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21.08.2008 14:09    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (77)    |   Stichworte: Bundeswehr, Zeit, Zivildienst

Nun hat es mich auch erwischt: Das Kreiswehrersatzamt hat mir einen netten Brief geschrieben... Nächste Woche entscheidet sich meine Zukunft nach der Ausbildung. Muss ich zum Bund bzw. Zivi machen oder nicht? (Ich hoffe ja auf meine starke Allergie :D )

 

Eins ist für mich jetzt schon klar: Ich gehe nicht zum Bund. Wenn werde ich Zivildienst machen. Das Beispielbild oben ist natürlich das Klische schlechthin, als Zivi muss man nicht nur alte Leute pflegen. Es gibt auch ganz nette Zivistellen, z.B. als Fahrer oder in der Verwaltung.

 

Ingesamt find ich diese ganze Aktion aber sowieso überflüssig. Es ist wohl noch ein Überbleisel aus früheren Tagen. Meiner Meinung nach sind es 9 Monate verschwendung. Ich könnte in dieser Zeit etwas anderes machen, z.B. mein Fachabi.

 

Auch diese ganze Aktion der Musterung, total überflüssig. Welche Sachen die da so "kontrollieren" (Und nein, es sind keine Schauergeschichten die ich gehört habe, sondern die Wahrheit), ich frag mich, was die daraus finden wollen.

 

Also, ich find das ingesamt totalen Schwachsinn. Bin froh wenn ich die Musterung hinter mir habe... :D


21.08.2008 14:15    |    Vitektim

"Husten sie bitte einmal"

 

Ich war auch Zivi im Fahrdienst. War eigentlich auch ne recht coole Zeit, aber trotzdem hätt ich mir was besseres in der ZEit vorstellen können ;)


21.08.2008 14:21    |    Patriots

Wenn du mehrere Allergien hast , mustern sie dich aus.

Ich habe geschätze 20, dann war es sofort vorbei.

 

Wolfgang


21.08.2008 14:25    |    HyundaiGetz

Ich bin nur gegen drei Sachen Allergisch: Gräser, Getreide & Birke.

 

Ist allerdings so schlimm, das ich im Sommer ohne mein Astmaspray nicht mehr aus dem Haus gehe und an Sport manchmal garnicht zu denken ist...


21.08.2008 14:45    |    hoinz69

Also in der Verwaltung bekommst du schon mal keine Stellen mehr. Die waren nur für Leute die T3 gemustert wurden. T3 ist aber mittlerweile "untauglich". Es gibt also nur noch T1 und T2. Ich habe meinen Zivildienst im Pflegeheim, Bereich Hausmeistertätigkeit gemacht. War ganz i.O. Gab aber auch eklige Sachen, wie Müll pressen. Und das war kein gewöhnlicher Müll, sonder das waren hauptsächlich "gebrauchte" Windeln:D Kannst dir sicher vorstellen wie das gestunken hat. Verdient hat man auch nicht sonderlich viel, so 500-700 Euro pro Monat, aber durch die Lebenserfahrung die man dadurch gewonnen hat, war es das trotzdem irgendwie wert.

 

Bei dem "Eierkontrollgriff" beim Kreiswehrersatzamt wird übrigens kontrolliert ob du einen Leistenbruch hast. Arg viele "Makel" darfst du eh nicht haben, sonst bist du nämlich schnell ausgemustert. Das Einzige was bei mir nicht 100% in Ordnung war, war meine Sehschärfe. Und gleich bist du T2. Wenn jetzt noch 2-3 weitere Sachen dazukommen bist du im nu ausgemustert. Was ja auch nicht gerade das schlechteste ist.;)


21.08.2008 14:47    |    Rat1972

Hmmm, Gräser gibt es verschiedene und Getreide auch...also, da hast du deine vielen Allergien.

Meine sind zwar nicht so ausgeprägt, aber ich habe mehrere. Kan keine Äpfel, rohe Karoten, Bananen, Pfirsiche tec. essen und bin auf bestimmte Chemikalien Allergisch, sowie Staub auf den Möbelverpackungen / Karton.

