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07.08.2009 09:17    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (27)    |   Stichworte: Autos, Kleinwagen, Lustig, Smart, Spaß, Turbo, Verbrauch

Gestern war es mal wieder so weit: Ein neues Auto stand zum testen bereits. Dies mal war es 2009er Smart ForTwo. Ein guter Bekannter hatte diesen als Leihwagen für einen Tag, und ich musste ihn natürlich auch exklusiv einmal testen. Hinter dem Smart war ich schon länger her, da ich den alten Smart schon einmal getestet habe und einfach mal sehen wollte, wie sich der Neue verbessert hat. Los ging also die Superfahrt... :D

 

Ein paar Daten:

Vor mir Stand ein 2009er Smart ForTwo in der Passion Ausführung. Gekleidet war der Smart in einem schicken Schwarz-Silbernen Outfit, was ihn wirklich edel erscheinen lässt. Unter der Haube werkelte der 1.0 Turbo Motor mit 84 PS ( :eek: ). Auf der Aufpreisliste hat der Vermieter anscheinend ein paar Kreuze gemacht, so hatte der Smart z. B. eine Servolenkung, was ich ganz angenehm empfand.

 

Das Outfit:

Erwachsen ist er geworden, der Smart. Der alte Smart hat für mich immer etwas von einem leichten "Kindchenschema" gehabt, der Neue wirkt dagegen schon sehr edel und gut gestylt - eben das perfekte optische Auto für einen Business-Mann (natürlich auch Frau) in der Stadt. Was mich überrascht ist, das der Smart trotz seiner kurzen Außenlänge nicht wackelig oder unsicher aussieht - gut hinbekommen die Damen und Herren bei Smart. Die Alufelgen passen sehr gut in's Bild. Insgesamt ein gelungener Auftritt und gefälliger als der schon getestete Toyota iQ.

 

Der Innenraum:

Der Innenraum passt perfekt zum Äußeren. Schlicht und elegant, ohne billig zu wirken. Kein Vergleich mehr zum Vorgängermodell, was doch durchaus wie aus dem Playmobil-Laden aussah. Schade war, das die Mickey-Mouse-Ohren nicht bestellt wurden. Was optisch leider garnicht geht ist die Handbremse: Die ist viel zu lang geraden und irgendwie packt sie auch nicht richtig. Die Verarbeitungsqualität scheint ganz gut zu sein, die Materialauswahl ist in Ordnung und das mit Stoff (?) überzogene Amaturenbrett wirkt richtig schick. An ein paar Details könnte man sicherlich noch arbeiten, so wirken z. B. die Sonnenblenden für ein Auto in dieser Preisklasse doch etwas billig... Aber gut, darüber kann man hinweg sehen.

 

Nehmen wir Platz:

Der Einstieg ist sehr bequem, große Türen und hohe Sitzposition, gefällt mir sehr gut. Ich bin allerdings auch niemand, der sich gerne in ein Auto fallen lässt - ich sitze lieber "auf" als "unter" dem Auto. Man findet direkt eine gute Sitzposition, obwohl weder Lenkrad noch Sitz verstellbar sind. Gut, das Lenkrad könnte einen Tacken höher sein, aber klappt auch schon so. Für mich - mit den bekanntlichen über 1,90 m - ist auf jedenfall gut Platz vorhanden, selbst wenn man das Panoramadach abdunkelt. Insgesamt ein überzeugendes Platzangebot.

 

Wo packen wir alles hin:

Zum Kofferraum, oder Handschuhfach, oder Handtasche oder wie man es immer nennen möchte. Groß ist dieser nicht, und ich persönlich finde die geteilte Heckklappe eher unpraktisch. Kleinigkeiten kann man glücklicherweise nur durch die Glasscheibe in den Kofferraum packen. Für 2 Leute reicht der Kofferraum aber sicherlich aus.

 

Achtung! Ampel!

Also ein Grund mal die Bremsen zu testen. Meiner Meinung nach eher ein trauriges Kapital. Das Bremspedal ist insgesamt recht schwer und vermittelt keinen guten Druckpunkt. Man muss sich richtig daran zu gewöhnen, wie man wann zu Bremsen hat. Und bei etwas stärkerem Bremsen merkt man schon, dass das Auto etwas unruhig wirkt. Selbst nach ein paar Kilometern hatte ich mich noch nicht richtig daran gewöhnt...

