Sammelthread: Rund um den VW Abgasskandal
VW Skandal - woran erkenne ich - ob mein Wagen betroffen ist? Sollte man etwas unternehmen?
Beste Antwort im Thema
Leute macht euch doch nicht so verrückt und andere gleich mit!
Meinst du bei anderen Marken wird nicht irgendwas verändert ( manipuliert) um auf gute Werte zukommen?
Was willst du unternehmen? Auto verkaufen? VW verklagen?
Fährt dein Auto seit dem du die Nachricht bekommen hast schlechter als sonst?
Ist dein VW aus den USA, oder weißt du ganz sicher das deins auch betroffen ist?
Das einzige was man tun kann, ist erstmal in ruhe abzuwarten und zusehen was noch passiert.
In der Zwischenzeit fährt dein Golf wie all die Jahre, dich auch noch überall hin 🙂
18869 Antworten
Zitat:
@myinfo schrieb am 7. August 2017 um 08:11:45 Uhr:
Ich hatte irgendwo gelesen, dass die Sache (für den vorgeführten Wagen, Passat B7 (?) 1.6 TDI) schon beim KBA liegt und man auf deren Freigabe wartet. Doch dort warten ganz viele Sachen auf eine Freigabe. Z.B. massenhaft SW-Updates für andere Marken des VW-Konzerns, z.B. Skoda.Natürlich habe ich den Artikel nicht verlinkt. Sollte ich ihn wiederfinden ... 😉
Keine Chance. Ich denke mittlerweile, die Meldung war eh Mist - sorry! In vielen Artikeln wird die Sache wie in der AMS dargestellt:
Test der AMS, Auszug:
"... Obwohl Twintec derzeit mit Anfragen überrannt wird, lässt sich die clevere Reinigungstechnik noch nicht kaufen. Auch eine Genehmigung zum Umschlüsseln von Euro 5 auf Euro 6 seitens des KBA fehlt. Wann diese kommt, steht ebenfalls in den Sternen. ...
Und die Politik? Entscheiden muss der Bund
... Doch selbst wer freiwillig auf teure Nachrüstsätze wie den von Twintec setzt, schaut zunächst in die Röhre: Ob und wann sich Autos auf Euro 6 umschlüsseln lassen, ist nicht geklärt. Hier drängt Baden-Württemberg auf eine deutschlandweit gültige Regelung, nach der das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Typgenehmigungen geprüfter und für gut befundener Maßnahmen ausstellt. ..."
Ein Kommentar vom 12.7.17 auf heise Autos wird etwas deutlicher:
"... Das hört sich alles vielversprechend an, findet aber in einem politisch leeren Raum statt. Es gibt noch keine Mechanismen, nachgerüstete Fahrzeuge von Fahrverboten auszuschließen. Es gibt die Blaue Plakette noch nicht, mit der Gemeinden Zonen ausweisen können, in die Dieselautos nur noch mit Euro-6-Zulassung einfahren dürfen, selbst wenn sie real mehr herumstickoxidieren sollten als ein real guter Euro-5-Diesel. Es gibt noch keine Bewertungen der Nachrüstlösungen, weder politisch noch messtechnisch. Es gibt nämlich noch nicht einmal diese Lösungen, sieht man von VW unter Zwang und Machensbekundungen bayrischer Automanager ab.
Freierwahl im Herbst
In der Autopresse schreiben alle, die deutsche Verkehrspolitik kennen, das Gleiche: Vor der Bundestagswahl im Herbst passiert auf diesem Entscheidungsfeld gar nichts. Parteien können sich hier mit egal welcher Position nur unbeliebt machen. Städter wollen weniger Stickoxide einatmen. Pendler wollen ihre noch recht neuen, legalen, nach Euro 5 sauber zugelassenen Autos weiter benutzen können. Die Autohersteller wollen weiterhin Autos verkaufen, wozu ein Mindestmaß an Kundenvertrauen gehört, sowie natürlich eine gewisse politische Stabilität. Die Städte wollen außer bessere Luft auch weniger Strafzahlungen für schlechte Luft.
Wer in diesem Interessensverhau jetzt mit egal welcher Position vorstürmt, weiß nur eines: Ganz sicher wird er sehr viele Wähler verärgern. Ob er auf der anderen Seite netto mehr Wähler erfreut, weiß er nicht. Also lieber gar nichts tun. Angela Merkel bewies immer wieder: Wer nichts macht, macht schonmal nichts falsch. Machen kann man immer noch, wenn man unbedingt muss. Wäre man in naiver Weise optimistisch, könnte man sagen: Der mündige Bürger kann an dieser Stelle einen echten Unterschied wählen. So passiert es aber nur in Märchen über Demokratien. In der echten Republik wird der Wähler schließlich wie jedes Mal feststellen, dass er nur wählen konnte, von wem er letztendlich Unvermeidliches aufgezwungen bekommt. Das Wie und Wann und Wieso diktieren die stets alternativlosen Umstände."
