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Christoph2605

Blog vonChristoph2605

11.04.2016 19:40    |    Christoph2605    |    Kommentare (6)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Kaum zu glauben:

• die Tage wurden länger,

• das letzte Streu-Salz ist vom Regen weggewaschen,

• Ich habe die Garage dermaßen entrümpelt, dass der „A“-Ford heraus-gerollt werden konnte.

• Ich habe das Altöl abgelassen (sehr dickflüssig in diesem Jahr)

• Ich habe den Ölfilter getauscht (keine Werbung, aber ich benutze MANN W920)

• Ich habe knapp 5 Liter 10 W40 aufgefüllt (auch keine Werbung…. Castrol Weiß)

 

So gerüstet wollte ich nun das Öl in den neuen Ölfilter pumpen und dazu den Motor gemütlich durchdrehen.

Gemütlich = Ja

Durchdrehen = Nein.

 

Kurz nachmessen………die „Optima“ vermeldet unbelastet 5,5 Volt….

„Sackzement wer braucht sowas“.

 

Ladegerät suchen,

anschließen

6 Volt einstellen

Hauptschalter einschalten

Amp-Regler auf Volldampf drehen und WWW (= warten-warten-warten)

Zwischendurch freue ich mich wie mein alter Lade-Kasten da 22 A auf die Reise schickt.

 

Hier die Warnung an alle Menschen die herkömmliche Säure-Batterien verwenden.

Nie-Nicht-Keinesfalls mit großer Leistung auf Altersschwache Blei-Säure-Akkus draufschlagen.

 

Die Optima ist eine Zyklenfeste- und Vollverkapselte-AGM-Batterie in Wickeltechnik.

(Mit einem temperaturgesteuerten Ladegerät würde die 100A Ladestrom ertragen).

 

Ich lasse es mal bei 15 Minuten Volldampf aus dem Billig-Lade-Kasten und prüfe durch

handauflegen die Temperaturen von Batterie und Ladegerät. Es ist wohl zu erwarten dass

diese Messmethode eher ungenau ist, macht aber einen Profihaften Eindruck (schaade -

niemand schaut zu).

 

Beim 2ten Startversuch hört sich der Starter jetzt an, als hätten nie Zweifel bestanden und

nach einigem „Durchdrehen“ schalte ich die Zündung dazu. (Es ist wesentlich, dass bei

den meisten Vorkriegs-Autos der Anlasser separat von der Zündung bedient werden kann).

 

Prompt meldet sich der Motor und negiert die winterliche Ruhephase.

(Mein Modern-Gerümpel dreht all-morgentlich länger bis es läuft).

 

Wenn ihr also mal mich oder einen anderen Alt-Gerümpel-Fahrer seht, der vor Publikum

herumorgelt, kann es kein Fehler sein, die Zugabe von „Zündung“ zu empfehlen.

 

Ich vergesse regelmäßig die Zündung einzuschalten;

Dafür versuche ich bei jeder Fahrt, mich anzuschnallen (doch – das sieht sehr albern aus).

 

Wir haben also am vergangenen Wochenende ein paar Probe-Schläge absolviert und der Ford läuft schön.

 

So zu Anfang der Saison sind viele alte KFZ unterwegs und am Sonntag (03.04. = vorige Woche)

kam uns tatsächlich ein großer (roter) Holz-Räder-Phaeton in Bad Vilbel entgegen. Der sollte

wohl noch älter gewesen sein…

 

Apropos noch Älter…..

Hier nochmal die (FIVA) Klasseneinteilungen für Oldtimer:

 

Klasse A = Ancestor ( vom ersten Auto bis 31.12.1904 )

Klasse B = Veteran ( vom 01.01.1905 bis 31.12.1918 )

Klasse C = Vintage ( vom 01.01.1919 bis 31.12.1930 )

Klasse D = PostVintage ( vom 01.01.1931 bis 31.12.1945 )

Klasse E = PostWar ( vom 01.01.1946 bis 31.12.1960 )

Klasse F = ( vom 01.01.1961 bis 31.12.1970 )

Klasse G = ( vom 01.01.1971 bis 30-Jahres-Grenze )

 

Die Autos der Klassen A und B laufen auch häufig unter den Begriffen

Messing-Autos, Edwardians (GB) oder Kaiserzeit (D)

 

Wer viel uraltes „Messing“ sehen möchte, sollte 2016 folgende Events besuchen:

06. bis 08.05. ASC Frühlings-Anfahrt (Siegen)

27. bis 29.05. Kronprinz-Wilhelm-Rasanz (Rheinland)

16. bis 19.06. Internationale ASC-Jahres-Rallye (Stuttgart)

30.06. -01.07. Rallye Ibbenbüren

02. bis 06.07. Schnauferltreffen Melle

07. bis 10.07 Herkommer-Konkurenz Landsberg

14. bis 17.07. Bierbaum-Gedächtnis-Fahrt Garmisch

28. bis 31.07. 1- & 2-Zylinder-Kriterium Pfalz

24. bis 28.08 AVCA-Fahrt Velden Wörthersee

06.11.2016 London-Brighton-Run (nur KFZ bis max Bj 31.12.1904 zugelassen)

 

Naja - Mein Geschreibe hat sich hingezogen und wir haben ein weiteres Wochenende

zum Fahren gehabt . Also haben wir uns am Sonntag (10.4. = Gestern) mit Stefan und Alex verabredet und sind herum-ge-cruisd. Wir sind eher schnell gefahren und Stefan im 1979er Granada ist eher langsam gefahren; Das hat also erstaunlich gut gepasst. Wir haben 120km durch den Taunus absolviert. Danach sind wir in die Klassikstadt, wo Gestern Saison-Eröffnung war. Weil das üblicherweise sehr überfüllt ist, sind wir erst zum Abschluß-Drink gegen 17:00 aufgeschlagen und haben so mehrere Freunde verpasst. Nun - man kann nicht Alles haben.

Wir haben bei Exenberger jeder einen "Sauergespritzten" vertilgt und sind dann gemütlich nach Hause gerollt.

 

Schön wars und wir freuen uns auf neue Abenteuer mit dem "mighty-A" in 2016

 

In diesem Sinne

Viel Spaß und eine schöne Woche

Christoph

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01.12.2015 20:52    |    Christoph2605    |    Kommentare (9)

Hallo lieber Freunde des rollenden Alt-Gerümpels.

 

Hier mal noch eine Zusammenfassung unserer Oldtimer-Saison 2015

 

Wir haben mit dem 1929er Ford Tudor-Sedan 10`900 km in

diesem Jahr 2015 zurückgelegt.

 

Das war unser Jahr mit der größten Fahrstrecke und

gleichzeitig das Jahr mit den geringsten Schäden am Gerät.

So darf das grundsätzlich bleiben :)

 

Genaugenommen ist man schon dankbar, wenn keine Unfälle

passieren, weil das wohl mit einem solchen KFZ automatisch

Personenschäden nach sich zieht….

 

Wir haben die Reise nach Rom in wundervoller Erinnerung und

wir sind bei 7 Oldtimer-Ausfahrten bzw –Rallyes dabei gewesen.

 

Das Gebastel hat sich auf einem völlig unauffälligen Level erledigt

und aus purer Langeweile haben wir jetzt im Herbst unsere alte Lenkung

zerlegt und begutachtet. Der Neuaufbau wird nicht sehr aufwendig sein.

 

Weil unser „neuer“ und aktuell verwendeter Motor schon wieder 50`000km

Gesamtleistung erreicht hat und diese Motoren natürlich Prinzip-Bedingt

kein ewiges Leben haben, wurde jetzt im November auch der alte Motor

aus unserem Ford zerlegt und begutachtet. Der Motor hat uns in den ersten

Jahren zuverlässig transportiert, wurde dann aber wegen altersbedingten

Zipperlein ausgebaut.

