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03.07.2015 09:08    |    Joker1987    |    Kommentare (98)    |   Stichworte: 5 (6R & 6C), Polo, VW

Es war wirklich die Frage warum ich das mache, und trotzdem musste ich es einfach tun. Ich wollte unbedingt wissen was der Unterschied ist, warum soo viele diese Marke fahren und nicht andere.

 

Warum sind wir eigentlich fixiert auf eine bestimmte Marke? So viele Fragen und noch keine Antwort.

 

Also hieß es testen und Kopf anstrengen. Testberichte der großen Autozeitungen mögen ja alle ganz interessant sein zu lesen, und doch ist es eine ganz andere Sache, wenn man das Auto selbst erleben darf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ich mittlerweile ganz und gar nicht mehr gut heißen kann, ist der Markenhass, implizit der zwischen VW und Opel. Was habe ich also gemacht? Ich rief bei VW an und fragte nach einer Probefahrt mit dem Ur-Streitpunkt. Mit einem Polo GTI. Dagegen halten wollte ich unseren GSi… kannste vergessen. Erstmal liegen Jahre dazwischen und zweitens, liegen durch die Umbauten am GSi auch Welten dazwischen. Also was bietet Opel aktuell was Leistungsseitig mit dem aktuellen GTi vergleichbar wäre. Da kam nur einer in Frage, und den bin ich Gott sei Dank auch schon gefahren, der Corsa OPC. Wobei der Vergleich aufgrund des Alters des OPC auch schon hinkt.

 

Von irgendwas muss man beim testen ja immer ausgehen, am besten von dem was man gewohnt ist, was man bereits kennt. Und dann wird jedes Detail auseinander genommen, dreimal umgedreht und überlegt ob es sinnvoll ist.

 

Im Falle des Polo GTI, äußere ich ein deutliches JA! Denn er macht Spaß und zwar so richtig. Einmal das Pedal durch getreten und der kleine schießt nach vorne als gäbe es kein Morgen mehr. Er braucht zwar aufgrund des Turbos, der erst bei ca. 2800-3000 Umdrehungen einsetzt, etwas in den untersten Drehzahlen, wenn er aber seine volle Leistung hat, dann bringt er sie auch auf die Straße komme was da wolle. In diesem Moment merkst du nicht ob du in einem VW oder einem Opel sitzt. Es fühlt sich einfach gut an, du musst einfach grinsen und dich freuen, denn Adrenalin und Endorphine werden reichlich ausgeschüttet. Das Gewicht von 1272Kg merkst du ebenso wenig wie die Traktionskontrolle, welche bei Opel doch recht rau reagiert. Ausschalten kann man diese im Übrigen bei beiden Fahrzeugen.

 

Optisch erscheint einem der Corsa OPC doch deutlich mehr nach PS zu schreien als der neue Polo GTI. Dieser kommt doch recht unscheinbar daher, wirkt eher wie ein Wolf im Schafspelz. Einzig die Zierleiste die in die Scheinwerfer übergeht und die GTI Embleme verraten das PS unter der Haube schlummern. Dieser Ausdruck kommt nicht von ungefähr, so kann man mit dem flüssigen 6-Gang Schaltgetriebe durchaus auch ruhig und gemütlich unterwegs sein. Aber wer will das schon bei einer Leistung von 192PS im 1.8er Motor und 1272 Kg in der untersten Ausstattung. Auch die 17 Zöller verhelfen zu einem ganz ordentlichen Leistungsgewicht.

Der Doppelrohr-Auspuff ist deutlich zu sehen, doch leider ist der Sound verhalten dumpf. Klang Seitig könnte da deutlich mehr zu hören sein. Einzig den Turbo hört man hin und wieder abblasen. Der Spoiler der für Anpressdruck sorgen soll, wirkt nicht zu groß und gibt optisch einen guten Abschluss an der Dachkante des Polo.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bleiben wir bei dem Äußerlichkeiten und kommen zu Fahrwerk und Bremsen.

Das Fahrwerk schein vorne weicher eingestellt zu sein als hinten, somit neigt er hinten gerne zum hoppeln. Was allerdings der Kurvenlage keinen Abbruch tut. Diese ist durch die unterschiedliche Einstellung sehr gut gelöst, obwohl er aufgrund der Reifen über die Vorderachse rutscht. Ich gehe davon aus, wenn man eine entsprechend andere Bereifung wählt, dürfte aber auch diese Kleinigkeit beseitigt werden können. Die Bremsen packen gut zu, leider stört eine Art Plopp-Ton, wenn man von der Bremse geht, weil diese nicht zeitgleich mit dem Fuß in die Ausgangsposition wechselt.

