320d xdrive auf Euro 6 umrüsten?
Hallo zusammen.
Ich besitze einen 320d xdrive mit Euro 5.
Bis jetzt habe ich immer nur die Aussagen gehört, dass das umrüsten nur mit dem adblue geht und diese so gut wie nicht zum nachrüsten ist.
Heute habe ich was gelesen, dass bei vielen Modellen es einen speicherkat gibt. Der diese Euro 6 erfüllt.
Wie sieht es mit den Modellen xdrive aus?
Gibt es hierzu schon genauere Infos?
Mfg Christian
Beste Antwort im Thema
...wesentliche Hürde beim EUR6-Test ist die Beschleunigungsprüfung. Dabei ist entscheidend, wie groß die Fahrzeugmasse im Verhältnis zum Drehmoment des Motors ist. Kurz gesagt: Muss sich der Motor zu sehr mühen, entsteht zuviel NOx.
Da xDrive-Modelle etwas schwerer sind, schaffen viele - bei gleicher Motorisierung - den Test nur mit AGR + NOx-Speicherkat + SCR-Technik (AdBlue).
Die 3er-xDrive-Modelle sind hinreichend leicht, deshalb geht es bei denen auch mit AGR + NOx-Kat - ebenso beim M550, weil der genug Dampf hat.
Wie EUR5 ist EUR6 ja eine "Prüfstandsnorm", die natürlich günstigst möglich erfüllt wird.
Wenn also das relativ geringe Mehrgewicht des xDrive entscheidet, ob SCR verwendet werden muss, heißt das doch, dass ein NOx-Kat lediglich ein Feigenblatt ist.
Das ist SCR zwar auch, weil es nur unter den praxisfremden Testbedingungen aktiv ist, aber die Anwendung kann durch Softwareänderungen auch auf andere Betriebszustände ausgedehnt werden - allerdings braucht man dann viel mehr AdBlue...für größere Vorratstanks ist aber kein Platz.
Eine Umrüstung auf EUR6 per NOX-Speicherkat wird wohl mit überschaubaren Kosten verbunden sein, dient aber nicht dem Umweltschutz.
Im Anhang ist eine Auflistung der 2015er SCR-Modelle.
mm
89 Antworten
Ich finde das alles total übertrieben, die das alle vorschlagen sollte man in den hinterm treten. Andere Länder scheren sich einen Dreck um die Umwelt. Klar muss man sich mittelfristig von Verbrennern verabschieden, aber nicht von heute auf morgen sondern wenn es gute Alternativen gibt. Sonst ist das so wie mit den Atomkraftwerken die wir von heute auf morgen abgeschaltet haben aber noch keine Alternative hatten. Das hat den Steuerzahler auch wieder eine Menge Geld gekostet. Man sollte jetzt die Diesel und Benziner weiter fahren lassen und an sauberen Autos weiter bauen. Nach ca 10 Jahren hat sich das dann langsam erledigt weil die meisten Stinker auch meiner dann in Polen fahren mit den gleichen Abgasen wie jetzt bei uns. Aber von heute auf morgen ein Fahrverbot ist idiotisch.
Zitat:
@DerDiabolus schrieb am 24. März 2017 um 10:06:53 Uhr:
Ich finde das alles total übertrieben, die das alle vorschlagen sollte man in den hinterm treten. Andere Länder scheren sich einen Dreck um die Umwelt. Klar muss man sich mittelfristig von Verbrennern verabschieden, aber nicht von heute auf morgen sondern wenn es gute Alternativen gibt. Sonst ist das so wie mit den Atomkraftwerken die wir von heute auf morgen abgeschaltet haben aber noch keine Alternative hatten. Das hat den Steuerzahler auch wieder eine Menge Geld gekostet. Man sollte jetzt die Diesel und Benziner weiter fahren lassen und an sauberen Autos weiter bauen. Nach ca 10 Jahren hat sich das dann langsam erledigt weil die meisten Stinker auch meiner dann in Polen fahren mit den gleichen Abgasen wie jetzt bei uns. Aber von heute auf morgen ein Fahrverbot ist idiotisch.
Soweit ich weiß ist Polen auch in der EU und angestoßen wurde die ganze Thematik in den USA. In Deutschland hingegen hat man das Thema langezeit großzügig übersehen.
http://www.auto-motor-und-sport.de/.../...estung-moeglich-4411606.html
Abwarten und Tee trinken
Zitat:
@Goubilas schrieb am 24. März 2017 um 13:32:59 Uhr:
http://www.auto-motor-und-sport.de/.../...estung-moeglich-4411606.htmlAbwarten und Tee trinken
Genau solche Nachrüstlösungen werden dann aber nicht weiterhelfen, wenn die Fahrerlaubnis nicht nur von der Erfüllung der EU6-Norm, sondern von den im wirklichen Betrieb ausgestoßenen Emiisionen abhängt. Der BUND fordert ja ein Verkaufsverbot auch für Fahrzeuge, welche die EU6-Norm erfüllen, aber halt nur auf dem Prüfstand. Da dürften eine Nachrüstlösung mit großer Sicherjeit dazugehören.