 

Das Zerlegen des Motors ergab einige Schäden,

die wir so ähnlich erwartet hatten:

• Mittleres Hauptlager ist defekt.

• alle Ventile defekt/krumm/undicht.

• alle Ventilführungen defekt

• Ventilsitze sind verbrannt

• alle Ventilfedern defekt

 

Die Ventile wurden zum Teil mit der Flex demontiert :cool:

Alle ausgebauten Ventile sind mit „Thompson“ und „Made in USA“ gekennzeichnet.

Solche Kennzeichnungen wurden erst nach dem WW2 eingeführt.

Weil da unterschiedliche Ventilfedern verbaut wurden, kann also

der Motor nicht mehr original sein, bzw wurde er mindestens einmal „überholt“.

(Kein Vertun: Der Block ist natürlich ein Original).

 

Die Kolben zeigen 060 oder 090 und sind damit sicher „übermaß“

Die Kolbenringe sind alle undicht.

 

Die Zylinder sehen gut aus, müssen aber natürlich (genauso wie die Kolben)

vermessen werden.

 

Der Neu-Aufbau des alten Motors wird sich hinziehen.

Einerseits haben wir momentan privat-persönliche Dinge priorisiert, andererseits

müssen die nötigen Bearbeitungsschritte geplant und durchgeführt werden.

Wer weiß schon, wie Babbits (gegossene Lager) neu gebohrt werden und wie man die

vorhandenen Shims an den Kurbelwellenlagern neu sortiert….

 

Mal sehen - Irgendwie geht das weiter und meine Moto ist ja nun, dass ein zweiter Schritt

immer erst nach dem ersten Schritt erfolgen kann….

 

Ich werde berichten.

 

Falls nichts mehr weiter passiert, wünsche ich Euch Allen eine schöne Vor-Weihnachtszeit,

Schöne Weihnachten; viele tolle Geschenke und gemütliche lange Winterabende im Kreise

Eurer Familien.

 

Liebe Grüße

Christoph

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23.10.2015 13:29    |    Christoph2605    |    Kommentare (0)

Hallo Freunde.

 

Mangels Fotos habe ich von den letzten Ford-Ausfahrten nicht berichtet.

Wir waren jedenfalls mit dem Ford noch mehrfach „privat“ unterwegs.

( u.A. Season-End-Events der Klassikstadt und der Zentral-Garage)

 

Die Herbst-Ausfahrt des ASC-Hessen (Thüringen, Rennsteig, Luisental)

haben wir mit dem Datsun ZX bestritten, sodass der auch noch ein

paar Kilometer in 2015 bewegt wurde.

Der Datsun hat jetzt im September die 70`000km absolviert und wenn

das so weitergeht mit der Jährlichen Fahr-Leistung, dann wird das Auto

die anvisiere Gesamtfahrleistung von 200`00km etwa im Jahr 2093 erreichen.

Ich werde berichten.

 

Zurück zum Ford, der Motomäßig weiterhin wie ein Uhrwerk läuft.

Kleineres Gebastel kündigt sich ja bei diesem Typ Auto immer LANGE

vorher an, sodass man eigentlich nie wirklich überrascht wird.

 

Seit Monaten war z.B. die Lichtmaschine auffällig.

Der Ampere-Meter hatte im Betrieb deutlich geschwankt, was ich zunächst

nicht deuten konnte.

Also hatte ich das Abdeckband vom Gleichstrom-Generator genommen und

den deutlich verschmutzten Kommutator „bewundert“. Dabei war auch hoher

Kohlen-Verschleiß aufgefallen und ich hatte bei der Gelegenheit die Kohlen

durch Unterlegen von Kunststoffstückchen (von nem Kabelbinder) wieder länger

gemacht. Son Gebastel geht bei den AMIs als „Farm-Fix“ durch und wir sind

damit noch 2 oder 3 Monate gefahren. Aber auch nach dem Gebastel waren

im Betrieb deutliche Lichtblitze an den Kohlen zu sehen und dieses „Feuern“

der Kohlen ist ein Hinweis auf großen Verschleiß.

 

Weil mir zu der Zeit dann auch ein Quietschen aus dem Bereich auffällig wurde,

konnte das Zerlegen der Lichtmaschine nicht endlos weiter heraus-gezögert werden.

Also hab ich Letztens den Schweinehund überwunden: Nato-Knochen raus; Elektro-Anschluß

von der Lichtmaschine abschrauben ( 8mm Schlüssel) , Schwenkarm-Verschraubung

der Lichtmaschine (19mm) losschrauben und herausnehmen; Keilriemen abnehmen;

Lichtmaschine auf die Werkbank legen…. (Aufwand bis hierher etwa 5 Minuten)

Die Lichtmaschine wird von 2 langen Schlitzschrauben zusammengehalten.

Also : Schlitz-Schrauben lösen und Generator zerlegen. Das hat nochmal 2 Minuten

gedauert und da liegen jetzt also jetzt die Einzelteile von dem Ding .

Der Zustand entspricht etwa dem ersten der beiliegenden Fotos.

Dabei wurde direkt auffällig, dass der Kommutator (auf dem die Kohlen schleifen)

völlig „eingelaufen“ und unrund ist. Da mussten die Kohlen im Betrieb immer etwa 3 Kontakte

überspringen und das führt natürlich dazu das die Kohlen „feuern“ und stark verschleißen.

Ausserdem ist natürlich das Springen der Kohlen die Ursache für den schwankenden Amp-Meter.

 

Also hab ich den ganzen Schlunz eingepackt und hab meinen Freund „Sulfato“ besucht.

Erstens tue ich das eh gerne und zweitens hat er ne Drehmaschine.

Wir haben den Lichtmaschinen–Läufer aufgespannt und den Kommutator überdreht bis

die Kommutator-Felder alle sauber und überdreht strahlen.

Das bedeutete, dass wir etwa 3/10mm Runter-Drehen mussten. Weil wir nicht wußten

wie stabil so ein Kommutator nach 86 Jahren ist, haben wir das auf sehr kleine Einzel-

schritte unterteilt.

Das ist wunderbar gelungen und der Kommutator sieht jetzt gut aus…. Naja - die

Verguß-Masse von Kommutator und Wicklung sieht halt so aus als wär sie etwa 86 Jahre

alt; Man kann nicht Alles haben.

 

Die neuen Kohlen für die Lichtmaschine haben tatsächlich 2,60 Dollar gekostet.

 

Wir haben noch schnell ein neues Kabel für die +Kohle in das Lichtmaschinen-Gehäuse eingelötet.

Das alte Kabel war so verhärtet, dass es sich nicht mehr bewegen wollte und so die Kohlen-

Bewegungen unterbunden hat ( Die Ursache für den unrunden- und verschlissenen Läufer?)

Jetzt ist da ein 4mm Silikon-Kabel drin (psssst – nicht verraten – ist nicht Original). Das Kabel

ist völlig Temperatur-unempfindlich und sollte jetzt also Verhärtungsfrei über die Distanz kommen – grins

 

Jedenfalls hat sich das Quitschen als Kohlen-Geräusch herausgestellt und die Lager der

Lichtmaschine sind spiel-frei und noch ok. Das freut mich . Ich hatte mir Ersatz-Kugel-Lager 6203-3 bereitgelegt, aber nun doch nicht verwendet. Die kommen ins Regal und werden dann bei der nächsten Lichtmaschinen-Überholung (geplant in 86 Jahren) verwendet.

