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18.05.2015 12:50    |    Federspanner23216    |    Kommentare (88)    |   Stichworte: Astra, J, Opel

So ihr lieben, die 35.000 stehen, seit wenigen Tagen auf dem Tacho. Und was soll ich sagen, ich bin allmählich der Ernüchterung erlegen. Die anfängliche Euphorie über das tolle neue Auto, neue eigene Auto, hat mich in den letzten Monaten verlassen.

 

 

 

 

 

Ihr fragt euch sicher was die Gründe dafür sind. Ja da gibt es ein paar. Nicht zu Letzt das jeder scheinbar der Meinung ist, dass man einen Opel ruhig anfahren darf. Ist ja NUR ein Opel. Seit heute Morgen habe ich nämlich erneut, nicht mal 1 Jahr später, einen Schaden am Heck. Momentan bin ich einfach nur deprimiert, ob der Tatsache ganz gleich was ich auch tue, wie sehr ich aufpasse wie ich und wo ich parke, doch der Tag kommt, an dem ich einen Kratzer am Auto finde.

 

Diesen kann ich vielleicht noch rauspolieren, aber das Tribal muss neu… so deformiert und gerissen wie es ist. Es stimmt mich traurig, dass die Menschen derart rücksichtslos mit ihrem und vor allem dem Eigentum anderer umgehen. Die Gesellschaft hat, in solchen Dingen, in meinen Augen, jeglichen Respekt verloren. Jeder denkt nur noch an sich, und wie er das Ziel am besten und schnellsten erreicht und wenn es am Ende nur über die mutwillige Zerstörung fremder Gegenstände gereicht.

 

Weiterer Punkt auf der Ernüchterungsliste ist, dass meine Dachreling kein halbes Jahr nach der 1. Reparatur wieder gerissen ist. Und dieses Mal bekam ich von meinem FOH die Aussage „ Das ist normal, dass Auto verwindet sich“. Leute nein. Das darf nicht sein. Im Ernst jetzt nicht?! Ich lasse das vor Ablauf meiner Garantie beheben und wenn ich am Ende erneut über den Chef des Autohauses gehen muss. Opel braucht sich nicht wundern, wenn die Kunden andauernd in die Werkstätten rennen, ganz ehrlich für mich ist das nicht akzeptabel.

 

Ich habe mir das bei anderen Autoherstellern angesehen, da ist nirgends die Reling im Dach integriert. Das wird ev. Seinen Grund haben denke ich mir. Reißt bei Audi das Dach ? Nein. Bei VW? Nein! Oder bei Renault? Nein. Warum Opel?

 

Gleiches Spiel: Bei mir knarzt etwas total nervig in der Lenkung. Als würde eineMetall- Feder über Metall streichen. Ganz leicht. Ein ekliges Geräusch. Oder aber auch das nervig quietschende Lüfter Rad. Das jedes Mal, sobald die Lüftung warm ist, beginnt zu quietschen. Wenn ich die Lüftung ausstelle läuft der quietschende Ton mit samt dem Rad aus. Alles Aspekte die vom FOH als tolerierbar angesehen werden. Für mich nicht, denn mir geht es auf den Keks. Ich möchte für 23.000,00€ kein quietschendes Auto haben. Da kann ich mich auch in meinen 28 Jahre alten Kadett setzen, da kann ich es aber ertragen, weil es einfach so war zu der damaligen Zeit. Aber Stand der heutigen Technik und Entwicklungen sollte so etwas nicht mehr vorkommen.

 

Ich möchte auch kein Auto haben bei dem sich der Pedalblock lockert und man beim Treten der Kupplung nach rechts abrutscht weil diese locker ist. Sorry das sind No Go´s in meinen Augen. Wobei ich hier hinzufügen muss, dass die Pedallerie anstandslos gewechselt wurde. Mit dem kleinen Abstrich, das meine helle Seitenverkleidung Ölfingerspuren der Mechaniker aufweist.

 

Der Kracher aber ist, die Heimlichtuerei. Wird einem Kunden doch ernsthaft beim Kauf seines Neuwagens absichtlich verschwiegen, dass er bei der 2. Inspektion maximal 40.000km gefahren haben darf, damit er die Anschlussgarantier erwerben kann?! Ich wollte das erst nicht glauben als ich das gehört habe, aber ich habe sofort meinen FOH angerufen und der bestätigt mir das ohne mit der Wimper zu zucken. Ebenso wie der Hinweis, dass die Anschlussgarantie nur für die nächsten 10.000km erworben werden kann. Heisst bis 50.000km danach ist eh finito. Also zahle ich knapp 700 € für 10.000km.

 

Würdet ihr das machen? Ich überlege es mir noch. Weil 10.000km / die 50.000km habe ich relativ zeitnah erreicht. Ob das so sinnvoll ist?

Auf jeden Fall finde ich, ist es eine Unverfrorenheit sondergleichen, die Kunden so zu behandeln. Ich denke Opel will wieder mehr Absatz schaffen? Mit dieser Taktik geht das nach hinten los. Für mich steht nahezu, zu 100% fest, dass ich mir keinen wieder hole. Der Astra wird gepflegt und gefahren bis er im Monat das kostet was mich ein Neuwagen kosten würde. Dann muss er gehen.

