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el lucero orgulloso

12.04.2012 20:10    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (24)

FahrschuleFahrschule

Und noch mal ein Fahrschulblog...

 

 

...ich kann mir gut vorstellen, dass einige das Bildchen mit dem Fahrschulschild nicht mehr sehen können, und zwar nicht, weil sie die Tage hinter so einem rollenden Ungeheuer herumtuckerten, sondern weil ich bereits den einen oder anderen Artikel zu dem Thema geschrieben habe.

 

Für alle Interessierten werde ich nun aber hier mein erstes Zwischentreffen, das „Rendez-Vous Pédagogique“ (kurz RVP) beschreiben. Glaubt mir, allzu eintönig war es nicht.

 

 

 

 

Doch erst mal der Hintergrund: Für alle, die in Frankreich das begleitete Fahren (AAC = Apprentissage anticipé de la conduite) in Frankreich machen, gilt, dass nach der grundsätzlichen Ausbildung mit Theorie , erster Fahrstunde , der normalen Ausbildung und zwei Abschlussstunden bis zum 18. Lebensjahr und damit bis zur Prüfung noch 2 Treffen stattfinden müssen. Diese „Zwischentreffen“ haben den Sinn, den Schüler während seiner begleiteten Fahrkarriere mal zu überprüfen und zu schauen, wie viel vergessen wurde, was man noch alles beherrscht oder wo sich eventuell doch noch Schwierigkeiten ergeben haben. Bei diesen Zwischentreffen sitzt auch immer ein Elternteil auf der Rückbank.

 

Ich muss zugeben, ich war ziemlich angespannt und wusste nicht recht, ob ich das alles so schaffe, wie ich mir das vorstelle. Hoffte natürlich nicht zu viel Haue zu bekommen und eine anständige Fahrt hinzulegen.

 

Falls es euch interessiert: Die Fahrstunde wurde mit Fahrlehrer Q abgehalten. ;)

 

Zu der Geschichte gehört auch ein Fragenteil, der im Wesentlichen mit den recht fantasielosen Fragen „Wie viel bist du gefahren?“ (fast 2200 Km), „Hattest du Schwierigkeiten?“ (keine Feststellbaren) gefüllt wird. So was in der Art eben.

 

Dann ging es auch schon los, und ich muss sagen, nach 6 Monaten Mercedes war der Peugeot 207 mit 75 PS eine deutliche Umstellung. Schon beim Einsteigen dachte ich: „Oha, der Sitz ist aber weit vorne, hoffentlich stoße ich mal nicht ans Lenkrad.“ Einmal eingestiegen, durfte ich feststellen, dass der Sitz bereits in seiner hintersten Position war. (Zur Info: Ich bin etwa 1,84m.) Na denn, Spiegel eingestellt, Gurt angelegt, Motor angelassen, und in den moderaten Mittagsverkehr rein. Die Richtungen in der Stadt kannte ich natürlich noch.

 

Die Fahrt war eigentlich denkbar unspektakulär. Ich stellte nur, jetzt nach einer langen Zeit Mercedes-Fahrens fest, dass der 207 doch kein wirklich großes Auto ist. Dicke A-Säule in meiner Kopfnähe, schräge Windschutzscheibe, in der mir dank eines zusätzlichen Spiegels für den Fahrlehrer noch weniger Sichtfeld zu Verfügung stand. Ansonsten wurde halt gefahren, und der Fahrlehrer meinte, er würde eine Art Prüfungs-Parcour fahren.

 

Spannend wurde es erst wieder bei Einparkmanövern. Da ich in den zurückgelegten 2200 Km nicht sehr viel Strecke in der Stadt gefahren bin und die wenigen Parkplätze, die ich dadurch anfahren musste recht mühelos anfahren konnte, da entlang der Straße an den Orten nie jemand stand, hatte ich wenig Praxis, was das klassische Einparken angeht. Diesbezüglich holte ich mir ganz entspannt noch mal ein paar Tips ein. Leider lernt man die Manöver in der Fahrschule sehr schematisch und sie funktionieren genau so vermutlich nur am Peugeot 207, nach dem Motto „Wenn das Bändchen der Hutablage am Bordstein ist, musst du die Lenkung anders herum einschlagen.“ Für die Prüfung ist eine solche Info jedoch durchaus nützlich.

 

Nach einem Einparkmanöver kam dann noch mal ein klein wenig Theorie ins Spiel, denn zur Prüfung gehören in Frankreich auch zwei mehr oder weniger technische Fragen. Also übten wir das auch. Die erste Frage war: „Welche Kontrollleuchte zeigt an, dass der Fahrersitzgurt nicht angelegt ist?“ Ich schnallte mich also ab, 2 Leuchten leuchteten auf, ich zeigte auf sie. Die 2. Frage war dann schon eine Spur anspruchsvoller: „Zeige an, wo man am Motor den Ölstand misst und auf welcher Höhe er optimalerweise sein sollte!“. Motorhaube auf, Ölpeilstab gesichtet, herausgezogen, an der Messstelle bis auf 2/3 Höhe ölig (Papier zum Abwischen war natürlich keines da), alles okay. Haube angelegt und mit der flachen Hand zugedrückt. „Halt! Falsch!“ Ich wusste nicht so wirklich, was los war. „Halte die Motorhaube auf einem Drittel Höhe fest, und lasse sie fallen, komm ich zeige es dir.“ Ich verdrehte fast die Augen, wusste ich natürlich, dass man die Motorhaube auch so zubekommen hätte. Da will man ein Mal ein malträtiertes Fahrschulauto schonen und ein bisschen den Connaisseur spielen, und schon wird man schuldig bestraft...

Dass der Fahrlehrer sich wunderte, dass ich mich erst mal einen kurzen Moment am Motor zurecht finden musste (Stab für die Motorhaube etc.), da ich im 207 noch nie die Motorhaube offen hatte, war dann da eher nebensächlich.

 

Dann musste ich ein Mal in drei Zügen wenden und ein kurzes Stück Autobahn fahren. Tragischerweise fuhr ich bereits mit 70 Km/h und nicht erst mit 80 Km/h auf die komplett leere Autobahn auf. :eek:

Im Ernst, ein kleiner Fehler und für mich nicht so schwerwiegend.

 

Als weiteres und eigentlich letztes Erlebnis kann ich noch erzählen, dass mir, nachdem ich in eine große Straße eingebogen bin, ein Audi A3 vor die Nase aus einer Parkbucht herausgefahren ist. Natürlich wurde sofort stark gebremst, nur meine Mutter fragte hinterher noch „Wer hat gebremst?“, ich entgegnete „Eher ich, oder?“, der Fahrlehrer „Wohl wir beide.“

 

Und dann war die Fahrt auch schon zu Ende. Ich fragte den Fahrlehrer, ob ich die Prüfung bestanden hätte. „Wahrscheinlich schon, aber schwierig, knapp,“, meinte er, „du bist immerhin nur mit 70 statt mit 80 auf die Autobahn aufgefahren.“ Das war jetzt nicht ganz das, was ich hören wollte, aber bestanden wäre immerhin bestanden. :D ?Er schrieb 2-3 Bemerkungen in mein Büchlein und nach einem Händeschütteln war ich froh, die Sache hinter mir gelassen zu haben.

 

Schließlich lagen 80 Kilometer im riesigen, satt fahrenden S124 vor mir und meiner Mutter. Ich ließ mich durch Deutschland chauffieren, wir diskutierten über die Stunde.

 

Schön ist‘s, auf weitere problemlose Kilometer! :)

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27.03.2012 19:56    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (46)

Algún lucero orgullosoAlgún lucero orgulloso

Hallo, liebe Motor-Talker!