 

Den Kram wieder zusammenstecken und montieren ist eine langweilige Fingerübung .

 

Im Bertieb: Die Kohlen feuern nicht mehr und der Ampere-Meter schwankt nicht mehr.

Da haben wir wohl ALLES richtig gemacht.

Vielen Dank und viele Grüße an „Sulfato“.

 

Zusammenfassung: Wie man sieht, ist das Gebastel an einem Gleichstrom-Generator

( = Dynamo) völlig unproblematisch und weil das so ist, würde ich mein Auto niemals

auf Drehstrom umstellen. Speziell die modernen Drehstrom-Generatoren die von

verschiedenen Zulieferern angeboten werden sind MEINES ERACHTENS häßlich wie

die Nacht und gehören in Vorkriegs-Autos keinesfalls rein. Elegant geht sowas auch:

Brattons-Antique bietet z.B. Schummel-Versionen an . Die sehen aus als wären es

Gleichstrom-Generatoren, verbergen aber Drehstrom und entsprechende Leistung im

Inneren. (google: brattons.com alternator 6 volt )

Wer wirklich starke Scheinwerfer will, wird um sowas nicht herumkommen.

Ich werde trotzdem lieber „Original“ bleiben.

 

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

Christoph

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30.08.2015 20:21    |    Christoph2605    |    Kommentare (6)

Hallo liebe Freunde des weiterhin rollenden Altgerümpels.

 

Wir waren am 16.08. beim „Königstein Classic 2015“.

Um es vorwegzunehmen: Das war unsere erste

Teilnahme, aber sicher nicht die Letzte.

 

Nach Wochen großer Hitze hat es an diesem Sonntag nur

einmal geregnet. Pünktlich um 06:30 (unserer geplanten

Abfahrzeit) hat der Regen begonnen und hat dann Abends

so um 22:00 wieder aufgehört.

 

Mit frisch ge-rain-X-ter Frontscheibe und Freude über die

gesunkenen Temperaturen sind wir nach Königstein gerollt.

 

Das große Starterfeld mit gut 120 KFZ überwiegend aus

den Baujahren zwischen 1965 und 1980 hat sich zunächst im KTC Königstein getroffen,

wo die techn. Abnahme, ein Frühstück und Fahrer-Besprechung durchgeführt wurde.

 

Da wir mit dem (bei weitem) ältesten KFZ eine geplante Startzeit um ca 11:00 Uhr gehabt hätten,

war man so freundlich uns eine vorgezogene Startnummer (67) zu vergeben. Diese war auf den

Listen der Kontrollstellen natürlich nicht belegt und das hat dann im Verlauf prompt für Verwirrungen

gesorgt… Naja – irgendwas ist halt immer.

 

Der eigentliche Start erfolgt dann in der Fußgänger-Zone in Königstein und von da auf Umwegen

über den Feldberg.

 

http://www.usinger-anzeiger.de/.../...-fuer-kalte-kuehler_16014410.htm

 

An die großen- und kleinen- Gemeinheiten der einzelnen Veranstalter bei den Fahr-Aufgaben muss

man sich immer erst gewöhnen; Wir waren zufrieden und der Ford ist schön gefahren.

 

Beiliegend auch die Fahrstrecke, die unser Geo-Tracker mitgeschrieben hat.

( Ich finde es grundsätzlich gut, wenn mir mein Auto melden kann, wo es ist…)

 

Dem Team der „Königstein Classic“ merkt man an, dass schon viele Rallyes gefahren wurden.

Gemeine Aufgaben, geteilte Strecken und sich kreuzende Spuren führten zu einem kurzweiligen

Tages-Ablauf (Wir freuen uns immer, wenn es nichts bringt, dem Vordermann hinterherzufahren).

 

Die Auslastung im Rallye-Betrieb war so groß, dass wir an dem Tag überhaupt keine eigenen

Fotos aufgenommen haben ( ja - ich weiss - is blöd - ich gelobe Besserung)

 

Für das Wetter waren uns die ca 200km Fahrstrecke fast zu viel…. Die Fahrer der „sportlichen Wertung“ hatten (natürlich) nichts gegen die Strecke, reklamierten aber mangelnde Zeit ?

 

Irgendwas ist immer…

 

Nach der Ziel-Durchfahrt haben wir den Ford nach Hause gebracht, und sind im „neuen Auto“

zur Abend-Veranstaltung zurückgekehrt.

 

Das Abend-Essen war gut.

Die Sieger-Ehrung um 20:00 war für Sonntags als „noch ok“ einzustufen.

 

Was soll ich sagen: 2 schöne Pokale für den Ersten Platz in der Altersklasse (des Autos).

Wir hätten übrigens auch bei der sportlichen Wertung den ersten Platz in der Altersklasse belegt.

 

Auf der HP des Veranstalters http://www.oldtimerfahrt.adac-oc-koenigstein.de/

findet Ihr Die Wertungen und die Ergebnis-Listen; sowie die Auflösung des Fahrtenbuches und die

Fehler an den Kontrollen . Fotos sollen angeblich auch demnächst gepostet werden.

 

Wir hatten Spaß, der Ford ist toll gelaufen und es war ein schöner Tag.

Daraus folgt: Wir kommen wieder.

 

Jetzt haben wir erstmal Rally-Pause und wir sind für ein paar Ausfahrten mit der BMW R100

und mit dem Datsun ZX angemeldet.

 

Ich werde berichten.

LG Christoph

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22.08.2015 07:37    |    Christoph2605    |    Kommentare (9)

Bertha Benz hat gerufen.

So lautete schon das Intro zu meinen Betrachtungen

im Jahr 2013. ( http://www.motor-talk.de/forum/bertha-benz-hatte-gerufen-t4643529.html )

 

Geschichtlich ist überliefert, dass Bertha Benz in den

Schulferien im Jahr 1888 ( vor 127 Jahren ! ) mit ihren

Söhnen Richard und Eugen in den Wagen von Ihrem

Ehemann Carl Benz gestiegen ist, um die Familie in

Pforzheim zu besuchen.

Über die Feldwege dieser Zeit wurde gefahren (und

dieses KFZ wurde wohl auch viel geschoben) und

Bertha hat tatsächlich Pforzheim erreicht und auch

den Rückweg nach Ladenburg ( Mannheim) wieder

bewältigt.

 

In der Gegenwart findet die Bertha-Benz-Fahrt (www.Bertha-Benz-Fahrt.de) als Event auf der

Bertha-Benz-Memorial-Route (http://www.bertha-benz.de/) traditionell alle 2 Jahre statt.

 

Eingeladen werden KFZ bis BJ 1930 und ein offenes Geheimnis ist, dass ALLE

Vorkriegs-KFZ „mitgenommen“ werden. Wer also ein „Vorkriegs-Auto“ hat, sollte

zu der nächsten „Fahrt“ im Jahr 2017 unbedingt eine Anmeldung senden.

 

Abgesehen von einer guten und netten Organisation, den schönen Hotels und den

netten Teilnehmern dieser Ausfahrt handelt man in der Gewissheit, sich auf

„Historischem-Boden“ zu bewegen. Unabhängig davon ist es eine der unglaublich

seltenen Möglichkeiten, Fahrzeuge mit einer 18xx vor dem Baujahr auf offener

Landstrasse in Aktion zu erleben.

 

Ich bin da immerwieder ergriffen und freue mich dass da auch solche Youngtimer

wie unser 1929er Ford Tudor als Teilnehmer gerne gesehen werden.

 

Wir haben uns also früh bei der Familie Baier ( bzw der Organisation) angemeldet und

sind in freudiger Erwartung am Freitag dem 31.07.2015 nach Mannheim gereist.

