Fri Apr 06 16:36:52 CEST 2012
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DoNuT_1985
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autobahn, degenerierung, ignoranz, rechtsfahrgebot, verkehr
Hallo miteinander! Es ist wieder mal Zeit für einen neuen Blogartikel - diesmal kein Detailgefrickel zum Thema BMW E90 & Co, sondern mal ein etwas allgemein gefasster Bericht über meine Erlebnisse auf der Straße, im Speziellen auf der Autobahn. Im Herbst letzten Jahres hat sich mein Fahrprofil wegen eines Standortwechsels meiner Firma wieder mal verändert und nach 3 Jahren Zug-Auto-Pendeln gefolgt von ca. 1 1/2 Jahren Landstraße bin ich nun täglicher Autobahn-Pendler, und zu dem Thema möchte ich ein paar Eindrücke loswerden, die sich mir so geboten haben, obwohl ich damit sicher niemanden überraschen werde... 😉 Falls es hier Österreicher aus der Gegend gibt, mein täglicher AB-Anteil liegt auf der A9-Phyrnautobahn zwischen Vogau-Straß und Graz (what else?), ich war jetzt zu faul, die genaue Länge rauszusuchen, aber es werden wohl ca. 40 km hauptsächlich zweispurige Autobahn sein, die teilweise per Überkopfanzeigen bei schlechten Imissionswerten (Feinstaub) auf 100 km/h gedrosselt werden - soviel zur Ausgangslage, im Gegensatz zu deutschen Vollgasautobahnen ein eher ruhiges Fahrwasser.... An sich bin ich ein relativ ruhiger Mensch, der meist erst mal schluckt, reflektiert und überlegt, bevor er an die Decke geht - die wenigen Ausnahmen finden meistens am Steuer meines Autos statt, und hier gibt mir die A9 täglich Anlass, sich zumindest gepflegt an die Stirn zu greifen... 😁 Im Endeffekt lässt sich das meiste darauf zurückführen bzw. macht den Anschein, als ob jeder Zweite mit Scheuklappen unterwegs wäre und sich null darum schert, eventuell auch andere Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigten und vielleicht auch etwas zu antizipieren - unterm Strich würden wohl deutlich weniger Bremsen verschlissen werden, weniger Sprit verbrannt und das eine oder andere Mal würden sich auch Polizei, Rettung und der Gutachter ein paar Fahrkilometer ersparen... Ich rede hier gar nicht von den klassischen "Königsdisziplinen" Drängeln, Rasen und dicht auffahren. Mein Eindruck nach ca. einem halben Jahre und etwa 10.000 Kilometern auf der AB ist, dass die vielgescholtetenen "dicken Kisten" hier nicht die Haupttäter sind. Ich könnte mich gar nicht erinnern, dass bisher überhaupt mal ein Drängler an meiner Stoßstage geklebt wäre. Eher sind es die ganz normalen "Durchschnittsautofahrer", die mit wenig Voraus- und Umsicht den Alltag im Verkehr deutlich stressiger machen, als er sein müsste... Als erstes Beispiel sei mal genannt, dass es anscheinend wirklich eine Kunst ist, das Rechtsfahrgebot auf den eigenen Fahrstil zu applizieren (😁). Ein LKW am Horizont, ein langsam näherkommender Wagen 500 Meter dahinter scheinen anscheinend als Rechtfertigung zu genügen, die nächsten 5 km auf der 2. Spur zu verweilen. Ich versuche, so oft wie möglich nach rechts auszuweichen, wenn es die Situation zulässt. Wenn der nächste LKW meilenweit entfernt ist und jemand hinter mir es eventuell eiliger hat, spricht ja nix gegen, einfach mal wieder die Spur zu wechseln - umgekehrt sollte es nicht in blödes Hin- und Hergeflippere zwischen den Spuren ändern, wegen dem andere dauernd bremsen müssen. Voraussicht und ein gesundes MIttelmaß ist hier wohl das oberste Gebot. Wenn man aber eher in der Minderheit derer ist, die so fahren (vor allem bei dichterem Verkehr), merkt man allerdings, dass das nur gut funktioniert, wenn die anderen auch mitspielen. Ein Phänomen dabei ist, dass ein Ausweichen auf die 1. Spur wohl pauschal als "Übererlaubnis erteilt" aufgefasst wird. So fährt einem der Hintermann mit ordentlichem Abstand z.B. 5 km nach, es wird aber oft passieren, dass er plötzlich meint, 2 km/h schneller fahren zu müssen, wenn man das Rechtsfahrgebot einhält - oft mit einem solchen Timing, dass er ewig neben einem herfährt und man früher oder später auf den Vordermann aufläuft, während der Schleicher links neben einem immer noch mit dem Überholen beschäftigt ist... 🙁 Ich versuche, so oft und lang wie möglich mit dem Tempomat zu fahren, weil es einfach die angenehmste Weise ist, auf der AB dahinzugleiten. Mein Richtwert ist da "erlaubtes Limit plus 10 am Tacho", also Tacho 110 bei Limit 100 bzw. 140 bei 130. Mit Tachovorlauf ist man dann in einem halbwegs massenkompatiblen Tempo unterwegs, und die tatsächlichen 3-4 km/h, um die man das Limit überschreitet, haben mich seit 2003 noch keinen Cent gekostet. Ist der Vordermann mal 2 km/h langsamer, drossle ich das Tempo, damit ich ihm nicht auflaufe oder beim Überholen ein totes Rennen entsteht, auf ca. 40 km oder knapp 20 Minuten Fahrzeit spielt das keine Rolle, da bin ich lieber stressfrei unterwegs... Hier fällt dann allerdings auf, was für krasse Schwankungen manche Autofahrer im Tempo haben - geht man mit Tempomat nach rechts, kommt oft das bereits beschriebene "Überholphänomen" zum Tragen, bei dem der Hintermann (der links bleibt) plötzlich an einem vorbeischleichten will. Hier hat man dann nur die Option, dass man selber vom Gas geht, damit er vorbei ist, bevor man ins nächste Hindernis prallt oder rechtzeitig wieder selbst rauszieht, auch wenn der nächste zu Überholende noch weit entfernt ist - ich finde das einfach nur unnötig und anstrengend, dass man für eine halbwegs harmonische und gleichmäßige Fahrweise dauernd die Mätzchen der anderen antizipieren muss... ich "zwicke" anderen auch nicht den (Überhol-)Weg ab, wenn sie vor einem LKW oder langsameren PKW rausziehen wollen - einfach mal kurz das Gas lupfen, schneller überholen oder eine Geste, damit der andere auch halbweg störungsfrei vorankommt. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso viele ständig links fahren - wenn man auf der Überholspur ist, hat man das Problem schließlich nicht... 🙂 Die Krönung ist dann aber meistens, dass man nach dem Überholvorgang (bei unverändertem Tempo) meist schnell wieder aufschließt und den "Experten" schlussendlich wieder überhole, wenn man den Speicher des Tempomats abruft, weil er dann plötzlich wieder langsamer unterwegs ist... ab und zu verschwindet der andere dann wieder komplett im Rückspiegel, obwohl ich eigentlich immer gleich schnell gefahren bin (Tempomat) - manche kommen zum Ausgleich dann aber mit 20 km/h Überschuss daher und schießen ein paar Kilometer später wieder vorbei... da fragt man sich schon manchmal, ob manche am Steuer lesen, essen oder gar kochen???? Ich kann nicht sagen, ob andere nicht genauso in ihren Autos schimpfen, wenn ich an ihnen vorbeiziehe und das nur unreflektierte, subjektive Wahrnehmung ist, aber selbst ich als relativ junger Autofahrer mit 26 Jahren hab manchmal das Gefühl, dass die Führerscheine wirklich stapelweise ausgeteilt worden sind... Geht es euch ähnlich oder übertreibe ich hier etwas?
