Sammelthread: Rund um den VW Abgasskandal

VW Golf 6 (1KA/B/C)

VW Skandal - woran erkenne ich - ob mein Wagen betroffen ist? Sollte man etwas unternehmen?

Beste Antwort im Thema

Leute macht euch doch nicht so verrückt und andere gleich mit!
Meinst du bei anderen Marken wird nicht irgendwas verändert ( manipuliert) um auf gute Werte zukommen?

Was willst du unternehmen? Auto verkaufen? VW verklagen?
Fährt dein Auto seit dem du die Nachricht bekommen hast schlechter als sonst?
Ist dein VW aus den USA, oder weißt du ganz sicher das deins auch betroffen ist?

Das einzige was man tun kann, ist erstmal in ruhe abzuwarten und zusehen was noch passiert.
In der Zwischenzeit fährt dein Golf wie all die Jahre, dich auch noch überall hin 🙂

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Herr Weil pendelt gekonnt zwischen Ahnungslosigkeit und Lobbyarbeit. Er fordert ja auch keine Hardwarre-Nachrüstung, sondern eine Kommission, die die Möglichkeit der Hardware-Nachrüstung überprüfen soll. Lächerlich. So unvorbereitet kann man nicht in eine Diskussion mit der Autoindustrie gehen.

Andere Aussagen :
- Toll ist eine Eintauschprämie für Euro4-Dieselbesitzer. oh Mann, so ein Blödsinn.
- Schwach wären vor allem die fehlenden Zusagen ausländischen Autobauer. Erstaunlich, dass er nicht mal mitbekommen hat, dass am Dieselgipfel nur der VDA und deren Mitglieder anwesend waren. Und auch schwach, dass manche europäische Dieselbauer (z.b. PSA mit dem größten Werk für Dieselproduktion) weder Schummelsoftware verwendet hat und auch seit 2015 Diesel nur noch mit großen AdBlue-Tanks baut). Was sollen die tun?
- Wenn eine Softwarelösung so lobenswert sein soll, warum haben die deutschen Autobauer das nicht schon längst gemacht? Im Gegenteil, gerade VW hat die staatlich angeordneten Softwareupdates ewig hinausgezögert (dagegen können sie bald jede Woche ein neues SUV rausbringen).
- er fordert mehr Euro 6 - Diesel und mehr E-Autos. Euro6-Diesel haben z.b. beim Audi A8 aus seinem Konzern die höchten NoX-Ausstöße, höher als alle EuroV-Modelle... E-Autos gerne, aber warum kauft die keiner ? Vielleicht hat die Politik ja den Strom in D so enorm verteuert. Und Mercedes hat sein einziges Elektroauto vom Markt genommen,..
- die Kommunen sollen schnell ihre Flotte modernisieren. Au ja, das kostet den Steuerzahler Geld und bringt der Industrie Aufträge. So stellt sich VW sicher die Lösung vor...

https://www.ndr.de/.../...ler-wegen-Diesel-Gipfel,dieselgipfel100.html

Schnell weg mit dem Mann und der VW-Beteiligung des landes. Das andere Politiker nicht besser sind, ist für mich kein Argument.

Zitat:

@ricco68 schrieb am 6. August 2017 um 13:24:34 Uhr:



Herr Weil pendelt gekonnt zwischen Ahnungslosigkeit und Lobbyarbeit.
...
Schnell weg mit dem Mann und der VW-Beteiligung des landes. Das andere Politiker nicht besser sind, ist für mich kein Argument.

Die prozentuale Verteilung macht mir etwas Sorgen. 😉

Didu-umfrage

Einige Gedanken und Artikel zu der Sache mit Weil:

Ein Geschmäckle bleibt, weil die Funktion von Weil eben die eines Aufsichtsrates ist, der sich in seiner Kontrollfunktion nicht von dem zu kontrollierenden Unternehmen kontrollieren lassen sollte. Die Unabhängigkeit Weils ist generell schon ab dem Moment nicht mehr gewährleistet, wo das zu kontrollierende Unternehmen seine Rede schon im voraus kennt. Wenn das Unternehmen Einfluss auf seine Rede nimmt, natürlich erst recht.

