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el lucero orgulloso

06.10.2011 20:21    |    el lucero orgulloso    |    Kommentare (33)

Fahrschule
Fahrschule

Montag Morgen, Tag der Deutschen Einheit, und trotzdem schon Tumult im Haus. Normalerweise gehen wir solche Tage ganz sanft an, diesmal ging es aber schlecht.

 

Aber kommt, ich mache jetzt nicht so spannend wie bei meinem letzten Blogartikel, denn im Endeffekt war‘s auch als Erlebnis weit weniger spannend: Ich hatte meine erste Fahrstunde! (Nun gut, sie war keine richtige Fahrstunde, denn das allererste Mal im Fahrschulauto heißt in Frankreich „Évaluation de départ“, zu Deutsch so viel wie „Anfangsevaluation“ oder „Evaluation am Beginn“, doch trotzdem bin ich gefahren, will also schon mal was heißen. :D )

 

Wie dem auch sei, ab 8:58 schaute ich nur noch auf die Straße, pünktlich 2 Minuten später wurde ich erlöst, denn der weiße (oder silberne?) Peugeot 207 stand vor der Tür. Ohne mich noch ein mal umzudrehen stürmte ich aus dem Haus.

 

Die Fahrlehrerin stieg aus, begrüßte mich, und ließ die linke Tür auch gleich offen. „Vas-y, installes-toi!“ („Auf geht‘s, richte dich ein.“), sagte sie mir, und ich setzte es auch sogleich um. Bevor es ans Eingemachte ging, kam zuerst der Teil der Evaluation. „Aujourd‘hui, je te pose beaucoup de questions.“ („Heute stelle ich dir viele Fragen.“), war das nächste was mich also erwartete. Nun gut, dafür fühlte ich mich schon mal gerüstet. Der Teil verlief auch ganz gut, außer dass ich die Frage, wozu denn die Kupplung da wäre, natürlich viel zu technisch sah, indem ich antwortete, da wären ja Scheiben und das hätte was mit Motor und Getriebe zu tun, anstatt zu sagen, sie wäre zum Losfahren, Anhalten, Gänge wechseln etc. da.

 

Nächster Programmpunkt war zu zeigen, wie ich denn mit der Lenkung umgehen würde. Ich musste also Lenken, Kupplung, Gänge, Gas und Bremse wurden komplett von der Fahrlehrerin übernommen. Umso entspannter war ich auch, denn das war eigentlich die einzige Sache, vor der ich ein ganz klein wenig Bammel hatte. Ich lenkte und blinkte also was das Zeug hielt, von schärferen Kurven bis zu lang gezogenen Radien und Kreisverkehren war alles dabei.

 

Als wir dann anhielten, wurden mir erst mal meine Fehler erklärt. War nix Wildes, die einzige Bereicherung meines Wissens war, dass ich die Hände nicht zu kreuzen hatte, sondern in scharfen Kurven immer umgreifen müsse. Dass ich beim Linksabbiegen immer einen großen Bogen machen sollte und in Rechtskurven möglichst nah rechts am Bordstein bleiben müsste, verstand sich für mich von selbst.

 

Ein Mal musste ich dann doch anfahren, und dann wieder abbremsen, war das allererste Mal dass ich sowas machte, und die Tatsache, dass mir die Fahrlehrerin erst nach der Bremsung sagte, die Bremse wäre recht bissig und würde heftig draufhauen, machte es nicht einfacher. Was soll‘s, ich werde mich beim nächsten Mal bestimmt daran erinnern.

 

Nachdem wir dann eine Fahrschülerin abholten, und ich während dem nach Hause chauffiert werden aufmerksam beobachtete, lies ich die Stunde schon mal Revue passieren.

