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26.01.2022 14:48    |    Hikkamonster    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: borgward oldtimer, elektro lkw dl 5, elektro-mobilität, elektro-oldtimer, fischereihafen bremerhaven, hansa-lloyd bremen, hansa-lloyd elektro-lkw, hansa-lloyd elektro-oldtimer, hansa-lloyd elektro-schlepper, hansa-lloyd oldtimer, hansa-lloyd werke

Der Hansa-Lloyd Elektro-Schlepper Typ DL 5 – Hansa-Lloyd Werke A.G. Bremen-Hastedt

 

Wer glaubt, dass Tesla die Elektro-Mobilität erfand, der ist gehörig auf dem Holzweg!

 

Denn... Anfang des 20. Jahrhunderts war überhaupt noch nicht klar, welche Antriebsart sich beim kürzlich erfundenen Automobil durchsetzen würde.

 

Neben den bekannten Verbrennungs-Motoren der deutschen Erfinder Nikolaus August Otto und Rudolf Diesel gab es seinerzeit auch Automobile mit Dampfantrieb wie den Stanley Steamer und das White Steam Car, das auch vom damaligen US-Präsidenten Taft gefahren wurde und eben… viele verschiedene Elektro-Automobile deutscher, europäischer und US-amerkanischer Fabrikate.

 

Verbrennungsmotor, Dampfantrieb oder das Elektro-Auto… wer machte das Rennen?

 

Die Anrwort ist allgemein bekannt. Schon vor dem Ersten Weltkrieg setzten sich bei den Pkw die Benziner durch. Ihr Durchbruch gelang unter anderem auch durch die Erfindung des elektrischen Anlassers, der das unbequeme und nicht ganz ungefährliche Anlassen per Handdrehkurbel überflüssig machte.

 

Dazu war der grösste Vorteil der Verbrenner die grosse Reichweite bei raschem Betanken und gleichzeitig höherem möglichen Dauer-Tempo.

 

Eine Nische fanden dagegen Elektro-Nutzfahrzeuge noch in den 1920er und 30er-Jahren.

 

Aus dieser bewegten Zeit stellen wir hier drei Exemplare des Hansa-Lloyd Elektro-Schleppers vom Typ DL 5 der Bauzeit von 1923 bis 1935 vor, die Jahrzehntelang in Bremerhavens Fischereihafen im Einsatz waren.

 

Die Hansa-Lloyd-Werke sind wohl die grösste Elektro-Fahrzeugfabrik in Deutschland gewesen. So produzierte das Unternehmen bzw. sein Vorläufer, die Hansa-Automobil GmbH in Varel , ab 1906 zeitweise genauso viele Elektro- wie Benzinfahrzeuge.

 

1929 erwarb Carl F. W. Borgward zusammen mit Wilhelm Tecklenborg die konkursreifen Hansa-Lloyd Werke als Grundstein seines späteren Bremer Automobil-Konzerns.

 

Der Hansa-Lloyd Elektro-Schlepper Typ DL 5 - ein Fahrzeug-Porträt.

 

Den nötigen Strom für diesen Elektro-LKW lieferten auswechselbare, eine Tonne schwere Batteriepacks mit bis zu 40 Bleiakku-Sätzen, die in einer zentralen Ladestation geladen wurden. Einige weitere technische Einzelheiten dieses Pioniers für Elektro-LKW:

 

  • Hersteller – Hansa-Lloyd Werke A.G.
  • Gewicht des Fahrgestells mit Batterie – 3.250 kg
  • Kettenantrieb – Vollgummi-Bereifung mit 97 cm Raddurchmesser
  • 14 PS-Gleichstrom-Elektromotor auf einer Vorlegewelle vor der Hinterachse
  • Höchstgeschwindigkeit 12 bis 16 kmh
  • Aktionsradius – 40 km in der Ebene

 

Die Batteriepacks waren in Holzkisten untergebracht, die zum Laden einfach ausgetauscht wurden, so dass die Ladezeiten die Fahrzeiten nicht beeinträchtigten.

 

Nutzbringend waren abgasfreie Elektrofahrzeuge seit langem insbesondere in geschlossenen Hallen und/oder in der Lebensmittel-Porduktion.

 

So waren die gezeigten Hansa-Lloyd DL 5 Elektro-Schlepper viele Jahre in den Auktionshallen des Fischereihafens in Bremerhaven unterwegs.

 

Mit einem halben Dutzend Elektroschlepper versorgte beispielsweise die Bremerhavener Eiswerk GmbH die dortigen Auktionshallen, die Fangflotten, aber auch Passagierschiffe mit Trockeneis zur Kühlung von Frischfisch und anderen Lebensmitteln, geruch- und fast geräuschlos.

 

Das letzte Exemplar dieser Elektro-Oldtimer-Flotte ging dort erst im Jahre 2003 in den Ruhestand.

 

Auch die deutsche Reichspost unterhielt Stand 1938 eine Flotte von mehr als 2.600 elektrischen Paket-Auslieferungsfahrzeugen, die sowohl bei Hansa-Lloyd als auch von der Berliner Firma Bergmann bezogen wurden.

 

In der Vorkriegszeit hatten aber auch verschiedene Stadt- und Forst-Verwaltungen Elektro-LKW im Einsatz.

 

Borgward Nutzfahrzeuge – die LKW- und Transporter-Oldtimer aus Bremen-Sebaldsbrück.

 

Edle Oldtimer aus dem gesamten Transportwesen… Reportagen, faszinierend fotografiert!

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10.01.2022 15:57    |    Hikkamonster    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: bodie kalifornien, ford lkw 1930er-jahre, ford model 51, ford v8 flathead, ford v8 truck, ford vee eight, ghosttown bodie, goldgräberstadt bodie

Die verlassene Goldgräberstadt Bodie im Mono County ist heute ein California Historic State Park.

 

Die in der Einsamkeit Ost-Kaliforniens an der Grenze zum Wüstenstaat Nevada in den 1930er-Jahren von seinen Einwohnern eilig verlassene, ehemalige Goldgräberstadt wurde erst Jahrzehnte später wieder entdeckt und als California Historic State Park zugänglich gemacht.

 

Bodie gilt aufgrund des trockenen Klimas in knapp 2.600 Meter Höhe östlich der Sierra Nevada Mountains als die am besten erhaltene Geisterstadt der gesamten Vereinigten Staaten.