In dem ganzen Kontext halte ich es doch für bemerkenswert, welche Kreise der Dieselgate zieht. Die Zahl der Politiker, deren Ansehen geschädigt wird, nimmt massiv zu, denn da sind ja auch die am Dieselgipfel teilnehmenden Personen, die sich von der Autoindustrie über den Tisch haben ziehen lassen.

Dazu gehören Seehofer, Dobrindt, Hendicks und Kretschmann, der bei der PK einen sichtlich angefressenen Eindruck machte. Und eben Weil.

Etwa eine halbe Stunde alt ist dieser Artikel der FAZ:

"„Das war kein Faktencheck, wir haben die Rede umgeschrieben und weichgespült“. Mit diesen Worten zitierte die „BamS“ am Sonntag einen anonymen VW-Mitarbeiter. Seine Aussagen sollen belegen, dass der Konzern auf eine Regierungserklärung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) im Oktober 2015 entscheidenden Einfluss genommen haben soll. „Problematische Passagen“ seien demnach gestrichen, „positivere Formulierungen“ eingefügt worden.

Die Vorwürfe setzen Weil unter wachsenden politischen Druck, nachdem seine rot-grüne Regierungskoalition am Freitag nach dem Übertritt einer Grünen-Landtagsabgeordneten zur CDU ihre Mehrheit im Landtag in Hannover verloren hatte. Dementsprechend deutlich wies Weil die Vorwürfe zurück. „Die Unterstellung, die niedersächsische Landesregierung hätte sich von dritter Seite die Feder führen lassen, ist bodenlos“, sagte er am Nachmittag vor Journalisten. Tatsächlich habe er einen Entwurf bei VW vorgelegt, allerdings nur „mit der Bitte, rechtliche oder tatsächliche Bedenken mitzuteilen“. Manche Hinweise habe er berücksichtigt, „im Kern“ sei die Rede aber „völlig unverändert geblieben“. Er verwies insbesondere auf seine „klare und harte Kritik an der Vorgehensweise von Volkswagen“.

Erklärungen gingen regelmäßig an VW

Die Sprecherin Weils wies den Zeitungsbericht am Sonntag als „grob verzerrend und irreführend“ zurück. Demnach hat der Ministerpräsident den Entwurf selbst verfasst und dann unter anderem auch dem Aufsichtsratsvorsitzenden des VW-Konzerns Hans Dieter Pötsch, einem Rechtsanwalt als Fachmann und dem Cheflobbyisten von VW, dem früheren Sprecher von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), Thomas Steg, übermittelt. In der E-Mail an Steg heißt es wörtlich: „Bitte schau schon mal rein, ob da irgendetwas drin steht, was so gar nicht mit euren faktischen oder rechtlichen Erkenntnissen entspricht...“

Weil gehört mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) dem Aufsichtsrat von Volkswagen an, der Regierungschef ist auch im einflussreichen Aufsichtsratspräsidium. Niedersachsen hält 20 Prozent der Anteile an Volkswagen und ist damit zweitgrößter Aktionär. Der Ministerpräsident rechtfertigte seine damalige Entscheidung zur Prüfung der Rede mit dem Hinweis auf dieses Amt und dem Verweis auf die juristisch komplizierten Umstände damals. Im Dieselskandal habe er auf die Spezialisten des amerikanischen Verfahrensrechts Rücksicht nehmen müssen. Wegen seiner Rolle als Aufsichtsrat seien auch politische Aussagen im Landtag rechtlich relevant, heißt es in Hannover. Wie Weils Sprecherin bestätigte, sind deswegen unmittelbar nach Aufdeckung des Skandals im Herbst 2015 Pressemitteilungen oder Erklärungen regelmäßig an VW gegangen, mit der Bitte, faktische oder rechtliche Bedenken zu prüfen.