 

 

Heute hier mal ein Artikel, in dem es nicht so sehr über den Inhalt meines Textes geht, sondern eigentlich mehr euere Kommentare im Vordergrund stehen. Das Thema brennt mir schon seit einigen Wochen unter den Fingernägeln und ich bin gespannt, was ihr, liebe Leser, mir da für Geschichten zu erzählen habt.

 

 

 

 

Es geht nämlich darum, wie ihr alle zu eueren hiesigen Usernamen gekommen seid.

 

Ich bin schließlich auch täglich auf Motor-Talk in verschiedenen Foren unterwegs und lese dabei hunderte von verschiedenen Usernamen. Bei nahezu allen gehen mir dabei die verschiedensten Gedanken durch den Kopf. Einige sind eher kurz und simpel, bei einigen kann man sich irgendwie erschließen, wie sie zustande kamen, bei wieder anderen mache ich mir erst mal Gedanken über die Aussprache machen, bevor es an den Sinn geht und bei nochmals anderen habe ich erst mal Fragezeichen über dem Kopf. :confused:

 

Daher gebe ich die Frage einfach mal direkt weiter:

 

Wie ist es zu euerm Usernamen gekommen?? Was bedeutet er?

Wie wird er ausgesprochen (falls es da Auffälligkeiten gibt)?

 

Haut in die Tasten, ich bin wirklich neugierig und würde mich freuen, wenn einige mitmachen würden! :)

 

 

Um mal mit gutem Beispiel voran zu gehen, gebe ich die Story meines Namens hier zum Besten:

Ich chattete nämlich kurz bevor ich mich hier anmeldete, mit einer Freundin von mir, die einerseits autointeressiert und andererseits spanienverbunden ist. Ich berichtete ihr von meinem Vorhaben, mich hier anzumelden. Jedoch waren mir Namen wie „Stern-Fan“ oder sowas in der Richtung nicht aussagekräftig genug und außerdem eben viel zu einfach zu entziffern. Es durfte ruhig etwas Ausgefalleneres sein. Da der Freundin bekannt war, dass ich Mercedes-affin und bin und das Logo der Marke natürlich der Stern ist, schlug sie „el lucero“ vor, was auf spanisch so viel wie „der (Morgen-)Stern“ bedeutet. Ich habe dann noch eine kleine Ergänzung gesucht und sie mit dem Wort „orgulloso“, spanisch für „stolz“ gefunden. „Der stolze (Morgen-)Stern“ war also geboren! :)

Sinngemäß wäre "la estrella" (spanisch "der Stern") wohl korrekter, allerdings ist das Genus dann weiblich und würde somit nicht zu meinem Geschlecht passen, was mir dann weniger gefallen und bestimmt für Verwechslungsgefahr sorgen würde.

Die Aussprache könnte man mit „ell lussero orgujoso“ beschreiben, wobei das „c“ bei lucero mit der Zunge voll zwischen den Schneidezähnen gesprochen wird und das „r“ bei lucero und orgulloso nach Möglichkeit gerollt werden sollte.

 

Falls ihr noch Fragen zu meinem Namen habt, nur zu!

 

Eine Extra-Erwähnung und ein riesiger Dank gehen an dieser Stelle noch an User joered, einen hochkompetenten Kollegen, den ich aus dem W124-Bereich kenne und der mir das wunderschöne Bild, welches meinen Namen hervorragend illustriert, zur Verfügung gestellt hat. Joered hat ganz klar ein Händchen für tolle Fotos, wie man auf seiner C123-Website, die euch hiermit wärmstens ans Herz gelegt sei, sieht.

 

 

Ansonsten freue ich mich nun auf euere Geschichten! :)

 

 

Viele Grüße

 

el lucero

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10.02.2012 21:28    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (43)

FahrschuleFahrschule

Seit mittlerweile fast 4 Monaten darf ich nun Auto fahren. Die Zeit und die Km gehen furchtbar schnell rum, und am Steuer der Sterne macht es viel Spaß, den Straßenverkehr zu erkunden. Wer weiß, vielleicht wird es dazu auch noch einen Blog geben? ;)

 

Um aber endlich mal (nach einer wahren Ewigkeit!) dem Wunsch des Users anntike nachzukommen, der sich mal einen Artikel über meine Fahrlehrer wünschte, habe ich mich mal an die Arbeit gemacht.

Jetzt, da ich mit der Fahrschule an sich fast durch bin (fehlt nur noch die Prüfung kurz nach meinem 18. Geburtstag), kann ich mir auch selbst ein hinreichendes Bild machen.

 

 

 

Ich werde statt der Namen Buchstaben verwenden, die nicht den Anfangsbuchstaben der Namen der Fahrlehrer entsprechen. ;)

Vielleicht noch ein kleiner Hinweis meinerseits: Der Artikel ist wohl nicht furchtbar spannend, nicht so mit sprachlichen Auffälligkeiten gespickt wie einige meiner anderen Artikel. Doch wollte ich einfach einem Wunsch eines treuen Lesers nachkommen und bei der Gelegenheit auch für mich selbst ein kleines Resumée zu machen. ?

Aber nu‘ geht‘s los!

 

 

Ladies first, ich fange mit meiner Fahrlehrerin „Q“ an, die mich auch bei meiner "Évaluation de départ" , also der allerallerersten Fahrstunde begleitet hat. Sie war ein wirklich sehr angenehmer Mensch und eine angenehme Fahrlehrerin. Ich hatte immer das Gefühl, gut mit ihr lernen zu können und auch bei Fehlern nicht direkt angeschnauzt zu werden. Zudem war Q im Prinzip die einzige, die während der Fahrt gerne zu Gesprächen über außerfahrschulische Themen abschweifte. Wir redeten über Familie oder unsere Herkunft. Die Fahrlehrerin war ebenfalls bei meinen letzten 2 Fahrstunden dabei, als mein Vater auch schon als Beobachter und Fragesteller auf der Rückbank saß. Zunächst noch behauptend kein Deutsch zu können, entwickelte sich mit der Zeit eine fröhliche multikulturelle und bilinguale Gesprächsrunde. Da versuchte mein Vater französisch, und Q konnte plötzlich deutsch. Das hat Spaß gemacht! Insgesamt gibt‘s also eigentlich nur Gutes zu berichten, und nach kleinen anfänglichen Schüchternheiten, „öffneten“ wir uns zunehmend. Fahren habe ich ganz nebenbei auch noch mit ihr lernen können und an sich schien es auch als ließe sich Q einfach nicht aus der Ruhe bringen, was ich auch gut fand.

Alors une bonne monitrice!

 

Machen wir weiter mit dem Chef der Fahrschule, mit „D“. Anfangs in der Theorie fand ich D sehr nett und hörte auch nur positive Meinungen über ihm. Er nahm mich nach der Stunde auch oft mit und fuhr mich nach Hause, weil wir im selben Dorf wohnen. Als ich jedoch die erste Fahrstunde mit ihm hatte, änderte sich der positive, sehr freundliche Eindruck etwas. Schon am Anfang nach der ersten Kurve redete er ununterbrochen, wie ich meine Hände am Lenkrad halten sollte, obwohl wirklich alles im dunkelgrünen Bereich war. Ununterbrochen schien er etwas zu sagen zu haben, immer waren es irgendwelche Bemerkungen zu irgendwelchen teilweise wirklich entbehrlichen Unsauberkeiten. Okay, fairerweise muss ich dazu sagen, dass er, nach meiner ersten Stunde, in der ich urplötzlich selbst schalten musste, in mein Fahrschuldossier „Bon élève!“ (guter Schüler) hinein geschrieben hat, was er laut den anderen Fahrlehrern recht selten macht, doch trotzdem war ich vor Fahrstunden mit D immer am nervösesten. Gewiss machte ich nicht alles perfekt und fehlerfrei, und das eine oder andere Mal war es ein tatsächlich groberer Fehler der sich eingeschlichen hat, doch irgendwie fühlte ich mich nach einer anschließenden Predigt von ihm mehr als unwohl, was auch nicht zu einer gesteigerten Konzentration beitrug, um die Fehlerquote zu senken. Bestimmt habe ich auch viel mit ihm gelernt, doch so furchtbar wohl war mir dabei selten.