 

Neben der einmaligen Atmosphäre der komplett erhaltenen, aber verlassenen Goldgräberstadt lohnt sich der Besuch nicht nur für Fotografen, sondern auch für Fans amerikanischer Oldtimer.

 

Denn... ausser dem hier vorgestellten Ford V8 Model 51 Truck sind zwischen windschiefen Holzhäusern noch weitere automobile Schätze aus den 1930er-Jahren - wie beispielsweise ein Dodge Graham Truck und ein Chevrolet Master Coupé - zu entdecken, an denen der Zahn der Zeit ganz gehörig genagt hat.

 

Die verlassene Goldgräberstadt Bodie liegt östlich der Sierra Nevada in Kalifornien.

 

Die Ghosttown Bodie ist nur über kurvenreiche, teilweise heftigst unbefestigte Strassen mehr als mühsam von Lee Vining unweit des Mono Lakes aus am Highway 395 im Mono County zu erreichen.

 

Der morbide Charme eines rostigen Ford V8 Trucks einer längst vergangenen Automobil-Epoche!

 

Bereits vom legendären Ford T-Medell, das so liebevoll eigentlich immer nur 'Tin-Lizzie' genannt wurde, baute Ford, USA ein Express-Pickup genanntes leichtes Nutzfahrzeug mit einer offenen Ladefläche.

 

Zurecht kann dieses Fahrzeug als Urahn aller heutigen, so beliebten Pickups bezeichnet werden.

 

Mit dem 'Flathead’ genannten Ford L-head V8 Motor mit 3.560 ccm Hubraum wurden ab 1932 sämtliche Ford Personenwagen aus Dearborn in den Vereinigten Staaten ausgerüstet und einfach nur 'Vee Eight' gerufen.

 

Und genau diese Maschine trieb auch unser in Bodie entdecktes Fotomodell, den Ford V8 Model 51 Truck, an.

 

Einige Spezifikationen des Ford V8 'Flathead' Motors:

 

  • V8 Monoblock-Motor mit 90 PS bei 3800 U/min aus 3.560 ccm Hubraum
  • Bohrung und Hub 77,8 x 95,3 mm
  • Zentrale Nockenwelle, Antrieb durch Stirnräder
  • drei Kurbelwellen-Lager
  • Ventile seitlich stehend
  • Verdichtung 6,33 : 1
  • ein Ford Fallstromvergaser

 

Das Ford V8 Model 51 wurde ab 1935 ausgeliefert und bis weit in die 1940er-Jahre nahezu unverändert hergestellt, u.a. auch in Deutschland.

 

Bedauerlicherweise war es uns trotz intensiver Recherche nicht möglich, das Baujahr des eigentlich recht ordentlich erhaltenen Trucks in Bodie zu ermitteln.

 

Für den Fall, dass einer unserer Leser weiterhelfen kann, bitten wir um eine Nachricht in der Kommentarspalte. Besten Dank im Voraus!

 

Ford Pickup Oldtimer - 'Light Trucks', vom Ford T Modell bis zur erfolgreichen Ford F-Serie.

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01.08.2021 12:21    |    Hikkamonster    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: auto union oldtimer, dannenhauer und stauss, dkw drei gleich sechs, dkw f 94, dkw monza, dkw monza oldtimer, dkw monza sportcoupe, dkw-oldtimer, zweitakt-motor

DKW Monza – ein Sportwagen als Vorläufer des Auto Union 1000 SP auf Basis des Grossen DKW 3=6.

 

Allein fünf Langstrecken-und Zeit-Rekorde machten den DKW Monza schon damals zur Legende

 

In der noch jungen Bundesrepublik ging es schon in der ersten Hälfte der 1950er-Jahre deutlich bergauf... das Wirtschaftswunder kam in Sicht!

 

So schritt auch die Motorisierung der Bevölkerung voran und der Umstieg vom Motorrad auf das Auto zeichnete sich bereits deutlich ab.

 

Und es gab mittlerweile wieder einen Markt für sportliche Flitzer, den die grossen deutschen Automobil-Hersteller so gut wie noch gar nicht bedienen konnten.

 

Mangels einer grösseren Auswahl an bezahlbaren sportlichen Zweisitzern, verfolgten verschiedene Karosserie-Betriebe das Ziel, sportliche Kleinserien auf die Kastenrahmen der grossen Hersteller wie Volkswagen oder in diesem Falle DKW von der Auto Union auf die Räder zu bringen.

 

Auf das Chassis des VW-Käfers setzten beispielsweise die Unternehmen Beutler, Dannenhauer & Stauss, Denzel, Enzmann und Rometsch flott gezeichnete Coupés oder Cabrios, die als gut erhaltene oder restaurierte Oldtimer heute wegen ihrer Seltenheit horrende Summen wert sind.

 

Der DKW Monza trägt eine sporliche Karosserie von Dannenhauer & Stauss aus Stuttgart.

 

Die Stuttgarter Karosseriebau-Firma Dannenhauer & Stauss wählte zusätzlich zu ihren Kreationen auf VW-Käfer-Basis das verkürzte Fahrgestell des DKW F 91 als Grundlage für dieses neue Fahrzeug und setzte darauf eine elegante, sehr leichte Coupé-Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

 

Mit dem sechsten Fahrzeug dieser ersten Serie stellten drei enthusiastische DKW-Fahrer 1956 in 72stündiger Vollgas-Fahrt im Autodromo di Monza gleich die folgenden fünf internationalen Langstrecken-Rekorde der Klasse G ( bis 1100 ccm ) auf:

 

  • 4.000 Meilen - mit 140,839 kmh
  • 48 Stunden - mit 140,961 kmh
  • 5.000 Meilen - mit 138,656 kmh
  • 10.000 Kilometer - mit 139,453 kmh
  • 72 Stunden - mit 139,459 kmh

 

Und ab jetzt hiess dieses rassige Sportcoupé auf DKW-Grßserien-Basis... DKW Monza!

 

Der DKW Monza 2 mit dem Fahrgestell und Antrieb des Grossen DKW 3=6 des Typs F 93.

 

Die zweite Serie des DKW Monza nutzte dann den etwas verbreiterten Rohrrahmen aus Kastenprofilen des Grossen DKW 3=6.

 

Der hier gezeigte und von uns im PS.Depot 'Automobile' des PS.Speichers in der niedersächsischen Bierstadt Einbeck fotografierte DKW Monza der zweiten Serie auf dem breiteren Rahmen des DKW F 93 3=6 wurde 1957 im Karosserie-Betrieb Massholder in Heidelberg hergestellt.

