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el lucero orgulloso

12.04.2012 20:10    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (24)

FahrschuleFahrschule

Und noch mal ein Fahrschulblog...

 

 

...ich kann mir gut vorstellen, dass einige das Bildchen mit dem Fahrschulschild nicht mehr sehen können, und zwar nicht, weil sie die Tage hinter so einem rollenden Ungeheuer herumtuckerten, sondern weil ich bereits den einen oder anderen Artikel zu dem Thema geschrieben habe.

 

Für alle Interessierten werde ich nun aber hier mein erstes Zwischentreffen, das „Rendez-Vous Pédagogique“ (kurz RVP) beschreiben. Glaubt mir, allzu eintönig war es nicht.

 

 

 

 

Doch erst mal der Hintergrund: Für alle, die in Frankreich das begleitete Fahren (AAC = Apprentissage anticipé de la conduite) in Frankreich machen, gilt, dass nach der grundsätzlichen Ausbildung mit Theorie , erster Fahrstunde , der normalen Ausbildung und zwei Abschlussstunden bis zum 18. Lebensjahr und damit bis zur Prüfung noch 2 Treffen stattfinden müssen. Diese „Zwischentreffen“ haben den Sinn, den Schüler während seiner begleiteten Fahrkarriere mal zu überprüfen und zu schauen, wie viel vergessen wurde, was man noch alles beherrscht oder wo sich eventuell doch noch Schwierigkeiten ergeben haben. Bei diesen Zwischentreffen sitzt auch immer ein Elternteil auf der Rückbank.

 

Ich muss zugeben, ich war ziemlich angespannt und wusste nicht recht, ob ich das alles so schaffe, wie ich mir das vorstelle. Hoffte natürlich nicht zu viel Haue zu bekommen und eine anständige Fahrt hinzulegen.

 

Falls es euch interessiert: Die Fahrstunde wurde mit Fahrlehrer Q abgehalten. ;)

 

Zu der Geschichte gehört auch ein Fragenteil, der im Wesentlichen mit den recht fantasielosen Fragen „Wie viel bist du gefahren?“ (fast 2200 Km), „Hattest du Schwierigkeiten?“ (keine Feststellbaren) gefüllt wird. So was in der Art eben.

 

Dann ging es auch schon los, und ich muss sagen, nach 6 Monaten Mercedes war der Peugeot 207 mit 75 PS eine deutliche Umstellung. Schon beim Einsteigen dachte ich: „Oha, der Sitz ist aber weit vorne, hoffentlich stoße ich mal nicht ans Lenkrad.“ Einmal eingestiegen, durfte ich feststellen, dass der Sitz bereits in seiner hintersten Position war. (Zur Info: Ich bin etwa 1,84m.) Na denn, Spiegel eingestellt, Gurt angelegt, Motor angelassen, und in den moderaten Mittagsverkehr rein. Die Richtungen in der Stadt kannte ich natürlich noch.

 

Die Fahrt war eigentlich denkbar unspektakulär. Ich stellte nur, jetzt nach einer langen Zeit Mercedes-Fahrens fest, dass der 207 doch kein wirklich großes Auto ist. Dicke A-Säule in meiner Kopfnähe, schräge Windschutzscheibe, in der mir dank eines zusätzlichen Spiegels für den Fahrlehrer noch weniger Sichtfeld zu Verfügung stand. Ansonsten wurde halt gefahren, und der Fahrlehrer meinte, er würde eine Art Prüfungs-Parcour fahren.

 

Spannend wurde es erst wieder bei Einparkmanövern. Da ich in den zurückgelegten 2200 Km nicht sehr viel Strecke in der Stadt gefahren bin und die wenigen Parkplätze, die ich dadurch anfahren musste recht mühelos anfahren konnte, da entlang der Straße an den Orten nie jemand stand, hatte ich wenig Praxis, was das klassische Einparken angeht. Diesbezüglich holte ich mir ganz entspannt noch mal ein paar Tips ein. Leider lernt man die Manöver in der Fahrschule sehr schematisch und sie funktionieren genau so vermutlich nur am Peugeot 207, nach dem Motto „Wenn das Bändchen der Hutablage am Bordstein ist, musst du die Lenkung anders herum einschlagen.“ Für die Prüfung ist eine solche Info jedoch durchaus nützlich.