 

Tut mir Leid für die harten Worte, aber es hat mich erschrocken, was die letzten Monate so aufgekommen ist. Ich hoffe bei euch fällt das ein oder andere aus und ihr müsst nicht so oft vorstellig werden, aber mir reicht es.

 

Fahren tut er sich immer noch wie am ersten Tag, der Verbrauch hat sich jetzt bei 7,2L festgesetzt, was ich für einen NonTurbo Motor echt gut finde. Ölwechsel und somit auch die Inspektion wird wohl schon zeitnah nach dem Urlaub nächste Woche fällig werden, aber an und für sich ein gutes Auto. Bremsprobleme kann ich noch immer nicht bestätigen, fahre auch noch auf Auslieferungsbelägen und- Scheiben.

 

Zum Thema Versiegelung noch ein paar Worte. Ich hatte Joki Dodo Juice spendiert und indes ein wenig das Auto schon, ob massiven Pollenflug, waschen müssen. Das Wachs hält hervorragend auch nach der 4. Wäsche. Mittlerweile bin auch noch zu einem Detailer gekommen, welchen ich nach jeder Wäsche und jedem Abledern auftrage. Er garantiert ein Gloss was ich nicht erwartet habe. Die Vorarbeit an sich ist natürlich wichtig, aber dennoch tut der Detailer sein übriges. Von Autofinesse bin ich jetzt überzeugt :-)

 

 

 

 

Am Ende muss jeder für sich entscheiden, was er tolerieren möchte und was nicht. Für mich gehören die genannten Sachen nicht in den Toleranz Bereich, zumindest solange nicht, wie ich der erste Besitzer bin. Vielleicht sind meine Ansprüche auch mit den Probefahrten gestiegen, dennoch möchte ich so etwas, bei dem Preis den ich gezahlt habe, nicht hinnehmen müssen.

 

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18.05.2015 13:05    |    VincentVEGA_

Oh ja, das kenne ich.. mein Fiesta fing auch langsam an mit kleineren Nervigkeiten, Qietschen, Klappern,...bekam mehr Kratzer durch Einkaufswagen, Katzen und was nicht alles nicht so auf den Lack achtete... mittlerweile ist es ein Gebrauchsgegenstand, der einfach nur anständig von mir behandelt wird. Damit fahre ich entspannter.


18.05.2015 13:07    |    Federspanner23216

Wenn das so weiter geht werde ich mich dem auch nicht länger erwehren können :(


18.05.2015 13:11    |    VincentVEGA_

Mit einem Alltagsauto kann man das heute nicht mehr machen. Bei deinem Kadett kannste sowas noch machen. Mein Zweitwagen-Oldie ist dafür allerdings zu verranzt, da ist mir das auch egal mit Kratzern etc. Hauptsache er läuft und bleibt erhalten.


18.05.2015 13:16    |    mark29

Was die Dachreling angeht hat dir deine FOH Blödsinn erzählt- da sind keinerlei Verwindungen in dem Bereich der Karosserie...

 

Du solltest dringend den FOH wechseln- auch mit den anderen Themen darf der dich nicht so abspeisen!

 

Du kannst mich gern auf dem Weg vom letzten Mal kontaktieren und wir schauen mal weiter.... ;-)


18.05.2015 14:08    |    Duftbaumdeuter36

Zitat:

Ich habe mir das bei anderen Autoherstellern angesehen, da ist nirgends die Reling im Dach integriert. Das wird ev. Seinen Grund haben denke ich mir. Reißt bei Audi das Dach ? Nein. Bei VW? Nein! Oder bei Renault? Nein. Warum Opel?

Bei Peugeot (308/508 SW) und beim Audi A3 ist die Reling auch ins Dach integriert bzw. sitzt direkt drauf - da bricht aber auch nichts. Wenn die das nicht im Griff haben, sollen die das halt tauschen...

 

Verstehe ich das mit der Anschlussgarantie richtig, max 3 Jahre und max. 50.000km? Na die trauen ihren Autos ja viel zu... :confused: Dass man die innerhalb einer gewissen Frist ab EZ kaufen muss ist ja normal, bei Peugeot muss man sich bspw. innerhalb von 23 Monaten ab EZ entscheiden, wie lange man verlängern möchte (ich glaube 7 Jahre und 180.000km gehen maximal, dazu wahlweise mit oder ohne SB).


18.05.2015 14:10    |    Federspanner23216

Ja das hast du leider richtig verstanden. :(


18.05.2015 14:25    |    DieselracerGTD

Manche Sachen sind normal und eine Ernüchterung normal.

Mein Heizölrenner war auch ein Neuwagen und geht nun auf seine 90tsd. Kilometer zu. Die einzelnen Themen schlüssele ich mal für mich auf.

 

Kratzer und anderer Leute Dellen:

Sofern man nicht nur heimisch in der eigenen Garage parkt kommen Dellen und Kratzer hinzu. Egal ob man alleine in der hintersten freien Ecke am Supermarkt parkt oder nicht. Melden tun sich Verursacher heutzutage für gewöhnlich kaum noch. Eine Delle in der Tür, die ein Beulendock beheben könnte, sowie eine Delle im Kunststoff der Heckschürze (aufwendiger zu beheben) wurden von Anderen verursacht.