Schließlich sind BMW-Fahrer (wie ich einer bin) dem Klischess nach ja eher der Raser- und Dränglerfraktion zuzuschreiben als den Moralaposteln, obwohl mein Eindruck eher der ist, dass Fahrer mit zunehmender Motorisierung und höherem "Imagefaktor" meist viel unauffälliger unterwegs sind - mir wäre noch nie ein Porsche 911 ungut aufgefallen, und gestern bin ich tatsächlich einem M550xDrive Touring fast die halbe Strecke mit konstantem Tempo nachgefahren, ohne das er irgendjemanden bedrängelt, geschnitten oder sonst wie genötigt hätte... Auf jeden Fall bin ich froh, dass jetzt mal wieder ein langes Wochenende wartet und das Auto für die nächsten paar Tage bis auf einen obligaten Verwandtschaftsbesuch wohl hauptsächlich in der Garage stehen bleibt, anstatt sich durch den Blechdschungel Autobahn kämpfen zu müssen... In diesem Sinne wünsche ich auch frohe und stressfreie Ostertage! MfG DoNuT |
Sat Feb 18 16:38:39 CET 2012
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DoNuT_1985
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328i, 3er, BMW, F30, Fahrbericht, Vorführwagen, Vorstellung/Fahrbericht
Eigentlich bin ich ja nur Gebraucht-BMW-Fahrer und ich weiß nicht, ob die Marke auch in der Zukunft meine Liga bleiben wird... man kann ja auch andere Prioritäten im Leben setzen als Autos mit Listenpreisen jenseits der 30-40k €... 😉 Die Vorstellung Nichtsdestotrotz bin ich mit meinem 3er noch sehr zufrieden, aber als Fan kann man sich auch ohne realistische Kaufabsichten für's neue Modell, den F30 interessieren... ich hab inzwischen einige Zeitschriften, Youttube-Videos und ONlineartikel zum Wagen gelesen, letzte Woche bot sich mir dank ein bisschen "Vitamin B" die Gelegenheit, beim Freundlichen meines Vertrauens an der Vorstellung des Wagens teilzunehmen - und neben gutem Essen und einen Bierchen auch ein paar Bilder von den ausgestellten Modellen zu schießen sowie zu etwas späterer Stunde noch ein interessantes Gespräch mit einem Verkäufer zu führen und für die Sammlung noch Preisliste und Katalog abzustauben.. 😉 Zu sehen gabs 4 Stück F30, die genaue Konfiguration aller Fahrzeuge weiß ich nicht mehr, aber ich glaube, sie waren wie folgt aufgestellt (man sollte auch alle vier auf den Bildern sehen, vielleicht wisst ihr es ja besser... 😁 )
Ich will mich eigentlich kurz halten, da dank der Presse schon viel bekannt ist... Design Soviel sei gesagt: Der F30 ist gefühlt ein gewaltiger Sprung nach vorne im Vergleich zum E90, das spürt man, wenn man 1x umsteigt und um beide Autos streift. Das Design des neuen 3ers ist eigentlich durchweg gelungen - im Grunde 90% 5er F10 in etwas kompakteren Dimensionen - hätte man ihm eine leicht sportlichere Variante dessen Front verpasst, wäre er in meinen Augen perfekt - einen schöneren BMW gäbe es in der derzeitigen Modellpalette nicht. Auf jeden Fall sieht er von der Seite mit dem noch kürzeren Heck und der eeeeeewig langen Schnauze wirklich sehr dynamisch, aber keinesfalls zu gewollt oder aggressiv aus. Innenraum Auch der Innenraum hat stark gewonnen - im Vergleich zum E90 wirkt er deutlich ansehnlicher. In Sachen Qualitätseindruck kann ich keinen umfassenden Eindruck geben, allerdings kommt mir der E90 irgendwie trotz aller Eleganz des neuen Modells im Bereich Klima/Radio solider vor. Auch die Türverkleidungen unterhalb der Fenster kommen mir bei meinem Wagen etwas massiver vor - wohl auch ein Tribut an die Gewichtsspirale. 😉 Zu sehr sollte man nicht meckern, schließlich fährt man mit einem Auto in erster Linie immer noch, und von "billig" oder "zweitklassig" sind wir hier wohl mindestens 15.000-20.000€ entfernt. Die neuen Instrumente mit dem kleinen Display sind auch ein deutlicher Gewinn - hier ist man nun am Stand der Technik, der E90 (auch als LCI) hat hier der Konkurrenz etwas nachgehinkt. Vielleicht verändert sich der Eindruck noch etwas, wenn man in einem Basis-F30 sitzt - die Fahrzeuge auf der Präsentation hatten Listenpreise zwischen 48.000 und 73.000(!!!!) €. Fahrbericht F30 328i Kommen wir nun aber zum wichtigsten Punkt, dem Fahren.... ich bin wohl kein Vorzugskunde bei BMW, da ich meinen ersten Wagen der Marke fahre und bei der Werkstatt nur Servicekunde bin, aber ein gutes Verhältnis zur Geschäftsführung hat es mir ermöglich, dass ich ein paar Tage später als "Ersatzwagen" für meinen E90 für einen halben Tag und die Fahrt zur Arbeit den mittlerweile bereits als Vorführwagen zugelassenen 328i fahren durfte -auf den Fotos ist es der graue "Luxury", ein wenig sieht er mit der Farbe und den Felgen sogar meinem 318i mit Styling 160 ähnlich... 😁 Leider waren es in Summe nur ca. 10 km Stadtverkehr, die ich mit dem Wagen fahren durfte, aber ich hoffe, es genügt für einen ersten Eindruck. Bekanntlich ist der 328i kein Reihensechszylinder mehr, sondern ein "banaler" Zweiliter-Turbo mit 245 PS, presst als aus dem selben Hubraum wie mein 318i annährend die doppelte Leistung - und das spürt man auch im Stadtverkehr (obwohl ich mich an alle Gesetze gehalten hab). Der Wagen hatte auch die 8-Gang-Automatik, was für mich als überzeugten Handschalter bei den ersten 3 Ampeln etwas gewöhnungsbedürftig war, aber im Stadtverkehr ist das Getriebe durchaus angenehm - die Gangwechsel passieren schnell und verschliffen, egal in welchem Modus der "Fahrerlebnisschalter" gerade steht. Mir persönlich sagt das "Waschmaschinenfeeling" eines unter Automatik hochdrehenden Motors nicht besonders zu, ich mag eher die Melodie der gezielten Schaltunterbrechungen, vor allem weil es dort auch keinen grausigen Wandlerschlupf beim Anfahren gibt, dennoch komme ich in Sachen Schalteffizienz mit der Automatik nicht mit. Getriebe/Fahrprogramme Interessant war auf jeden Fall, die deutlichen Unterschied in der Gaspedal/Getriebe-Charakteristik zu erleben, abhängig vom Fahrmodus. In "Eco-Pro" wehrt sich der Wagen deutlich gegen zügige Gasannahme und Beschleunigung, hier ist dann der Unterschied zu 318i nicht mal so groß, wie man glauben möchte. "Comfort" ist wohl der beste Kompromiss für alle Lebenslagen - der Motor hängt nicht zu sehr am Gas, man kommt aber auch ohne Kickdown sehr zügig voran - in der Stadt zusammen mit Eco-Pro wohl die erste Wahl. Die zwei "Sport"-Modi hab ich gleich wieder gelassen, weil man im Stop&Go eine etwas ruckartige Fahrweise hat, weil die Automatik relativ hochtourig fährt, man beim Ausrollen immer in der Schubabschaltung herumzappelt wo man mit Handschaltung die Kupplung treten würde - im Fahren ist das Drehzahlniveau natürlich unnötig hoch - die unteren Modi lassen den Motor zwischen 1500 und 2000 U/min drehen, was angesichts des reichlich vorhanden Outputs auch mehr als genug ist, Sport hält die Drehzahl in Erwartung der nächsten Beschleunigungsorgie deutlich höher - auch im Dahinschwimmen über 2000 Touren - aber bei forcierter Fahrweise macht das durchaus Sinn. Motor Der Motor selbst ist wohl auch nicht die schlechteste Wahl, der Zweiliter fühlt sich sehr lebendig an, dreht willig hoch und zieht dank der Aufladung von unten raus gut durch - nun muss man bei BMW keinen Diesel oder Sechszylinder mehr fahren, um souveräne Leistungsentfaltung zu bekommen - allerdings klingt der Motor im Alltagsgebrauch nicht wirklich spektakulär - er ist sehr leise und zurückhaltend, aber