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27.03.2011 20:20    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (58)    |   Stichworte: Audi, Audi A1, Kleinwagen, Preis, Probefahrt, Qualität, Test

8 Jahre. 8 Jahre lang fuhr meine bessere Hälfte einen Audi A3, den er als Jahreswagen gekauft hat. Ein relativ einfacher A3 mit dem 102 PS Basis-Benziner. Bis auf eine Klimaautomatik und ein Radio / Kassette mit angeschlossenem CD-Wechsler keine wirkliche Ausstattung. Nach 8 Jahren war aber nun mal die Zeit für etwas neues - auch wenn der Kilometerstand keine 80.000 km anzeigte.

 

Die Auswahl an Fahrzeugen war eigentlich relativ gering - es sollte wieder ein Fahrzeug aus dem Volkswagen-Konzern werden. Da mein Freund derzeit nur ca. 7.000 km im Jahr fährt, stand auch fest: Es kann ruhig etwas kleineres als der A3 werden. Damit war die Auswahl schon etwas eingeschränkter. Über Skoda Fabia wie auch Seat Ibiza wurd erst garnicht nachgedacht, ein VW Fox kam auch nie in Frage. Blieben also nur Polo und A1 übrig. Beim Polo ist der Funke aber nie wirklich übergesprungen - ganz anders war es beim A1!

 

Nach mehreren Angeboten von verschiedenen Händlern (Lagerwagen, komplette Neubestellungen, sowie Vorführwagen) stand die Auswahl fest: Es soll ein Lagerwagen von dem Händler werden, wo 2003 bereits der A3 gekauft wurde.

 

Und... da isser!

 

Ich muss ja schon sagen: Mich persönlich hat der A1 bereits bei der Vorstellung fasziniert. Ein Mini mit Luxus, für Leute die meist nur zu zweit unterwegs sind (und in Zukunft das "Problem" Kinder nicht haben...). Und ich muss auch sagen: Wenn ich mir einen A1 bestellen würde, säh er exakt so aus. Rote Außenlackierung, silberner Dachbogen sowie silberne Außenspiegel. Gut, ich würde wohl etwas andere Alufelgen wählen, aber bei einem Lagerfahrzeug hat man ja meist nicht so große Auswahl, und meinem Freund ist das auch relativ egal.

 

Die Fahrzeugfront finde ich persönlich sehr schick. Mit dem relativ großen Kühlergrill und den schicken Scheinwerfern wirkt er recht aggressiv. Im Rückspiegel denkt man wohl als erstes nicht an einen Kleinwagen! Die Seitenlinie wirkt recht stimmig, nur das Heck passt für mich persönlich nicht ganz ins Bild. Dunkle Rückleuchten wären hier wohl angebracht und würden die Optik deutlich verändern.

 

Willkommen an Bord!

 

Könnte man jedenfalls fast sagen (besonders weil das Auto die Abkürzung einer großen deutschen Fluggesellschaft am Kennzeichen hat)... ich fühle mich auf jedenfall direkt wohl. Auf dem Fahrersitz ist ausreichend Platz und auch auf dem Beifahrersitz fühlt man sich als großer Mensch dank Höhenverstellung sehr wohl. Insgesamt ist der Innenraum ansehnlich, wenn auch klassisch gestylt. Mir persönlich gefallen die relativ wenigen Schalter (deren Anordnung man schnell versteht). Auch die Innenraumqualität überzeugt mich sehr - da kann ein Mini meiner Meinung nach nicht mithalten...

 

Wir fliegen los...

 

Gut, so schnell wie ein Flugzeug ist der A1 beim starten nicht. Aber die 122 PS reichen für den Kleinen vollkommen aus. Ich kenne den Motor bereits aus dem aktuellen Golf Plus - dort hat er mich schon überzeugt. Aber im A1 ist der Motor natürlich nochmal ganz anders, auch wenn man noch etwas merkt, dass der Motor noch eingefahren werden muss (Kilometerstand aktuell etwas über 100 km). Ich freue mich schon darauf, wenn man den Motor etwas höher drehen kann... da bekommt man sicherlich richtig Laune!

 

Das Getriebe ist sehr gut abgestimmt, die Schaltwege angenehm kurz. So macht fahren und auch schalten Spaß. Die 6-Gänge flutschen sehr gut durch die Schaltgassen...

 

Bin ich ein Hase?