Kurzes, knackiges Schlusswort: Bof!, würde der Franzose sagen...

 

Dann kommen wir doch schnell zu meiner „Number One“ was die Fahrlehrer angeht: K! Mit K hat‘s Fahren lernen richtig Spaß gemacht. Schon allein der Anfang, als er mir sagte, dass er mir das Autofahren beibringen würde und ich ihm bei seinem ohnehin schon recht guten Deutsch weiterhelfen könnte, war mir überaus sympathisch. Dass er es jedoch schaffte, mir ein weitläufiges saarländisches Vokabular näher zu bringen, war Spitze. Ohne ihn wäre mir das Wort „Schaffbrot“ (belegte Schnitte die man sich mit auf die Arbeit nimmt) immer noch fremd. Er nannte mich von Anfang an immer entweder Monsieur + Nachname, selbstverständlich mit herrlichem französischen Akzent ausgesprochen, oder einfach „Mon Grand“ (mein Großer). Herrlich! Also erklärte er mir, wie ich das und das machen soll, gleich mal zweisprachig und ich korrigierte ganz subtil seine Fählärschen in där schwärän Deutschän Sprachä. Falls ich doch mal etwas falsch machte, dann konnte er mir in einem ganz normalen, seinem typisch ruhig-leisen Tonfall sagen, was es war, sodass wir die Übung einfach noch mal wiederholen konnten und ich es besser machen konnte. Zwischendurch mixte K auch gerne mal irgendeinen „Mineralien-Cocktail“ oder was auch immer das für ein Pulver war, welches er da in seine Milch mischte... Aufgrund seiner sportlich-muskulösen Statur habe ich einfach mal die Vermutung aufgestellt. Eine beeindruckende und einmalige Szene bot sich auch, als sich mal ein hinter mir fahrendes Fahrzeug traute, zu hupen. Ich fuhr in ganz normalem Tempo auf einen Kreisverkehr zu, schaltete wie gewohnt runter und war für den Hinterherfahrenden anscheinend nicht schnell genug. Das Gehupe wollte K jedoch nicht akzeptieren, übernahm die Pedale, blieb mitten in der Zufahrt auf den Kreisverkehr stehen, stieg aus und redete ein Wörtchen mit dem Fahrer. Ich blieb sitzen und konnte nur durch das beim Fahren immer geöffnete Fenster und den Außenspiegel beobachten was da so ungefähr vor sich ging. Hinterher erklärte mir mein Fahrlehrer, er hätte den Mann gefragt ob er denn nicht sehen könne, dass das eine Fahrschule sei, was der Mann bejahte und erklärte, dass es rechts doch auch Pedale gäbe. „Ja soll ich denn lernen oder mein Schüler?“, fragte K und nach dem Austausch einiger Sätze fragte mein Fahrlehrer einfach, ob wir das denn da hinten im Wald klären sollten. Das lehnte der Fahrer hinter mir ab und es ging weiter...

Lauter solche Sympathiepunkte sammelte der gute Mann, daher das knackige und eindeutige Fazit: Bravo! :)

 

Zu guter Letzt kommt noch der unauffälligste Fahrlehrer, T. Er war während der Fahrt wirklich sehr sehr still und ich weiß nicht, ob ich das positiv deuten soll (--> ich habe sehr wenige Fehler gemacht) oder negativ (--> er wollte mich nicht zuquatschen, weil er merkte, dass ich kein französischer Muttersprachler war). Fast schon symptomatisch, dass er den einzigen Peugeot 207 mit dem 75-PS-Diesel hatte, und ich gerade mit ihm die Lektion „Autobahn“ durchgenommen habe. So viel Vollgas wie damals bin ich noch nie gefahren! Konstante Steigungen gingen einfach nicht anders. Da spürte man doch recht deutlich die fehlenden 15PS, über die alle anderen 207er verfügten. Ansonsten war T ein wirklich so unauffälliger Fahrlehrer, dass es mir schwer fällt, hier noch großartige Ausführungen zu machen. Einmal, als ich vor einer Doppelstunde noch eine Fahrschülerin nach Hause bringen musste und nach einer Kurve und der darauffolgenden Steigung nicht mehr aus dem Drehzahlkeller des 2. Ganges herauskam, entlockte ich ihm doch ein dickes Lob für mich: „Guck, der hat sofort reagiert, hat direkt runtergeschaltet als er merkte er schafft‘s so nicht. Der kann ja schon fahren!“, „Dann schreib‘s doch in mein Buch und wir fahren gleich wieder nach Hause.“, entgegnete ich nur. Aber da hatte er zum Glück was dagegen, denn es machte an sich doch viel Spaß, mit T ein paar Runden zu drehen. Am Ende der Autobahn-Doppelstunde fuhren wir noch mal durch die Stadt und er meinte: „So, jetzt fährst du dich nach Hause.“ Ich wusste nur dummerweise gerade im Dunkeln in dem Moment nicht wo wir waren, seine Antwort: „Oh! Perdu!! (Verloren!)“ Er gab jedoch zu, er würde sich am liebsten auch noch ein Navigationssystem an die Scheibe pappen um sich noch etwas sicherer zu fühlen.

Resumée: Nicht dumm, etwas stumm, und der Peugeot ohne Wumm(s). ;)

 

 

 

Habt ihr, liebe Leser, irgendwelche besondere Erinnerungen an euere Fahrlehrer oder irgendeine, vielleicht außergewöhnliche oder witzige Geschichte von eueren Fahrlehrern?

Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen! :)

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19.11.2011 20:13    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (29)

Dieser Herbst-Samstag ist inzwischen genau 3 Wochen her, doch weil ich in der letzten Zeit doch recht beschäftigt war, habe ich den Artikel zwar schon aufsetzen, aber noch nicht "sendefähig" machen können.

Doch jetzt teile ich mit euch meine Eindrücke von diesem unvergesslichen Tag, der aus 3 Gründen gold-farben war:

 

1. Die Sonne schien aus vollen Kräften, als wisse sie genau, was an diesem Tag los war und als wollte sie uns den Tag wirklich verschönern.

 

2. Die Blätter der Bäume waren gold-gelb, manchmal auch bräunlich, aber noch kaum herab gefallen wodurch zusammen mit der Sonne eine traumhafte Atmosphäre entstand.

 

3. Drittens, ja das kommt jetzt! ;)

 

Denn so wurde ich eingewiesen: Wir fahren nach Trier um den Bischof zu besuchen, den eine Tante meiner Mutter persönlich kennt. Ich hatte nichts dagegen, denn ich war früher sehr engagierter Messdiener und bin auch heute nicht von der Kirche abgestoßen. Zudem war ich noch nie in Trier und man hörte von allen Seiten, dass es eine mehr als sehenswerte Stadt auch mit dem Dom ist. Das kann ich auch bestätigen, nach dem ich dort war. Die Stadt hat einen wunderbaren Charme und der Dom ist ein beeindruckendes Bauwerk.

