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Die Catheads: Garage,Autos,Leute und das Leben.

Die Catheads: Eine lockere Gemeinschaft rund ums Thema Schrauben egal ob an Auto Motorrad oder allem anderem

04.03.2014 17:42    |    nosdriver    |    Kommentare (7)    |   Stichworte: 924, Porsche

 

Servus Gemeinde und Freunde der Catheads :)

 

im letzten Artikel ging es um die runderneuerte Kofferraumverkleidung für den P7...

Bevor ich diese in Angriff nahm stand ein kleines "Lernprojekt auf dem Schirm.

Schliesslich hat der Hannes von uns 4 den höchsten Qualitätsanspruch und ich war gerne bereit diesen zu erfüllen.

Jedoch ohne Übung,etwas Lehrgeld und ein Gesellenstück ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Machen wir uns nichts vor :).

 

Mein Gesellenstück bevor ich mich an die Verkleidungen des P7 wagte war die linke Türpappe meines feuerroten Spielmobils :).

Diese wurde im Zuge der Türfolienanfertigung entfernt und verblieb auch eine Weile in meinem Wohnzimmer.

Um es genau zu sagen:

Anfang Dezember demontierte ich die Türpappe und Ende Januar wurde sie wieder montiert :).

In meinen vergangenen Artikeln seht ihr ja den Werdegang und da wäre es einfach sinnfrei gewesen wegen jeder Bastelei die Türpappe zu entfernen.

Also einmal aufgemacht,alles gediegen und in "schön" montiert und dann wieder zu machen;).

So war der Plan und der wurde umgesetzt...

-Türpappe runter

(wie es geht hatte ich ja im Artikel zur Schliessmechanik geschrieben ;))

-Türfolie entfernen

(gabs ja in neu nachgefertigt,ihr erinnert euch)

-Türgriff und Schliessmechanik überholen

(darüber gabs auch was zu lesen)

-alles wieder rückwärts und Türpappe wieder dran.....

 

Soweit so schön.

Doch die Türpappe als solches war auch nicht mehr ganz so toll.

Klar 32 Jahre alt und eben nur aus nen bisschen Presspappe gefertigt.

Was dann eindringende Feuchtigkeit,gefördert durch ein Kaputte Türfolie und verhärtete Dichtungen anrichten kann muss ich keinem erzählen....:rolleyes:

Ihr seht es auf den Fotos.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ganze sieht auf den Nahaufnahmen schlimmer aus als es letztendlich war.

Im Bereich der Mulde war das Pappmaterial schon etwas labberig und in Auflösung.

Zudem gab es einige Risse um die Zuggriffaufnahme und an den Löchern der Clips ringsum.

Jedoch mit etwas Zuwendung wäre alles zu retten :).

Nun überlegte ich mir mit welchen Materialien ich es bewerkstelligen sollte.

 

Epoxidharz? Hm doof,weil nur stinkend zu verarbeiten...

Bastel/Papierkleber? Auch nicht so das wahre...

 

Alles nicht so die Erfüllung.

 

Also erinnerte ich mich an die guten alten Kindertage:

Pappmachee...;)

Holzleim und ganz normales Zeitungspapier.

Das ergibt Stabilität,kostet nix und vor allem saugt sich der Holzleim schön in die Pappe um nachzukleben.

PERFEKT! :D

 

Also nen kleinen Pott davon besorgt,Pinsel und alte Zeitungen bereit gelegt und es konnte losgehen.

 

Die Lage der Schaumstoffteile auf der Rückseite hatte Porsche (oder der Zulieferer) schon mit kleinen Punkten vorgegeben .

 

 

Praktisch :)

 

Trotzdem markierte ich alle mit einem Edding und riss die Teile runter.

Anschliessend wurden die Kunststoffclips demontiert.

Diese haben eine halbrunde Öffnung und können durch Drehen und Ziehen fast "ausgeschraubt" werden.

 

 

Anschliessend entfernte ich die rostigen Tackernadeln welche den Bezug festhielten.

Bei der vorderen Ecke musste ich ein wenig schmunzeln....

Da war bestimmt der Stift am Werk gewesen;)

 

Den Bezug löste ich vorsichtig an und klappte ihn unter die Pappe.

Ich wollte ja nur die Pappe bearbeiten.

Anschliessend wurde der Bereich wo ich anfing grosszügig mit Wasser angefeuchtet.

