• Online: 1.728

28.07.2015 22:26    |    HyundaiGetz    |    Kommentare (11)

Front
Front

Sommerzeit. Urlaubszeit. So auch bei mir. Nachdem es die letzten Jahren immer zum Meer ging sollte dieses Jahr mal ein anderes Ziel her: Die Berge. Also, richtig in die Berge. Hier im Sauerland haben wir zwar auch Berge, aber gegen die Alpen ist das ja garnichts.

 

Also ging es Anfang des Jahres an die Urlaubsplanung. Wie und wohin war die Frage. Fest stand recht schnell: Das eigene Fahrzeug soll in der Garage bzw. am Flughafen stehen bleiben. Vom Flughafen Paderborn haben wir eine sehr gute Verbindung nach München - Ziel Nr. 1 stand also fest. Das Hotel für die Zeit in München war schnell gebucht und die Planung ging weiter. Erst war ein Hotel in Salzburg gebucht, dies wurde aber Anfang Juli kurzfristig storniert und eine Ferienwohnung im Garsteiner Land (Österreich) gebucht. Eine gute Wahl.

 

Da es von München nach Salzburg, bzw. dann zur Ferienwohnung, mit einem Leihwagen gehen sollte, habe ich diesen direkt mit den Flügen gebucht. Eigentlich bin ich Sixt-Bucher, aber das Angebot bei Europcar war dieses Jahr einfach besser. Gebucht wurde - wie eigentlich immer - die Kleinwagen-Kategorie.

 

Letzte Woche Montag war es endlich soweit und es ging mit dem Flieger nach München. Nach einer Stadtbesichtigung ging es am vergangenen Donnerstag zum Münchener Hauptbahn - Mietwagen abholen.

 

Die nette Dame am Schalter erledigte den Papierkram schnell, erklärte uns den Weg zum Parkhaus und drückte uns einen KIA-Schlüssel in die Hand. Ein Kia also, okay. Ich persönlich hatte auf einen Ford Fiesta gehofft, aber einen KIA bin ich auch noch nicht gefahren.

 

Im Parkhaus standen wir also vor "unserem" Kia. Ein Rio. Auf den ersten Blick: schickes Auto. Auf den zweiten Blick: Schlimme Kratzer in den Felgen (bereits im Übergabeprotokoll vermerkt) und ein deutlicher Kratzer über der Rückleuchte, der noch nachgetragen werden musste.

 

Nachdem auch hier der Papierkram erledigt und das Gepäck verladen war (über die nicht eingehängte Kofferraumabdeckung brauchen wir nicht reden... ) ging es los auf die Straße. Im Tageslicht ist uns dann direkt der etwas schmuddelige Innenraum aufgefallen. Schade, das kenne ich von anderen Mietfahrzeugen anders.

 

Also, raus aus der Stadt und auf die Autobahn. Kurz vor der Landesgrenze die Vignette gekauft und die Möglichkeit genutzt den Innenraum etwas zu reinigen - man muss sich ja wohlfühlen.

 

Aber, kommen wir zum Auto. Wie schon gesagt, optisch gefällt mir der Rio ganz gut. Die recht sportliche Karosserie wirkt schick, die 17 Zoll Felgen passen gut zum Auto. Mit dem Rio ist Kia ein wirklich guter Wurf gelungen. In Österreich sind mir auch einige Rios begegnet - hier im Sauerland sind KIA-Fahrzeuge eher seltener.

 

Den Innenraum finde ich okay. Die Schalter der Klimaautomatik gefallen mir nicht so recht, aber das ist ja Geschmackssache. Die Qualität scheint recht ordentlich, die "Greifflächen" haben weiches Kunststoff, dahinter besteht das Amaturenbrett aus Hartplastik. In dieser Preiskategorie aber in Ordnung. Knister- und Klappergeräusche bestehen nur auf schlechten Straßen.

 

Bei der Ausstattung hat der Vermieter die großen Kreuze gesetzt. Laut Kia-Homepage müsste es sich um die Spirit-Variante handeln, dazu noch Rückfahrkamera, Keyless-Go-System, Sitz- und Lenkradheizung. Die Rückfahrkamera ist wirklich nett, besonders bei der recht breiten C-Säule. Mit dem Keyless-Go-System bin ich nicht wirklich warm geworden, da ich mich immer Frage wohin mit dem Schlüssel, wenn nicht ins Zündschloss?!