 

Für unseren geliebten Tudor ist die Strecke von 100 Kilometern (im Vergleich zum Beispiel

zu unserer Reise nach Rom im Mai 2015) eher ein Spaziergang und so sind wir trotz

ausgiebiger Pausen um 14:00 in den „Mai-Markt-Hallen“ (der Messe in Mannheim)

angekommen. Die Fahrzeuge wurden Alle in der Messe-Halle sicher abgestellt und auch

die Abendveranstaltung fand dort statt. Nette Gespräche mit alten- und neuen-Freunden

sowie sehr gutes Essen ließen den Abend viel zu schnell vergehen. Das als Unterkunft

vorgeschlagene Maritim-Hotel ist „angemessen“ und die Betten ausreichend groß.

Leider habe ich nicht so gut geschlafen – Da war wohl ein Bier zu viel im Spiel.

 

Sämtliche nötigen Bus-Transfer und auch der Gepäck-Transfer von Mannheim nach

Pforzheim wurden von der Organisation angeboten/übernommen. Der Vor-Start am

Samstag dem 01.08.2015 erfolgte in den Mai-Markt-Hallen und der Start der

Bertha-Benz-Fahrt dann in der Fußgänger-Zone in Mannheim der „Mannheimer Planken“ .

 

Viele Zuschauer haben das Gefühl vermittelt, ein Super-Star zu sein und die komplette

„Bertha-Benz-Fahrt“ führt durch andauerndes freundliches Zurückwinken zu Schmerzen

in den Armgelenken. Das nimmt man sicher gerne in Kauf. Auch das Ford-Ahooga-Horn

wird praktisch pausenlos bemüht und ist bei den Passanten sehr beliebt.

 

Die Fahrt führte am Carl-Benz-Museum vorbei bis auf die „Fest-Wiese“ in Ladenburg.

15 Kilometer Fahrstrecke vor der ersten Zwischenverpflegung.

Respekt: Wenn das so weitergeht, platze ich irgendwann.

 

Nach der Fest-Wiese fahren wir ca 2 Kilometer, um dann auf die Fähr-Überfahrt zu warten.

Eine Fähre, die max 6 Fahrzeuge mitnehmen kann, braucht halt so ihre Zeit.

Das macht uns nichts – Man kann sich mit den Fahrzeug-Besatzungen vor und hinter sich

unterhalten speziell und um so mehr, wenn man die Fahrzeuge noch nicht kennt.

 

Nach der Überfahrt geht es weiter bis nach Wiesloch, wo man dann an der

Stadt-Apotheke vorbeigelotst wird.

 

Die Stadt-Apotheke ist die erste überlieferte Tank-Stelle der Menschheits-Geschichte

und Bertha-Benz kaufte dort Ligroin um das KFZ zu betanke ( Ligroin war der

Verkaufs-Name für Benzin. Benzin hätte schon damals feuer-geschützt und separat

gelagert werden müssen; Ligroin wurde als „Reinigungsmittel“ in Ballonflaschen im

Verkaufs-raum der Apotheken gelagert.)

 

Das Ligroin für die Teilnehmer 2015 wird in Chemischen-Glas-Röhrchen vor der

Stadt-Apotheke verteilt und ist „nur zu inneren Anwendung am Menschen“ vorgesehen.

 

Danach ist schon bald wieder anzuhalten, weil den Teilnehmern ein Eis spendiert wird.

Respekt – so wenig fahren wir sonst nur selten ?

 

Naja – Insgesamt muss man schon irgendwie nach Pforzheim kommen und so ist der

Nachmittag etwas „Fahr-Intensiver“ und die Strassen leider auch relativ stark frequentiert.

 

Bei der Ankunft in Pforzheim ist in der Stadtmitte die Fußgängerzone abgesperrt und

unglaubliche Menschenmengen drücken sich um die KFZ. Der von mir sehr verehrte

Herr J. Hübner hat dort die Moderation übernommen und er weiß zu JEDEM Fahrzeug

viele Details und Geschichten; Der Mann ist Klasse und die Zuschauer freuen sich

über die vielen Informationen.

 

Wir nehmen einen weiteren kostenlosen „Snack“ und begeben uns aber schon bald

in das nahe gelegene Parkhotel. Dort waren wir schon oft – Das Hotel ist schön und

wir sind gerne dort. Leider kommen wir nicht dazu den Pool zu nutzen, weil wir uns

für die Abendveranstaltung vorbereiten müssen.

 

Busse bringen uns ins Gasometer Pforzheim wo die Abendveranstaltung stattfindet.

( Carl-Benz hatte in den Gas-Werken-Pforzheim gearbeitet und während seiner Zeit

dort die Bertha bei einer Tanz-Veranstaltung kennengelernt. )

Das Gasometer ist Heute eine Event-Location http://www.gasometer-pforzheim.de/ .

Eine geniale Wandbemalung (Rom im Jahre 312) bringt uns zum Staunen und das

SEHR gute Abendessen tut ein Übriges.

Wir hatten einen wunderschönen und lustigen Abend, sind aber froh als uns der Bus

wieder ins Hotel bringt. Noch nie war ich nach so kurzer Fahrstrecke dermassen müde.

 

Am Sonntag dem 02.08.2015 erfolgte dann die Rückfahrt nach Ladenburg. Der Start

in der Fußgängerzone ist für die Uhrzeit ( 10:00 Uhr) erstaunlich gut besucht . Die

Rückfahr-Strecke ist praktisch leer und wir haben einen wunscherschönen Tag.

Alte Autos vor und auch Alte Autos hinter uns, herrlich.

 

Die Mittagspause erfolgt traditionell bei einem sehr großen Mercedes Händler mit

gutem Essen und ausreichend Erholungs-Zeit.

 

Im weiteren Reise-Verlauf werden die Orte besucht, wo verschiedene Arbeiten am

Original-Auto durchzuführen waren. So ist zum Beispiel das Haus des Schuhmachers

zu sehen, bei dem Bertha-Benz einer Intuition folgend Leder-Beläge auf die harten

Brems-Backen der Bremse aufnähen ließ. Es ist damit auch sicher, dass Bertha-Benz

die Bremsbeläge erfunden hat.

 

Die Fahrt endet um 14:30 für uns auf der Fest-Wiese in Ladenburg, wo vor VIELEN

Zuschauern die Teilnehmer-KFZ noch einmal einzeln vorgestellt werden und jeder

Teilnehmer eine Gedenk-Plakette erhält.

Ein weiterer Snack – natürlich und wir begeben uns auf die Rückreise nach Frankfurt.

Es ist noch sehr heiß geworden und wir wollen zeitig zu Hause sein.

 

Was für ein genialer Event. Wir kommen wieder und freuen uns dass es solche speziellen

Ausfahrten für sehr alte KFZ gibt.

 

Wir sehen uns ganz sicher bei der nächsten „Bertha-Benz“ 2017.

Viele Grüße Christoph

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29.06.2015 23:35    |    Christoph2605    |    Kommentare (9)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels

 

Zum 16ten Mal wurde zum Boxberg-Klassik gerufen und, wie schon so oft, haben wir den Ruf gehört…

 

Am 26.06 haben wir also Morgens den 1929er Ford Tudor Sedan beladen und sind gemütlich südwärts ge-cruised.

 

Das Navi hat diesmal nur geringe Freiheitsgrade erfahren, weil uns bei der Rückreise aus Rom (vor einem Monat) die Fahrt entlang des Neckar so gut gefallen hat, dass wir das hier dringend wieder-holen wollten.