 

Achja, der Bischof. Wir gingen also in die Kathedrale, da wir dort verabredet sein sollten. Doch plötzlich, wie auf ein Kommando, gingen meine Eltern in einem Eilschritt hinaus und ich ihnen hinterher. Genau vor dem Eingang des imposanten Bauwerks stand ein nicht minder imposanter, älterer (damit meine ich auf den ersten Blick ca. 50 Jahre alter) Mercedes, um den sich schon eine mittlere Menschentraube gebildet hat. Ich als bekennender Fan der Marke mit dem Stern musste mir das schöne Stück erst mal genauer anschauen, jedoch vor Ehrfurcht immer einen Sicherheitsabstand einhaltend. Aus Prinzip suche ich nicht jeden Winkel nach Mängeln ab und drücke mir die Nase am Lack und an den Fenstern platt, denn solch ein Auto ist einfach viel zu schön dafür.

 

Meine Eltern meinten: „Willst du nicht fragen, ob du dich nicht mal reinsetzen darfst?“ Ich entgegnete bestürzt: „Um Gottes Willen, ich setze mich nicht in fremde Autos, denn umgekehrt möchte ich doch auch nicht dass sich jemand Wildfremdes in unsere Autos setzt!“ Nach einem kleinen Benzingespräch ist das was anderes, aber ich war einfach immer noch viel zu baff ob des Zustandes der wunderschönen Karosse.

 

Noch immer roch ich aber den "eigentlichen" Braten nicht!

 

Doch dann wandte sich der Besitzer des Mercedes zu uns und sagte nur: „Ah, sie sind die Familie „XY“, wir hatten ja letztens Kontakt. Wollen wir gleich anfangen? Ich würde vorschlagen, wir legen die Jacken in den Kofferraum.“

 

Von diesem Moment an war ich einfach nur wie verkorkt. Ich redete ab diesem Zeitpunkt wirklich rekordverdächtig wenig an diesem Tag.

Ich kapierte einfach nicht, was um mich geschah, dass ich gleichzeitig aber mittendrin war!

 

Ich nahm auf dem Beifahrersitz platz oder genauer gesagt auf dem „rechteren“ Platz auf der durchgängigen vorderen Sitzbank und sank erst mal tieeef ein. Der Motor wurde gestartet, der erste Gang mit der Lenkradschaltung eingelegt und es ging los. Bis ich aber wieder halbwegs zu mir gekommen war, verging bestimmt mindestens eine halbe Stunde.

 

Blick auf den SternBlick auf den SternGeparktGeparktAusblick auf TrierAusblick auf Trier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich fange mal noch kurz mit dem Fahrzeug an: Es war wie sich heraus stellte ein Mercedes 219 Baujahr 1958 mit einem 2,2 Liter Reihensechszylinder, 90 PS, 4-Gang-Lenkradschaltung und in einem wirklich sehr beeindruckenden technischen und optischen Zustand. Das wunderschöne Tackern des Triebwerks war für mich wie Musik, die noch von echten Musikern mit echten Musikinstrumenten gespielt wurde, ohne Zusatz von extremer Elektronik oder verfälschendem Tuning. Die Sitze, in die man tief einsank, die nur vorne vorhandenen Sicherheitsgurte, das komfortable, aber nicht übermäßig schaukelige Fahrwerk, ich könnte ewig so aufzählen. Selten geht man jedoch so schnell eine solche Bindung mit dem Auto ein, selten hat man auf Anhieb so viel Vertrauen.

 

Unser Chauffeur war ein überaus freundlicher Herr der es verstand, wie man seine Fahrgäste verzauberte indem man sie durch solch schöne Straßen führte, wie man sie nicht beschreiben kann, sondern wirklich selbst erlebt haben muss. Es war ein Hochgenuss mit dem schwarzen Mercedes auf einen kurzen Schotterweg einzubiegen, auf einem goldenen Weinberg mit Blick auf die Mosel anzuhalten um wenige Minuten später mit einem weißen Tuch auf der scheinbar planen Motorhaube in den Genuss von kühlem Sekt oder ebenfalls kühlem Mineralwasser kommen zu dürfen.

 

Auf dem WeinbergAuf dem WeinbergIn seiner ganzen PrachtIn seiner ganzen PrachtWunderschönes TriebwerkWunderschönes Triebwerk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An die genaue Route kann ich mich nicht erinnern, zu sehr war ich mit dem Verarbeiten aller Eindrücke die eh schon nur so auf mich einhagelten um noch den Weg ab zu speichern. Ich kann mich gerade so noch daran erinnern, dass wir am Ende den Tank in Luxemburg mit feinstem Super Plus gefüllt haben, samt einem Additiv als Blei-Ersatz. ;)

 

Ansonsten fuhren wir durch die schönsten Alleen und Wälder, über die schönsten Weinberge, durch die idyllischsten Dörfer und an der schönen Mosel entlang, sodass wir verschiedenste Landschaften in kürzester Zeit erlebten.

 

Blick auf Fluss und WeinBlick auf Fluss und WeinCharmant und stilsicherCharmant und stilsicher

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mir fällt es wirklich nicht einfach, die Erlebnisse irgendwie lesbar niederzuschreiben. Zu schön war der Tag, zu viel habe ich erlebt, zu viel musste und muss ich immer noch verarbeiten. Man muss so etwas selbst erlebt haben, man muss selbst einen dreifach goldenen Herbsttag erlebt haben!

Danach noch ein vorzügliches Restaurant empfohlen bekommen zu haben, war wie das Blattgold auf dem sprichwörtlichen Sahnehäubchen.

 

Ein ganz besonderer Dank an dieser Stelle noch mal an den Fahrzeugbesitzer und an meine Eltern, genauer an meine Mutter, die diese Idee hatte, und der die Überraschung perfekt gelungen ist.

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28.10.2011 23:31    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (32)

FahrschuleFahrschule

Nun sind wieder 10 Fahrstunden ins Land gegangen, in denen wieder haufenweise neue Aufgaben auf mich zugekommen sind.

 

Zunächst mal aber bin ich stolz auf mich, die Marketing-Masche umkurvt zu haben, in dem ich mir direkt beim Anmelden im Mai nicht das Paket mit den 25 Fahrstunden habe andrehen lassen, welches wärmstens empfohlen wurde, und auch habe ich es geschafft, ohne 3 Zusatzstunden, die mir aus für mich unerklärlichen Gründen bei der „Évaluation de départ “ als „benötigt“ eingeredet wurden, auszukommen. :)

 

 

 

 

Jetzt aber zum "Fahrerischen":

Die Verwendung der Rückspiegel wurde in der ganzen Zeit automatisiert, damit ich auch immer schön schaue, wenn ich abbiege, bremse, beschleunige, in einer neuen Straße bin und so weiter und so fort.

In dem Zusammenhang wurde auch das Thema „Platzierung auf der Straße/Wahl der Fahrbahn“ durchgenommen. Das Rechtsfahrgebot scheint in Frankreich wirklich heilig zu sein, denn ich musste wirklich immer so rechts wie es nur ging fahren. Nur wenn ich aus einer Einbahnstraße links abbiegen wollte, platzierte ich mich so links es ging. Ansonsten immer „dans la voie la plus à droite“. ;)

 

Zwischendurch haben wir uns noch mit den verschiedenen Hinweisen und Anzeichen beschäftigt, die der Straßenverkehr so bietet. Die „festen“ Hinweise wären dann zum Beispiel Verkehrsschilder oder Fahrbahnmarkierungen, unvorhersehbare oder nicht kalkulierbare „Anzeichen“ sind Fußgänger, die die Straße plötzlich überqueren möchten, Tiere, Kinder die vor einem Bus hervor gerannt kommen (also im letzten Moment gesehen werden), lauter solche Sachen. Nach all dem sollte man immer Ausschau halten, und dementsprechend gegebenenfalls die Geschwindigkeit anpassen.

