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28.07.2009 20:40    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Alter, Gesellschaft, Leben, Leute, Vergangenheit, Zukunft

In seinem Leben durchläuft ein Mensch bekanntlicherweise verschiedene Altersstufen. Doch welche ist im Rückblick die Beste Zeit? Oder welche Zeit wird in Zukunft wohl die Beste?

 

Ich habe die Altersstufen einmal wie folgt eingeteilt:

 

1. 0 - 10 Jahre: Die Klein- bzw. Kinderzeit

2. 11 - 18 Jahre: Die Jugendlichen

3. 19 - 26 Jahre: Die jungen Erwachsenen

4. 27 - 55 Jahre: Die Erwachsenen

5. 56 - 65 Jahre: Die "angehenden" Rentner

6. Ab 65 Jahre: Die Rentner

 

Natürlich kann die Alterseinstufung je nach der Persönlichkeit ganz anders ausfallen: Manchmal sind 18 jährige reifer als 30 jährige. Deswegen sind die Phasen auch nur Grob eingeteilt.

 

Aber was ist nun die beste Zeit des Lebens? Welche ist am Einfachsten? Welche bereitet die größten Probleme? Welche würde man am liebsten auslassen?

 

Meine persönliche Meinung

 

Die einfachste Zeit ist die "Klein- bzw. Kinderzeit". Warum?

Man muss sich noch nicht um viele Dinge kümmern, man kann die Zeit mit spielen vertrödeln. Man muss noch nicht wirklich an morgen denken. Freunde finden ist ganz einfach, ob die Freunde lange bestehen bleiben ist dabei natürlich eine andere Frage. Der Druck in der Schule ist noch nicht all zuhoch, und es macht noch Spaß dort hin zu gehen. Gedanken um Finanzen, Wirtschaft und andere Lebensentscheidungen braucht man sich noch nicht zu machen. Deswegen ist diese Zeit für mich die einfachste Zeit.

 

Schwierig finde ich die Zeit der Jugendlichen (Ich bin ja gerade auch erst raus). Man muss viele Entscheidungen treffen, die die Zukunft doch deutlich beeinflussen können. Trotzdem hat man noch nicht immer die Weitsicht, um die Auswirkungen jedes Handels zu begreifen. Die Schule ist sehr wichtig, man muss sich einen Weg auswählen, wie man sich die Zukunft gestalten will: Abi? Ausbildung? Studium? Also insgesamt eine komplizierte Zeit.

 

Über die anderen Zeiten kann ich natürlich noch nicht so viel sagen.

Trotzdem denke ich das besonders die Zeit über 50 ganz schön sein kann: Man hat beruflich hoffentlich das geschafft was man möchte, hat den Partner / die Partnerin für's Leben gefunden und kann die Zeit genießen. Oftmals wird diese Zeit noch nicht durch altersbedingte Schwächeerscheinungen geprägt.

 

Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Welche Zeit war / ist am Besten?


28.07.2009 20:47    |    _RGTech

Bäääh, ich bin ja anscheinend schon Stufe 4 :o

 

 

Ich möchte behaupten, dass die Zeitphasen alle was für sich haben. Kenne zwar 4-6 bislang nur aus Beobachtung, aber so ein geruhsames Dasein (5,6), mehr Freizeit (6), das "Es Geschaffthaben" ist sicherlich ein angenehmes Gefühl. Dafür hatte man früher ein aufregenderes Leben, wo sich viel veränderte, wo man noch weniger Angst kannte und spontaner war... Okay, gilt natürlich nicht für jeden, manche benehmen sich mit 60 noch wie gerade erst aus der Schule raus ;)

 

Dann ist die Pubertät, was bekanntlich viele überspringen möchten, mit eine der entscheidenden Phasen. Wenn man sich da allzu passiv verhält, guckt man hinterher blöd, wo denn das Leben geblieben ist. Also irgendwie auch notwendig.

 

 

 

Blöd ist allein, dass da wo man am meisten Geld auf den Kopf hauen könnte, man meist nicht genug hat - und wenn man dann mal was angesammelt hat, weiß man nichts gescheites mehr damit anzufangen ;)


28.07.2009 21:30    |    flowserve

Finde im moment die Phase 3 ganz angenehm,man ist aus der Schule raus,die Lehrzeit mit wenig Geld ist vorbei.