VG myinfo
http://www.berliner-zeitung.de/.../...imaschutz-nicht-braucht-27924892
Kraftstoff Warum es den Dieselantrieb für den Klimaschutz nicht braucht
Frankfurt am Main -
Die Kanzlerin behauptet es und die Autobauer sowieso: Wir brauchen den Diesel, um die Klimaziele zu erreichen. Umweltforscher haben dieses Argument nun widerlegt. Wir erläutern, warum sich der Abschied vom Selbstzünder für die Autobauer sogar lohnt.
Das hier hab ich schon in einem anderen Thread geschrieben. Was mein Ihr dazu?
"Das sinnvollste was Politier, Hersteller und Umweltschützer momentan tun könnten wäre es, sich mal zusammenzusetzen und die ganze Abgasproblematik und -gesetzgebung neu zu verhandeln und dabei Nägel mit Köpfen zu machen. Ich meine damit die Grenzwerte auf ein realistisches Mass neu festzulegen und Alternativen zu diskutieren (zukünftiger Treibstoff, E-Mobilität, Grenzwerte, Nachrüstmöglichkeiten, Kontrollmechanismen, Konzepte zur Luftreinhaltung...) und endlich eine bürgernahe und umwerltverträgliche Lösung zu finden. Es ist doch idiotisch, bei den Abgasen strenge Regeln festzulegen, an die sich niemand halten muss.
Man reitet auf Paragraphen rum, die grossangelegten Betrug auf Kosten anderer zu ermöglichen. Anscheinend hat die EU sich selbst in eine Einbahnstrasse hineinmanövriert aus der sie kaum noch rauskommt. Bei den Herstellern ist es dasselbe.
Wenn jeder die Hosen runterlassen würde (Politik, Hersteller, Umweltschützer, Ärzte...) sollte es doch möglich sein auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Ständig wird so getan als wären Gesetze und Verordnungen in Stein gemeisselt, aber das sind sie nicht. Der Brexit ist ein Beispiel dafür, dass man auf aktuelle Geschenisse reagieren kann."
Mir geht das Abgasdrama so langsam wirklich auf die Nüsse weil es völlig aussichtslos zu sein scheint...
Uli745, eine unvoreingenommene Diskussion zu dem Thema wäre wünschenswert, aber wie die Realität aussieht, haben wir ja beim Dieselhügel gesehen. Schon die Auswahl der Teilnehmer hat klar zutage gebracht, dass es gar nicht um eine sachliche Diskussion ging. Ich sehe auch keinerlei Anzeichen, dass sich daran etwas ändern wird. Schon gar nicht vor der Bundestagswahl.
Denn der Artikel, den myinfo verlinkt hat nennt es beim Namen: Die Parteien scheuen klare Aussagen, damit bloß kein Wähler vor den Kopf gestoßen wird.
Schade, dass niemand aus diesem Verhaltenskodex ausbricht. DAS wäre ne Chance, Kante zu zeigen, eigentlich müssten die Grünen hier vorangehen. Tun sie aber nicht. Spricht Bände.
Die Frage ist noch, wie sich dieser Skandal weiter entwickelt. Weil wurde durch ihn bereits beschädigt und solche Fälle können sich wiederholen, denn niemand weiß, welche Nachrichten noch kommen.
Ich denke, vor der Wahl wird es noch Überraschungen geben.
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Uli, nach dem eigentlichen Skandal, dass markante Merkmale des herrschenden Systems über den Betrug des VW-K.O.nzerns an die Öffentlichkeit gelangen konnten, ging und geht es darum, diese Systematik salonfähig werden zu lassen.
Nicht nur auf bundesdeutscher Ebene, sondern möglichst gleich europaweit, denn das für viele so große und diffus wahrgenommene Europa ist wirtschaftlich längst ein Dorf geworden.
Das Spiel hätte anders gespielt werden können.
Eine emotional empörte Politik hätte durchgegriffen und dergestalt wenigstens den Schein gewahrt.
