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21.06.2018 21:24    |    cleanfreak1    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: B-Klasse, Fahrzeuge, Mercedes, W245

20180621-132648-resized20180621-132648-resized wie es der Titel schon beschreibt, geht es diesesmal um einen Mercedes B-Klasse 180cdi (W245) der sehr viel weißen Rauch aus dem Auspuff kommen lässt.

Wir erblickten das Fahrzeug auf der Straße am vorbeifahren und dachten uns unseren Teil zum dem Wagen, aber als der dann viele Minuten später vor unserer Werkstatt stand, so müssen wir uns um das Problem kümmern:rolleyes:

Viel weißer Rauch deutet ja darauf hin, das Kühlwasser verbrannt wird und somit erst einmal anhören was der kunde zu berichten hat....

Nach einen Informationsaustausch kamen wir der Ursache auf den Grund und ich dachte zuerst, das ich mich verhört habe:eek::eek:

 

 

 

 

Der Kunde bekam eine Meldung im Display das der Kühlwasserstand zu niedrig sei und es sollte das Kühlwasser kontrolliert werden. Ist bis dato eine normale Sache, denkt bestimmt jeder....

Kunde fuhr brav zur nächsten Möglichkeit und er wusste von der Bedienungsanleitung das ca. 6,5ltr. Kühlwasser im System sind und diese kippte er auch brav nach. Ich dachte mir dann schon meinen Teil und hatte schon die Arbeit der Zylinderkopfdichtung erneuern im Kopf....

 

Danach aber die Frage, warum geht auf einmal soviel Wasser verloren....:confused::confused:

 

Dann schaute ich in den Ausgleichsbehälter und stellte fest, das der Kühlwasserstand nur wenig unter "min" ist und in dem Zuge meinte der Kunde, da habe ich nicht reingeschaut, sondern in den Deckel darunter und dort hat er die 6,5ltr. Wasser/ Frostschutz nachgeleert.

Selber war ich kurz geschockt und fragte nochmals ob das dieser Deckel war und der Kunde meinte ja, dann erklärte ich ihm, das dies der Deckel vom Öleinfüllstutzen ist und da nur Motorenöl rein darf.

 

20180621-132739-resized20180621-132739-resized20180621-132949-resized20180621-132949-resized20180621-132834-resized20180621-132834-resized

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20180621-132858-resized20180621-132858-resized Somit bedfinden sich jetzt die ca. 5ltr. Motorenöl plus die 6,5ltr. Wasser/ Frostschutz in der Ölwanne (11,5ltr. Flüssigkeit) und der Kunde ist damit über ca. 100km gefahren und wunderte sich über den schleichenden Leistungsverlust und das weiße Rauchen hinten. Der Ölmeßstab zeigte dann das ganze Ausmaß anhand der gräulichen Öl-Wasserbrühe:eek::eek:

 

Hier ist aus meiner Sicht die Schmierung im Motor nicht mehr richtig gegeben und keiner kann sagen, ob und in wie weit die Lagerstellen, auch der Turbolader einen Schaden bekommen haben:confused:.

Das wird sich nur nach einer Demontage zeigen und somit ist der Wagen ein Wirtschaftlicher Totalschaden, da die Reparaturkosten oder ein Tauschmotor den Wert vom Fahrzeug übersteigen!

 

Klar kann jetzt jemand kommen und sagen, da macht man Ölwechsel und sieht dann was passiert.....! Nur wenn das schief geht, wer kommt dann danach für die Kosten auf....

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22.06.2018 08:24    |    PIPD black

Zitat:

Klar kann jetzt jemand kommen und sagen, da macht man Ölwechsel und sieht dann was passiert.....! Nur wenn das schief geht, wer kommt dann danach für die Kosten auf....

Genau das würde ich auch sagen und machen.

Als Werkstatt würde ich das dokumentieren, den Fahrzeugbesitzer auf die Risiken hinweisen und den entsprechenden Auftrag unterschreiben lassen.

 

Als Fahrzeugeigner hat man doch eh nix zu verlieren. Aber als Werkstatt hier ein Fahrzeug als Schrott zu "verkaufen", wo man es selbst nicht weiß, ist auch nicht fair. Selbst wenn der Eimer Schäden davon getragen haben sollte, vllt. macht die Kiste noch 15.000 km. Aber vllt. schafft Opi (ist ja schließlich ne B-Klasse) die gar nicht mehr in seinem Leben. Da kann man noch fahren, auch wenns scheppert und raucht.;)

 

Oder wolltet ihr nur einen neuen Gebrauchten an den Mann bringen?:confused::D:D

 

 

Allerdings wird man wohl mehr als einen Ölwechsel brauchen, um die Suppe da einigermaßen rauszubekommen.


22.06.2018 08:45    |    pico24229

Aiaiai das ist mal blöd gelaufen.


22.06.2018 13:46    |    cleanfreak1

@PIPD black ,

 

es ist halt immer ein Spagat den man machen muss, wenn du Fremde Kunden auf der Durchreise mit so einem Problem in die Werkstatt bekommst, wie in diesem Fall!


22.06.2018 14:42    |    Ben_F

Da verstehe ich euer Problem nicht, den kunden klar darauf hinweisen (schriftlich, auf dem Auftrag) von ihm unterschreiben lassen und dann einfach mal neues Öl rein und FIlter und sehen was dann passiert.

Die paar Euro für nen Ölwechsel sind doch besser, als wenn der gute herr gleich ein neues Auto kaufen muss.

 

Oder gehts euch um drum den kaputt zu reden ? ;)


22.06.2018 16:34    |    cleanfreak1

es geht nicht ums kaputt reden oder einen anderen Wagen zu verkaufen. Ist schlichtweg die Erfahrung bei solchen Problemen und die letzte Entscheidung liegt beim Kunden. Dieser hat sich dafür entschieden, das Auto nach Hause zu transpotieren lassen.


22.06.2018 19:19    |    Goify

Und was macht der Kunde dann daheim damit? Noch fährt er ja noch und Folgeschäden sehe ich eher nicht kommen. Wenn es einen Schaden gibt, dann liegt er jetzt vor und wenn ihr frisches Öl einfüllt, meinetwegen Altöl, 10 km fahrt und dann frisches Öl samt Ölfilter einbaut, sollte er wahrscheinlich sein Ziel erreichen können.


22.06.2018 20:37    |    Turboschlumpf6

Haha! Das gehört ins Horrorkabinett. :)

 

Selbst schuld. Am besten gleich verschrotten. Der darf bald eh in keine Innenstädte und Mercedes würde auch sehr gerne ein neues Auto verkaufen.


22.06.2018 23:08    |    Zetapot

Das kommt davon, wenn man die falschen Lehrvideos auf Youtube schaut:

https://youtu.be/U5hMJ43n-fw?t=180

:D


25.06.2018 20:52    |    kompensationschleife

Auf jeden Fall ist der Motor vor Kälte jetzt bestens präpariert! ;-)


Deine Antwort auf "Kurioses aus dem Werkstattalltag: Mercedes B-Klasse 180cdi (W245) mit sehr viel weißem Rauch"

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