 

Nach einem Einparkmanöver kam dann noch mal ein klein wenig Theorie ins Spiel, denn zur Prüfung gehören in Frankreich auch zwei mehr oder weniger technische Fragen. Also übten wir das auch. Die erste Frage war: „Welche Kontrollleuchte zeigt an, dass der Fahrersitzgurt nicht angelegt ist?“ Ich schnallte mich also ab, 2 Leuchten leuchteten auf, ich zeigte auf sie. Die 2. Frage war dann schon eine Spur anspruchsvoller: „Zeige an, wo man am Motor den Ölstand misst und auf welcher Höhe er optimalerweise sein sollte!“. Motorhaube auf, Ölpeilstab gesichtet, herausgezogen, an der Messstelle bis auf 2/3 Höhe ölig (Papier zum Abwischen war natürlich keines da), alles okay. Haube angelegt und mit der flachen Hand zugedrückt. „Halt! Falsch!“ Ich wusste nicht so wirklich, was los war. „Halte die Motorhaube auf einem Drittel Höhe fest, und lasse sie fallen, komm ich zeige es dir.“ Ich verdrehte fast die Augen, wusste ich natürlich, dass man die Motorhaube auch so zubekommen hätte. Da will man ein Mal ein malträtiertes Fahrschulauto schonen und ein bisschen den Connaisseur spielen, und schon wird man schuldig bestraft...

Dass der Fahrlehrer sich wunderte, dass ich mich erst mal einen kurzen Moment am Motor zurecht finden musste (Stab für die Motorhaube etc.), da ich im 207 noch nie die Motorhaube offen hatte, war dann da eher nebensächlich.

 

Dann musste ich ein Mal in drei Zügen wenden und ein kurzes Stück Autobahn fahren. Tragischerweise fuhr ich bereits mit 70 Km/h und nicht erst mit 80 Km/h auf die komplett leere Autobahn auf. :eek:

Im Ernst, ein kleiner Fehler und für mich nicht so schwerwiegend.

 

Als weiteres und eigentlich letztes Erlebnis kann ich noch erzählen, dass mir, nachdem ich in eine große Straße eingebogen bin, ein Audi A3 vor die Nase aus einer Parkbucht herausgefahren ist. Natürlich wurde sofort stark gebremst, nur meine Mutter fragte hinterher noch „Wer hat gebremst?“, ich entgegnete „Eher ich, oder?“, der Fahrlehrer „Wohl wir beide.“

 

Und dann war die Fahrt auch schon zu Ende. Ich fragte den Fahrlehrer, ob ich die Prüfung bestanden hätte. „Wahrscheinlich schon, aber schwierig, knapp,“, meinte er, „du bist immerhin nur mit 70 statt mit 80 auf die Autobahn aufgefahren.“ Das war jetzt nicht ganz das, was ich hören wollte, aber bestanden wäre immerhin bestanden. :D ?Er schrieb 2-3 Bemerkungen in mein Büchlein und nach einem Händeschütteln war ich froh, die Sache hinter mir gelassen zu haben.

 

Schließlich lagen 80 Kilometer im riesigen, satt fahrenden S124 vor mir und meiner Mutter. Ich ließ mich durch Deutschland chauffieren, wir diskutierten über die Stunde.

 

Schön ist‘s, auf weitere problemlose Kilometer! :)

Hat Dir der Artikel gefallen?

Ergänzung von el lucero orgulloso am 13.04.2012 16:36

Im Eifer des Gefechts schrieb ich, dass die Fahrstunde mit Fahrlehrer Q war.

