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el lucero orgulloso

31.03.2014 11:28    |    VolkerIZ    |    Kommentare (10)

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Während bei Hans schon die 4-fache Menge an Beiträgen entstanden ist, gratulieren wir hier immer noch zum 6000., aber das macht nichts. Schließlich sind noch lange nicht alle Themen abgearbeitet.

Ich habe mir gedacht: Schreib mal was über die Franzosen, schließlich hat Hans ja jahrzehntelang französische Autos nicht nur gefahren, sondern auch verkauft und repariert, da bietet sich das irgendwie an. Baguettes, Gauloises und Baskenmützen lassen wir hier mal weg, ich beschränke mich mal ganz gezielt auf die Dinge, von denen ich vermute, dass sie Hans und Gleichgesinnte auch verschärft interessieren.

Vielleicht möchte jemand von den hier anwesenden Lesern auch so ein stilvolles französisches Auto haben wie die oben abgebildeten? Und wenn der Platz nicht ausreicht, wenigstens als Modell? Euch kann geholfen werden.

 

Leboncoin.fr

 

Am Anfang möchte ich mal auf ein paar Internetseiten aus Frankreich hinweisen, die vielleicht noch nicht jeder kennt. Das französische Gegenstück zu Ebay-Kleinanzeigen heißt leboncoin.fr, dort findet man auch einen großen Bereich an Autos aller Art. Und obwohl Frankreich gar nicht mal so weit weg ist, die Angebote unterscheiden sich gewaltig von denen, die wir z.B. bei Ebay oder Mobile finden. Natürlich kann man anhand weniger Bilder und der meist sehr knappen Beschreibungen (zumal ich nur 2 Jahre französisch in der Schule hatte) nicht alles genau beurteilen, aber tendenziell scheint Frankreich immer noch das Oldtimerparadies in Europa zu sein.

Sucht jemand z.B. einen Peugeot 104 oder 305, einen Renault Fuego oder R18 oder einen Citroen Visa? Kein Problem, Ihr habt jeden Tag die Auswahl zwischen mindestens 2-3 neuen Angeboten in allen Zustands- und Preislagen. Auch wesentlich ältere Fahrzeuge findet man noch in großen Mengen.

Allerdings ist das Preisniveau sehr unberechenbar. Gerade bei Klassikern aus den 70ern wie 2 CV, R4, DS, usw. erschließt sich einem nicht immer unbedingt, warum der eine für 800 und der andere für 4000 Euro angeboten wird. Weder sind die Zustände laut Foto grob unterschiedlich, noch finden sich bei den billigeren irgendwelche Beschreibungen ganz grober Mängel. Telefontaugliches Französisch und die Bereitschaft, selber hinzufahren, ist wohl Voraussetzung. Aber immerhin bekommt man auch bei solchen „Kult-Fahrzeugen“ in Frankreich noch Teilespender bzw. evtl. sogar aufbaufähige Exemplare für 3-stellige Preise, vollständig und noch nicht auf den ersten Blick völlig verfallen.

Aber auch für die Freunde der deutschen Marken lohnt sich ein Blick über den Rhein: Viele Modelle, z.B. von Ford, Opel oder Mercedes, werden dort günstiger als bei uns und häufig im ungepflegten, aber unverbastelten Zustand angeboten. Wer also einen Taunus, Rekord oder Strich-8 zum Restaurieren sucht, wird mit Sicherheit auch fündig. Dasselbe gilt für einzelne VW-Modelle sowie Audi. Allerdings nicht für alle Heckmotor-VWs und Golf 1 und 2, vor allem GTIs und Cabrios. Die sind in Frankreich meist teurer als bei uns.

Die folgenden Angebote stammen aus den letzten 2 Tagen und sind nach meiner Beobachtung nicht völlig untypisch, Vergleichbares findet man häufiger.