 

Als nächster Punkt standen Kreuzungen auf dem Programm. Das war an sich nichts sehr Spannendes, da es im direkten Zusammenhang mit dem vorherigen Thema stand und ich durch reines Beobachten bei meinen Eltern schon einiges wusste. „Wenn ich links abbiege nähere ich mich der Fahrbahnmitte“ oder „wenn ich an einer Ampel grün bekomme und links abbiege, halte ich in der Mitte der Kreuzung an und lasse den Gegenverkehr passieren“. Lauter solche Sachen, die jetzt mehr Gewöhnung und Beobachtung voraussetzten.

Beobachtung ist auch das Stichwort, denn ab jetzt sollte ich an jeder Kreuzung, auch wenn ich durch Vorfahrt „geschützt“ bin, immer nach links und rechts schauen, da es ja immer „Vollidioten“ geben kann, die rausgeschossen kommen könnten.

Daher immer kurz „links-rechts“, und natürlich beim Nähern einer Kreuzung nicht beschleunigen, und immer grünen Ampeln misstrauen, vor allem wenn sie schon länger grün sind. In Frankreich wird das recht streng gesehen. Da muss man schon flott reagieren. Einerseits sagen die dann aber "He, war doch schon gelb!, hättest bremsen sollen", andererseits, wenn man gebremst hat "He, hättest im Rückspiegel schauen sollen, der hinter dir war schon fast in unserem Kofferraum". :D

Hat halt alles so seine Tücken! ;)

 

Und gestern, na ja, da kann man fast sagen, dass ich meinen großen Tag hatte! Denn da hieß es... *Trommelwirbel*: Ab auf die Autobahn, attackieren wir den Highway!

Die Erklärungen hierzu, also das Auffahren, Beschleunigen und so weiter wurde kurz davor besprochen, die Fahrschülerin die vor mir dran war noch auf normalen Straßen nach Hause gefahren und dann ging es los. Das einzige Pech des Tages war, dass ich ausgerechnet den Fahrlehrer mit dem schwächsten Auto erwischte (Peugeot 207 mit 70 statt 90 PS), und ich musste sagen, das war schon deutlich zu spüren. Da wo der HDI 90 einfach wegzog, mühte und strampelte sich der 70er so ab, dass ich, um bei Steigungen im 5. Gang halbwegs auf Geschwindigkeit (ca. 100 Km/h) zu bleiben, schon meine ersten etwas längeren Vollgas-Passagen hatte. Man merkte einfach, dass etwas fehlte. Nichts desto trotz hatte ich viel Spaß auf der „Autoroute“, durch den kleinen aber feinen bezahlfreien Abschnitt wurde viel Auf- und Abfahren geübt, durch eine kleine Durchfahrt durch die Stadt noch das „Fahren im dichten Straßenverkehr“ (Fahrstunde von 17-19 Uhr --> Rush-Hour).

 

Nun fehlen mir noch 2 Fahrstunden bis zum Ende meiner Ausbildung, in denen werden wir auf jeden Fall noch das Kapitel „Einparken“ durchnehmen, und alles noch ein klein wenig üben, bevor ich eine weitere Doppelstunde habe, die zwar noch im Fahrschulauto statt findet, mein Vater jedoch bereits mitfährt und gemeinsam mit Fahrlehrer dann noch etwas geschaut werden kann, wie ich so fahre und Zeit dafür ist, eventuelle Fragen abzuklären.

 

 

Ich bin also fast durch! Schneller als ich dachte, um ehrlich zu sein!

 

Klar, nicht jeder Schaltvorgang klappt ohne Ruckeln, nicht jede Bremsung ist komplett gleichmäßig, hier und da übersehe ich noch ein Schild, aber das alles sind erst mal nicht meine Ansprüche. Wichtig ist für mich, Sicherheit zu gewinnen, das einige Abläufe wirklich ohne Nachdenken passieren, dass ich Situationen schneller analysiere, richtig reagiere, und einfach ein immer reiferer Autofahrer werden kann.

 

Gewiss, das wird mich viel Zeit kosten, aber die Zeit werde ich mir auch nehmen. Ganz perfekt, völlig fehlerfrei und todsicher kann wohl niemand Auto fahren, denn dann müsste man wohl auch alleine auf der Straße sein. Doch solange es Spaß macht (was bei mir definitiv der Fall ist) werde ich an mir arbeiten, bis ich auch mit mir zufrieden sein kann! ;)

 

 

Achja, und bevor jetzt einige mit „Viel Glück für die Prüfung“ kommen, vor allem diejenigen, die meine älteren Artikel (und die Kommentare) noch nicht gelesen haben, wozu ich an dieser Stelle alle noch mal herzlich einlade: In Frankreich macht man die Prüfung erst mit 18. Das dauert bei mir noch knappe 2 Jährchen und einige Blogartikel! ;)

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22.10.2011 00:44    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (15)

1 Jahr Motor-Talk1 Jahr Motor-Talk

Sehr geehrte Mitmotortalkerinnen, sehr geehrte Mitmotortalker,

 

Es ist nun, und ich glaube da können Sie mir alle zustimmen, auf den Tag genau 1 Jahr her, dass sich meine Wenigkeit, und das möchte ich an dieser Stelle besonders hervorheben, in der Europas größter Auto- und Motor-Community angemeldet hat. (Und da ich eine Schnarchnase bin, kommt sogar noch ein Tag dazu...).

 

 

Nun, was hat sich seit dem verändert?

Man könnte meinen, es hat sich nicht viel verändert, aber ich finde sehr wohl, dass sich etwas verändert hat, denn das besteht automatisch. Etwas hat sich verändert, was vielleicht nicht jeder auf Anhieb erspürt, aber denen die es erspürt haben, die haben es, und ich meine jetzt nicht nur die,

die es verstanden haben, sondern auch die, die es vielleicht zur Kenntnis nahmen, es aber noch nicht getan haben.

 

Ich bin sicher dass es diejenigen, und damit können sich auch alle angesprochen fühlen, noch erreicht, auch wenn, und damit meine ich nicht die zentrale Botschaft, sondern auch nicht das was Sie jetzt denken, sondern den anderen Teil.

 

Sie brauche sich wirklich keine Sorgen machen, denn ich werde mich nach diesem einen Jahr nicht auf meinen eigenen Lorbeeren ausruhen. Nein, im Gegenteil. Ich bin noch lange nicht fertig, und deshalb werde ich radikal fortschreiten. Mein weitbekanntes Motto wird sich hierbei nicht ändern. Sie können auf mich zählen, doch ich schaffe es auch so.

 

Meine Linie, die sie daraus entnehmen können, dürfte unmissverständlich und ich glaube da können Sie mir zustimmen, dass Sie auch nichts anderes als ein Fingerzeig oder nicht.

 

Das was ich geschafft habe, darauf kann ich wirklich zufrieden sein. Denn alle schauen nur auf sich, ich schaue lieber auf mich. Daher halte ich es für angebracht, dass wir jetzt, wo es besonders wichtig wird, und damit meine ich vor allem dass die die dann jetzt noch nicht aber erst später und immer weiter.

