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Fri Jun 08 16:47:45 CEST 2018    |    DoNuT_1985    |    Kommentare (42)    |   Stichworte: 3 (940), Alfa Romeo, Giulietta

Mitte/Ende 20 fühlt man sich eigentlich noch recht jung und hat irgendwie das Gefühl, dass die Zeit seit der eigenen Geburt recht langsam vorbeizieht - kaum zu glauben, wie lange es noch dauern soll, bis man mal 60 oder 70 ist - aber tatsächlich tut sie das doch recht gleichmäßig (schnell), was man doch oft erst in Retrospektive bemerkt. Zum Beispiel, wenn man zurückgeht, wie lange man sein aktuelles Auto schon wieder hat. ;)

 

Im Falle meiner Jules sind es dieser Tage - der genaue Erstzulassungstermin ist der 13. Juni 2013 - tatsächlich schon wieder 5 Jahre! So habe ich nach Ford/BMW auch mit einem Alfa Romeo wieder meine "Standardhaltedauer" erreicht (die ersten zwei hab ich mehr oder weniger spontan nach 5 Jahren ungezwungen abgegeben).

 

 

"Jules" hat vielleicht die lebenswerteste und beste Phase meines bisherigen Lebens mitmachen dürfen: z.B. 2 Umzüge, eigene Wohnung, coole Urlaube (3 Wochen Indonesien, allerdings ohne Auto) und einige hobbysportliche Highlights. Dabei sind - auch dem endgültigen Umzug in die Stadt geschuldet - nur knappe 50.000 Kilometer auf die Uhr gekommen (zum Vergleich: mein bestes Pendlerjahr waren gute 35.000) und aufgrund der Lage von Wohnung/Büro ist der Wagen mittlerweile kein täglicher Gebrauchsgegenstand mehr. Schon zuvor hab ich es aufgrund von "Materialschonung" und sportlichem Ehrgeiz vorgezogen, mit dem Rad zu fahren, seit einem halben Jahr ist es ohnehin alternativlos, da ich keinen Parkplatz im Büro habe und lediglich 3 Kilometer per Bus (direkt) oder Rad (im Morgenverkehr) zu bewältigen habe.

 

So beschränkt sich der Einsatz auf Einkäufe, Fahrten zur Kletterhalle, Kurztrips oder Besuche in der Heimat am Wochenende. Hatten wir in früheren Blogartikeln schon mal, einen Diesel hätte es 2013 nicht mehr gebraucht, ums selbe Geld hätte es auch den 1.4 TBi mit 170 PS gegeben. ;)

 

Aufgrund der geringen Fahrleistung und der bedachten Verwendung gibt es bis auf einen kaputten Tempomaten - der auch nach einer 500€-Reparatur noch hin und wieder zickt - keine Probleme und Beanstandungen, Jules hat erst gestern nach 3 und 5 Jahren zum zweiten Mal mängelfrei den TÜV (aka. in Österreich "das Pickerl") bekommen. Scheint nicht nur für mich ein Grund zum Feiern gewesen zu sein, weshalb man in der Werkstatt im Zuge der Überprüfung gleich eine 12-Kilometer-Testfahrt gemacht hat. :D

 

Ich betrachte ein Auto als Gebrauchs- (aber nicht als Missbrauchs-)gegenstand, ein paar kleine Narben hat die Zeit am ansonsten makellosen Lack der Giulietta dann doch hinterlassen. Einmal war's das Kettenblatt vom Rennrad, das ich wohl besser anders herum in den Kofferraum gezwängt hätte, ein anderes Mal der nicht stoßstangenkompatible Randstein irgendwo in der Stadt. OK, eine Felge der Winterbereifung hat auch eine kleine Macke abbekommen, aber ansonsten halten sich die "Kampfspuren" in Grenzen.

 

 

Vielleicht werdet ihr euch ja fragen, wie es denn weitergeht... ja, 5 Jahre sind eine magische Grenze, aber in dem Fall werde ich den Alfa noch weiterfahren, da ihm erstens nichts fehlt und ein Euro-5-Alfa dieser Tage wohl nur ein Geschenk für den Käufer wäre, so man einen findet. Ich denke, es wird - so sich die Weichen im Leben nicht komplett anders stellen und solange sich kein wirtschaftlicher Totalschaden ankündigt - weiter bei einer Liason mit meiner Italienerin bleiben.