 

Leider... Leider hat der A1 das Sportfahrwerk - ich würde es wohl bei meiner Bestellung abwählen. Gut, der A3 war dank nachträglicher Tieferlegung noch hoppeliger, aber grobe Unebenheiten wie auch kurze Stöße werden fast ungefiltert in den Innenraum weitergegeben. Auf Dauer würde mich das doch wohl sehr nerven. Positiv ist natürlich: Man kann ordentlich durch die sauerländischen Kurven prügeln. Die Lenkung bietet hierfür auch ausreichend Rückmeldung. So machen Kurven echt Spaß! Die serienmäßigen Sportsitze (der A1 hat die "Ambition" Ausstattung) sind für eine etwas rasantere Fahrt gut ausgelegt.

 

Das war jetzt natürlich nur ein kurzer Bericht. Ich bin auch nur etwa 30 km gefahren, und das auch nur über die Landstraße. Die Geräuschekulisse bei Landstraßentempo ist angenehm, wie sie auf der Autobahn ist kann ich natürlich nicht sagen. Auch Erfahrungen im Bereich Verbrauch, wirkliche Qualität etc. wird sich erst im Laufe der Zeit herausstellen... aber, da mein Freund das Auto sicherlich noch eine geraume Zeit fährt, kann ich ja ab und an mal wieder berichten.


03.03.2011 13:09    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Autobahn, Golf, Leihwagen, Probefahrt, Stadt, Test, Übersichtlich, VW

Da ich mal wieder zu einer mehrtägigen Weiterbildung sollte, hatte ich die Möglichkeit bei "unserem" Autovermieter vor Ort mal wieder ein Auto zu mieten. Letztes Jahr stand für die Reise ein Skoda Octavia Kombi zur Verfügung, dieses Jahr ein VW Golf VI.

 

Fakten, Fakten, Fakten!

 

Fahrzeug: VW Golf VI 1.6 TDi (77 kw / 105 PS) "Team", 5-Türer, Reflexsilber

Anmietung: 28.02. - 02.03.2011

Erstzulassung: 09.12.2010

Kilometer bei Abholung: 10.094

Kilometer bei Abgabe: 10.642

Gefahrene Kilometer: 548

Kosten: 54,00 EUR / Tag zzgl. Märchensteuer

 

Da isser!

 

So rief jedenfalls die Dame bei der Autovermietung als ein silberner Golf auf den Hof gefahren ist. Nach genauerem hinsehen merkte sie allerdings: Hey, das ist ja meine Kollegin! Okay, kleiner Fehler. Aber genau so ein Auto sollte ich wohl bekommen: Golf Plus. Noch in der "V"-Variante. Schön, Golf Plus mag ich ja! Eine kleine Vorfreude kam in mir auf. Ein paar Minuten später: So, das ist nun aber wirklich ihr Auto. Ich drehte mich um und sah durch's Fenster hinter mir einen Golf VI. Einen "normalen" Golf, kein Plus. Schade. Aber ehrlich gesagt, ich hätte einer Mitarbeiterin bei einer Autovermietung schon etwas mehr Autokenntnis zu getraut.

 

Nach einem kleinen Rundgang ums Auto konnte es also los gehen...

 

Topmodel?

 

Nunja, ob der Golf VI bei Germany's next Topmodel wohl eine Chance hätte? Ich weiß ja nicht. Ich sehe Heidi Klum schon vor meinem geistigen Auge dem Golf mitteilen "Ich habe leider kein Bild für Dich! Du bist einfach zu langweilig...". Man (Frau vielleicht auch... ) muss schon sagen: Der Golf wirkt recht langweilig. Was jetzt weder positiv noch negativ gemeint ist. Es ist einfach ein klassisches Auto, welches man sich auch in ein paar Jahren noch gut ansehen kann. Und das sollte ein Volkswagen ja irgendwo auch schon sein - ohne Frage. Konkurrenten wie der Renault Megane, Fiat Bravo etc. sind vielleicht etwas aufregender gestylt, aber man sieht sich sicherlich schon recht schnell satt daran. Neben dem Golf IV ist der Golf VI für mich der schönste in der Baureihe. Der Golf V ist recht grenzwertig (besonders die Frontlichter), über Golf III brauchen wir garnicht erst zu sprechen. Golf II und Golf I haben eventuell schon etwas Kultstatus (?), dafür bin ich wohl aber noch etwas zu jung.

 

Bitte Platz nehmen!

 

Man setzt sich in einen Golf rein und fühlt sich direkt wohl - ich jedenfalls. Alles wirkt gut verarbeitet und sehr aufgeräumt. Alle Schalter und Knöpfe liegen exakt da, wo man sie auch vermutet. Eine optimale Sitzposition habe ich schnell gefunden - okay, ab und an nervt rechts am Bein die Mittelkonsole, dies ist aber z. B. in einem alten Audi A4 deutlich schlimmer. Also alle Spiegel einstellen und los geht die Fahrt...