(Diejenigen, denen der Teil bis hierhin zu doof war, bitte kommentarlos weiterklicken... ;) )

 

Nun denn, für alle die es bis hier hin geschafft haben:

1 Jahr auf Motor-Talk, 1 Jahr hatte ich riesigen Spaß. Vorwiegend in der Mercedes-Ecke unterwegs, das geniale X6-Bilderrätsel und die paar Exkursiönchen Richtung Fahrzeugpflege, Fahrzeugtechnik und Verkehr und Sicherheit mal ausgeklammert, bin ich auf eine Menge sehr netter Leute gestoßen, mit denen teilweise so gut es eben geht PN-Kontakt gepflegt wird.

Mit meinem Alter bin ich dabei erstaunlicherweise nur absolut seltenst angeeckt. Ich glaube, es waren vielleicht 1-2 Male, aber noch nicht mal der Erwähnung wert, da die Diskussion drum herum meist eh hitzig genug war. ;)

Die positiven Momente war klar im Übergewicht. Hier und da eine Bestätigung meiner Aussage, ein paar Danke, dort ein Lob und ich fühlte mich immer wieder bestätigt, was mich einfach sehr froh machte.

 

Sodann habe ich an meinem Geburtstag meinen Blog eröffnet. „Wie Autos das Sprechen lernen...“ ist mein erster und mit 1093 Aufrufen gleichzeitig erfolgreichster Artikel gewesen.

 

Dies ist nun der 5. Blogartikel, mal schauen was der so schafft... ;)

Und so möchte ich euch fragen: Gibt es Themen, bei denen ihr denken würdet: Hach, das möchte ich mal vom lucero hören? Falls ihr Anmerkungen, Kritiken, Beschwerden, oder vielleicht auch ein kleines Lob loswerden möchtet, lasst es mich auch mal wissen. Ich denke, der Artikel hier eignet sich gut dazu, nach 1 Jahr Motor-Talk!

 

Ich sah neben dem zentraleren Thema Fahrschule noch 2 Artikel zu Mercedes, 1 Artikel zu Peugeot, 1 Artikel zum Fußball und bestimmt noch irgendwas Spontanes in der Röhre. Aber eure Ideen, falls ich mich in der Lage sehe, dass etwas realisierbar wäre, sind gerne Willkommen! ;)

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18.10.2011 19:05    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (36)    |   Stichworte: Fahrschule, Fahrstunden

FahrschuleFahrschule

Mich plagt das schlechte Gewissen, so lange nichts mehr geschrieben zu haben. Ich werde mir Mühe geben, dass hier etwas Regelmäßigkeit eintritt. ;)

 

Wie man vom Titel ableiten kann, habe ich jetzt 8 Fahrstunden + die Evaluation (siehe "Das erste Mal vorne links" ) hinter mir.

 

Was hat sich also getan?

Ich muss sagen, ich bin ein routinierter Autofahrer, der nun wirklich alles erlebt hat. Mich überrascht nichts mehr, keine Wetterverhältnisse, keine Geschwindigkeitsbereiche können mir noch etwas antun. Im Grunde genommen ist es jetzt schon fast langweilig...

 

 

 

...na, verwundert?

Ich auch! :D

 

Spaß beiseite, natürlich bin ich noch lange nicht am Ziel, obwohl ich sagen muss, dass ich eigentlich ganz gut vorankomme. Zumindest fuhr mich gestern eine Fahrschülerin nach Hause, die nach 15 Stunden noch nicht so weit war, wie ich nach 7.

 

In den ersten 2 Fahrstunden wurde die Lenkung perfektionisiert. Sprich Fahrlehrer bediente die Pedale und ich bediente Blinker und das Volant. Hauptaugenmerk lag auf der Position der Hände auf der oberen Hälfte des Lenkradkranzes zu halten und richtig umzugreifen, ohne immer die Arme gekreuzt zu halten. Dann haben wir das Lenken in Kreisverkehren geübt, da man doch etwas mehr zu tun hat, und es in Frankreich wirklich ewig viele Kreisverkehre gibt, sodass man dafür gerüstet sein soll.

 

Schließlich war dann Anfahren dran. Etwas Gas geben, Kupplung bis zum Schleifpunkt loslassen, bis 3 Zählen und komplett loslassen. Auf der breiten und kaum befahrenen Straße wurde auch gleich Anfahren bergab und Anfahren an leichten Steigungen geübt. Erkenntnis war, dass man bergauf keine Zeit hat, um den Schleifpunkt zu suchen, um den Hintermann nicht den Kühler einzudrücken, sondern praktisch direkt los muss, und dass man wenn es abschüssig wird, meist den Schleifpunkt leichter findet.

Zudem wurden Trockenübungen gemacht, wie man den Schaltknauf richtig bedient, ohne draufgucken zu müssen. 1. Gang, Schalthebel seitlich in die Hand nehmen, zur Seite und vor, 2. Gang zurück, 3. Gang mit der Handfläche nur nach vorne drücken, 4. Gang nur mit den Finger nach hinten, 5. Gang seitlich nehmen und dann nach vorne rechts. Vom 3. in den 2. und vom 4. in den 5 möglichst in einem Zug durch und nicht rumhacken.

Das war dann schnell soweit klar.

 

Dann kam Fahrstunde Nummer 3, das erste Mal mit dem Chef der Fahrschule. Der schubste mich, nachdem wir das wiederholt haben, was ich bereits konnte, gleich mal in‘s kalte Wasser. Nach dem wir 3 Mal angefahren sind, sollte ich abbiegen, er erklärte mir blitzschnell wie man in den 2 Gang schaltet, was ich in der Theorie durch's aufmerksame Beobachten meiner Eltern schon wusste, doch es mir in der Praxis nicht wirklich vorstellen konnte. Außer dass wir uns in einer engen Wohnsiedlung mit einigen Kreisverkehren und Steigungen befanden, was mich durchaus ins Schwitzen brachte, da man jetzt echt alles auf einmal machen musste, klappte es gut. Als wir schließlich in meinem Dorf ankamen, und er mich entließ, lobte er mich nur und schrieb in meine Unterlagen „Bon élève!“ (=guter Schüler, wie ich später erfuhr, passiert das nicht so oft :) ).

 

Die nächsten Stunden wurden dann weniger spannend. Es ging darum, das alles möglichst flüssig und automatisiert anzuwenden. Auch das Runterschalten, vor Kreisverkehren beispielsweise, sollte geübt werden, doch es gelang mir eigentlich zu 98% Prozent ruckfrei. Genau so ein Straße die angeblich keiner beim ersten Mal schafft, ruckfrei zu durchfahren, da man andauernd von links kommt und RVL-Vorfahrten beachten muss. Was an Neuem dazu kam, war das Anfahren an steilen Steigungen mit Zuhilfenahme der Handbremse. Handbremse anziehen, Gas geben, Kupplung langsam kommen lassen bis sich die Spitze der Motorhaube etwas hebt, und Handbremse langsam lösen. Ich kenne diese Methode jetzt zwar, werde aber versuchen, wenn grad niemand 20 cm hinter mir steht, immer die klassische Variante zu üben, da ich auch nur diese in den Mercedes anwenden kann.

 

Gestern gab es als Neuerung das Kapitel „Um sich herum schauen“. Dies hieß nun den Innenspiegel und die Außenspiegel mit in Betracht zu ziehen. Vor jedem Blinkersetzten, Abbiegen, Überholen, Beschleunigen und Abbremsen gilt es nun, sich umzuschauen. Auch wieder Gewöhnungssache. Wird schon. ;)

 

Abschließend kann ich sagen, dass das die Bedienung der Pedale einfacher ist, als ich es mir vorgestellt habe. Es ist eigentlich mit ein klein wenig Übung nicht mehr schwer, die richtigen Schaltwege sowie den Schleifpunkt an der Kupplung zu finden. Auch beansprucht das mich jetzt nicht so, dass ich in der Zeit nichts anderes mehr machen könnte. Einfach Gewöhnungssache.