 

Diese Kombination aus gut abgestimmten Fahrwerk und ausreichend Leistung, sorgt aber unter Umständen, dafür, dass man einfach nicht langsam fahren will. Bei einem 44 L Tank macht sich das auch ganz schnell bemerkbar. 6. Gang hin oder her, Leistung kommt nur bis zum 4.Gang. Konsequenz der Spaßfahrt war bei uns, auf 30km ungelogen 9 Liter verbraten. Eine Spritzige Fahrweise ist bei diesem Auto nahezu Voraussetzung und verlangt somit auch einen entsprechend vollen Geldbeutel.

 

Kommen wir nun vom gediegenen Äußeren zu den Inneren Werten. Als erstes sind mir sofort die schicken Sitze mit Karomuster aufgefallen. Sie erinnern sehr an das erste GTi Modell. Eine schöne Hommage an alte Zeiten. Die Sitze sind sehr gut verarbeitet, bieten allerdings nicht den gewünschten Halt, da sie sehr groß ausfallen. Die Wangen sind für meinen Geschmack zu weit vom Körper entfernt und so läuft man beim Kurven räubern Gefahr, hin und her zu rutschen. Fülligere Menschen hingegen werden diese Ausstattung lieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Lenkrad, gefällt mir persönlich gar nicht. Der Runde Boppel in der Mitte auf dem das VW Emblem prangt, wirkt Fehl am Platz, der Bereich zum Lenken ist angeschrägt für mich eher unangenehm zu greifen. Vorteil für das Lenkrad ist, dass es aus Leder ist. Die Knöpfe, welche das Lenkrad zu einem Multifunktionsinstrument machen, sind zwar gut integriert, aber ich bevorzuge dann doch eher zum weiterschalten die Rädchen, wie bei Opel üblich. Aber ich denke dabei handelt es sich mehr um Geschmack, als um einen wirklichen Minus Punkt. Als ich die Hebel für Blinker und Scheibenwischer betätigte, hatte ich das Gefühl, ich könnte sie abbrechen. Bei Opel fühlen sich diese etwas stabiler an.

 

Nutzt man den Tempomat, sollte man gewiss sein, dass dieser nur in 5er Schritten einstellbar ist. Hier sagen mir persönlich die einzeln einstellbaren Km/h schon eher zu. Aber auch das ist eine Kleinigkeit und durchaus auch persönliches Befinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Blick wanderte dann weiter über die Tachoelemente zum Cockpit. Mich erwartete, die von allen Zeitschriften gerühmte cleane und nüchterne Optik. Ja es wirkt sehr aufgeräumt, und doch für mich, trotz des schwarzen Klavierlacks, langweilig. Ich vermisse das verspielte, ich vermisse Formen und Farben welche die Optik etwas aufreißen und auflockern. Wenige Knöpfe helfen natürlich bei der Bedienung, ebenso wie das Touchpad. Die Grafik eben jenes ist wirklich gut gelungen, saubere Linien und klare Übersicht. Ein bisschen hinderlich in meinen Augen ist, dass der Durchschnittsverbrauch auch über das Touchpad angezeigt wird und somit der Blick weg von den Tachoelementen gelenkt wird. Wohingegen das Display für die Einparkhilfe einen Gewinn darstellt. So wird gut angezeigt in welche Richtung man lenkt und wo sich das Hindernis befindet. Das Handy lässt sich leicht über Bluetooth verbinden und der Klang der Boxen ist auch stimmig und kratzfrei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schlichtheit, hat leider auch den Schaltknauf in seinen Bann gezogen. Er liegt wunderbar in der Hand gar keine Frage, aber er ist einfach überhaupt nicht schön. Der rote Ring wirkt, als wenn die GTi-Optik irgendwie hätte nochmal wiederholt werden müssen.