Sowohl Konzerne wie ihre politischen Vasallen haben jedoch längst jeden Kontakt zum leibeigenen Volk verloren (wenn sie ihn denn jemals hatten) und sind der Auffassung, es sei an der Zeit, derartige Vorgehensweisen zu Lasten der Staatsbürger/innen offen durchgehen lassen zu können.
Konzerneigenes wie politisches "Laber, Fasel, Blaah!", das gegenteiligen Eindruck erzeugen soll ist irrelevant, weil keine korrespondierenden Taten folgen.
Fazit:
Die aufgeschienene Problematik ist systemimmanent nicht mehr zu bewältigen.
Systemveränderung sind keinesfalls vorgesehen. Nicht mal ein bißchen.
Daher wird der "Bug" zum "Feature" erklärt und hinterher alle sind froh, weil der Diesel ja dringendst weg musste.
Geschädigt bleiben die Dieselfahrer/innen zurück.
Die waren sowieso böse, weil sie Diesel kauften und fuhren.
Renfield's an die Front:
"VW hat niemals etwas anderes als böser Diesel behauptet!"
"Toyota hat behauptet, es gäbe VW Fahrzeuge als Clean Diesel!"
"VW selbst hat das nie gesagt!"
"Ihr geisteskranken Widerporste, fragt gefälligst die Politiker/innen und lest deren Regierungserklärungen!"
Steam, ich glaube nicht.
Keine Überraschungen.
Ein paar Prozente können sich noch ändern, wenn bis zum 24.09.17 Attentate bestimmter Täterherkunft mit möglichst vielen toten Frauen und Kindern passieren.
Das Thema Diesel ist kein Wahlkampfthema, das die breite Masse der "Nicht-Diesel-Fahrer/innen" interessiert.
Bzgl. der angekündigten Stilllegungen von Fahrzeugen mit EA 189 Betrugs-Motoren, welche die Fahrzeughalter nicht von VW umrüsten ("legalisieren"😉 lassen wollen, hatte ein User sein Fahrzeug abgemeldet und in Luxemburg zugelassen (es war sogar ein Foto davon dabei). Leider finde ich den Beitrag/User nicht mehr. Meine Frage dazu:
Wie kann man mit Wohnsitz in Deutschland sein Fahrzeug in einem anderen EU-Land zulassen, wo Stilllegungen kein Thema sind?
Zitat:
@Steam24 schrieb am 7. August 2017 um 11:49:50 Uhr:
Uli745, eine unvoreingenommene Diskussion zu dem Thema wäre wünschenswert, aber wie die Realität aussieht, haben wir ja beim Dieselhügel gesehen. Schon die Auswahl der Teilnehmer hat klar zutage gebracht, dass es gar nicht um eine sachliche Diskussion ging. Ich sehe auch keinerlei Anzeichen, dass sich daran etwas ändern wird. Schon gar nicht vor der Bundestagswahl.
Ich hab mit meinem Beitag einen kompletten Neuanfang gemeint. So wie es momentan läuft kann es auf gar keinen Fall weitergehen. Das System wird sich nicht von selbst ändern, aber ohne Änderung fliegt uns irgendwann dieses Pulverfass um die Ohren.
Zitat:
@AlphaOmega schrieb am 7. August 2017 um 11:59:42 Uhr:
Wie kann man mit Wohnsitz in Deutschland sein Fahrzeug in einem anderen EU-Land zulassen, wo Stilllegungen kein Thema sind?
Solange dein Lebensmittelpunkt / Hauptwohnsitz in Deutschland ist geht das garnicht.
Erst wenn dein Lebensmittelpunkt im Ausland ist, wäre das möglich.
(Achtung: Lebensmittelpunkt und Wohnsitz ist nicht das selbe !)
Ok, danke. Der Beitrag hatte sich so angehört, als ob der User das einfach so in Lux gemacht hätte, aber er hat wohl auch einen Bezug dorthin.
Zitat:
@Uli745 schrieb am 7. August 2017 um 12:24:13 Uhr:
Zitat:
@Steam24 schrieb am 7. August 2017 um 11:49:50 Uhr:
Uli745, eine unvoreingenommene Diskussion zu dem Thema wäre wünschenswert, aber wie die Realität aussieht, haben wir ja beim Dieselhügel gesehen. Schon die Auswahl der Teilnehmer hat klar zutage gebracht, dass es gar nicht um eine sachliche Diskussion ging. Ich sehe auch keinerlei Anzeichen, dass sich daran etwas ändern wird. Schon gar nicht vor der Bundestagswahl.