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Zitat:
@DerDiabolus schrieb am 24. März 2017 um 10:06:53 Uhr:
Klar muss man sich mittelfristig von Verbrennern verabschieden, aber nicht von heute auf morgen sondern wenn es gute Alternativen gibt. Sonst ist das so wie mit den Atomkraftwerken die wir von heute auf morgen abgeschaltet haben aber noch keine Alternative hatten. Das hat den Steuerzahler auch wieder eine Menge Geld gekostet.
Was ist das denn für eine Argumentation? Erstens war die Kraftwerkabschaltung offenbar kein Problem oder wurde es irgendwo dunkel? Zweitens hat das den Steuerzahler NOCH gar nichts gekostet, die Kosten in Form von Strafzahlungen an die Betreiber werden erst per Gerichtsprozess entschieden wenn ich mich nicht täusche. Drittens ist der Diesel schon seit Ewigkeiten in der Diskussion. Und irgendwann muss auch mal Druck aufgebaut werden, dafür, dass die deutschen Autobauer alles verpennt haben (vermutlich mit Absicht) kann die Gesetzgebung nichts.
Das soll allerdings nicht heißen, dass ich das €5-Verbot gutheiße.
Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 24. März 2017 um 14:24:51 Uhr:
Zitat:
@Goubilas schrieb am 24. März 2017 um 13:32:59 Uhr:
http://www.auto-motor-und-sport.de/.../...estung-moeglich-4411606.htmlAbwarten und Tee trinken
Genau solche Nachrüstlösungen werden dann aber nicht weiterhelfen, wenn die Fahrerlaubnis nicht nur von der Erfüllung der EU6-Norm, sondern von den im wirklichen Betrieb ausgestoßenen Emiisionen abhängt. Der BUND fordert ja ein Verkaufsverbot auch für Fahrzeuge, welche die EU6-Norm erfüllen, aber halt nur auf dem Prüfstand. Da dürften eine Nachrüstlösung mit großer Sicherjeit dazugehören.
Das würde doch aber auch jede Menge Benziner betreffen, oder nicht? Also wenn es nach realem Ausstoss im Fahrbetrieb ginge, dann würden auch €6-Benziner (Direkteinspritzer) rausfallen. Ist leider etwas zum Kotzen, dass man aktuell keinerlei Sicherheit hat, wenn man ein Auto kaufen möchte.
Zitat:
@asphyx89 schrieb am 24. März 2017 um 16:20:28 Uhr:
Zitat:
@DerDiabolus schrieb am 24. März 2017 um 10:06:53 Uhr:
Klar muss man sich mittelfristig von Verbrennern verabschieden, aber nicht von heute auf morgen sondern wenn es gute Alternativen gibt. Sonst ist das so wie mit den Atomkraftwerken die wir von heute auf morgen abgeschaltet haben aber noch keine Alternative hatten. Das hat den Steuerzahler auch wieder eine Menge Geld gekostet.Was ist das denn für eine Argumentation? Erstens war die Kraftwerkabschaltung offenbar kein Problem oder wurde es irgendwo dunkel? Zweitens hat das den Steuerzahler NOCH gar nichts gekostet, die Kosten in Form von Strafzahlungen an die Betreiber werden erst per Gerichtsprozess entschieden wenn ich mich nicht täusche. Drittens ist der Diesel schon seit Ewigkeiten in der Diskussion. Und irgendwann muss auch mal Druck aufgebaut werden, dafür, dass die deutschen Autobauer alles verpennt haben (vermutlich mit Absicht) kann die Gesetzgebung nichts.
Das soll allerdings nicht heißen, dass ich das €5-Verbot gutheiße.
Na da kennt sich ja einer aus was Strom angeht. Wer hat denn die erneuerbaren Energien bezahlt? Wer zahlt denn die Demontage von der Atomkraftwerke? Das wird doch wieder von den Energiekonzernen auf den Verbraucher umgerechnet und die schaufeln Millionen an die Seite. Genau so wie die Autoindustrie und mal wieder auf Thema zu kommen. Die Autokonzerne haben doch gar kein Interesse an Umrüstung oder warum sagen sie das es technisch nicht möglich ist. Twintec zeigt ja das es doch möglich ist.
Zitat:
@DerDiabolus schrieb am 24. März 2017 um 17:07:09 Uhr:
Wer zahlt denn die Demontage von der Atomkraftwerke?