 

Nun verdient man ganz gutes Geld ist aber trotzdem noch relativ jung und kann sich nen paar wünsche erfüllen.

 

Denke aber auch das die nächsten Phasen auch ihre Vorteile haben.

 

Mal sehen wie es weitergeht.

 

lg Martin,der heute der 4 Phase leider verdächtig nah gekommen ist


28.07.2009 22:27    |    alexander-barth

Ich denke jede Zeit hat was für sich!

Ich bin aktuell in Phase 3 und möchte ehrlich gesagt nicht wieder in 2 zurück. 1 ok, aber 3 finde ich schon besser als 2 :D Das Studentenleben ist halt echt nicht schlecht ;)


28.07.2009 23:25    |    124er-Power

Kanns net so beurteilen, aber ich würde sagen das die Phase 5 am schönsten ist.

Rentner Zeit mein ich.

Endlich hat man den Alltagsstress los, kann aufstehen wann man will und kann tun und lassen was man will. Nur siehts meistens gesundheitlich nicht mehr so gut aus. Man wird halt i.d.R. meistens gebrechlich mit der Zeit. Die Arbeit macht einen halt doch ganz schön kaputt über die Jahre, je nachdem was für einen Job man hatte.

Mit den Finanzen stehts auch net immer so gut, eben auch jenachdem wieviel man vorher verdient hat.

 

Pauschal kann man also nicht sagen was jetzt wirklich die beste Zeit ist / war.

 

Wenn die Gesundheit und die Finanzen passen, dann würd ich Phase 5 nehmen.


28.07.2009 23:26    |    ladafahrer

Als ich 18 war, hatte ich Angst davor, 20 zu werden, denn die "2" als erste Ziffer machte irgendwie alt.

Daß ich jemals 30 werden könnte, war in den nächsten Jahren absolut nicht im Zeitplan vorgesehen.

Mittlerweile bin ich Mitte 40 und finde dies ausgesprochen nett.

 

Ich gehe davon aus, daß ich auch mit 60, 70 oder 100 ein zufriedener Mensch sein werde. Man muß m. E. nur die Aufgaben seiner jeweiligen Altersstufen erfolgreich lösen, dann kommt man auch ins nächste Level.

 

Zwanzig oder dreißig Enkelkinder sind durchaus erwünscht.

 

Rückblickend finde ich die Zeit des Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Schlimmsten.

Die Zeit des Jugendlichen deshalb, weil er im Bildungsparcours zukunftsweisende Entscheidungen treffen muß, für die ihm oft noch die Erfahrung fehlt. Vor allem verzeiht die Gesellschaft hier keine Fehler mehr. Wer z.B. einmal sitzenbleibt, damit ein Jahr zu spät studiert - für den stelle ich es mir sehr schwer vor, als Vollakademiker mit Ende 20 noch eine Stelle zu bekommen.

Auch für junge Erwachsene halte ich die Zeiten für härter als sie noch vor 20 Jahren waren. Und schon damals war es ausgeträumt...

Die beruflichen Anforderungen an ständig erweiterte Persönlichkeitseinschränkungen und die Erwartungshaltung an unbegrenzte Flexibiliät lassen charakterliche Auslebungsphasen und thematische Differenzierung altersgerechter Richtungsfindung fast nicht mehr zu. Verstärkt wird dies durch die mediengesteuerte Singularisierung von Privathaushalten zur Absatzsteigerung von Verbrauchsprodukten. Diese Orientierungslosigkeit ist, wenn sie sich verselbständigt, möglicherweise ein Grund dafür, daß junge Erwachsene bei seelischen Grenzsituationen mit Kurzschlußhandlungen in die Medien geraten.

 

Ich bin wirklich froh, nicht mehr vor der Entscheidung zu stehen, was einmal aus mir werden soll.

 

Ich finde die Zeit des "Erwachsenen" die Beste. Man kann auf eine Familie blicken, hat sich einiges aufgebaut und muß nicht mehr die Adresse der Stammkneipe als Anschrift angeben.

