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11.08.2014 13:22    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (32)    |   Stichworte: C1, Citigo, Citroën, Franzose, Groß, Hyundai I10, kaufen, Kaufentscheidung, Kilometer, Kleinstwagen, Neu, Neukauf, neuwagen, Test, vw

Als Klein(st)wagen-Fan und ehemaliger Citroen C1-Fahrer hatte ich am vergangenen Freitag die Möglichkeit den neuen Wurf der Franzosen zu testen.

 

Abgesehen von der unmöglichen Außenfarbe (Wirkt auf den Bildern etwas besser, ist in Realität ein leichter "Lachston" und kostet auch noch 180 € extra :rolleyes:) finde die Optik des neuen C1 wirklich ganz gelungen. Die etwas außergewöhnliche Front trifft sicherlich nicht jeden Geschmack, aber ein Kleinstwagen muss ja auch nicht immer wie ein Mauerblümchen aussehen. Beim Heck ist den Designern wohl etwas der Mut ausgegangen - dies ist eher etwas langweilig. Die bekannte Glasklappe für den Kofferraum ist vom Vorgänger übernommen worden. Positiv: Der C1 bleibt bei einer Außenlänge von unter 350 cm und ist damit ideal für den Stadtverkehr.

 

Im Gegensatz zur Außenhülle stehe ich mit dem Innenraum des kleinen Franzosen etwas auf Kriegsfuß - ich finde ihn einfach nicht so schick. Hartplastik und teilweise etwas nachlässige Verarbeitung sind in dieser Preisklasse durchaus normal, aber die Optik ist nicht mein Fall. Ohne Touch-Screen Bedienung des Radios geht die Mittelkonsole ja noch einigermaßen - mit Touch-Screen sieht das ganze aus wie ein großer Gameboy. An vielen Stellen merkt der Fahrer das der C1 baugleich mit dem Aygo ist. Die Spiegelverstellung (hatte "mein" C1 manuell) sieht aus wie bei Toyota, ebenso die Drehregler für die Lüftung. Glücklicherweise sind Geschmäcker verschieden.

 

Positiv: Der Fahrersitz lässt sich nun in der Höhe verstellen - wäre für den Beifahrersitz allerdings auch praktisch. So haben größere Fahrer zukünftig etwas mehr Platz auf dem Fahrersitz. Die 2-3 cm mehr Außenlänge sind dem Kofferraum zugute gekommen, der nun die obligatorische Getränkekiste ohne irgendwelche Umbauaktionen aufnimmt. Ebenso ist die Hutablage beim Beladen nicht mehr im Weg.

 

Unter der kurzen Haube des Wagens werkelt ein mir sehr bekannter Motor: Der 1.0 Dreizylinder mit 68 PS, den auch schon mein 2007er C1 hatte. Vermutlich aufgrund der geänderten Abgasnorm (mein C1 hatte damals noch Euro 4) und minimalem Mehrgewicht fühlt sich der Wagen etwas langsamer an. Für den Alltag reicht der Motor allerdings vollkommen aus. Der Bordcomputer zeigte zum Ende der Probefahrt einen Wert von knapp über 5 Litern an - unter meinen persönlichen Alltagsbedingungen wären wohl 4,XX Liter wieder möglich.

 

Positiv ist ebenfalls der etwas bessere Federungskomfort. Leider haben die Sitze weiterhin wenig bis garkeinen Seitenhalt und sie fühlen sich insgesamt deutlich weicher an als die im Vorgängerfahrzeug - finden viele sicherlich bequem, ich leider nicht.

 

Faktoren wie die Übersichtlichkeit des Fahrzeuges und die gute Wendigkeit sind auch beim neuen C1 gegeben - für einen Stadtflitzer als ideal.

 

Mein Fazit nach der kurzen Probefahrt ist in Ordnung. Meiner Meinung nach hatte der erste C1 etwas mehr Charme, dennoch sind viele negative Merkmale des alten Wagens beim Neuen abgeschafft worden.

 

Das größte Problem für den C1, wie auch beim 108 und Aygo, wird die gewachsene Konkurrenz sein. Ein Hyundai i10 fährt etwas erwachsener und bietet im Innenraum mehr Platz. Etwas mehr Komfort bieten meiner Meinung nach die VW-Drillinge. Der C1 wird also, wie eigentlich auch schon der alte C1, eher die Rolle des sportlichen Kleinstwagen übernehmen müssen, bei dem der Fahrspaß mehr zählt als die Innenraumgröße.

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