irgendwie kommt mir selbst mein lahmer 318i im unteren Drehzahlbereich mitteilungsfreundiger vor, also dieses typische R4-Halblast-Knurren. Zum Verbrauch lässt sich nicht viel sagen, ich denke aber, dass es viel Disziplin (und Eco-Pro) erfordert um klar einstellige Werte einzufahren - der Vorführwagen hatte < 500 km auf der Uhr und wurde wahrscheinlich nur in der Stadt bewegt, ich bin trotz insgesamt sehr vorausschauender Fahrweise nicht unter 10 Liter gekommen, aber wir reden hier auch von einer 1,6-Tonnen-Limousine mit 245 PS, die bei weitem nicht eingefahren war. Lenkung Was sonst noch auffällig war, ist die exterm leichtgängige Lenkung. BMW-typisch ist sie zwar präzise und direkt, vergleicht man einen E90 mit dem Facelift-Modell, wo schon ein großer Unterschied spürbar war, fühlt sich die F30-Lenkung dagegen in der Stadt wie ein Playstation-Lenkrad ohne Force-Feedback an. Möglich, dass der Wagen die Sportlenkung hatte, hat sich bei einem F30 320d den ich nachher noch kurz bewegen durfte, auch nicht wirklich strenger angefühlt... Vielleicht sind einige meiner Eindrücke auch stark subjektiv, weil ich auf Dinge wie unterschiedliche Lenkwiderstände oder Geräusche sowieso sehr sensibel reagiere und ich den Wagen zu kurz ausführen durfte, mir persönlich kam das Gefühl aber zu entkoppelt vor - hier war der E90 nach dem Facelift der optimale Kompromiss. Fazit Alles in allem ist der neue F30 aber ein deutlicher Sprung nach vorne, wie man auch schon ersten Pressestimmen entnehmen kann - für mich wirds wohl auf längere Zeit die einzige Gelegenheit gewesen sein, ein solches Meisterwerk zu fahren, interessant war es auf jeden Fall... sollte dennoch großer Wohlstand einkehren, würde ich wohl einen blauen 320d Luxury ordern... 😉 MfG, DoNuT P.S.: Das mit dem "Kurzhalten" mag mir immer noch nicht so recht gelingen... 😁 |
Fri Feb 03 00:03:48 CET 2012
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DoNuT_1985
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3er, BMW, E90
Es ist zwar schon Jahrtausende her, dass ich hier meinen letzten Blogartikel geschrieben habe, aber heute kam mir mal wieder der Gedanke "Damals auf Motor-Talk", und so hab ich den Account mal wieder rausgekramt. Anlass ist eine kleiner "Vergleichstest" an der Basis der heuer ausgelaufenen E90-Baureihe (wenn man sich den F30 von vorne ansieht, wird man sie vielleicht sogar noch vermissen). In bester Tradition (siehe ältere Blogartikel) hat es nach gut 2 Jahren ohne Blessuren und einem schönen Hagelschaden im Spätsommer vor 2 Wochen wieder mal gekracht und auf einer vereisten Privateinfahrt (Brücke über Bach) ging es mit ca. 6-7 km/h schräg gegen die begrenzenden Blumentöpfe und einen Randstein. Das Resultat war ein lädierter Stoßfänger und ein "schönes Eck" in meinen schon seit dem Kauf lädierten Winterfelgen. Da ich mit Versicherungsabwicklungen schon recht gut vertraut bin, ging es in der Woche darauf schon in die Werkstatt zum Gutachter, und gestern morgen musste ich mich mal wieder von meinem 318i trennen, ein Wiedersehen in alter Frische gibt es voraussichtlich morgen Nachmittag nach der Arbeit. Allerdings ging dieser Abschied nicht mit dem oft obligaten Verzicht in Form eines Kleinwagens mit Dreizylinder einher (womit ich kein Problem hätte, solang es fährt und die Heizung funktioniert 😁). Ich hatte nämlich Glück und bekam passenden Ersatz in Form eines weiteren E9x, konkret ein E91 316d LCI Touring... die Umstellung hielt sich bis auf Kleinigkeiten in Grenzen, zumindest für den Laien. 🙂 Für mich war es interessant, weil ich von Haus aus jede Kleinigkeit ergründen möchte, wenn ich in einem neuen/fremden Auto sitze - vor allem, weil ich hier den Vergleich des Facelift/LCI-Modells mit meinem "Urmodell" (Bj. 10/2006) hatte, zudem einen Touring statt einer Limousine und einen Diesel statt des braven Ottos (316d statt 318i). Als ich den schwarzen 3er mit Stahlfelgen übernahm, dachte ich mir zwar, "spiessiger gehts wohl nimmer, 3er in schwarz mit Basisdiesel", dennoch (soviel sei jetzt schon verraten), haben mir die 180 km in den letzten 2 Tagen mehr Fahrspass als erwartet bereitet. Kommen wir mal zu den augenscheinlichen Unterschieden - mit dem Facelift hat BMW beim E90 einige Dinge verändert, die einem nach 60.000 km in einem E90 sofort auffallen. An der geänderten Optik fallen von innen nur die zusätzlichen Linien auf der Motorhaube auf, aber im Innenraum hat sich im Detail einiges geändert - irgendwie scheint der Klimaautomatik die Restwärme-Funktion abhanden gekommen zu sein - zumindest hat ist der "REST"-Knopf im rechten Klimaregler verschwunden. Die unförmigen (EU-konformen) Seitenspiegel fallen auch sofort ins Auge - in dem Punkt gewinnt mein VFL-Modell, die ovalen Spiegel sehen deutlich besser aus... 😉 Schmerzlich vermisst hab ich auch die belegbaren Tasten im Multifunktionslenkrad, das übrigens das Sportlenkrad war. Der untere, rechte Funkionsknopf ist in meinem Wagen mit iDrive als "Mute"-Taste belegt, im Leihwagen mit Radio Professional hab ich keine Option zum Ändern gefunden... Ansonsten ist die Bedienung ja gleich geblieben, mein iDrive (so gern ich es habe) ist mir aber nicht abgegangen... das Radio Professional tuts auch und bietet sogar ein paar Zusatzanzeigen (Temperatur, Verbrauch, Geschwindigkeit) - in Sachen Klang kommt mir meine Anlage in Verbindung mit dem Navi Pro etwas besser vor, obwohl der Wagen in den Fensterecken zusätzliche Boxen hatte... Dass ich an diesen Wintertagen auf eine Sitzheizung verzichten musste, wurde dadurch aufgewogen, dass ich Stoffsitze hatte, und zwar in Form der tollen Sportsitze (hätte ich in meinem auch gern gehabt). Das Xenonlicht des E90 LCI ist auch weit über die Halogenscheinwerfer meines Wagens (mit Osram Nightbreaker) zu stellen. Soviel zum Innenraum, die vergleichsweise geringe Ladekapazität des Tourings hab ich bis jetzt nicht gebraucht, daher kommen wir nun zum (vor allem bei einem BMW) wichtigsten Thema, dem Fahren.... 😁 Auch hier sind mir einige Sachen aufgefallen, die einen Unterschied zu meinem 318i ausmachen. Erster Punkt ist die Lenkung - es wurde im Forum nach dem FL oft geschrieben, sie ist tatsächlich deutlich leichtgängiger, aber in Sachen Präzision immer noch erstklassig, auch wenn der 316d auf 16-Zöllern nicht ganz so zackig einlenkt wie mein Wagen auf 225/45R17. Irgendwie fühlt sich der Wagen dadurch trotzdem agiler an, obwohl ich das Gefühl hab, dass das LCI-Modell zugleich eine Spur komfortabler geworden ist - Poltern oder Versetzen bei Querfugen ist mir jedenfalls keines aufgefallen - Spurrinnen lassen den Wagen ebenso kalt und der Geradeauslauf ist tadellos - auf der AB kann man das Lenkrad loslassen und bleibt trotzdem lange in der Spur (um 8 Uhr abends kann man sowas schon mal ausprobieren). Die größte Umstellung hat allerdings der Antrieb erfordert - ich behaupte zwar mal, einigermaßen Autofahren zu können, und weiß auch, dass ein Diesel anders gefahren werden will, trotzdem hatte ich auf den ersten Kilometern mit dem 316 etwas zu kämpfen. Die Kupplung ist im Vergleich zu meinem Benziner etwas aggressiver ausgelegt, und so hab ich mich an der ersten Ampel gleich mal mit den Fahrschülern solidarisiert.... 