Kritische Äußerungen blieben in der Tat unverändert

„Seit einigen Monaten erfolgt keine Rückkoppelung von Texten mehr mit dem VW-Konzern“, heißt es in der Erklärung der Staatskanzlei. Grund dafür sei, dass die Situation zwischen Volkswagen und den amerikanischen Behörden inzwischen geklärt ist. Volkswagen hat sich mit dem amerikanischen Justizministerium auf einen Vergleich geeinigt. Ein Vergleich des Redeentwurfs Weils mit der später im Landtag gehaltenen Rede, der der F.A.Z. vorliegt, zeigt in der Tat, dass der Text zwar in einzelnen juristisch möglicherweise umstrittenen Formulierungen verändert wurde, kritische Äußerungen zur Rolle Volkswagens im Abgasskandal aber unverändert blieben.

Die Meldungen über eine mögliche Einflussnahme von VW auf Weils Rede dürften auch die politische Debatte über einen angeblich zu starken Einfluss der Automobilindustrie weiter befeuern. (...)"

Inwieweit auf Betreiben VW's nun wichtige Passagen gestrichen oder geändert wurden, ist im Endeffekt natürlich Auslegungssache und kann von unsereins nicht wirklich beurteilt werden, solange man nicht die Formulierungen genau kennt.

Die Formulierung „bitte schau schon mal rein, ob da irgendetwas drin steht, was so gar nicht mit euren faktischen oder rechtlichen Erkenntnissen entspricht...“ klingt mir jedenfalls zu kumpelhaft.

Jürgen Trittin hat sich folgendermaßen geäußert:

"Angesichts einer angeblich vom VW-Konzern geschönten Regierungserklärung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat Grünen-Politiker Jürgen Trittin die Veröffentlichung beider Fassungen gefordert. So könne Klarheit geschaffen werden, sagte der frühere niedersächsische Umweltminister dem "Spiegel". Eine Regierungserklärung Weils zur Diesel-Affäre war im Oktober 2015 vorab an VW verschickt worden. Laut "Bild am Sonntag" war der Text zugunsten des Unternehmens geschönt worden. Weils Staatskanzlei weist das zurück.

Ein Aufsichtsrat müsse im Auftrag der Anteilseigner den Vorstand kontrollieren, kritisierte Trittin. "Der Aufsichtsrat heißt nicht Aufsichtsrat, weil er sich der Aufsicht des Vorstands unterwirft." Der VW-Vorstand wäre verpflichtet gewesen, Weil "alle notwendigen Informationen für die Regierungserklärung zur Verfügung zu stellen."

Will heißen: VW hätte die nötigen Informationen in rechtlicher Hinsicht ohne Kenntnis des Redetextes zur Verfügung stellen müssen. Leuchtet mir absolut ein.

Prinzipiell weist die Affäre klar darauf hin, dass sich das Land Niedersachsen als Anteilseigner VW's zurückziehen sollte.

Bin mal gespannt, ob die beiden Fassungen offengelegt werden. Meine Skepsis ist beträchtlich. 😉

Naja, immerhin steckte er in seiner Doppelrolle als Ministerpräsident und Aufsichtsrat schon in der Klemme. Dass er deshalb in seinen Reden als Ministerpräsident nicht unverblümt sagen kann was er denkt sollte jedem klar sein. Dafür bekommt er von mir schon mldernde Umstände.

Nur darf es nicht sein, dass zwei Jahre nach Bekanntwerdens von Dieselgate immer noch geholfen wird, den Konzern möglichst ungeschoren davonzukommen, und stattdessen den Kunden die Kosten für den Skandal aufzubürden. Als Repräsentant der Bevölkerung von Niedersachsen muss er die Interesse seiner Bürger wahren.