Dadurch weicht die Pappe an und nimmt den Kleber besser auf.

Der Holzleim darf auch vor der Verarbeitung mit etwas Wasser verdünnt werden.

Dann wurde Kleber aufgetragen:

 

 

Das Zeitungspapier wird in Schnipsel gerissen und in den Kleber gedrückt...

Alles antrocknen lassen und 2-3mal wiederholen.

Zwischendurch immer wieder Kleber nachstreichen.

Abschliessend wird das ganze mit Gewichten gepresst und alles darf gut durchtrocknen.

 

 

 

Nachdem alles gut durchgetrocknet war wurden die Schaumstoffteile wieder aufgeklebt.

Dazu nahm ich normales Doppelseitiges Klebeband.

Den Bezug befestigte ich mit dem Bonatherm-Kleber und verzichtete auf das Tackern.

Kleben erschien mir materialschonender und der Kleber ist wirklich gut :).

Anschliessend wurden die Clips wieder in die Pappe eingesetzt.

Nur einer ist bei der Demontage kaputt gegangen,der wurde aber aus der "Grabbelkiste" ersetzt.:)

Um die Türpappe neu zu gestalten war insgesamt eine gute Woche nötig aber das Ergebnis ist eine Knochenharte Pappe :)

Alles Befestigungspunkte wurden mit dieser Methode verstärkt,die Risse sind verschwunden und auch die Haltbarkeit gegen Feuchtigkeit wurde erhöht :)

Das Obermaterial ist jedoch alles noch original ;)

Da war auch nix dran auszusetzen.

 

Ein paar Tage später ging es an die Montage.

Das innere der Tür wurde zuvor mit Hohlraumkonservierung ausgenebelt.

Während diese trocknete montiert ich neue Blechclips für die Fensterschachtdichtung.

Dann wurde das innere Türblatt entfettet und die Türfolie mit Butylband verklebt.

Leider habe ich etwas zu hoch angefangen und musste im Bereich der Türpappenmulde mit gutem Klebeband nachhelfen.:(

Naja eigener Fehler aber trotzdem haltbar.

 

 

Abschliessend kam die Kür:

Die Anschlüsse für den elektrischen Spiegel durch die Folie führen,den Türöffner befestigen und die "neue" Türpappe verschrauben.

Armauflage,Fensterkurbel und Spiegelverstellschalter montieren und:

Fertig...:)

Die Fensterkurbeln sind im übrigen nicht original.

Eigentlich wollte ich im Innenraum kein bisschen Chrom haben.

Doch auf dem Schrotti stand der Audi B4 mit diesen Kurbeln.

Sie passen vom Design und der gesamten Haptik her wunderbar in den Porsche:).

So ist auch der verchromte Körper unter der Plastikabdeckung für mich okay...

Ist ja nur ein kleiner Streifen sichtbar ;)

Besser als die Plastikkrüppel welche original eingebaut sind :D.

 

 

 

Hier noch ein paar bilder wie der Innenraum mittlerweile strahlt :)

 

 

 

 

 

 

Doch damit nicht genug :).

Die Einstiege sind beide nicht schön anzusehen...

Auf der Fahrerseite abgetretener Lack und auf der Beifahrerseite sah man die Spuren meiner Nachlackierung.

Handlungsbedarf.

Also nahm ich mit dem Messchieber Maß und fertigte eine kleine Zeichnung.

Mit der in der Hand tappte ich zu der Firma wo ich meine Ausbildung gemacht habe und 4 weitere Jahre beschäftigt war.

Das ist die von mir immer so gerne genannte "Wald und Wiesenschmiede ums Eck" ;).

Dort wurde mir aus 1,5mm Edelstahl für einen 5er in die Kaffeekasse ein Profil gebogen welches nur noch passend geschnitten werden musste.

(15x15x50mm sind die Maße für das Profil,lange Seite 840mm kurze Seite750mm wenn es jemand nachmachen möchte :))

Das hab ich auch noch selber hin bekommen ;)

 

 

Das ganze wurde mit dem Butylband wieder montiert und hält bombenfest.

Nun sind auch die unschönen Einstiege Geschichte ;)

So steigt man doch gerne in einen Porsche ein :D

 

So liebe Gemeinde wieder viel Text,ein paar fotos zum Glotzen und nun seid ihr wieder dran :)

Ich freue mich über Kritik,dumme Fragen oder auch nur belanglose Kommentare :D.