Ist echt schlimm diese Scheisse...aber es geht.


21.08.2008 14:57    |    Dr.Kloebener

Ein Blick aus einer anderen Richtung:

 

Was glaubst Du, welche Erfahrungen Du beim BUND machen könntest?

 

Also jetzt nicht das Gewäsch nachquatschen, was die anderen "Helden" dort erlitten haben.

Meine Frage: Warum geben Firmen hinterher sehr viel Geld für Team building und Abenteueraktionen aus?

 

Das hätte man bei BUND alles ohne Berechnung und viel leichter haben können. ;)

 

Ich will euch da nicht bekehren. 

Nur einfach mal ein Blick aus einem anderen Winkel!

 

Grüsse von

UG


21.08.2008 14:58    |    DottiDiesel

Ich habe 1988/89 meinen 20-monatigen Zivildienst nach drei Monaten als W18 abgeleistet. Aber erst nach einer Verhandlung beim Kreiswehrersatzamt vor 4 Leuten, die mich auseinandernehmen wollten.

Und ihr jammert über neun Monate Wehrpflicht? :eek:

Seht es positiv: macht etwas sinnvolles und nicht so einen verkackten Idiotenjob wie Fahrdienst. Macht etwas mit Menschen! Das stärkt eure Sozialkompetenz und bereitet euch auf das Leben vor.


21.08.2008 15:02    |    Electican3

Hi..

meine Musterung is zwar schon ne weile her, aber auch bei mir gings ratzfatz auf T3, also ausgemustert... was hab ich gehabt? Gut, bissle übergewicht, leichte Sehstörung (0,5 dioptrien :D), Tinitus (den sie aber nich testen konnten, also als nicht vorhanden angenommen wurde)

Musste nichmal alle Tests durchmachen, war eh eigentlich ganz witzig... War der erste an dem Tag, der Typ relativ locker und gesprächig, haben über ziemlich viel geredet, nur nich übern Bund.. Als er dann mit der Frage kam, wo ich mich bei der Bundeswehr sehe, meinte ich ganz trocken: "nirgends".. Vorbei wars mit der Freundlichkeit und Gesprächigkeit :D

Aber wiegesagt, T3 is man schnell und somit weg vom Fenster...

Prinzipiell find ich Zivildienst gar nich so übel, allerdings bin ich der Meinung, man sollte grundsätzlich zu Zivildienst "gezwungen" werden und nur die die wollen zum Bund...

 

Zum EKG (eierkontrollgriff): bei nem Kollegen ham sie dabei Hodenkrebs festgestellt... Fragt mich nich wie, bin kein Arzt, aber ihm hats geholfen, konnte ohne größere Komplikationen entfernt werden :)


21.08.2008 15:05    |    taue2512

Na bin ich der einzige der 'jedient' hat? ;)

 

Du kannst ja evtl. versuchen Dich zurückstellen zu lassen, wenn Dein Arbeitgeber gleich im Anschluss an Deine Ausbildung noch weiteres mit Dir vor hat, kann dies eine Option sein.

 

Ansonsten einfach spätestens beim Einberufungsbefehl Einspruch einlegen. Ich sollte zur Marine, und DAS wollte ich partout nicht und das Kreiswehrersatzamt hat sich denn ein Jahr später erneut bei mir gemeldet.

 

Danach bin ich zurückgestellt worden, wegen dieser innerbetrieblichen Ausbildung. Zeitgleich habe ich mich nach einer anderen Stelle umgesehen. Aber der neue Arbeitgeber sagte damals zu mir, das er mich ohne abgeleisteten Wehr- oder Zivildienst nicht nehmen würde - offiziell war ich aber noch 'zurückgestellt', also schnell ans Kasernentor im Nachbarort geklopft und nach grünen Klamotten gefragt. Da Zivildienst damals noch 18 Monate waren und Wehrdienst zu meiner Zeit nur 10 Monate, habe ich mich für letzteres entschieden. Und die Zeit beim Bund war echt okay und ging schnell rum, weil war ja der Nachbarort (Heimschläfer-Vorteil).