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Zitat:

@Uli745 schrieb am 6. August 2017 um 18:43:21 Uhr:


Naja, immerhin steckte er in seiner Doppelrolle als Ministerpräsident und Aufsichtsrat schon in der Klemme. Dass er deshalb in seinen Reden als Ministerpräsident nicht unverblümt sagen kann was er denkt sollte jedem klar sein. Dafür bekommt er von mir schon mldernde Umstände.

Nur darf es nicht sein, dass zwei Jahre nach Bekanntwerdens von Dieselgate immer noch geholfen wird, den Konzern möglichst ungeschoren davonzukommen, und stattdessen den Kunden die Kosten für den Skandal aufzubürden. Als Repräsentant der Bevölkerung von Niedersachsen muss er die Interesse seiner Bürger wahren.

Dieser Interessenkonflikt ist ja das Problem und deshalb habe ich auch geschrieben, Niedersachsen müsse sich als Anteilseigner zurückziehen.

Ja, Steam, diese Aussage ist so durchsetzungsfähig, wie meine Ansicht, den VW-K.O.nzern nachhaltig zu zerschlagen.

Das System in dem wir leben, ist ein anderes.

Da hier gerade etwas Ruhe herrscht, eine Frage in die Runde:

Im 2018-Thread tobt gerade eine Diskussion, inwieweit twintec so ohne weiteres in die EU5er zu implementieren ist. Da gibt es einen User, der da Zweifel hegt und diese auch en Detail begründet. Ein VW-Fanboy ist er mit Sicherheit nicht, im Gegenteil. Manchmal ein etwas sperriger Typ, aber der hat kein Interesse, die VW-Politik schönzureden.

Da meine technischen Kenntnisse nicht die besten sind, ist das für mich schwer einzuschätzen.

Vielleicht könnt ihr mal in die Diskussion reinschauen? Interessiert mich wirklich, eure Einschätzungen zu lesen.

Hier wäre ein Anknüpfungspunkt.

SZ, 6. August 2017, 17:58 Uhr, Niedersachsen

Ministerpräsident Weil entgleitet seine Macht - von Thomas Hahn und Klaus Ott

- Ministerpräsident Weil ist ohnehin gebeutelt, weil Abgeordnete Elke Twesten von den Grünen zur CDU wechselte und damit die Einstimmen-Mehrheit seiner rot-grünen Regierungskoalition zerstörte.

- Nun setzte es einen zusätzlichen Hieb: Medien berichteten, Weil habe sich im Oktober 2015 seine Regierungserklärung zum Abgasskandal von VW frisieren lassen.

- Nach SZ-Informationen unterwarf sich der gesamte Aufsichtsrat inklusive Weil damals einer Clearingstelle, über die der Konzern öffentliche Aussagen auf falsche oder gerichtlich anfechtbare Inhalte prüfen wollte.

"... Aber diese Tage sind nicht gut für Stephan Weil. Ihm entgleitet seine Macht. Die väterliche Ruhe bewahrt er nur mit Mühe.

Zumindest war das am Freitag der Eindruck, als er sich zum ersten Mal öffentlich zu dem Umstand äußerte, dass die Abgeordnete Elke Twesten von den Grünen zur CDU wechselt und damit die Einstimmen-Mehrheit seiner rot-grünen Regierungskoalition zerstört. "Unsäglich" sei das und "schädlich für unsere Demokratie". Man sah ihm an, dass der Zorn in ihm loderte. Der sonst so ausgleichende Weil sprach von einer "Intrige".

Man kann Stephan Weil kaum verdenken, dass er gerade glaubt, ein Verbund geheimer Kräfte habe sich gegen ihn verschworen. Die Entscheidung der Hinterbänklerin Elke Twesten wirkt tatsächlich wie ein politischer Amoklauf, so plötzlich wie sie die gesamte politische Gemengelage im niedersächsischen Landtag umhaute.