 

Das Autofahren macht mir schon mal großen Spaß, ist im Ganzen nicht so kompliziert wie ich zunächst dachte, und um ehrlich zu sein nervt es mich jetzt schon, wenn ich mit meinen Eltern immer wieder immer noch vorne rechts Platz nehmen muss. Aber bald, sehr bald, wird sich das zumindest auf Fahrten auf französischem Staatsgebiet ändern. ;)

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06.10.2011 20:21    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (33)

Montag Morgen, Tag der Deutschen Einheit, und trotzdem schon Tumult im Haus. Normalerweise gehen wir solche Tage ganz sanft an, diesmal ging es aber schlecht.

 

Aber kommt, ich mache jetzt nicht so spannend wie bei meinem letzten Blogartikel, denn im Endeffekt war‘s auch als Erlebnis weit weniger spannend: Ich hatte meine erste Fahrstunde! (Nun gut, sie war keine richtige Fahrstunde, denn das allererste Mal im Fahrschulauto heißt in Frankreich „Évaluation de départ“, zu Deutsch so viel wie „Anfangsevaluation“ oder „Evaluation am Beginn“, doch trotzdem bin ich gefahren, will also schon mal was heißen. :D )

 

Wie dem auch sei, ab 8:58 schaute ich nur noch auf die Straße, pünktlich 2 Minuten später wurde ich erlöst, denn der weiße (oder silberne?) Peugeot 207 stand vor der Tür. Ohne mich noch ein mal umzudrehen stürmte ich aus dem Haus.

 

Die Fahrlehrerin stieg aus, begrüßte mich, und ließ die linke Tür auch gleich offen. „Vas-y, installes-toi!“ („Auf geht‘s, richte dich ein.“), sagte sie mir, und ich setzte es auch sogleich um. Bevor es ans Eingemachte ging, kam zuerst der Teil der Evaluation. „Aujourd‘hui, je te pose beaucoup de questions.“ („Heute stelle ich dir viele Fragen.“), war das nächste was mich also erwartete. Nun gut, dafür fühlte ich mich schon mal gerüstet. Der Teil verlief auch ganz gut, außer dass ich die Frage, wozu denn die Kupplung da wäre, natürlich viel zu technisch sah, indem ich antwortete, da wären ja Scheiben und das hätte was mit Motor und Getriebe zu tun, anstatt zu sagen, sie wäre zum Losfahren, Anhalten, Gänge wechseln etc. da.

 

Nächster Programmpunkt war zu zeigen, wie ich denn mit der Lenkung umgehen würde. Ich musste also Lenken, Kupplung, Gänge, Gas und Bremse wurden komplett von der Fahrlehrerin übernommen. Umso entspannter war ich auch, denn das war eigentlich die einzige Sache, vor der ich ein ganz klein wenig Bammel hatte. Ich lenkte und blinkte also was das Zeug hielt, von schärferen Kurven bis zu lang gezogenen Radien und Kreisverkehren war alles dabei.

 

Als wir dann anhielten, wurden mir erst mal meine Fehler erklärt. War nix Wildes, die einzige Bereicherung meines Wissens war, dass ich die Hände nicht zu kreuzen hatte, sondern in scharfen Kurven immer umgreifen müsse. Dass ich beim Linksabbiegen immer einen großen Bogen machen sollte und in Rechtskurven möglichst nah rechts am Bordstein bleiben müsste, verstand sich für mich von selbst.

 

Ein Mal musste ich dann doch anfahren, und dann wieder abbremsen, war das allererste Mal dass ich sowas machte, und die Tatsache, dass mir die Fahrlehrerin erst nach der Bremsung sagte, die Bremse wäre recht bissig und würde heftig draufhauen, machte es nicht einfacher. Was soll‘s, ich werde mich beim nächsten Mal bestimmt daran erinnern.

 

Nachdem wir dann eine Fahrschülerin abholten, und ich während dem nach Hause chauffiert werden aufmerksam beobachtete, lies ich die Stunde schon mal Revue passieren.

 

Fast schon als angenehme Überraschung empfand ich den Peugeot 207. Er fühlt sich gar nicht so winzig an wie man meinen könnte, sprich Sardinenbüchsen-Ambiente ist meines Erachtens nach Fehlanzeige. Und die Lenkung, die ich ausgiebig kennen lernen durfte liegt schon mal gut in der Hand, und man kann mit ihrer Hilfe den kleinen Löwen für meine Begriffe gut auf Kurs halten. Zumindest habe ich es nicht geschafft, einen anderen Verkehrsteilnehmer oder auch nur den Bordstein zu küssen. Ausweichmanöver oder Hilfestellung der Fahrlehrerin war zu keinem Zeitpunkt nötig. Als ich ab und an mal einen kurzen Blick auf den Geschwindigkeitsmesser riskierte, sah ich auch schon mal 80 Km/h da stehen. So schlecht konnte ich also nicht gewesen sein. ;)

Dass das Auto natürlich nicht so schwer und satt-sicher wirkt, und mit dem 90Ps-Dieselmotor auch nicht sehr leise ist, nehme ich dem Kleinwagen dann auch überhaupt nicht übel.

 

An Negativem fällt mir jetzt noch nicht mal etwas ein. Vielleicht hätte die Fahrlehrerin nicht ganz so wortkarg sein müssen, aber das hab ich erstens nicht selbst in der Hand, und zweitens ist es vielleicht so besser, als die ganze Zeit am Schnattern zu sein. Kann auch sein dass ich mit ihren männlichen Fahrlehrerkollegen besser in automobil angehauchte Gespräche komme.

 

Also, Fortsetzung folgt! Stück für Stück! ;)

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21.09.2011 20:08    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (37)

Da schau ich bald von vorne links durch!Da schau ich bald von vorne links durch!

Sicher, unter euch gibt es bestimmt auch diejenigen, die sich, auch wenn sie eine größere und nicht ganz stressfreie Aufgabe erwartet, sei es jetzt ein ganz wichtiges Gespräch mit dem Chef oder eine Prüfung welcher Art auch immer, die dann mit versteinerter Miene reingehen, und mit genauso versteinerter Miene wieder hinausgehen, wohl wissend was sie erwarten könnte und egal was passiert ist.

 

Ich persönlich würde mich nicht zu unfassbar emotionalen oder gar hysterischen Menschen zählen (es sei denn ich betrete ein ganz besonderes Fußballstadion, das ist aber eine andere Geschichte...), doch gestern war ich doch nicht ganz unaufgeregt, was sich an nervösen Handbewegungen und häufigem Herunterbücken zeigte.

 

Wenn die „Veranstaltung“ dann noch mit über einer Stunde Verspätung beginnt, und man einen Nachnamen hat, dessen Anfangsbuchstabe sich eher am Ende des Alphabets ansiedelt, kann es schon zu einer kleinen Zerreißprobe werden .

 

Immerhin hatten wir in der Vorhalle noch ein lockeres Gespräch. Das erste was alle von uns nahezu gleichzeitig sagten, als sie reingingen, war: „Das sieht ja aus wie in einer Kirche hier.“ Ich fügte nur noch hinzu: „Wir gehen anscheinend auf eine Beerdigung.“ Ein kurzes herausschwappendes Lachen, und es wurde zunehmend ernster. Was würde uns da wohl erwarten?