 

Ah, ein Diesel!

 

Gut, dass das Auto ein Diesel ist, war mir schon von anfang an klar, immerhin hatte ich auch einen Diesel reserviert. Den 1.6 TDI hört man schon etwas, besonders wenn er kalt ist. Finde ich persönlich aber garnicht so störend, einen Diesel kann man ruhig hören. Fahren wir also los... Das Schaltungs- / Kupplungsspiel habe ich schnell raus, immerhin fahre ich öfter im Betrieb verschiedene VW-Diesel (Golf IV, Golf V, Caddy). Der Motor zieht mit seinen 105 PS gut von unten raus, da hat die Konkurrenz wie ein Opel Astra ein deutlich größeres Turboloch. Nur unterhalb von 1.500 Umdrehungen passiert nicht wirklich was. Aber das ist wirklich in Ordnung. Hier im Sauerland kommt der Motor an manchen Bergen aber merklich an seine Grenzen...

 

Laaang...

 

Das 5-Gang Getriebe ist wirklich recht lang übersetzt - insbesondere der 4. und 5. Gang. Fürs Spritsparen sicherlich praktisch, im Alltag aber manchmal etwas hinderlich. Wenn man z. B. bei 50 km/h in den 4. Gang schaltet fällt die Drehzahl unter 1.500 Umdrehungen, der Motor fängt an zu brummen und es passiert nicht mehr wirklich viel... Schaltet man wieder in den 3. Gang zurück mahnt einen die Schaltpunktanzeige - LOS! Ab in den nächsten Gang. Also auf knapp 60 km/h lt. Tacho beschleunigen, 4. Gang einlegen und alle sind zufrieden. Ein 6. Gang Getriebe mit einem kürzeren 4. Gang wäre sicherlich praktischer.

 

Autobahn!

 

Gut 400 km führten uns über die Autobahn, wo wir bei Geschwindigkeiten zwischen 120 - 180 km/h das angenehm ruhige Fahrzeug genießen konnten. Ab 160 km/h nehmen die Windgeräusche aber schon etwas zu... da wir aber meist bei ca. 140 km/h waren hat uns das nicht weiter gestört. Der Verbrauch über die gesamten 548 km belief sich lt. Bordcomputer auf 5,7 Liter mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 75 km/h. Nachgerechnet ergab sich ein Verbrauch von 5,2 Liter - wobei man natürlich beim Leihwagen nie weiß, ob man ihn wirklich voll übernommen hat.

 

"Städte"tour

 

Die restlichen Kilometer habe ich auf verschiedenen Kurz- und Mittelstrecken (3 - 40 km) zurück gelegt. Dabei war der Golf wirklich ein sehr angenehmer Begleiter. Er ist im Vergleich z. B. zum aktuellen Astra deutlich übersichtlicher, gut, es fehlen auch von der Außenlänge einige Zentimeter, was man aber im Innenraum nicht merkt. Ich war wirklich begeistert! Nur die Funktion der Parkpiepser im Frontbereich haben sich mir nicht ganz erschlossen. Vom Opel Antara kenne ich es z. B. das die Dinger auch beim Einparken piepsen, beim Golf piepsen sie erst, wenn man den Rückwärtsgang einlegt. Etwas komischer, meiner Meinung nach.

 

Qualität?

 

Wie bereits geschrieben, der Qualitätseindruck ist sehr gut. Allerdings hörte man hier und da schon einige Geräusche vom Fahrzeug - besonders von der Beifahrertür. Auch die Bedienung des Bordcomputer finde ich per Multifunktionslenkrad etwas umständlicher als per Knopf am Blinkerhebel (kenne ich so z. B. vom Caddy).

 

Faaazit!

 

Die drei Tage mit dem Golf waren wirklich sehr angenehm! Er hat sich als angenehmer Begleiter erwiesen, egal ob in der Stadt oder auf der Landstraße. Ich war bisher kein wirklich großer Golf-Fan, aber dieser hat mich wirklich überzeugt. Tief in mir drin schlägt eigentlich ein Opel-Herz, allerdings würde ich den Golf VI dem aktuellen Astra vorziehen. Der Astra ist im Vergleich einfach zu rießen von der Außenlänge, und bietet dennoch nicht mehr Platz. Der Umstieg auf meinen i20 war auch erst etwas komisch, besonders weil auf der Autobahnauffahrt der Turbo fehlte...


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Mein Blog hat am 29.10.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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