Es war, als habe Stephan Weil alles im Griff

Und am Sonntag setzte es einen zusätzlichen Hieb. Bild am Sonntag berichtete, Weil habe sich im Oktober 2015 seine Regierungserklärung zum Abgasskandal von VW frisieren lassen. Nach SZ-Informationen unterwarf sich der gesamte Aufsichtsrat inklusive Weil damals einer Clearingstelle, über die der Konzern öffentliche Aussagen auf falsche oder gerichtlich anfechtbare Inhalte prüfen wollte. Der Aufsichtsrat hätte sich demnach entmündigen lassen. Ein Unding.

(...)"

VG myinfo

SZ, 6. August 2017, 18:28 Uhr, Prantls Blick

Warum der Dieselskandal die Wahl beeinflussen kann - Die politische Wochenvorschau von Heribert Prantl

"(...)

Das Sinnieren über "Wirtschaftsethik" klingt danach, als handele es sich bei der Einhaltung von gesetzlichen Regeln und von verbindlichen Normen um wolkige, philosophisch ambitionierte Angelegenheiten. Nein, die Einhaltung von gesetzlichen Regeln und Normen ist nicht ambitioniert und nicht wolkig und nicht freiwillig; sie ist Pflicht. Und wer die Pflicht verletzt und dadurch Schaden verursacht, muss den Schaden ersetzen und Schadenersatz leisten. Das ist nicht Großzügigkeit, das ist kein freiwilliges Entgegenkommen, das ist nur recht und billig - und zwar auch dann, wenn es viel Geld kostet.

An dieser Stelle ist ein harsches Wort zur sogenannten Compliance fällig, für die die Branche eine Menge Geld und Personal aufwendet. Es handelt sich, wie man leider feststellen muss, um PR-Gedöns. Bei der Compliance, so hat man es gehört, gehe es um mehr als nur um die Einhaltung von Recht und Gesetz; es gehe um Vorbeugung, um gute Unternehmenskultur und um freiwillige Selbstverpflichtung. Es zeigt sich: Die ganze Ideologie von freiwilliger Selbstverpflichtung, die so unbürokratisch und effizient sei - sie ist Hochglanzveräppelung des Publikums.

Der Betrug am Kunden ist keine lässliche Angelegenheit, sondern Betrug. Unlauterer Wettbewerb mit digitalen und sonstigen Tricksereien kann nicht mit Gewinnstreben entschuldigt werden. Die Automanager haben womöglich den töricht-neoliberalen Satz von Milton Friedman falsch internalisiert: "Die soziale Verantwortung der Wirtschaft", hat er gesagt, "besteht darin, ihren Gewinn zu mehren". Aber nicht einmal Friedman hat gemeint, dass zur Gewinnmehrung Lug und Trug und Rechtsbruch eingesetzt werden sollen.

Die Diskussion über die Konsequenzen aus dem Dieselskandal wird die Wochen bis zur Bundestagswahl prägen: Dafür sorgen auch die Bürgermeister der großen Städte, die weiter von Fahrverboten reden, weil sie nicht wissen, wie sie sich und den feinstaub-belasteten Städten anders helfen sollen. Dafür sorgt die frappierende Uneinsichtigkeit der Großauto-Großmanager. Dafür sorgen die Staatsanwälte, die - wie dies gerade gegen Audi geschieht - Vorstände und Manager mit Bußgeldverfahren überziehen. Strafverfahren wegen Betrugs werden folgen; Zivilprozesse mit hohen Schadenersatzforderungen auch. Und dafür sorgt der Zorn der Autofahrer und Autobesitzer, der vielleicht auch deswegen so groß ist, weil man insgeheim weiß, dass man am Größenwahn der Autobranche auch selbst mit Schuld ist. Jan Heidtmann hat das in seinem Samstagsleitartikel in der Süddeutschen Zeitung schön auf den Punkt gebracht: Die hochmotorisierten Gefährte von heute, die SUVs & Co seien "im Autokosmos vielleicht die Krone der Schöpfung - gesellschaftlich aber längst schon eine Dummheit".