 

Pflege:

Der Wagen bekommt trotz relativ viel Strecke (20tsd. pro Jahr) nur Handwäsche und wird 1 bis 2 mal im Jahr halbwegs professionell mit einem Excenter poliert und anschließend versiegelt, was Minimum 2 Tage an Zeit pro Politur erfordert. Die Produkte von Autofinesse sind immer eine Empfehlung wert. Im Innenraum verwende ich den Spritz-Detailer, da er nicht speckig wirkt wie viele andere Produkte und einen tollen Geruch hat. Dank der Politur und Handwäsche steht der Lack halbwegs Swirl und Kratzerfrei da, besitzt an der Front jedoch ein Steinschlagsammelplatz sondergleichen dank viel Autobahn und entsprechender Fahrtweise. Hätte ich dies gewusst, wäre er gleich am Anfang mit einer durchsichtigen Folie für die Front beglückt worden.

 

Werkstätten:

Ein VW ist meist so lange gut, bis man das erste Mal in die Werkstatt musste. Die Servicebetriebe die ich zur regulären Wartung und zwei außerordentlichen Angelegenheiten aufsuchen musste, waren meist inkompetent und ein Beispiel für Servicewüsten.

Den Terminus Stand der Technik hat VW nicht umsonst etabliert...

Bei VW lohnt sich die Anschlussgarantie die es damals gab in Relation Preis zu Kilometer und Kostenübernahme. Für an die 600 Euronen gab es zwei Jahre zusätzlich (dann bis 4 Jahre und 100.000km). Über 100.000 kommt dann eine Anteilige Zuzahlung hinzu. Diese Modalitäten haben sich beim neuen 7er jedoch geändert.

 

Ernüchterung:

Mehr und mehr ist das Fahren Alltag und nichts besonderes mehr. Die besonderen Momente kann man sich jedoch durch Ausflüge und bewusstes Fahren erhalten bzw. wiederholen. Man kostet mal die Leistung aus, die dank der 170 Pferdchen eben doch noch mal ein kleines Lächeln wiederbringen können. Genießt einen schönen lauen Frühlingsabend mit heruntergefahrenen Fenstern und den Duft der Rapsfelder. Eine schöne Kurvenreiche Straße in einer gebirgigen Gegend, die man auch mal aktiv fahren kann und schon kommt der anfängliche Spaß zurück.


18.05.2015 14:58    |    Goify

Hat nicht Opel die lebenslange Garantie eingeführt? Haben die doch groß beworben. Gut, am Ende war nur die Hälfte wahr, aber wenigstens so mickrige 7 Jahre wie bei Kia sollten da schon drin sein - zumindest im vergleich zu "lebenslang".


18.05.2015 15:23    |    cepheid1

Erst gestern erstmalig den Golf VII GTD eines Freundes begutachtet. Die Seiten des "Spoilers" an der Heckscheibe lösen sich...

 

Werksseitig billig verklebt mit einem doppelseitigen Klebeband á la Tesa Power Strips.

 

Mein A4, Handschuhfach ist beispielsweise ein riesen Manko bei der Serie. Alles billiges Plastik, die Verschlussmechanismen und Gestänge gingen bei der Serie Reihenweise kaputt - und das sind nur die Kleinigkeiten.

 

Mercedes beweist heute immernoch, dass Metall rosten kann. Musst mal die C-Klasse meiner Nachbarn sehen, Blasenentzündung bis zum geht nicht mehr. Etwa 5 Jahre altes Auto.

 

Polo meiner Freundin, Verklebung der Heckscheibe ist nicht ordentlich. Von unten wandert die Feuchtigkeit in die Scheibe hoch, eine VW Krankheit.

 

Kollege, kaum aus der Garantie raus, Klimakompressor im Eimer, auch ein Golf .

 

 

Alle Hersteller haben so ihre Macken, die einen mehr, die anderen weniger. ich bin kein Opel Fan um nicht zu sagen die Marke kann ich überhaupt nicht leiden. Das bedeutet aber nicht, dass die Qualität schlechter sein muss als die anderer Hersteller. Auch die kochen mit Wasser. Alles Imagesache....


18.05.2015 15:27    |    mark29

Danke Dieselracer für den Blick über den Tellerrand...

 

Ich finde generell neue Autos schnell alltäglich... es funktioniert alles zu reibungslos (bis auf bedauerliche Einzelfälle)... Es funktioniert alles sanft und unauffällig...

 

Wenn ich jeden Sommer das erste mal in den Commodore steige, mit dem sehr großen Lenkrad, dem AT- Wählschalter wo man noch mal vorsichtig rollen läßt um sicher zu sein, dass man auf D ist, die großzügige Aussicht nach allen Seiten- wo man Anfang und Ende vom Auto aber doch kaum erahnen kann... Die Starrachse mit Panhardstab, wo man mal gute 3-4 Wochen fahren muss, bis man sich an das seitliche Versetzen beim Federn gewöhnt hat... die Geräusche wo man immer meint da ist was kaputt ( ;-) ) und schon allein deswegen mit dem org. Radio mit 4x 5W auskommt... Immer auf der Hut ob man eine Leckage im KS- System riecht oder kühlmittel oder gar verbranntes Öl oder Abgas...