21.08.2008 15:22    |    mazdakiller

ist doch was lustiges, mir hats damals spass gemacht


21.08.2008 15:33    |    Dr Seltsam

Naja sone hohe Gefahr besteht heut nich mehr das man genommen wird :D

 

Will/wollte zum Bund, Musterung, tralala EKG u.s.w. und dann gehen se mal hoch in Zimmer sowieso, irgendwas stimmt mit ihren Knochen im Bein nich. Hochgegangen, lustiges Foto gemacht, alles bupper durfte nach Hause fahren, wir melden uns.

 

Nach 2 Wochen gemeldet, ab zum Herzspezi, Langzeitbelastungstest, 24 Stunden Kontrolle von Puls und Blutdruck, Ultraschallscan des Herzens, dass volle Programm mit dem Ergebniss das mein Herz so gesund wie irgend möglich ist.

 

Nach zwei Wochen Post, ausgemustert, Untergewicht ( mir fehlten 4 KG ). Und dabei hat ich noch gesagt ich will zum Bund :D :D :D :D

 

Jetzt mach ich erstmal Ausbildund und weil man mit dem Job beim Bund mehr verdienen kann als im Zivilen Berreich, mal sehen, wenn ich n Schein hab das ich was kann nehmen sie mich vielleicht :D :D :D :D


21.08.2008 16:29    |    vw-maus 74

Also ich würde zum Bund gehen. Ist bei mir zwar schon knappe 8 jahre her wo der Brief kamm aber wurscht.


21.08.2008 16:52    |    MV12

Ich war beim Bund,die ersten 3Monate waren schon nett,im nachhineien (ich wollte es während der Grundi net glauben) die coolste Zeit.

Die Stammeinheit war OK,aber sehr viel Zeittotschlagen,das Schlimmste als nicht Heimschläfer war,dass nach Dienstschluss das Rumhängen weiterging,da es einfach nichts gab wo man hinkonnte....

 

Bei Zivi hat man theoretisch mehr Vorteile: dauernd daheim,du kannst selbst aussuchen wo du hinkommst und was du tust.Allein weils "cool" ist zum Bund ist Blödsinn.

Ich habe meinen Bruder lange beraten und berichtet: er will jetzt Zivi machen.

 

Eins ist nun wirklich eine Schande: Die Ungerechtigkeit,es werden nicht mal mehr 2/3 aller Wehrpflichtigen gezogen,das ist echt ungerecht!


21.08.2008 17:02    |    BlueWhite

Es mittlerweile so, dass die meisten T2 gemustert werden, welche die unbedingt zum Bund wollen mit T1 gemustert werden.

Um ausgemustert zu werden, reichen ein paar Dinge Allergien, Herz-/Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck, unregelmäßiger Herzschlag, ...), Schäden a.d. Wirbelsäule, Drogensucht, ...

Mit der Psyche hingegen kommt man kaum weiter, dort reicht eine 5 im Wesenstest, diese Note erreicht der merkwürdigste Mensch.

 

Ich würde in jedem Fall die Bundeswehr empfehlen. Man gehe zu den Marinefliegern und erhält seine AGA (zwei Monate) in Kramerhof und geht anschließend, wenn Verwendung im fliegerischen Dienst, in Nordholz oder Kiel. Dann die restlichen 7Monate abpimmeln und am ende kannst du sagen, es war eine schöne Zeit.

Im Zivildienst muss man meistens wirklich Arbeiten, das fällt beim Bund aus.

 

Auch sind die Schauergeschichten über die Musterung völliger Blödsinn. Solche Geschichten wie Finger in der Hintern und der geleichen gehören in die Rubrik Mythen und Legenden.