 

Noch nicht völlig zusammengebrochene Uralt-Ente mit Motor, das Baujahr halte ich für schlecht geschätzt, hat sogar noch Selbstmördertüren. Für 70 Euro macht man da nicht viel verkehrt:

http://www.leboncoin.fr/voitures/642477645.htm?ca=12_s

 

 

Nun gut, nach der auch für französische Verhältnisse wahnwitzig günstigen Ente noch so ein Ausnahmeangebot: 124er Coupe für einen symbolischen Preis, muss weg aus Platzmangel.

http://www.leboncoin.fr/voitures/642403627.htm?ca=12_s

 

 

D-Kadetten findet man in Frankreich öfter mal und davon auffallend viele originale GTEs, so wie den hier:

http://www.leboncoin.fr/voitures/642397110.htm?ca=12_s

 

Und bei manchen Autos braucht man gar keine Preise vergleichen. Die gibt es hier einfach nicht mehr. So wie z.B. den Simca 1100 als Kombi. Nicht der billigste, aber scheint auch noch gut da zu stehen.

http://www.leboncoin.fr/voitures/642215160.htm?ca=12_s

 

Ein ganz alter R4, evtl. sogar ein R3 ? Nicht mehr schön, aber auch so einen soll man erstmal finden, wenn man einen sucht. Hat seinen eigenen Reiz, so mit den Rohrstoßstangen und dem verblechten Seitenfenster. Leider keine Bilder vom Innenraum.

http://www.leboncoin.fr/voitures/641959328.htm?ca=12_s

 

Was für Spekulanten: Der Ami 6 als Limousine wird bei uns schon zu Mondpreisen gehandelt. Für 3500 Euro kann man diese beiden fast unbesehen kaufen. Vor allem der graue im Vordergrund dürfte noch ohne Verlust der Patina restaurierbar sein:

 

http://www.leboncoin.fr/voitures/453750343.htm?ca=12_s

 

 

 

 

 

 

Forum-Auto

 

Das französische Gegenstück zu MT heißt forum-auto.fr und ist nochmals deutlich umfangreicher und vielfältiger, zumal man nicht vergessen darf, dass Frankreich ein paar Millionen Einwohner weniger hat als der deutschsprachige Raum. Dort findet man vieles, was nicht viel anders ist als bei uns, aber auch ein paar schöne Besonderheiten, z.B. dieses Unterforum:

http://www.forum-auto.com/.../debut.htm

 

das natürlich wiederum in eine Vielzahl weiterer Foren gegliedert ist. Was ihre Oldtimer angeht, sind die Franzosen nicht frei von einem gewissen Fanatismus, da wird schon mal 800 Seiten lang über den Citroen Visa diskutiert (kennt den hier überhaupt noch jemand außer den Stammlesern bei Hans?) oder jemand beschreibt auf 50 Seiten, wie er seinen R4 restauriert. Das Schöne an diesem Forum ist, dass man dort ziemlich kompakt alles findet, was man sich in Deutschland auf hunderten von Club- und Privatseiten zusammensuchen müsste.

Fast schon legendär ist die Angewohnheit der Franzosen (und vieler anderer Völker), dass sie das, was sie nicht mehr brauchen, nicht sinnlos zerstören, sondern erstmal in die Ecke stellen. Deshalb ist Frankreich auch voll mit abgemeldeten Autos aller Verfallsgrade, erstaunlich viele davon im rettbaren Zustand. Und manche stehen so lange, bis sie wertvoll genug sind, dass sie doch noch mal jemand restauriert. Das ist natürlich auch von der Klimazone abhängig. Auch in Frankreich gibt es Gegenden, wo die Seeluft das Blech in kürzester Zeit zersetzt. Ebenso legendär ist die Seite bei Forum-Auto, wo diese Fundstücke fotografisch dokumentiert werden. Für einen kurzen Eindruck findet Ihr hier die Seite 6730.

 

http://www.forum-auto.com/.../sujet152251-235515.htm

 

Wem die nicht reicht, es gibt mehr davon! :-)

 

Auch bei Forum-Auto findet man einen riesigen Modellbaubereich, nicht nur über den Nationalmaßstab 1:43, sondern auch über die bei uns häufigeren 1:87er und andere Maßstäbe.