 

Stimmt nicht, denn das Treffen fand mit Fahrlehrer T statt!!

 

Jetzt stimmt es. ;)

12.04.2012 20:45    |    Spannungsprüfer20294

Schöner Blog wiefer mal. Macht immer wieder Spass zu lesen Interessant wie ähnlich das RVP System mit dem öszerreichischem L17 ist.


12.04.2012 21:27    |    Andi2011

Moin,

wenn ich das richtig sehe,hast du eigentlich jetzt alles drauf was man braucht um ein Auto im Strassenverkehr zu bewegen,

naja fast...beim Beschleunigen (Stichwort AB-Auffahrt) musst du den rechten Fuss noch schneller nach unten kriegen und beim Bremsen (Stichwort Audi A3) auch:D;)

 

Wieder schön und kurzweilig geschrieben dein heutiger Blog! Kompliment!

Ich freu mich schon auf deine ersten -bald wohl folgenden- alleinigen Ausfahrten im Benz!

 

Grüße

Andi


12.04.2012 21:32    |    Antriebswelle19813

Kann mich nur anschließen, habe auch wieder gerne deine neuen Erlebnisse gelesen...:)


12.04.2012 21:39    |    el lucero orgulloso

@Hondajunkie: Danke für das Lob!

Wie ähnlich die Systeme sind, kann ich nicht beurteilen, da ich das österreichische System nicht kenne.

Ich darf allerdings, obwohl ich mit 16 ja mit allem angefangen habe, erst mit 18 alleine fahren. In Österreich scheint es so zu sein, dass man nach einem Jahr begleitetem Fahren die Fahrlerlaubnis bekommt.

 

@Andi: Danke auch für dein Lob. :)

An sich habe ich schon alles drauf, bloß perfekt läuft halt noch nicht alles. Ich denke, das kommt erst mit dem Fahren und mit der Zeit. Ich bin allerdings froh, dass ich jetzt am Anfang noch jemanden an meiner Seite habe, der mich auch beobachtet und für den ich auch die Verantwortung übernehmen muss und zum ordentlichen Fahren gezwungen bin. Möchte damit nicht sagen, dass ich alleine wie ein Rowdie fahren würde, aber meine Gedanken wären, wie meine Spanisch-Lehrerin immer sagt, "en la luna de Valencia". :D

 

Das mit der AB-Auffahrt und mit der Bremsung hatte nichts mit meinem rechten Fuß zu tun. Bei der Auffahrt hatte ich noch viel Platz auf dem Beschleunigungsstreifen, allerdings wollte ich das gar nicht mal ausnutzen, da einfach weit und breit keiner im Rückspiegel war. (Mit unseren Privatwagen gebe ich sowieso nie Vollgas und mit dem E 320 war ich auf dem Beschleunigungsstreifen versehentlich und unbemerkt mal schneller als auf den Fahrspuren.) :D

Das mit dem Bremsen hat gut geklappt, bin viele Meter vor dem Audi zum Stehen gekommen und habe am Pedal gespürt, dass ich und nicht der Fahrlehrer es gedrückt hat:. ;)

 

Meine erste alleinige Ausfahrt im Benz, wie gesagt, ich hoffe an einem einstelligen Septembertag 2013. ;)

Mein Ziel ist es, 2013 bei der Motor-Talk IAA-Tour dabei zu sein. Ich hoffe, dass ich das vom Prüfungstermin und von der allgemeinen Planung her gebacken bekomme. ;)

 

Es sei aber gesagt, dass ich auch so schon viele schöne Momente in den Sternen hatte. Vor allem der E 320 macht unmessbar viel Spaß!