 

Vielleicht schafft es FCA ja, nach dem kommenden 3 (!) Facelift der sich seit immerhin 8 Jahren am Markt befindlichen Giulietta dann ja doch mal, ein ordentliches Nachfolgemodell auf dem Qualitätslevel der Giulia auf den Markt zu bringen...

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Fri Jun 08 22:01:17 CEST 2018    |    St. Abilus

5 Jahre und 50000km sind ja auch nicht viel.;) 3 bis 4 Jahre denke ich kann man bei der "FCA-Geschwindigkeit" noch auf eine neue Giulietta warten. Bleibt abzuwarten ob dann mit RWD...


Sat Jun 09 09:46:51 CEST 2018    |    Fordlover1975

So 5 bis 7 Jahre sind es bei mir auch wenn das Auto ein brauchbares ist. Meinen Winter / Übergangspassat habe ich auch schon wieder 5 Jahre...


Sat Jun 09 09:52:39 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@Fordlover1975 @St. Abilus Naja, alleine angesichts der Fahrleistung und der Tatsache, dass die Preise bestimmt im Keller sind - inseriert werden solche Giulettas um 11.000-12.000€ (also ein Drittel vom Neupreis), wenn denn jemand ein Fahrzeug nimmt, wobei bei uns der Fahrverbotswahn noch nicht so in den Köpfen drinnen ist. Wenns ein Golf wär, ginge es aber bestimmt leichter. ;)


Sat Jun 09 13:03:50 CEST 2018    |    Fordlover1975

Ja, es ist so: Was der Bauer nicht kennt..........


Sat Jun 09 15:03:06 CEST 2018    |    Turboschlumpf6

Interesaant ist, dass die Diesel nicht günstiger sind als die Benziner auf dem Gebrauchtwaegnmarkt.

 

Wäre ich 20, würde ich so eine Guilietta unbedingt haben wollen! :)


Sat Jun 09 16:08:49 CEST 2018    |    Turboschlumpf6

Sat Jun 09 17:02:41 CEST 2018    |    7D-Fan

Ah ein Steirer - sehr cool :D

 

Die Giulietta hat mir auch schon immer gut gefallen. Mein Geschichte-Lehrer hatte auch eine, allerdings in Grau und als Benziner - war auch immer sehr zufrieden mit ihr. Also auch hier nix mit der Erfüllung des ewigen Alfa Klischees.

 

Irgendwo meine ich mal gelesen zu haben, dass der Nachfolger der Giulietta Hinterradantrieb haben soll. Würde damit zumindest eine Lücke füllen, die der 1er nach der Umstellung auf Vorderradantrieb hinterlassen hat. Wenn man sich das Design und die Qualität von der aktuellen Giulia anschaut, kann man sich echt auf die kommende Giulietta freuen. Sehe manchmal bei mir in Wien beim Motor Village am Grünen Berg eine Giulia stehen - freu mich immer wenn die Ampel dort rot ist, so hat man bissl Zeit sich das schöne Ding anzuschauen. :)


Sat Jun 09 20:25:10 CEST 2018    |    DoNuT_1985

Die Gerüchte um eine Heckantriebs-Giulietta sind wohl so alt wie die um den Frontantriebs-1er. Glaub ich erst, wenns kommt. Momentan habe ich den Eindruck, Sergio Marchionne möchte lieber mit SUV Geld verdienen, als mit einem engen und teuren Hecktriebler das C-Segment zu bespielen - oder gar eine moderne Kompaktplattform zu entwickeln.

 

Auf 500X/Renegade-Basis wird man es ja hoffentlich nicht versuchen... :rolleyes:


Mon Jun 11 15:41:04 CEST 2018    |    St. Abilus

Ja bei dem Konzern ist alles möglich.;) Erst mal SUV´s ...dann kommt eine neue Giulietta, wie und wann auch immer.:D


Tue Jun 12 10:11:16 CEST 2018    |    Passarati-Turbo

Sauber. In den ersten 5 Jahren hast du den größten Wertverlust. So kann man sein Geld auch vernichten.

