werkstatt und ich bin mit einem Hyundai i10 vom Hof gefahren. Diagnose: Die Ventile könnten es sein, um das zu prüfen müsste der Motor allerdings ganz kalt sein. Man würde sich bei mir melden.

 

Nach 3 Tagen musste ich den i10 wieder abgeben und bin mit einem Hyundai Atos vom Hof gefahren. Okay, wenigstens mobil. Mein i20 stand mittlerweile mit ausgebautem Motor in der Werkstatt. Diagnose: kippender Kolben.

 

Glücklicherweise hatte ich eine Anschlussgarantie in Form einer Gebrauchtwagengarantie abgeschlossen (mein Hyundai hatte "lediglich" 3 Jahre Garantie serienmäßig), die den Schaden übernommen hat. Meinen Anteil übernahm Hyundai auf Kulanz. Ausgetauscht wurde der "Rumpfmotor".

 

Wirklich glücklich wurde ich nach der Reparatur mit meinem Auto nicht mehr - vielleicht saß die Erinnerung an den Corsa meines Bruders zu tief, bei dem kurz nach dem Motor- noch ein Getriebeschaden kam. Die komischen Geräuschen (die sich teilweise wie eine Nähmaschinen, aber manchmal auch wie ein Diesel anhörten) waren ebenfalls noch vorhanden.

 

Da ich bereits geraume Zeit davor mit dem Gedanken gespielt habe ein neues Auto anzuschaffen, ging ich nun intensiver auf die Suche:

 

Interessant fand ich den Hyundai i10, den ich ja 3 Tage testen konnte. Allerdings fehlte mir auf dem Fahrersitz etwas Platz bzw. ich fühlte mich durch die B-Säule etwas eingeengt.

 

Peugeot 208 habe ich getestet - gefällt mir im Innenraum nicht.

 

Renault Clio - gefällt mir ebenfalls im Innenraum nicht.

 

Ford Fiesta - ebenfalls am Innenraum gescheitert, auch wenn ich ihn sonst optisch mag.

 

Opel Corsa - wegen Vorgeschichte mit dem Corsa meines Bruders und dem schlechten Service der Opel Werkstätten im Umkreis raus.

 

VW Polo - konnte ich kurzfristig als Leihwagen in der Firma testen, war okay.

 

Getestet habe ich noch einen Skoda Fabia. Sicherlich eine praktische Alternative, der sich auch gut fahren lässt. Als "Best Of" Sondermodell sehr gut ausgestattet - allerdings wollte der Verkäufer wohl nicht verkaufen und hat sich nie wieder gemeldet. "Ich melde mich nächste Woche noch einmal" - das war Mitte Februar.

 

Nachdem ich hin und her überlegt habe, bin ich wieder auf mein Traum-, nein sagen wir besser, Wunschwagen gekommen. Einen Audi A1.

 

Also ging es eines abends zum Audi Händler um ein erstes Angebot zu holen. Dies sagte mir zu, sodass ein Termin zur Bewertung meines Hyundai vereinbart wurde. Das Inzahlungsnahmeangebot war nach meinem Geschmack und auf Nachfrage konnte ich einen vergleichbaren A1 2 Tage lang kostenlos testen.

 

Nachdem die letzten Unklarheiten geklärt waren und ich meine Ausstattung festgelegt hatte, habe ich mich im Rahmen der "My First Audi"-Aktion für folgenden A1 entschieden:

 

Audi A1 Ambition 1.2 TFSI

3-Türer

86 PS, 5-Gang Manuell

Florettsilber Metallic

Innenraum Schwarz

Multilenkrad

Entfall Modellbezeichnung und Schriftzug

Sitzheizung

Außenspiegel in Wagenfarbe

Audi sound system

Alu-Gussräder in 16 Zoll

Anschlussgarantie

Xenon plus

Radioanlage concert

Dynamikfahrwerk

 

Der A1 ist für mich ein gelungenes Fahrzeug. Ich weiß, er trifft nicht jedermanns Geschmack und preislich liegt er in Bereichen in denen es auch größere Fahrzeuge gibt. Ich persönlich brauche für meinen Alltag kein größes Fahrzeug, das Auto wird max. für zwei genutzt und den Einkauf für zwei Leute bekommt man gut im Kofferraum unter.

 

Gestern konnte ich den A1 beim Händler abholen und bin wirklich begeistern. Die ersten Kilometer waren sehr angenehm.

 

Ich hoffe nun längere Zeit Spaß am Auto zu haben. Ich weiß, im VAG Konzern gibt es auch Probleme mit Steuerketten, die sollte aber eigentlich mittlerweile behoben werden. Ansonsten hab' ich ja die Garantie... :D

 

Ein Dank noch an meinen Hyundai Händler für den guten Service in den letzten Jahren! Leider hatte Hyundai aktuell kein passendes Fahrzeug für mich im Angebot, sonst wäre ich der Marke treu geblieben.

 

Falls ihr Fragen habt, einfach fragen! :)


29.01.2014 12:51    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: Fahrzeugtest, Hyundai, Hyundai i10, i20, Kleinstwagen, Kleinwagen, Werkstatt

Da mein Hyundai i20 aktuell in der Werkstatt steht, habe ich bei der Vergabe des Leihwagen direkt den Wunsch nach dem neuen Hyundai i10 geäußert. Dieser Wunsch ist von meiner Werkstatt erfüllt worden - vielen Dank dafür!

 

Als Klein(st)wagen-Fan bin ich immer wieder gespannt, was die Hersteller neues auf den Markt bringen. Durch verschiedene Probefahrte kann ich den i10 sicherlich recht gut mit Konkurrenzmodellen vergleichen.

