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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

24.09.2010 16:51    |    Designs    |    Kommentare (46)

Wie kommt der A7 bei euch an?

Audi A7 Sportback: Erste Testfahrt

 

Das beste aus drei Welten – mit diesem Slogan preist Audi den neuen A7 Sportback an. Komfortabel wie eine Limousine, sportlich wie ein Coupe und praktisch wie ein Avant. All dies soll die neue Wunderwaffe aus Ingolstadt, die damit eindeutig auf den Konkurrent Mercedes CLS abzielt, erfüllen.

Findige Werbekenner werden wissen: 3 Sachen auf einmal – das geht nun wirklich nicht! Was früher nur das Überraschungs-Ei für sich beanspruchte, soll jetzt also auch im Automobilsektor gelten.

Der erste Eindruck zeigt ein bekanntes Audi Gesicht mit schnitter Front inklusive den markanten LED-Tagfahrleuchten, das Heck fällt betont nach hinten ab und lässt keinen Zweifel daran, dass die Designer damit ein echtes Coupe mit stimmiger Linie geschaffen haben. Mit viel Leidenschaft wurden Designlinien aus dem Exterieur nach innen übertragen, Übergänge perfektioniert und mittels Lichtleiter in der Mittelkonsole Effekte geschaffen. Erschaffen mit Leidenschaft, das steht fest - doch wie sieht es mit Komfort, Sportlichkeit und Alltagsnutzen aus?

 

Genau das will ich herausfinden und deshalb nehme ich den A7 Sportback in einem ersten Test für euch genau unter die Lupe.

 

Als Motorisierung stehen zum Verkaufsstart vier 6-Zylindervarianten zur Wahl. Als Benziner gibt es den 2.8FSI mit 204PS, sowie den bekannten 3.0TFSI mit 300PS. Die Dieselvarianten kommen beide mit dem 3.0TDI, jedoch in unterschiedlichen Leistungsstufen zu 204PS und 245 PS.

Während der große TDI spürbar besser im Antritt und Durchzug auftritt, soll der kleine TDI die Sparfüchse unter den Käufern befriedigen. In Zahlen ausgedrückt lautet das: 5,3 Liter/100km, sowie 139g/km CO2 Ausstoß. Dank einer kompletten Neuentwicklung, sowie dem Zusammenspiel mit optimierten Aggregaten (z.B.eine energieeffizientere elektromechanische Servolenkung) und Features wie die Start-Stopp-Funktion, oder der Bremsenergie-Rückgewinnung, wurde das mögliche Potenzial hier vollkommen ausgeschöpft. Im Rahmen einer sicher nicht verbrauchsorientierten Testfahrt erreichten auch wir einen Wert von etwas über 6 Litern. Die Angabe scheint also nicht gänzlich aus der Luft gegriffen zu sein.

 

Von diesen Werten können die benzinverbrennenden Brüder sicher nur träumen – dennoch sind sie mit angegebenen Verbräuchen von 8,0 Liter (2.8FSI) bzw. 8,2 Liter (3.0TFSI) immer noch mehr als akzeptabel. Angesichts des geringen Unterschieds bleibt natürlich die Frage, warum man sich für den 2.8FSI entscheiden sollte. Knapp 100PS mehr und damit auch deutlich bessere Fahrleistungen bei 0,2 Liter Mehrverbrauch – das spricht eine klare Sprache. Voraussetzung ist natürlich ein offenes Budget. Startet der kleinste Benziner schon bei 51650 Euro, so sind für den 3.0TFSI mindestens 58600 Euro fällig. Dafür gibt es aber eine umfangreiche Serienausstattung bei allen Modellen, die neben Xenon-Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht, Rücklichtern in LED-Technik und einer Start-Stopp-Automatik auch eine 2-Zonen-Klimaautomatik und die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe enthält.

 

Der Innenraum und das Cockpit erinnern sehr stark an das aktuelle Modell des A8. Die Darstellungen im 8“ großen, ausfahrbaren MMI Bildschirm, sowie die Gestaltung von Tacho, Drehzahlmesser und der Mittelkonsole wurden von dort übernommen. Auch das Touchpad, welches als Stationsspeicher fürs Radio oder als alternative Eingabequelle bei der Navigation dient, kennt man bereits von dort.

 

Wer nun aber denkt, es handelt sich hier nur aus eine Mischung aus A6 und A8, mit schräg abfallendem Dach, der irrt! Die Palette an Features wurde um etliche Neuerungen erweitert. Der A7 ist das erste Fahrzeug aus dem Konzern, das mit einem Head-up Display erhältlich ist. Und hier will man sich bereits deutlich von den Konkurrenten absetzen. Geschwindigkeitsbeschränkungen (per Kamera erfasst), die aktuelle Geschwindigkeit, Navigationspfeile und Details zur optionalen ACC (Adaptive Cruise Control) werden dort farbig eingeblendet – und zwar so, wie man es aus dem Fahrer-Informations-System gewohnt ist. Dabei erscheinen die Zahlen klar und deutlich in einer fiktiven Entfernung von ca. 2,5 Metern.

 

Als weiteres Novum ist erstmals der Active-Lane-Assist erhältlich. Er unterstütz den unaufmerksamen Fahrer bei Überfahren der Seitenlinie mittels dezentem Lenkeingriff und bringt ihn so zurück auf Spur.