 

 

Die verwendeten Materialien wiederum vermitteln einen hochwertigen Eindruck. Drückt oder berührt man sie, knarzen oder quietschen sie nicht. Der dunkle Himmel, den ich auch schon im Audi klasse fand, wurde auch dem Polo geschenkt und passt hervorragend zum Gesamtkonzept. Für mich ein Minuspunkt ist, dass man an den Türen den Außenlack erkennt. Das zerstört den optisch fast perfekten Eindruck.

 

Die Handbremse ist nicht elektronisch, was ich für gut befinde, aber in Kombination mit der Mittelarmlehne, einfach nur ein Krampf. Am Ende habe ich diese stets oben gelassen, weil sie mich einfach nur behindert hat.

 

Die vorhandene Sitzheizung ist beim Polo nur in 2 Stufen verstellbar, ich habe sie nicht ausprobiert, da es 30 Grad draußen hat und ich so schon am schwitzen war. Dafür reagiert die Klimaanlage zügig und kühlt auch sehr gut herunter.

 

Den Kofferraum brauche ich eigentlich nicht erwähnen, da es sich um einen Kleinwagen handelt, kann man kaum erwarten, dass dort viel Laderaum zu finden ist. Klar kann man ein wenig Stauraum gewinnen, wenn man den Boden nach unten versetzt, aber wirklich größer wird der Kofferraum dadurch nicht.

 

 

 

Fazit:

Ein kleiner roter Flitzer, der Ambitionen eines Kurvenräubers hat. Das Fahrgefühl ist sehr emotional mit Adrenalin gepaart treibt er einem das Lachen ins Gesicht. Eine sparsame Fahrweise ist nahezu unmöglich, wobei der fehlende Sound leider leicht die Freude trübt. Der kleine Sportler vermittelt Sicherheit, selbst dann, wenn das ESP abgeschaltet wird. Man muss ihn mit dem OPC vergleichen, da ein GSI unmöglich leistet was dieser Polo kann.

 

Wenn wir jetzt schon am vergleichen sind, dann wirkt die Verarbeitung beim Polo zwar hochwertiger, allerdings mit kleinen Abzügen an manchen Stellen ist das Plastik schlecht gewählt, es wirkt einfach zu schlicht. Vorteile hat der OPC beim Sound und vor allem durch die Recaro-Sitze. Optisch kann es ein Vorteil sein, sich wie ein Underdog zu präsentieren, wobei ich eher auf die etwas aggressivere Optik des OPC, wie den Mitteltopf, oder die Lufteinlässe stehe.

Der Polo punktet beim Vortrieb, so hat er keine Schwierigkeiten seine Leistung auf die Straße zu bekommen, der Corsa dagegen kämpft des Öfteren mit Schlupf. Beide sind relativ hart abgestimmt, was ihrem Anspruch ein vollwertiger Sportler zu sein, sehr gut tut. Der Corsa ist dabei vorne aber deutlich härter unterwegs als der Polo.

 

In der Übersichtlichkeit kann der Polo punkten in dem er keine breiten A Säulen oder eine kleine Heckscheibe vorzuweisen hat. Ebenso muss ich in Sachen Schaltung dem Polo den Vorzug geben, da es dort auch beim schnelleren Schalten nicht passiert, dass man den Gang nicht trifft, oder gar den falschen.

 

Hubraumseitig ist der Polo auch der Gewinner, mit seinem 1.6er Turbo fehlen dem Corsa 0,2l Hubraum zum Polo. Was aber dem Fahrgefühl des Rüsselsheimers nicht schadet.

 

Was halte ich also, als Opelfahrer vom Polo GTi:

Er hat mir richtig viel Spaß gemacht, der kleine Sportler. Wie er so nach vorne prescht und immer der schnellste sein will. Aber immer darauf bedacht die Sicherheit der Insassen zu gewährleisten. Er bietet eine gute Mischung aus, Komfort und Sportlichkeit, und dennoch ist er mir zu bieder. Ich kaufe mir einen Mini-Rennwagen mit Straßenzulassung, damit ich ihn auch so bewegen kann. Dabei muss und soll er optisch kein Underdog sein. Im Gegenteil alles darf danach schreien dass er Leistung hat. Und das denke ich setzt Opel im Moment doch ein wenig besser um. Aber für die breite Masse, welche VW immer gedenkt abzudecken, ist dieser Polo sicher die richtige Wahl.