 

@Silver: Danke für das Kompliment! :)


12.04.2012 21:39    |    Spurverbreiterung40043

Kein WUnder dass so viele Idioten unterwegs sind wenn die schon zu sturem: "Mit 80 auf die AB fahren" erzogen werden. Aber geiler blog


12.04.2012 21:56    |    Dynamix

Schöner Blog. Ist mal was anderes :)

 

Ich habe gelernt mit 100 auf die Bahn aufzufahren :D

 

O-Ton meines Fahrlehrers: Gas Gas Gas Gas Gas Gas Gas Gas Gas:D (Übersetzung: Im 2. auf die Auffahrt und dann incl. dem dritten voll ausdrehen bis die 100 aufm Tacho stehen)


12.04.2012 21:56    |    Spurverbreiterung40043

Was fürn Auto wo der 3te ausgedreht nur bis 100geht? :D


12.04.2012 22:25    |    MonaLisa_22

Schöner Blog! Ich warte auch bis zum August 2013, aus einem anderen Grund mache ich da drei Kreuze. Na dann warten wir zusammen.... ;)


12.04.2012 22:35    |    Andi2011

Wie sagt man im Ruhrgebiet

"Leute holt die Kinder rein, Lucero hat `nen Führerschein!" ;)

 

Grüße

Andi


12.04.2012 22:37    |    el lucero orgulloso

Freut mich, dass der Blog so vielen hier gefällt! :)

 

Ja was denkst du denn, Steelhammor, wieso ich dann ausgerechnet diesen Teil vergessen habe? :D

Mein Vater hat auch gesagt, wenn ich in Saarbrücken auf der Stadtautobahn stur durchziehen würde, gäbe es bei jedem Mal einen Unfall. Wie will man bis 80, geschweige denn bis 100 beschleunigen, wenn auf der Autobahn Tempolimit 60 ist oder die Autobahnauffahrt gleichzeitig auch die Abfahrt ist?

Oberste Priorität hat für mich häufiges Vergewissern im Seitenspiegel und der Schulterblick, damit ich da keinen umfahre und sicher bin, dass für mich genug Platz auf der Bahn ist.

Ich sollte übrigens auch stur im dritten Gang bleiben, erst auf der Fahrspur wurde der 4. und 5. Gang verwendet. Geht aber auch nur mit dem Auto, wenn ich das beim C 220 D machen würde, bräuchte ich davor Gehörschutz. :D

Dafür könnte ich beim E 320 ganz entspannt (bei 6400 Umdrehungen :D ) im 2. Gang 105 fahren.

 

MonaLisa: Dann warten wir zusammen! Ich habe mein Ziel ja gesagt, deines kannst du ja irgendwann verkünden. ;)

 

 

EDIT: Ui, nicht nett... :D

Bevor ich erst mal in den Ruhrpott komme, da vergeht eine Weile. Es sei denn ich mache eine kleine Deutschland-Tour und besuche dort einen Teil unserer Verwandtschaft. ;) Aber Zukunftsmusik. ;)


13.04.2012 01:52    |    Spurverbreiterung40043

Stimme ich dir zu, wenns sein muss kann ich den dritten auch bis 190kmh ziehen, das sollte reichen um entspannt aufzufahren ;)


13.04.2012 08:34    |    Dynamix

@Steelhammor: Kann dir sogar zwei Beispiele nennen:

 

1. Mein 60 PS Golf. Der ging im dritten bis 100.

 

2. Mein Fahrschulauto, ein Audi A3 mit dem 109 PS Diesel. Das Getriebe fand ich sowieso unstimmig. Die ersten Gänge total kurz damit der auch vorwärts geht und ab dem 4. sind die Gänge so lang übersetzt gewesen das du eine Landstrasse immer im 3. fahren musstest weil im 4. der Motor angefangen hat zu untertourig zu laufen :(


13.04.2012 09:47    |    Sonntagnachtsfahrer

Warum wird denn mit dem Privatwagen nie Vollgas gegeben? Das sollte man schon mal ab und zu machen. Kommt natürlich auch aufs Fahrzeug an.. bei meinem z.B. droht die Saugrohrumschaltung festzugammeln, wenn man ständig nur mit niedrigen Drehzahlen fährt.


