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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

14.12.2016 20:40    |    Designs    |    Kommentare (17)

Was ist euer Favorit?

Audi Q5, BMW X3 u. Mercedes GLC im Fahrduell

 

Der Markt der SUV´s nimmt immer noch zu – und fast jeder Hersteller will ein Stück davon abhaben. So kommen immer noch neue Modelle nach, die attraktive Fahrzeuge auf den Markt bringen. Wie aber steht´s um die typischen 3 deutschen „Premiumhersteller“ BMW, Audi und Mercedes? Wie schlagen die sich im einfachen Fahrvergleich - kein Allroundtest, sondern beschränkt auf das, was sie einfach nur gut können sollen - Fahren! Also schnappe ich mir jetzt einfach mal deren SUVs aus dem mittleren Segment und drehe damit eine Runde. Einsteigen, Fahren, Fühlen – was ist auffällig, wo sind Stärken, wo sind Schwächen? Deshalb geht es heute in Kurzform einfach nur um das Fahrgefühl, die Kombination aus Motor und Getriebe und das Geräuschniveau.

 

 

Der BMW X3:

Ich beginne einfach mal mit dem BMW X3, dem Dinosaurier der 3 Testwagen, denn immerhin ist das Modell seit 2010 auf dem Markt, der Nachfolger steht nächstes Jahr unmittelbar bevor. Und schon alleine aus diesem Grund kann man jetzt verraten – dafür dass er am Ende seines Modellzyklus steht, schlägt sich der BMW immer noch ordentlich. Die Sitze sind bequem, der Seitenhalt ist , natürlich auch durch die verstellbaren Seitenwangen, perfekt. Die Verarbeitung im Innenraum geht mit ein paar Schwächen soweit in Ordnung.

 

Reinsitzen, Motor starten und sich kurz vertraut machen - und schon wird´s ein wenig komisch. Ständig fängt die Einparkhilfe sporadisch an zu piepen und zeigt wechselnde Hindernisse am Heck an - obwohl hinter mir niemand steht und sich dort auch nichts bewegt. Außer - na wer kommt drauf? - genau, die Abgase aus dem Auspuff, die aufgrund der niedrigen Temperaturen störende Wolken bilden. Und die bringen das ganze System durcheinander. Ich weiß nicht, ob das hier gängig ist, bisher hatte ich das noch bei keinem sonstigen Fahrzeug. Die Einparkhilfe ist damit in dieser Situation einfach unbrauchbar.

 

Nun aber ab auf eine kleine Überlandfahrt, mit etwas Autobahnanteil. Die 8-Gang Automatik überzeugt immer noch und die Schaltvorgänge selbst sind unauffällig. Überhören kann man es trotzdem nicht, denn bei stärkerem Gaseinsatz meldet sich der Diesel schon recht deutlich zu Wort. Und da sprechen wir nicht von sportlichem, kernigen Klang, sondern von dieseltypischem, rauem Nageln. Das passt nicht mehr in den sonst eigentlich gut ausbalancierten X3, der auch in Sachen Lenkung und Straßenlage ein gutes Fahrzeug ist.

 

Die Leistung genügt wohl jedem, der nur zügig vorankommen möchte und auf der Autobahn kein Beschleunigungsduell sucht. Bei höheren Geschwindigkeiten meldet sich allerdings nicht nur der Motor, auch die Windgeräusche nehmen bei „Richtgeschwindigkeit“ bereits deutlich zu. Da darf der Radio ruhig mal etwas lauter gedreht werden.

 

Alles in allem hinterlässt der X3 keinen schlechten Eindruck, aber wollen wir einfach mal umsteigen, und zwar in den Audi.

 

 

 

 

 

Der Audi Q5:

Über den Q5 gab es schon viele Testberichte und die waren voll des Lobes. Das lag nicht zuletzt an dem neu verfügbaren Luftfahrwerk, das auch dieser Testwagen an Bord hat. Und ja, daran gibt es wirklich nicht viel auszusetzen. Komfortabel, oder eher knackiger, ein „Allroad“-Modus, oder die Lift-/Off-Road Variante mit nochmals zusätzlicher Bodenfreiheit. Da ist für jede Gelegenheit etwas dabei. Allerdings muss dieser Luxus mit knapp 2000€ auch extra bezahlt werden.

 

Der Innenraum gibt sich in gewohnter Qualität, die Verarbeitung ist top. Und schon nach kurzer Zeit fällt auf, dass die Geräuschkulisse dem X3 um vieles Überlegen ist. Sowohl Motor, als auch die Windgeräusche sind deutlich gedämmter. Und hier geht es nicht um Nuancen, sondern um einen deutlichen Abstand. Da machen auch zügige Autobahnreisen über längeren Zeitraum Spaß und sichern entspanntes Ankommen. Leistungsseitig gilt wohl das selbe, wie im BMW. In der Regel sollten die 190PS genügen, zum Sportler wird man damit aber nicht.

 

Als einziger im Trio setzt der Q5 noch auf ein 7-Gang Getriebe, denn mit der S-tronic handelt es sich nicht um einen Wandler, sondern um das bekannte Doppelkupplungsgetriebe mit mehr oder weniger Fans. Verstecken muss er sich deshalb aber noch lange nicht.