 

Ich fühle mich bestärkt, dass alle Marken gute Autos bauen und das dieser Markenhass totaler Quatsch ist. Ich mag freilich meinen Opel, aber deswegen ist der kleine VW sicherlich nicht weniger Wert gefahren zu werden.

 

Ich finde ihn gelungen und freue mich auf den neuen Corsa OPC, denn erst dann habe ich einen richtiges Vergleichsobjekt ;-)

 

Ich bitte nun zur Diskussionsrunde :-)

 

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03.07.2015 09:57    |    OttoWe

Danke für diesen absolut lesenswerten und sehr objektiv gehaltenen Bericht!

 

Zum Tempomat: Ich habe den im Polo zwar noch nicht getestet, aber üblich ist bei VW, dass man mit der RES und SET-Taste in 1er-Schritten und mit den +/- Tasten in 10er oder 5er-Schritten das Tempo einstellen kann.


03.07.2015 10:02    |    Joker1987

So meinte ich das auch @OttoWe. Also klar kannst du bei 113km/h den Set Knopf drücken und halten aber hoch oder runter geht es nur in 5er oder 10er Schritten.


03.07.2015 10:17    |    OttoWe

Normaler Weise erhöht ein einzelner Druck auf RES um 1km/h bzw. senkt um 1km/h beim Druck auf SET, gedrückt halten dann in 5/10km/h-Schritten und die +/- Tasten immer in 10km/h-Schritten. So ist es zumindest beim Passat gelöst.

 

Du hast ja (+) und (-) und (RES) und (SET), um die Geschwindigkeit zu ändern:

http://data.motor-talk.de/.../20150629-160854-253112032947114669.jpg


03.07.2015 10:46    |    Sebicca

Schöner Bericht, gut geschrieben.

 

Zitat:

Was ich mittlerweile ganz und gar nicht mehr gut heißen kann, ist der Markenhass, implizit der zwischen VW und Opel.

Das ist auch etwas was ich wohl nie verstehen werde. Diese (teilweise Asozialen) Streitereien wegen einer Automarke kann und werde ich wohl nie nachvollziehen können. Mittlerweile bauen alle gute Autos, wobei es immer mal wieder Schwächen oder Stärken gibt.

 

Das "Hoppeln" vom Heck kommt glaub ich nicht nur vom Fahrwerk, sondern davon dass der Wagen hinten relativ leicht ist...so zumindest mein Eindruck.

 

Das mit dem Sound kann ich ebenfalls nachvollziehen, der GTI könnte da doch etwas mehr "von sich hören lassen".

 

Hab mir auch vor kurzen überlegt mir den noch um einiges stärkeren WRC anzuschaffen (Probefahrt war echt lustig :D ), habe aber momentan ein anderes Spielzeug im Auge da ich Spaßmobil und Alttagsauto etwas trennen möchte.


03.07.2015 10:57    |    passat32

WOW!! Sehr gut geschrieben, DANKE!


03.07.2015 10:58    |    i need nos

der Lader setzt erst bei 3.000 U/min ein? Da war eindeutig was nicht in Ordnung...;) Eigentlich drückt der bereits ab 2.000 U/min.

 

Ansonsten: wenn mal alle derart objektiv über verschiedene Marken philosophieren würden, dann hätten wir hier deutlich mehr Zeit, um über das eigentlich Thema Auto zu diskutieren;)


03.07.2015 11:06    |    Joker1987

Ich gebe hier nur meine Erfahrungen mit dem Auto wieder und finde das jeder etwas objektiver an solche Sachen ran gehen sollte.


03.07.2015 11:14    |    passatsucher

Da mich das Thema, vor allem durch die Überschrift, angesprochen hat, habe ich deinen Bericht gerne gelesen.

 

Wie in meinem Profil zu sehen, hatte ich in meinen ersten Autofahrer-Jahren nichts anderes im Auge als Opel-Fahrzeuge. Ich hatte, auch vorbelastet durch meinen Vater, 5 Opel Kadett iin Folge. VW Golf und speziell die GTI-Fraktion kamen für mich nie in Frage. Klar hatte ich auch Freunde und Bekannte die sich für einen GTI entschieden aber für mich war der GSI das Nonplusultra. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich meinen Kumpel mit meinem GSI von Frankfurt nach Goslar brachte um dort seinen neuen GTI in Empfang zu nehmen. Wie die Rückfahrt nach Frankfurt aussah kann sich wohl jeder vorstellen ;-)