 

Der DKW Monza erreichte als echter Sportwagen eine Spitzen-Geschindigkeit von 140 kmh.

 

Mit seinem 980 ccm grossen Dreizylinder-Zweitakt-Motor und 44 PS schaffte er immerhin schon 140 kmh, eine kleine Sensation in den 1950er-Jahren. Einige weitere Spezifikationen:

 

  • Gesamtmasse - Länge 4.090 mm - Breite 1.610 mm - Höhe 1.250 mm
  • Gewicht - 780 kg
  • Beschleunigung 0 bis 100 kmh - 20 sec
  • Höchstgeschwindigkeit 140 kmh
  • Verbrauch - 10 Liter Zweitakt-Gemisch
  • Neupreis 1957 - DM 10.390,-

 

Nach der Vorstellung des Auto Union 1000 SP als Sportcoupé und Roadster stellte die Auto Union zum Schutz ihres neuen 'Mini-Thunderbirds' die Lieferung von Fahrgestellen und Motoren für den DKW Monza ein.

 

So blieb es bei einer gefertigten Stückzahl von 230 bis 240 DKW Monzas, von denen heute noch etwa 40 bis 50 Exemplare existieren sollen.

 

Als ganz besondere Raritäten auf dem Oldtimer-Markt sind gepflegte Monzas heute natürlich extrem wertvoll.

 

Automobil-Klassiker von DKW, dem Pionier des Frontantriebs und des Zweitakt-Prinzips.

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20.06.2021 13:24    |    Hikkamonster    |    Kommentare (3)    |   Stichworte: brasilianischer sportwagen, karmann do brasil, volkswagen aus brasilien, volkswagen sportwagen, volkswagen zweisitzer sp 2, vw do brasil, vw nigeria, vw sp 2, vw-sportwagen sp 2, vw-werk san bernando do campo

Der rassige Volkswagen SP 2 von VW do Brasil.

 

Der zweisitzige Volkswagen SP 1 wurde der Öffentlichkeit Brasiliens als eigenständige Entwicklung VW do Brasils im Jahre 1971 als VW-X vorgestellt.

 

Es gab zwei Modell-Varianten, die sich nur durch die Motorisierung unterschieden. Der VW SP 1 hatte den 1.600 ccm Vierzylinder-Boxermotor mit 54 PS, beim VW SP 2 dagegen war dieser Motor auf 1.700 ccm vergrössert und leistete.

 

Der Volkswagen SP wurde von 1972 bis 1976 sowohl in Brasilien als auch in Nigeria gefertigt.

 

Werksleiter von VW do Brasil und Initiator des VW SP war zu damaliger Zeit Dr. Ing. e.h. Rudolf Leiding, der aber bereits 1971 Vorstandsvorsitzender der Audi NSU Auto Union AG und kurz darauf der Volkswagenwerk AG wurde.

 

Technik aus dem Volkswagen-Baukasten - der Volkswagen SP 2

 

Wie oben schon gesagt, stammten die Boxer-Motoren vom VW-Typ 3. Die Karosserie lieferte Karmann Ghia do Brasil hinzu.

 

Das Chassis wurde vom brasilianischen VW-Variant übernommen, Kurbellenker, Vorderachse und Pendelachse hinten vom VW-Käfer.

 

Die Scheinwerfer stammten allerdings nicht, obwohl optisch gleich, vom VW 411.

 

Ein kleiner Technik-Steckbrief des Volkswagen SP 2

  • Motor - Vierzylinder-Boxermotor, Flachkühler wie VW Typ 3
  • Hubraum 1.700 ccm - Leistung 65 Din-PS
  • Chassis vom brasilianischen VW-Variant
  • Kurbellenker, Vorderachse und Pendelachse hinten vom VW-Käfer.
  • Länge 4217 mm - Breite 1610 mm - Höhe 1158 mm
  • Radstand - 2400 mm
  • Leergewicht - 890 kg Normverbrauch von 10,5 l/100 km
  • Höchstgeschwindigkeit 161 kmh - Sprint auf 100 kmh 17,4 Sekunden
  • Produziere Exemplare - 10.193
  • Der Preis in Brasilien - 29.700 Cruzeiros, umgerechnet etwa 16.000,- DM

 

Der erste hier gezeigte Volkswagen SP 2 ist im Automuseum Braunschweig zu bewundern.

 

Da es keinen Export des Volkswagen SP 2 nach Europa gab, ist dieses wohlgeformte Fahrzeug bei uns kaum bekannt.

 

Die etwa sechs bis acht in Deutschland anzutreffenden Exemplare kamen ausschliesslich als sogenanntes Umzuggut von Volkswagen-Mitarbeitern hier her.

 

Der im besuchenswerten Automuseum Braunschweig ausgestellte und von uns fotografierte kanariengelbe VW SP 2 wurde aus in Brasilien bei den Karmann-Werken do Brasil und dem VW-Werk San Bernando do Campo hergestellten CKD-Teilen bei VW in Nigeria zusamen gebaut.

 

Das Fahrzeug kam 1977 nach Deutschland und wurde nach einem Unfallschaden perfekt restauriert.

 

Abweichend vom Original besitzt dieser gepflegte Wagen ein aus echtem Wurzelholz gefertigtes, massives Armaturenbrett mit sechs Rundinstrumenten.

 

Der Volkswagen SP 2 ist auch ein Blickfang im PS.Depot Automobilde des PS.Speichers.

 

Als Ergänzung zu dem kanariengelben Volkswagen SP 2 aus Braunschweig haben wir jetzt auch noch ein rotes Exemplar dieses rassigen Exoten von VW do Brasil im 'PS.Depot Automobile' des bekannten PS.SPEICHERS in der niedersächsischen Bierstadt Einbeck fotografieren können.

 

Kanariengelb und Knallrot... zwei Volkswagen-Coupés aus dem fernen Brasilien.

 

Die langgestreckte, flache Karosserie-Form des VW SP 2 mit dem langen flachen Vorderwagen und den seitlichen 'Haifisch-Kiemen' macht auch heute noch eine gute Figur.

 

Wie schön wäre es gewesen, wenn sich Volkswagen in den 1970er-Jahren dazu hätte durchringen können, den VW SP 2 auch bei uns in Deutschland in besserer Qualitä zu fertigen und zu verkaufen.