 

Fast schon als angenehme Überraschung empfand ich den Peugeot 207. Er fühlt sich gar nicht so winzig an wie man meinen könnte, sprich Sardinenbüchsen-Ambiente ist meines Erachtens nach Fehlanzeige. Und die Lenkung, die ich ausgiebig kennen lernen durfte liegt schon mal gut in der Hand, und man kann mit ihrer Hilfe den kleinen Löwen für meine Begriffe gut auf Kurs halten. Zumindest habe ich es nicht geschafft, einen anderen Verkehrsteilnehmer oder auch nur den Bordstein zu küssen. Ausweichmanöver oder Hilfestellung der Fahrlehrerin war zu keinem Zeitpunkt nötig. Als ich ab und an mal einen kurzen Blick auf den Geschwindigkeitsmesser riskierte, sah ich auch schon mal 80 Km/h da stehen. So schlecht konnte ich also nicht gewesen sein. ;)

Dass das Auto natürlich nicht so schwer und satt-sicher wirkt, und mit dem 90Ps-Dieselmotor auch nicht sehr leise ist, nehme ich dem Kleinwagen dann auch überhaupt nicht übel.

 

An Negativem fällt mir jetzt noch nicht mal etwas ein. Vielleicht hätte die Fahrlehrerin nicht ganz so wortkarg sein müssen, aber das hab ich erstens nicht selbst in der Hand, und zweitens ist es vielleicht so besser, als die ganze Zeit am Schnattern zu sein. Kann auch sein dass ich mit ihren männlichen Fahrlehrerkollegen besser in automobil angehauchte Gespräche komme.

 

Also, Fortsetzung folgt! Stück für Stück! ;)

Hat Dir der Artikel gefallen?

06.10.2011 20:31    |    Goify

Ui, erste Fahrstunde. Lief bei mir so ab: Erstmal auf nem abgelegenen Parkplatz anfahren, schalten, bremsen, lenken. Als das klappte, direkt rein in die Stadt in den Feierabendverkehr. Puh, da stand der Schweiß aber auf der Stirn. Naja, hat geklappt, auch wenn der Wagen nicht an jeder Ampel so anfahren wollte, wie ich. ;)

Aber auch das habe ich noch gelernt. :)


06.10.2011 20:34    |    steel234

Warum macht man Führerschein hie rin Frankreich? Ich würde es hie rnicht machen wollen ;)

 

Oder wohnts du in Kehl? :D


06.10.2011 20:36    |    el lucero orgulloso

Nein, ich wohne richtig in Frankreich drin! ;)

 

Außerdem kann ich hier immerhin schon 1 Jahr früher BF machen, und dann zumindest etwas durch Frankreich gondeln, und etwas Erfahrung sammeln.


06.10.2011 21:03    |    lukasn

Zur ersten Fahrstunde kam mein Fahrlehrer mehr als eine Stunde zu spät! Die Warterei wirkte sich auch nicht sonderlich gut auf mein Magenbefinden aus, aber naja... als ich dann endlich vorn links saß, gings dann doch ganz gut. Vorher wurde ja schon fleißig im Felde geübt ;).

 

Gibts in FR auch Überland-, Nacht- und Autobahnfahrstunden? Wie viele Stunden musst du machen? Was kostet der Spaß? Würd mich mal interessieren... :D

 

PS: und pass bloß auf die Benze auf, ich war einmal mit dem PKW in Frankreich... Rowdies!

 

Grüße!


06.10.2011 21:07    |    carisim

Da werden aber böse Erinnerungen an den früheren Französisch-Unterricht wach :D


06.10.2011 21:12    |    Goify

Oh ja, Französisch war mein Untergang damals. Naja trotzdem habe ich das Abi, auch wenn es über Umwege war. ;)

Dafür kann ich es jetzt jedenfalls so halbwegs, dass ich Small-Talk führen kann und dort nicht völlig aufgeschmissen bin. Auch was wert.


06.10.2011 21:39    |    Turboschlumpf19181

*Neid* Von ner Französin mit Verkehr vertraut gemacht werden, wer wünscht sich das nicht?

 

Wünsche dir schöne weitere Fahrstunden, ne erfolgreiche Prüfung und allzeit gute Fahrt.