 

Aber nochmal zu deinem Bericht zurück. An meinen Opels hat mir einfach die Optik, sowohl außen als auch innen, mehr angesprochen. VW war auch damals schon darauf bedacht die größere Masse anzusprechen. Das gelingt ihnen schon immer. So richtig aus der Masse hervortun kann man sich mit sehr wenigen VW´s. Das gelang mit einem Opel schon immer leichter, abgesehen vom Kadett D. Der war selbst als GTE, wie er damals hieß, bieder, trotz der Kotflügelverbreiterungen und den Spoilern. Dennoch hatte er im Innenraum einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem damaligen GTI: Die Recaro-Sitze! Die waren im Opel immer hervorragend und die VW-Sitze konnten da nicht gegen anstehen.

 

Ich war mir damals sicher "niemals einen VW" zu fahren. Mittlerweile hat sich das aber geändert. Nach einem kurzen Abstecher zu BMW landete ich damals, zunächst nur aus Vernunftgründen (junger Familienvater der seiner kleinen Tochter das Schwitzen im schwarzen 3er ohne Klima ersparen wollte und auch noch einen Kinderwagen unterbringen wollte) beim Passat. Zunächst ohne jeden Anspruch an das Auto war ich doch von der Verarbeitung und der Trendline-Ausstattung, mit guten Sitzen, angetan. Daraufhin "suchte" ich einen Passat mit etwas höherer Leistung und einer noch etwas besseren Ausstattung, den ich dann auch fand. Dieser war am Tag meines 40. Geburtstages erstzugelassen und ich sah darin ein Zeichen, dass ich genau diesen Passat Variant 1.8t kaufen musste ;-)

 

Dieser geriet dann auch zu einem Objekt, an dem ich sogar ein paar Nachrüstungen ausprobierte. Diese Möglichkeit hat mich dann doch ein wenig mehr gepackt und ich bin mittlerweile sehr begeistert von den Fahrzeugen von VW. Mit dem CC habe ich einen gefunden, der mir mit all seinen Eigenschaften gut gefällt. Er ist äußerlich nicht bieder, hat als R-Line eine super Ausstattung und Nachrüstungen und Veränderungen sind dank des VW-Baukastensystems kein Problem, so dass man dieses Fahrzeug allein durch OEM-Tuning sehr individuell gestalten kann.

 

Schlussendlich muss ich sagen, auch dadurch dass ich zwischendurch immer mal wieder andere Fahrzeuge (Zweitwagen für meine Frau von Peugeot 205 über Renault Clio bis hin zum jetzigen Citroen DS3) in meinem Besitz hatte, dass VW durchweg richtig gute Autos baut die auch recht reparaturfreundlich sind. Andere Hersteller kommen an diese Qualität nicht annähernd ran. Allerdings gibt es auch bei VW teilweise Grund zum Meckern, vor allem dann, wenn sich Fehler durch verschiedene Modellreihen ziehen und der Konzern dies nicht mal ansatzweise als Fehler eingesteht und Garantien dafür meist ablehnt. Aber das ist ein anderes Thema.


03.07.2015 12:37    |    golffreiburg

Also mein Tempomat kann ich in 1er schritten stellen


03.07.2015 13:03    |    pico24229

"Für mich ein Minuspunkt ist, dass man an den Türen den Außenlack erkennt. Das zerstört den optisch fast perfekten Eindruck."

Das geht mir immer genauso!

 

Besonders "schockiert" hat es mich beim Bmw 2er. Gehört sich einfach nicht. ;)


03.07.2015 13:27    |    Joker1987

Wie beim skoda RS.... hab ich auch gedacht ich spinne... in dem Punkt bin ich von Opel verwöhnt.


03.07.2015 14:22    |    martinp85

Die VW-Tempomat-Bedienung musst du noch lernen, aber ansonsten hast du durchaus das Zeug zum GTI-Fahrer finde ich ;)


03.07.2015 14:32    |    Joker1987

Alles kann man in 90km auch nicht zu 100% beherrschen :):D


03.07.2015 14:49    |    Dalamar5576

Sehr schöner Bericht. Vielen Dank.