 

Da ist man einfach noch mit allen Sinnen und konzentriert beim Fahren... Und das sorgt dafür, dass das Fahren kein Alltag wird...


18.05.2015 15:56    |    Spurverbreiterung23335

Man kann alles so gut nachempfinden - sobald ein Neukunde die Scheinchen für das "tolle" Auto auf den Tisch legte, ist er nicht mehr interessant.

Ich komme aus dem MB-Lager (W212) und werde vermutlich zu KIA wechseln. SUV, Allrad, Automatik, Diesel, unter 30.000,- €. Zumindest stimmt die Garantie von 7 Jahren und die restlichen Kosten sind somit kalkulierbar.


18.05.2015 16:41    |    Tete86

@TE, Händler wechseln. Hilft meist.

 

Das mit der Reling, sah das damals nicht so aus, als wäre da der Lack abgeplatzt?

 

Gegen die Inkompetenz zahlreicher Autofahrer und Menschen (bzgl Dellen und Kratzer) hilft auch kein neues Auto.

Fahr zu einem anderen Händler und lass alle Macken beseitigen, notfalls Opel direkt anschreiben.

 

Einfach verkaufen, das hat der schöne Astra nun wirklich nicht verdient...


18.05.2015 16:52    |    Christian8P

Man ist schon fast geneigt keinen Neuwagen mehr zu kaufen. Mein A3 hat jetzt ~ 41.000km auf dem Tacho stehen und bei 35.000km hatte es bereits die Wasserpumpe zerlegt! Lief natürlich alles über die Garantie, aber ein mulmiges Gefühl bleibt. Mein alter A3 (Baujahr 2005 und am Ende mit 395.108km verkauft) war geradezu eine Ausgeburt der Zuverlässigkeit. Hier kam die Wasserpumpe erst bei ca. 190.000km und ansonsten wurden eigentlich immer nur die normalen Verschleißteile getauscht! Hinzu kommt noch etwas verlorenes Vertrauen in die aktuelle A3-Generation. Für die Zeit der Reparatur bekam ich einen A3 als Leihwagen, der mir nach zwei Tagen (Kilometerstand etwa 2.000km) bereits einen defekten Ölstandsensor signalisierte!


18.05.2015 16:59    |    Goify

Da fällt mir ein, bei Vaterns neuem Mondeo (2 Monate und 5.000 km alt) kam letzte Woche auf der Autobahn eine dringende Meldung mit lauten Piepgeräuschen im Kombiinstrument. Wir hätten angeblich den Anhänger verloren. Bei Tempo 200 wäre das in der Tat fatal gewesen. Nur war an dem Wagen noch nie ein Anhänger hinten dran gewesen. Dafür dauert das elektrische Ausklappen der einzig wählbaren AHK fast eine Minute.

 

Man muss sich bei einem Neuwagen im Klaren sein, dass diese knallhart auf Profit hin konstruiert werden. Man sollte sich eher freuen, wenn im ersten Jahr einfach mal überhaupt nichts ist, wobei das wohl ein Relikt aus der Vergangenheit ist. Ich kenne keinen einzigen Motor-Talker, der im ersten Betriebsjahr kein einziges Mal außerplanmäßig in die Werkstatt musste. Irgend was war immer, und wenn es ein Update war, weil die Parkpiepser nicht richtig gingen.


18.05.2015 17:21    |    Duftbaumdeuter36

Ich habe bisher eigentlich eher die Erfahrung gemacht, dass man mit einem Neuwagen anfangs öfters in die Werkstatt muss (natürlich ist man da auch kleinlicher) und dann nach etwa ein bis zwei Jahren ein wirklich fehlerfreies Auto hat.

 

Bei meinem vorherigen Opel Signum gingen innerhalb der ersten zwei Jahre kaputt:

- Radlager bei ca. 40.000km => Tausch

- Zentrales Elektronik-Steuermodul (das hat Nerven gekostet... schwupps ging das Schiebedach nicht mehr zu und solche Späße) => Tausch

- Der Schaltknüppel kam irgendwann mal während der Fahrt entgegen geflogen - eine besondere Freude inkl. blödem Gesicht :D => Kleber hilft

- Der Dreh-/Drückschalter der Klimaanlage hatte einen Wackelkontakt => ordentlich verlötet

 

Danach gab es drei Jahre lang bis zum Verkauf bei rund 130.000km keine Probleme.

 

Meinen aktuellen habe ich nach zwei Jahren ebenfalls fehlerfrei bekommen, wobei es beim Peugeot erheblich weniger war als beim Signum:

- Scheibenwischerdüsen (Fehlkonstruktion, gab recht schnell neue Teile) => Tausch

- CD-Laufwerk defekt => Tausch (inkl der ganzen Navi-Einheit)

- Navi hing sich nach dem Tausch öfter auf => Softwareupdate

 

Also mein persönliches Fazit: nen ordentlich reklamierter Neuwagen nach zwei Jahren ist super ;)


18.05.2015 18:03    |    Federspanner23216

@Tete86 : ich rede nicht von sofort verkaufen. Habe ich nie geäußert. Ich sage nur das der Wagen nach ihm kein Opel werden wird. Wobei wenn ich das hier schon wieder höre....vergeht mir alles. Im ernst: wenn wir in unserer Firma solche Ware abliefern würden wären wir zeitnah pleite. Die Hersteller haben Unmengen an Dusel das die Käufer das tolerieren.