 

Leider ein etwas trauriges Kapitel: Der Motor. Aus gut 1,4 Liter Hubraum soll der Motor 109 PS leisten. Da ich in meinem Alltag momentan nur noch Turbo-Benziner oder Diesel bewege, war der Umstieg auf einen Sauger etwas gewöhnungsbedürftig. Ich habe mich oft gefragt: wo sind die 109 PS? Auf flachen Landstraßen und in der Stadt ist der Motor recht angenehm, und auch auf der Autobahn kann man einigermaßen mit halten - es darf nur keine Steigung kommen. Teilweise musste ich bis in den 4. Gang zurück schalten, und trotzdem kam keine Leistung. Ich weiß, einen Sauger muss man etwas höher drehen - der Rio-Motor wollte dies aber nur ungerne tun. Immerhin, das 6 Gang Getriebe ließ sich ordentlich schalten, der Verbrauch mit 6-7 Liter noch in Ordnung.

 

Der Federungskomfort ist durch die 17 Zoll Felgen etwas eingeschränkt, aber noch okay. Die Sitze für mich etwas zu weich.

 

Heute habe ich den Rio dann wieder in München am Flughafen abgegeben. 1000 km hat uns der Kia begleitet. Motorentechnisch muss Kia wirklich noch was tun, ansonsten ist der KIA wirklich eine gute Alternative.

Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 4 fanden den Artikel lesenswert.

28.07.2015 22:55    |    Hakuna Matata

Also ich muss sagen, dass mir die Felgen irgendwie gar nicht gefallen wollen. Die wirken durch Größe und Design völlig deplatziert.

 

Das Problem mit dem Keyless-Go-System kenne ich von diversen unserer Firmenwagen. Ich bin auch einer von denen, die lieber noch ganz klassisch den Schlüssel ins Zündschloss stecken wollen. Mit Keyless-Go werde ich nicht warm. Und auch um das Fahrzeug zu öffnen drücke ich lieber auf einen Knopf am Schlüssel als das Auto schlüssellos zu öffnen.


28.07.2015 22:57    |    HyundaiGetz

Beim Rio ist es nicht mal so das er ohne Schlüssel öffnet. Entweder man drückt den entsprechenden Knopf auf der Fernbedienung oder den Knopf am Türgriff. Also den Schlüssel hat der Fahrer effektiv doch wieder in der Hand.


28.07.2015 23:01    |    mitwisser

Auch wenn mein 1,4er mit 109 PS aus nem Ceed vom Bj 08 evtl nicht ganz dem aus dem Rio entspricht muss ich sagen, ja die 109 PS merkt man nicht als solche, das können andere besser, aber mit der Zeit habe ich mich an die Charaktereigenschaften des Triebwerkes gewöhnt und komme Subjektiv ordentlich voran, auch wenn es mal in den Schwarzwald geht.

 

Aber ja, wenn Kia hier aufbessert (Der erste Turbobenziner soll zum Ende des Jahres im Ceed kommen) sind sie eine Ernsthafte Alternative.

 

Vielen Dank für deinen guten Test und bleib lang erholt ;)


28.07.2015 23:35    |    nick_rs

Netter Bericht, (etwas mehr Bilder wären schön gewesen, aber sonst :)) die Kias sind schon sehr schick geworden, ich persönlich habe aber nach schlechten Erfahrungen mit einem i40 mit den Koreanern abgeschlossen.

 

Das Keyless Go finde ich angenehm, wenn es dazu ein Keyless entry gibt. Viele Autos haben das nicht und wenn man den Schlüssel schon mal zum öffnen in der Hand hat, kann man ihn auch ins zünschloss stecken, dann hat er wenigstens seinen platz.


29.07.2015 09:20    |    Turbotobi28

Hi,

 

hatte letztes Jahr auch einen Rio als Mietwagen. Wohl das Topmodell mit 18 Zoll Felgen und Ledersitzen.