 

Mein Leih-i10 hat mit der Ausstattungsvariante "Intro-Editionen" eine sehr ordentliche Ausstattung für diese Fahrzeugklasse: Servolenkung, Zentralverrieglung mit Funk, el. Fenster und Klimaanlage gehören heute auch bei den meisten Kleinstwagen zur Serienausstattung. Darüber hinaus bietet die Intro-Editionen noch LED-Tagfahrlicht, Sitz- und Lenkradheizung, CD/Radio mit AUX und USB Anschluss, el. und beheizbare Außenspiegel. Viele Ausstattungspunkte waren vor ein paar Jahren noch min. der Kompaktklasse vorbehalten - aber, so ändert sich die Zeit.

 

Optisch finde ich den neuen i10 recht gelungen. Kein Vergleich mehr zu Vorgänger! Die Front- und Seitenansicht finde ich sehr gelungen, das Heck finde ich okay - da gibt es deutlich schönere. Die serienmäßigen Alufelgen stehen i10 ebenso gut wie seine rote Metalliclackierung. Auf den ersten Blick wirkt das Auto meiner Meinung nicht mehr wie ein Kleinstwagen.

 

Auch der Innenraum ist meiner Meinung sehr gut gelungen. Das Cockpit sieht modern und schick aus, ohne zu sehr verspielt zu sein. Die verwendeten Materialien sind für die Fahrzeugklasse mehr als in Ordnung. Durch die farbigen Akzente wirkt der Innenraum sehr frisch - die Farbe beißt sicht allerdings etwas mit der Außenlackierung.

 

Schalter und Hebel sind alle sehr logisch angebracht. Wobei, nein: der Schalter für die Lenkradheizung liegt äußerst ungünstig hinterm Lenkrad versteckt. Das hätte man durchaus besser machen können. Was auch auffällt: die Bedienteile liegen insgesamt recht weit hinten. Trotz relativ langer Arme muss man sich zum Radio schon etwas vorbei. Im Gegenzug kann man allerdings fast alles auch über die Lenkradfernbedienung steuern. Für mich daher nicht unbedingt ein Negativpunkt.

 

Positiv für mich: Da es sich nur um eine Probefahrt handelt, kann ich das Fahrzeug in meinem persönlichen Alltag testen - und da gefällt er mir recht gut. Seit gestern Abend bin ich bisher etwas über 60 km gefahren. Einparken am Supermarkt und in der Tiefgarage klappt ohne Probleme, das Auto ist nach hinten sehr übersichtlich.

 

Der Motor bietet eine Leistung von 87 PS, die für das Auto mehr als ausreichend sind. Sicherlich hat man mit einem i10 keinen Rennwagen in der Garage stehen, aber für den Alltagsbetrieb ist die Leistung sehr gut. Verbrauchsmäßig sagt mir der serienmäßige Bordcomputer einen Verbrauch von ca. 6 Liter. Finde ich okay. Ich fahre nun keine außergewöhnliche Langstrecke und habe auf meinem Weg zur Arbeit teilweise Stop-and-Go. Dazu ist der Motor bisher noch nicht richtig eingefahren.

 

Die Bremsen packen gut, das Fahrwerk ist für mich in Ordnung. Nicht zu straff, aber auch nicht zu komfortabel. Der Kleine lässt sich gut um's Eck fahren.

 

Ein kleiner Nachteil für mich: Mit etwas über 190 cm Körpergröße könnte das Platzangebot auf dem Fahrersitz minimal größer sein. Es geht alles eine Nummer enger zu als in meinem i20, wobei ich davon ausgehe das ich mich daran gewöhnen könnte.

 

Kleine "Highlights" für mich, da ich es einfach nicht erwarte habe, sind so Kleinigkeiten wie eine Coming-Home / Leaving-Home Funktion, die ich bisher bei keinem anderen Kleinstwagen gesehen habe. Durch solche Kleinigkeiten fühlt sich das Auto etwas wertiger an, finde ich.

 

Wenn ich als Vergleichsfahrzeug einmal die VW Drillinge Up / Citigo / Mii einbeziehen kann, so wirkt der i10 meiner Meinung etwas vollständiger: Die Türen sind komplett verkleidet, es gibt el. Fenster an allen Türen, die auch vom Fahrersitz aus steuerbar sind, und der Kofferraum ist ebenfalls komplett verkleidet. Die VW Drillinge sind dafür meiner meinung nach etwas fahraktiver. Ebenso gibt es auf dem Fahrersitz etwas mehr Platz.

 

Alles im allen finde ich den neuen Hyundai i10 sehr gelungen. Er bietet für den Alltag alles was man haben muss - nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Annehmlichkeiten wie eine Lenkradheizung machen den Alltag noch etwas angenehmer - Geld würde ich persönlich allerdings nicht dafür ausgeben, aber diese ist aber der Ausstattungsvariante "Trend" serienmäßig.

 

Der Preis für das Auto geht für mich vollkommen in Ordnung. Sicherlich sind knappe 13.000 € für einen i10 mit "Fast-Vollausstattung" eine Hausnummer, aber hinsichtlich der Ausstattung und dem insgesamten Fahrgefühl gerechtfertigt.

 

Wenn noch Fragen bestehen, einfach fragen. ;)


01.06.2013 08:56    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: günstig, Kleinstwagen, Kleinwagen, Mitsubishi, Probefahrt, Space Star, Test

Meine letzte Probefahrt ist schon ein wenig her - irgendwie hat der Neuwagenmarkt zuletzt nichts angeboten, was mich wirklich interessiert.

 

Durch die Medien habe ich bereits vor geraumer Zeit erfahren: Mitsubishi ersetzt den Colt durch den "Space Star". Space Star... den Namen hatte ich von einem Minivan aus den 90er Jahren noch im Hinterkopf - nun also ein Kleinstwagen. Ob der Name wirklich passend ist?

 

Bei der wöchentlichen Lebensmitteleinkaufstour fahre ich immer bei einem Mitsubishi-Händler her, bei dem vor ein paar Wochen der Space Star vor der Haustür parkte. Auf den ersten Blick muss ich wirklich sagen: ein schickes Auto. Aufgrund meiner Arbeit, anderen Termine oder auch des Wetters hatte ich bisher leider keine Möglichkeit mir das Auto mal genauer anzusehen... bis gestern.