Trotz 4,92m Länge und dem abfallenden Heck ist die Rundumsicht des Fahrzeugs gut gelungen. Wer damit aber Probleme haben sollte, kann die optionale Park-Distance-Control mit Rückfahrkamera erweitern – oder das Einparken nun komplett der Technik überlassen. Der bisher existierende Park-Assist wurde in seiner nächsten Generation deutlich weiterentwickelt. Dank seitlichen Sensoren werden mögliche Parklücken geortet und über das Fahrer-Informationssystem angeboten. Die Ermittlung und Durchführung des nötigen Lenkeinschlags übernimmt das System. Man muss nur den Aktionen des Fahrzeugs folgen, in dem man sich vorwärts oder rückwärts bewegt und spätestens beim Dauerton der PDC zum Stillstand abbremst.

 

Auf diese Art wird man perfekt in eine seitliche Parklücke manövriert, die gerade einmal 80cm länger sein muss, als das Fahrzeug. Die wenigsten würden wohl ohne dieses System überhaupt den Versuch unternehmen eine Parklücke dieser Größe anzusteuern. Alternativ kann man auch quer einparken lassen – hierfür wird als Mindestanforderung Fahrzeugbreite + 60cm angesetzt. Damit soll ein beidseitig angenehmes Aussteigen gewährt sein. Beide Varianten sind sowohl auf der rechten, als auch auf der linken Fahrbahnseite durchführbar. Nach dem erledigten Einkauf wird ebenso automatisiert wieder ausgeparkt. Der Park-Assistent inkl. Einparkhilfe Plus ist schon für 1170 Euro Aufpreis zu ordern – eine Unachtsamkeit beim Parken kann da schnell dieselbe Summe kosten.

 

Weitere Schritte wurden auch im Bereich des Multimedia Infotainments unternommen. Per Handykarte wird eine Verbindung ins Internet aufgebaut. Während die anderen Fahrgäste diese mittels dem vom Fahrzeug bereitgestellten WLAN Hot-Spots zum Surfen oder Emailen benutzen können, bedient sich das Navi den Daten von Google-Earth und hinterlegt das Kartenmaterial mit (mehr oder weniger) aktuellen Satellitenbildern. Ein enormer optischer Zugewinn, verglichen mit „herkömmlichen“ Navigationsansichten. Wer dann in seiner Umgebung noch weitere Stationen ausfindig machen möchte (Restaurants, Hotels etc) bekommt auch diese Daten per Google, inklusive wichtiger Zusatzinformationen, falls gewünscht. Dies alles wird auf MMI Ebene im bekannten Stil dargestellt – kein umständliches Tippen, kein zusätzlicher externer Browser. Wer möchte, kann seine Reise bereits im Vorfeld von zuhause aus komplett planen und über myaudi direkt im Auto abrufen. Der Trend ist klar – die Zukunft liegt online.

 

Ihre Reise können Sie nun also bequem antreten – jedoch maximal zu viert. Für mehr Personen ist das Fahrzeug aufgrund der Einzelsitze hinten nicht zugelassen. Das können nun die Kinder sein, oder fahren Sie lieber mit Freunden? Kein Problem, denn entgegen den Befürchtungen können hinten auch problemlos Personen bis 1,85m Körpergröße bequem sitzen, ohne nach der Urlaubsfahrt mit steifem Nacken auszusteigen. Auch die Beinfreiheit ist völlig ausreichend.

 

Doch genügt der Platz auch für das Gepäck? Auch diesen Punkt kann man mit einem JA beantworten. 535 Liter fasst das Gepäckabteil und ist damit über jeden Zweifel erhaben. Nur unwesentlich weniger, als ein aktueller A6 Avant (565 Liter) und damit familientauglich. Und wer den A7 zwischendurch als Lastesel benötigt, kann den Laderaum bei umgeklappter Rücksitzbank sogar auf 1390 Liter erweitern. Die große Heckklappe ermöglicht damit auch den Zugang für sperrige Güter.

Bleibt als letzten Punkt die Sportlichkeit zu klären. Mit mindestens 204 PS kann man eigentlich in jeder Situation auf ausreichende Leistung zurückgreifen. Auch wenn der 2.8FSI subjektiv sicher der schwächste des Quartetts ist, so bietet er dennoch Vorteile in Sachen Laufkultur. Die drehmomentstärkeren TDIs können bei voller Leistungsentfaltung trotz ordentlicher Dämmung ihren Selbstzünderstatus nicht leugnen.

 

Das Fahrwerk ist ordentlich abgestimmt und bietet per Drive Select individuelle Einstellungsmöglichkeiten. So kann man sich je nach Laune im Comfort-Modus chauffieren lassen, oder per Dynamic-Modus die sportliche Variante wählen. Die Servounterstützung, das Getriebe und das Gaspedal folgen dem Wunsch und reagieren dann ebenso sensibler. In der Automatischen Einstellung wählt die Elektronik die der Fahrweise entsprechende Variante. Unter Individual ermöglicht das System eine wunschgemäße Anpassung der einzelnen Komponenten.

 

Auch wenn ein Avant letztendlich immer noch mehr Laderaum bietet, ein reinrassiges Coupe sportlicher ist, und eine Limousine der Maßstab an Komfort bleibt, so wurde, wenn auch nicht von jedem das beste, aber immerhin sehr viel davon, im A7 vereint. Das versprochene Konzept scheint in allen Vorgaben umgesetzt worden zu sein und damit ist klar: 3 Dinge auf einmal – das geht sehr wohl!


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fanatischer Putzteufel.. zum Übel meiner Frau allerdings mehr am Auto als im Haus. Fahre am liebsten alles, was schnell ist und Spaß macht. Nicht mehr taufrisch, aber noch zu jung für´s alte Eisen!

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