Geschwindigkeit nachträglich nachweisbar durch Auslesen von Stg?

Audi A3 8V

Hallo!

Eine recht kurze Frage und zwar ist es möglich anhand vom Motorsteuergerät oder Sicherheitsrelevanten Systemen wie z.B Airbags, ABS, ESP/ASR eine zuvor gefahrene Geschwindigkeit nachzuweisen?

Anhand eines Verkehrsunfalls wurde mein Auto von der Polizei beschlagnahmt (ohne das ich nennenswert Beteiligt bin, mein Auto oder Ich haben kein anderes Auto und oder Gegenstand/Person berührt, durch eine Zeugenaussage bin ich angeblich "schnell" gefahren und nun wird mir "Illegales Straßenrennen" vorgeworfen was natürlich vollkommener Schwachsinn ist da ich lediglich 55 in einer 30er gefahren bin um c.a 23.30.

Nun interessiert es mich natürlich was die Beamten bzw. die KTU aus meinem Auto rausholen kann?

Es handelt sich um einen Audi A3 8v Bj.2013 1.4 tfsi

Bin auf Rückmeldungen gespannt.

Beste Antwort im Thema

Du fährst (angeblich) 55 km/h in einer 30er-Zone und schreibst "lediglich" dazu? Mit Unfallfolgen?

Du gibst öffentlich zu, erheblich zu schnell gefahren zu sein, aber die entsprechende Zeugenaussage wertest Du mit "angeblich" und "Schwachsinn"?

Um die Einsicht Deines Fehlverhaltens scheint es offensichtlich nicht so gut bestellt...

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Ist mir ja noch nie passiert, sowas 🙂

Die Steuergeräte speichern sehr viel, sogar wieviel Sprit Du bei den letzten Betankungen eingefüllt hast. Einen Fahrdatenspeicher über die zuletzt gefahrenen Betriebszustände gibt es jedoch nicht. Deine zum Unfallzeitpunkt gefahrene Geschwindigkeit ist also nicht auszulesen.

Das lässt sich aber über die Drehzahl und den eingelegten Anfang ausrechnen

Das wird aber nicht gespeichert

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Zitat:

@Rasanty schrieb am 5. August 2020 um 13:02:37 Uhr:


Das wird aber nicht gespeichert

Sicher ?
Das kann sogar Renault in den aktuellen Modellen.

Ich spreche jetzt mal aus Erfahrung .
Sobald das Fahrzeug einen Fehler abspeichert , egal ob sporadisch oder dauerhafter Fehler, dann wird Tag ,Uhrzeit, Lastzustand, Drehzahl, Gaspedalstellung , Geschwindigkeit und in welchem Gang du unterwegs warst hinterlegt und kann dann ausgelesen werden.
Das gleiche geschieht sobald du in einem Unfall verwickelt bist, dort wird dann auch noch , sobald die Crashsensoren auslösen, gespeichert ob du zum Zeitpunkt des Aufpralls gebremst hast. Das ist mir schon passiert deshalb weiß ich das.
Es werden aber nicht dauerhaft deine Fahrzustände gespeichert. Darüber habe ich auch mit einem Bekannten gesprochen und der ist auch Unfallgutachter.
Wenn ein Fahrzeug sichergestellt wird , wie beim Fragesteller, dann wird nur ermittelt ob er Beteiligter einer Straftat war, oder es wird vermutet das sein Fahrzeug nicht für den Verkehr zugelassen ist. Z.b. durch nicht eingetragene Tuning Maßnahmen.

Wenn der TE Pech hat, bekommt er sein Fahrzeug garnicht mehr zurück...

https://www.motor-talk.de/.../...uch-mietwagen-einziehen-t6188469.html

Da stellt sich mir aber doch die Frage der Verhältnismäßigkeit.
Bei 55 km/h laut Tacho in einer 30er Zone von rasen zu sprechen, finde ich dann doch etwas lächerlich.