 

Vor dem Einkauf habe ich spontan beim Mitsubishi Händler angehalten. Da der Händler keinen Space Star in der Halle stehen hatte, musste ich mir beim freundlichen Verkäufer den Schlüssel vor den Space Star draußen organisieren. Aber, fangen wir mit der Optik an:

 

Der Space Star soll meines Wissens ein "Weltauto" sein - dementsprechend passt die Optik für verschiedene Märkte. Ich find den Wagen insgesamt optisch ganz in Ordnung, zumindest wenn man die Fahrzeugklasse beachtet. Mein Testwagen war in der mittleren Ausstattungsvariante mit leider hässlichen unlackierten Außengriffen und Spiegeln. Macht ein Auto meiner Meinung nach sehr hässlich. Ebenso die Farbe: in dem Grünton wirkt der Space Star doch recht billig. Neben dem Testwagen stand noch ein Space Star in der höheren Aussattungsvariante in Dunkelrotmetallic - der gefiel mir deutlich besser.

 

Wie die Front ist das Heck auch okay - den großen Heckspoiler bei einem Kleinstwagen muss man allerdings nicht verstehen. 5-Türen sind praktisch und passen auch gut in das Gesamtkonzept.

 

Nachdem mir der Verkäufer das Auto offen geschlossen hat konnte ich das erste Mal Platz nehmen. Erster Eindruck: okay! Mit meinen 190 cm hatte ich ausreichend Platz. In anderen Klein(st)wagen habe ich schon deutlich schlechter gesessen. Lenkrad und Sitz lassen sich in der Höhe verstellen.

 

Das Cockpit sieht für die Klasse wirklich gut aus. Sicherlich ist überall Hartplastik zu finden, durch den Klavierlack an der Mittelkonsole wirkt der Innenraum deutlich besser. Leider findet man hier und da doch etwas hässliche Elemente, wie z. B. die Schiebregler für die Heizung. Sieht etwas sehr nach 80er Jahre aus - leider nicht mein Fall.

 

Im Gegensatz zu mancher Konkurrenz bietet der Space Star sogar einen elektrischen Fensterheber am Fahrersitz für das Beifahrerfenster - in dieser Klasse nicht selbstverständlich! ;) Ansonsten erklären sich alle Schalter und Hebel von alleine.

 

Los ging also die Fahrt. Der 71 PS 3-Zylinder hat den typischen Sound, den ich mag. Der Motor reicht im Alltag auch vollkommen aus. Sicherlich ist er kein Sportwagen, aber für lange Autobahnetappen in hohen Geschwindigkeiten ist der Wagen sowieso nicht gemacht.

 

Die Fahrweise wird neben dem Tacho mit einer Art "Eco-Drehzahlmesser" gemessen. Bei rot fährt man eher unsparsam und die Sparsamkeit wird mit drei grünen Balken gemessen. Insgesamt ganz gut gemacht.

 

Das Getriebe lässt sich gut schalten, die Schaltwege sind angenehm kurz. Das Kupplungsspiel beim anfahren braucht etwas Gefühl und Übung, ist aber insgesamt ganz okay.

 

Nach der Probefahrt zeigte der serienmäßige Bordcomputer gut 6 Liter an. Die Probefahrt führte über recht viel Stadtverkehr und etwas Autobahn mit ~ 120 km/h. Insgesamt ein annehmbarer Wert, dazu war der Motor mit ~ 120 km noch nicht eingefahren.

 

Die Federung ist angenehm komfortabel. Andere Fahrzeuge in dieser Klasse hoppeln doch deutlich mehr über die Straße. Auch die Geräusche im Innenraum sind recht angenehm.

 

Positiv auch: die Wendigkeit des Kleinen! Da merkt man das es ein wirklicher Stadtflitzer ist.

 

Fazit: Ein netter Kleinstwagen. Ich persönlich bin recht überrascht von den Fähigkeiten des Space Star. Meiner Meinung ist er sehr konkurrenzfähig in seiner Fahrzeugklasse. Leider ließt man eher seltener etwas zu dem Wagen in den Fachzeitschriften. Einen Vergleichstest habe ich bisher auch noch nicht gesehen?! Eigentlich schade.

 

Mein "Wunsch"-Space Star entspricht ungefähr dem roten Space Star der noch auf dem Hof stand. Dieser hatte eine super Ausstattung und den größeren Motor mit 80 PS und sollte laut Aushang etwas über 12.000 € kosten, was ich in Ordnung finde.


21.04.2013 09:00    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: Astra, Blitz, Corsa, D, Donner, GTC, Langzeit, Opel, Test

Opel ist momentan sehr oft in den Medien: schleppender Verkauf, dadurch geringe Verkaufszahlen, rote Zahlen, Werksschließungen und vieles mehr. Da ich tief in meinem Herzen ein Opel-Fan bin, finde ich die Nachrichten teilweise echt schlimm, teilweise aber auch nachvollziehbar.

 

Seit meiner frühsten Kindheit gehört Opel irgendwie zu unserer Familie. Egal ob bei meinen Tanten oder in meiner "direkten" Familie - überall gab es Opel. Corsa A, Corsa B, Zafira A, diverse Combos waren hier und da vertreten.

 

Angefangen hat es bei uns Mitte der 90er Jahre mit einem gebrauchten Kadett E Caravan in der "Club" Variante mit 75 PS. Meine Mutter war ganz stolz auf den Kombi - endlich ein Kombi um mal wieder mit der ganzen Familie ans Meer zu fahren. Dazu ist es allerdings nie gekommen - aber das ist ein anders Thema. Das genaue Kaufjahr des Kadett weiß ich leider nicht. Ich tippe mal auf 1995 / 1996. Der Kadett war jedenfalls von 1988 und damit ein Jahr älter als ich.

