Sammelthread: Rund um den VW Abgasskandal
VW Skandal - woran erkenne ich - ob mein Wagen betroffen ist? Sollte man etwas unternehmen?
Beste Antwort im Thema
Leute macht euch doch nicht so verrückt und andere gleich mit!
Meinst du bei anderen Marken wird nicht irgendwas verändert ( manipuliert) um auf gute Werte zukommen?
Was willst du unternehmen? Auto verkaufen? VW verklagen?
Fährt dein Auto seit dem du die Nachricht bekommen hast schlechter als sonst?
Ist dein VW aus den USA, oder weißt du ganz sicher das deins auch betroffen ist?
Das einzige was man tun kann, ist erstmal in ruhe abzuwarten und zusehen was noch passiert.
In der Zwischenzeit fährt dein Golf wie all die Jahre, dich auch noch überall hin 🙂
18869 Antworten
Schweiz: VW lenkt bei Update-Folgeschäden teilweise ein
Ganz gute Zusammenfassung der Lage auch mit technischen Hintergründen.
Kommt in meine Sig. 😉
Edit:
Schaut euch auf jeden Fall das Video in dem Artikel an. Der Reporter setzt dem VW-Mann wirklich heftig zu, so etwas geht wohl nur in einem Land ohne eigene Autoindustrie. Der VW-Mann muss mehrfach sichtlich schlucken ob der Vorwürfe, antwortet jedoch durchaus clever.
Es bleibt jedoch die Erkenntnis, dass der gelackmeierte Kunde der Bittsteller ist und der Betrüger in der Rolle des Gnade Gewährenden. 🙄😠
So bildet VW Vertrauen! 😮
Edit II: Ich stelle die Dissertation "Die Russ-NOx-Schere" hier mal als Anhang ein. Wer weiß, wie lange die auf der Schweizer Website noch online steht.
Habe mal die Diesel Prognose aktualisiert, mit den letzten Monatswerten. Die errechnete Trendkurve zeigt jetzt weiter runter. Insbesondere der Juni ist schon auffällig. Es sieht jetzt tatsächlich nach einer höheren Sinkgeschwindigkeit aus, als noch am Jahresanfang.
Die konfuse Politik tut ja auch definitiv alles dazu, was in Ihren Kräften steht.
Zitat:
@bobbymotsch schrieb am 8. Juli 2017 um 11:26:26 Uhr:
Habe mal die Diesel Prognose aktualisiert, mit den letzten Monatswerten. Die errechnete Trendkurve zeigt jetzt weiter runter. Insbesondere der Juni ist schon auffällig. Es sieht jetzt tatsächlich nach einer höheren Sinkgeschwindigkeit aus, als noch am Jahresanfang.Die konfuse Politik tut ja auch definitiv alles dazu, was in Ihren Kräften steht.
Die Diesel-Kurve ist natürlich interessant. Es wäre schön, wenn Du diese weiterpflegst und hier in diesem Thread aktualisierst.
Konfuse Politik: absolut.
Beschisssuftware :-)
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Gerade gesehen, da geht ja einiges bei den Jungs:
https://m.facebook.com/Dr.Stoll.und.Kollegen.Rechtsanwaltsgesellschaft
http://www.n-tv.de/.../...rueh-von-Manipulationen-article19927107.html
Neuer Twist im Abgas-Skandal
Winterkorn wusste früh von Manipulationen
Offiziell erfuhr der ehemalige VW-Chef selbst erst wenige Tage vor Bekanntwerden des Abgas-Skandals von den Manipulation an den Dieselfahrzeugen der Marke. Das scheint jedoch eine weitere Lüge im an Unwahrheiten nicht armen Skandal zu sein.
Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn hat nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" mindestens zwei Monate vor Bekanntwerden des Diesel-Skandals von den Manipulationen erfahren. Ein VW-Abgasspezialist habe Winterkorn und VW-Markenchef Herbert Diess am 27. Juli 2015 ausführlich die Betrugssoftware erklärt, mit der weltweit etwa elf Millionen Fahrzeuge manipuliert wurden, schrreibt die Zeitung.