06.10.2011 21:43    |    Goify

:D

Aber auch französische Studentinnen sind was ganz feines. Hatte ich schon ein paar Projekte mit denen. Auch wenn die sich erst ab einem gewissen Pegel an die englische Sprache erinnern. ;)


06.10.2011 22:35    |    el lucero orgulloso

@lukasn: Mehr als eine Stunde zu spät, kenne ich doch irgendwo her...

...empfehle dir (sowie allen anderen auch) wärmstens meinen 2. Blogartikel zur Theorieprüfung . Da stand für mich jedoch noch wesentlich mehr auf dem Spiel, vom Gefühl her.

 

Zu den Überland-, Nacht- und Autobahnfahrten mache ich mich schnellstmöglich etwas schlau, doch ich denke, dass ich schon ganz automatisch irgendwann "überland" lande, wenn die Stadt aufhört. Die 80 Sachen die ich ja schon gefahren bin waren ja überland. Und die Tatsache, dass ich ja im Herbst Fahrschule mache, und auch teilweise Fahrstunden von 7-9 Uhr und von 18-19 Uhr gebucht habe, versichert mir glaube ich automatisch, dass es da irgendwann zu "erschwerten Sichtbedingungen" kommt, sei es durch Nebel, Dunkelheit, Regen oder alles auf einmal. :P

 

Stunden gibt's gesetzlich vorgeschrieben 20+ die eine die ich jetzt hinter mir habe, die "Évaluation", in dieser wird übrigens ausgerechnet, wie viele Stunden man vorraussichtlich brauchen wird, und die Fahrlehrerin kam auf 23. Fragt mich nicht wie sie das gemacht hat, den Fragebogen hatte ich weit überdurchschnittlich gut beantwortet, und von einmal Anfahren und Abbremsen kann man doch nicht von Aussagekraft sprechen. Ich werde alles daran setzen, wieder das ganze auf die Norm zu drücken.

Hinzu kommen noch 2 Fahrstunden mit Fahrlehrer und Eltern, damit der Fahrlehrer mal dabei ist und den Eltern erklären kann wie ich jetzt so fahre und die Eltern auch Fragen stellen können. Das Ganze passiert jedoch schon im "eigenen" oder elterlichen Fahrzeug, sprich bei mir im Stern.

 

Kosten: Bei mir voraussichtlich ca. 1100 Euro, wenn ich nur 20 Fahrstunden brauche und dann mit 18 (!) die Prüfung direkt bestehe. Eine zusätzliche Fahrstunde kostet 43 Euro, eine Prüfung 100 Euro.

 

 

Auf die Benze werde ich seeehr gut aufpassen, da brauchst du dir keine Sorgen machen. ;)

 

 

@Goify: Ah, tu parles francais alors? ;) Alors il ne faut pas parler anglais avec les étudiants...

Ich bin, seit ich auf MT bin am Überlegen, ob man deinen Usernamen "Goiifii" oder frz. "Guahfi" ausspricht! Wirklich kein Witz!

Ich bin auch froh dass ich die Sprache mittlerweile ganz akzeptabel beherrsche, zumindest gut genug für die Fahrschule.

 

 

@Wraithrider: Danke für die Wünsche, aber eines sei dir gesagt: Nicht alle Französinnen, und auch nicht meine Fahrlehrerin gehört zu denen auf die du vermutlich anspielen wolltest... :D

 

 

Danke für alle Kommentare, und natürlich fleißig weiter kommentieren!

Macht mir großen Spaß alles zu lesen und zu beantworten!


06.10.2011 22:41    |    steel234

Die Fahrmentalität in F ist eine andere. Deswegen sag ich ja, für mich wäre hier Führerschein machen unvorstellbar.

Einfach bewusst falsch einorndnen, dann entgegen dem Pfeil auf dem Boden doch nach links abbiegen und einfach freundlich winken. Du wirst reingelassen und keiner meckert rum. In D unvorstellbar.

 

Oder einfach rückwärts rausfahren, ohne auf fahrende Autos zu achten. Die werden schon anhalten. Freundlich winken. Alle sind glücklich. Zu enger Parkplatz? Kein Problem, Stossstange heisst ja nicht umsonst so...