😉 Irgendwie ist es schwierig, mit dem Wagen gemütlich anzufahren. Mit wenig Gas würgt man oft den Motor ab, lässt man die Kupplung gefühlvoll mit wenig Gas kommen, gewinnt man keine Ampelstart und versucht man, zügig anzufahren, muss man einen gut dosierten Gasstoß geben, dann springt man allerdings förmlich los. In dem Fall fällt dann auch so etwas wie ein "Turboloch" auf. Zuerst kommt man gut vom Fleck, ist man dann schon mit 1200-1300 Touren in Bewegung und rollt, verschluckt sich der Motor kurz und zieht dann ab ca. 1500 Touren wieder los - vielleicht braucht es ja noch ein paar Kilometer Übung, vielleicht ist es aber auch der Drosselung des Zweiliters geschuldet (115 PS aus 1995 cm³ waren schon in den 90ern keine Spitzenwerte mehr). *edit* Nach einem weiteren Tag ging die Anfahrerei schon etwas besser. Das "Turboloch" lässt sich mit etwas mehr Gas überspielen und mit der richtigen Dosierung kommt man im gewünschten Tempo ohne peinliche Momente (Springbock) los, wenn man als wenig gefühlvoller Fahrer einen Leihwagen der Sorte 316/318d bekommt, könnt ich mir schon vorstellen, dass man ihn verfluchen würde... 🙄 Fährt man allerdings mal, zeigt sich der Motor durchaus von seiner angenehmen Seite - setzt der Turbolader zwischen 1500 und 2000 U/min ein, zieht der Wagen angesichts der Masse von mindestens 1,5 Tonnen respektabel los und ist zügig auf Autobahn- oder Landstraßentempo. In der Werksangabe fehlt dem 316d eine gute Sekunde auf meinen 14 PS stärkeren Benziner, allerdings macht der Diesel das mit gutem Durchzug ab 2000 Touren und willigem Hochdrehen wieder wett. Auch der Klang ist für einen Diesel recht zurückhaltend - im Vergleich mit den früheren Pumpe-Düse-Naglern hält sich das Aggregat aber vornehm zurück, auch wenn mein Benziner das feinere Klangbild hat und beim Ausdrehen eine Brise Sportlichkeit aufkommen lässt. Über den Klee möchte ich den 316d auch nicht loben, weil er trotz allem fleißig geschaltet werden will. Im 318i gewinnt man zwar keine Ampelrennen, aber im 3. Gang hat man zwischen 1000 und 6500 Touren ein ordentliches Drehzahlband, das man zum moderaten Beschleunigen oder Mitschwimmen nutzen kann - der Diesel hat zwar in der Mitte deutlich mehr Schub, er wehrt sich aber sowohl in 30er-Zonen als auch auf der AB im 6. Gang gegen niedertouriges Fahren - hier hab ich das Gefühl, der Benziner wäre souveräner. Auf meinen 30 Autobahn-Kilometern komme ich mit meinem Wagen jedenfalls meistens im 6. Gang durch, während in der Stadt meistens die 3/4. drin ist - mit dem Diesel musste ich oft zurück in die Zweite. Auf jeden Fall erfordert es eine gewisse Umstellung - der Benziner "geht" zwar nicht so gut, dafür ist es ihm herzlich egal, in welchem Drehzahlbereich man fährt - der Diesel hat ein begrenztes - aber zugegeben relativ breites - Leistungsfenster - nach ein paar hundert Kilometern hat man das aber wahrscheinlich verinnerlicht - mich hat die Herumflipperei zwischen 2/3/4. Gang in der Stadt anfangs etwas genervt. Mit Messwerten kann ich das nicht belegen, subjektiv (und komischerweise?) geht meine "Schaltfaul"-Empfehlung an den Benziner... zumindest, solang man nicht allzuoft Zwischensprints einlegt. Ich hatte 2011 schon mal die Gelegenheit, die nächststärkeren Diesel in einem 118d Cabrio zu fahren, dort war der Motor allerdings deutlich souveräner. Wo wir schon beim Thema "Schalten" sind - das Getriebe im Leihwagen schaltet sich tadellos, für mein Gefühl eine Spur leichtgängiger, dafür aber nicht so knackig und satt rastend wie in meinem 3er - vielleicht ist das auch der Tatsache geschuldet, dass dieser ca. 60.000 km mehr am Tacho hat und demnächst die 100.000er-Marke knackt - möglicherweise hat der Diesel auch ein anderes Getriebe oder der M-Schalthebel in meinem Wagen macht den Unterschied aus... Da ich mit meinem Eintrag an der Sonntagszeitungslänge kratze, möchte ich langsam zu einem Resümee kommen... der getestete 316d ist auch kein Rennwagen, mit etwas Übung und Gefühl aber sicher recht angenehm zu fahren, BMW hat mit dem nun auch schon wieder 3 Jahre zurückliegenden Facelift des mittlerweile ausgelaufenen E9x viel richtig gemacht, er fährt sich tadellos, einzig im Innenraum scheint man 1-2 Bedienfunktionen zurückgenommen zu haben. Das herausstechende Merkmal des Wagens ist allerdings seine Sparsamkeit - schon mit meinem Benziner hab ich über die letzten 60.000 km einen recht ordentlichen Durchschnittsverbrauch von 7,42 Litern (+3% über der Normangabe geschafft), beim 316d ist mir das mit immer noch respektablen 5,1 l/100 km (statt 4,5 in der Norm) nicht geglückt - allerdings ist der 3er ja kein ganz kleines Auto mehr, wodurch man mit ca. 1200 km Reichweite durchaus zufrieden sein kann, zumal ich doch ca. 15% Prozent Stadtverkehr auf meiner Strecke hatte und die Start-Stopp-Automatik bei Temperaturen unter -5°C kein einziges Mal stoppen wollte... 🙂 Die Zweifel ob des spießigen Kombi-Hinterteils hielten sich auch in Grenzen - nachdem ich mich versichert hatte, dass auf der Rückbank keine Kindersitze verzurrt waren und keine Riesenpackung Pampers im Kofferraum zu finden war, ließ sich der Wagen wie jeder 3er bewegen - die Übersicht war dank der zusätzlichen Fenster vor der D-Säule sogar eine Spur besser... sollte es sich in den nächsten Jahren finanziell ausgehen und ich - wenn schon nicht mehr - zumindest besser nutzbaren Stauraum brauchen, ist ein 3er Touring durchaus ein Kandidat auf der Liste, aber im Herzen wäre das auch vor dieser kurzen Liason so gewesen... 🙂 FIN 😎 |
Sat Aug 15 00:12:41 CEST 2009
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DoNuT_1985
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318i, 3er, BMW, E90, Spritverbrauch, Unterhaltskosten
Nun, manchmal wundert man sich, wie schnell die Zeit verfliegen kann, und auch dieser Tage erinnerte mich ein Blick auf den Kalender daran, dass es nun auch schon wieder ein Jahr ist, seit ich meinen BMW angeschafft habe. Kauf 08.08.2008, Zulassung am 12.08.2008. Seither sind genau 14.975 km vergangen (Stand beim Kauf 29.800), und ich ziehe mal wieder eine kleine Bilanz. Gekauft am 08.08.2008 bei einem BMW-Händler für 22.000€, ergeben sich folgende Kosten... Wertverlust: 4000€ Wegen eines (reparierten) Unfallschadens nehm ich einfach mal an, dass der Restwert etwas niedriger ist als bei vergleichbaren Fahrzeugen auf Gebrauchwagenbörsen und um die 18.000€ liegt, was 4000€ WV entspricht. Versicherung: 2240 € 2x halbjährlich Vollkasko plus 300€ SB für einen selbst verschuldeten Seitenschaden. Spritkosten: 1200€ Ca. 10xx Liter Super 95 flossen durch den Wagen, bei knapp 15.000 gefahrenen Kilometern ergibt sich laut Spritmonitor.de ein Verbrauch von ca. 7,5 Liter/100 km. Sonstige Kosten: 1800€ - 500€ für Kumho-Winterreifen in 205/55R16 Summe: 9340€ / 15000 km ~ 62 Cent/km (35 Cent ohne Wertverlust) Autofahren ist auch in Ö eine kostspielige Sache, daran ändert der Spritpreis auch nix - trotzdem bin ich mit dem Wagen sehr zufrieden, schließlich gabs kein einziges Problem damit. Pro/Contra + Fahrverhalten: auch im 318i macht es Spass, um die Ecken zu wetzen |
Sat Jul 04 13:32:36 CEST 2009
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DoNuT_1985
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3er, autobahn, BMW, die ärzte, e90, linz