Ich hab mit meinem Beitrag einen kompletten Neuanfang gemeint. So wie es momentan läuft kann es auf gar keinen Fall weitergehen. Das System wird sich nicht von selbst ändern, aber ohne Änderung fliegt uns irgendwann dieses Pulverfass um die Ohren.
Hoffen wir mal, dass es nicht so kommt.
Aber ein kompletter Neuanfang zeichnet sich aus meiner Sicht in keinster Weise ab. Dazu ist das Diktat der Autolobby viel zu stark.
Gerade die Indikatoren der letzten Woche sprechen eine sehr klare Sprache. Der Dieselhügel, die Auswahl der Teilnehmer, das Wischiwaschi in der PK und zuletzt noch Weils Ghostwriter bei VW.
Und gerade beim Hügel hat man sich noch nicht mal bemüht, sich zu tarnen, besonders Müller.
http://www.handelsblatt.com/.../20155314.html
Späte Anlegerinformation
Bafin prüft Ad-hoc-Verstöße bei VW und Daimler
Neues Ungemach für die Automobilkonzerne Volkswagen und Daimler: Die Finanzaufsicht Bafin prüft, ob die Unternehmen Anleger über ihre Selbstanzeige wegen möglicher Kartellverstöße hätten informieren müssen.
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/diesel-klagewelle-101.html
Nach Diesel-Gipfel
Klagewelle rollt auf VW zu
Stand: 07.08.2017 12:54 Uhr
Horst Steinhilber macht seinen Tankdeckel auf. Diesel muss da rein, in seinen VW. Er schüttelt den Kopf. Sein Leben lang hat er Benziner gefahren. Vor drei Jahren kaufte er sich ein neues Auto - einen Diesel. "Damals hieß es ja noch, der Diesel sei sauber und sparsam", sagt er. Dann kam der Abgasskandal. Seither klagt Horst Steinhilber gegen VW mit dem Ziel, dass der Hersteller sein Auto zurück nimmt.
Anwalt Ralph Sauer vertritt ihn und 10.000 weitere Mandanten in Sachen Diesel. Er und seine Kanzlei hatten nach eigenen Angaben bereits 35.000 Beratungen - allein zu diesem Thema. Rund 3500 Klagen liefen bereits, so Ralph Sauer - von der Kaufrückabwicklung bis zum Schadenersatz.
Seit dem Diesel-Gipfel gebe es einen regelrechten Ansturm auf seine Kanzlei, sagt er. Am liebsten würde Sauer die Klagen in einer Sammelklage zusammenfassen, so wie in den USA. Doch das ist in Deutschland nicht möglich.
Haben die über 5 Millionen ver.......n Kunden jetzt endlich die Sch....e voll von dem VW-Konzern!
Zitat:
@Broesel13 schrieb am 7. August 2017 um 13:34:27 Uhr:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/diesel-klagewelle-101.html
Haben die über 5 Millionen ver.......n Kunden jetzt endlich die Sch....e voll von dem VW-Konzern!
Nee, das nicht, aber nun muss man halt überlegen, wie es weitergehen soll, wenn folgende KO-Kriterien anliegen:
1. Das Update wird in jedem Fall gemieden! -> Vorher lieber mit kleinem Verlust in den Osten verkaufen.
2. Der Wagen soll weiter verwendet werden, eine Rückabwicklung ist ebenfalls keine Option!
Was macht man nun also in solch einer Situation?
- Klagen und hoffen, dass man von VW ein gutes Angebot für einen Neuen bekommt?
- Oder alles Aussitzen, bis wirklich die Stilllegung kommt?
- Oder warten, bis die Umweltprämie groß genug ausfällt, sodass sich ein Wechsel lohnen würde?
Hmm ...
P.S.: Der Neue wird wieder ein VW 😁
P.S.S.: Wieso eigentlich VW? - Ich dachte, es betrifft alle EU5 und sogar manche EU6-Diesel 😉
Zitat:
@AlphaOmega schrieb am 7. August 2017 um 11:59:42 Uhr:
Bzgl. der angekündigten Stilllegungen von Fahrzeugen mit EA 189 Betrugs-Motoren, welche die Fahrzeughalter nicht von VW umrüsten ("legalisieren"😉 lassen wollen, hatte ein User sein Fahrzeug abgemeldet und in Luxemburg zugelassen (es war sogar ein Foto davon dabei). Leider finde ich den Beitrag/User nicht mehr. Meine Frage dazu:
Nää wat ne tolle Idee..... Ich muss schon wieder lachen hier!!
Hauptsache wenigstens einer hat Danke gedrückt 😁