Sammelthread: Rund um den VW Abgasskandal
VW Skandal - woran erkenne ich - ob mein Wagen betroffen ist? Sollte man etwas unternehmen?
Beste Antwort im Thema
Leute macht euch doch nicht so verrückt und andere gleich mit!
Meinst du bei anderen Marken wird nicht irgendwas verändert ( manipuliert) um auf gute Werte zukommen?
Was willst du unternehmen? Auto verkaufen? VW verklagen?
Fährt dein Auto seit dem du die Nachricht bekommen hast schlechter als sonst?
Ist dein VW aus den USA, oder weißt du ganz sicher das deins auch betroffen ist?
Das einzige was man tun kann, ist erstmal in ruhe abzuwarten und zusehen was noch passiert.
In der Zwischenzeit fährt dein Golf wie all die Jahre, dich auch noch überall hin 🙂
18869 Antworten
Zitat:
@myinfo schrieb am 10. Juli 2017 um 12:29:52 Uhr:
Der Stein rollt. Ob er eine Lawine auslöst?VG myinfo
DW, 10.07.2017, Dieselgate geht weiter
Dieselgate: Audi-Manager will aussagen
Der seit vergangener Woche wegen der Abgasaffäre inhaftierte Audi-Manager will mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Dies könnte neue Erkenntnisse bringen.
"Sein Anwalt Walter Lechner sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Mein Mandant sagt aus. Er kooperiert mit der Staatsanwaltschaft, um seinen Beitrag zur Aufklärung des Sachverhalts zu leisten." Der Festgenommene war bis zu seiner Beurlaubung 2015 einer der führenden Motorenentwickler bei der Volkswagen-Tochter Audi und ist offenbar stark in die Abgasaffäre verwickelt.
Die Münchener Staatsanwaltschaft hatte am Freitag mitgeteilt, dass ihm Betrug und unlautere Werbung vorgeworfen werden. Dem "SZ"-Bericht zufolge hat die Staatsanwaltschaft Erkenntnisse, dass er dazu beigetragen hat, die amerikanischen Umweltbehörden jahrelang mit manipulierten Schadstoffwerten über den wahren Abgasausstoß von Diesel-Fahrzeugen zu täuschen.
"Nicht verantwortlich für die Unternehmenspolitik"
Sein Anwalt sieht die Verantwortung dafür aber nicht bei seinem Mandanten. "Fest steht jedenfalls, dass mein Mandant nicht die unternehmenspolitische Entscheidung hierfür treffen konnte und auch nicht getroffen hat."
Der Beschuldigte war zwischen 2006 und 2015 verantwortlich für die Systeme zur Abgaskontrolle bei Dieselmotoren von Audi in den USA. Er sei an einer "Verschwörung" zum Betrug der Behörden beteiligt gewesen, durch den die wahren Abgaswerte verschleiert werden sollten, teilte das US-Justizministerium mit. Die US-Justizbehörden hatten eine erste Anklage gegen einen VW-Mitarbeiter im September 2016 erhoben, der sich schuldig bekannte. Seither wurden in den USA weitere VW-Mitarbeiter belangt.
VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm reduziert den Ausstoß von schädlichen Stickoxiden bei standardisierten Tests."
wen/as (dpa, rtrd)
Nachtrag.
Edith sagt, seit 10:09 (😰 - sorry!) steht das Thema auch auf MT: AUDI: INHAFTIERTER MOTORENENTWICKLER WILL KOOPERIEREN
....von mir aus, kann auch gerne der ganze "Hang" ins rutschen kommen. Diese Art und Weise wie der VW-Konzern mit der Regierung im Nacken, den VW-Abgasbetrug "abarbeitet", schadet allen deutschen Wirtschaftszweigen.
http://www.finanzen.net/.../...t-druck-auf-vw-im-dieselskandal-5570987
Verbund von Anwälten erhöht Druck auf VW im Dieselskandal
Von Christian Grimm
BERLIN (Dow Jones)-- Im Abgasskandal um Volkswagen haben ein Verbund von Juristen und zwei Verbraucherschutzorganisationen den Druck auf den Autohersteller erhöht. Unter der Führung des ehemaligen Bundesinnenministers Gerhart Baum wollen sie europaweit die Klagen gegen den Konzern koordinieren, juristisch zusammenarbeiten und Gutachten von Sachverständigen austauschen. "Der VW-Konzern kommt seiner Verantwortung in keiner Weise nach. Er setzt auf Zeit, die Verjährung droht weiter", kritisierte Baum bei einer Pressekonferenz in Berlin.