Hallo miteinander, seit dem letzten Artikel ist einige Zeit vergangen, aber nun wirds wieder mal Zeit... Nun, ein Auto ist naturgemäß nun mal zum Fahren da und so freue ich mich irgendwie dann doch jedes Mal darauf, wenn eine etwas längere Strecke ansteht, nennt sich wohl "Freude am Fahren". So war des gestern wieder soweit: Als bekennender Ärzte-Fan seit meinen Jugendtagen konnte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, dem Konzert in Linz beizuwohnen. Für das (ausverkaufte) Konzert heute war es schon zu spät, aber zum Glück wurde am 3.7. noch ein Zusatzkonzert eingeschoben, für das ich mir schon vor gut 2 Monaten Karten sichern konnte - wäre rückblickend nicht notwenig gewesen, da es noch Karten an der Abendkassa gab. 😉 Natürlich macht sowas alleine keinen Spass, deshalb nahm ich noch einen Kumpel (und DÄ-Fan) mit, ein Dritter sprang am Morgen des Abreisetags ab - hat wohl vergessen, sich Urlaub zu nehmen... 😉 Also ging es auf die große Reise von der beschaulichen Südoststeiermark in die Kulturhauptstadt 2009 Linz. Zu bewältigen waren etwa 275 km auf der Autobahn, wir fuhren recht spät los (ca. um 14 Uhr), nachdem bereits ab 16 Uhr Einlass war. Ich rechnete ca. mit 3 Stunden Fahrzeit, womit wir eigentlich auch noch die Vorbands erwischen sollten. Leider gestaltete sich die Hinfahrt nicht so reibungslos, wie ich mir das gewünscht hatte. Nach der Durchquerung des Plabutschtunnels (ca. 10 km lang) wandelte sich des sommerlich-schwüle Wetter in einen veritablen Wolkenbruch, was im dichten Verkehr auf der Autobahn keine besonders angenehme Angelegenheit war. Irgendwie hab ich im E90 noch etwas Schiss vor Fahrten im starken Regen, da mir noch das Daueraquaplaning mit glatten Vorderreifen von der Abholung des Wagens aus Salzburg (größtenteils selbe Strecke) in den Knochen lag. 🙁 Diese Befürchtung war allerdings unberechtigt, mit den neuen Bridgestone-Reifen liegt der Wagen wirklich souverän, auch bei Nässe kein Aufschwimmen, wodurch eher die Vernunft der limitierende Faktor war und so das Reisetempo teils unter den erlaubten 130 km/ lag. Kaum war der Wolkenbruch überstanden, standen wir schon vorm nächsten Problem. Ca. 30 km vor dem Gleinalmtunnel bot das Navi wegen Unfall/Stau eine Umleitung an, was ich aber ignorierte, da ich auf dieser Strecke von einer Navi-Umleitung schon mal durch Hintertupfing-Nebenstraßen geleitet wurde. Knapp vor dem Tunnel empfahl aber auch das Verkehrsleitsystem auf der A9, den Tunnel über eine Schnellstraße zu umfahren. Das drückte das Reisetempo, brachte uns ca. 30-40 Mehrkilometer ein und kostete im Endeffekt wohl auch ca. eine halbe Stunde. Wieder auf der Autobahn zurück, gings bei trockenen Verhältnissen zügig im Verkehr mit Tempomat 145 weiter Richtung Linz, dass es mit der ersten Band nichts wird, konnte man jetzt schon absehen. Leider dauerten die letzten 5 km vor/in Linz zum Hauptbahnhof (gute und günstige Parkgelegenheit, 4,80€ von 17:14 bis Mitternacht) dann aufgrund von Verkehrsüberlastung nochmal gute 45 Minuten. 😁 Nun schnell mit dem Shuttlebus zum Gugl-Stadion, wo wir bereits die Vorgruppe "Dampfmaschine" (what the fuck?) verpasst hatten, und uns während des Konzerts der österreichischen Punkband 3 Feet Smaller noch mit 4€ teurem Zipfer-Bier verköstigten. Zu Deichkind gings dann vor die Bühne, wobei ich den Hype um die Band nicht so ganz verstehen kann. Der Jugendsender meines Vertrauens spielt "Luftbahn", "Remmidemmi" und "Arbeit nervt" ohnehin bis zum Erbrechen, daher war die Band nicht unbedingt auf meiner "To-See"-Liste. Zugegeben, die Musik groovt (ich hab trotzdem lieber E-Gitarren) und die Texte sind wirklich mehr als augenzwinkernd, aber die etwas drogige Bühnenshow hat mich jetzt nicht aus dem Häuschen gebracht - gut, ich wollte "die Ärzte sehn..." 😁 So kam es dann auch: knapp vor Acht fiel der Vorhang und die prägnanten Bassakkorde von "Ein Lied für Dich" vom 13er-Album erklangen, und ich wusste, dass es gut wird. Meine Empfehlung: wer auch nur einen Ärzte-Song mag: vom Ärzte-Fan deine Vertrauens MP3/CDs beschaffen, gut einhören und dann nichts wie los aufs nächstbeste Konzert. Besser kann man nicht unterhalten werden, zusammen mit den Beatsteaks (ja, auuuus Berlin 😉) meine Live-Favoriten. Es folgte eine bunte 3-stündige Werkschau durch alle Schaffensphasen der Ärzte, über frühe Perlen alà "Westerland", "Ich ess Blumen" oder "Zu Spät" zu den Comebackhits von "Planet Punk" zum "Überalbum" 13, aber auch genug Stücke von "Geräusch" und dem aktuellen "Jäzz ist anders". Musikalische Vollverköstigung aus dem Backkatalog der Ärzte, gewürzt mit den gewohnt bissigen und sympathischen Ansagen von Bela, Farin und Rod. In Österreich ist traditionell Jörg-Haider-Bashing angesagt, was ich ihnen (als Österreicher) in keiner Silbe übel nehme - auch Michael Jackson kriegt mit ein paar Sprüchen und kurzen "Billie-Jean"-Zitaten sein Fett weg - der Ärzte-Fan kennt das, lacht darüber und denkt nicht weiter darüber nach, ob das jetzt moralisch okay war... 🙄 😉 Zufrieden gingen wir knapp nach 23 Uhr von dannen, wobei eine unerklärliche "Wall of Security" den direkten Weg am Ausgang versperrte, die Menge bremste und es so zum Geduldspiel mit 5-cm-Schritten machte, aus dem Stadion zu kommen. Gut, einige Hosentaschenrevoluzzer lieferten massig schlaue Sprüche und spielten sich als "Helden" auf, weil sie die drückenden 10.000 Leute hinter ihnen vor 1,50m großen Mädchen zurückhielten, aber nach ein paar Konzerten und Festivals schaltet man besser auf Durchzug. 😁 Knapp vor Mitternacht waren wir dann beim Auto in der Tiefgarage, schnell noch einen Snack aus der Tiefkühlbox im Kofferraum und dann ging es durch die immer noch Ärzte-Fan-durchflutete Stadt im schleppenden Verkehr zurück auf die Autobahn nach Hause. Der Weg aus der Stadt verlief ziemlich reibungslos, da wir uns etwas verfuhren und über Nebenstraßen recht spät an die Zubringerstraße kamen, anstatt im Stau zu stehen. Ich hatte leichte Befürchtungen, dass ich auf der Heimfahrt mit der Müdigkeit zu kämpfen haben würde, was sich auf den ersten 100 km leider bestätigte. Zum Urlauber/Rückreiseverkehr kam auch wieder Regen und Gischt. Es erforderte einige Konzentration, bei zügigem Tempo im Beinahe-Blindflug in langgezogenen Autobahnkurven zu überholen, in Tunnels hatte ich anfangs auch schon das Gefühl, nach den ganzen Torturen davor etwas verschwommen zu sehen... Gottseidank legte sich der Regen nach ca. einem Drittel der Strecke und auch ich konnte mein "Tief" übertauchen und hatte das Gefühl, ich könnte gleich noch nach Kroatien weiterfahren... 😁 Da es auf der Heimreise recht frei war, gingen die 275 km dann auch in gut 2:45h, ohne wirklich rasen zu müssen (max. 160 km/h). An dieser Stelle auch noch ein Dank an die angenehmen "Tempomacher", mit denen ich einige Kilometer gemeinsam unterwegs war: ein silberner Chrysler 300C (auf der Hinfahrt) und ein alter Ford Galaxy in dunkelblau auf der Rückreise. Um wieder ein bisschen auf meinen Wagen zurückzukommen: Ein weiteres Mal war ich sehr von meinem kleinen 3er angetan. Ohne RFTs ist er wirklich ein sehr angenehmer Reisewagen, mit dem man haufenweise Autobahnkilometer abspulen kann. Selbst der kleine Zweiliter mit nur 129 PS macht seine Sache recht gut. Ich bin praktisch nur im 5/6. Gang unterwegs gewesen, wobei mich irgendwie wundert, dass man auch von 80-90 (im 5.) und knapp über 100 (im 6.) noch im Verkehr mitschwimmen kann, und die Maschine auch noch recht wacker beschleunigt. Sehr angetan war ich auch vom Verbrauch nach dieser Reise. 6,9 Liter Super auf 100 km bei einem Schnitt von 96,x km/h. Mögen die BMW-Vierzylinderbenziner auch keinen guten Ruf haben, wenn man weiß, wie man damit fahren muss, kann man wirklich sehr sparsam unterwegs sein - auch noch ohne Efficient Dynamics. Nun, ich hab noch ein paar neue Bilder vom Wagen angehängt, darauf gibt es zwar nur die neue Auspuffblende zu bestaunen... *gg* |