Das alles kann noch sehr wahlrelevant werden, weil die CDU/CSU bei alledem eine miese Figur macht. Die Kanzlerin ist überhaupt nicht präsent; und der Verkehrsminister Dobrindt von der CSU versucht, die ganze Angelegenheit in die Belanglosigkeit zu schwätzen. Wenn die Grünen ihre Kampagnenfähigkeit nicht komplett verloren haben, werden sie das nutzen. Für sie ist der Dieselskandal ein Geschenk des Himmels und der Eierskandal eine Dreingabe. Noch fühlen sich Merkel und die Union angesichts ihrer wunderbaren Umfragezahlen und der Schwäche der SPD so sicher, wie die Autokonzerne vor drei Jahren. Aber das vermeintlich Sichere ist nicht sicher.

(...)

... Am kommenden Samstag ist der erste große Wahlkampftermin Merkels nach der Sommerpause - in Dortmund. Vielleicht fällt ihr ja zum Dieselskandal noch etwas ein."

VG myinfo

Steam, zur Frage der technischen Umsetzbarkeit der TwinTec Nachrüstung solltest du einfach bei TwinTec-Baumot (TTB) selbst anfragen.
Audiatur et altera pars - und keine Mutmaßungen mehr.

Ich hatte nicht umsonst Crowdfunding ins Spiel gebracht, um z.B. mindestens ein Exemplar jedes Fahrzeugtyps mit EA 189 Maschine nach zurüsten. Danach wäre - in jede Richtung - überdeutlich, was bei diesen Fahrzeugen wie möglich ist - mit welchen dauerhaften Werten bzgl. des Schadstoffausstoßes.

Darauf hätte TTB durchaus bereits selbst kommen können.
Die Umsetzung und Prüfphase liefe längst - oder TTB wäre - im PKW-Bereich - bereits Geschichte.

Dir ist sicherlich aufgefallen, dass die Renfield's die Strategie gewechselt haben?
Nach der Kartell-Offenbarung unter Führung und Maßgabe des VW-K.O.nzerns ...
Es hat inzwischen objektivierbar keinerlei Zweck mehr, das Vorgehen des VW-K.O.nzerns schön reden zu wollen.
Zumal inzwischen beide Ex-Manager in USA eingeknickt sind, weil sie zu keinen 169 Jahre im amerikanischen Knast verurteilt werden wollen.

TTB negativ darzustellen, ist eine dieser neueren Varianten.
Parallel zu den Pseudonym-Containern der hier bekannten Renfield's wurden längst andere etabliert, die bzgl. der nicht mehr schön zu redenden, betrügerischen Vorgehensweise des VW-K.O.nzerns in genau dasselbe Horn stoßen, jetzt jedoch mit scheinbar unumstößlichen, technischen Fakten kommen, die eine Nachrüstung mit TTB ausschließen.
Diese Aussagen kamen bereits lange durch den VW-K.O.nzern.

Der einfache Obersatz zur Erkennung lautet abstrahiert: Cui bono?
Kommen dabei Nützlichkeiten für den VW-K.O.nzern bzw. die bundesdeutsche Automobilindustrie heraus, liegt eine lediglich modifizierte Vorgehensweise des sattsam bekannten Typus vor.

Der Weg vom vorherigen, sektirerischen "Schön-Sprechs" des nicht mehr zu leugnenden Betrugs wurde nachvollziehbar in jedem relevanten Thread bereits modifiziert.

Das "Schlußwort" stellte der hier bereits verlinkt gewesene, substanzlose und rechtlich unzutreffende MT-"Artikel" zum Stand der Dinge bzgl. Diesel dar.

Niedersachsen soll auf keinen Fall nochmal und auch noch gestärkt Rot-Grün bekommen.
Die Aussichten für die weit willfährigere CDU wurden gerade optimiert.
Der Wahlstimmungssog der BT-Wahl soll und kann ausgenutzt werden.
Die Zeit bis Januar 2018 (LT-Wahl NDS) erschien dem VW-K.O.nzern dafür zu unsicher.