 

Prima Wetter, relativ hohe Temperaturen und eine erstaunlich befüllte B45 mit netten Baustellen und Umleitungen bringt uns nicht aus der Ruhe. Die üblichen Kaffee-Pausen verlängern die Fahrt zusätzlich, aber erhöhen auch das Wohlbefinden - Wir sind schließlich nicht auf der Flucht.

 

Die B37 und B27 am Neckar sind wieder wunderschön und gondeln so vor uns hin, bis die Beste Ehefrau von Allen bemerkt, dass da ein Motor-Stottern zu verbuchen ist. Solange der Motor läuft bin ich nicht wirklich in Panik, aber die Kraftentfaltung ist merklich reduziert.

 

Wir rollen langsamer und suchen einen Schattenparkplatz für eine kleine Zwischenbastelei. Ein nettes Vater-Sohn-Gespann bemerkt uns und nähert sich. Ich öffne die Motorhaube um den Motor etwas abkühlen zu lassen und suche dann einen Platz um meine Brille abzulegen (Die Brille brauche ich nur für die Ferne und die ist mir im Nahbereich eher hinderlich). Bevor ich noch die Brille abgelegt habe meldet der nette Mann, dass sich da wohl ein Hochspannungs-Verbinder am Verteiler gelöst hat und dass er das mal gerne aufstecken möchte. Mir bleibt also nicht viel, ausser einem netten Small Talk und der Aufgabe, die Haube wieder zu schließen. Von hieraus nocheinmal : Danke.

 

Was lernt uns das?

1. Ein Ford-A zieht, wenn man ihn als Dreizylinder benutzt, „nur so mittel“ .

2. Bei zukünftigen Problemen sollte ich zunächst mal die Motorhaube öffne und dann

3. … auf nette Menschen warten, die dann die Probleme am Gefährt lösen.

Wirklich – Mir der Kraft von 4 Zylindern läuft das Auto deutlich besser.

 

In Heilbronn finden wir zufällig einen guten Pizza-Bäcker und wir sind nach der Stärkung entspannt genug um den weiteren Verlauf der B27 bis nach Stuttgart zu überstehen. Warum uns das Navi durch Stuttgart führt, werde ich wohl nie verstehen.

 

Um 14:00 erreichen wir die Motor-World in Böblingen, die in diesem Jahr den Start-Punkt der Boxberg-Klassik darstellt. Die technische Abnahme ist rasch erledigt. Die Begrüßung der Bekannten und Freunde dauert deutlich länger. Wir lernen, dass leider nur 4 Vorkriegsautos da sind (wir haben das älteste Auto) und weil wir zu wenige sind, werden wir mit Autos bis in die 1960er zusammengelegt. Toll - wir kämpfen gegen Autos mit Servolenkung....

 

Egal - wir begutachten (mal wieder) die Motorworld und verbringen einen netten Abend in der Garten-Wirtschaft der Motor-World.

 

Das „Balladins-Superior“ in Sindelfingen bietet uns ein großes und günstiges Zimmer und eine schöne Garage für den Tudor (prima - so soll das sein - wir kommen gerne wieder !). Leider ist die Nacht zu schnell vorbei und wir müssen uns sputen, weil wir mit dem ältesten Auto bei dieser Veranstaltung

( und der Startnummer 3 (?) ) sehr früh in der ersten Startgruppe losfahren.

 

Die Veranstaltungs-Moderation hat auch 2015 wiedermal Johannes Hübner übernommen und der Mann ist ja nun wirklich klasse und weiß zu JEDEM Auto eine nette Story.

 

Vor uns fahren nur der 64er Gogo von Roland Bürk und der 1932er V8-Phaeton von Widmayer /Werner . Beide tollen Fahrzeuge kennen wir schon vielen Veranstaltungen . Besonders bei dem Gogo mussten wir schon vor Jahren lernen, dass der winzigem Motor für (relativ) hohe Fahr- leistungen ausreicht. Wie schön, dass es noch Leute gibt die solche Fahrzeuge „auf der Strasse halten“.

 

Für uns und vermutlich auch für die anderen Vorkriegsautos sind die Strecken sehr lang (sagte ich das bereits?) und die Klassen-Einteilungen wirkt auch eher „kontra“ Vorkriegsautos.

 

Wir freuen uns sehr, wieder auf Christian Dannesberger, Freundin Fabienne und Freund Jannis und den sensationellen 1956er Porsche 550 Spider zu treffen. Das Auto generiert Töne, die Rustikal-Akustikern wie mir viel Freude bereiten (und ich bin eigentlich kein Porsche-Fan). Christian ist oft genug auf den Rennstrecken dieser Welt unterwegs und ich freue mich jedesmal wenn er uns überholt. Bin gespannt, ob die Videos die wir gemacht haben, die „Musik“ gut wiedergeben …

 

Die wiedermal tolle Streckenauswahl wird am Samstag von Wolkenbruchartigem Regen überschattet; na gut - wir sitzen trocken und das „Rain-X“ auf der Frontscheibe des Ford funktioniert anstandslos.

 

Das Mittagessen ist uns zu spät und die Gesamtstrecke ist mit 235km am Samstag VIEL zu lang – Man kann nicht Alles haben. Das Samstag-Ziel ist das Audi-Forum in NSU (Neckar-Sulm), das wir pünktlich zum Nachmittags-Wolkenbruch erreichen.

 

Die Abendveranstaltung des Boxberg-Klassik ist bei Bosch in Abstatt und gefällt uns gut. Leider beginnt die Abend-Veranstaltung zu spät und auch das Abendessen ist knapp 3 Stunden „nach unserer Zeit“.

 

Wir sitzen mit lieben Freunden am Tisch, im Hintergrund musizieren die „Bosch-Allstars“ und Herr Hübner unterhält uns (unseren Tisch) mit klasse Geschichten aus vielen Jahren Oldtimerei. Was für ein toller Abend. Solche Abende möchte ich mir gerne konservieren!

 

Einen krassen Gegenpol bildet unser Hotel in der 2ten Nacht, das „Hotel Arcade am Theater“ in Heilbronn… Es ist relativ teuer, hat keine Klimaanlage und es ist furchtbar heiß im Zimmer. Das Design (Teppiche, Wände, eigentlich Alles) ist furchtbar (obwohl mir sonst sowas eigentlich egal ist). Das Doppelbett ist zum Ausgleich VIEL ZU SCHMAL, die Matratze zu weich und wir sind nach der Nacht wie gerädert. Wie gut, dass wir wieder früh aufbrechen müssen….

 

Re-Start ist wieder am Audi-Forum . Die Sonntags-Fahrstrecke ist schlicht eine Sensation und gehört zu den absoluten High-lights der Boxberg-Klassik 2015.

Maienfels ist ab sofort unser Lieblingsort.

 

Für die Vorkriegsautos ist auch diese Strecke zu lang und die Klasseneinteilung ungünstig.

Für alte Autos nachteilige Aufgaben:

„Kröten-Parcours“ ein Slalom durch wassergefüllte Luftballons; nachteilig wg Übersichtlichkeit)

„Stadtfahrt“ (Start und Slalom bis zu einem Haltepunkt; Nachteil wg viel zu enger SlalomHütchen)

„Bergabrollen in ein Stop-Feld“ (wg schlechterem Rollverhalten sehr alter KFZ)

„Bier-Transport auf dem Volksfest“ (wg Beschleunigung, Verzögerung, Wendeverhalten !!)

 

Nur mal so als Idee: So etwas könnte man über einen Baujahr-Index kompensieren (wenn man denn unbedingt will, dass Vorkriegsautos gegen halb so alte Autos antreten… ).