Ziel der Juristen und Verbraucherschützer ist es, den Autokonzern dazu zu bringen, europaweit einer Entschädigung geprellter VW-Käufer mit manipulierten Diesel-Motoren zuzustimmen. Anders als in den USA haben sie in Europa bisher keine Kompensationszahlung erhalten. Juristisch hat Volkswagen auf dem alten Kontinent den Vorteil, dass es auf der Ebene der europäischen Union keine Musterverfahren wie in den Vereinigten Staaten, gibt. Dadurch sind VW-Besitzer in fast allen Ländern der EU gezwungen, Schadenersatzforderungen individuell durchzufechten.
Milliardenklage in den Niederlanden
Große Hoffnung setzt das Bündnis gegen VW auf die Niederlande, wo es anders als in Deutschland die Musterklage gibt. Die Stiftung Stichting Volkswagen Car Claim klagt dort im Namen von 180.000 betrogenen Kunden gegen die Wolfsburger, den Zulieferer Bosch und die niederländischen VW-Händler. Sie fordert von dem Autobauer zwischen 4 und 4,5 Milliarden Euro Wiedergutmachung. Das niederländische Recht erlaubt, dass auch ausländische VW-Käufer ihre Ansprüche bei einer Sammelklage dort geltend machen können. Verliert VW den Prozess, so das Kalkül der Kläger, soll die Last auf das Unternehmen so groß werden, dass es freiwillig einem europaweiten Vergleich zustimmt. "Das wäre das Beste", sagte Baums Partner Julius Reiter.
Um an den Manipulationen beteiligte VW-Mitarbeiter zum Reden zu bringen, hat das Bündnis eine Website für Whistleblower eingerichtet. Dort sollen die Insider anonym und geschützt belastendes Material hochladen oder ein Treffen mit Baum vereinbaren können. Damit soll die "Phalanx des Schweigens" gebrochen werden.
Mit an Bord befindet sich auch die österreichische Sammelklageplattform Cobin Claims. Sie will einerseits osteuropäische VW-Besitzer gegen den Konzern vertreten und andererseits für Kunden aus Deutschland die Verlängerung von Schadenersatzansprüchen gegen Verjährung in der Alpenrepublik erreichen, was dort einfacher ist als hierzulande. Sie laufen in Deutschland am 31. Dezember 2018 aus.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
Habt ihr mal auf den Aktienkurs der Baumot geschaut. Kommt da doch noch ne' SCR-Aufrüstung für viele Euro 5 Fahrzeuge?
http://www.4investors.de/php_fe/index.php?sektion=stock&ID=115402
Auszug:
Baumot erwartet neue Regelungen für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen
Der Konzern geht davon aus, dass es in den kommenden Monaten zu rechtlichen Regelungen für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen komme. Allein 5,9 Millionen Diesel-PKW mit Euro-5-Norm sind auf deutschen Straßen unterwegs. „Mit dem BNOx System sieht sich das Unternehmen für eine mögliche Umrüstung von Euro-5-Dieselfahrzeugen gut aufgestellt”, so Baumot.
Nur durch den VW-Abgasbetrug wären dann schon 2.6 Mill. Fahrzeuge auf der Straße unterwegs, die unterhalb des Grenzwerts von Euro 6 (80 mg/km) nach der Umrüstung liegen würden.
http://www.focus.de/.../...n-moeglichen-abgas-betruges_id_7339312.html
Abgas-Affäre
Ermittlungen gegen Porsche-Mitarbeiter wegen möglichen Abgas-Betruges
Montag, 10.07.2017, 15:07
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Verfahren gegen unbekannte Mitarbeiter der VW-Tochter Porsche wegen möglicher Abgas-Manipulationen bei Diesel-Fahrzeugen eröffnet.