Ich will nicht sagen, dass die schlecht fahren, die fahren nur anders, und das wird der Deutsche halt nicht begreifen. Zügiger, aber irgendwie rücksichtsvoller. Und Kollateralschäden gibts halt öfters, aber das ist ganz normal... :)

 

Grüße aus Strasbourg )


06.10.2011 23:08    |    Goify

Die wollen nicht Englisch sprechen, wie alle Franzosen irgendwie. Die hätten gerne, dass Französisch Weltsprache geworden wäre. Die Spanier sind da ganz anders. Wenn du ihre Landessprache nicht verstehst, schwenken die sofort auf Englisch um, so wie ich auch.

 

Goify, einfach so: Goifii. Abgeleitet von Golf -> Golfi -> Goify ;)

 

Na dann mal noch viel Erfolg.


07.10.2011 01:00    |    r-o-b-e-r-t

Also ich halte von dieser "Fahrerlehrer macht alles und ich lenke nur" Praxis absolut nichts.

 

Mir ist bis heute schleierhaft, was einem das bringen soll? Zwei Leute können kein Auto fahren und der Fahrschüler muss es so oder so lernen. Mir sieht das irgendwie immer nach Abzocke aus. Ich bin einfach in ein Gewerbegebiet gefahren, breite Straßen und kein Verkehr (war Abends...) und losgefahren. Was soll schon passieren, der Fahrlehrer sitzt doch eh daneben.

 

Aber trotzdem, viel Glück beim Führerschein...Wird schon.:)


07.10.2011 01:12    |    Provaider

Bei mir lief das ein bisschen anders ab. Nach dem Obligatorischen Einstellen aller Sachen durfte ich aus parken. Dann gleich mal ne Überlandfahrt bei Dämmerung drei Orte weiter einen anderen Fahrschüler abholen. Ich erinnere mich noch sehr gut, wie schnell mir da 70km/h vor kamen. Am Ende von der Fahrschule war das gar nicht mehr schnell.

Bei der ersten Fahrstunde schwitzt man schon noch ein bisschen und ist froh wenn man dann hinten Platz nehmen kann und wird heim gefahren.

 

Meine Prüfung im Praktischen war dann im Januar und dort lag sogar Schnee, aber auch das war kein Problem.


07.10.2011 10:19    |    Käfer1500

Meine schönste (Motorrad-Überland-) Fahrstunde war die, als mein Motorradfahrleherer wegen schönem Wetter seine 1000er BMW R100 rausholte und vorausfuhr. Da er dabei nicht gerade zimperlich war, hatte ich mit der 27PS XBR500 ganz schön Mühe, dranzubleiben. Schaffte es, aber nicht immer im legalen Bereich ;)


07.10.2011 10:26    |    Turboschlumpf5791

Nachdem ich meinem Fahrlehrer in der ersten Stunde wahrheitsgemäß beantwortet habe, ob ich schon mal auf nem Feldweg oder so geübt habe, ging es dann auch gleich in der ersten Stunde auf die freie Wildbahn :D

 

Ich war bei der Prüfung später der einzige, der bestanden hat, die beiden anderen sind durchgefallen, ihre Zeit wurde dann auf mich umverteilt, wodurch ich fast ne ganze Stunde rumgurken durfte, bis ich endlich mein Lappn hatte... Zu allem Überfluss war damals in Ingolstadt (hat sowieso grausames Straßennetz) auch noch die Autobahn halbgesperrt mit einer Stop-Auffahrt statt Beschleunigungsstreifen, die ich natürlich auch bekommen habe *g*... Habe ich seither nie mehr erlebt, so eine Konstruktion. Als fortgeschrittener Fahrer vielleicht kein Problem, aber als Anfänger war mir schon mulmig damals.


07.10.2011 10:28    |    Goify

Gibt es in Baustellen noch immer.