 

Mein Bruder machte 2000 seinen Führerschein und kaufte sich als Anfängerauto einen Corsa A "Swing" von 1992 mit 45 PS. Mit seinem roten Lack und seinen kleinen Alufelgen ein schickes Auto. Da mein Bruder aber einige Kilometer zur Ausbildung fahren musste, war ihm der Corsa A auf Dauer zu unbequem und so kaufte er 2001 einen Corsa B von 1997 mit 54 PS. Den Corsa A übernahm meine Mutter, der Kadett E ging in die Schrottpresse.

 

Im Jahr 2004 benötigte meine Schwester ein eigenes Auto. Nachdem meine Mutter ihren neuen Hyundai Getz bekommen hatte, übernahm meine Schwester den Corsa A. Bei der Suche nach einem neuen Fahrzeug für meine Mutter war auch ein Corsa im Gespräch, das gute Angebot des Hyundai Händlers brachte meine Mutter aber schlussendlich dazu Opel untreu zu werden.

 

Im Frühjahr 2005 hatte meine Schwester ihren ersten Autounfall: Der Corsa A landete in einer Leitplanke. Ihr ist zum Glück nichts passiert, aber der Corsa war ein wirtschaftlicher Totalschaden. Schaden! Trotz Opeltypischer Rostprobleme lief der Corsa wirklich sehr problemlos. Ein Liebling in unserer Familie. Nach dem Corsa A folgte hier der erste Renault Twingo - einen passenden gebrauchten Corsa B oder Corsa D haben wir leider nicht gefunden. So wurd auch meine Schwester Opel untreu.

 

Nur mein Bruder hielt treu durch. 2006 kam der Corsa B langsam in das Alter in dem immer mehr Reparaturen anstanden. Der Kleine hatte zwischenzeitlich über 170 tkm gelaufen und es wurd Zeit für was anderes. Beim Opel Händler in der Nähe kaufte mein Bruder einen Jahreswagen Astra GTC. Mit einem 101 PS Dieselmotor unter der Haube das stärkste Fahrzeug in unserem Familienfuhrpark und mit der "Njoy" Ausstattung einigermaßen gut ausgestattet.

 

Mein Bruder ist allerdings nie richtig glücklich geworden mit dem GTC. Die Mängel hielten sich zwar in Grenzen, aber auf Dauer war der GTC meinem Bruder doch etwas zu unübersichtlich für den Alltag. Erst war in Überlegung eine Einparkhilfe nachzurüsten. Aber schlussendlich ist Anfang 2008 ein Opel Corsa D bestellt worden.

 

Bei der Bestellung des Corsa sind fast alle mögliche Ausstattungsoptionen gewählt worden: Sport-Ausstattung, 17 Zoll Felgen, OPC II Paket, 125 PS Diesel Motor etc. etc.

 

Im Mai 2008 ist der Corsa ausgeliefert worden. Eine echte Rakete! Wobei mir persönlich der Motor wegen des großen Turbolochs nie richtig zugesagt hat. Der Corsa hielt insgesamt recht gut durch. Ein paar typische Probleme, wie die Radlager bei den stärkeren Motoren, hatte der Corsa zwar auch, aber dank Garantie alles kein Problem.

 

Ende letzten Jahres kam dann allerdings der erste große Knick in der Opel Laufbahn: Mein Bruder blieb mit einem Motorschaden auf der Autobahn liegen. Ein Schlauch vom Kühler war ohne Vorankündigung gerissen. Die entsprechende Warnleuchte ging erst an, als es zu spät war. Eventuell wäre der Schaden geringe ausgefallen, wenn Opel eine Kühlwasseranzeige hätte. Aber, hätte hätte bringt uns ja nicht weiter. Nach langem hin und her wurd der Corsa schlussendlich repariert. Dank Garantieverlängerung war der Eigenanteil noch einigermaßen erträglich (ca. 2.500 €).

 

Nach dem Motortausch lief der Corsa besser als vorher und der Verbrauch ging um gut einen Liter zurück. Mein Bruder wollte dennoch den Corsa langfristig gegen ein größeres Auto tauschen. Es lagen mehrere Angebote zu verschiedenen Astra 5-Türern, Astra Sportstourer sowie Insignia Sportstourer vor. Das richtige Angebot war allerdings nicht dabei. Aber, der Corsa lief ja gut, daher hatte mein Bruder kein Stress.

 

Bis... ja, bis vorletzte Woche. Auf dem Weg zur Arbeit sprang auf der Autobahn der 5. Gang raus und konnte nicht mehr eingelegt werden. Mein Bruder wurd vom ADAC in die Werkstatt geschleppt: Diagnose Getriebeschaden. Das Vertrauen in Opel erhielt einen großen Einbruch.

 

Aktuell steht der Corsa in der Werkstatt und wartet auf seinen Weiterverkauf. Leider stellt sich momentan der Händler etwas quer. Mein Bruder will keinen weiteren Opel, was für mich nach den beiden doch recht großen Schäden verständlich ist. Auch das Verhalten des Händlers ist nicht unbedingt optimal. Da mein Bruder natürlich recht kurzfristig ein neues Auto benötigte hat er sich nun einen gebrauchten Audi A4 Avant gekauft. Mein Bruder hatte schon länger überlegt, einen Audi zu kaufen und so war nun die perfekte Zeit dafür.

 

Somit hat sich das Thema Opel bei uns in der Familie nun leider erledigt. Und auch in meiner weiteren Verwandschaft verschwinden immer mehr die Opel und werden durch andere Marken ersetzt.

 

Ich wünsche Opel trotzdem weiterhin viel Glück für die Zukunft! Wenn mal wieder etwas bessere Modelle auf den Markt kommen (ich denke mit Mokka und Adam sind die Rüsselsheimer auf dem richtigen Weg, der Astra und Insignia sind einfach zu fett... ), kann es natürlich sein das irgendwann mal wieder ein Opel vor der Tür steht.


