Golf 6 1,6 TDI Software-Update (Abgasskandal)
Hallo Leidenskollegen,
Bitte hier nur Erfahrungen/ Aussagen zum 1,6er TDI bezüglich des Abgas-Updates!
Beste Antwort im Thema
Ironie an:
Hey, bin schon 5 km seit dem Update gefahren. Injektoren halten noch, AGR ist nicht verrußt, DPF ist auch noch nicht voll. Von daher alles cool.
Auto hat gefühlt mehr PS. Danke VW. Weiter so!
Ironie aus.
2496 Antworten
Zitat:
@2.0TDI-GOLF schrieb am 21. November 2017 um 10:13:25 Uhr:
Zitat:
@Spreewolf87 schrieb am 21. Nov. 2017 um 09:17:58 Uhr:
Mann muss nun nicht Maschinenbau studiert haben um zu sehen, dass dadurch der DPF wesentlich früher voll sein wird.Nein, aber mit einem Chemiestudium würdest du es begreifen, dass der DPF mit Asche nicht zwangsweise mehr belastet wird - auch wenn mehr Ruß bei der Verbrennung im Motorraum entsteht. Voraussetzung ist natürlich, dass dein Auto nicht mehr Treibstoff und oder Motoröl verbraucht!!!
Häufigere Regenerationsintervalle sagen Nichts über die Aschebeladung aus!
Ok. Ich erweitere ja gerne meinen Horizont und lerne dazu.
Nach meinem, offensichtlich unzureichendem, Wissen passiert, vereinfacht und verkürzt beschrieben, folgendes.
1) Motor verbrennt Diesel.
2) Dabei entsteht u.a. Ruß.
3) Ruß sammelt sich im DPF.
4) Die Menge an Ruß im DPF wird durch den Differenzdrucksensor gemessen.
5) Ab einer bestimmten Menge wird der Ruß verbrannt (aktive Regeneration).
6) Übrig bleibt Asche die im DPF verbleibt.
7) Wenn der DPF mit Asche voll ist, muss er ausgetauscht werden.
Die aktive Regeneration findet nun nach 200 km, statt wie bisher nach 600 Km, statt.
Daraus habe ich geschlossen, dass sich der DPF schneller mit Ruß füllt und infolge der häufiger stattfindenden Regenerationen sich auch schneller mit Asche füllt was wiederum eine kürzere Lebensdauer zur folge hat.
Wo liegt der Fehler?
Offenbar gibt es die Meinung, dass aus einer bestimmten Menge Diesel immer dieselbe Menge Russ (und damit Asche) entsteht...
Wer mal ne Petroleumlampe hatte, sieht das anders....
Oder aber der Zusammenhang zwischen Russ und Asche ist nicht linear!
Zitat:
@Spezi60 schrieb am 21. November 2017 um 13:44:24 Uhr:
Oder aber der Zusammenhang zwischen Russ und Asche ist nicht linear!
Sondern?, vielleicht Kurve? Glockenform?
Die Rußbildung hängt meines Wissens nicht nur von der Menge des umgewandelten Kraftstoffes und Sauerstoffanteiles ab, sondern auch von der Verbrennungstemperatur. Je niedriger diese ist, umso mehr Ruß aber weniger NOx wird gebildet. Da das Softwareupdate die Reduzierung der NOx-Emissionen zum Ziel hat, wird _vermutlich_ die Verbrennungstemperatur durch vermehrte Zuführung von Abgasen durch die Rückführung weiter reduziert, als vor dem Update. Die Neigung, Ruß zu bilden könnte dadurch erhöht sein, was für mich die häufigeren Regenerationen erklärt.
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Zitat:
@Spreewolf87 schrieb am 21. Nov. 2017 um 13:33:49 Uhr:
Ok. Ich erweitere ja gerne meinen Horizont und lerne dazu.Nach meinem, offensichtlich unzureichendem, Wissen passiert, vereinfacht und verkürzt beschrieben, folgendes.
1) Motor verbrennt Diesel.
2) Dabei entsteht u.a. Ruß.
3) Ruß sammelt sich im DPF.
4) Die Menge an Ruß im DPF wird durch den Differenzdrucksensor gemessen.
5) Ab einer bestimmten Menge wird der Ruß verbrannt (aktive Regeneration).
6) Übrig bleibt Asche die im DPF verbleibt.
7) Wenn der DPF mit Asche voll ist, muss er ausgetauscht werden.Die aktive Regeneration findet nun nach 200 km, statt wie bisher nach 600 Km, statt.
Daraus habe ich geschlossen, dass sich der DPF schneller mit Ruß füllt und infolge der häufiger stattfindenden Regenerationen sich auch schneller mit Asche füllt was wiederum eine kürzere Lebensdauer zur folge hat.Wo liegt der Fehler?
Alles vollkommen richtig! Bis auf den Teil, dass sich der Anteil im Treibstoff, der maßgeblich zur Aschebildung beträgt, nicht durch eine unvollständigere Verbrennung im Motor erhöht.
