Beim Ölwechsel versehentlich 0,5 ltr. Motoröl über Max eingefüllt

Porsche Boxster 2 (987)

Kann da was passieren ? Beim Betrieb merkt man nichts.

49 Antworten
Zitat:
@Tommmi schrieb am 2. August 2025 um 18:57:08 Uhr:
Ein halber Liter macht überhaupt nichts, was sind das für Bangebuchsen, die Verunsicherung schüren ?
Wenn ich zum Gardasee mit meiner Harley fahre schütte ich absichtlich 250-400 ml mehr drauf, da ist Ruhe. Nach 2-3000 km zurück ist der Level dann topp ! Und das ist kein alter Ofen !!

Ach herrje, was soll das denn? Das ist ein Opamotor. Irre...

Dann mach das mal mit einem 1.5 D Golf 1 Motor und suche hohe Drehzahlen auf. Der gibt dann automatisch irgendwann Gas, da der Diesel auch Motoroel verbrennt.

Es ist immer die Frage, wie empfindlich die Konstruktion ist. Und ein Sportwagen solle aufgrund der Kräfte, welche auf das Motoroel durch Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahren konstruktiv mit mehr Luft ausgelegt worden sein, was den Oelstand im Kurbelgehäuse betrifft. Deshalb sollte, wenn man nichts extremes anstellt, auch nichts passieren.

Helfen diese Diskussionen wirklich weiter?

Ich selbst besitze einen 987.2, und ich würde (und müsste) lässig einige Euro investieren (habe keine Hebebühne), um hier jedes Risiko auszuschließen.

Ehrlich gesagt, würde ich dem TE empfehlen, einen weiteren Ölwechsel durchzuführen und diesmal ein Überfüllen vermeiden. Neuer Dichtring für die Ablassschraube, aber den gleichen Ölfilter verwenden. Und 'was dazugelernt.

Die Kosten dafür gehen nicht durch die Decke. Und einen Harley V2 kann man natürlich bei aller Liebe (!) nicht mit einem Porsche Flat 6 der Generation 2009+ vergleichen. Sonst müsste Harley-D. ja bei echten Motorrad-Sport-Events mitfahren :-). Ich habe schon mindestens 2 mal bei (Honda-/Kawasaki-) Motorrädern eine Überfüllung korrigiert. Das waren allerdings 4-in-line Motoren, die keinen Trockensumpf haben, da ging ich auch kein Risiko ein ( 1 x Komplett-Ölwechsel, 1 x Schrauben-Ablasskunst ).

Ich finde es schon ziemlich fahrlässig, wenn nicht sogar wenig geübt und schädigend für den Themenstarter, wenn hier anscheinend mit oder trotz wenig wirklicher Ahnung von der Materie und nur nach reinem Gefühl dazu geraten wird, einfach nichts zu tun. Und ein Vergleich mit einem Harley-Motor ist schon hanebüchend.

Aber ist ja nicht Euer Auto und Motor. Da kann man ja schon mal so was raushauen.

Der Aufwand, den Ölstand einfach durch erneuten Ölwechsel korrekt herzustellen, steht in keinem Verhältnis zu doch möglichen Motorschäden. Oder werden hier nur Leasing-Fahrzeuge gefahren, wo es nicht drauf ankommt?

Ich falle hier bald vom Glauben ab und würde das Risiko auf keinen Fall eingehen. Porsche hat sich schon was bei der vorgesehenen Oelmenge gedacht. Das hat nix mit Angstmacherei zu tun, sondern nur mit Menschenverstand und angemessener Risiko-und Aufwand-Abschätzung.

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Zitat:@Orgelmatt schrieb am 2. August 2025 um 17:29:23 Uhr:

Kennt ihr den Motor vom 987? Der Ölfilter sitzt ziemlich unten, wird er herausgeschraubt, läuft fast alles Öl dahin.Auch Absaugen ist nicht möglich, da das Zulaufrohr (Einfüllstutzen) mehrfach gebogen ist und man mit einem Schlauch definitiv hängenbleibt und niemals im Sumpf ankommt. Einen Peilstab, der in den Sumpf reicht, hat der 987 nicht. Bitte NICHT PROBIEREN! Ein fest hängender Schlauch, der nicht mehr heraus möchte wird ein interessantes Gesicht beim Mechaniker erzeugen.Bleiben zwei Möglichkeiten: (1.) Alles Öl ablassen und (entsprechend weniger) wieder einfüllen. (2.) Auf (1.) durch geeigneten Behälter vorbereitet sein, aber versuchen, durch sehr vorsichtiges Öffnen der Ölablassschraube nur einen Liter oder weniger zu entnehmen. Wenn gerade erst gewechselt, sollte der Dichtring das abkönnen. Trotzdem danach natürlich auf Dichtigkeit prüfen.