  • Ärztlicher Test: Knochenbau, Lungenfunktion, Allergien, Herz-/Kreislauf (auch nach Belastung), sonstige Gebrechen
  • "Psychologe": Wo hin (Heer, Marine, Luftwaffe), warum Bundeswehr, kurzes persönliches Gespräch
  • Computertest: Mathe, Physik, Mechanik, Elektrik, Chemie, Deutsch, Englisch, Logik, Vorstellungsvermögen, Verständnis, Merken
  • Auswertung der Testate und Verabschiedung

 

Ich möchte meine Zeit in der Bundeswehr nicht missen, es war eine schöne Zeit und einige Menschen werden dort geformt. Dies sind meist die Weicheier (damals nannte man die so, die meist nur die Schule kennen und die eigene Stadt nur selten verlassen) gewesen, denen man ein wenig Arsch in die Hose gepackt hat (mal umgangssprachlich gesprochen/geschrieben).

Auch lernte man früher Kameradschaft, viele nette Leute kennen und sich durchzusetzen. Viele glauben heute schon sich durchsetzen zu können, der Freundeskreis ist ein anderer Schnack als Kameraden, gerade die älteren.


21.08.2008 17:13    |    BlueWhite

@Dr Seltsam

 

Deine Theorie stimmt so nicht ganz. Du kannst mit höherem Dienstgrad eingestellt werden, ob du mehr als in der zivilen Wirtschaft verdienst, hängt davon ab, was du gelernt hast. Ein Kfz-Mechaniker, der in dem Beruf beim Bund arbeitet, bekommt definitiv mehr (Stuffz. ab ca. 1100€ - 1600€ netto), ein Fluggerätemechaniker bekommt weniger als "draußen", denn die Besoldungstabelle richtet sich beim Grundgehalt nicht nach dem Beruf, sondern nach dem Alter und dem Dienstgrad.

 

Einstellungsmöglichkeiten

  • Ausb. + HS Abschluss: Unteroffizier/Maat
  • Ausb. + Reals. Abschluss: Stabsunteroffizier/Obermaat
  • Ausb. + Reals. + Meister/Techniker: Feldwebel/Bootsmann
  • Studium: Offizier (je nachdem was für ein Studium als Major/Korvettenkapitän, Leutnant oder höher Dienstgrad als OffzAnwärter.

 

Zudem bietet sich eine einmalige Gelegenheit beim Bund, das vollkommen kostenfreie Studium. Zwei Nachteile hat man dort: Trimester und entsprechen die Leistungen nicht den Vorgaben, fliegt man nach einer Zeit X aus der Bundeswehr.


21.08.2008 17:20    |    cptahab

Echt, T3 ist heutzutage schon ausgemustert? :eek: Ein guter Freund wurde damals (2000) dank seiner Wespenallergie noch mit T7 zum Dienst "verdammt" und hat dann genau wie ich Zivildienst gemacht. Bei mir wars T2, dank Sehschwäche. Die Entscheidung Bund/Zivi war für mich nicht einfach – wäre ich wie gewünscht zur Luftwaffe statt zu den Pionieren gekommen, hätt ichs vielleicht sogar gemacht... Aber auch das knappe Jahr Zivi war OK. Ich war nicht in der Altenpflege, sondern -betreuung, und man trifft da tatsächlich jede Menge nette Menschen! Sieh's als ein Jahr, in dem du dich persönlich weiterentwickelst und orientierst, wie's danach weitergehen soll (klingt altklug, ich weiß ;)).


21.08.2008 17:32    |    KKW 20

Ich war auch beim Bund und habe die ersten drei Monate bei den Gasschnüfflern (ABC-Abwehr) gedient. Danach war ich bei einer Inst-Staffel. Tolle Kameraden, gute und faire Vorgesetzte, war alles in allem eine schöne Zeit.