 

Grüsse euer Krischan

aka

Nosdriver

 


03.03.2014 17:01    |    nosdriver    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: Ford, P7

 

Hallo Gemeinde und Freunde der Catheads :)

 

Tja ein wenig Funkstille ist hier eingekehrt...

Macht aber nix so ganz untätig sind wir nämlich nicht.:)

In diesem Artikel zeige ich euch was ich in den letzten Tagen für den Ford P7 gemacht habe.

Vor einiger Zeit überholte ich ja die Sitze im feuerroten Spielmobil.

Durch diese Aktion motiviert und voller neuem Wissen zum Thema Stoff und co.(Nein,nicht das was ihr jetzt wieder denkt :D) bot ich dem Hannes an das ich mich der alten Verkleidungen annehme...

Ihm kam das recht und ich besorgte Material um durchzustarten.

3m Kunstleder,2m Unterspannstoff,Sprühkleber sowie Bonatherm Kleber wurden besorgt und los gings...

Erstmal den Zustand der Pappen checken und das alte Zeug vorsichtig entfernen.

 

Darunter war der ganze Schaumstoff schon nicht mehr da,kein Wunder nach fast 40 Jahren.

 

Danach wurden die Pappen gereinigt und der Unterspannstoff wurde zugeschnitten.

Dazu bediente ich mich eines kleinen Tricks:

Die Pappe wurde auf die weisse Unterware gelegt und mit einer schwarzen Sprühdose wurde der Rand angenebelt.

Auf dem Unterstoff zeichnen sich nun die Konturen ab und es ging an das ausschneiden.

 

Die Unterware wurde genau am Rand der Pappen geschnitten so das nur das Kunstleder um die Kanten gelegt wird.

Beim ersten Versuch wollte ich alles mit dem Bonatherm Sattlerkleber verkleben.

Aber das ging gründlich nach hinten los....

Das Fleece saugt den Kleber auf und verpappt dann nur wenn es geklebt werden soll,vor allem wenn der Kleber mit dem Pinsel aufgetragen wird.

Zuviel Kleber an der einen Stelle und an anderen ist gar nichts.

Daher auch das dürftige Ergebnis beim ersten Versuch...

Also alles wieder runter,schade eigentlich....

Aber die Wiederholung ist die Mutter des Lernen :)

(Danke hierfür: MT User "Provaider" ;)).

Diesmal entschied ich mich für Sprühkleber...

Ich trau dem Zeug am Auto nicht weiter als ich werfen kann(und das konnte ich noch nie so gut :D)

aber hier war es die richtige Wahl.

Erstens sind die Seitenverkleidungen komplett glatt und zweitens wird das Kunstleder am Rand mit dem Bonatherm Kleber verklebt,so das alles bombenfest hält und nirgendwo hin kann.

Auch bei höheren Temperaturen gibts da keine Probleme.

 

Das grössere Problem war die Innenverkleidung der Heckklappe...

Die ist nach innen gewölbt.

 

Alles was darauf geklebt wird MUSS halten,auch bei hohen Temperaturen.

Also entschloss ich mich den Bonatherm Kleber mit einer alten Sprühpistole aufzutragen.

Der Kleber ist sehr zäh und kann nicht einfach mit Verdünnung "gestreckt" werden,da er bei Kontakt mit Nitro sofort klumpt.

Das Auftragen ging mit recht hohem Druck und grosser Düse wunderbar und auf dem Fleece gab es diesmal keine Verklumpungen.

Das ganze nochmal mit dem Kunstleder und fertig :).

Nun mussten nur noch die Kanten zugeschnitten werden und das Kunstleder umgelegt werden.

Das ganze waren 3 Tage Arbeit und geben ein wunderbares Gesamtbild ab...

Alles wieder schön frisch in schwarz,passt sicher prima zum braunen Lack des Ford :).

Leider habe ich es versäumt von den Zwischenschritten und dem fertigen Teil Fotos zu machen.

Aber das wäre gar nich so leicht gewesen mit den Kleberfingern :D :D

Und wenn mir das Objektiv meiner Kamera verklebt wäre hätt ich auch nichts davon gehabt :D

 

So nun genug gequatscht und euch zugebombt mit komischen Bildern...

Ihr seid dran,mit kommentieren,kritisieren,Fragen und komischen Bemerkungen.:)

 

Grüsse euer Nosdriver aka Krischan :)

 

 

 

 


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