Mon Apr 27 22:35:07 CEST 2009
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DoNuT_1985
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3er, BMW, E90
Seit einigen Monaten zähle ich mich auch zur Gruppe der "Premiumfahrer", also einer Marke, bei der man für mehr Geld unter nüchternen Kriterien betrachtet auch nicht mehr bekommt. 😁 Zwar nur ein Gebrauchtwagen von einer weiter entfernten Niederlassung, aber für Service und Wartung kommt für mich in erster Linie natürlich der Betrieb meines Vertrauens in der Umgebung in Frage. Bescheiden, wie ich bin erwarte ich mir keine falsche Freundlichkeit oder sonstige Behätschelung. Ich erwarte eigentlich nur, korrekt und ehrlich behandelt zu werden, unabhängig vom Tarif und der Größe meiner Brieftasche. Leider muss ich an dieser Stelle feststellen, dass anscheinend nicht alles Gold ist, was glänzt. Ich bin Kunde beim Firmensitz eines größeren BMW-Händlers in der Region, der Wagen selbst ist wie gesagt wo anders gekauft, was ja an sich kein Problem sein sollte, da man als Kunde ja das Recht hat, zu wählen... Nach mehreren Serviceterminen, Versicherungsfällen, Reparaturen und kleinen Anschaffungen bin ich aber wirklich schwer frustriert, weil die vermeintlich tolle Werkstatt in keinem Vergleich mit der eher beschaulichen Ford-Werkstatt davor mithalten kann. Dass es etwas reservierter, hektischer und unpersönlicher abläuft, soll mich nicht stören, solange der Service und die Arbeitsleistung stimmt. Allerdings frag ich mich immer wieder, wie ich bis jetzt so ruhig bleiben könnte, wenn ich mal Revue passieren lasse, was ich in ca. 9 Monaten alles "ertragen" musste. Es fing mit einem etwas größeren Blechschaden an der linken Seite meines Wagens an. Versicherungstechnisch war alles abgewickelt, ich gab ihn in der Werkstatt ab, um die Sache richten zu lassen. Nach 2-3 Tagen bekam ich die Nachricht, dass bei der Besichtigung durch den Gutachter ein weiterer Schaden im hinteren Türrahmen übersehen wurde und die Reparatur nicht ohne weiteres Gutachten fortgesetzt werden könne.... 🙁 Da der Wagen schon zerlegt war und es jeweils ein paar Tage dauert, bis so ein Gutachter aufkreuzt und dann der Schaden wieder freigegeben wird, musste ich in Summe fast 2 Wochen auf meinen Wagen warten, obwohl er eigentlich nur einen Blechschaden hatte und uneingeschränkt fahrtüchtig war. Gut, kann ja mal passieren, muss aber nicht... Ein paar Wochen später sollten dann die Serienleuchten durch die bekannten Blacklines ersetzt werden - kein großes Ding, Anruf beim Serviceberater, es sollen die Teile bestellt werden und ein passender Termin am Morgen gemacht werden, damit ich das vor der Arbeit abwickeln kann. Kurz gesagt wurde eine Odyssee mit ca. 3 Stunden Wartezeit daraus, bei der mein Wagen zerlegt wurde und nach einiger Zeit rauskam, dass die Leuchten gar nicht wirklich bestellt wurden und ich quasi für nichts den halben Vormittag in der Filiale auf meinen Wagen gewartet habe, nachdem das doch nur 30 Minuten Arbeitszeit sein sollen... 🙁 Hier kristallisierte sich schon irgendwie heraus, dass der Mann von der Serviceberatung anscheinend nicht der gründlichste sein kann. Sowieso nie ohne minutenlanges Anbimmeln und Rückrufbitte über die Dame aus dem Büro erreichbar, hat mir der Typ einen Termin verschafft, der sowieso nicht gehalten wurde, um mir nach ewiger Wartezeit zu verklickern, dass ich doch nochmal kommen müsste... 🙁 Dazwischen kam dann ein relativ problemloser Bremsflüssigkeitswechsel, soweit ich mich erinnern kann, kam hier sogar der Rückruf, ohne selbst erfragen zu müssen, wann ich denn kommen dürfe. Danach war einige Zeit Servicepause, bis ich eines sonnigen Nachmittags im März einen Parkrempler an meinem Wagen entdecken musste. Da sich kein Verursacher fand, musste ich die Sache auf meine Kasko nehmen. Soweit alles kein Problem, dachte ich... Anzeige, Schadensmeldung und ein Besuch in der Werkstatt, der mir eine vorsichtige Schätzung des Serviceberaters von etwa 700€ fürs Lackieren des hinteren Stoßfängers einbrachte. Nun brauchte ich noch einen Termin für eine Gutachter, was die Werkstatt in Rücksprache mit der Versicherung veranlassen sollte... ging ja auch beim 1. Mal ohne Probleme. 😉 Vor ca. 3 Wochen rief ich das erste mal an, mit der Bitte, doch einen Termin zu fixieren. Beim ca. dritten Versuch hob der Mann dann endlich ab und versprach mir, sich im Laufe der Woche zu melden, was natürlich nicht passierte, weshalb ich es in der nächsten nochmal versuchte. Er meinte nur, nochmal ins System sehen zu müssen, er würde sich dann melden. Denkste - wieder Sendepause, womit wir schon beim heutigen Tag angelangt wären. Wieder versuchte ich, am Vormittag den Mann vom Service zu erreichen, was mir auch erst nach ca. 5 Minuten und zwei "Zwischenstopps" bei der Dame im Büro und einem Kollegen, der für ihn abnahm und mir einen Rückruf versprach. So geschah es dann auch, nach ca. 30 Minuten rief er doch tatsächlich zurück. Er würde sich bei der Versicherung erkundigen und mich in einer Stunde zurückrufen. Wieder Fehlanzeige, nach 3 Stunden erreichte ich wieder nur die Frau aus dem Büro, die ich nach Aufklärung meines wiederholten Anrufs wieder um einen Rückruf von seiner Seite bat. Tja, schwer zu erraten, Funkstille bis Feierabend... *grml* Bis jetzt war ich immer freundlich und beherrscht und wollte nur wissen, was denn nun mit meiner Schadensabwicklung wäre und ob es schon einen Termin gäbe, doch jetzt platzt mir allmählich der Kragen - morgen werde ich wieder versuchen, den Mann dranzukriegen, allerdings mit der ausdrücklichen Forderung, endlich eine Aussage zu erhalten, und zwar am selben Tag - sonst muss ich die ersten Durchrostungen am restlichen Blech ausbessern lassen, bevor endlich mein Schaden behoben wird.... Sollte der Typ auch das wieder verschlampen, war es das mit meiner Geduld. Ob ich kommentarlos die Werkstatt wechsle, meinem Unmut mal ganz klar bei ihm Luft mache oder vielleicht die Geschäftsführung darüber in Kenntnis setze - ich weiß es nicht, auf jeden Fall möchte ich mich nicht weiter veräppeln lassen, gerade in Zeiten wie diesen sollte denen die Arbeit doch nicht über den Kopf wachsen.... 🙁 Was sagt ihr dazu, übertreibe ich, bin ich kein würdiger Kunde oder muss ich mich damit abfinden, dass so eine mickrige Reparatur zum Versicherungsstundensatz kein besonderes Interesse seitens meiner Werkstatt weckt? 😕 In Summe kann man wohl nicht mehr sagen, dass da mal "was dumm gelaufen" wäre... Was würdet ihr in der Lage machen, mal abgesehen davon, die Bude anzuzünden.....? 🙄 |
Fri Apr 24 18:41:26 CEST 2009