13.04.2012 10:18    |    Spiralschlauch27979

Zitat:

Das mit der AB-Auffahrt und mit der Bremsung hatte nichts mit meinem rechten Fuß zu tun. Bei der Auffahrt hatte ich noch viel Platz auf dem Beschleunigungsstreifen, allerdings wollte ich das gar nicht mal ausnutzen, da einfach weit und breit keiner im Rückspiegel war.

Gewöhne es dir am besten an die Auffahrt zu nutzen, egal wieviel Verkehr, es schadet ja nicht ;).

Ich schau auch das ich ca. 80-100 km/h drauf habe wenn ich auffahr, alles darunter ist fahrlässig.


13.04.2012 11:13    |    iceman1306

Ob der Fahrlehrer jetzt 80 kmh oder 100 kmh nennt um auf die Autobahn aufzufahren, ist nebensächlich. Erreichen will er damit, dass man den Beschleunigungsstreifen ruhig bis zum Ende nutzt und dabei natürlich auch genug Geschwindigkeit erreicht, um beim Auffahren kein Verkehrshinderniss zu sein. Wenn die Autobahn dort auf 60 kmh begrenzt ist, braucht man natürlich nicht auf 80 oder 100 zu beschleunigen. Mein Fahrlehrer war auch immer nur dann zufrieden, wenn es ihn ordentlich in den Sitz gedrückt hat. Im Dritten Vollgas war die Devise, und der 3er Golf VR6 ging da auch gut nach vorne...


13.04.2012 11:18    |    sasisoli

Hallo lucero,

 

mich würde mal interessieren, wieviel der B-Führerschein bei Dir in Frankreich so kostet.


13.04.2012 13:28    |    Spannungsprüfer20294

Um dir mal das vergleichen zwischen dem österreichischem L17 und dem RVP zu erleichtern ;)

Einziger Unterschied liegt wohl darin, das wir schon mit 17 alleine in die Schlacht dürfen

 

http://www.easydrivers.at/easy.drivers.allgemein/L17.htm


13.04.2012 16:35    |    el lucero orgulloso

@Sonntagnachtsfahrer: Gut, ab und an gebe ich schon Vollgas im Privatwagen, bloß nicht wirklich oft, denn er verbraucht dann mehr Sprit, fährt aber kaum noch schneller. Was soll's, hier und da halt mal. ;)

 

@sasioli: B-Führerschein kostet bei meiner Fahrschule inklusive der 20 Pflichtstunden, einer Theorieprüfung und einer praktischen Prüfung 930 Euro, ich habe für AAC knapp unter 1100 Euro (irgendwas um die 1092 oder 1089 Euro) bezahlt, wegen den Zwischentreffen und so weiter. Alles in allem soweit ich mich richtig orientiere um Welten günstiger als in Deutschland. ;)

 

@Hondajunkie: Danke, werd's mir anschauen.

 

@All, wegen dem Beschleunigungsstreifen: Mich hat eigentlich mehr aufgeregt, dass er das so auf die Goldwaage legte, die 10 Km/h, als dass man wirklich 80 fahren muss. Fahrlehrer K hätte zum Beispiel ganz ruhig gesagt, fahr nächstes Mal etwas schneller. Und Fahrlehrer T musste da 'ne Story drauf machen.

Aber werde mir das was ihr mir hier geraten habt, auf jeden Fall merken!

Danke für die freundlichen Anmerkungen! :)


13.04.2012 18:06    |    sasisoli

Bei mir in Italien kostet der B rund 800€, wenn man ihn in einer Fahrschule macht. Das ist aber keinesfalls Pflicht. Man muß nur die Prüfungen (Theorie und Praxis) schaffen, egal wie bzw wo man lernt.

Sonst halt nur die Prüfungsgebühren.

Nach der th. Prüfung bekommt man das "foglio rosa" und darf dann in Begeitung eines Führerscheininhabers (den man aber angeben muß) üben. Dazu muß ein "P" (principiante - Anfänger) ans Heckfenster gepappt werden.