Hier würde ich noch die Staubsaugermethode mit ins Spiel bringen… siehe auch YT. Am besten am kalten Motor.

Am Einfülldeckel einen Staubsauger anbingen und einschalten. Auffangbehälter drunter stellen. Ölablassschraube raus (da läuft kein Öl raus) Finger drauf. Finger drauf, staubsauger aus. Nun soviel ablassen, wie man möchte. Staubsauger an, Schraube rein.

Wie geschrieben, hab das auch schon mal selbst praktiziert, als ich einen siffenden Dichtring hatte.

Klappt wunderbar.

Gruß

Al

Wenn man den Oelfilter ausbaut, läuft nur das Oel aus den Oelkanälen nach. Da diese klein sind und verwinkelte, ist die Frage, ob da die Luft reinkommt. Die andere Seite, Richtung Oelsumpf ist durch die Pumpe versperrt. Ja es läuft auch Oel durch die Pumpe, wenn sie sich nicht dreht, aber die Spalte betragen 1 bis 2/10 mm.

Vielen Dank für die guten Ratschläge. Das seltsame ist der Auspuff ist nicht verrußt nach 500 Km und hat nur ganz geringe dunkle Staubablagerungen, beim Anlassen und während der Fahrt ist kein Qualm zu sehen. Während der Fahrt bin nicht über 3000 Umdrehungen gefahren also reine Spazierfahrt. Sicherheitshalber werde ich aber vorsichtig über die Ölablassschraube die Ölmenge korrigieren. Ich habe nicht den Eindruck das bisher ein Schaden entstanden ist.

Der TE schreibt ja nur "Beim Ölwechsel versehentlich 0,5 ltr. Motoröl über Max eingefüllt". Was heißt das eigentlich? Also hast du von der absoluten Menge zu viel eingefüllt oder zeigt die Ölstandanzeige das so an?

Zitat:
@Panamera schrieb am 3. August 2025 um 08:48:46 Uhr:
Der TE schreibt ja nur "Beim Ölwechsel versehentlich 0,5 ltr. Motoröl über Max eingefüllt". Was heißt das eigentlich? Also hast du von der absoluten Menge zu viel eingefüllt oder zeigt die Ölstandanzeige das so an?

Statt 7,75 ltr habe ich 8,25 ltr eingefüllt.

Ich mache jetzt mal den Optimisten:

Wenn statt 7,75 ltr 0,25 ltr. mehr in die Ölwanne eingefüllt werden, dürfte das noch kein großes Problem sein. Die tatsächliche Überfüllung liegt dann bei 0,25 Ltr.

Der Optimist hat sich das jetzt etwas zurecht gebogen.🤔

Die Frage an die Fachleute ist, ob die Menge, die im Ölfilter verbleibt, da noch draufkommt oder es wirklich die Gesamtmenge inkl. Berücksichtigung des Ölfilters ist?

Was sagt denn die Ölstandanzeige? Zwischen min. und max. liegt ja ein Liter - dann müsste das je deutlich zu sehen sein.

Im betriebswarmen Zustand liegt der Ölpegel über max. Im kalten Zustand,ca. 2 Stunden nach Fahrt, geht er zurück auf max. weil das Öl sich etwas eindickt wenn es abkühlt. Angeblich liegt die Differenz bei einem 5W-50er Motoröl um die 6% zwischen warm und kalt.

Zitat:
@85mz85 schrieb am 3. August 2025 um 07:50:13 Uhr:
Wenn man den Oelfilter ausbaut, läuft nur das Oel aus den Oelkanälen nach. Da diese klein sind und verwinkelte, ist die Frage, ob da die Luft reinkommt. Die andere Seite, Richtung Oelsumpf ist durch die Pumpe versperrt. Ja es läuft auch Oel durch die Pumpe, wenn sie sich nicht dreht, aber die Spalte betragen 1 bis 2/10 mm.

Interessant, das wusste ich nicht. Hast du das schon mal praktisch umgesetzt? Sollte man den O-Ring des Ölfiltergehäuses dann erneuern oder kann der einen Aus- / Einbau lässig ab?

Schon über 1000x. Ist ja eigentlich auch logisch, denn sonst müßte die Oelpumpe erst mal alle Oelkanäle füllen, bevor Öel an jeder Schmierstelle ankommt. Wenn ein Fahrzeug sehr lange steht oder der Ölfilter ersetzt wird, merkt man das auch an der längeren Zeit, bis die Kontrolleuchte ausgeht/ der Oeldruck steigt. Wenn die Dichtung neu ist und noch nicht sich deformiert hat/ausgehärtet ist, sollte das funktionieren. Eine Beschädigung der Oberfläche sollte man sichtprüfen.

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