Das Einzige was etwas nervig und anstrengend war, die Adolf-Eichmann-Gedächtnis-Märsche also 25 Kilometer Marsch mit Gummifotze...ähh ABC Schutzmaske. Das war bei uns Mannschaftern Slangausdruck, die Bundeswehr ist ja auf diesem Gebiet alles andere als Political Correct.:) Die letzen sechs Monate in der Inst waren zweifellos die besten, da war nur abpimmeln angesagt. Essen, Schlafen, Zeitung lesen und hin und wieder mal eine Wache schieben und Vorgesetzte die das herzlich wenig gejuckt hat, außer zwei Neckermänner mit Halsschmerzen. Die aber eh keiner ernst genommen hat. Positiv anzumerken ist das ich bei Oma wohnen konnte, die nämlich im gleichen Ort wohnt.:p

 

Zum Abschluss noch ein Spruch, der damals so umging:

 

Uffze, Stuffze, Oberfeld.

Wer Zivil versagt, beim Bund anfängt.:D


21.08.2008 17:35    |    isac4you

Siehe es als Schule des Lebens.

 

Bei Bund lernst du hirachische Strukturen kennen, bei mZivieldienst soziale Kompetenz. Überleg dir was dir mehr bringt.

 

Ich möchte meine 23 Monate nicht missen. Meiner Meinung nach hat jeder (Frauen wie Männer) diesen Dienst abzuleisten. Der Staat tut genug für euch (wer hat deine Ausbildung bezahlt?), da kann mann ruhig mal 9 Monate die A..Backen zusammenkneifen.

 

Ich habe auch erst gemeckert. Im nachhinein war es die erfahrungsreichste Zeit meine bisherigen Lebens.

 

Zitat:

Auch sind die Schauergeschichten über die Musterung völliger Blödsinn. Solche Geschichten wie Finger in der Hintern und der geleichen gehören in die Rubrik Mythen und Legenden.

Beim EKG pluß der "großen Hafenrundfahrt" wird die Prostata untersucht. Da bezahlst du später ne menge Geld führ da die Krankenkasse nur noch turnusmäßig führ zahlt.


21.08.2008 17:50    |    SoundAuthority

Allergie kannste stark knicken - darfst dann nur nicht zum ABC Verein. Zitat Musterungsarzt "ach jeder hat irgend ne Allergie, das ist mittlerweile irrelevant - dürfen sie halt nicht zur ABC Einheit"


21.08.2008 18:28    |    SUND0WNER

Ich muss sagen das Zivildienst schon was schönes ist. Ich lebe stressfrei zuhause, bekomme 800€ pro Monat und arbeite in der Verwaltung einer Klinik. Da ist das einzig "eklige" Bilder einzusortieren.

 

Bei der Musterung war es bei mir so das ich schon im ersten Zimmer gesagt habe das ich verweigern will, da hab ich dann nur die Grunduntersuchung machen müssen, ohne PC und Psychotestkram. Der Ärztin hab ich dann gesagt das ich Zivildienst machen möchte, die hat mir dann trotz schlechter Augen und Blutdruck T2 verschafft.

 

Ich hatte mir vorher überlegt beim Bund zu studieren, aber ich fand es nicht lohnenswert, da man sich so sehr lange verpflichten muss und ich lieber ein ziviles Leben führe ;)


21.08.2008 18:30    |    qwertzuiopasdfg

Ich war 2000 auch für 10 Monate beim Bund. War eigentlich verschwendete Zeit. Bürojob gehabt und mich über die "Intelligenz" der Uffze lustig gemacht, da hätte ich mit einem Toastbrot eine bessere Konversation gehabt. Der Hammer war mein 5kg Schein wegen Schulterproblemen, 3 Kolloße in der Kompanie gehabt, alle 5Kg Schein. Die Kleinen durften aber schleppen. :rolleyes:


21.08.2008 18:51    |    payn

hab auch mein zivi gemacht und find meiner seits den bund für sinnlos ( bzw. ich drücks mal besser aus: das wehrdienst noch pflicht ist) wenn einer da hin will soll er es machen, sonst ist das ein jahr mehr was sinnlos vergeudet wird auch wenn man zivi macht.( das einzige was beim bund hart ist, sind die ersten drei monate grundausbildung, danach heisst es playstation spielen^^)

wobei ich den zividienst noch um einiges sinnvoller finde, da man seinen sozialen horizont weiter bilden kann und auch mal andere menschen aus verschiedenen schichten kennen lernt. hab selber in einem obdachlosen treff mein zivi gemacht, und dort gabs viele schöne und manchmal auch sehr krasse momente.