15.10.2012 08:18    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Autos, Kleinwagen, Kombi, Mini, Probefahrt, Test

Samstagmorgen. Eigentlich sollte es ein ganz normaler Samstagmorgen werden: Schnell ein paar Erledigungen in der Stadt machen und dann wieder nach Hause. Aber schon weitem sah ich den großen Mini-Promotion Stand, der natürlich sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Mini ist nun, ehrlich gesagt, nicht unbedingt eine meiner Lieblingsmarken, aber wenn die Fahrzeuge schon einmal ausgestellt werde, schaue ich mir diese natürlich gerne an.

 

Es waren verschiedene Fahrzeuge, vom Mini One bis zum Clubman, ausgestellt. Und kaum stand ich an einem Fahrzeug, bin ich direkt angesprochen worden, ob ich nicht direkt eine unverbindliche, kostenlose Probefahrt machen möchte. Da ich bisher noch nie Mini gefahren bin, war ich damit natürlich direkt einverstanden.

 

Ich konnte mir „meinen“ Mini aus der Reihe der vorhandenen Fahrzeuge aussuchen. Für’s Cabrio war es nicht unbedingt das richtige Wetter, ebenso wenig für den Roadster. Die Countryman’s waren – wie ich später gesehen habe – alle unterwegs und der Mini One ging gerade an die Leute vor mir. Also, blieb mir nur der Mini Clubmann. Dies war für mich persönlich allerdings nicht so tragisch, da der Clubman eh das Auto ist, was mich bei Mini am meisten anspricht.

 

Nach kurzem Papierkram und den obligatorischen Fragen für die Statistik („Welches Fahrzeug fahren Sie aktuell? Sind Sie bereits Mini gefahren? Steht in den nächsten 12 Monaten ein Fahrzeugkauf an?“) ging die halbstündige Probefahrt auch schon los.

 

Optik des Clubman’s

 

Wie bereits geschrieben ist der Mini Clubman der Mini der mich am meisten anspricht. Ich mag kleine Kombis (auch wenn Fahrzeuge wie ein Skoda Fabia praktischer sind) und finde es schade, dass nicht mehr Hersteller in diesem Bereich ein Fahrzeug anbieten. Die Mini-typischen runden Lichter an der Front sind ja bereits länger bekannt. Durch die optisch erst einmal fehlende hintere Tür wirkt der Mini meiner Meinung recht interessant. Mir persönlich gefällt der Clubman ohne Dachreling aber noch etwas besser. Eigentlich bin ich nicht unbedingt ein Freund der Trendfarbe Braun bei Autos, aber beim Mini sagt mir die Farbe irgendwie zu. Besonders mit den vielen dunklen Akzenten und den dunklen Felgen sieht der Mini echt schickt aus. Mein Arbeitskollege, der die Mini-Bilder gesehen hat, meinte nur „Sieht ja aus wie ein zu heiß gewaschener Leichenwagen!“ – etwas recht hat er…

 

Setzen wir uns rein!

 

Die braune Farbe von Außen wird im Innenraum durch braunes Plastik (bin ich garkein Fan von!) und schönen braunen Lederpolstern (die mag ich dann schon eher) wiederholt. Der Innenraum wird vom großen Tacho in der Mitte förmlich dominiert. Ich bin schon mehrere Fahrzeuge mit Zentraltacho gefahren und habe eigentlich kein Problem damit. Beim Mini ist er aber etwas an der falschen Stelle. Bei der Probefahrt habe ich den Tacho aber dank Digitalanzeige im Drehzahlmesser allerdings garnicht beachtet. Ich glaub, so geht es vielen Mini-Fahrern. Ansonsten ist der Innenraum ja auch bereits bekannt. Viele Knöpfe und Schalter sucht man erst etwas vergeblich. Die Schalter für die Fensterheber gehen z. B. in der Mittelkonsole etwas unter – wenn man natürlich weiß wo sie sind, findet man sie direkt. Qualitativ scheint der Mini im normalen Rahmen zu sein, wobei ich angesichts des Preises teilweise etwas hochwertigere Materialien erwartet hätte. Und, das braune Plastik geht für mich persönlich garnicht!

 

Los geht’s

 

Unter der Haube des Mini’s werkelte ein 112 PS Diesel Motor, den ich ganz angenehm fand. Der Motor zieht ohne merkliches Turboloch von unten hoch und bietet in allen Lebenslagen ausreichend kraft. Auf der Autobahn war bei ca. 190 km/h Schluss. Der Motor hatte allerdings auch erst knapp über 2.000 km gelaufen – eventuell ist auch noch mehr drin. Die 6-Gang Schaltung war super knackig zu schalten, so hätte ich es gerne auch in anderen Autos! Überrascht war ich vom Fahrwerk: Ich hätte gedacht es wäre „Mini-typisch“ etwas straffer und holpriger. Gut, ich bin von meinem Hyundai i20 nun auch kein butterweiches Fahrwerk gewöhnt, aber ich könnte mir mit dem Mini durchaus auch eine längere Strecke vorstellen. Wären dort nicht die lauten Windgeräusche! Die rahmenlosen Scheiben hört man auf der Autobahn doch sehr stark. Finde ich nicht unbedingt angenehm und hinsichtlich des Preises auch nicht unbedingt angebracht. Besonders in der Dieselvariante ist der Mini sicherlich auch ein Fahrzeug für Langstreckenfahrer und da gehen solche lauten Windgeräusche echt nicht.

 

Was für mich noch ungewohnt war: die tiefe Sitzposition. Sie ist zwar angenehm, aber durch das recht weit nach vorn gezogene Dach, war es mit meiner Größe (~ 190 cm) teilweise nicht möglich die Ampel zu sehen. Gut, dass der Mini ein Panoramadach mit dabei hatte, so konnte ich einfach daraus schauen. Störend finde ich auch etwas die geteilte Heckklappe. Die mittige Strebe hat man doch immer im Blick wenn man in den Rückspiegel schaut. Technisch sicherlich nicht anders regelbar, im Alltag aber eher unpraktisch.