 

Aber irgendwer muss ja die 5 Jahre alten Gebrauchten für mich auf den Markt werfen. :D

 

Wobei der Pflegezustand deiner "Karre" nach nur 5 Jahren schon bedenklich ist.


Tue Jun 12 10:48:56 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@Passarati-Turbo Falls du da etwas missverstanden hast: die ersten zwei waren Gebrauchtwagen und nach 5 Jahren Haltedauer 9 bzw. 7 Jahre alt, ich hab also noch keinen Neuwagen hergeschenkt, weder den BMW/Ford noch werde ich das beim Alfa tun, keine Sorge. Die zwei haben zwar auch ca. 60% vom Kaufpreis abgelegt, als ich sie wieder veräußert habe, aber "zu Ende fahren" wollte ich sie nicht, weil ich ein neues Auto wollte. ;)

 

Bei der Giulietta werden es abhängig von diversen Faktoren bestimmt noch ein paar Jährchen sein, aber mit Gewinn verkauft man wohl nur einen M3 GTS oder 911R. ;)

 

Weiß nicht, ob du das ernst gemeint hast mit dem "bedenklichen Pflegezustand", aber zwei Alltagskratzer bei sonst altersüblicher Abnutzung sehe ich jetzt nicht als grobe Vernachlässigung. Den Randstein-Kuss an der Stoßstange sieht man gar nicht, weil man sich unters Auto legen muss und Kratzer an Laderaumkante hat wohl so ziemlich jedes Fahrzeug, das regelmäßig beladen wird. ;)


Tue Jun 12 10:57:37 CEST 2018    |    Fordlover1975

Angeblich soll das neue Julchen 2019 geworfen werden......


Tue Jun 12 11:12:35 CEST 2018    |    Passarati-Turbo

@Donut_1985 Wenn die meisten Gebrauchte waren, gehts ja. ;)

 

Zu deinen "Alltagskratzern". Das sind grobe Lack-Schäden und haben nichts mit Alltagskratzern zu tun. Die feinen Kratzer in deiner Griffmulde vom Türgriff kann man als Alltagskratzer bezeichnen, nicht aber deine zentimeterlangen Schäden bis auf die Grundierung (oder tiefer).

 

Mein 22 Jahre alter Nordschleifen-Passat steht jedenfalls besser im Lack als dein 5 Jahre alter Alfa.


Tue Jun 12 11:19:20 CEST 2018    |    Fordlover1975

Hmm das gröbere liesse sich mit Smartpainting auch richten.....


Tue Jun 12 13:12:19 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@Passarati-Turbo: Wir haben da offensichtlich unterschiedliche Auffassungen. Sind ja auch ein paar Steinschläge dran... :rolleyes: :D

 

Nun ja, mir fällt es kaum auf, also vor allem der Kratzer an der Frontschürze ist zwar recht massiv, nur für Katzen und Igel wirklich sichtbar, dann wahrscheinlich aber auch das Letzte, was sie sehen.

 

Liebhaberstück ist es keiner, aber es ist nun mal ein Kompakter im Alltagseinsatz, bei einer 54er Giulietta Sprint wäre das natürlich etwas anderes. ;)


Tue Jun 12 15:39:51 CEST 2018    |    Passarati-Turbo

Ich finds nur immer wieder beachtlich in welch kurzer Zeit einige ihr Auto runterrocken.


Tue Jun 12 16:08:33 CEST 2018    |    DoNuT_1985

"Runterrocken"... :rolleyes:

 

Es sind zwei Macken, die können dir am ersten Tag passieren, jederzeit auf der Nordschleife oder in 10 Jahren nicht. Abgesehen davon ist der Lack OK, es sind alle Teile dran, der Wagen wird regelmäßig gewaschen, steht in der Tiefgarage und der Innenraum sieht entsprechend der geringen Laufleistung auch noch gut aus. Es hat mich lediglich nicht genug gestört, die Stellen extra lackieren zu lassen, weil ich eben nicht wöchentlich mit der Poliermaschine in der Einfahrt stehe.

 

Du tust wegen den zwei Macken so als würd' ich meinen Alfa seit 5 Jahren im Wald vermodern lassen, auch wenn du bei deinem Passat da scheinbar höhere Standards hast. ;)

 

P.S.: Wir werden da sowieso nicht auf einen Nennen kommen - meine Karre, mein Bier.