 

Stuhlreihen, die Stühle jeweils weit auseinander, ein Beamer, eine Leinwand, Fernbedienungen und 40 Fragen erwarteten uns, eigentlich soweit nichts wirklich überraschendes. Wir hatten es alle schon zig Mal durchgemacht. Doch diesmal schon etwas ernster. Die Fernbedienungen wurden programmiert, alle drückten gleichzeitig eine Taste nach der anderen, jedes Mal ein „Klick“, mal auch ein „Klock“, und es schien die Atmosphäre nur noch ernster zu machen.

 

Doch dann ging es endgültig los. 40 Fragen. „Klick“ und „Klock“, bestätigen nicht vergessen.

20, maximal 25 Minuten später war der Spuk vorbei.

 

Wir durften uns, mit den Fernbedienungen in der Hand, noch unterhalten, und sagten uns gegenseitig nur so zu, wie schlecht es doch gelaufen sei. Überaus motivierend, vor allem, als bei einer Frage jeder von „uns“ (den paar Leuten die ich kannte, die um mich herum saßen) eine andere Antwort gewählt hat.

Die richtige Antwort werden wir wohl nie erfahren.

 

Als einer der letzten wurde ich dann wieder aufgerufen.

Ich gab meine Fernbedienung ab, sie wurde ausgelesen, die Maschine spuckte einen Aufkleber heraus, und ich hatte sie.

 

Ich hatte sie!!!

Meine Gedanken für den kompletten Rest des Tages!

Ich hatte meine theoretische Prüfung für den Führerschein bestanden!

 

Ein ganz tiefes Ausatmen, eine riesige Erleichterung und Freude, die über Stunden, vielleicht auch bis heute, lebhaft andauert.

Bald, sehr bald, geht‘s an die Praxis. Ich komme!

 

By the way.: Was habt ihr für Erinnerungen an eure theoretische Prüfung? Wie läuft das ungefähr überhaupt in Deutschland (ich habe die Prüfung übrigens in Frankreich abgelegt) ab?

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03.09.2011 22:47    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: 5J, C-Klasse, Fabia, Mercedes, Skoda, W202

So, liebe Gemeinde, es ist kein Zufall dass ich mein Blog-Eröffnungsdatum festgelegt habe, aber das ist eigentlich völlig egal, denn der Inhalt soll ja ein anderer werden.

 

 

Schon vor langer Zeit hatte ich die Idee, über das Thema sprechender Autos zu schreiben. Nein, ich meine als W124-Fan keine Roboterstimmen im Auto, die, wie ich gehört habe, der selige Renault Safrane hat, sondern eher um die Seele, den Charakter der Autos, der zu einem spricht.

 

Besonders stark habe ich das bemerkt, als wir im Urlaub einen Skoda Fabia Combi 1.4 16V als Mietwagen hatten, und ich möchte euch im Folgenden kurz in einigen Momenten schildern, was er mir sagen wollte, und was mir als Vergleich unsere 16 Jahre alte Dame MB W202 wohl sagen wollte, als wir tief nachts vom Flughafen nach Hause fuhren.

 

 

 

Das Einsteigen:

 

Fabia: So, nun bist du hier drin. Ich weiß, ich habe viel Plastik, aber keine Sorge, ich soll ja funktionell sein. Schau ob es dir in mir gefällt, wenn nicht, schaue einfach weg. Sollst dich ja auch auf die Straße konzentrieren.

 

W202: Herzlich Willkommen, Willkommen zu Hause. Ich hoffe, du wirst eine schöne Fahrt bei mir haben. Selbstverständlich bin ich zum Fahren da, doch schau doch auch mal auf meine Instrumente, die Mittelkonsole, die ich mit warmem Wurzelholz dekoriert habe.

 

 

Das Starten des Motors:

 

Fabia: Ja, ich bin ein Benziner, auch wenn ich laut klinge. Ist der Sound gewollt, soll ich sportlich sein? Weiß es nicht. Auf jeden Fall kommt es dir damit vielleicht doch vor dass ich doch etwas schneller bin. Außerdem: Wär‘s nicht langweilig, wenn ich zu leise wäre?

 

W202: Ja genau, ich habe einen Saugdiesel, und über 350 000 Km auf dem Tacho. In der Kaltlaufphase gibt es leisere, ich weiß. Aber du kannst dir sicher sein, du kannst dich auf mich verlassen. Ich bin nicht der schnellste, doch bestimmt gemütlich, wie mein ganzes Ambiente.

 

 

Das Fahren:

 

Fabia: Auu, ein Kreisverkehr, rechts rein *knarz“, links drumherum *knaaarz*, rechts raus *knarz*. Oha, ich hab doch erst 27 000 Km, darf ich da schon knarzen? Wann ist die Garantie rum? Naja, bin ja dann doch nur ein Mietwagen. Mach du dir mal keine Sorgen, ich komme schon an. Nicht vergessen, gehöre zur Klasse der Kleinwagen. Genau so wie mein Motor, klein aber naja, halbwegs fein. Nicht sehr leise, nicht sehr stark, aber du kommst schon durch.

 

W202: Ich bin ein alter Mercedes, und dementsprechend weich abgestimmt. Macht aber nix, zu „Willkommen zu Hause“ gehör irgendwo doch auch ein gemütliches Fahrwerk, nicht? Also leg dich ruhig mit mir in die Kurven, und auch wenn ich ein sicheres Fahrwerk habe, treibe es nicht zu weit, dann das mag ich einfach nicht so. Genau so mein Motor, ich bin nicht der allerleiseste, aber stell mich mal neben einen TDI, da bin ich wie Berliner Philharmonie gegen Dorf-Blaskapelle. Bin nicht der stärkste, aber komm, probier‘s mal mit Gemütlichkeit!

 

 

Das Aussteigen:

 

Fabia: Na, hast du genug von mir? Ich glaube, ich habe meinen Job erledigt. Vielleicht sieht man sich ja noch mal, oder auch nicht.

 

W202: Ich hoffe du hattest eine schöne Fahrt, hoffe, ich darf dich bald wieder mit meinen Möglichkeiten verwöhnen. Zugegeben, ich biete vielleicht auch nur mittelmäßig viel, aber einige Disziplinen beherrsche ich doch schon. Auf bald!

 

 

Das war jedenfalls mein Eindruck nach einer Woche Fabia, und danach W202. Bitte nicht falsch verstehen, ich fand alle Testergebnisse des Fabia immer beeindruckend, und das Platzangebot finde ich immer noch absolut spitze, da ist bestimmt genau so viel Platz wie im W202, wenn nicht sogar mehr. Wir waren mit 2 großen Taschen und 3 Trolleys unterwegs, was besser in den Fabia als in den 202er reingepasst hat. Doch trotzdem, irgendwo bleibt Stern dann Stern, und ich war froh, danach wieder in einem zu sitzen. Vom Gedanken, und irgendwann mal einen Skoda Fabia als Stadtauto zu kaufen, haben wir uns auch etwas entfernt. Auch wenn er insgesamt eigentlich ein feines Auto ist, fehlt uns hier und da doch etwas. Auch wenn Mercedes rostet, auch wenn die C-Klasse schon eine Menge Geld an Reparatur verschlungen hat, ist sie doch im Endeffekt ein toller Kompromiss aus den meisten Anforderungen, die an ein Auto gestellt werden. Ich werde bald mit dem Auto fahren lernen, und ich hoffe, ich werde meine Meinung nicht ändern.

 

 

Das war nun mein erster Blog, ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und hinterlasst mir ein paar Kritiken und Kommentare!

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