Wer zahlt denn die Endlagerung des radioaktiven Abfalls?
Zitat:
@DerDiabolus [url=http://www.motor-talk.de/.../...auf-euro-6-umruesten-t5974984.html?...]
De Autokonzerne haben doch gar kein Interesse an Umrüstung oder warum sagen sie das es technisch nicht möglich ist. Twintec zeigt ja das es doch möglich ist.
Genau wie mit Tachobetrug oder der kryptographisch abgesicherten Wegfahrsperre: es sei unmöglich/teuer/impraktikabel bis ein Drittanbieter zeigt dass es doch möglich, günstig und sehr praktikabel ist. Alles Frage des Willens also.
Zitat:
@lightyear36 schrieb am 24. März 2017 um 21:11:15 Uhr:
Zitat:
@DerDiabolus [url=http://www.motor-talk.de/.../...auf-euro-6-umruesten-t5974984.html?...]
De Autokonzerne haben doch gar kein Interesse an Umrüstung oder warum sagen sie das es technisch nicht möglich ist. Twintec zeigt ja das es doch möglich ist.
Genau wie mit Tachobetrug oder der kryptographisch abgesicherten Wegfahrsperre: es sei unmöglich/teuer/impraktikabel bis ein Drittanbieter zeigt dass es doch möglich, günstig und sehr praktikabel ist. Alles Frage des Willens also.
Es ist doch aber überhaupt nicht klar, ob dieser Umbau irgendwelche negativen Auswirkungen auf sonstige Eigenschaften des Fahrzeugs haben wird, für welche der Hersteller nicht garantieren will.
Die Hersteller setzen doch diese ganzen Temperaturfenster, innerhalb derer das Abgas nur maximal gereinigt wird deswegen ein, um den Motor zu schützen.
Und wenn man mal etwas weiter denkt: bei der Serie haben die Hersteller selbst die Kontrolle über die Abgasprüfverfahren. Bei Nachrüstlösungen wäre das nicht mehr der Fall. So könnte ganz schnell herauskommen, dass die Fahrzeuge in Serie die Werte auch nicht mit völlig astreinen Methoden erreichen. 😉
Daran haben die Hersteller natürlich keine Interesse.
Zitat:
@asphyx89 schrieb am 24. März 2017 um 16:22:02 Uhr:
Ist leider etwas zum Kotzen, dass man aktuell keinerlei Sicherheit hat, wenn man ein Auto kaufen möchte.
Trugschluss - Ottomotor mit Saugrohreinspritzer kaufen, ab besten mit Flüssiggas als Antrieb. Billig wie Diesel und maximal schadstoffarm. Auf den Straßen fahren Millionen derartiger Fahrzeuge herum (also Benziner ohne DI mit mindestens Euro 3), teilweise 20 Jahre alt, trotzdem dürfen die überall einfahren und erfüllen die Kriterien der geplanten Blauen Plakette.
Zitat:
@heb66 schrieb am 15. März 2017 um 17:06:17 Uhr:
Wie finde ich die Anwesenheit eines NOx Kats raus?
Das ist bei BMW Dieselmotoren recht einfach. Haben die Euro 6, jedoch keine Möglichkeit, das Additiv "Ad Blue" einzufüllen (dann wäre ein SCR - System verbaut), dann ist automatisch ein Speicherkat verbaut. Nach Euro 6 eingestufte Dieselmotoren ohne Speicherkat gab es bei BMW nie. Allerdings gibt es auch beides in Kombination, also Speicher, - und SCR - Kat, allerdings erst ab dem BMW 5er aufwärts.
Zitat:
@Jens Zerl schrieb am 24. März 2017 um 22:09:14 Uhr:
Zitat:
@lightyear36 schrieb am 24. März 2017 um 21:11:15 Uhr:
Genau wie mit Tachobetrug oder der kryptographisch abgesicherten Wegfahrsperre: es sei unmöglich/teuer/impraktikabel bis ein Drittanbieter zeigt dass es doch möglich, günstig und sehr praktikabel ist. Alles Frage des Willens also.Es ist doch aber überhaupt nicht klar, ob dieser Umbau irgendwelche negativen Auswirkungen auf sonstige Eigenschaften des Fahrzeugs haben wird, für welche der Hersteller nicht garantieren will.
Die Hersteller setzen doch diese ganzen Temperaturfenster, innerhalb derer das Abgas nur maximal gereinigt wird deswegen ein, um den Motor zu schützen.
Und wenn man mal etwas weiter denkt: bei der Serie haben die Hersteller selbst die Kontrolle über die Abgasprüfverfahren. Bei Nachrüstlösungen wäre das nicht mehr der Fall. So könnte ganz schnell herauskommen, dass die Fahrzeuge in Serie die Werte auch nicht mit völlig astreinen Methoden erreichen. 😉
Daran haben die Hersteller natürlich keine Interesse.