Tue Jun 12 16:37:29 CEST 2018    |    Passarati-Turbo

Unachtsam sein ist die eine Sache und schon schlimm genug. Aber dann sollte man das Maleur auch lackieren lassen.

 

Die einen machen sich eben was aus ihrem Erscheinungsbild, die anderen nicht. Da gehört das Auto dazu. ;)


Wed Jun 13 09:32:02 CEST 2018    |    7D-Fan

Also als "Runtergerockt" würd ich den Alfa hier auch absolut nicht bezeichnen - man kanns auch übertreiben :rolleyes:

 

Den Schaden an der Heckstoßstange sieht man in Natura wahrscheinlich nur, wenn man sehr genau hinschaut. Und den Kratzer unten an der Frontstange sieht höchstens der Mechaniker, wenn er das Auto auf der Bühne hat - wieso sollte man das lackieren lassen? Vor allem wenn solche Schäden eben im Alltag sehr leicht auftreten können. Da lässt man den kompletten Bumper hinten ums teure Geld lackieren, kommt am Wochenende drauf mit einem Koffer wieder an und das ganze war für die Katz. Das ist schließlich ein Alltagsgegenstand und kein Show-Car, das nur in irgendeinem Museum steht.


Wed Jun 13 09:54:44 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@7D-Fan Ja, das war auch meine Argumentation. Bin zwar seit 10 Jahren in dem Forum angemeldet und ein Autofan, aber hier hat aus den genannten Gründen klar der Pragmatismus gesiegt. Es ist ein Kompakter, der mich 24.000€ gekostet hat und kein Sammlerstück.

 

Auch, wenn Passarati das wohl im Leben nicht verstehen kann.... Ich war früher viel in den Foren unterwegs (vor allem BMW E9x) und hab ja auch absolut kein Problem mit Leuten, die ihr Fahrzeug mehr lieben als alles andere. :rolleyes:

 

Bei "Unachtsam sein ... schon schlimm genug" und "dann sollte man ... lackieren lassen" sowie "machen sich was aus ihrem Erscheinungsbild" ist mein weiterer Wille zum Diskurs dann allerdings versiegt, weil ich da offensichtlich andere Ansichten habe und es eigentlich dabei belassen wollte. ;)


Wed Jun 13 13:50:15 CEST 2018    |    McAlfa

Ein Alfa ist immer ein Eye-catcher - auch mit Kratzer. Ein Passat hingegen ... ok, lassen wir das lieber ;-)


Wed Jun 13 14:17:28 CEST 2018    |    driver95

5 Jahre pro Auto :eek:

 

Das ging bei mir immer schneller...

Hab mein viertes Auto in 4 Jahren :D


Wed Jun 13 19:09:50 CEST 2018    |    BravoI

Wenn ich mich nicht irre, Alfa war gebaut auf Platform Fiat Bravo 198, welche ich knapp 9 Jahren besitzen hab.

Bis zu 100 000km war alles tip top. Nach 100 tausend kammen Verschleisteilen am Licht, welche ich möchte nicht bezallen und Fiat war weg. Zu dem Preisen von Gebrauchtwagen - 10 Jährige Autos kostet grob 1/10 von Neu Preis.

 

Gruß. I.


Wed Jun 13 20:15:30 CEST 2018    |    St. Abilus

Fahre den 844er Delta (1.4 T-Jet mit 150PS Baujahr 2009) welcher ebenfalls auf der Fiat Bravo 198 Bodengruppe basiert. Mit 100000km gekauft, aktuell 155000km. Absolut problemloses Auto, welches ich 2015 günstig erworben habe. Der Lancia ist Preis/Gegenleistung das beste Auto was ich je gekauft habe.:D


Wed Jun 13 21:20:40 CEST 2018    |    HerrLehmann

Zitat:

Ich finds nur immer wieder beachtlich in welch kurzer Zeit einige ihr Auto runterrocken.

Ich finde es immer beachtlich wie manch einer sich hier verbal auslässt. :rolleyes:

Es gibt halt Leute mit anderen Prios im Leben, als jeden Samstag vormittag den Karren zu wichsen, bis er wund ist... ;)

 

Zitat:

Ein Alfa ist immer ein Eye-catcher - auch mit Kratzer. Ein Passat hingegen ... ok, lassen wir das lieber ;-)

Genau so schaut es nämlich aus.

