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Halbgott

Eindrücke niedergeschrieben

Mon Oct 26 16:21:07 CET 2009    |    Druckluftschrauber2011    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Feiern, Party, schwul, Wochenende

Ich habe mein Wochenende mal wieder in Berlin verbracht. Grund war, dass jemand den ich auf Hawaii kennengelernt habe übers WE Berlin erkunden wollte. Da ich mich ein klein wenig auskenne, bot ich mich als Führer an. [mehr]

Der Freitag war ziemlich lustig und am Samstag waren wir dann etwas kränklich. Nichtsdestotrotz machten wir die typische Touristenrunde. Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Regierungsviertel und Kurfürstendamm. Die Standardsachen halt.

Am Abend sollte es dann wieder auf die Piste gehen. Treff bei einer Freundin in der WG und von da aus dann weiter und jetzt beginnt auch die eigentliche Geschichte 🙂

Um es kurz zu machen. Wir entschlossen uns dazu in einen Schwulenclub zu gehen. Um genau zu sein in das Schwuz. Grund dafür war, dass in unserer kleinen lustigen Runde einer war, der den Männern wesentlich mehr zugeneigt ist als den Frauen.
Ein sehr lustiger und unterhaltsamer Mensch.
Die beiden Gäste aus der Schweiz waren mit seiner sehr lockeren und offenen Art am Anfang zwar etwas überfordert und staunten etwas, wie offen er mit seiner sexuellen Orientierung umging aber im Laufe des Abends sollte sich das alles ändern. Der Abend war nämlich extrem lustig. Ich habe selten so eine gute Stimmung in einem Club erlebt. Allesamt waren total losgelöst und so gut gelaunt, dass man zwangsläufig auch gute Laune haben musste.
Die Musik war eine Mischung aus sehr cool bis Best of Bravhits. Wir tanzten zu Gossip, M.I.A., MIA, Whigfield, Dr. Alban, Aqua, Madonna und was weiß ich alles. Ach eigentlich tanzten alle zu allem. Es war so völlig frei von Verhaltensmustern oder irgendwelchen Zwängen. Einfach total liberal.

Es kam zwar vor, dass man Typen sah, die Oberkörperfrei auf der Tanzfläche rumknutschten oder das man eben selbst mal leicht berührt/gestreichelt wurde aber damit muss wohl leben und rechnen, wenn man so einen Club besucht. Auch, dass der fixierte Blick auf einen jetzt nicht bedeutet, dass es gleich Stress gibt sondern eher, dass man die ganze Nacht Spaß haben könnte 😛

Man muss wohl eine gewisse Toleranz als hete Kerl mitbringen, um in solch einer Umgebung seinen Spaß zu haben und da es mir an Toleranz hoffentlich nie fehlt/fehlen wird, hatte ich ungemein viel davon.
Meine Schweizer Begleitungen auch, die nicht verstehen konnten, wie sie als Frauen von Männern aus der Damentoilette „geworfen“ werden konnten, weil die Männer ihre Ruhe haben wollten. Noch weniger kamen sie nach dem Clubbesuch nur noch mit der Berliner bzw. unserer Esskultur zurecht.

Früh um 6 Uhr bei Curry36 war fast alles vorbei, als sie lesen mussten, dass man sich zwischen Wurst mit oder ohne Darm entscheiden kann. Wie man bei Essen fragen kann, ob man es mit oder ohne Darm will konnten die gar nicht verstehen. Auch kannten sie keine Bulette. Die nette Dame auf der anderen Seite der Theke hat mit dem Klischeehaften Berliner Charme und Schnauze gefragt, wo ich die denn aufgetrieben habe.

Der Darm und die Bulette haben es den beiden echt angetan. Sie brachen vor Lachen noch nach der Taxifahrt vor dem Hotel zusammen und kugelten sich dann auch noch im Hotel auf unserer Etage. Der Begriff „rofl“ wurde mehr als anschaulich durch die Beiden, die sich überhaupt nicht beruhigen konnten. Selbst am nächsten Morgen musste ich nur Darm und Bulette sagen und die beiden lachten wieder wie blöd. Sehr lustig.

Traumhaft. Es war echt einmal wieder ein verdammt gelungenes Wochenende mit neuen Eindrücken, da es einfach einmal etwas ganz anderes war. Dazu noch ein wenig Festival of Lights Eindrücke… toll. Berlin ist imho immer und immer wieder ein lohnendes Reiseziel.