 

 

 

 

Der Mercedes GLC:

Auch erst seit diesem Frühjahr ist der Mercedes GLC auf dem Markt. Ein frisches Modell, dass sich hier eigentlich beweisen müsste. Tatsächlich hatte ich mit diesem Modell bisher noch überhaupt keine Berührungspunkte, ich bin also wirklich ein bißchen neugierig und unvoreingenommen. Ich habe vorher weder Berichte gelesen, noch mich über den GLC informiert. Nach dem Einsteigen gilt es erstmal einen Überblick zu bekommen.

 

Der erste Eindruck? Ganz ehrlich, eher enttäuschend. Nicht, dass es etwas an der Verarbeitung zu bemängeln gäbe, aber die breite Mittelkonsole in schwarz Hochglanz ist nicht das, was ich als modern bezeichnen würde. Die Gestaltung von Tacho u. Drehzahlmesser wirkt wie aus einer niederen Fahrzeugklasse. Mit dem aufgesetzten Display muss auch der Q5 leben, aber in Kombination mit dem extra breiten schwarzen Rand wirkt das beim GLC wie ein Kinder-Ipad aus dem Spielzeugkatalog. Sorry Mercedes – das ist lächerlich. Nicht besser: Die Darstellung der Navi-Karte in einfachstem 2D, da fühlt man sich direkt zurückversetzt ins Zeitalter von Windows 3.11.

 

Aber noch steht der GLC. Das Einstellen des Sitzes klappt gut, eine bequeme Position ist schnell gefunden. Das Lenkrad macht einen guten Eindruck und fühlt sich ebenso an. Auffällig auf den ersten Metern – bei langsamer Geschwindigkeit geht die Lenkung extrem leicht, top zum Rangieren, muss man aber mögen. Unsere Differenzen bei ersten Kennenlernen legen wir aber schnell bei, denn eines muss man ihm lassen: Der Motor läuft 1A und die 9-Gang Automatik macht das noch perfekter und lässt ihn jederzeit gut am Gas hängen. Der GLC ist ein Schmeichler, verwöhnt seinen Fahrer mit jeder Menge Komfort. Und so wird daraus doch noch eine kleine Überraschung. Noch mehr, wenn man bedenkt, dass ihm 20PS gegenüber BMW und Audi fehlen. Und das ist nicht spürbar. Daumen hoch!

 

 

 

 

Mein Kurz-Fazit:

Wir haben hier 3 recht vergleichbare Modelle, alle in ähnlichen Abmessungen und gemütlichem Platz für 4 Personen. Motorisiert mit einem durchschnittlichen 4-Zylinder Diesel und identischem Drehmoment von 400Nm.

So richtig schlecht ist davon keiner, dennoch geht Platz 3 meiner Ansicht nach recht deutlich an den BMW, der in Sachen Dämmung nicht mehr auf Höhe der Zeit ist und im Geräuschniveau deutlich von den anderen beiden abfällt. Der Innenraum und auch das Außendesign bedarf etwas Überarbeitung, er wirkt in meinen Augen schon etwas angestaubt, aber die wird er mit dem anstehenden Modell sicherlich bekommen. Wenn man das Alter des X3 berücksichtigt, schlägt er sich immer noch erstaunlich gut – ich denke wir können auf den neuen X3 gespannt sein!

Der Mercedes ist der heimliche Favorit in Sachen Motor/Getriebe. So sanft schaltet niemand, wer Komfort sucht, wird dort fündig! Der Audi punktet mit seiner Verarbeitung und dem modernen Auftritt, sowie der guten Geräuschdämmung!

 

Eines haben sie aber alle gemeinsam und das ist jede Menge Konkurrenz, die wächst und wächst.. Volvo, Seat, Skoda, VW, Mazda, Landrover, Hyundai, Jaguar, oder demnächst auch Alfa, um nur einen kleinen Teil davon zu nennen. Wer sich hier künftig noch behaupten will, muss sich warm anziehen..

Was ist euer Favorit? Ich freue mich über viele Stimmen!

 

 

Die technischen Daten der Konkurrenten:

 

Mercedes Benz GLC220C 4Matic

Hubraum: 2143ccm

Getriebe: 9-Gang Automatik

Leistung: 170PS

Drehmoment: 400Nm

Vmax: 210km/h

Gesamtlänge: 4,73m

Kofferraumvolumen: 500/1400 Liter (normal/umgeklappt)

 

BMW X3 xDrive20d

Hubraum: 1995ccm

Getriebe: 8-Gang Automatik

Leistung: 190PS

Drehmoment: 400Nm

Vmax: 210km/h

Gesamtlänge: 4,64m

Kofferraumvolumen: 550/1600 Liter (normal/umgeklappt)

 

Audi Q5 2.0TDI Quattro

Hubraum: 1968ccm

Getriebe: 7-Gang Automatik (S-tronic)

Leistung: 190PS

Drehmoment: 400Nm

Vmax: 218km/h

Gesamtlänge: 4,66m

Kofferraumvolumen: 550/1510 Liter (normal/umgeklappt)

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fanatischer Putzteufel.. zum Übel meiner Frau allerdings mehr am Auto als im Haus. Fahre am liebsten alles, was schnell ist und Spaß macht. Nicht mehr taufrisch, aber noch zu jung für´s alte Eisen!

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