 

http://www.forum-auto.com/.../debut.htm

 

 

Modellautos auf Frankreich

 

Damit ist schon der Übergang zum zweiten Teil gefunden, hier soll es um ein paar besonders interessante Modellautos aus Frankreich gehen.

 

Norev-Kunststoffmodelle in 1:43

 

Da wären zunächst einmal die klassischen Norev-Kunststoff-Modelle zu nennen, die Hans vielleicht sogar mal verkauft hat. Es gab sie jedenfalls bei einzelnen Renault-Händlern in Deutschland käuflich zu erwerben. In Modellbaugeschäften habe ich nie welche gesehen, von daher ist es nicht verwunderlich, dass diese Modelle bei uns heute recht selten sind. Wer welche haben will, sollte schon Ebay.fr bemühen oder muss lange suchen.

Der Vergleich zwischen Norev und deutschen Plastikmodellen wie z.B. von Wiking, fällt ähnlich aus wie lange Zeit auch zwischen deutschen und französischen Autos in 1:1, auf der einen Seite nicht die große Kreativität, aber absolute Perfektion, auf der anderen ein etwas lockereres Verhältnis zur Verarbeitungsqualität, aber dafür Ideen, die sonst keiner hat. Die Norev-Modelle hatten die lästige Angewohnheit, sich im Laufe der Jahre zu verziehen, aber so lange sich das in Grenzen hielt, waren sie wirklich schön, gut proportioniert und fein detailliert und hatten Funktionen, an die sich deutsche Hersteller nie rangetraut hätten, es hätte ja was kaputtgehen können. Vorsichtig anfassen musste man die schon, aber es lohnte sich.

 

Hier seht Ihr eins der schönsten dieser Modelle, den Renault 6, bei dem wirklich so gut wie alles auf geht. Man kann sogar die Rückbank umklappen (und beim R16 kann man die Laderaumabdeckung bewegen!). Man sieht hier aber auch, dass die Verarbeitung (Spaltmaße) nicht so ganz perfekt war, was mit dem Alter durch den Verzug des Materials eher noch schlimmer wurde.

 

http://minisebain.canalblog.com/archives/2010/11/17/19634361.html

 

Kleinserie in 1:18: Otto-Mobile

 

Nach diesen Klassikern, die man nur noch mit Geduld bekommt, mal was relativ Aktuelles aus der französischen Modellautoindustrie: Die Firma Otto-Mobile produziert seit ein paar Jahren Resin-Kleinserien-Fertigmodelle im international ständig beliebter werdenden großen Maßstab 1:18, die bisher für die Großserienhersteller nicht interessant waren. Es gibt mehrmals im Jahr Neuheiten, von jedem Modell wird eine kleine 4-stellige Anzahl produziert, der Vertrieb erfolgt nur über den Hersteller bzw. ausgesuchte Niederlassungen im Ausland, von denen es inzwischen auch eine in Deutschland gibt. Wenn alle, dann alle, nachproduziert wird nicht. Aber meist gibt es irgendwann eine leicht veränderte Variante in anderer Farbe und anderer Ausstattung. Preislich liegen die Otto-Modelle noch unterhalb vieler Großserienhersteller.

 

Das Gesamtangebot findet man unter Otto-models.com , lobenswerterweise inkl. aller nicht mehr lieferbaren Modelle. Inzwischen ist Otto dahintergekommen, was man den Deutschen gut verkaufen kann und es gibt auch zunehmend VW- und Audi-Modelle, aber am Anfang waren es vorwiegend französische Modelle und auch heute noch kommen die Franzosen bei den Neuheiten nicht zu kurz.

 

Lieber Hans, jetzt bitte ganz tapfer sein. Auch dieses schöne Modell ist nicht mehr lieferbar und nur noch mit viel Glück gebraucht erhältlich. Aber ich wollte es Dir nicht vorenthalten, ich denke mal, es trifft Deinen Geschmack:

 

http://www.otto-models.com/.../ottomobile-our-models?...