07.10.2011 11:09    |    anntike

Meine erste Fahrstunde war auch wie die von den meisten hier. Erst ein wenig die Basics auf ner einsamen Straße im Ort üben, 5km zum nächsten großen Parkplatz gefahren und dort anfahren und wenden üben.

 

Dann noch ein wenig überland und die nächste Schülerin abgeholt. In dem recht geraden Waldstück musste mich mein Fahrlehrer sogar zügeln "Hey, in der ersten Fahrstunde brauchst du noch nicht 100km/h fahren." :D

War aber ganz richtig so - abgesehen davon, dass ich mich recht ungläubig ganz behutsam vortastete - , am Ende des Waldstücks kamen wir nämlich auch an der umgangssprachlich genannten "Porsche-Kurve" vorbei... auch ganz cool, so ein kleines Mahnmal ganz ohne irgendwelche Warnungen dazu in der 1. Fahrstunde abzugrasen. Einfch nur die Frage, warum man die wohl so nennt und dann eben die Erklärung.


07.10.2011 15:09    |    Multimeter37665

Meine erste Fahrstunde - Fahrlehrer fährt mit mir in ein wenigfrequentiertes Wohngebiet, wir tauschen die Plätze. Er erklärt mir, wie das Auto funktioniert, wie ich alles richtig Einstelle.

Dann anfahren und ab zurück zur Fahrschule, erst durch das Wohngebiet, anschließend nochmal etwa einen Kilometer über eine Hauptstrasse der Stadt.

@el lucero orgulloso: Nachtfahrt, Autobahnfahrt und Überlandfahrt sind bei uns Sonderstunden die gesetzlich Vorgeschrieben sind. Das man diese fahrten auch in den normalen Fahrstunden erledigen könnte, ist wohl irgendjemanden da oben entgangen :rolleyes:

Meine Nachtfahrt z.B. war mitten im Sommer um 19.00 Uhr... Außer das TFL war da kein Licht am Auto an :D


07.10.2011 16:53    |    Rockport1911

Mein Fahrlehrer hat mich gleich ins kalte Wasser geschmissen. Nachdem Ich kurz zeigte das Ich anfahren kann ( OK es war ein 2.0 TDI ), gings gleich rauf auf die Straße und Ich war von mir selbst überrascht wie einfach das Ganze war. Hätte vorher nicht geglaubt ohne jegliche Hilfe 50km Auto fahren zu können. Das Ganze noch in der Stadt, BAB und auf der Autobahn.

Allerdings hatte Ich vorher schon 2 Jahre Moped gefahren.


07.10.2011 17:40    |    Goify

Mit nem Diesel anfahren fand ich deutlich schwerer, als mit dem 1,8 T im Golf. Benziner fährt einfach los, der Diesel ruckelt kurz und ist aus. Also zumindest damals war das bei mir so. Mittlerweile bekomme ich auch nen Diesel an ner Ampel weg. :D


07.10.2011 17:48    |    anntike

Mein Onkel meinte "Wenn du nen Diesel anfahren kannst, kannst du alles anfahren."


07.10.2011 17:51    |    Multimeter37665

Nen modernen Diesel kann man aber nicht mehr (oder kaum: sag niemals nie :D ) abwürgen. Ich hab meinen Fahrschulgolf nicht ein einziges mal abgewürgt!

Kaum saß ich in einem Benziner: Motor an, will losfahren ... Motor aus ;)


07.10.2011 18:07    |    el lucero orgulloso

Wie gesagt, das mit dem "Schüler lenkt, Fahrlehrer macht alles andere" habe ich mir ja auch nicht ausgedacht, und ich denke, ich kann bald zum Übernehmen der restlichen Funktionen weitergehen.