Fazit:
Nach wie vor ist jeder durch den VW-K.O.nzern negativ Betroffene in der Pflicht, seine Interessen auf dem Rechtsweg zu verfolgen, bevor er in die Verjährungsfalle tappt.

Alles andere nutzt lediglich dem VW-K.O.nzern und seinen "Brüdern im Kartell".

tagesschau.de, Stand: 07.08.2017 07:09 Uhr, Umstrittene Rede über VW, Weil kritisiert "Wahlkampfmanöver"

""Olle Klamotte", "absurd", "Wahlkampfmanöver" - Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat sich erneut energisch gegen Kritik gewehrt, er habe VW eine Rede umschreiben lassen. Seine Regierung veröffentlichte das Dokument. Trotzdem fordert die CSU seinen Rücktritt."

VG myinfo

Zitat:

@P990i schrieb am 7. August 2017 um 06:15:24 Uhr:


Darauf hätte TTB durchaus bereits selbst kommen können.
Die Umsetzung und Prüfphase liefe längst - oder TTB wäre - im PKW-Bereich - bereits Geschichte.

Nur kurz auf die Schnelle ...

Ich hatte irgendwo gelesen, dass die Sache (für den vorgeführten Wagen, Passat B7 (?) 1.6 TDI) schon beim KBA liegt und man auf deren Freigabe wartet. Doch dort warten ganz viele Sachen auf eine Freigabe. Z.B. massenhaft SW-Updates für andere Marken des VW-Konzerns, z.B. Skoda.

Natürlich habe ich den Artikel nicht verlinkt. Sollte ich ihn wiederfinden ... 😉

VG myinfo

Zitat:

@myinfo schrieb am 7. August 2017 um 00:42:37 Uhr:


SZ, 6. August 2017, 18:28 Uhr, Prantls Blick

... Am kommenden Samstag ist der erste große Wahlkampftermin Merkels nach der Sommerpause - in Dortmund. Vielleicht fällt ihr ja zum Dieselskandal noch etwas ein."

Mein Tipp: "Wir haben beim Dieselgipfel Maßnahmen ergriffen, die alternativlos sind." 😁

... einfallslos sind...

Zitat:

@myinfo schrieb am 7. August 2017 um 08:01:34 Uhr:


tagesschau.de, Stand: 07.08.2017 07:09 Uhr, Umstrittene Rede über VW, Weil kritisiert "Wahlkampfmanöver"

""Olle Klamotte", "absurd", "Wahlkampfmanöver" - Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat sich erneut energisch gegen Kritik gewehrt, er habe VW eine Rede umschreiben lassen. Seine Regierung veröffentlichte das Dokument. Trotzdem fordert die CSU seinen Rücktritt."

Danke für diese Quelle, da finden wir ein pdf mit der

redigierten Rede Weils.

Ein Beispiel:

"Volkswagen hat damit gegen Gesetze verstoßen und Vertrauen missbraucht."

Daraus wurde auf Betreiben VW's:

"Damit ist gegen Gesetze verstoßen und Vertrauen missbraucht worden."

Auf Seite 3 des pdf's geht es um die zeitlichen Abläufe. Versteht ihr das auch so, dass die Formulierung, das Eingeständnis der Softwaremanipulationen hätte viel früher kommen müssen, es nicht in den endgültigen Redetext geschafft hat?

Hier ging es laut den Kommentaren am Rande aus Sicht von VW darum, ob man dem Vorstand etwas vorwerfen könne, das Thema verspätete Gewinnwarnung ist ja noch nicht vom Tisch.

Da sehe ich schon problematische Aspekte.

Ob das ein CDU-Mann besser gemacht hätte? Dobby ist auch von der Union. Der hätte sich bestimmt noch viel mehr reinreden lassen.

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