Die Frage ist welcher Bestandteil des Diesels trägt zur Aschebildung bei. Es sind eben nicht die Kohlenwasserstoff - Kohlenstoffverbindungen, die allgemein als Ruß bezeichnet werden. Diese werden nämlich im dpf weiter verbrannt - zu CO2 und Wasser!
Als Asche übrig bleiben Metallverbindingen, die dem Diesel als Additive zugesetzt werden und eben nicht zu CO2 und Wasser weiter verbrannt werden können - weil sie eben Metalle sind!
Aus dem Grund gibt es theoretisch keinen Zusammenhang zwischen der Rußbildung und der angelagerten Asche. Die Aschebildung korreliert vor allem mit dem Verbrauch, wenn alles weitere am Auto in Ordnung ist.
Verbrennt dein Auto Motoröl, dann bleibt im DPF im Verhältnis zum Diesel viel viel mehr Asche zurück, weil das Öl voll mit Metalladditiven ist.
Ich möchte das Update auch nicht schönfärben, allerdings könnte es auch sein das "nur" das Beladungsmodell des Filters geändert wurde. Da sich ein Filter nicht homogen zusetzen dürfte sondern vermutlich eher inhomogen, ist es sicherer die Regeneration lieber öfter einzuleiten und so den Rußanteil gering zu halten. Auf diese Weise kann man dann vermeiden das Zonen mit hoher Rußbeladung entstehen die bei einer regeneration dann thermisch durchgehen können. Wenn weniger "Brennstoff" im Filter eingelagert ist, dann kann die Verbrennung im Filter auch besser kontrolliert werden.
das nervt aber - für Kurzstrecke alle 200 km Regeneration und wenn man häufig abbricht Ölverdünnung! Ganz zu schweigen das die AGR und Düsen zugesagt werden!
Meiner regeneriert seit dem update auch viel häufiger. 200 km kommt ungefähr hin. Davon leider auch viele Abbrüche wegen Kurzstrecke. Wir hatten nach dem update auch Probleme mit 2 Injektoren (Golf 1,6 tdi BLUEMOGEL 🙂 CAYC). Diese wurden ersetzt. Gestern wurde ein Abgastemperatursensor ( Teile Nr. 03l 906 088 J ) ersetzt. Hierauf keine Kulanz seitens des Freundlichen. Ich könnte aber auch hier einen Zusammenhang mit dem Update vermuten. Seht Ihr das auch so?
Nee, ich sehe das nicht so. Wäre zwar schön von VW gewesen, dieses einfach mit zumachen und einen Glücklichen Kunden zu haben, wobei das mit dem Glücklichen ja heutzutage ja auch nicht mehr so ist, weil viele es als Selbstverständlich ansehen, aber nen Temperaturfühler hatte auch vor dem Update schon solche Hitzen abkönnen müssen. Der muss nichtmal mehr Druck oder so aushalten, wo man noch irgendwie was argumentieren könnte.
Ist halt unschön, aber nicht auf das Update zu schieben.
Beitrag von @benje2 vom 24.11.2017
Zitat:
Golf 6 Variant CAYB 66kW 1,6TDI
Update seid 07.2017 bei 97.000km, nun 101.000km;
Leichter ruck bei vollast 2850 U/min. (während einer Regeneration stärker zu spüren);
Leistung im oberen Drehzahlbereich gefühlt weniger; (ab 2850U/min)
Regeneration alle max. 300km (manchmal auch schon bei ca. 250km)
Unter 15°C bessere Motorcharakteristik; über 20° Aussnetemp. wirkt der Motor schwach.
Verbrauch wie vor dem Update;
Bei kalten Außentemperaturen (<2 Grad) Anhebung der LL-Drehzahl. (Batterie OK, keine Regeneration angefordert) -> scheint eine neue "Funktion" der Update-Software zu sein.
Keine Fehler im MSG;
Meiner ruckt im Schub nun öfter. Bin mir noch nicht ganz sicher, glaube aber, es hängt mit der Regeneration zusammen
Diese unterschiede beim Update sind schon heftig....
Manche haben nichts ( mein Onkel mit dem 2.0TDI Tiguan) und bei anderen ist der Wagen schon am Ende 🙁
Würde ich gerne mal so einen Motor/Bauteile zerlegen 😉
Bei der Häufigkeit der Regeneration des DPF würde ich mir als VW Besitzer schon mal jeden Monat was ins Sparschwein stecken und auf einen neuen DPF sparen 😉 .
Was da den Kunden zugemutet wird, ist der größere Skandal an der ganzen Geschichte.
Zum Glück kaufen ja die Chinesen noch fleißig 😁
Kleines Update.
War heute ein Monat später als geplant aber einen Monat früher als nötig bei der Dekra zur Hauptuntersuchung und habe sie ohne Mängel ohne Update bestanden.