 

Und das der Astra an und für sich kein schlechtes Auto ist, weiß ich auch. Ich mängel auch nicht das Auto an, vielmehr die Hersteller die genauso auf Qualität achten sollten wie die jeweiligen Käufer das in ihrer Arbeit auch müssen. Quantität ist nicht immer zielführend.

 

Ich mag den Astra und ich fahre ihn bis zum Schluss bis er mir so teuer kommt das ich einen Neuwagen bezahlen könnte. Dann erst trenne ich mich.

Ich bin sicher die letzte die ein solches Auto wegen dieser "Kleinigkeiten " abschießt, wenn ich doch einem 12 Jahre alten Auto nicht mal den Gnadenschuss gebe, wenn es einen Motorschaden hat.


18.05.2015 19:05    |    Laderl2

Da drängt sich mir die Frage auf ob es letzendlich egal ist was man für einen Hersteller kauft.

Ich glaub du ganzen Karren purzeln eh von dem selben Loch raus,wird nur noch Makenemblem drangepappt.

Und die Herren Manager egal von welcher Marke lesen hier mit einem diebischen lachen im Gesicht (ich denke die stecken alle unter einer Decke),

mit wie sich die ach so stolzen Neuwagen-Premium oder Billigautofahrer oder sonstige auf den Leim gegangen sind.

Sich gegenseitig bejammern,beschimpfen, wehklagen, bekriegen und sonst noch was.

 

Nur mal so ein Standpunkt von jemand der den Wahnsinn Auto fast 30 Jahre Beruflich mitmacht,und langsam die Schnauze gestrichen voll hat von dem Krampf hat soviel zu dem Thema inkompetente-Lustlose Händler bzw Werkstatt.

Nicht vergessen ist Ironisch gemeint der Beitrag!!!(ausser das Berufliche)


18.05.2015 20:42    |    Tete86

Ist mir klar, bei unserem Caddy war ich auch zig mal in der Werkstatt, die Reparaturhistorie war beim Verkauf knapp 2 Seiten lang - zum Glück hats mich nie was gekostet...


18.05.2015 20:49    |    Federspanner23216

@Tete86 das genau ist meine Befürchtung. Das es nach Ablauf der Garantie so weiter geht und dann zahle ich... :(


18.05.2015 20:55    |    Tete86

Kulanz hieß bei unserem das Zauberwort, Garantieverlängerung hatte ich auch nicht gehabt.

Ich hab halt geschaut, dass der Großteil der Macken / Mängel vor Garantieende beseitigt wird.

 

Die neue Motorhaube, die Neulackierung der Fahrertür und noch 2 weitere Sachen gingen dann auf Kulanz.


18.05.2015 21:36    |    Spurverbreiterung17353

Typisches Neuwagenkäuferdenken, das kann ich sagen, weil es mir genauso ging. Ich habe daraus den Schluss gezogen NIE wieder Neuwagen, einmal im Leben reicht aber dafür es war o.k.

Nach der Anfangseuphorie folgt die Ernüchterung im Alltag, ähnlich einer Liebesbeziehung...

Nimm dein Auto nicht so wichtig, das Leben findet woanders statt!

 

Das Generve mit dem VW Händler "Stand der Technik" kenn ich ähnlich, andere Käufer in dieser Einsteigerklasse sind froh und hören das Geklapper einfach nicht oder akzeptieren es achselzuckend nach dem ersten routinierten Händlerabwiegeln.

 

Für Listenmondpreis 23k€ bzw. deinem realen Kaufpreis 15k€ kann man heute besser nichts erwarten, Premium fängt ganz woanders an und auch Ferrarifahrer haben ihre Probleme mit der lässigen Verarbeitung...


19.05.2015 07:52    |    Federspanner23216

Ich sage mal so, ich habe es fast nicht anders erwartet. Also das ich irgendwann der Ernüchterung erliege. Wie soll es auch anders sein. Ist in der Beziehung, wobei ich es nicht so negativ bezeichnen will, nicht anders. Hast du vollkommen Recht @Bert Benz.

 

Und dennoch würde ich wohl eine andere Marke als Neuwagen nochmal probieren, um vielleicht eventuell wieder auf die Schnauze zu fallen.Man weiß es nicht. Ich mag dieses Gefühl, zu wissen, dass ich mir das Auto so ausgesucht und zusammen gestellt habe, dass er genau so zu mir passt. Aber weißt du was? Du hast mir gerade neuen Stoff geliefert ;-) neuen Stoff für einen neuen Artikel. DANKE!


19.05.2015 11:09    |    G7C

@Joker1987

Das tut mir leid, dass du Probleme mit deinem Astra J hast. Ich habe meinen Astra J mit ca. 33.000 km nach 2 Jahren verkauft - das Auto hatte keinerlei Probleme - lief perfekt. Nun habe ich einen nagelneuen Corsa E - mit Wunschausstattung zu einem Preis unter 17.500 Euro. Obwohl ich sehr auf mein neues Auto aufpasse, wird es leider nicht mehr lange dauern, bis irgendwo ein Kratzer bzw. eine Delle drinnen ist. Die Mitmenschen passen einfach zu wenig auf bzw. ist es ihnen egal bzw. machen sie es absichtlich. Ist leider so. Hier drängt sich dann die Frage auf, ob man sich weiterhin einen Neuwagen kaufen sollte ... schwierig. Jedenfalls brauch ich kein Premium-Auto - bin vollkommen mit meinen bisherigen Opels sehr zufrieden gewesen. Ein Markenwechsel wäre auch immer wieder interessant - zB Renault ... aber Opel lieferte mit dem Corsa E für mich das derzeit beste Paket ab.