21.08.2008 19:01    |    BlueWhite

Ach, habe ich total vergessen.

Ich war vor knapp 14Jahren 12Monate bei den glorreichen Muschelschupsern, genauer bei den Marinefliegern.


21.08.2008 19:09    |    LSirion

Ich war beim Bund...

 

Sind schon ganz tolle Erfahrungen, wenn man an seine Grenzen geht - nein, nicht das Saufen bis zum Umfallen - ich habe während den 9 Monaten keine 5 Bier getrunken (auch nichts anderes alkoholisches).

 

Als Zivi bekommt man mehr Geld, hat "zivilere" Arbeitszeiten, macht etwas sinnvolles... aber ich würde trotzdem wieder zum Bund gehen. :D

 

Solchen Leuten wie unserem Blogger hier würde es sicherlich nicht schaden... :rolleyes:

 

Früher wurde man für 2 Jahre in eine Kaserne gesteckt, egal ob es einem gepasst hat oder nicht und heute wird sich wegen 9 Monaten Fahrdienst beschwert... und die lassen das sogar durchgehen... Allergie und sonstige Sachen... :o


21.08.2008 19:13    |    meehster

Ich wurde ja nie vor diese Frage gestellt, aber wenn, dann würde ich alles versuchen, nicht herangezogen zu werde. Schließlich ist das verlorene Zeit und der Zivildienst wird im Falle eines Studiums nicht als praktische Erfahrung anerkannt. Ich sehe das bei mir an der Uni, wo einige männliche Mitstudenten diese Erfahrung machen.


21.08.2008 19:15    |    Saiien II

Ich hab untergewicht und bin halb blind und hab mehrere Allergien wegen Pollenflug ...

Ich glaub ich hab keine Chance im Wehrdienst angenommen zu werden... :x

Umso besser! :D


21.08.2008 19:16    |    LSirion

Inwiefern praktische Erfahrung ? Welcher Studiengang ? Wofür ?


21.08.2008 19:19    |    regda

Ich wurde ausgemustert. War ungefähr 2 Stunden bei dieser Untersuchung. Ich bin der Meinung meinen Dienst am Vaterland mehr als Ausreichend erfüllt zu haben.


21.08.2008 19:22    |    admiral26

Hi,

 

zunächst einmal sehe ich keinen großen Unterschied zwischen Zivildienst und Bundeswehr, die einen helfen im Inland, die Anderen in Krisengebieten - beides unentbehrlich.

Ich habe mich mit 17 vorzeitig zum Wehrdienst heranziehen lassen, weil ich keinen Job fand und mal ´ne Weile von zuhause weg wollte - mit 18 hatte ich schon alles hinter mir, während meine Freunde noch auf ihren Musterungsbescheid warteten.

Meine Zeit habe ich bei den Panzergrenadieren abgeleistet ( damals noch 12 Monate ) - mit "rumpimmeln" war da nichts. Schon in der Grundi gings regelmäßig bei Minusgraden für mehrere Tage ins Gelände, im Lauf des Jahres wurden die Übungen immer härter, länger und anstrengender.

Man lernt dort auf jeden Fall eine Menge über sich selbst und wie man die eigenen Grenzen immer höher steigern kann - und wie wenig der Mensch eigentlich zum Glücklichsein braucht: eine warme Mahlzeit, eine Dusche und ein richtiges Bett!

Keine verkehrte Grundlage fürs spätere Leben... Übungen in Kanada und den USA waren auch noch drin, ich hab in den 12 Monaten mehr erlebt, als in den ganzen 17 Jahren zuvor.