 

PS: Schön mal wieder vom Alfa zu lesen.

 

PPS: An meinem E39 hatte ich mir am Gardasee auch eine Kerbe unten in die Frontstossstange gefahren.

Das Teil ist dann noch 7 Jahre anstandslos gefahren... Ich kleiner Dreckspatz... :D


Thu Jun 14 07:44:14 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@BravoI

 

Zitat:

Wenn ich mich nicht irre, Alfa war gebaut auf Platform Fiat Bravo 198, welche ich knapp 9 Jahren besitzen hab.

 

Bis zu 100 000km war alles tip top. Nach 100 tausend kammen Verschleisteilen am Licht, welche ich möchte nicht bezallen und Fiat war weg. Zu dem Preisen von Gebrauchtwagen - 10 Jährige Autos kostet grob 1/10 von Neu Preis.

Wenn ich Wikipedia korrekt gedeutet habe, dann ist das nicht ganz korrekt. Die Giulietta basiert auf der Nachfolgeplattform C-Evo (https://en.wikipedia.org/wiki/Fiat_Compact_platform), in Europa basiert nur der Jeep Cherokee darauf, der aktuelle Tipo ist trotz der Größe ein Punto-Abkömmling. Die Giulietta fühlt sich drinnen zwar stark nach Fiat Bravo bzw. Lancia Delta an und hat auch eine ähnliche Karosserieform, aber scheint doch etwas mehr als eine andere Hülle der Fahrzeuge zu sein. Zumindest eine Weiterentwicklung dessen...

 

Ich finde, sie haben keinen schlechten Job gemacht, nach 5 Jahren kann man zumindest mal sagen, dass das Fahrzeug keine Kinderkrankheiten hat. Verglichen mit Premiummarken (ein Alfa ist auch nicht per se billig) könnte die Anmutung im Innenraum besser sein, sowohl was die Qualität betrifft als auch das Geräuschlevel, also ich empfinde die Dämmung und Windgeräusche jetzt nicht als Klassenbenchmark. Ein Golf TDI ist da zweifelsohne leiser.


Fri Jun 15 18:42:55 CEST 2018    |    Jeens

Ich glaube ich hatte schon mal hier geschrieben, das Bravo und die Giulietta sich aber sehr ähnlich aussehen. Eher so wie Golf 5 und Golf 6, aber auf der gleichen Plattform.

 

Ich hatte ein Bravo 198 von 150-220 Tkm, bis auf ein paar poröse Ladeluftschläuche und ein kaputtes Radio, welches die Batterie leersog kein Massives Technisches Problem.


Fri Jun 15 22:41:42 CEST 2018    |    BravoI

"Ich finde, sie haben keinen schlechten Job gemacht, nach 5 Jahren kann man zumindest mal sagen, dass das Fahrzeug keine Kinderkrankheiten hat. Verglichen mit Premiummarken (ein Alfa ist auch nicht per se billig) könnte die Anmutung im Innenraum besser sein, sowohl was die Qualität betrifft als auch das Geräuschlevel, also ich empfinde die Dämmung und Windgeräusche jetzt nicht als Klassenbenchmark. Ein Golf TDI ist da zweifelsohne leiser."

 

Habe selber keine Alfa gefahren, aber habe gesucht wurdige Nachfolger für meiner Fiat Bravo. Wenn ich deine Post lese, dann mit Kauf Hyundai i30 habe ich mir bessere Auto gekauft.

 

Gruß. I.


Sat Jun 16 09:36:41 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@BravoI Das Hauptproblem der Giuietta ist die alte Plattform. Der Wagen wurde 2010 eingeführt, Hyundai hat seither (2011/GD und 2017/PD) zwei (!) neue Modelle des i30 nachgelegt, die deutlich gegenüber der Konkurrenz aufgeholt haben, während Alfa es bei der Compact-Plattform belassen hat. Die wesentlichste Neuerung in 10 Jahren Laufzeit war ein Touchscreen und das "Sprint (oder Super)"-Modell mit dem 150-PS-Benziner, den ich mir heute wohl kaufen würde.