 

Erstaunt war ich über das Platzangebot auf den vorderen Sitzen. Mein Beifahrer und ich hatten ordentlich Platz und ich habe mich nicht unwohl gefühlt. Beim Probesitzen bisher habe ich mich im Mini irgendwie etwas unwohler gefühlt. Der Kofferraum ist aber für die „Kombivariante“ (Ich weiß, es ist kein Kombi im klassischen Sinne) etwas klein geraten. Das Platzangebot auf der Rückbank habe ich mir erst garnicht angeschaut – ist für mich persönlich auch nicht unbedingt ein ausschlaggebender Punkt beim Auto.

 

Der größte Nachteil

 

Kommen wir zum größten Nachteil des Minis: Der Preis! Mini ist teuer. Das war mir klar. Trotzdem ist mir beim Blick auf das Preisschild etwas schlecht geworden. Gefahren bin ich einen Mini Clubman Cooper D (Ich hoffe, das ist richtig so). An Bord waren einige Extras wie Leder, Panoramadach, Soundanlage und noch einiges, was ich nicht aufzählen kann. Auf den ersten Blick hatte der Mini aber gefühlt keine übertrieben hohe Ausstattung! Der gefahrene Mini sollte 35.000 € (!) kosten. Echt heftig. Es waren alleine Extras im Wert meines Hyundai i20 verbaut. Das überzeugt mich beim Mini nicht wirklich…

 

Fazit

 

Mein Beifahrer hat es nach der Probefahrt schon auf den Punkt gebracht: Es war mal ganz nett, aber Mini? Nein danke! Das Auto ist sicherlich ein netter Wagen, mit großen Sympathiepunkten und großer Fangemeinde. Für mich ist er hinsichtlich der gebotenen Leistung und des geforderten Preises aber kein passendes Auto. Ich muss auch ehrlich zugeben: Wenn ich mir einen Luxus-Kleinwagen kaufen würde, wäre es wohl der Audi A1…


17.08.2012 12:22    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Erfahrungen, Hyundai, Hyundai i20, i20, kaufen, Kleinwagen, Langzeit, PB, Test, Zeit, Zukunft

Zwei Jahre... so schnell gehen also zwei Jahre vorbei. Heute genau vor zwei Jahren habe ich meinem Hyundai i20 beim örtlichen Hyundai Händler abgeholt. Eine Zeit, in der viel passiert ist... ich habe innerbetrieblich den Job gewechselt, stehe kurz vor den Abschlussprüfungen meiner Weiterbildung, habe mich Beziehungsmäßig getrennt, neu verliebt und bin vor kurzem umgezogen. Viele Momente in denen mich mein i20 treu begleitet hat.

 

Vor zwei Jahren habe ich mein Auto mit jungfräulichen 10 km auf dem Tacho abgeholt - heute stehen 49.6XX km auf dem Tacho. Tendenz natürlich steigend. ;)

 

Gerne möchte ich ein kurzes Fazit zum Auto ziehen...

 

Mein Spritverbrauch hat sich über die o. g. Strecke bei ca. 5,70 Liter eingependelt. Wenn man es drauf anlegt, kann der i20 auch mit knapp über 5,00 Liter gefahren werden, bei viel Autobahn geht es aber oft eher in Richtung 6,00 Liter - was ich immer noch für angemessen finde. Der Verbrauch ist natürlich gegenüber dem Vorgängerauto, einem Citroen C1, gut einen Liter höher, allerdings habe ich damit gerechnet und insgesamt fällt mir das "Sparsam-Fahren" mit dem i20 deutlich schwieriger als mit C1, einfach weil er auf der Straße einen souveräneren Eindruck vermittelt.

 

Ein kurzer Überblick der bisherigen Mängel:

 

KM 1.615: Ausfall der Frontscheibenwischer - ein Massekabel war nicht richtig angeschlossen.

 

KM 13.200: Die Kanten der Kofferraumklappe und Motorhaube wurden wegen minimaler Lackmängel ("Staubeinschlüsse") neu lackiert. Der quietschende Fahrersitz wurde geölt und es gab neue Radschrauben, da dort ein leichter Rostansatz zu sehen war (Waren allerdings nicht die originalen Radschrauben von Hyundai!)

 

KM 24.191: Es gab noch einmal neue Radschrauben und der Fahrersitz wurde neu justiert. Seitdem ist Ruhe.

 

KM 37.617: Die schwarze Schutzfolie an der Fahrer- und Beifahrertür wurde erneuert, da sie eingerissen war.

 

KM 42.001: Die Schutzfolie wurd erneut gewechselt (Folie hat wegen schlampiger Arbeit der Werkstatt nicht richtig gepasst)

 

Das war's schon. Insgesamt keine gravierenden Mängel. Mit den Staubeinschlüssen hätte man z. B. leben können, aber wozu hat man Garantie? Auf meine Kosten musste ein Parkrempler (keine Ahnung wo der herkam) überlackiert und ein Reifen geflickt werden.

 

Ein kleines "Problem" ist noch der Lack von Hyundai, da dieser teilweise etwas empfindlich für Steinschläge ist. Allerdings haben das Problem auch andere Hersteller. Nach dem letzten Winter war mein Auto übersäht mit Teerspritzern und Flugrost (Flugrost hat jedes Auto, bei Weiß sieht man es eben nur besonders), daher hab ich den Kleinen im April zum Aufbereiter geschickt. Die Versieglung merkt man bis heute und ich bin sehr zufrieden damit. Spätestens nächstes Jahr erhält er nochmal diese Kur.

 

Für die 15.000 km Inspektion habe ich beim örtlichen Hyundai Händler 129,76 €, für die 35.000 km Inspektion 246,95 € bezahlt. Die nächste Inspektion ist bei 55.000 km fällig. Vor ein paar Tagen ist die Bremsflüssigkeit für 42,77 € gewechselt worden, da diese alle 24 Monate gewechselt werden muss.