 

Ganz sicher wäre der Zweisitzer nicht nur ein Hingucker, sondern auch ein echter Imageträger für VW-Produkte geworden.

 

Unsere weiteren Beiträge über Oldtimer aus dem Volkswagenwerk hier im Blog 'Edel-Oldies':

 

 

Erfolgsmodell Volkswagen – Europas bedeutendster Automobilkonzern ist… Weltspitze!

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29.03.2021 13:26    |    Hikkamonster    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: 65er ford f 100, abenteuer in ägypten, black desert, ford f 100, ford f 100 1965, ford f vierte generation, libysche wüste ägypten, oase bahariya, oase farafra, oasen ägypten, oase siwa, piste von siwa nach bahariya, sahara ägypten, saharafahrt ägypten, sahara fotos, sahara oasen ägypten, schwarze wüste, schwarze wüste ägypten, weisse wüste, weisse wüste ägypten, white desert

Auf der Piste... im Oldtimer-Pickup von 1965 von Oase zu Oase durch die ägyptische Sahara.

 

Wüstenabenteuer pur, welcher abenteuerlich angehauchter Traveller möchte das nicht einmal hautnah miterleben.

 

Ägypten ist dafür genau das richtige Reiseziel und bietet dem individuellen Reisenden eben doch viel mehr als nur die heiss brennende Sonne an den Stränden von Hurghada oder Sharm el Sheik am Roten Meer.

 

Wir beschreiben hier den Abschnitt einer Reise, die uns von Mersa Matruh am Mittelmeer durch die Libysche Wüste und mehrere Oasen nach Assiut an den Nil führte.

 

Von der Oase Siwa zu den Palmengärten von Farafra mit einem Ford F 100 Oldtimer.

 

Üblicherweise waren wir während unserer insgesamt acht Ägypten-Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Reisebussen, Minibussen, der Eisenbahn oder auch mal auf dem Kamelrücken unterwegs.

 

Aber in Siwa endet wirklich jede Strasse. Wir aber wollten noch weiter nach Süden, wo uns die weiteren ägyptischen Sahara-Oasen und eine abenteueliche Pistenfahrt durch Wüstensand lockte.

 

A Ford F 100 Oldie Generation IV, Egypt & Sahara-Sand ...Africa off the beaten tracks!

 

Gern und natürlich gegen eine Provision organisierte der Manager des Palm Tree Hotels, unserer Unterkunft in der Oase Siwa, diese bevorstehende, abenteuerliche Tour.

 

Durchgeführt werden sollte sie von einem, ihm bekannten Bewohner der Oase Siwa vom Stamm der Berber und seinem Sohn mit einem US-Ford F 100 Allrad-Pickup der vierten Generation und des Baujahres 1965, also einem echten Oldtimer.

 

Sechshundert Kilometer Piste durch vegetationslose Wüste bis zur Oase Farafra lag vor uns.

 

Acht unternehmungslustige Fahrgäste aus verschiedenen Herkunftsländern hatten sich für diesen Trip zusammen gefunden. So teilten wir uns die Plätze in der Kabine und auf den ungepolsterten Bänken der Ladefläche des Ford F 100 einvernehmlich.

 

Die Unterhaltung untereinander lief auf Englisch, das war für uns Deutsche, Finnen, Dänen und Slowenen der günstigste gemeinsame Nenner.

 

Keine Fahrt durch die weite Sahara ohne Tasrih, dem Travel Permit.

 

Für diesen Abschnitt der einsamen und wenig befahrenen Wüstenpiste ohne festen Strassenbelag benötigt man zwingend eine schriftliche Genehmigung der örtlichen ägyptischen Behörde.

 

Das sogenannte Tasrih besorgte uns der einheimische Fahrer. Es wurde bei der Ausfahrt aus der Oase Siwa und tatsächlich auch noch an mehreren, absolut einsamen Checkpoints mitten in der ansonsten menschenleeren Sahara kontrolliert.

 

Die abenteuerliche Fahrt durch die unendliche libysche Wüste verlief überwiegend auf einer, oftmals vom gelben Wüstensand verwehten, Schotter, Kies- und 'Wellblech'-Piste der übelsten Art.

 

Übernachtet haben wir nach etwa 350 durchgerüttelten Kilometern in der offenen Wüste nördlich von Bahariya im Schatten mächtiger Sanddünen.

 

Aber trotz ausgelegter Wolldecken, mitgenommener Schlafsäcke und einem Lagerfeuer wurde es nachts unter dem Sternenzelt dann bitterkalt, weil das Thermometer bis auf Null Grad fiel. So zeigte die Sahara ihr kaltes und hartes Nachtgesicht!

 

Nach einem Frühstückshalt in der weitläufigen Oase Bahariya durchquerten wir weiter südlich die sogenannten Schwarze Wüste, hier bekletterten wir auch den sogenannten 'Chrystal Mountain'.

 

Der National Park Weisse Wüste oder White Desert - el-sahara el-beida.

 

Der ganz besondere Höhepunkt des zweiten Tages war dann die Fahrt durch die legendäre Weisse Wüste mit ihren erodierten bizarren Kalkstein-Felsen und den riesigen Monolithen.

 

Ein letzter gemeinsamer Tee am Lagerfeuer zum Sonnenuntergang und die dreissig Kilometer zur Oase Farafra waenr im Dunklen dann schnell geschafft.

 

Dank der Fahrkünste des in der Oase Siwa einheimischen Fahrers mit seiner Wüsten-Erfahrung verlief der zweitägige strassenlose Streckenabschnitt dieser Fahrt ohne nennenswerte Zwischenfälle - wenn man von zwei eher typischen, aber folgenlosen Reifenplatzern absieht.

 

In Farafra wartete ein stilgerechtes Wüsten-Hotel auf uns. Für die Weiterfahrt zwei Tage später zur Oase Dakhla nahmen wir dann ein Sammeltaxi. Dieses erwies sich als ein mit Menschen und Gepäck voll gestopfter Peugeot 504 Familiale, der ebenfalls schon etliche Jahrzehnte auf dem Buckel hatte.

 

Eine Anmerkung für Oldtimer-Fotografen... unsere Bilder wurden auf Farbnegativfilm mit einer Ixus I, einer analogen APS-Taschenkamera von Canon, aufgenommen und später eingescannt. Im späteren Verlauf der Reise gab die Kamera aufgrund des feinen Sahara-Sandes dann leider - irreparabel - den Geist auf.