 

Damit endet dieser Text, als nicht-Gauloises-rauchender Nicht-Baskenmützenträger mit fragmentarischen Französischkenntnissen sollte ich jetzt lieber aufhören. Viel Spaß beim Lesen!


31.03.2014 12:01    |    andis hp

Vielen Dank für diese schön geschriebene Info-Seite.

 

Leider lassen meine Franzmann-Kenntnisse sehr zu wünschen übrig. Trotz 7 Jahren Zwangsfremdsprachen-Unterricht in der Haupt- und Realschule, hat sich mir die französiche Sprache immer noch nicht erschlossen...:(

Und das, obwohl ich schon seit über 40 Jahren in der Nähe der franz. Grenze lebe.

 

Aber, ich kann und muss dir in einer Sache absolut rechtgeben: Die Franzosen werfen nichts weg! Direkt hinter der Grenze (gerade in kleinen Dörfern) gibt es noch die sogenannten "Scheunenfunde". Da findet man noch viele, viele vom Opa weggestellte (weil defekt) und von den Kindern vergessene Schätzchen. In einigen Scheune und Winterställen, die schon seit zig Jahren nicht mehr genutzt wurden, findet man noch erhaltenswerte und zum Teil noch gut erhaltene Wagen. Gerade die Modelle aus den späten 50er und frühen 60er Jahre sind noch zu finden.

 

Mfg

Andi

 

PS: hier im französichen Nachbardorf laufen z.B. noch 2 ältere 404-Peugeot als PickUp, wie oben im Bild gezeigt!

Hier in D wären sie schon längst nach Afrika entsorgt worden. In Frankreich werden sie noch alsn Alltagswagen genutzt und gefahren. Auch wenn der Zahn der Zeit (u.A. Rost) heftig an ihnen wütet.


31.03.2014 12:55    |    Andi2011

Moin,

 

 

Mein damaliger Französischlehrer -im Übrigens ein Deutscher, aber als überzeugter Lehrer dieser Sprache immer mit Baskenmütze auf dem Kopf und in den Pausen tatsächlich auch Gauloises ohne Filter rauchend- hat es nie geschafft diese Sprache in meinem Verstand zu verwurzeln!

 

Heute kann ich noch weniger Französisch sprechen als Japanisch (Japanisch kann ich zwei Worte!;))

 

Du, lieber VolkerIZ, hast es aber geschafft mir mit diesem Lesespass mein Wissen durch deinen tollen und schön geschriebenen Blog mit dem Blick über den Tellerrand zu unseren Nachbarn, zu erweitert, klasse und vielen Dank dafür!

 

Ein sehr,sehr gelungener Beitrag zu dieser Serie, beide Daumen hoch!

 

Grüße

Andi


31.03.2014 13:11    |    italeri1947

Danke, Volker, und danke auch an Jan, für diesen wunderbaren Beitrag über französische Dinge und Eigenheiten fernab vom Klischeedenken und dem allgemein bekannten Gut!

 

Ich bin begeistert auch von diesem Teil eurer schönen Serie und freue mich sehr darüber! Zunächst komme ich auf den Modellbau, mein Hobby, nach dem ich mich hier (italeri...) auch benannt habe, zu sprechen!

 

Zitat:

Da wären zunächst einmal die klassischen Norev-Kunststoff-Modelle zu nennen, die Hans vielleicht sogar mal verkauft hat. Es gab sie jedenfalls bei einzelnen Renault-Händlern in Deutschland käuflich zu erwerben.

In der Tat kenne ich diese! Man bekommt sie in Deutschland inzwischen auch bei Modell-Car-World oder teilweise im gut sortierten Fachhandel, aber man muss in der Tat danach suchen!