19.05.2015 11:32    |    VincentVEGA_

Ich bin von Ford nicht begeistert, aber bin zufrieden, würde wieder einen kaufen, wenn auch nicht neu. Der Wertverlust in den ersten zwei Jahren ist einfach zu groß.


19.05.2015 11:33    |    Duftbaumdeuter36

Wo parkt ihr in der Regel, dass ihr alle fremdverursachte Beschädigungen mit Fahrerflucht hab? Ich habe bisher nur vor Jahren mal eine kleine Delle in der Beifahrertüre gehabt, ansonsten aber glücklicherweise noch nie etwas.

 

Wenn es mal sehr eng zugeht und ich dem Nebenmann nicht so ganz traue, schreibe ich mir durchaus kurz das Kennzeichen ins Handy auf (oder kurz ein Foto gemacht). Komme ich wieder und da ist etwas, was sich dem Auto zuordnen lässt (Höhe, Farbe, Zeit etc), dann setzt es was - ist ja nun ganz offensichtlich Unfall-/Fahrerflucht. Wenn nicht - alles gut und Infos gelöscht.

 

Zuhause/auf der Arbeit stehe ich meistens eh neben denselben - da wüsste man dann welcher Spezi das verursacht hat. Die passen aber alle auf.


19.05.2015 12:18    |    G7C

@Beaner

Ich parke mich oft dort hin, wo kaum wer steht - auch wenn ich dann weiter gehen muss, ist mir egal. Ist mir ein Parkplatz nicht ganz geheuer, dann mache ich ein Foto ... nur zur Sicherheit. Kurz bevor ich meinen GTC verkauft habe, hatte er mehrere große Kratzer an der Beifahrerseite - Schlüsselbund oder so. Nur meine Nachbarin parkt neben mir - aber sie meinte, dass sie es nicht war. Schwubs bekam ich 150 Euro weniger für meinen GTC beim Verkauf.

 

Kürzlich beobachtete ich in der Nacht, wie Betrunkene eine Türe auf das nebenparkende Auto geknallt haben - sofort habe ich mit dem Phone ein Foto gemacht. Als die Personen dann in die Disco gingen, habe ich die Autos untersucht - wie durch ein Wunder hatte das andere Auto keine Delle oder Kratzer ... die Leute haben einfach keinen Respekt vor fremden Eigentum ...


19.05.2015 12:35    |    Federspanner23216

@Beaner:

Ich parke in einer Straße die wenig befahren ist und nur gut betuchte ein bis Zweifamilienhäuser stehen. Da unsere Wohnung keinen Parkplatz hat. Ich laufe jeden tag 10 min hin und 10 min von meinem Auto wieder zur Wohnung. Nur gestern stand ich etwas näher weil ich schwer zu tragen hatte. 2 Jahre ist dort nichts passiert und ich parke einmal ein Stück weiter vorne und es musste ja so kommen. Wir haben auch einmal beobachtet wie einer mit Wohnwagen beim parken eine kia angehummst hat. Haben den Fahrer des wohnmobils auch darauf angesprochen. Keine Reaktion also die Polizei angerufen und beide Kennzeichen durch gegeben.

Hat ggezogen. Der Kia Fahrer war froh.


19.05.2015 17:15    |    Duftbaumdeuter36

Da sollte man ja meinen, die Leute passen entsprechend auf...


19.05.2015 19:34    |    Chefkoch1984

Die Story mit der Garantie find ich heftig aber bei so Sprüchen bzgl Verwindung der integr. Rehling scheint das ja ein lustiger Laden zu sein...


19.05.2015 20:22    |    Goify

Ich frage es nochmal: Hat nicht Opel eine lebenslange Garantie? Lebenslang können ja auch nur 10 Jahre sein, aber doch mehr als nur die 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung.


20.05.2015 07:19    |    Match6

Ich komme aus der VW Fraktion. Fahre aktuell einen Golf VI Variant 2 Lieter Diesel mit DSG und aktuell 40.000 km auf dem Tacho. Da ich auch so ein Auto Verrückter bin ärgert mich auch jede Delle und jede Schramme. Ich kann das gut nachvollziehen. Was die Zuverlässigkeit angeht kann ich sagen, das meiner bis auf ein klapperndes Gurtschloss auf der Beifahrerseite noch keine Krankheiten hatte. Ich hoffe das bleibt so.


20.05.2015 08:21    |    mark29

Nach meiner Erfahrung hat man immer das Risiko, das bei einem Neuwagen etwas ist... ein modernes Auto ist sehr komplex und die Nutzer haben immer weniger Sachverstand... da steigt das Risiko...

 

bei einem 2-4 Jahre alten gebrauchten ist man am besten dran- da ist alles durchrepariert und der größte Wertverlust weg und die großen Verschleißreparaturen stehen erst in 3-5 Jahren an...