 

Und... die Sehnsucht nach neuen Abenteuern in Ägypten brennt immer noch!

 

Pick-Up Trucks - Edle Oldtimer der beliebten Lastesel und Freizeitmobile aus den USA.

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03.02.2021 13:02    |    Hikkamonster    |    Kommentare (0)    |   Stichworte: bulli oldtimer, oldtimer-vw, samba bus vw, volkswagen bulli, volkswagen bus, volkswagen nutzfahrzeuge, volkswagen oldtimer, volkswagen sambabus, volkswagen transporter, volkswagen typ 2, volkswagen typ zwei, volkswagenwerke, vw bulli, vw-heckmotor-bus, vw-heckmotor-transporter, vw kleinbus, vw oldtimer, vw-transporter t 1, vw-transporter t 2, vw-transporter t 3

Die Bullibauer - eine Austellung in Hannovers Historischem Museum

 

Anlässlich des sechzigjährigen Produktions-Jubiläums des Volkswagenwerks Hannover schuf das Historische Museum in Hannover im Jahre 2016 eine kleine, aber feine Ausstellung, die es zu Ehren der Volkswagen-Mitarbeiter

 

Die Bullibauer - 60 Jahre Transporter aus Hannover

 

nannte. Kurzentschlossen schnappten wir damals unsere neugierige Kamera und unternahmen einen ruhigen, aber ergebnisreichen Museumsbummel in Hannovers Altstadt.

 

Aus absolut unerfindlichen Gründen verschwand der Ordner mit unseren Aufnahmen allerdings kurz darauf unbearbeitet in den unergründlichen Tiefen unseres Bilderarchivs und tauchte erst jetzt im Zuge einer Recherche plötzlich wieder auf.

 

Sicherlich gibt es den einen oder anderen Fan der Volkswagen-Transporter und -Kleinbusse, die sich diese Ausstellung gerne angesehen hätten. Als kleinen Ersatz veröffentlichen wir hier nun unsere sehenswerten Bildergebnisse einfach mit fünfjähriger Verspätung. Enjoy your life!

 

Der VW Typ 2 genannte Transporter lief gemeinsam mit seinem Schwestermodell, dem VW-Kleinbus ab 1950 zusammen mit dem Volkswagen Käfer im Volkswagenwerk in Wolfsburg vom Band. Dank einer hohen Nachfrage, 1954 waren bereits die ersten 100.000 Exemplare produziert, platzte das Werk allerdings schon aus allen Nähten.

 

Entlastung versprach sich Volkswagen vom Bau eines separaten Transporterwerkes, für das ein bestens geeignetes Gelände direkt am Mittellandkanal in Hannover-Stöcken gefunden wurde.

 

Im März 1956 war es dann soweit, rund 4.000 VW-Werker begannen mit ihrer Arbeit in der neu erbauten Halle 1. Der durchschnittliche Stundenlohn bei VW betrug damals übrigens 2,35 DM.

 

Im Oktober 1958 wurde das Motorenwerk in der neuen Halle 2 eröffnet, 1962 folgte die Inbetriebnahme der Giesserei und im gleichen Jahr wurde der heute T 1 genannte VW-Transporter zum Millionenseller, die erste Million war erreicht.

 

1997 blickte Volkswagen dann auf eine Produktionszahl von acht Millionen 'Bullis zurück, davon gehörten etwa 1,8 Millionen zur ersten Generationen, dem Volkswagen T 1.

 

1970 arbeiten kanpp 30.000 Menschen im 'Transporterwerk' Hannover und täglich verlassen 1.100 Fahrzeuge und bis zu 7.500 Motoren die Werkshallen.

 

1956 bis 2016 - Sechs Jahrzehnte und sechs Generationen VW-Nutzfahrzeuge

 

Ein guter Grund innezuhalten und die Bedeutung des Transporterwerkes für Hannover in einer Jubiläums-Ausstellung in Hannovers Historischem Museum zu würdigen. Fiel dieses 'Kleine' Jubiläum dazu auch gleichzeitig mit dem 775isten Stadtjubiläum Hannovers.

 

Die von uns fotografierten Oldtimer-Bullis stammen aus dem Bestand der VWN Bulli-Halle in Hannover-Limmer, während die weiteren Exponate - wie ein Türen-Karussel, eine Scheinwerfer-Parade und ein Industrie-Roboter aus dem Stöckener Werk in die Ausstellung kamen.

 

Unsere weiteren Beiträge über Oldtimer aus dem Volkswagenwerk hier im Blog 'Edel-Oldies':

 

 

Volkswagen - Europas bedeutendster Automobilkonzern, der Weg an die Weltspitze.

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30.11.2020 14:09    |    Hikkamonster    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: bilder morris minor mm s 8, britentreffen steinhude, englische kleinwagen, englische roadster, englische sportwagen, fotos morris minor, morris minor 1932, morris minor mm s 8, morris motor company

Morris Minor MM S 8 - ein kleiner Roadster von 1932.

 

William Richard Morris gründete die Morris Motor Company bereits im Jahre 1913. Schon früh erwarb sich Morris einen ausgezeichneten Ruf als Automobil-hersteller und konnte diesen durch die Einführung der Fliessbandfertigung àla Henry Ford noch weiter ausbauen.

 

Bis zu Beginn des zweiten Weltkriegs war Morris der grösste Automobil-Hersteller Großbritanniens.

 

Der grösste Mitbewerber von Morris war seinerzeit die Austin Motor Company, die bereits seit 1922 den legendären Austin Seven in Großserie produzierte.

 

Als Pendant zum diesem Erfolgsmodell entwickelte Morris den Kleinwagen Morris Minor MM 8, der im Jahre 1928 uf der London Motor Show vorgestellt wurde und dann auf den Markt kam.

 

Der Minor - was mit 'der Kleine' wohl ganz ordentlich übersetzt ist - wurde im Werk 'Morris Commercial Cars' produziert. Schnell wurde der Morris Minor zum grossen Erfolg und erreichte beachtliche Verkaufszahlen.

 

Dabei wurde der einfache offene 2-Sitzer wurde zum Knaller-Preis von 100 Pfund angeboten.

 

Der Morris MM S 8 - ein Star auf dem Britentreffen in Steinhude am Meer.