Aber eins ist definitiv richtig: Man muss da schon Bock drauf haben, ansonsten wird die Zeit dort eine endlose Quälerei. Daher kann man auch nicht pauschal sagen, was besser oder richtiger ist, dass muss jeder selbst entscheiden.


21.08.2008 19:24    |    meehster

@ LSirion: in meinem Fall Pädagogik bei Leuten, die an entsprechender Stelle den Zivildienst abgeleistet haben. Die Jungs "dürfen" sich jetzt z.T. an der gleichen Stelle für nen Praktikumsplatz bewerben.

Bei den Damen, die ein freiwilliges soziales Jahr hinter sich haben, sieht das anders aus.


21.08.2008 19:25    |    DonEdHartung

Erzähl denen von einer handfesten Bleiallergie und du bist fein raus:D:D


21.08.2008 19:28    |    payn

@admiral26.... also ich glaub nicht das du in den 9 monaten bundeswehr in die krisengebiete geschickt wirst. zu deinem frühzeitigen wehrdienst, ich glaub das locker 70% wenn nit mehr in dem alter in dem du zum bund gegangen bist noch zur schule gehen.


21.08.2008 19:44    |    DerMatze

war in einem krankenhaus auf station. war ne interessante zeit und manchmal kann man sich das auch für das verpflichtende praktikum fürs medizinstudium anrechnen lassen.

hatte dort auch das glück einmal in der woche in der klinikapotheke arbeiten zu dürfen (produktionshelfer von verschiedenen mittelchen, regale auffüllen etc.). war echt interessant und ne nette abwechslung vom stationsalltag.zeitweise durfte ich auch mobile patienten / unterlagen etc. mit dem klinikmobil zur dialyse und anderen kliniken fahren. war echt top. man muss halt mit menschen, leiden und tod umgehen können.


21.08.2008 19:46    |    BlueWhite

Man muss sich überlegen, was sinnvoll ist. Die Wehrpflicht ist im V-Fall eine wunderbare Sache, der eingezogene Mann ist, sollte er gedient haben, in der Lage die Basics eines Soldaten schnellstmöglich wieder zu erlernen. Er kennt die Hierarchie, kennt Verhaltensweisen und kann so das Staatsgebiet, Volk und Integrität beider verteidigen und schützen.

 

Ein Zivildienstleistender macht diesen Dienst aus verschiedensten Gründen, Angst vor der Hierarchie, Angst vor den Vorgesetzten, Angst vor der Bundeswehr, Abneigung gegen Waffen, innere Überzeugung, Berufsplanung, ...

 

Früher machten die sog. langhaarigen Bombenleger den Zivildienst, der Rest ging zum Bund, auch weil dieser kürzer war. Heute kann man nach seiner Überzeugung handeln und sollte dies auch tun, beim Bund kann man viel lernen, ebenso beim Zivildienst. Und beide werden auch in Zukunft bestand haben, da bin ich fest von überzeugt.

 

------

 

Ein Grunni wird niemals in einen Auslandseinsatz oder überhaupt ins Ausland befohlen. Ein FWDL (FreiwilligWehrDienstLeistender, nach dem ab 10. Dienstmonat bis 24 Dienstmonaten) muss eine Belehrung zur Auslandsverwendung unterzeichnen, ebenso wie die SaZ und BS.


21.08.2008 19:50    |    admiral26

@pain: Ist schon möglich, Du wirst noch vor dem Wehrdienst gefragt, ob Du bereit bist, im Ausland eingesetzt zu werden. Kreuzt Du "ja" an, und Deine Einheit kommt dran (ich glaube, dass geht heute im Rotationsverfahren), dann musst Du sogar mit - ´95 wars jedenfalls so.

Ich gehörte zu denen, die ohne Abschluß von der Haupt geflogen sind, dann bist Du mit 17 fertig - kein repräsentativer Lebensweg, da hast Du Gott sei dank recht ( ich wurde dann später Stammgast in der Volkshochschule und hab noch das Abi gemacht - wenn auch mit 30 ).