Das erste Jahr darf der Neuling dann bis max 75 kW fahren.

 

Meist wird das so gehandhabt, daß man in der Fahrschule ein paar Stunden mit dem Fahrlehrer macht und dann mit den Eltern "fahren lernt".

 

Meine Tochter macht gerade den A1, der kostet inkl. Fahrstunden 550€. Auch hier bekommt sie nach der th. Prüfung das foglio rosa und darf dann sogar allein üben! (Hat auch keinen Sinn wenn ich mich mit meinen 120kg auf die 125er hinter sie setze  :D;) )

Die Theorieprüfung gilt dann auch gleich für den B, sodaß sie theoretisch - wenn sie Auto fahren kann - nur noch die Praxisprüfung ablegen muß.

 

Kenne Deine Gegend ganz gut, habe eine Tante in Behren les Forbach...im schönen Plattensiedlung-banlieue


13.04.2012 21:27    |    el lucero orgulloso

Na das ist ja lustig bei euch in Italien...

Ich werde mich jetzt aber nicht darüber auslassen, wie ich (bei meiner einen Reise nach Rom) und andere hier den italienischen Fahrstil bewerten würden...

Er ist nunmal etwas eigen und gewöhnungsbedürftig. :D

 

Meine Theorieprüfung ist übrigens zunächst 3 Jahre gültig, wenn ich die praktische Prüfung mache, verlängert sich die Gültigkeit auf insgesamt 5 Jahre. In der Zeit möchte ich auch versuchen, (zumindest) Klasse A und BE zu machen. Kann ja ganz nützlich sein und wenn ich die Theorie schon hab', kann ich sie ja ausnutzen.

 

Behren... Eigentlich gibt es dort auch ein schöneres Viertel, aber ganz ehrlich, freiwillig würde ich da nicht mehr reinfahren. :D

Habe die Gegend (die tatsächlich sehr unweit von mir liegt) eigentlich auch nur durch die Fahrschule kennen gelernt, davor 1 Mal schnell durchgefahren, danach nie mehr dort gewesen. :D

Plattensiedlung-Banlieue trifft's. ;)


14.04.2012 08:11    |    sasisoli

eigen und gewöhnungsbedürftig, das passt!

Der Verkehr in Italien wirkt zwar auf den ersten Blick chaotisch, funktioniert aber sehr gut!

Die Leute fahren nicht stur nach Regeln, sondern schauen aufeinander.

Aber so kam mir das in F eigentlich auch vor....zumindest in Paris und im Süden.

Das ist natürlich für den gemeinen deutschen Autofahrer schwierig :D;), und in der Tat merkt man z.B. so wie jetzt in der Osterferienzeit, wo hier viele Touristen sind, daß dieses Prinzip nicht mehr klappt...bestes Beispiel ist, daß sie am Zebrastreifen stehenbleiben (wie es das Gesetz auch hier vorsieht) und damit fast eine Massenkarambolage auslösen, weil von den Einheimischen keiner damit rechnet...übrigens auch der Fußgänger nicht!

 

Schau mal hier: http://www.youtube.com/watch?v=fUEVxEaFlno  ;)

 

Behren, da war ich das letzte Mal vor den Ausschreitungen. War aber da schon eine üble Gegend. Meinte Tante wohnt da fast gratis in einer Bergmannwohnung, sonst wäre sie wohl auch schon weg...

 

Bist Du eigentlich Deutscher? Frage weil Dein Deutsch keinen franz. Einschlag hat und ja leider in Lothringen kein Deutsch mehr gesprochen wird. Bei mir hier in Südtirol klappt das gut mit den 2 Sprachen, verstehe nicht warum Frankreich da im Elsass und in Lothringen so rigoros vorgeht und das Deutsche ausrotten will...oder ja schon ausgerottet hat


15.04.2012 21:23    |    el lucero orgulloso

Also bei dem Video zuckt man schon das eine oder andere Mal zusammen, aber es geht doch irgendwie immer alles glatt und läuft gut flüssig.