 

Viele Jahre lang war das jährlich im August stattfindende Treffen von Freunden Britischer Oldtimer auf dem Festplatz des historischen Scheunenviertels in Steinhude am Steinhuder Meer im mittleren Niedersachsen ein fester Termin für die Teilnehmer.

 

Seit uns Covid-19 fest im Griff hat, ist die Zukunft dieser Traditionsveranstaltung ungewiss. So erinnern wir mit unseren Aufnahmen eines besonderen kleinen Roadsters aus dem Hause Morris an schon vergangene Tage.

 

Morris Minor MM 8 - einige Daten und Fakten

 

Wie damals üblich wurde der Morris Minor in verschiedenen offenen Versionen und auch als geschlossenen Limousine angeboten.

 

Das Fahrgestell aus U-Profilen hatte eine Radstand von 1.981 mm. Alle vier Räder waren an Halbelliptikfedern und starren Achsen aufgehängt, dabei besass der Wagen seilbetätigte Vierradbremsen.

 

Der zuerst verwendete Wolseley-OHV Motor von 847 ccm leistete 20 BHP und wurde auch im MG Midget eingesetzt. Allerdings erwies er sich als zu teuer in der Fertigung und wurde 1931 durch ein einfacheren, seitengesteuerten Motor gleicher Grösse abgelöst.

 

Immerhin erreichte der Morris Minor eine Spitzengeschwindigkeit von 80 kmh.

 

Inwieweit sich das hier gezeigte Modell MM S 8 technisch von den anderen Ausführungen des Morris Minor jener Zeit unterscheidet, war leider aufgrund der dünnen Datenlage im Internet nicht heraus zu bekommen.

 

Von 1948 bis 1971 gab Morris einem weiteren Kleinwagen ebenfalls den Namen 'Morris Minor'.

 

Aus der Feder des begnadeten Konstrukteurs Alec Issigonis wurde dieser knubbelig-charmante Morris Minor 1000 zum ‚englischen Volkswagen‘ und zum Millionenseller. Aber... das ist eine andere Story!

 

Morris - Oldtimer von den britischen Inseln, die die Automobilgeschichte prägten.

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11.07.2020 12:37    |    Hikkamonster    |    Kommentare (1)    |   Stichworte: alte fiats, alte sportwagen aus italien, automobile klassiker italien, auto veteranen italien, bilder italienische oldtimer, fiat 500 a, fiat 500 a topolino, fiat 500 b, fiat 500 b kombi, fiat 500 c, fiat 500 spider sport, fiat 500 topolino, fiat automobile, fiat klassiker, fiat oldtimer, fiat s.p.a., fiat turin, fotos fiat oldtimer, fotos italienische oldtimer, italienische oldtimer, klassische automobile fiat, klassische automobile italien, oldtimer aus italien

Auto d’Epoca – der schnuckelige Fiat 500 Topolino aus der Fabbrica Italiana Automobili Torino.

 

Die liebliche Toskana in Bella Italia ist ein hoch begehrtes Traumreiseziel für alle Freunde südlicher Lebensart. Besonders gern sind wir dort in gemächlichem Tempo über die schmalen, gewundenen Landstrassen gekurvt, um an den schönsten Orten zu verweilen.

 

Einer dieser romantischen Sehnsuchtsplätze war die hoch über dem Orcia-Tal thronende kleine Stadt Pienza, die Papst Pius II. vor Jahrhunderten zur 'Idealstadt' ausbauen liess.

 

Und genau hier entdeckten wir an einem herrlichen Mai-Sonntag eine ganze Oldtimer-Parade der liebevoll ‚Mäuschen‘ genannten Fiat 500 Topolinos einer längst vergangenen Automobil-Epoche.

 

13° Raduno, Val D’Orcia Toskana 2013 - eine genussvolle Ausfahrt des Club Topolino Fiat Torino.

 

Mehr als zwanzig hervorragend restaurierte und gepflegte Fiat 500 Topolinos unterschiedlicher Jahrgänge und Ausführungen hatten im kleinen Park, der Piazza Dante Alighieri, vor dem historischen Stadttor der Altstadt Pienzas nahe unseres Hotels in einer Zweierreihe Aufstellung genommen.

 

Die Teilnehmer diesr nostalgischen Topolino ‚Armada‘, zum Teil stilgerecht in historischen Kostümen gekleidet, machten gerade in ‚unserem‘ Lieblingscafé ein Kaffee-Päuschen, so dass für uns Zeit genug war, die kleinen Fiat-500 Oldtimer in ihren verschiedenen Ausführungen in aller Ruhe zu begutachten und auf den digitalen Speicherchip zu bannen.

 

Topolinos in Motion... weitere, allerbeste Oldtimer-Motive drängten sich dann auf dem anschliessenden Auto-Corso durch die historische Stadt Pienza dem Kamera-Auslöser geradezu auf.

 

Unsere winzige Auswahl aus ungefähr 200 gelungenen Topolino Oldtimer-Fotos zeigt zuerst die rare Roadster-Ausführung des Topolino, einen Fiat 500 NSU Spider Sport aus dem Jahre 1939.

 

Es folgen verschiedene Fiat 500 Berlina der Serien A bis C mit Falt- oder Rolldach sowie der Kombi Giardiniera. Stimmungsvolle Fotos aus Pienza und dem Val d'Orcia bilden den Abschluss der kleinen Bildserie. Enjoy your Life!

 

Disneys Micky Maus war der Namensgeber des Fiat 500, denn... Topolino bedeutet ‘Mäuschen’.

 

Einige Highlights mit der verblüffend einfachen Technik des Fiat 500 Topolino:

 

  • Hersteller – Fiat Auto, Turin
  • Produktionszeitraum – 1936 bis 1955
  • Konzeption – konventioneller Frontmotor- und Heckantrieb
  • Karosserie – Limousine zweitürig und Kombi dreitürig
  • Motor – 4-Zylinder-Viertakt – 569 ccm
  • Leistung – 10 kW (13 PS) bei 4000/min für Fiat 500 A, ab 1948 ( Fiat 500 B und C ) 16,5 PS.
  • Höchstgeschwindigkeit ( C-Modell ) – Berlina 95 kmh – Kombi 90 kmh
  • Länge 3215 mm – Breite – 1275 mm – Höhe 1377 mm
  • Leergewicht – 535 bis 625 kg
  • Nachfolger – Fiat Nuova 500

 

Durch eine geschickte Motor-Anordnung konnte auf Wasser- und Benzinpumpe verzichtet werden. Einfach genial, was Fiat damals auf die Räder stellte!