 

Ein Kumpel von mir hatte einen C'eed der ersten Generation, vergleichbar mit dem ersten i30, das war ein mittelmäßiges, solides Fahrzeug, das aktuelle Modell streckt sich in Richtung Golf und hat einen richtig feinen Innenraum und chicem Design.

 

Wenn man 2018 noch den Typ 940 der Giulietta kauft, muss man das schon wollen oder beim Händler einen guten Preis kriegen. Mit einem Facelift (außer einem milliardenteuren) wird man aus der Plattform kein neues Auto mehr machen. Zur Einführung war's ein gutes und - mit praktischen Abstrichen - konkurrenzfähiges Auto, leider kam der stiefmütterliche Umgang mit dem Modell, obwohl ich den Eindruck habe, dass sie sich gar nicht so schlecht verkauft hat, man sieht zumindest immer wieder welche: vom nackten Einstiegsmodell mit Radkappen bis zu getunten und tiefergelegten Liebhaberstücken, es gibt selbst Verrückte, die das "Rosso Competizione" vom 8C für über 2000€ extra bestellt haben. :O


Sat Jun 16 11:36:43 CEST 2018    |    BravoI

Mit Fiats war ich sehr zufrieden, er war und bleibt sehr zuverlässig. Alfa ist schöner. Ich war bereit mir neu Fiat/Alfa kaufen. Nur, sehe ich so, seit 2007 bei Fiat "Uhr stehen gebliben". In meinem Stadt ist alles vertreten und für meine Geld kann ich immer finden, was mir gefehlt. Wenn früher in meinem Stadt war 10 Fiat Händler, Heute nur 1 übrig gebliben.

 

Gruß. I.


Mon Jun 18 09:32:51 CEST 2018    |    rikki007

alfa baut wunderschöne autos das ist sicher . . .

 

aber die technik und die verarbeitung die dahinter steht konnte uns auch nicht bei der relativ neuen juli überzeugen . . . wenn man griffe der sitzlehnen verstellung anpackt . . . da hat man das gefühl den griff bald in der hand zu haben . . . ausserdem fasst er sich komisch an und man könnte meinen man klemmt sich die finger dabei . . .

 

es sind die verarbeitung und die 100 kleinigkeiten die einfach nicht gefallen wollen . . . vom design her ist es wohl einer der schönsten autos momentan.

 

viele grüße


Mon Jun 18 10:22:01 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@rikki007 Schön waren sie immer, die Qualität ist seit jeher schwankend. ;)

 

Man sieht schon die Bemühungen von FCA, die Marke etwas höher zu positionieren, aber von heute auf morgen geht das nicht. Sieht man an Details bei Giulia/Stelvio, wie z.B. den Sitzlehnen oder das miese Infotainment, wo man einfach irgendwas zugekauft hat, anstatt wie BMW seit 15 Jahren sein iDrive optimieren kann.

 

Wer sich daran stört, hätte aber ohnehin nie einen Alfa einem BMW vorgezogen. Dennoch sind die aktuellen Fahrzeuge (Ausnahme MiTo und Giulietta) konkurrenzfähig wie noch nie. Die Giulia QV hat unlängst sogar einen AutoBild-Vergleich gegen den RS5 gewonnen - wobei hier wohl die sportliche Auslegung und das Punktschema geholfen hat. Im normalen Testschema wären es wahrscheinlich 50 Punkte Rückstand in der Eigenschaftswertung gewesen. ;)

 

Also: die Marke hat noch einiges aufzuholen, dafür muss man aber konstant Geld in die Entwicklung pumpen. Anscheinend sollt ja wieder ein ziemlich heißer 8C mit viel Carbon und Leistung kommen, ich persönlich fände es ja besser, wenn sie sich auf ein klassisches Lineup besinnen würden. Allerdings werden Coupès, Spider und Sportlimousinen keine Stückzahlbringer werden, daher eher noch ein SUV. Man munkelt aber auch von einem Giulia Coupè ;)


Thu Jun 21 14:11:03 CEST 2018    |    Aljoscha2005

Toller Bericht und schicke Giulietta :)


Fri Jun 22 21:57:14 CEST 2018    |    rikki007

ja sie ist schon wirklich sehr schick von aussen . . . das muss man ihr lassen ;-)

 

gibts denn eigentlich schon nen paar veröffentlichte bilder vom facelift der julia ??