Ist wie mit Chiptuning: wenn man sich auskennt und es im Kontext des Gesamtsystems tut (z.B die Toleranzen abhängiger Komponenten berücksichtigt bzw. diese verstärkt, sowie innerhalb der Temperaturlimits bleibt bzw. zusätzliche Kühlung verbaut wo es nötig ist), dann ist es schon qualitativ sowie folgen-technisch was Anderes als eine 0800-Box aus der Bucht. Darauf kann man sogar Garantie geben. Natürlich kostet eine solche Lösung entsprechend signifikant mehr.
So ähnlich stelle ich mir eine Umrüstlösung für die Abgasreinigung vor. Der Anbieter wird sich darauf sicherlich spezialisieren und alle von Dir erwähnten Punkte bestens kennen und zwar pro Fahrzeug bzw. pro Motor. Ferner wird er Dutzende wenn nicht Hunderte Feldversuche durchgeführt haben sodass er für seine Lösung reinen Herzens in Form einer Garantie bürgen kann. Dafür wird der Preis selbstverständlich entsprechend ausfallen.
Bei dem weiter oben verlinkten Artikel mit dem nachgerüsteten Passat scheinen mir all diese Punkte gegeben zu sein. Es sieht nach einem Verbund der Massnahmen aus wo mehrere Komponenten an verschiedenen Positionen entlang des Abgasstrangs integriert sind. Dass man sie dort willkürlich drangepflanscht hat ist im Kontext des Gesamtaufwands eher unwahrscheinlich. Der Preis deutet ebenfalls auf etwas Auseinandersetzung mit der Materie hin.
Ein weiterer wichtiger Punkt: wenn Fahrverbore tatsächlich relativ schnell und flächendeckend kommen, wird ein grosser Markt für Umrüstlösungen entstehen. Es werden dann mehrere Anbieter um die bessere Lösung konkurrieren, und undurchdachte 0800-Systeme werden einfach keine Chance haben. Ferner prophezeie ich dass Autohersteller ebenfalls ein Stück vom Küchen haben wollen werden, und sehr schnell eine "doch praktikable" Lösung herausrücken werden. Das wird insbesondere dann der Fall sein wenn die Umrüstung vom Staat subventioniert sein sollte. Staatsgelder haben sich Konzerne noch nie entgehen lassen.
Zitat:
@lightyear36 schrieb am 25. März 2017 um 01:28:02 Uhr:
So ähnlich stelle ich mir eine Umrüstlösung für die Abgasreinigung vor. Der Anbieter wird sich darauf sicherlich spezialisieren und alle von Dir erwähnten Punkte bestens kennen und zwar pro Fahrzeug bzw. pro Motor. Ferner wird er Dutzende wenn nicht Hunderte Feldversuche durchgeführt haben sodass er für seine Lösung reinen Herzens in Form einer Garantie bürgen kann. Dafür wird der Preis selbstverständlich entsprechend ausfallen.
Die andere Möglichkeit wäre, dass er einfach eine gute Gelegenheit sieht Geld zu verdienen. 😉
Zitat:
@DerDiabolus schrieb am 24. März 2017 um 10:06:53 Uhr:
Ich finde das alles total übertrieben, die das alle vorschlagen sollte man in den hinterm treten. Andere Länder scheren sich einen Dreck um die Umwelt. Klar muss man sich mittelfristig von Verbrennern verabschieden, aber nicht von heute auf morgen sondern wenn es gute Alternativen gibt. Sonst ist das so wie mit den Atomkraftwerken die wir von heute auf morgen abgeschaltet haben aber noch keine Alternative hatten. Das hat den Steuerzahler auch wieder eine Menge Geld gekostet. Man sollte jetzt die Diesel und Benziner weiter fahren lassen und an sauberen Autos weiter bauen. Nach ca 10 Jahren hat sich das dann langsam erledigt weil die meisten Stinker auch meiner dann in Polen fahren mit den gleichen Abgasen wie jetzt bei uns. Aber von heute auf morgen ein Fahrverbot ist idiotisch.
Problem ist ja die durch EU Gesetzte geregelte Grenzbelastungen von Giftstoffen. Diese gelten auch in Polen, können dort auch eingeklagt werden.
Das Thema mit den Belastungen in gewissen Städten sind schon uralte Themen und es kommt nicht plötzlich. es hat sich bisher nur keiner dafür interessiert.
Weil eben nichts unternommen wird, steigt ständig die Krebsquote.... interessiert eigentlich auch niemanden, solange man nicht selbst betroffen ist...
gretz
Die Schlinge zieht sich weiter zu:
http://www.spiegel.de/.../...mburg-auf-max-brauer-allee-a-1145774.html