Zitat:

@heiko779 schrieb am 5. August 2020 um 14:00:38 Uhr:


Ich spreche jetzt mal aus Erfahrung .
Sobald das Fahrzeug einen Fehler abspeichert , egal ob sporadisch oder dauerhafter Fehler, dann wird Tag ,Uhrzeit, Lastzustand, Drehzahl, Gaspedalstellung , Geschwindigkeit und in welchem Gang du unterwegs warst hinterlegt und kann dann ausgelesen werden.
Das gleiche geschieht sobald du in einem Unfall verwickelt bist, dort wird dann auch noch , sobald die Crashsensoren auslösen, gespeichert ob du zum Zeitpunkt des Aufpralls gebremst hast. Das ist mir schon passiert deshalb weiß ich das.

Da reicht die Erfahrung nicht aus.
Was du da beschreibst ist die Schicht 1 , also der Normale Diagnosezugang.
Es werden aber viel mehr Daten gespeichert und sogar teilweise an den Hersteller übertragen.

Siehe Bild

Zitat:
Datensammeln in der Mercedes B-Klasse

Bei der Mercedes B-Klasse, die mit dem System me-connect ausgestattet ist, fanden die vom ADAC beauftragten Experten beispielsweise heraus, dass das System etwa alle zwei Minuten die GPS-Position des Fahrzeugs sowie Kilometerstand, Verbrauch oder Reifendruck an den Hersteller übermittelt. Auch die Zahl der Gurtstraffungen wird gespeichert, etwa aufgrund starken Bremsens.

Mal bei Google "datenspeicher auto nichts bleibt geheim" eingeben, dann bekommt man einen kleinen Eindruck was da heute so möglich ist.

Schicht

Zitat:

@Danny_Wilde schrieb am 5. August 2020 um 14:52:47 Uhr:


Da stellt sich mir aber doch die Frage der Verhältnismäßigkeit.
Bei 55 km/h laut Tacho in einer 30er Zone von rasen zu sprechen, finde ich dann doch etwas lächerlich.

Naja das ist fast doppelt so viel wie erlaubt.

Und in der Regel wird ja eine 30er Zone ausgewiesen weil dort 50 km/h schon zu viel sind.

Und in dem Fall ist es wohl erst Recht berechtigt wenn es zu einem Unfall gekommen ist, da haben dann die Schilder wohl nicht umsonst da gestanden.

Und wenn es tatsächlich unter illegales Rennen fällt dann sprechen wir ja neuerdings von einer Straftat.

Aber solang er keine Angaben zu seiner gefahrenen Geschwindigkeit macht und von ihm keine Bremspuren sichtbar sind , die auf seine Geschwindigkeit Rückschlüsse zulassen, können sie ihm nix. Polizei muss ihm ja nachweisen können wie schnell er war und des geht halt nur mit Blitzerfoto oder wenn sie ihn gefilmt haben. Zeugenaussagen sind da eher uninteressant, da ja jeder ein anderes empfinden, was Geschwindigkeiten von vorbeigefahrenden Fahrzeugen angeht, hat.

@ TT-Eifel hier geht's ja um nen alten A3 von 2013 der sendet bestimmt nix ans Werk. Sowas wie Ferndiagnose gibt's meines Wissens nach beim 8V nicht.

Zitat:

@heiko779 schrieb am 5. August 2020 um 15:36:36 Uhr:


Aber solang er keine Angaben zu seiner gefahrenen Geschwindigkeit macht und von ihm keine Bremspuren sichtbar sind , die auf seine Geschwindigkeit Rückschlüsse zulassen, können sie ihm nix.

Nix einfacher das dazu braucht man nur Drehzahl, Gang und Reifengröße.
Dann weiß man die genaue Geschwindigkeit.

Zitat:

@heiko779 schrieb am 5. August 2020 um 15:40:53 Uhr:


@ TT-Eifel hier geht's ja um nen alten A3 von 2013 der sendet bestimmt nix ans Werk. Sowas wie Ferndiagnose gibt's meines Wissens nach beim 8V nicht.

Dazu braucht man ja keine Ferndiagnose.
Lies das mal durch

Wenn kein Fehler eingetragen wurde, sind auch keine Umgebungsdaten geloggt. Wo sollen die dann herkommen? Der TE war ja nur "anwesend". Ich denke auch nicht, dass Audi das drauf hat. Die sind technisch relativ weit hinter der Konkurrenz geblieben. 😉

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