Es bestehe der Anfangsverdacht des Betruges und der strafbaren Werbung, teilte die Behörde am Montag mit.
Ähnliche Themen
Zitat:
@Uli745 schrieb am 10. Juli 2017 um 15:15:38 Uhr:
Irre ich mich, oder scheint die deutsche Justiz wirklich so langsam in die Gänge zu kommen?
Die Frage ist ob es wirklich Ermittlungen sind, oder nur Scheinermittlungen um die Bevölkerung zu beruhigen ... " Seht her wir tuen ja was" 😉
Zumindest sorgen die aktuellen Meldungen für Bauchschmerzen bei so einigen VW-Mitarbeitern/-Freunden die uns ja immer erzählen wollen, dass das alles gar nicht so schlimm ist. 😉
Und die Bauchschmerzen werden sich doch hoffentlich noch zu ordentlichen Koliken entwickeln. Natürlich nur bei denen, die es auch verdient haben. 🙂
Beste Grüße vom Sven
Mangels Eingeständnisses des verantwortlichen Managements wird es Bauernopfer brauchen.
Das folgt einer Choreographie und vielleicht, ganz vielleicht, wird dabei sogar an der Unterkante des an sich verantwortlichen Managements "gekratzt".
Diese könnten hernach tatsächlich zu verurteilten Straftätern werden.
Selbst wenn sie in einen offenen Vollzug "einrücken" müssen, gibt es auf dieser Hierarchieebene kein Unbill, das sich nicht durch entsprechend hohe Geldsummen ausgleichen ließe.
Letztere dürfen nur nicht mehr direkt und offen fließen.
Unterm Strich ist das immer noch viel, viel billiger, als von vornherein freiwillig zu entschädigen.
Möglicherweise erläutert jemand aus der Versicherungsbranche, wie und wogegen sich Konzerne in dieser Hinsicht versichern können, mithin, dass sie in diesen Fällen - natürlich - versichert sind. Wie geplant, wird daher auf jeden Fall eine Solidargemeinschaft zahlen.
In Abhängigkeit von diesen Versicherungsbedingungen ist längst klar, auf welcher Ebene welche Personen "fällig" sind. Zuvor wurde natürlich alles versucht, den Eintritt dieses Versicherungsfalls zu vermeiden.
Knastologie haben diese nur scheinbar "hohen Herren" schließlich nicht studiert.
Die Solidargemeinschaft der steuerzahlenden Bürger/Innen wäre ebenso ein prima Zahler gewesen - Umweg Staatshaftungsanspruch oder einfach Steuerbegünstigung einer echten Umrüstung.
Die Szenarien sind durchaus variabel.
Jedenfalls fehlt auf dieser Ebene jegliches Unrechtsbewußtsein.
Folglich sind das alles Angriffe im Rahmen eines Wirtschaftskrieges - lest die anfänglichen Ungeschicklichkeiten der Renfields hier in den relevanten Threads dazu - aus denen der VW-Konzern sogar "gestärkt hervorgehen wird".
Also hat eine eigene "Kriegslist" nicht so funktioniert, wie sie sollte.
Die "überlistete" Seite hat doch glatt die Frechheit besessen, die "List", also den Betrug, auffliegen zu lassen.
Eine absolute Unverschämtheit aber auch, denn Tarnung und Täuschung gehört zu den "legitimen" Kriegsmitteln.
In der jetzigen Phase des "sich Verpissens" hakt die taktisch-strategische Planung.
Daher nicht frohlocken und - sich dabei stetig steigernd - meinen, denen passierte rechtlich "wer weiß was".
Im denkbar allerbesten Fall bekommen die betrogenen Kunden eine tragfähige Lösung, ihre Fahrzeuge ohne nennenswerte Einschränkungen weiter nutzen zu können - und zahlen an dieser Lösung mit - ganz oder anteilig.
Wie solche Lösungen technisch aussehen können, verdichtet sich immer mehr.
Es setzt keinesfalls plötzlich Unrechtsbewußtsein ein! Dazu ist diese "Kaste" nicht fähig.