 

viele grüße


Sat Jun 23 12:52:25 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@rikki007 Ja, gerade die Kehrseite ist aus manchen Perspektiven auch nach Jahren noch unwiderstehlich. Ich find aber, dass die zwei Facelifts das Fahrzeug im Detail nicht hübscher gemacht haben. So hat der Scudetto (also der Grill) keine Chrom-Querstreben mehr, sondern nur mehr das Wabengitter, welches das "Urmodell" nur im unteren Lufteinlass trug und er wurde optisch etwas "versenkt", wirkt vielleicht etwas zu zurückhaltend.

 

Hinten fiel der zentrale "Giulietta"-Schriftzug der neuen Variante im uneleganten Stil unten rechts zum Opfer, also hätte ich die Wahl, würde ich die Optik des "Urmodells" kaufen. Neuere Motoren und Infotainment sprechen natürlich dagegen. ;)

 

Es soll auch für die Giulietta noch ein Facelift kommen, enorm aufwerten würden das Fahrzeug beispiel durchgehende LED-Leuchten hinten, die "Pünktchen" erinnern dann doch an die ersten Audi-Tagfahrlichter und mittlerweile eher an Nachrüstsätze. Befürchte aber keine große Produktaufwertung fürs "Stiefkind" mehr. ;)


Sun Jun 24 11:26:08 CEST 2018    |    rikki007

ja . . . das denke ich wohl auch.

 

wir dürfen gespannt sein, was da noch so kommen wird. vor allem in sachen materialqualität und innenraum bin ich sehr gespannt. das war eines der wesentlichsten gründe, warum wir uns damals gegen das fahrzeug entschieden haben.

 

viele grüße


Sun Jun 24 22:32:43 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@rikki007 Nun ja, so schnell gegoogelt deutet das Meiste darauf hin, dass die Giulietta auf der Giorgio-Plattform kommt, also eine gekürzte Variante der Giulia.

 

Dann wäre wohl klar, wie sie aussähe. Front von der Giulia, das Heck wohl an den Stelvio angelehnt (läge zumindest nahe) Was Verarbeitung/Innenraum betrifft, gäbe es wahrscheinlich auch keine Überraschungen.

 

Wäre cool - ob ich sie mir leisten kann oder will steht in den Sternen. Blöd wäre natürlich, wenn dann wegen dem Hinterradantrieb mein Rennrad nicht mehr reinpassen würde. ;)

 

Gegen die Variante springt auch, dass man mit eine Heckantriebs-Kompakten keinen großen Markt hat (Europa, in den USA höchstens eine Top-Of-The-Range-Variante für Petrolheads) und kaum auch nur die Zahlen des BMW 1er erreicht, weil die Marke einfach nicht so zieht.



Sun Jun 24 23:07:29 CEST 2018    |    rikki007

ja so ist es . . .

 

so eine mischung aus cupe und cross over suv . . .

 

da wir gerade bei unserem hobby - dem rennrad - sind, ich vermisse beim alfa auch irgendwie den 159 spacewagon . . . hier ist nichts nachgekommen nach dessen einstellung, schade eigentlich. ich hatte schon daran gedacht, ob es vielleicht von der julia irgendwann einen kombi geben wird, aber da hat sich bisher auch nichts getan, leider.

und der deutsche markt wäre doch wie kein anderer ein markt für einen kombi, wenn man denn vielleicht so die zielgruppe der audi kunden anfixxen würde . . . in richtung a4

 

viele grüße


Thu Jun 28 13:37:21 CEST 2018    |    DoNuT_1985

@rikki007 Ich denke, den süddeutsch-premium-verseuchten Markt in Deutschland hat FCA wohl nicht im Sinne, eine Giulia ist global gesehen sowieso ein Nischenfahrzeug, erst recht ein Kombi davon, der vielleicht auf ein paar europäischen Märkten Stückzahlen bringt.

 

Bin gespannt auf das zukünftige Lineup, sieht mir ein wenig nach Höherpositionierung plus SUV aus. Anders als bei Audi und BMW muss man für Infos da aber ziemlich viel herumgoogeln, um im Bilde zu bleiben. ;)


Deine Antwort auf "#47 - Jules ist 5(0000)!"