Ich hatte nicht das Gefühl, dass Winterkorn zum ersten Mal davon gehört hat", sagte der Experte und heutige Kronzeuge. Das Blatt beruft sich auf "Hunderte Zeugenbefragungen, FBI-Berichte, interne E-Mails und geheime Präsentationen". Volkswagen erklärte dazu auf Nachfrage: "Vor dem Hintergrund laufender Ermittlungen äußern wir uns zu den genannten Sachverhalten inhaltlich nicht."
Nach Konzernangaben hat die VW-Führungsspitze um den damaligen Konzernchef Winterkorn nur wenige Tage vor Bekanntwerden des Skandals in den USA detailliert von den Manipulationen erfahren. Gegen Winterkorn sowie gegen den heutigen VW-Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller, den VW-Aufsichtsratschef und ehemaligen Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch sowie Diess laufen in Deutschland bereits Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation. Sie sollen den Kapitalmarkt entgegen der Vorschriften nicht rechtzeitig über die Probleme informiert haben. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen fast 40 Beschuldigte wegen Betrugsverdachts, auch gegen Winterkorn.
"Jetzt haben wir Ärger"
Die kalifornische Umweltbehörde CARB war dem Bericht zufolge seit Februar 2015 von einem "Defeat Device" ausgegangen und hatte sich mehrfach mit VW-Vertretern getroffen. "Jetzt haben wir Ärger. Sie haben uns erwischt", habe ein VW-Manager nach einem Treffen mit der Behörde am 8. Juli 2015 kommentiert.
"Winterkorn hat niemanden angewiesen, die Existenz der Software preiszugeben. Und nur Winterkorn konnte diese Entscheidung treffen", sagte Diess. Vielmehr habe der damalige VW-Chef nur genehmigt, das Problem bei Gesprächen mit den US-Behörden "teilweise" offenzulegen. Wie der Kronzeuge sagte, erklärte er selbst schließlich in einem Treffen mit Carb-Vertretern am 19. August 2015 den Betrug. Der Spezialist wurde nach eigenen Worten 2007 von seinem Vorgesetzten gezwungen, die Betrugssoftware in die erste VW-Dieselgeneration in den USA einzubauen, um seine Karriere nicht zu gefährden. Ähnlich äußerte sich demnach ein weiterer Zeuge, der ehemalige Leiter der Dieselentwicklung.
Die Software sollte helfen, die strengen US-Abgasgrenzwerte einzuhalten. 2015 hatten Behörden in den USA aufgedeckt, dass Volkswagen die Stickoxid-Werte von Dieselfahrzeugen manipulierte. Weltweit waren schließlich rund elf Millionen Autos betroffen, darunter knapp 2,4 Millionen in Deutschland. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden brach der Börsenkurs der VW-Aktie ein. Winterkorn trat bald danach zurück. Mittlerweile hat der Konzern in den USA Vergleiche in Höhe von mehr als 22 Milliarden Euro geschlossen. Ein VW-Manager sitzt in den USA in Haft, ein langjähriger Ingenieur hat sich in einem US-Verfahren schuldig bekannt, fünf weitere Mitarbeiter sind dort angeklagt, darunter Ex-VW-Entwicklungschef Neußer.
Krass, was man da so nichtsahnend am Sonntagmorgen liest. Wenn sich das bestätigt, hat VW ein Problem: Die Klagen wegen verspäteter Gewinnwarnung.
Bin gespannt, wie die Renfields das wieder schönreden. 😁 Schwieriger Job! 😛
Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass bei VW ein Lügengebilde immer mehr zusammenbricht.
Dank an Broesel13 für die Info. 🙂
Edit: Noch etwas Sonntagslektüre:
Winterkorn - Aufstieg und Fall
Mit vielen Details, unter anderem im Hinblick auf die Piech-Gattin Ursula, die offenbar eine Rolle in dem Zerwürfnis zwischen Piech und Wiko gespielt hat.