 

Ansonsten gibt es nicht viel über den i20 zu berichten. Er macht genau das was er soll: mich von A nach B bringen. Andere Autos haben mehr Emotionen, andere sind sportlicher, schneller, sehen vielleicht besser aus (mir gefällt der i20 optisch immer noch gut)... aber für meine Ansprüche reicht das Auto voll und ganz. Für mich sind Autos mehr als reines Fortbewegungsmittel, allerdings ist es immer noch ein Mittel zum Zweck und das ist der i20.

 

Im Alltag nervt ab und an das etwas hakelige Getriebe und auch manche Materialien im Innenraum könnten hochwertiger sein (aber das ist natürlich auch der Preis des Preises). Ab und an wünscht man sich auch eine Einparkhilfe hinten, da der i20 durch die recht breite C-Säule und die relativ kleine Heckscheibe manchmal doch etwas unübersichtlich ist.

 

Ausstattungsmäßig brauche ich in einem Auto nicht mehr. Klimaanlage, Radio, Servo, el. Fenster, ZV mit Funk sind vorhanden, ebenso Sicherheitsausstattungen wie ESP, ABS und Airbags. Elektrische Außenspiegel sind auch verbaut, die ich aber nicht unbedingt brauche. Gerne hätte ich allerdings im Winter eine Außenspiegelheizung. Aber, es geht auch so.

 

Ich hoffe der i20 wird sich auch weiterhin so gut schlagen... bisher bereue ich den Kauf nicht. ;)


02.08.2012 12:47    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Bestellung, Citigo, I ( C06), Kleinstwagen, Kleinwagen, Neuwagen, Renault, Skoda, Twingo

Skoda LogoSkoda Logo

Irgendwann kommt die Zeit, da muss etwas Neues her... so ist es auch bei meiner Schwester. Ihr aktuelles Auto ist bereits etwas in die Jahre gekommen und passt nicht mehr unbedingt für den derzeitigen Arbeitsweg. Aktuell fährt sie einen 2003er Twingo Solei 1.2 mit 58 PS. Keine Ausstattung bis auf Radio mit Kasette und das beliebte Faltdach. Kilometerstand knappe 140.000, nächster TÜV im Dezember diesen Jahres (würd' er aber wohl mit einem kleinen Aufwand schaffen), ein reparierter Unfallschaden am Heck und nicht Scheckheft gepflegt. Das Auto hat sie ohne Probleme die letzten 7 Jahre durch ihren Studienzeit und die ersten Berufsjahre begleitet. Aber langsam wünscht sie sich etwas neues...

 

Was soll es werden?

 

Ein praktischer, wendiger Klein(st)wagen mit sparsamen Motor, da sie derzeit 50 km zur Arbeit fährt (einfache Strecke). Die Auswahl in diesen Fahrzeugkategorien ist ja mittlerweile recht groß, dennoch vielen einige Fahrzeuge bereits schnell raus, da

 

... sie optisch nicht gefielen (Ford Ka, Chevi Spark)

... beim Probesitzen rausgefallen sind (Nissan Micra, Fiat Panda)

... keine Werkstatt in der Nähe ist (Kia Picanto)

... zu teuer und zu groß sind (VW Polo)

 

etc. etc. Wir sind die komplette Liste der möglichen Autos durchgegangen und haben schlussendlich mit einem Opel Corsa, einem Mitsubishi Colt, einem Skoda Citigo und einem Suzuki Splash eine Probefahrt gemacht.

 

Der Corsa gefiel uns (ist uns ja auch bereits bekannt), aber ist ansich doch eine Nummer zu Groß, als Benziner zu durstig und als Diesel zu teuer. Die Probefahrt im Colt gefiel uns leider garnicht - es ist sicherlich kein schlechtes Auto, aber wir haben uns nicht wohl gefühlt. Negativ auch das es ESP nicht für den 75 PS gibt - Thema Colt erledigt.

 

Der Splash war nach der Probefahrt und dem ersten Angebot unser Favorit. Praktisches Auto, angenehmes Fahrgefühl. Gestern haben wir den Twingo noch einmal bewertet lassen und das Angebot nochmal durchrechnen lassen. Beim ersten Angebot hatte sich der Verkäufer verrechnet und der Splash wurde ansich teurer und das Angebot für den Twingo geringer. Da uns der Suzuki Verkäufer auch nach Rücksrache mit der Geschäftsleitung kein besseres Angebot unterbreiten konnte, haben wir das Autohaus verlassen...

 

Vor dem Splash sind wir bereits den Citigo gefahren, der uns auch gut gefallen hat. Er ist zwar kleiner als der Splash, dennoch fühlt sich meine Schwester sehr wohl im Auto. Da sie meistens alleine oder zu zweit unterwegs ist, reicht ihr das Auto auch völlig aus. Nachdem uns das Angebot vom Splash nicht mehr so recht zusagte, sind wir gestern nochmal zu Skoda und haben noch einmal eine Probefahrt mit dem Citigo gemacht. Nach der Probefahrt und dem Angebot des Skoda Verkäufers stand die Entscheidung fast fest: Der Citigo soll es werden! Das Autohaus bietet immerhin 800,- für den Twingo! Meine Schwester hat nochmal Rücksprache mit unserer Versicherungsfrau bezüglich des Versicherungsbeitrags gehalten und heute wurde bestellt:

 

Skoda Citigo 3-Türer

1.0 Benziner 60 PS (Wegen der Getriebeübersetzung besser für Langstrecke als der 75 PS Motor)

Ambition-Variante

Metallic Lackierung in Silver Leaf Metallic

Ambition-Komfort Paket (Radio, Klima, el. Außenspiegel mit Heizung, Sitzheizung)

zusätzliche Lautsprecher fürs Radio

 

Das wars. Alles was sie braucht und für sie nach dem Twingo teilweise auch schon Luxus.