 

Und den Zeitraum dazwischen deckt zumindest Opel mit Kulanz sehr gut ab... da bekommt man teilweise bei 150.000km und 8 Jahren noch 80-90% dazu...


20.05.2015 09:16    |    KouSeiya

Die lebenslange Garantie von Opel gilt bis 160tkm und beinhaltet immer 100% des Arbeitslohns und je nach Laufleistung entsprechende Prozente bei den Ersatzteilen (glaub minimal 40% des Preises bei 160tkm oder so) - zeitlich unbefristet..

 

Die 7 Jahre Garantie von Kia gilt auch nur bis zu einer Laufleistung von 150tkm...jetzt kannste mal vergleichen was besser ist...

 

Ich würde auch mal den FOH wechseln, aber es kann ja nicht schaden sich langfristig auch mal bei anderen Herstellern umzuschauen - wirst feststellen das die auch nur mit Wasser kochen...

 

Mit meinen Astra J (Laufleistung 120tkm) bin ich immer noch sehr zufrieden, ebenso wie mit meinem FOH - mein nächster wird 100% wieder ein Opel der bei meinem FOH gekauft wird.

 

Btw - Ich hatte eine Woche nach dem Kauf des Neuwagens die erste Delle in der Tür (danke an den Verursacher), irgendwie kannst in der letzten Ecke parken, jemand wird dir schon einen verpassen ;)


20.05.2015 09:31    |    gaston73

Das mit der Rücksichtslosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer habe ich auch so beobachtet. Meist dauert es nach Kauf bei mir max. ein paar Wochen, bis ich die erste Tür in die Seite geknallt bekomme, oder jemand mit einer Einkaufskarre vor den Kotflügel rollt. Ist halt so. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Allerdings sehe ich das relativ nüchtern, wenn die Macke nicht zu groß ist.

 

Ich kann neue Autos meist nicht leiden. Keines der je von mir gefahrenen Fz. stammt aus diesem Jahrtausend. Die Dinger sind billig, erprobt, leicht zu warten und reparieren und erfüllen häufig schon einigermaßen zeitgemäße Sicherheitsstandards und bezahlbare Abgasnormen. OK, mein aktueller Volvo hat weder ABS noch Airbags, aber das stört mich herzlich wenig. Dafür hat er die doppelte Ladung Stil... :D Dass ich selbst sehr gerne schraube, vereinfacht und verbilligt die Altwagenliebe natürlich noch zusätzlich.

 

Deine Ernüchterung kann ich gut verstehen, aber was Du schreibst, ist etwas, das ich gerade bei Opel schon öfter gehört habe. Mein Onkel ist beinharter Opelaner und war eingefleischter Kadettfahrer mit sehr langen Haltedauern. Der Astra G, den er seit Neukauf fährt, macht ständig Probleme, vor allem an der Elektrik, zuletzt aber verstärkt an der Servolenkung. Ein Kollege meines Bruders musste mit permanenten Knack- und Quietschgeräuschen in der Karosserie in die Werkstatt - ohne Besserung. Nach Monaten stellte sich heraus, dass die obere Schweißnaht zwischen B-Säule und Dachholm fehlte. Es war einer der letzten Vectra C, zum Glück nur ein Firmenwagen. Der Omega B (2001) eines Freundes von mir zickt seit Anbeginn mit permanent versiffender Drosselklappe, schnell ausgeschlagenem Fahrwerk, einer gebrochenen Feder, immer wieder kaputtem CD-Player und seit ein paar Jahren mit massivem Rostbefall an den Türschwellen. Sowas muss nicht sein, und spricht für eine gewisse Lieblosigkeit beim Zusammenbau. Über Astra F und Vectra A muss hier ohne Zweifel kein Wort gesagt werden, das war einfach nur schlimm.

 

In meinem Irlandurlaub 2012 habe ich einen ganz neuen Astra als Leihwagen gehabt. Da habe ich mir so gedacht "na also, geht doch". Leise, komfortabel, gut verarbeitet, gute Schaltung, allerdings als 87PS-Ecoflex unfassbar lahm. Bei Opel ist in den vergangenen 2-3 Jahrzehnten viel Reputation kaputtgemacht worden. Lopez hat es ja auch geschafft, dem Golf III seinen zweifelhaften Stempel aufzudrücken. Bei Opel ist das allerdings so konsequent abgelaufen, dass die ganze Marke in Verruf gekommen ist, und sich bis heute nur schleppend davon erholt. Bei Vorkommnissen, wie der TE sie hier schildert, kommen die Vorurteile schnell wieder an die Oberfläche. Deshalb darf sich gerade Opel solche Dinger nicht erlauben. Wechsele mal die Werkstatt, und schau, was andere sagen.