21.08.2008 19:59    |    payn

jo kann sein das du dann ins ausland geschickt wirst. glaub aber immer noch nicht das du dann nach afghanistan oder in ein anderes krisengebiet kommst. da würde einem meiner meinung nach noch sehr viel erfahrung fehlen um sadam aus nem erdloch zu holen^^


21.08.2008 20:21    |    admiral26

Ich wollte eigentlich nur darlegen, dass die Bw im Ausland ähnlich wertvolle Dienste leistet, wie die Zivis im Inland - in Kambodscha z. B. hat Deutschland Sanitätspersonal gestellt und welches ausgebildet, im Kosovo wurden Häuser, Brücken und die Infrastruktur wiederaufgebaut und so weiter... keine Ahnung, wo wir zur Zeit überall präsent sind, aber nirgendwo, um Krieg zu führen.


21.08.2008 20:28    |    fate_md

Hab Zivi gemacht und würde wieder so entscheiden. Hab damals u.a. behinderte Kinder durch die Gegend kutschiert und einige Erfahrungen gesammelt, wo jemand der mit so einem "Umfeld" (ich kann das grad nicht schöner ausdrücken) nicht vertraut ist, erstmal stehen bleibt und komisch guckt (auch ich, anfangs).

 

Hab im Anschluss dann noch 6 Monate verlängert als Pauschalkraft.


21.08.2008 20:30    |    Dr Seltsam

@ Geldverdienen: Hab bereits mal n bissel rumgegurkt und gerechnet und rausgefunden das ich mit meinem Beruf speziell beim Bund mehr verdienen würde und auch gute Chancen auf den Berufssoldaten hätte ( und somit sichre Rente und Geld ). Mach was in der Pharmaziebranche und was den San-Berreich angeht jammert der Bund eh momentan das sie keinen finden.

Tada hier bin ich :D

 

Übrigens noch was Intressantes am Rande: Ich musste ein Jahr auf meine Ausbildung warten und hab versucht Privat aus eignem Antrieb etwas "Zivildienstartiges" zu finden. Hab mir echt das Sitzfleisch aufgerißen, rumtelefoniert, damit geworben das ich ein eignes Auto zur vollen Verfügung hab und es mir nicht auf das Geld ankommt, ich sogar ehrenamtlich loshotten würde, keine Sau wollt mich. Soweit zum Thema "Pflegenotstand" und es gibt zu wenige die sich mit alten Leuten abgeben wollen.

 

Das schlimmste Erlebnis für mich war ein Fahrdienst der "jemanden mit eignem Auto und Spass am Umgang mit alten Leuten" suchte. Passte beides perfekt auf mich ( kann wirklich gut mit den älteren Damen und Herren, meine Tanten und Großeltern sind alle ganz verrückt nach mir :D:D :) ), angerufen, "wie alt sind sie?". Sag ich 19, sagen die, da verdienen sie auf jedenfall zu wenig bei uns. Hab ich der Dame im freundlichsten Ton erklärt es kommt mir nicht auf das Geld, sondern einfach auf die Arbeit an, dass ich sowas gern machen würde. Daraufhin isse noch unfreundlicher geworden allse ohnehin schon war und hat mir noch einen schönen Tag gewünscht.

Seit dem lach ich mir den Arsch ab wenn irgendwo von Pflegenotstand oder dergleichen geredet wird. So schlimm kanns nicht sein wenn man einen 19 Jährigen, ehrenamtlichen Mitarbeiter mit eignem Auto ablehnt :mad::mad::mad:

 

Achso, freiwilliges Soziales Jahr, ich hatte ja genau ein Jahr Zeit und war im Sommer aus meiner alten Schule gekommen, dort angerufen: " Ja da müssen sie sich im Winter letzten Jahres bewerben, im Frühjahr werden die Stellen dann ausgeteilt". Danke noch schönen Tag.

 

Da sieht man mal was der Wille zur ( freiwilligen ) Arbeit in Deutschland noch Wert ist, aber immer schön von der faulen, saufenden Jugend berrichten :mad::mad::mad:


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