 

Nun heißt es ca. 8 Wochen warten... wir hoffen es geht schnell vorbei. ;)


20.09.2011 07:52    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: Hyundai Getz, Kleinwagen, Leihwagen, Marke, Probefahrt, Werkstatt

Ein weiterer Bericht aus der Reihe "HyundaiGetz fährt..." - heute mal wieder Opel Corsa D. Ein Auto, welches nicht ganz unbekannt für mich ist. Mein Bruder fährt einen (Sport 1.7 CDTi), als Firmenwagen hatten wir mal einen (Edition 1.0) und ein Kumpel von mir ist auch bereits verschiedene Corsa gefahren (Opel Werksleasing).

 

Da unser Hyundai Getz heute und morgen zur Inspektion / TÜV in der Werkstatt steht, konnte ich gestern den Corsa abholen, über den ich jetzt berichte. Unser Leih-Corsa kam 2009 mit einem 1.2 Liter Motor (59 kw / 80 PS) und der Edition-Ausstattung auf die Welt. Als 5-Türer und in Silber ein Auto wie es an fast jeder zweiten Straßenecke steht. Sozusagen ein Standart-Corsa.

 

Optisch gefällt mir der Corsa immer noch recht gut - wobei mir persönlich die Facelift Variante wirklich noch etwas besser gefällt, da die deutlich jünger und dynamischer wirkt. Trotzdem kann sich der Corsa noch sehr gut sehen lassen - das Design geht ja nun auch schon fast in sein 6. Lebensjahr. Große Scheinwerfer an der Front sind sicherlich nicht jedermanns Geschmack, viele Frauen spricht das Design aber sicherlich an: Thema "Kindchenschema" - aber wie gesagt, auch ich finde es ganz gut. Der 5-Türer wirkt dabei natürlich weniger sportlich als der 3-Türer. Dafür hat er eben andere Vorteile: Die 5-türige Variante ist wirklich sehr übersichtlich. Gut, nach vorne sieht man nicht viel, aber man hat irgendwann im Gefühl, wo das Auto endet. Damit habe ich absolut keine Probleme. Nach hinten kann man gut auf die Einparkhilfe verzichten (war sowieso nicht verbaut), beim 3-Türer möchte ich nicht unbedingt darauf verzichten.

 

Ein kleines "Trauerspiel": Der Motor und das Getriebe. Ich bin ja selbst von meinem i20 her einen 1.2 Motor mit 77 PS gewöhnt - also ein recht vergleichbares Aggregat. Trotzdem überzeugt mich der Motor nicht wirklich. Er will gedreht werden - dann kommt auch was, allerdings geht das natürlich auf Lasten des Verbrauchs. Mein i20 fährt da schon deutlich souveräner - zumindest vom Motor her. Auch das Getriebe ist etwas hakelig und ungenau, zumindest in den Gängen 1-3. Man gewöhnt sich zwar irgendwann daran (bin gestern Abend ca. 50 km gefahren), dennoch hat man oft das Gefühl, man verschaltet sich. Der "neue" 1.4 Motor mit 87 PS ist im Corsa da schon die deutlich bessere Variante und fährt sich dagegen recht angenehm.

 

Was ich positiv bewerte ist ansich das Fahrverhalten: Auf der Autobahn bei 120 - 140 km/h ist der Corsa schon deutlich ruhiger als mein i20 - allerdings dreht der Motor bei 140 km/h fast 500 Umdrehungen mehr als der Motor in meinem Auto. Auch bei 100 km/h liegen schon knapp über 3.000 Umdrehungen an. Finde ich persönlich nicht so schön - ich bin eher der "Drehzahlsparer". ;) Das Fahrwerk ist recht weich und komfortabel abgestimmt - mein Auto holpert da schon deutlich mehr. Für mich könnte es schon eine Spur härter sein, ohne so zu werden wie das Sportfahrwerk an dem Corsa meines Bruders - das geht leider absolut garnicht (zumindest nicht noch in der Verbindung mit den 17 Zoll Alufelgen!).

 

Die Qualität. Naja, ist okay. Unser "Sport-Corsa" hat noch ein etwas weiches Cockpit, dieser Corsa ist komplett hart. Dennoch sieht es auf dem ersten Blick nicht billig aus. Nur wenn man über Bordsteine etc. fährt hört man von den Türen schon ein deutliches Verwindungsknacken - und das bei den eigentlich kurzen 5-türer Türen. Interessant. Unser 3-türer Corsa macht das nicht. Auch so hört man hier und da mal was klappern und knarzen - aber ansich nicht so schlimm. Ist in der Fahrzeugklasse ja normal.

 

Ausstattungsmäßig reicht mir die Edition-Variante vollkommen aus. Mehr benötige ich nicht um im Auto glücklich zu sein. Sitzheizung? Nö - mir ist eh immer warm. Klimaautomatik? Nett, aber eine normale Klimaanlage reicht auch. Elektrische Fenster vorne sind serienmäßig, hinten gibt es im Corsa leider keine - was ich sehr schade finde. Das Platzangebot im Corsa ist auch ganz ordentlich. Hinter mir kann allerdings niemand mehr sitzen (das bin ich aber schon gewohnt). Kofferraumgröße ist für den Alltag auch ausreichend - natürlich nur für 2-3 Leute, eine Großfamilie wird schon ihre Probleme damit bekommen - aber dafür ist der Corsa schließlich auch nicht gedacht.

 

Mein Fazit fällt durchwachsen aus. Das Auto ansich gefällt mir. Da ich den Corsa (und verschiedene andere Opel Modelle) schon kenne, kannte ich mich direkt aus und es war sogar ein kleines "Wohlfühl-Gefühl" vorhanden. Der Motor mit dem Getriebe machen nicht wirklich Spaß - sicherlich kann man sich daran gewöhnen und die Leistung des Motors reicht im Alltag auch aus, aber von 80 PS in einem Kleinwagen erwarte ich irgendwie mehr.

 

Würde ich das Auto empfehlen? Ja ansich schon. Man muss nur eben wissen das man kein "perfektes" Auto bekommt - aber wo gibt es das schon...


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