 

Bei den zu lösenden ca 20 Aufgaben war eine Zufalls-Abhängig Aufgabe dabei :

Ein Bosch-Spielzeug-Auto mit Feder-Antrieb eine bestimmte Weg-Strecke fahren lassen.

Gut waren dabei verschiedene Teams, die so ein Spielzeug am Bosch-Verkaufs-Stand

gekauft haben um LANGE damit zu üben…

 

Zusammenfassung :

Wir waren gut bei den Wissensfragen und bei den Fahraufgaben.

Das waren tolle Strecken!

Wir waren von schönen Autos umgeben

Wir hatten ne gute Zeit mit netten Leuten.

 

Die Heimfahrt verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse und wir waren froh, als wir um 20:00 Uhr wieder zu Hause waren.

 

Aufruf an den Veranstalter: Bitte sorgt dafür, dass 2016 nicht noch weniger Vorkriegs-Autos kommen...

 

LG und hoffentlich bis zum nächsten Mal

Christoph

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21.06.2015 18:02    |    Christoph2605    |    Kommentare (6)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Wir haben uns auch 2015 wieder bei der ASC-Jahres-Rallye angemeldet. 2015 hieß diese Rallye : „60. internationale ASC Schnauferl-Fahrt“. Immerhin ein „FIVA A-Event“ und wer Vorkriegs-Gerümpel bewegt, der muss da dabeisein.

 

Wir sind also am Donnerstag dem 11.06.2105 um 08:15 in Frankfurt aufgebrochen um ca 350 km bis nach Bad Gögging im Altmühltal zu rasen ähhh nö ….zu reisen.

 

350km an einem Tag auf der Landstrasse sind (für die Gerümpelklasse) mal ne Ansage und wir haben dafür auch bis 16:30 gebraucht. Soweit bewegte sich die Ankunftszeit im erhofften Rahmen; Kleinere Basteleien hätten die Reisezeit natürlich beliebig ausdehnen können .

 

Technische Abnahme; Meldeunterlagen; FIVA-Papiere; Führerschein und Versicherungen - Alles ok. Kleinere Reklamationen bezüglich Beleuchtung und Bremse – Halb so wild - Man kann nicht Alles haben.

 

Einchecken im Monarch-Hotel. Ein riesiger Hotelkomplex mit :

- 70er Jahre-Tür-Schlüsseln,

- 70er Jahre-Schlüsselanhänger (gefühlte 3 kg)

- manchmal funktionierenden Aufzügen (macht nix – wir wohnen ja nur in der 5ten Etage)

- sehr schönem Schwimmbad

- unverschämten Aufpreisen für WLAN.

( Ich finde ja dass die Zeiten vorbei sind, wo TEURE Hotels noch zusätzlich für WLAN abzocken dürfen)

 

Insgesamt ist das aber trotzdem eine angenehme Unterkunft. (ausserdem ist es sicher nicht leicht, ein Hotel zu finden wo mal eben 120 Oldtimer und deren Besatzungen, Veranstalter und Helfer unterkommen können)

 

Der Begrüßungsabend war schön, wir haben aber wegen der anstrengenden Anreise nicht lange durchgehalten.

 

Freitag 12.06.2015 – erster Rallye-Tag

Aufstehen 05:30 ; Frühstück um 06:30 ; Rally-Start um 08:00.

 

Bei Klasse-A-Events tut man gut daran sich an die Vorgaben zu halten. Minuspunkte im Rallye-Betrieb kann man schon sammeln , ohne nur einen Meter gefahren zu sein. Gefordert wurde u.a.:

 

Parken in der Hotel-Garage nur in der FÜR JEDES KFZ Angegebenen Richtung (wer die Wolken kennt die so mancher Vorkriegswagen wirft, der weiß dass man die Garagenwand schützen muss)

 

Öl-Matten unter jedes Auto legen (wer Öl-Mengen kennt, die mancher Vorkriegswagen in einer Nacht verliert, der weiß dass man sogar den Garagen-Beton-Fußboden schützen muss)

 

Motorstart nur nach Anweisung durch die Stewards (wer die Wolken kennt die so mancher Vorkriegswagen wirft, der weiß dass man IN EINER Garage besser nicht 100 Alt-Autos gleichzeitig laufen läßt)

 

Nach dem Start haben wir auf offener Strasse erstmal durch niedrige Geschwindigkeit geglänzt.

Unsere,durch völlige Orientierungslosigkeit verursachte Lahmheit mag uns gerettet haben, weil der Veranstalter nach 500m Fahrstrecke in einer Tempo 30 Zone die erste Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt hat. Grundsätzlich finde ich das sehr gut, weil viele Oldtimer-Events leider mit Strassenrennen verwechselt werden und ich mich immer frage wo mancher Teilnehmer mit so hohen Geschwindigkeiten hinwollen könnte

 

Diese Region von Bayern ( = Altmühltal) ist wunderschön , die Strassen sind in gutem Zustand und wir haben einen tollen Tag. Altmühltal ist wohl grundsätzlich das Tal in dem die "Altmühl" fließt (?),

also so ab Rothenburg; Aber auch die Region um die Altmühl, den Main-Donau-Kanal und die Donau.

Wir haben uns überwiegend zwischen Ingolstadt und Regensburg aufgehalten.

 

Wie hat der Veranstalter nur das prima Wetter vorbereitet

Auch toll – praktisch keine Ampeln auf der kompletten Strecke.

 

Der Tag vergeht und wir absolvieren verschiedene Stempelkontrollen, geheime Kontrollen , falsche Kontrollen , Fahrten nach Geschwindigkeits- bzw Zeit-Vorgabe und Geschwindigkeitsmessungen .

An einer Stempelkontrolle zu fragen ob man einen Stempel haben möchte ist echt gemein und wir hadern mehrfach mit dem Schicksal. Als letzte Aufgabe soll man auf einem Parkplatz genau 2 Meter vorwärts fahren und wenn dann ein Christoph 2,63m fährt, dann ist das ärgerlich.

 

Jedenfalls sind wir nach ca 150km Fahrstrecke zeitig im Hotel zurück und wir geniessen das wirklich schöne Schwimmbad.

 

Abends ist Bootchenfahren angesagt (wir schon auf den beiden letzten ASC-Jahres-Rallyes auch)

 

Der Dampfer bringt uns von Weltenburg durch die Weltenburger Enge (Donau-Durchbruch) bis in den Main-Donau-Kanal ; wir haben ein gutes Abendessen und unterhalten uns nett mit den Fotografen der Autostadt, die zufällig mit uns am Tisch sitzen.

Im Hotel hängen die Rallye-Ergebnisse des Tages aus; Wir sind aktuell auf Platz 4 in „unserer“ FIVA Klasse C und auf Gesamt-Rang 14. Das ist nicht schlecht bei deutlich über 100 Teilnehmern, aber grundsätzlich trotzdem verbesserungswürdig.

 

Samstag 13.06.2015 – zweiter Rallye-Tag

Aufstehen 05:30 ; Frühstück um 06:30 ; Rally-Start um 08:00.

 

Entgegen der Wetter-Vorhersage ist das wieder ein wundervoller Tag und wir haben viel Spaß in schöner Umgebung. Viele mit den üblichen Rallye-„Gemeinheiten“ gespickte Aufgaben und nette „Gegner“ haben einen wirklich spannenden Tag viel zu schnell vergehen lassen.