 

Der heutige Fiat 500 mit seiner schnuckeligen Retro-Karosserie ist aktueller Lifestyle, aber… der liebenswerteste Kleinwagen, der je bei Fiat gefertigt wurde, ist eindeutig sein Urahn und Vor-Vorgänger, der Fiat 500 Topolino.

 

Klassische Oldtimer der Fiat S.p.A. - Fabbrica Italiana Automobili Torino.

 

Klassiker des Automobil- und Karosseriebaus, von Alfa Romeo bis Zagato – Oldtimer aus Italien.

 

Classico Automobilistico Italiano …Lebensart in elegante und vollendete Formen gegossen.

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09.06.2020 12:47    |    Hikkamonster    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: automobile welt eisenach, bayerische motorenwerke, bmw-museum münchen, bmw oldies, bmw-oldtimer, bmw roadster 328, bmw-schatzkammmer münchen, bmw-sportwagen, bmw-vorkriegs-oldtimer, bmw vorkriegs-sportwagen, bmw-werk eisenach, bmw werk münchen, fahrzeugmuseum suhl, fotos bmw 328 roadster, fotos bmw-oldtimer, fotos bmw-sportwagen, mythos bmw 328, oldtimer bmw-museum

BMW 328 - der legendäre Roadster der Vorkriegszeit.

 

Erst durch die Übernahme der Dixi-Werke in Eisenach im Jahre 1928 wurden die Bayerischen Motorenwerke BMW zum Automobil-Fabrikanten und machte sich schnell mit sportlich ausgerichteten Fahrzeugen einen guten Namen.

 

Ein wahrer Meilenstein, auch für sportliche Erfolge, sollte dann der BMW 328 werden. Vorgestellt wurde dieser offene BMW -Zweisitzer beim Eifelrennen 1936 auf der Nordschleife des Nürburgrings.

 

Der Rennfahrer Ernst Jakob Henne gewann mit dem BMW 328 dann auch gleich die Klasse der Sportwagen ohne Kompressor bis 2000 ccm mit einem Schnitt von 101,6 kmh und brauste der Konkurrenz auf und davon.

 

Die Auslieferung des BMW 328 Roadsters an Privatfahrer begann im Februar 1937, als Verkaufspreis wurden 7.400 Reichsmark aufgerufen.

 

Für die in der damaligen Zeit sportlichen Fahrleistungen sorgte der moderne Zweiliter-Sechszylinder mit immerhin 80 ehrlichen PS sowie das gelungene und gut gefederte Fahrwerk mit besonders wirksamen hydraulischen Trommelbremsen.

 

Mit der kurzen, gedrungenen Form als echter Roadster, der vergleichsweise langen Motorhaube und dem engen Cockpit wurde der BMW 328 zum Vorbild vieler offener Sportwagen bis weit in die Wirtschaftswunderzeit der automobilen Nachkriegsgeschichte hinein.

 

Schnell wurde der 328er zu einem der deutschen Traum-Sportwagen der Vorkriegszeit schlechthin.

 

Der BMW 328 Roadster – ein kleiner Steckbrief mit spannenden technischen Daten:

 

  • Motor – Sechszylinder-Reihenmotor mit Leichtmetall-Zylinderkopf
  • Hubraum 1971 ccm – Bohrung × Hub 66 × 96 mm – Verdichtung 7,5 : 1
  • Vergaser – drei Fallstromvergaser Solex 30 JF
  • Leistung – 59 kW (80 PS) bei 5000/min
  • Kurbelwelle – vierfach gelagert
  • Motorsteuerung – seitliche Nockenwelle
  • Tankinhalt – 50 Liter ( auf Wunsch 100 l )
  • Fahrwerk – Rohrrahmen mit Kastenquerträgern
  • Einzelradaufhängung an Querlenkern und Querblattfeder – vorn
  • Starrachse mit zwei Längs-Halbelliptikblattfedern – hinten
  • Bremsen – Trommelbremsen, hydraulisch
  • Radstand 2400 mm – Spurweite 1153/1220 mm
  • Länge 3900 mm – Breite 1550 mm – Höhe 1400 mm
  • Leergewicht (ohne Fahrer) – 830 kg
  • Höchstgeschwindigkeit – 150 kmh

 

Bis Anfang 1940, als kriegsbedingt die Fertigung von zivilen BMWs eingestellt wurde, entstanden insgesamt 464 Exemplare des BMW 328 Roadsters.

 

Gut zweihundert von ihnen sind bis heute erhalten geblieben, meistens ausgestellt in verschiedenen Auto-Museen oder auch noch als kostbares Stück in privater Hand.

 

Fotos, Fotos, Fotos... der BMW 328 im Sucher unserer neugierigen Kamera.

 

Ausgezeichnet restaurierte BMW 328 Roadster fanden wir beispielsweise in den gut aufgestellten Museen Automobile Welten Eisenach sowie im Fahrzeugmuseum Suhl im Thüringer Wald.

 

Wirklich gute Voraussetzungen für ordentliche Fotos dieses Ausnahme-Oldtimers fanden wir allerdings erst im BMW-Museum in München, wo wir nicht nur ausreichend leeren Platz rund um den legendären Wagen und ideale Lichtverhältnisse vorfanden, sondern auch noch vom versierten Museums-Personal bei unserem Shooting bestens unterstützt wurden. Enjoy!

 

Die BMW-Modelle 327 und 328... deutsche Traumsportwagen der Vorkriegszeit.

 

Besondere Meilensteine klassischer Automobiltechnik aus dem Hause BMW in München.

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16.05.2020 15:48    |    Hikkamonster    |    Kommentare (4)    |   Stichworte: andré citroën, citroën 11 bl legere, citroën 11 chevaux, citroën 11 cv, citroën automobile, citroën klassiker, citroën oldie, citroën oldtimer, citroën traction avant, citroën verbrecherauto, französische oldtimer, gangsterwagen citroën, psa autokonzern, psa automobile

Citroën Gangsterwagen meets Museumseisenbahn

 

Der Luftkurort Bruchhausen-Vilsen nahe der Bundesstrasse 6 südlich der Hansestadt Bremen liegt idyllisch eingebettet in die wellige niedersächsische Geestlandschaft und lädt zu romantischen Tages- oder Übernachtungstouren ein.