03.07.2015 14:56    |    jennss

Zitat:

Er braucht zwar aufgrund des Turbos, der erst bei ca. 2800-3000 Umdrehungen einsetzt, etwas in den untersten Drehzahlen,

Das kann nicht ganz so hoch sein. Nach Daten:

320 Nm / 1.450 - 4.200 1/min

 

Schöner Bericht ansonsten.

j.


03.07.2015 15:00    |    Joker1987

Gefühlt und laut Anzeige habe ich ihn erst da wirklich wahrgenommen. Freilich kann er früher einsetzen. Aber gemerkt habe ich es erst ab da.


03.07.2015 15:04    |    jennss

Klar geht er bei höheren Drehzahlen und konstantem Drehmoment obenrum besser ab (bei gleicher Geschwindigkeit, d.h. niedrigerem Gang), weil ja Drehmoment x Drehzahl die Leistung bringen, aber schon untenrum sollte der 1,8er eigentlich recht ordentlich abgehen. Abgesehen von einer kleinen Turboverzögerung.

j.


03.07.2015 19:00    |    tomato

Zitat:

...aber schon untenrum sollte der 1,8er eigentlich recht ordentlich abgehen. Abgesehen von einer kleinen Turboverzögerung.

Und genau diese Verzögerung ist der Grund dafür, dass der Moment des Ladereinsatzes, je nach eingelegtem Gang unterschiedlich wahrgenommen wird.

Denn der Zeitraum des Ladedruckaufbaus ist immer nahezu gleich lang. Hat man den ersten Gang eingelegt und gibt plötzlich Gas, dann dreht der Motor in diesem Zeitraum auch ohne Ladedruck bereits hoch und steigert die Drehzahl. Kommt dann der Ladedruck dazu, ist das sehr deutlich als Turboschub spürbar. Das Hochdrehen geht im ersten Gang selbstverständlich wesentlich schneller als beispielsweise im fünften Gang.

Daher entsteht in einem niedrigen Gang auch der Eindruck, dass der Ladedruck erst wesentlich später einsetzt, als es auf dem Papier steht. Die Papierwerte jedoch werden im Labor ermittelt und wenn man im höchsten Gang beschleunigt, wird man auch feststellen, dass man denen (also den Papierwerten) dann am nächsten kommt.


03.07.2015 19:35    |    raggamuffin

Junge Junge, der Spargel da aufm Bild bemängelt die zu weiten Sitze. Schon mal daran gedacht, dass die Sitze nicht nur für irgendwelche Spargel passen müssen, sondern auch für sportlichere/breitere/beleibtere Menschen?! Wenn man nicht über den eigenen Tellerrand hinausschauen kann, ist es leicht alles und jeden zu kritisieren. :rolleyes:


03.07.2015 19:52    |    danilo83

@raggamuffin: Genau das habe ich mir auch gedacht. Ich zähle mit 77 Kg bei 1,84 m nun nicht unbedingt zu den beleibteren oder fülligen Menschen und ich finde schon, dass die Sportsitze beim Polo einigermaßen schmal geschnitten sind. Da stellt sich mir nun die Frage, was fürn dünnes Kerlchen da auf dem Foto Platz genommen hat.


03.07.2015 19:53    |    Joker1987

Was hab ich denn direkt im Anschluss geschrieben? Rein zufällig daß es für fülligere Menschen gut passen kann? Mein Gott... der Test ist doch wirklich gut für den Polo ausgegangen... fühl dich doch nicht angegriffen.


03.07.2015 19:56    |    Joker1987

Die Maße meines Mannes auf dem Foto 1.78 und 75kg. So :) und jetzt hängt euch doch nicht an den Sitzen auf. Zumal es uns nunmal gestört hat, muss es die anderen doch nicht stören. ;)


03.07.2015 20:55    |    jennss

Zitat:

Er braucht zwar aufgrund des Turbos, der erst bei ca. 2800-3000 Umdrehungen einsetzt, etwas in den untersten Drehzahlen,

Zitat:

Daher entsteht in einem niedrigen Gang auch der Eindruck, dass der Ladedruck erst wesentlich später einsetzt, als es auf dem Papier steht.

Das muss man aber schon unterscheiden. Der Turbo setzt schon weit unter 2800 Umdrehungen ein. Den Turbo merkt man bei 1400 Umdrehungen ganz sicher schon. Die Verzögerung ist auch da nicht ewig (bis er auf 2800 ist). :)

j.