 

Insgesammt wirklich ein gelungenes Auto. Wenn nur eben der Motor nicht wäre. Bei niedrigen Drehzahlen angenehm leise und sparsam aber eben extrem schlapp.

 

Höhere Drehzahlen lassen sich wegen der Drehunwilligkeit nur schwer erreichen und das unter deutlicher (unangenehmer) Geräuschentwicklung. So richtig zeigen wollen sich die knapp 110PS dann aber noch immer nicht.

 

Ein langweiliger Brot und Butter Motor halt der so gar nicht zum sportlichen Auftritt des Rio passt. Fahrwerk und Lenkung fügen sich übrigen ins Bild ein. Alles eher indirekt und unsportlich aber im Alltag gar nicht so verkehr.

 

Der Rio würde für mich selbst mit dem Motor durchaus als Alltagsauto in Frage kommen,aber dann eben ohne einfaches Modell ohne Dicke Alufelgen usw.

 

Gruß Tobias


29.07.2015 22:03    |    Al Bundy II.

Sieht ganz ordentlich aus, auch wenn für meinen Geschmack eindeutig zu viele Tasten am Lenkrad sind.


31.07.2015 07:58    |    pfann

schöner artikel, passendes motor-fazit.

 

hyundai/kia haben bis dato fürchterliche benzinmotoren verbaut.. 0 fahrspass.

in 2016 wird es aber dann endlich mal einen change geben.. nicht umsonst wurde der M-motor chef von bmw verpflichtet :-)


31.07.2015 13:43    |    Guzzi97

...Interessanter Artikel und, wie ich finde, sachlich & objektiv.

 

Weiter so ..


01.08.2015 15:03    |    i 20

Hi, ich habe auch das Key les go mit Startknopf und finde das klasse,will nichs anderes mehr. Wohin mit dem Schlüssel, einfach in der Hosentasche lassen, ehrlich, weiss ich gar nicht wie mein Schlüssel aussieht, da er, ausser in der Hosentasche, in einer Schlüsseltasche ist......nicht das einer auf die Idee kommt ich würde nie die Hose wechsel...grins


03.08.2015 13:05    |    HyundaiGetz

Zitat:

aber mit der Zeit habe ich mich an die Charaktereigenschaften des Triebwerkes gewöhnt

Nach kurzer Zeit habe ich mich auch an den Motor gewöhnt und solang es nicht stark bergauf ging, reichte die Leistung auch vollkommen aus.

 

Zitat:

Höhere Drehzahlen lassen sich wegen der Drehunwilligkeit nur schwer erreichen und das unter deutlicher (unangenehmer) Geräuschentwicklung. So richtig zeigen wollen sich die knapp 110PS dann aber noch immer nicht.

Totale Zustimmung. Ich habe bisher noch keinen Motor gefahren, der ähnlich Drehunwillig war wie der Rio. Vermutlich merkt der Fahrer im Alltag auch keinen Unterschied zum "schwächeren" Motor mit 80-90 PS.

 

Zitat:

Wohin mit dem Schlüssel, einfach in der Hosentasche lassen

Ich habe meinen Schlüssel selten in der Hosentasche. Im "Alltag" trage ich den Schlüssel mittlerweile meistens in der Gesäßtasche - und darauf im Auto sitzen möchte ich auch nicht. ;)


07.08.2015 13:57    |    new-rio-ub

den Artikel kann ich auch so bestätigen. Ich habe nur den 1.25 Motor, Stadt und Landstraße sehr angenehm und leise. Auf der Autobahn darf wirklich keine Steigung kommen. Aber man lern den Motor einzuschätzen und sich richtig zu verhalten. Und aus dem Alter wo eine 200 auf dem Tacho stehen muss bin ich schon lange raus, bzw. hatte nie das Bedürfnis. Ein paar Minuten später aber entspannter ankommen.


Deine Antwort auf "HyundaiGetz fährt Kia Rio."

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 29.10.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Verursacher.

HyundaiGetz HyundaiGetz

Seat

 

Treue Anhänger. (150)

Beobachter.

  • anonym
  • BMW-Verehrer
  • wobiwilli
  • pordagos
  • darkside_1977
  • martin7980