"(...) Inzwischen aber wirkt Winterkorn auf seine Umgebung meist kühl, distanziert, misstrauisch gegenüber Neuem. Als herrschsüchtig, autoritär und selbstverliebt wird er in seiner Spätphase beschrieben. Er sei zum Diktator mutiert.
(...)
Nie hat er den Zugang zum amerikanischen Markt gefunden, nun ignoriert er die Probleme. Der eigens entwickelte US-Passat war gefloppt. Winterkorn und sein Chefentwickler Hackenberg schwärmen zwar, sie hätten das Modell "entfeinert". In Wahrheit stritt man selbst noch darüber, ob US-Lack und Leder von amerikanischen Rindern nicht doch zu billig seien für VW-Qualität. Die von Winterkorn mitkonzipierten Autos waren zu perfekt und zu teuer für den US-Markt. Die Folge: Absatzziele verfehlt, Ergebnis tiefrot.
(...)
Angefressen auch von den Sticheleien aus Salzburg, nimmt Winterkorn nun solche unangenehmen Realitäten nur noch partiell wahr. Problemgespräche mit den Amerika-Verantwortlichen finden immer seltener Platz im Kalender. "Die bringen nur Ärger mit", soll Winterkorn mal gesagt haben. Jene, die Probleme melden, fürchten selbst Ärger.
Und so bleibt, obwohl der Rückruf in den USA dann scheitert, in Wolfsburg alles weitgehend ruhig. Nur wenige Mahner trauen sich, die Misere offen anzusprechen. Kommen aber nicht durch. "Er war am Ende nicht mehr erreichbar", blickt einer aus der Konzernspitze zurück.
Winterkorn mag sich nicht mehr neu erfinden, er führt, wie er es bei Piëch gelernt hatte. Doch der hatte nur einen etwa halb so großen Konzern gemanagt. Zu Volkswagen gehörten längst auch Trucks, Motorräder und Schiffsdiesel. Einer allein kann da nicht den Überblick behalten und überall gleichzeitig präsent sein.
Martin Winterkorn wirkt zunehmend überfordert. Und dann bricht auch noch der Konflikt mit Ferdinand Piëch offen aus. Mal mäkelt der Aufsichtsratschef, Winterkorn sei nicht der Richtige, ihn an der Spitze des Aufsichtsrats abzulösen. Dann klagt er, der Konzern verstehe die USA "nur zu einem gewissen Grad". Und als ihm ein Manager ein Billig-SUV des chinesischen Herstellers Great Wall zeigt, fragt er genervt: "Warum können wir das nicht?"
Das Thema Dieselgate wird stark ausgeklammert, warum eigentlich? Da scheinen dem Autor die Finger klamm geworden zu sein. Aber trotzdem ganz interessant.
Er habe doch nichts gewusst... Es war nie geplant, eine Betrugssoftware zu entwickeln...
Auch SPON gibt es einen Artikel dazu:
http://www.spiegel.de/.../...belastet-winterkorn-schwer-a-1156853.html
Die Gegenwart holt am Ende alle ein! 😁
http://www.braunschweiger-zeitung.de/.../...-Kunden-entschaedigen.html
„VW sollte Kunden entschädigen“
Wolfsburg Zu „VW hat im Bieterwettstreit die Nase vorn“ vom 7. Juli:
Man muss sich schon wundern, wie VW es möglich macht, mal eben so 25 Millionen Euro pro Jahr als Hauptsponsor des DFB locker zu machen. Eine Summe, die den bisherigen Sponsor Mercedes mit 8 Millionen Euro um das Dreifache überbietet.
Und das angesichts der Tatsache, dass VW milliardenschwere Schadenersatzansprüche zahlen muss. Ich selbst habe gerade die Erfahrung gemacht, dass mein VW Tiguan, ausgestattet mit der manipulierten Software, einen erheblichen Verlust beim Wiederverkauf zu verzeichnen hat.
VW sollte das Geld lieber für die Wertminderung von manipulierten Fahrzeugen an die Kunden auszahlen. Dann würde man auch wieder Vertrauen in die Marke VW setzen.