Wie sieht es in Italien mit Recht-Vor-Links aus? Wird das ungefähr eingehalten, oder gewinnt der schnellere, stärkere, größere, glücklichere..? :D

 

Thema Behren: Ausschreitungen soll es immer wieder mal geben, aber ich weiß schon, wieso ich da nie reinfahre, und schon gar nicht nachts. Wirklich Geld für's Wohnen dort zu verlangen wäre zumindest in dem Plattenbau-Viertel schon etwas dreist. Allerdings ist alles was drum herum liegt halt doch ein gutes Stück teuerer und wenn man mit der Situation leben kann, ist es zum Wohnen ja okay.

 

Thema Deutscher: Ja, ich bin gebürtiger Kaiserslauterer und wohne seit einigen Jahren in Frankreich.

Die deutsche Sprache ist zwar nicht komplett ausgerottet und ist in der grenznahen Gegend noch gut akzeptiert (wenn man freundlich fragt und zumindest zur Begrüßung etwas französisch spricht, haben die Leute keine Probleme auch deutsch zu reden). Fährt man jedoch noch weiter Richtung Bitcher Land, wird es mit deutsch schwierig. Hier in der Gegend wird gerne noch "Lotträngisch platt geschwotzt", vor allem von älteren Leuten. Daher ist es noch okay.


16.04.2012 08:20    |    sasisoli

Also so chaotisch wie auf dem Video ist es bei uns im Norden nicht...geht aber schon etwas in diese Richtung...

Rechts vor Links gibts eigentlich hier in Bozen wenig, fällt mir erst jetzt auf wo ich drüber nachdenke...sonst gewinnt aber schon eher der Schnellere. Wobei das nichts mit den PS zu tun hat, sondern mit der Reaktion...;)...sieht man ja auch auf dem Video...

Wichtige Grundregeln in Italien:

- nie zögern!

- den anderen zeigen was man vorhat

- damit rechnen, daß der Italiener nie in den Rückspiegel schaut

- Geschwindigkeitsbeschränkungen grundsätzlich nicht beachten...;), vor allem nicht in Baustellen und auf Passstrassen

- Rollerfahrer sind immer durchzulassen und nicht umzufahren...:D

 

Dann kommt man gut durch dieses Land!

 

 

Als Kind war ich oft in Behren, da war die Welt noch in Ordnung....und da kam man auch noch mit Deutsch gut zurecht. Ich erinnere mich noch, als ich mit stolz geschweller Brust meine Französischkenntnisse auspackte und "deux baguettes, s'il vous plait" bestellte und die Gegenfrage kam: Dunkel gebacken oder lieber hell?

Aber das ist schon lange her, mein Onkel war noch deutscher Muttersprache (Vorkriegsgeneration), meine Tante ja sowieso, ihre Kinder auch noch, die Enkel kennen Deutsch nur noch als Schulfach...finde ich schade, und auch dumm, denn wenn man heute die Möglichkeit hat, 2-sprachig aufzuwachsen. sollte man sie nutzen!

Hier bei uns ist es eher so, daß viele deutscher Muttersprache sich der "Besatzersprache" verwehren, obwohl das ja nun fast 100 Jahre her ist....in den Städten nicht so sehr, aber je weiter man den Berg rauf geht, umso mehr herrscht dort diese Denkweise. Was man den Kindern damit antut, daß sie fast kein Italienisch sprechen, wenn die später mal in Verona studieren wollen oder mit dem Carabinieri die Höhe des Bussgeldes verhandeln wollen, durchschauen sie leider nicht...

In der Schule wird Italienisch zwar seit der ersten Klasse gelernt, nur leider lernt man Sprachen nicht in der Schule....


Deine Antwort auf "Das erste Zwischentreffen - Rendez-Vous Pédagogique"

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