 

Bitte schalten...

Wo ist das Kupplungspedal? So geht es mir bei den meisten Autos mit Automatikgetriebe - erst einmal in's Leere treten. Das Getriebe ist sicherlich eines der größten Kritikpunkte an diesem Auto, deswegen habe ich hier auch besonders drauf geachtet. Beim alten Smart merkte man wirklich ein deutliches Nicken beim Schalten im Automatikmodus, das finde ich ist beim neuen Smart deutlich besser gelöst. Das Getriebe schaltet zwar noch nicht wie ein Vollautomat, aber doch schon recht angenehm wenn man sich mal darauf einlässt. Die manuelle Schaltung hat mir nicht so zugesagt, aber ehrlich gesagt, wenn ich schon einen Automatikmodus habe, möchte ich diesen auch nutzen. Also ich konnte mich nach kurzer Zeit schon daran gewöhnen und wenn man das Auto etwas länger fährt, weiß man sicherlich auch, wann das Auto schalten möchte und kann mit gezieltem Gaswegnehmen die Schaltpausen verbessern. Was schade ist, ist der erst schlecht und zögerlich ansprechende Kickdown...

 

Einmal kurbeln bitte...

Glücklicherweise hatte dieser Smart eine Servolenkung. Ich bin absoluter Servolenkung-Fan und empfand die Lenkung in der Stadt als sehr angenehm. Bei höheren Geschwindigkeiten wird sie spürbar härter, was einen guten Fahrbahnkontakt vermittelt.

 

Hoppel, Hoppel...

Kleines Auto, kurzer Radstand: Man hoppelt über einige Bodenwellen doch deutlich drüber. Auf schlechten Straßen macht der Smart echt keinen Spaß, man spürt jedes Schlagloch, und der Name "Schlaglochspürgerät" ist echt angebracht... Für die Stadt ist aber ausreichender Komfort vorhanden.

 

Bitte einparken...

Dank angenehmer Servolenkung sollte das Einparken kein Problem sein. Denkste! Der Smart ist trotz seiner kurzen Länge nach hinten extrem unübersichtlich - hätte ich selbst nicht gedacht. Besonders der Blick nach schräg hinten ist sehr eingeschränkt.

 

Der Motor...

Das absolute Highlight dieses Auto! 84 PS auf unter 1.000 kg Leergewicht, dazu noch ein Turbo. Das macht einfach nur Spaß! Man glaubt garnicht, wie schnell man auf über 100 km/h ist und ich glaube, wenn ich so ein Auto täglich hätte, wäre mein Führerschein besonders in der Anfangszeit sicherlich stark gefährdet. In der Stadt kann man super Zwischenspurts einlegen und man gewinnt einige Ampelrennen. Der Motor ist aber schon fast zu viel für das Auto, finde ich jedenfalls. Spaß macht er trotzdem... Er zieht von unten super hoch und man ist nie untermotorisiert (Wer hätte das Gedacht! :D ).

 

Zapfenstreich.

Der Smart wurde vollgetankt übernommen. Gefahren wurden 195 km, davon ca. 150 km auf der Autobahn mit ~ 140 km/h. Die restlichen Kilometer wurden zügig auf der Landstraße und im Stadtverkehr runtergespult, Klimaanlage war immer an. Radio auch. Achja, ein paar Kickdowns waren auch dabei.

Und zack, schon war der Tank leer. Für die paar Kilometer haben wir echt über 20 Liter nachgetankt, was einen Durchschnittsverbrauch von 11,07 Liter (!) / 100 km ergeben hat. Da merkt man: Ein kleines Auto ist nicht zum Rasen da. Hinzu kommt: Turbo läuft, Turbo säuft.

 

Das Lustige

Niemand traut einem Smart solche Fahrleistungen zu, sodass man oft in verblüffte Gesichter schaut, wenn man mal etwas mehr Gas an der Ampel gibt. Ich fand es sehr lustig. Hier im Umkreis sind Smart auch nicht so verbreitet, daher haben wohl viele noch extra geschaut...

 

Und das Ende von der Geschichte?