Allerdings verdiene ich, im Gegensatz zu sehr vielen Mitbürgern, mein Geld in meinem Traumjob. Das nimmt schonmal die "Belastung" vom Tageswerk und läßt die "Beanspruchung" gar nicht fühlbar erscheinen. Vor allem die von Massenmedien geschürten Zukunftsängste lassen sich mit einer relativen Ausgeglichenheit auf das Wesentliche konzentrieren und die Werkzeuge für Gegenmaßnahmen entwickeln.

 

Ich werde sehen, wie meine Zeit später als Rentner aussieht. Hauptsache ist immer eine positive Grundeinstellung.


29.07.2009 00:19    |    seppelceh

Zu Phase 1 kann ich ehrlich gesagt nicht mehr so wahnsinnig viel sagen.

 

Die nächsten beiden Phasen habe ich aber auf jeden Fall sehr genossen und sie auch gut ausgekostet. ;)

Es war eine wunderbare Zeit, auch wenn es den einen oder anderen Tiefschlag gab. Mal von Seiten der Frauen, mal von Seiten der eigenen Fauheit und Feierlust.

Ich habe zwar fast meinen Traumberuf, allerdings ärgere ich mich ein wenig, dass ich früher icht mehr gelernt habe und das jetzt nachholen muss. OK, die Ausbildung hab ich mir ausgesucht, ich weiß nicht ob ein Studium mir zu einem besseren Lebensgefühl verholfen hätte. Ich bin mit meinem Job ganz zufrieden, Schlipsträger ist eh nicht mein Ding. Trotzdem beende ich gerade meinen Techniker und will jetzt ein Fernstudium testen.

Aber trotz allem geht es mir ziemlich gut. Habe zwar keine Familie, dafür meine eienen vier Wände und nen Job, der mir Spaß macht. Hätte ich fleißiger Gitarre gespielt wäre jetzt ahrscheinlich mein Traumberuf drin, aber so schlimm ist das auch nicht. Zusammengenommen kann ich sagen, dass die letzten drei Phasen wohl sehr angenehm waren und ich entspannt in die Zukunft blicken kann. Schließlich hat Phase vier erst vor zwei Jahren angefangen.

Ich ahbe mein Leben noch vor mir!


29.07.2009 00:31    |    _RGTech

Zitat:

Es war eine wunderbare Zeit, auch wenn es den einen oder anderen Tiefschlag gab.

Siehste, und ich hab da sämtliche Tiefschläge erfolgreich umschifft, dafür kann man aber auch nicht behaupten, ich hätte alles ausgekostet...

Nun ja, dafür hab ich nun keine finanziellen Schwierigkeiten und könnte gar darüber nachdenken, einfachere (vor allem nähere, wegen der Fahrtzeiten) Jobs anzunehmen - vielleicht nicht jetzt, aber ganz sicher vor Phase 5. Oder schon wenn sich meine Firma doch mal wieder zu Kürzungen entschließen sollte. Man weiß es noch nicht ;)

 

Muss nur noch eine passende Frau zu dem Lebensstil finden :)


29.07.2009 09:54    |    Polo I

Jede Phase hat ihren Preis, somit gibt es "die Beste" nur im Rückblick, da man rückblickend idealisiert.

 

Da wäre:

1. 0 - 10 Jahre: Die Klein- bzw. Kinderzeit

 

Klingt unbeschwert, wird allerdings durch erzieherische Massnahmen erheblich eingeengt. :D

 

2. 11 - 18 Jahre: Die Jugendlichen

 

Nicht Fisch nicht Fleisch, die Bäume wuchsen wie Schilfgras in die Höhe, um bereits beim ersten Sturm einzuknicken..... :cool:

 

3. 19 - 26 Jahre: Die jungen Erwachsenen

 

Man spürte den wachsenden Druck an Verantwortung, stiess bereits häufig an seine Grenzen... die man anfänglich nicht akzeptieren wollte.:eek:

 

4. 27 - 55 Jahre: Die Erwachsenen

 

Zwänge durch Familie, Beruf und das gewählte gesellschaftliche Umfeld liessen so manchen Traum zerplatzen, dabei erwischte man sich häufig bei den Fragen nach dem Sinn alles Tun... sofern man Zeit dazu fand. :(

 

5. 56 - 65 Jahre: Die "angehenden" Rentner

 

Glaubte man nun endlich allen Verpflichtungen und Zwängen entflohen zu sein, so engte nun der "Verschleiß" durch das Vorleben einen in seinen Möglichkeiten ein.:o