 

Nach der Hotel-Ankunft gehen wir nocheinmal kurz baden und müssen uns schon bald auf den Gala-Abend vorbereiten. Natürlich hat man mit Abend-Kleidung zu erscheinen und als ASC-Mitglied hat man ASC-Nadel und ASC-Krawatte zu tragen. Wir hatten uns wie üblich an „irgendeinem“ Tisch eingetragen und treffen dort also zufällig auf die Besatzungen von :

- einem Ford Model-T -LKW (1917 = Messingklasse )

- einem VW KarmannGhia und

- Mercedes Pagode

 

Wir haben einen netten Abend und sind überrascht, den 2 Platz in der Klasse C und den 9. Gesamt-Platz erreicht zu haben. Das ist besser als erwartet und wir freuen uns über unseren Pokal; einen geätzter Glas-Zierteller (in Fachkreisen Käseplatte genannt )

 

Meinen Beobachtungen zufolge ist „unser“ Hessen-ASC die erfolgreichste ASC-Landesgruppe bei diesem Event.

- Der aktuell unschlagbare Dr. Scheffler mit dem 1937er AC (135 Fehlerpunkte = Gesamtwertung Platz 6)

- Wir mit dem 1929 A Tudor Sedan (154 Fehlerpunkte = Gesamtwertung Platz 9)

- Nico Beilharz im 1965 Triumpf ( 157 Fehlerpunkte = Gesamtwertung Platz 10)

 

Der Gesamtsieger der Veranstaltung vom ASC-Niedersachsen hat mit seinem 1970er Mercedes unglaublich niedrige 70 Fehlerpunkte erreicht.

 

Am Sonntag sind wir nach dem Frühstück nach Hause gefahren . Es war relativ heiß, aber zum Glück heizen sich sehr alte Autos (wegen der praktisch senkrechten Scheiben ) nur sehr wenig auf.

Die Fahrt verlief tiefenentspannt und wir sind trotzdem froh, als wir Pannen- und Unfallfrei wieder in Frankfurt ankommen. Jetzt sind wir zum Glück mal zu Hause und am nächsten Freitag brechen wir zum Boxberg Klassik auf.

 

Ich werde berichten.

Liebe Grüße Christoph

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11.06.2015 07:00    |    Christoph2605    |    Kommentare (5)

Hallo Freunde des rollenden Alt-Gerümpels.

 

Die Predators in CZ haben auch 2015 ein Treffen und ein Dragster-Rennerchen veranstaltet, das (wie jedes Jahr) von der MSTO.org professionell "Ge-time-d" wurde.

 

Da war ich ja nun schon öfter ...

http://www.motor-talk.de/.../...im-dragracing-in-bechyne-t4961704.html

 

Auch 2015 konnte ich zum Glück nicht widerstehen und wie im Vorjahr bin ich mit Stefan

nach CZ gedieselt und es war mal wieder "Männerspielplatz mit abendlichem Grillen".

 

Ich habe mal ein paar Fotos angehängt (aus Zeitgründen nicht mehr) . Wer "mehr" will,

sollte mal nach Bechyne 2015 googeln (bzw in facebook suchen).

 

Was war sonst so los...

 

Durch unser Früh-Sommerliches-Süd-Gefahre hatten wir mehrere Rallye-Klassiker verpasst;

So u.a. die Frühlings-Anfahrt des ASC um „das goldene Krönchen der Stadt Siegen“.

 

Wir sind gerne in Siegen und die Ausfahrt ist immer KLASSE.

 

2014…

http://www.motor-talk.de/.../...rt-2014-in-und-um-siegen-t4939636.html

 

2013…

http://www.motor-talk.de/.../...t-in-siegen-11-13-5-2012-t3925509.html

 

Nun – also – Schade - 2015 waren wir nicht dabei.

http://www.asc-westfalen-sued.de/.../

 

Dafür bin ich aktuell wieder mal in Reise-Vorbereitungen.

Am Donnerstag (huch - Heute) fahren wir nach Bad-Gögging ins Altmühltal um an der „60. internationalen Deutschen Schnauferl-Rallye“ teilzunehmen. Tolle Sache – mehr als 60 Prozent der Teilnehmer werden in Vorkriegsautos reisen…

Wer in der Region ist, da findet sich auch ein Zeitplan irgendwo….

http://www.asc-suedbayern.de/deutschlandfahrt.php

 

Also haben wir uns in den letzten Tagen vorbereitet….

 

- Ich hab MAL WIEDER den festgerotteten Zündverteiler ausgebaut und gangbar gemacht und geschmiert und wieder verbaut. Ich versuche das sportlich zu sehen, weil ich ja nun auf der Süd-Tour überhaupt keine Probleme hatte und dafür gerne mal zu Hause eine Zwischen-Schicht einlege.

 

- Ich habe einen Lenkungsdämpfer eingebaut. Seit Unzeiten hatten wir sporadisch Shimmy-Effekte beim Berg-Ab-Fahren und weil das sehr unangenehm ist, habe ich mich für den Lenkungsdämpfer entschieden. Tolle Sache - Keine Probleme mehr seitdem….

 

- Einmal mittlerer Wartungsdienst mit : „einmal Abschmieren“ (45 Schmierstellen)

 

- Kühler ist undicht und muss abgedichtet werden.

Motz-Brummel

Das Ding ist 4 Jahre alt und irgendwie hieß der : „Heavy-Duty“. Keine Ahnung was die AMIs darunter verstehen S`ìs wohl ein Modewort wie Light“, das man auch überall anwenden kann.

( Ich bitte darum zukünftig wahlweise mit Christoph-Light oder Christoph-Heavy-Duty angesprochen zu werden…)

Jedenfalls ist das Kühlsystem ja drucklos und da kann man mit HT-Silikon prima abdichten.

 

- Lenker festziehen. Das geht nur, wenn man sich vorher ein Werkzeug baut… Die Mutter unter dem Hupenknopf hat 24mm (1“) . Mit einem aus einem Spachtel heraus-ge-dremelten 24er Schlüssel lässt sich das nachziehen, ohne dass man das Lenköl ablassen bzw die Lenkung zerlegen muss….

Freu-Modus - Ich bin sooo gut.

 

- Ich habe mal wieder nen Teppich-Boden gekauft und ins Fahrzeug reingebastelt. ( Der Original-Teppich liegt warm und trocken in der Garage.)

 

- Unser „Koffer-Raum“ ( Koffer hinter dem Reserve-Rad) hat eine neue Regen-Schutz-Hülle. Die musste extrem aufwendig Maßgeschneidert werden sodass auf dem Koffer auch noch unsere Reise-Gepäck-Tasche wettergeschützt mitreisen kann. Das war soweit ich mich erinnere sehr teuer (Oder aber die hat Aldi mit den Abmessungen 80-40-60cm für 4,99 als Grill-Abdeckung verkauft – Wer weiß das so genau…)

 

Genug für Heute - Ich melde mich in den nächsten Tagen mit nem Bericht zu der

„60. internationalen Deutschen Schnauferl-Rallye“

 

Stay tuned

LG Christoph

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25.05.2015 01:13    |    Christoph2605    |    Kommentare (6)

.....365 benutzten Kondomen???"

 

BOAH ist der ALT - Aber - Sorry - Wer die Pointe kennt

IST LEIDER AUCH SEEEEHHHHR ALT und kann den Gag behalten.....

 

Für die Jungen gilt:

4 abgefahrene Reifen sind "Goodyear" und

365 benutzte Kondome sind "aVeryGoodYear"

 

Wir haben 4 abgefahrene Reifen am 29er Tudor.

Das is nu ein echtes Luxusproblem, am Vorkriegsauto abgefahrene Reifen zu haben.

 

Leider kann ich mich nicht erinnern, wie alt die Reifen tatsächlich sind.

 

Mal überlegen.....