Abschließend daher noch etwas passende Musik und Gruß an Christin, die mich gestern auf das Lied gebracht hat.

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Ach ja. Die original Einleitung.
Da ich mich ein klein wenig auskenne, bot ich mich als Führer an, weil Führer und Berlin passt ja. 😰 😁
 


Mon Oct 26 18:38:35 CET 2009    |    Kurvenräuber137127

Zitat:

Es kam zwar vor, dass man Typen sah, die Oberkörperfrei auf der Tanzfläche rumknutschten oder das man eben selbst mal leicht berührt/gestreichelt wurde aber damit muss wohl leben und rechnen, wenn man so einen Club besucht. Auch, dass der fixierte Blick auf einen jetzt nicht bedeutet, dass es gleich Stress gibt sondern eher, dass man die ganze Nacht Spaß haben könnte 😛

😰

😎

😁

Mon Oct 26 18:54:17 CET 2009    |    Druckluftschrauber2011

😉

Mon Oct 26 21:38:38 CET 2009    |    rallediebuerste

😰
😮

😁

Mon Oct 26 21:49:13 CET 2009    |    vidaman

war dat nich en ösi der jahrelang für fresse voll gesorgt hat 😁

LG
Vidaman

Mon Oct 26 22:32:51 CET 2009    |    Druckluftschrauber2011

wat?

Mon Oct 26 22:49:31 CET 2009    |    Antriebswelle135730

In dem Artikel erscheint nicht einmal das Wort Bier. Und das beim Thema Feiern am WE ... 😕

Tue Oct 27 07:13:56 CET 2009    |    Druckluftschrauber2011

Ja okay. Bier gab es an jedem Abend. Stand nun aber doch eher im Hintergrund.

Tue Oct 27 17:40:27 CET 2009    |    XC70D5

Man hat Dich gefilmt ! 😰

Gruß

Martin

Tue Oct 27 17:44:32 CET 2009    |    Phaetischist

Du scheinst ja ein gutes Wochenende gehabt zu haben. Interessant. Ich weiß nicht, ob ich so locker in so einen Club gehen würde. (Und ich habe sicher nichts gegen Schwule.)

Tue Oct 27 18:08:49 CET 2009    |    Druckluftschrauber2011

Zitat:

Man hat Dich gefilmt !

Verdammt 🙁

Na jetzt ist es raus.

Zitat:

Ich weiß nicht, ob ich so locker in so einen Club gehen würde.

Einfach machen war das Motto. Ich war da spontan und spontan ist bei Party ja meist das Beste 😉

Tue Oct 27 18:20:04 CET 2009    |    Phaetischist

bzw. ob ich "könnte"... trifft es wohl eher. 😉

Hehe...

Thu Oct 29 20:09:26 CET 2009    |    Fensterheber15352

Ich war viele Jahre in Köln feiern, zwar in "gemischten" Clubs, aber es würde mir nix ausmachen, wenn ich in einem schwulen Club feiern würde. War z.B. vor ein paar Jahren mal zufällig in einer Disse, die an dem Abend gerade eine schwule Party veranstaltet hat. War eine stinknormale Party, außer daß fast nur Männer anwesend waren und neben meiner Maus nur eine handvoll weitere Frauen (ja, alles echte!). Und saugute Stimmung! Einzig daß ich immer wieder von Männern angequatscht wurde, die meine Maus neben mir nicht bemerkt hatten oder dachten, sie wäre "nur eine Freundin", ist vielleicht eine Erwähnung wert. Wer seine homophoben Komplexe mal für einen Abend ausblenden kann, der wird als Heteromann in einem schwulen Club richtig viel Spaß haben. Da ich auch so öfter von schwulen Männern angesprochen werde (fragt mich bitte nicht, warum -> keine Ahnung!), ist es mir auch völlig egal, wenn ich dann in so einem Club angemacht werde. Wirklich penetrant war bisher noch nie einer. Da sind die meisten Typen die Frauen anmachen deutlich aufdringlicher.

Thu Oct 29 20:14:11 CET 2009    |    Druckluftschrauber2011

Zitat:

Wirklich penetrant war bisher noch nie einer. Da sind die meisten Typen die Frauen anmachen deutlich aufdringlicher.

Das glaube ich aufs Wort!

Deine Antwort auf "Der etwas andere Clubbesuch"