 

6. Ab 65 Jahre: Die Rentner

 

Man schöpft nun aus seinem bisherigen Leben, dessen Saat mehr und auch weniger aufgegangen ist. Erwischt sich dabei häufig im Vergleich zu anderen und sucht nach Bestätigung alles richtig gemacht zu haben.:confused:

 

..... die beste Zeit war eigentlich die, wo die Neugier stärker war als die Angst davor, Negatives zu erleben.:rolleyes:


29.07.2009 10:30    |    Spatenpauli

Will sich der "ALTE MANN auch mal zu äussern. Ich bin in der Phase 5, ein Jahr vor 6, aber schon seit 9 Jahren im Ruhestand. Die schönste Phase beginnt, mitte Phase 4, warum? Die Kinder sind GROß und man "jagt" nicht mehr durch das Leben. Man erfreut sich, an den kleinen Dingen des Lebens. Man lebt bewuster und hat gelernt, die Dinge gelassener zu nehmen. Konnte zu der Zeit nicht ahnen, daß ich schon mit 55 zu Hause bleiben konnte. Jetzt ist das Leben genau so ausgelastet, aber eben mit den Dingen, die man gerne macht. Dazu gehören bei uns, sehr viele Reisen. Wir leben jetzt so, als währe jeder Tag der "LETZTE". 

MfG aus Bremen   


29.07.2009 19:37    |    _RGTech

Das genau könnte mein Ziel sein.

 

OK, mit den Kindern wird's wohl so nicht hinhauen :D


30.07.2009 16:30    |    checkyChan

Zitat:

3. 19 - 26 Jahre: Die jungen Erwachsenen

 

Man spürte den wachsenden Druck an Verantwortung, stiess bereits häufig an seine Grenzen... die man anfänglich nicht akzeptieren wollte.

Cannabiskonsum mag zwar deine Privatsache sein, aber vergiss nicht: Dein Körper gehört dem Staat - zumindest scheint dieser davon überzeugt zu sein. :D Vielleicht bist du aber auch nur zu oft bei Rot über die Straße gegangen :)

 

Während ich weiter darüber spekuliere, welche Grenzen du überschritten haben könntest, muss ich feststellen, dass die Zeit des Jungen-Erwachsenseins (21 - 28 Jahre) bislang die beste ist.

 

Man hat die Staatsschule hinter sich und ein reifer Verstand trifft auf ein kritisches Bewusstsein, und das Wichtigste, körperlicher Verschleiß stellt sich auch noch nicht sonderlich ein. :o


01.08.2009 21:15    |    Bastified

Also mir gafallen Phase 1 und 3 am Besten.

 

 

Die erste Phase war toll weil Ferien Ferien waren, weil man den ganzen Morgen die coolen alten Trickserien gucken konnte, weil man Sachen spielen konnte die man heute nicht mehr spielen kann (obwohl man gern würde, aber ist zu peinlich, bzw. keiner würde mitmachen) usw.

 

 

Und die Dritte und aktuelle phase ist gut weil man in seinen Entscheidungen und in seinem Handlungsspielraum schon Erwachsen ist, man aber gleichzeitig auch noch mal Kleinkind sein darf und jetzt einfach die Beste Zeit ist alles auszuprobieren, noch kann man sich immer noch umentscheiden. Irgendwie gut, kann man gar nciht so beschreiben was noch alles so toll ist.


18.09.2010 15:41    |    runnerbaba

1,2, und Rentner wenn noch fit und gesund und genug Geld angespart.

 

Ganz klare Sache.


22.05.2012 17:42    |    Sunny Melon

Tja mit dem Wissen von heute,lange in Phase IV angelangt,würde ich sagen die Zeit zwischen 19 und 26 war schon sehr schön,viel erlebt,viel gelernt und auch die meisten Bauchlandungen gemacht.:)

Trotzdem möchte ich diese Zeit niemals missen.....

 

sonnige Grüße,

Sunny


22.05.2012 18:51    |    DER POLO_NEGER

Als Jugendlicher ist es schon etwas besonderes, man kann ja schon zuschauen, wie man stärker wird, dann kommt die erste liebe, das erste Auto usw:D


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