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DoNuT_1985
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3er, BMW, E90, Erfahrungsberichte, Felgen, Sommerreifen, TÜV-Abnahme
Tue Apr 21 21:47:19 CEST 2009
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DoNuT_1985
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Was sind die Fahr-Schuhe eurer Wahl?[galerie] Es ist wohl ein natürliches Verhalten des Menschen, dass er maßlosem Reichtum zum Trotz immer wieder irgendetwas in seinem Besitztum hat, das am liebsten am 6 von 7 Tagen mit sich tragen will, worin er sich wohl fühlt, egal ob es jetzt zum Anlass oder zur Situation passt... heute geht im Speziellen um Schuhe - und um ein Verbindung zu unserem Lieblingsthema "Auto" herzustellen, lautet die Frage: Mit welchen Schuhen fahrt ihr am liebsten Auto? Natürlich ist es mit ein bisschen Eingewöhnung möglich, mit jedem Schuhwerk zu fahren, aber es gibt eben Fußbekleidung, die einfach nicht dazu gemacht ist... z.B. High-Heels, was vielleicht auch eine Erklärung dafür sein könnte, warum Britney, Paris, Lindsay & Co. ihre Bentleys am liebsten in anderen Autos und Straßenlampen parken... 🙄 Ich für meine Teil fahre am liebsten mit Sneakern oder meinen seit Jahren gern getragenen Converse Chucks, weil sie der beste Kompromiss aus Platzbedarf zwischen den Pedalen, Gefühl im Fuss und einer stabilen Sohle sind, wobei die genannten Converse mit zunehmendem Alter leider an Stabilität einbüßen... in meinem Alter kann man es sich auch noch erlauben, mit Skateschuhen zu fahren, sofern man mit den Tretern zwischen den Pedalen Platz hat 🙂 Halbschuhe/Anzugschuhe und Turnschuhe sind aufgrund des Schnitts auch kein Problem, ich bewege mich aber kleidungstechnisch meist dazwischen... Geschlossene Sandalen kämen für mich übrigens nicht mal im Miet-Punto am Ballermann 6 in Frage... 😁 Mir Hausschuhen oder gar barfuß steige ich aus Prinzip nicht ins Auto, selbst wenn ich nur den Wagen schnell umparken will - nur, weil ich zu faul bin, möchte ich nicht aus meinen Birkenstocks rutschen, von der Kupplung kommen und in die Garagenwand hüpfen. Wie siehts bei euch so mit den Schuhgewohnheiten im Auto aus - ich bin gespannt auf das Voting und eure Gedankengänge... sollte ich irgendeine Kategorie vergessen haben - bitte daran erinnern, ich trag das noch nach... und nein, Springerstiefel gibts hier nicht... 🙄 P.S.: Das Video hat nur am Rande mit Schuhen zu tun, aber ich hab irrtümlich auf die Schaltfläche geklickt und musste eine Video-URL angeben... 😁 <iframe class="video youtube-player" width="425" height="355" type="text/html" src="https://www.youtube.com/embed/OiOe3qhdSto" allowfullscreen="1" frameborder="0"></iframe> |
Sat Apr 11 19:25:14 CEST 2009
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DoNuT_1985
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318i, E90, Rial Salerno, Sommerreifen, Südoststeiermark
[galerie] So, nach langem Reden und einigen Blogartikeln und Posts, in denen ich mich mit dem Thema abgekämpft habe, ist es nun soweit. Mein 318i ist nun mit seiner neuen, dezenten Sommerbereifung bestückt worden. Ich weiß, dass ich damit neben den zahlreichen M/Performance-Rädern im Forum keinen Eindruck schinden kann, aber ich bin sehr, sehr zufrieden mit der Optik. Bessere Felgen hätte ich mir gar nicht vorstellen können, sie passt einfach perfekt zu meiner Vorstellung vom "dezenten 3er", der neben jedem Vertreterkombi abstinkt, aber so wollte ich es ja. Ich fahre BMW, weil mich die Marke schon lang fasziniert, und nicht um damit zu protzen, obwohl einem das natürlich immer vorgeworfen wird - selbst, wenn man nen 316i mit Stahlfelgen fährt. 🙄 Natürlich gäbe es auch einige schöne BMW-Felgen (auch M oder Performance), die ich nicht als protzig betrachte, aber leider nur in 18/19" und als Mischbereifungen, was mir bei der beschränkten Leistung eines 318i nicht so passend erscheint. Für einen BMW-Einsteiger sind gut 3000€ für einen Radsatz auch etwas viel - das kann ja später noch kommen. 😉 Vielleicht noch ein paar Daten zu den Reifen, falls es jemanden interessiert - Felge: Rial Salerno 8x17 ET30 Nun, der eigentliche Grund dieses Artikels ist ja nicht das Geplapper hier, sondern gewisse (😁) Forumuser, die sich meine verkopften Gedankengänge zum Felgenkauf anhören mussten und nun endlich Bilder sehen wollen... ähm, ja... hier sind sie. 🙂 *edit* Neue Bilder... [bild=21] Hier fällt mir dann auf, dass der Wagen wohl 10-20 mm mehr an Tiefe optisch durchaus vertragen könnte, auch mit 17-Zöllern. 😁 |
Fri Mar 27 19:20:00 CET 2009
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DoNuT_1985
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3er, BMW, E90
Wie fang ich mit dem Artikel an? Machen wir's wie immer - einfach ein bisschen ausschweifend einsteigen und dann zur Sache kommen... 🙄 😉 Freitage sind meine liebsten Tage, weil sie immer den Schlussstrich unter die Arbeitswoche ziehen, ich zu Mittag aus der Arbeit gehe und noch genug Zeit für sich anstauende Erledigungen habe. Nach einem gemütlichen Mittagessen mit Arbeitskollegen plus Bruder/Freundin hab ich mich auf den Weg gemacht, um ein bisschen zu shoppen und knapp vor Feierabend meine neuen Aluräder für den Sommer abzuholen. Als ich das erste Mal zuhause einfuhr, ging ich um meinen Wagen herum, weil eines der letzten Male die viel zu schmale hintere Spur des E90 mit der 16-Zoll-Serienbereifung "bestaunen" wollte - und siehe da: nachdem ich schon heute in der Früh einen leichten Kratzer an der Fahrertür von einer anderen Türe gefunden hatte, kam heute Nachmittag die Überraschung Am Radlauf des hinteren rechten Stoßfängers hat sich anscheinend ein roter Wagen in Form eines Parkremplers verewigt. 🙄 Ich hab keine Ahnung, wann es genau passiert ist, aber wohl mit großer Wahrscheinlichkeit am Parkplatz des Bahnhofs, an dem mein Wagen jeden Tag 12 Stunden verbringt. Die letzten zwei Tage hab ich rechts an einer Wand geparkt, daher muss es wohl schon vorher passiert sein, ich denke, bzgl. Suche nach dem Schuldigen brauch ich mir keine Hoffnung machen. Wie ihr auf den Bildern sehen werdet, ist es zwar kein besonders schlimmer Schaden, trotzdem ist es für mich eine Unsitte, da einfach ohne Handeln davonzufahren... 🙁 [bild=2][bild=3][bild=4][bild=5][bild=6] Würde ich einen Kratzer verursachen, würde ich auch dazu stehen, das steht für mich außer Frage. Zum Glück bin ich kaskoversichert, ich hab der Vollständigkeit halber den Schaden mal bei der Polizei angezeigt und werde mich demnächst bemühen, eine Schätzung vom 🙂 einzuholen. Bei 300€ Selbstbehalt wird das wohl ziemlich knapp, aber probieren kann mans ja. 😉 Wenigstens eine erfreuliche Nachricht: Die neuen Felgen sind da! 😁 Anfang ein bisschen Verwirrung, weil beim Montagematrial die Zentrierringe fehlten, aber es gibt anscheinend doch noch Zubehörfelgen, die genau passen - schade, dass sie ET30 statt ET34 haben, nun muss ich sie doch noch eintragen lassen - hier mal ein erster Vorgeschmack, ich freu mich auf den Sommer... [bild=1][bild=7][bild=8] |
Sun Mar 22 18:43:08 CET 2009
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DoNuT_1985