03.07.2015 21:04    |    Joker1987

Ich sag auch mal dazu ich bin kein Turbofahrer. Alle 3 Autos sind ohne Turbo. Kann durchaus sein das ich das nicht so einschätzen kann wie ihr.


03.07.2015 21:46    |    Fensterheber169

Wenigstens ist hier der Tempomat am Lenkrad und nicht am Lenkstockschalter. Ich weis nicht wieso man das erst anders gemacht hat. So ist es doch praktischer.

 

Das der Airbag so rund ist und raussteht gefällt mir gar nicht. Es wirkt so ausgesetzt. Wobei mir seit dem 3 Speichen Lenkrad aus dem Golf 5 nur noch die Seat Lenkräder gefallen. Sind irgendwie hübscher ansprechender von der Form.

 

Nichts desto trotz ein super Artikel. Endlich mal ein unvoreingenommener Artikel. dieses Marken Getöse nervt. Von der Qualität sind ja mittlerweile alle sehr gut und jeder hat so seine Nische besetzt von daher kein Grund zum Streiten.


03.07.2015 22:02    |    Gorgeous188

Mein Vater fährt den gleichen Polo als Non-GIT, natürlich auch irgendein TDI. Der Motor hat wesentlich mehr auf dem Kasten als mein Z12XE, obwohl ich den noch gar nicht bis zum Anschlag gereizt habe. Dass der kleine Saugbenzinger gegen einen Turbodiesel verliert ist aber keine Schande sondern zu erwarten.

Was mich im direkten Vergleich aber massiv stört sind Front- und Heckscheibe. Mit meinen 190cm bin ich schon recht groß, passe aber trotzdem verdammt gut in den Corsa C. Zwischen Frisur und Dachhimmel sind noch ettliche cm Platz, die Sicht durch die Frontscheibe ist gut, und auch die Heckscheibe wirkt riesengroß. Nicht so im Polo. Da kann ich bei jeder Bewegung die Haare am Dachhimmel spüren. Auch sind meine Augen fast auf gleicher Höhe mit der Oberkante Frontscheibe. Und die Heckscheibe wirkt nur halb so hoch wie im Corsa.

Mag sein, dass es das "Eigenes-Auto-Faktor" ist. Ich vermeide es wann immer es geht, mit dem Polo zu fahren, und nehme lieber meinen Corsa.

 

Das mit den Blinkerhebeln ist mir übrigens auch aufgefallen. Da wirken selbst meine 20 Jahre alten Astra-F-Hebel stabiler als die im Polo.


03.07.2015 22:32    |    Tete86

Was meint ihr eigentlich mit man erkennt an den Türen den Aussenlack? o_O

 

Und kann man wirklich das ESP abschalten? Das geht bei etlichen neuen VAG-Modellen nicht mehr. Bei Skoda nennt sich das ESC-System, deaktiviert man es, wird lediglich das ASR deaktiviert.


03.07.2015 23:34    |    ps47

So subjektiv sind die Empfindungen. Der Golf GTI hat mit dem Polo das Lenkrad gemein. Und ich finde das Ding super. Mit dem GTI-Logo unten und dem großen Pralltropf soll es ein wenig wie der gute Spucknapf im Ier GTI wirken. Und meines erachtens funktioniert das gut. Einzig der Lenkradkranz könnte etwas dicker sein.

 

Dank des 1.8 Turbos ist der GTI ja auch jetzt kaufbar. Der vorher verbaute 1.4 TSI Twincharger mit 180 PS war überzüchtet und mit dem 7.Gang DSG wahrlich kein Muster in Sachen Zuverlässigkeit oder Laufkultur.

 

Hatte ich mal als Werkstatt-Ersatzwagen, als ich meinen Golf GTI damals mal in der Inspektion hatte. War zwar ganz nett, fühlte sich aber keinesfalls wie richtiger GTI an. Dem Motor hat Ruhe, Biss, einfach Souveränität gefehlt und der ganze Innenraum wirkte viel zu sehr nach einem normalen Polo. Der Facelift 6R GTI hat mit den Golf Armaturen, dem Lenkrad, dem Rot in den Scheinwerfern und vor allem dem 1.8 TSI den größten Sprung innerhalb der Polo-Familie mit dem Facelift letztes Jahr gemacht.