 

Den Motorrad-Führerschein will ich eigentlich auch direkt "hinterherwerfen", denn die Theorieprüfung ist 3 Jahre lang gültig, und so lange ich diese hab, würde ich am liebsten direkt alles machen, was im Möglichen liegt. Ich hab auch gehört, Motorradfahren soll richtig viel Spaß machen. ;)

 

Bei der Evaluation wurde mir ja auch die Frage gestellt, ob ich schon mal gefahren bin, und ich habe die Frage wahrheitsgemäß mit "Nein, nur 1 Mal angefahren" beantwortet, die Fahrlehrerin frage "3 Minuten?", ich sagte "Eher 30 Sekunden...". Hinterher sah ich auf dem Bogen die Ankreuzmöglichkeiten, da gab es "Nie", "Unter 5h" und "Über 5h", und wenn man schon mal gefahren war, gab es sogar Minuspunkte! Die Frage hinterher, nämlich wo man gefahren ist, konnte man auch verschieden beantworten, wobei es da auch Minuspunkte gab.

Bei mir wurde halt "Nie und nirgends" angekreuzt, somit 0 Punkte, kein Malus kein Bonus.

 

Von der Baustellenautobahnauffahrt her, muss ich Goify (Danke für die Ausspracheübung, und die Erklärung deines kurzen, knackigen, charakteristischen, einfach merkbaren und wohlklingenden Usernamen) zustimmen, ich habe diesen Typ von Auffahrten auch schon sehr häufig hier im Südwestlichen gesehen. Und dass die Franzosen auch sehr lange auf ihrem Französisch beharren, und auch wenn man sie oft darum bittet doch ein Quäntchen langsamer zu sprechen, genau so flott weitermachen, musste ich auch schon oft erfahren. Wir fragen immer sehr freundlich auf französisch, ob jemand deutsch spricht, denn wenn man sich direkt mit deutsch aufplustert, wird man in eine Schublade gesteckt aus der man nicht mehr rauskommt... :D

 

Dass Nachtfahrt, Autobahnfahrt und Überlandfahrt "Sonderstunden" sind, wusste ich so gar nicht, ich dachte, man müsse hier und da mal vorbei geschaut haben. Wie gesagt, ich werde mich nächste Woche, wenn ich auch mal ein paar Fahrstunden mit dem Chef der Fahrschule gemacht habe, etwas schlau machen. Den Chef kenne ich schon ganz gut, da er im selben Ort wohnt wie ich und mich nach der Theorie oft nach Hause gefahren hat, von daher... ;)

 

Das Fahrschulauto ist ein 207er Peugeot, der den ich letztens gefahren bin hatte ca. 48 000 Km drauf, und wie gut man damit genau anfahren kann, werde ich demnächst noch mal genau sehen. ;)

Meine Eltern würgen unseren E 200 T übrigens wesentlich öfter ab als die 220er Diesel C-Klasse, bei Letzterer kommt es nie vor, beim Kombi doch das eine oder andere Mal. Ich werde sehen, bleibt ja noch der 320er mit Automatik, denn ich bald fahren kann und mit dem ich Verbrauchsrekorde jagen werde, denn ich kann hier en France bis ich 20 bin nicht über 110 auf der Bahn fahren. Mit 18, wenn ich den Schein hab, kann ich in Deutschland jedoch so schnell fahren wie es das Tempolimit vorschreibt, oder bei Nichtvorhandensein halt noch schneller. :cool:

 

Alles in allem scheint ihr ja doch halbwegs ähnliche Erfahrungen mit der ersten Fahrstunde gemacht zu haben. Heißt ja nicht, dass die Diskussion damit abbrechen soll, denn es macht mir riesig viel Spaß, hier mitzuwirken! ;)

Also ran an die Tasten. ;)


18.10.2011 19:05    |    Trackback

Kommentiert auf: el lucero orgulloso:

 

8 Stunden später!

 

[...] eintritt. ;)

 

Wie man vom Titel ableiten kann, habe ich jetzt 8 Fahrstunden + die Evaluation (siehe "Das erste Mal vorne links" ) hinter mir.

 

Was hat sich also getan?

Ich muss sagen, ich bin ein routinierter Autofahrer, der nun [...]

 

Artikel lesen ...