Hans J. Czarnecki, Salzgitter
Danke für den Hinweis!
Auch zu dieser Entscheidung und deren Ursache könnte man im DSM-5 womöglich etwas finden. 🙄
Broesel, die Balltreter fahren dann alle gratis Fahrzeuge aus dem VW-Konzern.
Das soll das Image eines Konzerns aufpolieren, den auf Führungsebene die Realität bereits gar nicht mehr erreicht.
Steam hat das sehr schön nachvollziehbar zitiert.
Leider gibt die Quelle nicht zugleich die ICD's 10 des zugrundeliegenden, bunten Straußes der Psychopathologie an, der im Management so sehr geschätzt wird, dass ihr Vorliegen stille Einstellungsvoraussetzung darstellt.
Wenn keine real existierende Problematik in die Blase von deren Wahngebilde mehr eindringen kann, ist es nur konsequent, in alles zu investieren, nur nicht in eine Problemlösung.
Das wäre aus deren Sicht wahnsinnig, weil es ja gar kein Problem gibt - in ihrer Wahrnehmung.
Der Stein rollt. Ob er eine Lawine auslöst?
VG myinfo
DW, 10.07.2017, Dieselgate geht weiter
Dieselgate: Audi-Manager will aussagen
Der seit vergangener Woche wegen der Abgasaffäre inhaftierte Audi-Manager will mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Dies könnte neue Erkenntnisse bringen.
"Sein Anwalt Walter Lechner sagte der "Süddeutschen Zeitung": "Mein Mandant sagt aus. Er kooperiert mit der Staatsanwaltschaft, um seinen Beitrag zur Aufklärung des Sachverhalts zu leisten." Der Festgenommene war bis zu seiner Beurlaubung 2015 einer der führenden Motorenentwickler bei der Volkswagen-Tochter Audi und ist offenbar stark in die Abgasaffäre verwickelt.
Die Münchener Staatsanwaltschaft hatte am Freitag mitgeteilt, dass ihm Betrug und unlautere Werbung vorgeworfen werden. Dem "SZ"-Bericht zufolge hat die Staatsanwaltschaft Erkenntnisse, dass er dazu beigetragen hat, die amerikanischen Umweltbehörden jahrelang mit manipulierten Schadstoffwerten über den wahren Abgasausstoß von Diesel-Fahrzeugen zu täuschen.
"Nicht verantwortlich für die Unternehmenspolitik"
Sein Anwalt sieht die Verantwortung dafür aber nicht bei seinem Mandanten. "Fest steht jedenfalls, dass mein Mandant nicht die unternehmenspolitische Entscheidung hierfür treffen konnte und auch nicht getroffen hat."
Der Beschuldigte war zwischen 2006 und 2015 verantwortlich für die Systeme zur Abgaskontrolle bei Dieselmotoren von Audi in den USA. Er sei an einer "Verschwörung" zum Betrug der Behörden beteiligt gewesen, durch den die wahren Abgaswerte verschleiert werden sollten, teilte das US-Justizministerium mit. Die US-Justizbehörden hatten eine erste Anklage gegen einen VW-Mitarbeiter im September 2016 erhoben, der sich schuldig bekannte. Seither wurden in den USA weitere VW-Mitarbeiter belangt.
VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Behörden zugegeben, weltweit in rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge unterschiedlicher Marken des Konzerns eine illegale Software eingebaut zu haben. Das Programm reduziert den Ausstoß von schädlichen Stickoxiden bei standardisierten Tests."
wen/as (dpa, rtrd)
Nachtrag.
Edith sagt, seit 10:09 (😰 - sorry!) steht das Thema auch auf MT: AUDI: INHAFTIERTER MOTORENENTWICKLER WILL KOOPERIEREN
myinfo, dem von dir verlinkten Artikel ist zu entnehmen, dass der Inhaftierte auf Weisung von oben gehandelt hat wie eigentlich nicht anders zu erwarten.
Das ist eine brisante Information, deshalb Danke fürs Einstellen.
Wenn DER Prozess beginnt, ist richtig was los. 😮