 

Die Renault-Norev-Werbemodelle konnte man seinerzeit, das ist richtig, auch bei jedem Vertragshändler kaufen. Entweder bestellte man sie im Autohaus beim Teiledienst, oder gab es sie bei größeren Autohäusern in einer Vitrine im Ausstellungsraum. Bei uns konnte man sie bestellen. Es geschah eher selten, dass ein Modellauto verlangt wurde; manchmal bekam ein Kunde so etwas zum neuen Wagen dazu geschenkt, wenn es etwa ein alter Stammkunde und großer Renault-Fan gewesen ist.

 

Renault-Werbemodelle kamen mitunter auch von der Marke Solido, wobei selbst BMW mitunter Werbemodelle von Solido produzieren ließ, etwa den BMW 325i E36 in 1:43 (Lagunengrün-Metallic; Serie bis 1993 mit den "alten" Alufelgen, die auch ich am 318i hatte). Die Verarbeitungsqualität bei Solido ist eher "bescheiden", wenn auch nicht schlecht. Schabak und GAMA waren jedoch besser. Von Solido gab es auch andere Maßstäbe, zum Beispiel den Renault Safrane Phase I (1993) in 1:18 - den ich natürlich besitze!

 

Danke für den Verweis auf den R30 in 1:18 - der ist ja sogar "Baligrün"! Das ist also im Grunde genau das Auto, das ich im Original zwischen 1979 und 1987 zur Zufriedenheit selbst gefahren bin, sieht man von einigen Feinheiten ab, die mein R30 nachgerüstet bekommen hatte. Ich bleibe dran; vielleicht kann man den irgendwo kaufen!

 

Ich freue mich auch sehr über die französischen Autobörsen-Inserate. Die Seite kenne ich und betrachte sie als ähnlich interessant!

 

Danke für diesen mit Liebe geschriebenen und mit Freuden gelesenen Bericht! Die Überraschung ist euch gelungen, Freunde!

 

Es grüßt euch

Hans


31.03.2014 13:33    |    el lucero orgulloso

Zitat:

Danke, Volker, und danke auch an Jan, für diesen wunderbaren Beitrag über französische Dinge und Eigenheiten fernab vom Klischeedenken und dem allgemein bekannten Gut!

Wieso denn an mich? :D

Ich hab zu dem Blogartikel überhaupt nichts beigetragen, außer dass ich Volker als Co-Autor hierher geholt hab.

 

Und das war eine sehr gute Entscheidung - der Blogartikel ist höllisch spannend und hochinteressant geschrieben! :)

Wie die meisten wissen, wohne ich ja seit über 7 Jahren in Frankreich - aber mit der hiesigen Mobilität habe ich mich noch nie auseinander gesetzt. Wir haben dann doch mehr Vertrauen in die Deutschen und ihr liebstes Kind. :p

 

Dennoch ist leboncoin irgendwie typisch französisch - und gewissermaßen reizvoll. Im Artikel steht ja alles Wissenswerte drin.

 

Das Forum kannte ich dagegen noch nicht - danke für die Vorstellung.

800 Seiten lange Diskussionen über den Citroen Visa, ja das muss Liebe sein.

Französische Liebe, eben.

 

Die Modellbauhersteller sind ebenso interessant beleuchtet worden!

 

Zitat:

Damit endet dieser Text, als nicht-Gauloises-rauchender Nicht-Baskenmützenträger mit fragmentarischen Französischkenntnissen sollte ich jetzt lieber aufhören.

Du hättest ruhig weiterschreiben können, Volker. :)


31.03.2014 13:42    |    remarque4711

Ein sehr schöner Bericht zu den französischen Autos. Da kommen Erinnerungen an meine/unsere alten fahrbaren Untersätze wieder auf.

 

Mein Bruder fuhr so einen R4 Fourgonette in blau - war aber älter als der auf dem Foto (müsste Baujahr Anfang/Mitte der 70er gewesen sein). Insgesamt fuhren in unserer Familie 27 Renaults, davon ca. 5-6 R4, der älteste von 1967, der jüngste von 1982.