18.10.2011 19:56    |    _RGTech

Mhmm... ich "durfte" auch schon in der ersten Fahrstunde auf Überlandfahrt :rolleyes::cool: Offenbar hatte ich da einen guten Tag, denn meine ersten Fahrübungen fanden auf einem Golf 2 mit Automatik (70, 80, kein Problem) und Opel Frontera statt (Benziner - diese Erfahrung hat mich Schaltgetriebe fortan meiden lassen) und waren auch schon eine Weile (~Jahre) her.

Die zweite Stunde ging ich dann mit wesentlich mehr Selbstvertrauen an, was der Diesel sogleich mit Ausgehen strafte :D

 

 

Du solltest übrigens deinen Fahrlehrer (oder -in, je nachdem) spaßeshalber mal darüber informieren, dass du gerne Mercedes fahren und deswegen statt der Handbremsübung das Berganfahren ohne - oder noch lustiger, mit der Fußfeststellbremse :D - üben möchtest.

 

 

Bezüglich Anfahren mit Diesel oder Benziner: Das kommt verdammt aufs Auto an! Der Benziner-W202 mit Schaltung ist was für Grobmotoriker, da heult der Motor nicht gleich auf und wenn man nicht gerade von der Kupplung abrutscht, fährt der dann mit entsprechendem Gaseinsatz auch los. OK, mit Bonanza, aber er fährt :D

Im Megane I kann ich das nicht bestätigen, im Fiat Bravo auch nicht, die wollen sehr gefühlvoll behandelt werden, sonst *kreisch* oder aus.

Bei den Dieseln finde ich z.B. den Focus II recht fies; wenn man da beim Anfahren die Drehzahl zum Turboeinsatz verpasst, ist Anfahren in Zeitlupe angesagt (oder nochmal auskuppeln, hochdrehen, einkuppeln). Dafür gibt es aber auch wieder welche, wo das reine Fatzenlassen des Kupplungspedals reicht. Und dann halt Bleifuß auf das Fahrpedal, um bleischwer langsam in Fahrt zu kommen :D


18.10.2011 20:16    |    el lucero orgulloso

Toller Kommentar, _RGTech! :)

 

Eine Bezugnahme auf die Geschichte mit dem Anfahren am Berg findest du in dem neueren Blogartikel "8 Stunden später!" . Dass ich zunächst Mercedes fahren werde, wissen bereits alle Fahrlehrer, und über die Fußfeststellbremse sind sie somit informiert. Die Fahrlehrerin hat einen Renault Scénic, der zwar auch eine Fußfeststellbremse hat, welche sich aber sehr sanft löst. Bei den Sternen macht's ja ein Mal *Paaang* und weg das Ding.

Auch der Grund, warum ich nur bisher 1 Mal mit Handbremse angefahren bin, als mir ein nagelneuer Lancia Delta an einer stärkeren Steigung recht stark aufgefahren ist. Ich wollte einfach auf Nummer ganz sicher gehen. Aber sonst setze ich auch nur maximal geschätzte 15 cm zurück, wenn's heftig kommt.

 

Diesen Turboeinsatz spüre ich im Peugeot 207 übrigens auch ganz deutlich. Ich versuche nämlich nie in den 1. Gang zurück zu schalten, und fahre auch mal im 2. Gang mit knapp 1000 Umdrehungen, z.B. bei schlecht einsehbaren Einmündungen. Dann drücke ich auf's Gas, und es passiert oft herzlich wenig. Habe heute dann mal bis aufs Bodenblech runtergedrückt, und als wir aus dem Drehzahlkeller raus waren, ging mir das mit der Beschleunigung plötzlich viel zu schnell. :D

Ich werde mal schauen. Zunächst sind 2 124er und der 202er angesagt, und wenn ich mit 18 dann auch anderes fahren darf, werde ich so meine Er"fahr"ungen sammeln können. ;)


19.10.2011 00:08    |    _RGTech

Hmm, das mit dem Scenic war mir neu - man lernt immer wieder dazu :) Es sei aber gesagt, dass mit der richtigen Übung diese Methode auch beim Stern möglich ist. Man muss nur genug Zeit haben, um anzuhalten, Leerlauf einlegen, Kupplung loslassen, Feststeller drücken, runter von der Bremse und dann: Kupplung wieder treten und Gas geben, Schleifpunkt abpassen, *zong* und los.