 

Ein ganz besonderer Anziehungspunkt für Gross und Klein ist die dort ansässige Erste Deutsche Museumseisenbahn, die in der Saison mehrmals täglich auf schmalen Gleisen mit höchst nostalgischen Dampfzügen von Bruchhausen-Vilsen nach Asendorf an der B 6 und zurück zuckelt.

 

Das weitläufige Eisenbahngelände rund um den Alten Bahnhof von Bruchhausen-Vilsen ist aber auch eine besonders reizvolle Location, die speziell an den Wochenenden auch immer wieder 'Altes Blech' anzieht. So mancher Oldtimer-Besitzer führt sein 'Schätzchen' auf Ausfahrten durch die norddeutsche Landschaft hierher, um es dem erlebnishungrigen Publikum zu zeigen.

 

Auch etliche Motorclubs parken ihre historischen Gefährte dann auf dem Parkplatz direkt an den Bahngleisen, um im stilgerechten Bahnhofsrestaurant ein wohlverdientes Päuschen einzulegen.

 

Nahe des oft in Dampfschwaden eingehüllten Bahnhofs können Oltimerfans noch eine original erhaltene Gasolin-Tankstelle der 1950er-Jahre bewundern, dessen Besitzer auch noch eine kleine Halle mit historischen Borgward-Automobilen vorhält.

 

Ergänzend dazu wartet das neun Kilometer entfernte Asendorf noch mit einem kleinen, aber feinen privaten Automuseum auf, so dass Oldtimerfreunde bei einem Besuch hier im nördlichen Landkreis Diepholz voll auf ihre Kosten kommen.

 

Auf dem weitläufigen Bahnhofsgelände Bruchhausen-Vilsen ist uns dann auch das hier gezeigte Fahrzeug vor die Linse unserer neugierigen Kamera für ein feines Fotoshooting gesprungen.

 

Der legendäre Traction Avant ist der echte ‚Gangsterwagen‘ von Citroën.

 

Der französische Auto-Hersteller Citroën trug mit seinem ersten Frontantriebs-Modell 11 CheVaux schon in den 1930er-Jahren massgeblich dazu bei, dass der Frontantrieb wegen seiner grossen Fahrsicherheit heute bei Klein- und Mittelklasse-Autos zum Standard geworden ist.

 

Gerade wegen der überlegenen Spurtreue wurde dem Traction Avant 11 CV der Nimbus als Gangsterauto angedichtet, was seinen Niederschlag auch in alten französischen Kriminalfilmen mit Schauspielern wie Jean Paul Belmondo und Jean Gabin fand.

 

Die 'richtigen' Gangster-Fahrzeuge, mit denen die Chikagoer Verbrecher der Vorkriegszeit der Polizei auf und davon fuhren waren Amerkas PS-starke Auburns, Cords und Duesenbergs, die heute noch in den herausragenden Automuseen jenseits der 'Grossen Pfütze' zu bewundern sind.

 

Der Citroën Traction Avant 11 CV B Normale des Baujahres 1948

 

Über zwanzig lange Jahre, Von 1934 bis 1957, wurde der damals zukunftsweisende Citroën Traction Avant äusserlich so gut wie unverändert gebaut.

 

Unser glänzend schwarzes Fotomodell, der ausgesprochen gepflegte Citroën 11 CV B Normale, wurde 1948 gebaut und macht auch heute noch - so finden wir jedenfalls - eine ausgesprochen gute Figur. Der Besitzer dieses Oldtimers, ein in Bruchhausen-Vilsen ansässiger Fahrlehrer, nennt neben weiteren Oldies auch noch einen toprestaurierten, offenen Citroën 5 HP C Torpedo aus dem Jahre 1922 sein eigen, mit dem er ebenfalls gerne Ausfahrten in der Region untenimmt.

 

Einige Technik-Details des Citroën Traction Avant 11 CV Oldtimers:

 

  • Vierzylinder-Reihenmotor mit 1911 ccm
  • hängende Ventile, untenliegende Nockenwelle, angetrieben über eine Steuerkette
  • Leistung – 56 PS bei 3800/min
  • Dreigang-Getriebe plus Rückwärtsgang
  • Höchstgeschwindigkeit – 130 kmh
  • Verbrauch – ca. 12 l auf 100 km
  • Lastverteilung – Motor hinter und Getriebe vor der Vorderachse
  • selbsttragende Karosserie
  • Länge 4,45 m – Breite 1,68 m – Höhe 1,54 m
  • Radstand – bemerkenswerte 2,91 m
  • Einzelradaufhängung an doppelten Querlenkern vorn
  • Starrachse an zwei Längslenkern mit Drehstabfedern und einem Panhardstab hinten
  • hinten angeschlagene ‚Selbstmörder‘-Vordertüren.
  • ausstellbare Frontscheibe

 

Als jahrzehntelanger Citroën-Fahrer und bekennender Citroënist hätten wir schon gerne einmal selber einen Traction Avant Gangsterwagen gefahren. Einmal, am kleinen, aber feinen Motodrom neben der Cité de l’Automobile in Mulhouse in Frankreich, stand in der Boxengasse schon einladend

ein schneeweisser Citroën Traction Avant 15 / 6 C CV Commerciale des Baujahres 1954 bereit.

 

Wir entschieden uns dann aber für acht schnelle Runden in einem offenen Chevrolet Corvette Oldtimer des Baujahres 1958. Und... vergib uns unsere Schuld!

 

Der Doppelwinkel des Firmenlogos von Citroën stilisiert übrigens – damals wie heute – die doppelte Schrägverzahnung von Zahnrädern, auf die André Citroën ein Patent besass.

 

Citroën – avandgardistische Automobile längst vergangener Epochen aus Frankreich.

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Üblicherweise treten wir 'unmaskiert' auf, wirklich!

 

So verbirgt sich hinter dem Pseudonym Hikkamonster der Online-Autor und leidenschaftliche Oldtimer-Fotograf Helmut Möller aus Neustadt am Rübenberge.

 

Bei Einrichtung eines eMail-Kontos waren alle ausgedachten Nicknames nicht mehr frei. In spontaner Wut wurde er zum ’Monster’, setzte in Erinnerung an zwei Traumurlaube in Hikkaduwa auf Sri Lanka ’Hikka’ voran – fertig.

 

So einfach ist das!

 

Hikkamonster Media – Fotografie & Internet… by Helmut Möller