 

In den oben verlinkten Anzeigen habe ich min. 2 Mal "Carte gris" (graue Karte) gelesen, ist das sowas wie bei uns der Fahrzeugschein?

 

Letztes Jahr war ich eine Woche in Lothringen und muss sagen, dass dort noch Autos rumfahren die bei uns längst in der Presse gelandet wären - in Italien ist es ähnlich aber nicht mehr ganz so wild wie noch vor 10 - 15 Jahren.

 

Danke für den netten Bericht.

 

PS: Eigendlich wollte ich noch ein Foto von 3 alten Franzosen von meinem letzten Besuch in unserem Nachbarland hochladen, es funktioniert aber seit Wochen nicht mehr :confused:.


31.03.2014 14:35    |    motorina

Ein sehr interessanter Blogartikel, @VolkerIZ, chapeau!!

 

Da ich die melodische französische Sprache nie gelernt hatte, musste ich mich bei meiner Oldtimersuche auf deutschsprachige Portale beschränken und konnte die von dir beschriebene Situation der Oldtimer-Szene in unserem Nachbarland  beobachten. Manch einer hat sich in den letzten Jahren darauf spezialisiert und importiert von Frankreich relativ gut erhaltene (restaurationswürdige) Exemplare, um sie dann hier feilzubieten.

 

Norev, ein Name, der mir sehr bekannt ist - und nicht nur dem Namen nach!

Ob du es glaubst oder nicht;), @Volker, ich habe einige alte Modelle in meinem Fundus.

Als Jugendlicher habe ich mir damals einige dieser Exemplare "geleistet"; mit 2,-DM Taschengeld waren mir die Wiking zu teuer. An einer Strassenbahnhaltestelle war ein kleines Geschäft (Tabak/Zeitschriften), und da fand ich eines Tages die Norev-Modellautos ... und alle zwei, drei Monate liess ich dann meine paar Groschen in dem Laden (lang, lang ist´s her ... mehr als 45 Jahre). Der grosse Spielzeugladen schräg gegenüber hatte diese Modelle nicht.

Zur Veranschaulichung habe ich jetzt ein paar dieser Franzosen mal abgelichtet...

(und für @Hans gibt´s später - wenn ich wieder zuhause bin - dann noch eine französsiche Spezialität...).



31.03.2014 15:28    |    nick_rs

Vielen Dank für den Tollen Artikel, Volker.

Du hast hier Autos beleuchtet, die viele Unterschätzen.

Die DS ist wirklich wunderschön.

Den R4 gab es in kastenform auch mal als Rennauto. Siehe hier :D


31.03.2014 20:38    |    bronx.1965

Klasse geschriebener Artikel, Volker!

Ich fühlte mich, ob der Bilder, an meinen ersten Frankreichaufenthalt 1990 erinnert.

 

Zitat:

Fast schon legendär ist die Angewohnheit der Franzosen (und vieler anderer Völker), dass sie das, was sie nicht mehr brauchen, nicht sinnlos zerstören, sondern erstmal in die Ecke stellen. Deshalb ist Frankreich auch voll mit abgemeldeten Autos aller Verfallsgrade, erstaunlich viele davon im rettbaren Zustand.

Treffend! Einer der Eindrücke, die ich damals auch empfand!

 

Wie Motorina treffend schreibt: Chapeau! Dem schliesse ich mich an. :)


01.04.2014 00:23    |    Dortmunder 65

Da hat sich das Warten und erst recht das Lesen gelohnt und alles Weitere wurde schon geschrieben.

Danke für diesen sehr schönen Artikel.


01.04.2014 00:31    |    motorina

... und hier ein Beispiel, welches Entwicklungspotential in einem französischen Kleinwagen steckt ...

Oder besser (??): Aus einem "hässlichen Entlein" kann auch eine "Über-Ente" gezüchtet werden...

Als Pendant dazu ein Renault R4 Umbau...

 

Grüsse,    motorina.



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