 

Auch wenn man's nicht oft braucht, es geht. Und ja, es gibt hier Steigungen, da fühlt man sich ohne Parkbremse als Kupplungs-Killer ;)

 

 

Bin mal gespannt, wie das im wieder automatikfreien Audi abgeht... die Kupplung kommt nämlich arg spät :rolleyes: und die Handbremse ist der MAL im Weg. Oder andersrum :D


19.10.2011 00:40    |    el lucero orgulloso

Ja ich habe das mit dem Scénic auch das erste Mal gehört.

 

Als mich diese Fahrlehrerin aber fragte, ob wir Automatik- oder Schaltfahrzeuge hätten, und ich wahrheitsgemäß mit "beides" antwortete, der E 320 mit Automatik und seiner Leistung uns aber im Urlaub ein Segen war (sind ja irgendwie gezwungenermaßen mit dem Auto dorthin gefahren :D ), meinte sie auch nur: Ich habe meinem Mann schon gesagt, dass unser nächstes Auto ein Automatik wird.

 

Was glaubst du?!, hier gibt es auch Steigungen par excellence. :D Und jedes mal, wenn ein Fahrschüler mich nach der Fahrstunde nach Hause fährt, ist das eine durchaus anspruchsvolle Übung, hier hoch zu kommen. Gott sei Dank braucht man, wenn man alles richtig macht, nicht anhalten, sondern kann während der Fahrt in den ersten Gang schalten.

 

Unsere C-Klasse hat übrigens bei Km-Stand 355 821 (jetzt ca. 362 000 Km) ihre 2. Kupplung bekommen, da es bei Einparkmanövern vor allem im Rückwärtsgang stark geruckelt hat. Es war zwar vielleicht noch nicht die Kupplung selbst, aber viel hat da nicht mehr gefehlt, und da haben wir das alles machen lassen. Jetzt ist das Pedalgefühl wieder völlig anders, schwärmen meine Eltern, und die Kupplung wirkt auch einfach richtig straff.

 

Automatikfreier Audi, na dann wünsche ich dir viel Spaß mit! ESP abschaltbar? :D


21.10.2011 19:39    |    _RGTech

Jupp, abschaltbar ;) Dat hilft aber am Berg auch nix, zumindest ist keine Berganfahrhilfe verbaut...


21.10.2011 21:21    |    el lucero orgulloso

Aber immerhin verdirbt' s nicht den Spaß, wenn man mal auf einer freieren und nicht zugeparkten Straße unterwegs ist. ;)


22.10.2011 03:26    |    _RGTech

Spaß verderben?:confused:

 

Also im normalen Straßenverkehr greift das System sicherlich nicht, denn sonst mach ich was falsch und habe da nix verloren - und aufm Parkplatz weiß ich mich dessen schon zu wehren. Selbst wenns nicht abschaltbar wäre, würde mich das da nicht stören. Es gibt immer Mittel und Wege.

 

...muss aber nicht sein :)


10.02.2012 21:28    |    Trackback

Kommentiert auf: el lucero orgulloso:

 

Meine Fahrlehrer!

 

[...] nu‘ geht‘s los!

 

 

Ladies first, ich fange mit meiner Fahrlehrerin „Q“ an, die mich auch bei meiner "Évaluation de départ" , also der allerallerersten Fahrstunde begleitet hat. Sie war ein wirklich sehr angenehmer Mensch und [...]

 

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12.04.2012 20:10    |    Trackback

Kommentiert auf: el lucero orgulloso:

 

Das erste Zwischentreffen - Rendez-Vous Pédagogique

 

[...] de la conduite) in Frankreich machen, gilt, dass nach der grundsätzlichen Ausbildung mit Theorie , erster Fahrstunde , der normalen Ausbildung und zwei Abschlussstunden bis zum 18. Lebensjahr und damit bis zur Prüfung noch [...]

 

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