04.07.2015 14:56    |    jennss

Schlecht finde ich das GTI-Lenkrad auch nicht. Sehr schön ist das Mercedes-Lenkrad (mit Chrom) geworden, finde ich.

j.


04.07.2015 18:15    |    primsnotimes

Als ich den Satz " die Sitz sind sehr gut Verarbeitet" gelesen habe und dann das Bild von den Sitzen gesehen habe, ist mir fast der Kitt aus der Brille gefallen. Die Verschraubung im hinteren Bereich,die man von oben sieht, Zeugen nicht von einer sehr guten Verarbeitung. Da sehen die Sitze in unserem 208 Allure um Welten besser Verarbeitet aus und es ist "nur" ein Diesel. Aber einer der Besten.


04.07.2015 18:48    |    jennss

Welche Bildnummer? Meinst du die sichtbaren Schrauben?

j.


04.07.2015 19:35    |    primsnotimes

Bild Nr.5 es sind die hinteren Schrauben an der Sitzschiene. Überhaupt sehen die Sitze sehr Plüschig aus für Sportsitze. Ich lade mal Bilder von unseren unsportlichen Diesel hoch.


Bild

04.07.2015 20:02    |    jennss

Was ist da schlecht verarbeitet? Ok., sind offene Schrauben, aber so weit unten wird man die nicht oft sehen. Mir gefallen die GTI-Sitze. Der Stoff ist Kult.

j.


04.07.2015 20:06    |    danilo83

Die Schrauben sind deshalb zu sehen, weil der Fahrersitz (frauentypisch) eben sehr weit nach vorne gestellt ist. Das dürfte sogar die vorderste Einstellung sein, die es gibt.

Währenddessen ist der Sitz bei dem Peugeot eher weit nach hinten gestellt. Es würde mich nicht wundern, wenn dort auch die Verschraubungen sichtbar werden, wenn der Sitz in der vordersten Einstellung ist.


04.07.2015 20:10    |    Joker1987

Oh mann... ja ich bin ne Frau und ja ich bin nur 1.64...groß. ..sorry das ich, um gut fahren zu können den Sitz weit nach vorne stellen muss und man Schrauben sieht... ich störe mich da nicht dran....


04.07.2015 20:10    |    danilo83

Ja, mein Gott. Muss man sich da gleich angegriffen fühlen?


04.07.2015 20:17    |    Joker1987

Angegriffen fühle ich mich nicht. Keine Sorge. Im Gegenteil finde die Diskussionen spannen zu lesen


04.07.2015 20:52    |    Dalamar5576

Wir fahren ja auch einen Polo (zwar keinen GTI) aus 02/2014 und ich persönlich finde die Sitze in unserem Kleinen auch unter aller Kanone, insbesondere (Achtung, nicht gleich angegriffen fühlen), wenn man vorher immer die AGR-Sitze von Opel hatte. Zur Ehrenrettung des Polos muss ich aber sagen, dass die voll elektronischen Sportsitze in meinem A6 ebenfalls ein Offenbarungseid sind, nach längeren Fahrten tut mir immer der Rücken weh. Katastrophe! :)


04.07.2015 21:40    |    uhjeen

Wegen solchen Leuten wie dir entstehen sicherlich keine Kriege! Einfach mal über den Tellerrand kucken und sehen daß die anderen auch was drauf haben, ob Opel, VW, Ford, ....


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Über mich

Hallo zusammen,

 

schön das ihr so fleißig meinen Blog verfolgt. Darüber freue ich mich sehr. Ich habe mich entschieden euch ein paar Geschichten von Autos die ich kennengelernt habe, ob persönlich oder über Freunde/Bekannte, zu erzählen. Dies mache ich aus Sicht des Autos, weil ich diese Schreibperspektive sehr spannend finde und sie nicht so häufig vorkommt. Dazu kommen dann die öfter doch auch extravaganten Bilder zu den entsprechenden Autos. Es wird vorkommen das Autos mehrmals auftauchen, aber mit anderen Bildern, weil das eine oder andere Fahrzeug etwas mehr zu berichten hat. Ich bitte euch fleißig Kommis zu hinterlassen ob positiv oder negativ, solange sie nicht niveaulos werden wie auf diversen Social Networks. Ein Grund im übrigen warum ich HIER einen Blog eröffne.

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und kommentieren! Eure Maria (Besitzerin von Joker)

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