Lustiges Auto, toller Motor! Aber nichts für jeden Tag. Dafür ist der Komfort etwas zu schlecht und der Verbrauch definitiv zu hoch.

Mein Traum-Smart: Cabrio, 71 PS, ein paar Extras und das dann noch nur als 2. Wagen mit max. 10.000 km im Jahr.


02.08.2009 22:45    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (19)    |   Stichworte: 500, Fiat, Fiat 500, Image, Kleinwagen

Der Fiat 500 - für mich einer der schönsten aktuellen Klein(st)wagen. Selbst wenn man die Retro-Geschichte aus dem Blick lässt, überzeugt mich persönlich der Kleine durch seine schicke Optik. Ich ziehe allerdings auch keine Vergleiche zwischen Original und "Nachfolger", da ich in der Zeit des Originalen noch nicht mal in Planung war. Mich überzeugt die freundliche Front und die schicke Form. Alles passt, ohne Übertrieben, zu Modern oder Aufgesetzt zu wirken. Eine runde Sache für mich - im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders in diesem schicken, dezenten Orange für mich eine Augenweide.

 

Die Form geht im Innenraum weiter. Die schicke Außenfarbe zieht sich über das leicht zu bedienende Cockpit (Nur den Klimaanlageschalter habe ich etwas gesucht... :rolleyes:) weiter. Alle Schalter sind gut zu erreichen, und geben keine großen Rätsel auf. Leider sind die Türverkleidungen größtenteils aus sehr kratzempfindlichen Plastik. Insgesamt ist viel Hartplastik verarbeitet, dies aber wirklich gut und klapperfrei.

 

Für mich ein absolutes Highlight sind die Braunen Teilledersitze, die auch noch bequem sind. Platz finde ich auch mit einer Größe von über 190 cm. Nur eine Höhenverstellung auf der Beifahrerseite fehlt etwas - stört mich allerdings eher weniger. Ansonsten wirklich bequeme Sitze, die sicherlich auch Langstreckentauglich sind.

 

Das 6-Gang-Getriebe lässt sich gut und exakt führen. Die Kupplung lässt sich gut dosieren. So macht Fahren freude. Etwas umständlich ist die Einlegung des Rückwärtsgang.

 

Mich persönlich überrascht hat das Fahrwerk, das trotz kurzem Radstand einen guten Mittelweg aus Sport und Komfort bietet. Nur kurze Bodenwellen werden fast ungefedert an den Innenraum weitergegeben und der Kleine fängt etwas an zu hoppeln.

 

Die Lenkung ist für einen Cityflitzer angenehm leichtgängig, wird aber bei höherer Geschwindigkeit angenehm härter und man bekommt ein gutes Straßengefühl. Leider fehlt ein City-Knopf wie z. B. im Panda (Oder habe ich ihn nicht gefunden?). Die Bremsen packen für einen Kleinwagen akzeptabel.

 

Rundumsicht ist perfekt, wenn ich nicht so auf den Euro schauen muss, würde ich aber dennoch die Einparkhilfe ordern. Sicher ist sicher, außerdem steht ich total auf Einparkhilfen! :D

 

Nun das schlimmste Kapital an der Probefahrt: Der Motor. 100 PS in einem Kleinwagen hören sich auf dem Papier gut an. In der Realität zeigt sich der Motor aber als zäher, unwilliger Motor, der Außerorts echt kein Spaß macht. Dazu ist der Verbrauch - zumindest laut BC - sehr schwierig unter 6 Liter zu bringen. Ich kenne den kleineren Benziner aus dem Ford Ka und dieser hat mich eher überzeugt.

 

Fazit: Ja, ich habe mich verliebt. In den Kleinen, vielleicht etwas unpraktischen Italiener. Allerdings ist Platzangebot auf der Rückbank für mich eher unwichtig, und der Kofferraum ist immerhin größer als in meinem C1. Mein "Traum-500" ist der 1.2 (69 PS) in Weiß, Sport Ausstattung, Dunkler Innenraum und ESP. Kostet dann ~ 13.500 EUR. Eventuell irgendwann mal eine Überlegung wert. Der 500-Virus hat mich auf jedenfall erwicht. Und ja, kleine Defizite verzeit man dem Kleinen auf jedenfall. Manche Autos haben Charakter und manche sind von Grund auf Perfekt. ;)


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