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Nachdem ich meinen Blog nun mangels Material einige Zeit ruhen habe lassen, hat mich ein Verkehrserlebnis wieder etwas beflügelt. Ich fange mal mit der auslösenden Situation an. Ich war mit meinem Wagen auf einer Freilandstraße unterwegs, bei uns ist sie als "Au-Gerade" verschrien - ca. 2-3 km kerzengerade und recht gut erhaltene Landstraße mit nur ein paar langgezogenen Biegungen. Natürlich ein Paradies für alle, die ihren Wagen mal austesten wollen, gerade jüngere Menschen sind hier selten nur mit den erlaubten 100 km/h unterwegs. Ich bin allerdings sehr gesetzestreu veranlagt und kann die 20x km/h vMax meines BMW gern im Typenschein stehen lassen. An diesem Tag war ich recht gelassen mit Tempo 100 und Tempomat unterwegs, aber das "Sündigen" sollten wohl andere übernehmen. So fahr ich dann gemütlich dahin und sehe aus weiter Ferne schon einen recht großen Traktor inklusive Pflug (ach, es wird wieder Frühling 😁) von einer Nebenstraße kommen. Irgendwie hatte ich von anderen Erlebnissen mit unseren landschaftserhaltenden Diesel-Freunden eine leise Vorahnung, dass der Traktorfahrer nicht einfach die paar Sekunden abwarten kann, um den einzigen Wagen im Umkreis von 2 km vorbeizulassen. Nein, er musste natürlich aus der Nebenstraße abbiegen, zwar auf die entgegenkommende Fahrbahn, aber bei einem Wendekreis von 20m und einem Riesenpflug hintendran braucht man auch schon mal einen Meter von der Nebenspur. 🙄 Seine Absicht war schon recht früh zu erkennen, so musste ich dann nur ca. auf 60 km/h runterbremsen, um dann doch noch vorbeizukommen, aber ich frage mich, was das für eine Art ist, dem anderen mutwillig eine Gefahrensituation zuzumuten ("er wird schon bremsen"😉. Ich übe mich ja genauso in Geduld an Kreuzungen, wenn ich mich recht erinnere war da ja auch noch was mit vorausschauendem Fahren und Vorfahrt in der Fahrschule... Natürlich wäre es unfair, aufgrund eines einzigen Ereignisses alle Traktorfahrer über einen Kamm zu scheren - zumal ich in einer ländlichen Region wohne und einige Bekannte und Freunde dem bäuerlichen Milieu zuzuschreiben sind. Nur wird man zu den betreffenden Zeiten doch immer wieder daran erinnert, dass sich da vielleicht doch Tendenzen erkennen lassen... Dass man das einzige Auto am Horizont nicht noch abwarten lassen kann, ist vielleicht eher ein Einzelfall, aber eben auch nicht die einzige Sünde. Grenzwertiges Rangieren und das Bilden von kilometerlangen Schlangen gehört mit Sicherheit auch noch dazu. Ich kann verstehen, dass es nicht leicht ist, sich mit einem überdimensionierten Schlachtschiff mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50-60 km/h im besten Fall im Straßenverkehr zu bewegen und natürlich auch andere Verkehrsteilnehmer Kompromisse in Kauf nehmen müssen, aber mit Traktoren hab ich praktisch nie gute Erfahrungen gemacht. LKW-Fahrer zeigen einem an, ob man überholen kann, lupfen auch mal kurz das Gas oder fahren auf engeren Straßen bewusst an den Rand, soweit das eben ohne Risiko möglich ist - bei Traktorfahrern (vor allem in modernen und großen Maschinen) hab ich den Eindruck, dass die Umwelt so gut wie gar nicht zählt und stur auf seinem Recht beharrt wird. Kann man nicht mal für 30 Sekunden an einer Bushaltestelle ranfahren und so 30 Autofahrern dahinter den Feierabend etwas versüßen? 😕 Natürlich will ich hier keine Hetze gegen Landwirte betreiben, ich denke, es steht außer Frage, dass sie ein wichtiger (wenn oft auch nicht so angesehener) Teil unserer Gesellschaft sind, aber ich als Autofahrer hab eben die beschriebenen Erfahrungen gemacht und wollte sie euch nicht vorenthalten. Habt ihr (auf der einen oder anderen Seite) auch schon ähnliche Erfahrungen gemacht? 😕 Würd mich interessieren, ob ich vielleicht doch nur ein verbohrter und selbst rücksichtsloser Autofahrer mit einer sehr eingeschränkten Sicht der Dinge bin... Danke fürs Lesen, ich würde mich natürlich über ein paar Stimmen dazu freuen. 😉 |
Thu Jun 07 15:28:01 CEST 2012 |
DoNuT_1985
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Normalerweise gibts in meinen seltenen Blogeinträgen eher Erfahrungs- und Fahrberichte, heute mal eine "Premiere", aus aktuellem Anlass mal ein kleines "Howto"... 😉
Es gehört zur Tradition, mindestens 1x im Jahr eine kaputte Glühbirne bei meinem 318i beklagen zu müssen, seit ich auf hellere Birnen (Osram Nightbreaker) umgestiegen bin, hat sich die durchschnittliche Lebensdauer nicht gerade vergrößer, aber nach dem 4. oder 5. Satz Birnen stellt sich etwas Routine ein, obwohl das beim E90 nicht gerade eine Angelegenheit von 5 Minuten ist, weil die Wartungsklappen recht schwer zugänglich sind.
So auch geschehen vor ca. 2 Wochen, allerdings dürfte ich dieses Mal etwas gepfuscht haben und hatte plötzlich Wasser im linken Scheinwerfer. Wahrscheinlich waren die Klappen hinten nicht sauber eingehängt und bei dem Regenwetter dürfte irgendwas reingekommen sein, normalerweise hab ich nur geringfügigen Beschlag in einer Ecke, aber keinesfalls Wassertropfen an der Innenseite. Die Hoffnung, dass sich das von selbst bessert, musste ich leider begraben... 🙁
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Jetzt hatte ich endlich mal Zeit, mich der Sache zu widmen und habe meine "Trockenlegungsaktion" gestartet. Die Nässe wollte auch trotz mehrerer Tage trockenem Wetter und Sonnenschein nicht raus, deswegen hab ich jetzt mit einem ordinären Heizstrahler fürs Bad/Wohnräume nachgeholfen und versucht, die Feuchtigkeit aus dem Scheinwerfer zu bekommen.
Wie man sieht, war der Scheinwerfer nicht nur beschlagen, es standen sogar die Tropfen am Glas, was definitiv mehr ist als das übliche, leichte Beschlagen bei Nässe und/oder hoher Luftfeuchtigkeit.
Mehr als eine Wasserkiste, den Heizstrahler und ein Verlängerungskabel brauchte es für die Aktion nicht.
Aufbauen - einstecken - einschalten und abwarten, mehr ist eigentlich nicht zu tun.
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Verwunderlicherweise funktioniert das Ding ganz gut, anfangs war richtig viel Wasser drin, sogar der Reflektor war leicht beschlagen, nach gut 10 Minuten war allerdings schon ein Effekt zu erkennen und die nassen Stellen wurden kleiner - nach ca. 1,5-2 Stunden war alles wieder total beschlagsfrei.
Ich hab auch die Serviceklappen abgenommen, damit alles schön "ausdunsten" kann, solange der Strahler läuft. Nach Abschluss der Aktion hab ich die Abdeckungen diesmal gewissenhaft befestigt - beim Abmontieren ist mir aufgefallen, dass ich beim Abblendlicht wohl das Kabel des Kontaktstreckers eingeklemmt hatte - während sich die Birnen meines Erachtens nach besser über den Motorraum wechseln lassen, empfiehlt es sich, fürs Zumachen der Deckel doch die Wartungsklappe zu öffen.
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Mit einer Hand im Motorraum und einer im Radkasten lassen sich die Zacken der Abdeckung einwandfrei in die vorgesehenen Führungen einhaken und das Ganze zusammen mit dem Halteclip sauber befestigen, sodass die Dichtungen zwischen Scheinwerfer und Klappe sauber verbunden sind.
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass die Nässe von hinten eingedrungen ist und ich um eine komplizierte Abdichtaktion des Scheinwerfers bzw. gar einen Austausch herumkomme - das vorläufige Endergebnis
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MfG,
DoNuT