Daher ist sehr genau zu hinterfragen, ob sich auf Kundenseite weiterhin für Fahrzeuge aus dem VW-Konzern entschieden werden sollte.
http://www.spiegel.de/.../...von-tausend-mitwissern-aus-a-1157052.html
VW-Dieselaffäre
Anwälte gehen von tausend Mitwissern aus
Volkswagen behauptet, nur einige Mitarbeiter wussten von Manipulationen an Dieselmodellen, die Konzernspitze sogar erst sehr spät. Anwälte gehen dagegen von mehr als tausend Insidern aus - und suchen nach Whistleblowern.
"Wir haben erfahren, dass mehr als tausend Menschen im VW-Konzern über die Machenschaften Bescheid wussten - und nicht nur einige wenige, wie es VW glauben machen will", sagt Julius Reiter, Gründungspartner der Kanzlei baum reiter. Die Information stammt von einem VW-Internen, der sich an die niederländische Stiftung Stichting Volkswagen Car Claim gewandt hatte.
http://www.stern.de/...rn-mehr-unterstuetzung-der-politik-7532464.html
Kunden-Anwälte im VW-Abgasskandal fordern mehr Unterstützung der Politik
Video
Zitat:
@Broesel13 schrieb am 10. Juli 2017 um 17:50:29 Uhr:
http://www.stern.de/...rn-mehr-unterstuetzung-der-politik-7532464.htmlKunden-Anwälte im VW-Abgasskandal fordern mehr Unterstützung der Politik
Video
Ein überzogenes Ansinnen. Ist etwa so, als wenn ein zerstörter Laden in HH nun Unterstützung von den linksradikalen Idioten wünscht.
Habt ihr dies schon gesehen? 😰
VG myinfo
VW-Abgasbetrug: CDU wirft Weil Untätigkeit vor
Kurzmeldungen 10.07.2017?17:23 Uhr
Im Abgas-Skandal bei Volkswagen hat die CDU in Niedersachsen den Vertretern der Landesregierung im VW-Aufsichtsrat Untätigkeit vorgeworfen. Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD) als Aufsichtsratsmitglieder ließen die „konsequente Aufklärung bei Volkswagen treiben, um sich über die Landtagswahl zu retten“, kritisierte der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat, Bernd Althusmann heute.
Weil solle „seiner Rolle als Aufsichtsrat endlich gerecht werden“, außerdem müsse das Kontrollgremium die Frage einer Schadenersatzklage gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn neu prüfen, forderte Althusmann. „Seit bald zwei Jahren wird rechtlich taktiert.“ Weil scheine in „Schockstarre verfallen“. Die Landtagswahl in Niedersachsen ist für den 14. Januar 2018 geplant.
Winterkorn wird einem Bericht der Bild am Sonntag zufolge von Kronzeugen und US-Ermittlungsakten belastet. Demnach hatte ein Volkswagen-Abgasspezialist dem damaligen VW-Chef sowie VW-Markenchef Herbert Diess am 27. Juli 2015 die Betrugssoftware erklärt, mit der weltweit elf Millionen Fahrzeuge manipuliert wurden. Volkswagen erklärte: „Vor dem Hintergrund laufender Ermittlungen äußern wir uns zu den genannten Sachverhalten inhaltlich nicht.“ Nach Konzernangaben hat die VW-Führungsspitze erst wenige Tage vor Bekanntwerden des Skandals detailliert von den Manipulationen erfahren.
Althusmann kündigte an, die CDU-Landtagsfraktion werde ihr parlamentarisches Recht auf Akteneinsicht einfordern, interne Volkswagen-Prüfberichte müssten dem Parlament zugänglich gemacht werden."
(dpa) / (fpi)
Ziemlich interessant ... aber auf Bundesebene kann man das Spiel auch umdrehen und da stellen sich CDU/CSU bisher auch nicht gerade toll an 😉
Aber wenn sie sich erstmal alle gegenseitig beschuldigen, kommt vl doch noch mal nen Teil der Wahrheit an die Öffentlichkeit, also soll uns das gerne Recht sein.