4 Reifen sind 6 Jahre alt, aber ich hab noch 2 weitere Reifen in der Garage rumliegen.

Wie alt die sind, das weiss ich nicht (mehr). Egal . is ja Profil drauf.

 

Ich demontiere also die Vorderräder und da isses schonmal schön wenn der Schlagschrauber mit Doppelkammerantrieb locker 1000Nm beim Lösen von Schrauben entwickelt.

 

Wenn der Schlappen am Boden liegt, legen wir ihn mit der Aussenseite auf nen Teppich damit man den Reifen von hinten demontieren kann. Dadurch geht (wenn Lack kaputtgeht) nur Lack auf der Rückseite der Felge kaputt...

 

Wir schrauben das Ventil raus und lassen so die Luft ab. Dann trampeln wir ein bischen auf den Mantel um den von der Felge runterzutreten. Für das Herunterhebeln benutze ich als Unterlage für die Montiereisen (25cm-Eisen sind ausreichend für solche Vorkriegsautos).

 

Die "alten" Schläuche sehen noch prima aus

 

Beim Montieren der "neuen" Schlappen kommt VIEL Talkum (Babypuder) zusammen mit dem Schlauch in den Mantel. Wenn man beim Montieren ne Mülltüte zwischen Felge und Schlappen fummelt, dann flutscht des Gummi supersoft in die Felge. Ja - doch - die Mülltüte kriegt man hinterher gut raus (jedenfalls wenn man es vor dem Aufpumpen versucht).

Ich fahre den Ford übrigens mit 2,5 bar weil ich bei höherem Reifendruck hoffe dass die Schläuche weniger "arbeiten" bzw im Mantel aufgerubbelt werden.

 

Ich hab die "neuen" Reifen nach hinten montiert und weil das Auto sowieso aufgebockt ist, überprüfe ich mal wieder die Vorderachse. Mein Lieblings-Phänomen, das Shimmy ist zurück. Natürlich finde ich mal wieder keine mögliche Ursache. Wenn ich irgendwann eine mögliche Ursache finde, werde ich berichten. Die "neuen" Reifen sind montiert und wir sind wieder legal unterwegs.

 

Wer 2 abgefahrene 4,50/21" -Firestones brauchen kann, darf sich melden.

Na gut - war ein Versuch - Ich bring sie halt auf den Müll...

 

LG Christoph

 

PS

Zurück zu dem Scherz vom Anfang.... Ich bin (wie bekannt) verheiratet und meine Frau möchte (aus für mich unerfindlichen Gründen), dass ich Firestone-Reifen montiere..... einen technischen Vorteil sehe ich eher nicht. :D

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17.05.2015 16:03    |    Christoph2605    |    Kommentare (10)

Hallo Freunde des rollenden Altgerümpels.

 

Der 1929 Tudor Sedan hatte uns wieder nach Deutschland gebracht - Zu Hause sind wir noch lange nicht. Aber der Reihe nach: Wir sind Heute Morgen durch Regen-Geplätscher geweckt worden und das sah wie ein Landregen aus....

Wenn jetzt noch die gleiche Musik wie Gestern läuft, dann sind wir "Und täglich grüßt das Murmeltier"

Tatsächlich regnet es schon wieder - na klar wir sind in Deutschland

Wir packen unseren Kram zusammen und bei der Abreise in Scheidegg beschwert sich Ulrike schon über die Kälte und Nässe. Die im Ford nicht vorhandene Heizung ist unbefriedigend und die immer mitgeführten Decken werden verteilt. Eine vor jeden Türschlitz (Spaltmaße waren ein Thema 1929) und eine über die Beine meiner Holden. Die ausstellbare Frontscheibe ist eh zu.

 

Bei "Ratzenried" steht ein Ratz im Ried (oder ist das ein Fuchs im Feld?)

Jedenfalls hat er einen Ratz im Maul und ich werfe den Anker um (in meinen-Peter-Ludolf-Schlappen) übern nassen Acker rennend, noch ein besseres Foto vom Fuchs zu erhaschen. Oldtimerfahrer sind schon komisch - da müsst Ihr nur mal den Fuchs fragen....(ich meine, ihn lachen gehört zu haben)

 

Nach 39 km sind wir bereits in Wolfegg. Ums Museum ist es völlig Menschenleer. Nach Rückfrage stehen wir für ein Foto direkt vor dem Eingang vor "Teil 2" des Museums. Die nette Dame weiß leider nicht wo das Foto vom Oberjoch zu finden sein könnte und schickt uns zu "Teil1" des Museums. Wir parken auch dort (auf Anweisung) direkt vor der Türe. Anka Busch (seine Tochter), die wir von früheren Besuchen des Museums schon kennen, ist leider nicht im Haus. Leider ist auch hier nicht zu klären, wo wir das Foto finden könnten und ich werde zu Hause die Recherche einleiten und hier im MT den Fotovergleich nachreichen.

 

Wir rollen weiter und machen irgendwo am Wegesrand einen Sonderstop , weil sich ein böses Shimmy eingeschlichen hat und die Vorderachse kaum unter Kontrolle zu bekommen ist.

Alle Reifen haben Luft, die Lagerspiele sind ok, die Spurstangen sind ok, das Lenkgetriebe und der Pitman-Arm sind fest... Das Spiel im Lenkgetriebe ist zu groß und ich vermute eine Nachspur der Vorderräder. Die Nachspur will ich unterwegs nicht angehen, also bleibt zunächst das Spiel im Lenkgetriebe. Kontermutter los und da.... tatsächlich läßt sich der Einstellstift 1/4 Umdrehung nachziehen. Ich bin verwirrt weil die Lenkung ja neu ist und werde mir das zu Hause genauer ansehen. Das Fahrverhalten ist wieder besser und wir fahren weiter.

 

Wir lassen das eigentlich geplante Hymer-Museum weg (da is irgendein Dorffest und Stau). Kurz vor Ulm verfahren wir uns böse und nachdem das geklärt ist, machen wir Mittag in der Nähe von Ulm in einem Brauhaus. Leider erhalten wir erst jetzt Internetzugang und die Adresse von Walter den wir jetzt leider nicht mehr besuchen können weil wir 50km zurückfahren müssten. Schaaaaade. Walter: Wir treffen uns irgendwann mal...

 

Bisher haben wir 96km zurückgelegt und es ist nach dem Essen knapp 14:00 Uhr. Wir beschließen jetzt etwas "anzugasen" und durch schöne Landschaft rollen wir, bis wir um 16:00 auf der B10 fahrend links die Wilhelma sehen (Stuttgarter Zoo). Wir bleiben auf der B10 und um 16:30 sind wir SCHON wieder aus Stuttgart draussen. Schöne Weinberge rechts und links und - ja - die Straßen sind irgendwie besser als z.B. in Umbrien und wir rollen mit einem konstant 60er Schnitt. Irgendwann passieren wir Gundelsheim (Hallo Dietmar) und wir befinden den Neckar (an dessen Ufer wir dahinrollen) in dieser Region für Wunderschön. Wir haben keine Lust mehr auf ein weiteres Hotelbett und ... der Odenwald ist Auto-leer und ... um 20:00 sind wir tatsächlich wieder zu Hause . Das überrascht uns selbst am Meisten; Mit 439km ist das die größte Tagesetappe in diesem Urlaub und die zweit-größte, die wir je mit diesem Auto je gefahren sind

 

Ich werde in den nächsten Tagen hier nochmal eine Nach-Betrachtung veröffentlichen.

 

Was für eine Reise.

Was für ein Abenteuer

WAS FÜR EIN TOLLES AUTO

 

Danke fürs Mitreisen

LG Christoph

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