 

Ich habe in meinen fast 24 Jahren als Autofahrer ziemlich viele Autos gefahren, und dadurch merkt man auch irgendwann, um welche Hersteller man besser einen Bogen machen sollte. Bei mir sind das ganz klar Opel, Renault, Fiat und Ford. Nicht, weil ich eine per se Abneigung gegen die Marken hätte, sondern weil ich durch persönliche Erfahrung und solche meiner Umgebung zu diesem Ergebnis gekommen bin. Andere hingegen, die hier in D seit Ewigkeiten schlechtgeredet werden, haben sich als wirklich gut erwiesen. Ich denke da etwa an Peugeot, Citroën oder manche Lancias, die allerdings eher Exotenstatus haben. Die Rüsselsheimer, die ich tatsächlich auch noch mit Begeisterung fahren würde, sind allesamt aus der Starrachsen-Ära. Da war noch an allen Ecken spürbar, warum die Dinger als extrem zuverlässig und solide galten. Danach kam m.E. nicht mehr viel, aber ich weiß, dass ich mit dieser Ansicht nicht jedermanns Ansicht treffe...

 

Wie gesagt, es geht mir hier nicht um pauschales Opel-Bashing, auch andere haben ihre Schwierigkeiten. Aber in diesem besonderen Fall ist der Hersteller darauf angewiesen, angeknackstes Vertrauen wiederzugewinnen. D. h., hier muss mit absolutem Perfektionismus vorgegangen werden, um sich möglichst wenig angreifbar zu machen.

Ein anderes Extrembeispiel ist Mercedes-Benz. Deren Ruf ist derartig in die Ewigkeit zementiert, dass sie es sich bis heute erlauben können, mittelmäßig ausgestattete, mittelmäßig verarbeitete und mittelmäßig haltbare Autos zu horrenden Preisen auf den Markt zu bringen. Und die Autowelt ist begeistert und kauft. Wahrscheinlich sind Benze heute die einzigen Autos, die es sich noch erlauben können, wie die Pest zu rosten, ohne dass jemand das "Willkommen zu Hause"-Gefühl anzweifelt. Fast jeder, der einen Daimler der letzten 15-20 Jahre fährt, hat schon massive Probleme damit gehabt, mitunter bis hin zu Motor- und Getriebeschäden. Na und? Hauptsache Stern auf der Motorhaube. Nicht einmal das A-Klasse-Debakel zu Beginn hat das ins Wanken bringen können, nicht der penetrant gammelnde W210, nicht der Bonanza-124er, nicht der unsägliche Ur-Vito, nicht die Probleme mit den CDI-Motoren, nicht das arrogante Personal. Die Stuttgarter haben einfach nur eine extrem fähige Marketing-Abteilung, der Rest ist heiße Luft und Mittelmäßigkeit mit Premium-Anspruch. Andere Hersteller wären mit dieser Politik schon längst im Orkus der Bedeutungslosigkeit oder der Pleite verschwunden.

 

Gut, ich war jetzt etwas ausschweifend, aber ich hoffe, mein Punkt ist klar geworden. Es ist immer blöd, wenn die anfängliche Begeisterung der Ernüchterung weicht, aber glaube mir, das geht vielen so. Manchmal ist es auch einfach eine Frage der persönlichen Erfahrungen. Ich habe z.B. meine VWs als enorm zuverlässig und gut verarbeitet empfunden. Heute scheint die Sache bei den Wolfsburgern auch anders auszusehen, wie man den Foren entnehmen kann. Ich denke, das Grundproblem heutige Autos ist, dass sie mit zu viel Kram vollgestopft sind. Das macht sie unnötig kompliziert und anfällig. Aber scheinbar will das der Kunde so. Dann muss er auch mit den Konsequenzen leben...

 

Dir alles Gute und jederzeit problem- und knitterfreie Fahrt... :)


20.05.2015 09:47    |    Strikeeagle

oh mann eh.

 

Schieb das bitte nicht alles Opel in die Schuhe. Klar einige Sachen wie Pedalerie gehen gar nicht aber Schaden am Auto durch Fremde oder eine unachtsame Werkstatt, das kannst Du heute überall haben. PS: bei BMW oder mercedes hauen die Leute bestimmt noch schneller ab, weil sie glaube, es ist teurer als Opel.

 

Ich suche meine Autos zu 50% nach der Werkstatt aus und zu 50% nach dem Fahrzeug. Gerade bei Opel und VW hat man das Gefühl, dass die Werkstätten immer mehr schludern, oder wegen der so vielen kunden sich das scheinbar leisten können.

 

Such dir ne gute Werkstatt, sag klar, was Deine Ansprüche sind und dann schau mal, wie gut die dir entgegenkommen. Immer mit Vernunft im Raum bleiben, auch wenn ich immer die Krise bekomme, weiol nach der Inspektion der Kotflügellack verswirlt ist. Die legen ne Schutzdecke drüber, besser als Kratzer wegen nem Knopf oder Gürtel oder so.

 

Auto versauen geht garnicht und da wird drauf geachtet. Wer vorher Bescheid sagt, hat hinterher keine Diskussion. Klare Ansagen helfen auch den Werkstätten und wer sich nicht dran hält oder nicht so flexibel ist, der fällt halt durchs Raster. Flecken auf der Seitenverkleidung sind genauso ärgerlich wie schlechter Service oder Wartung.


20.05.2015 11:42    |    mxsemax

Das Angebot mit der lebenslangen Garantie ist doch schon seit 2012 ausgelaufen? Ich habe meinen Corsa damals neu in 2011 gekauft und hatte die noch mitgenommen. Nach zwei Jahren muss man zwar eine jährliche Aktivierungsgebühr iHv 11,xx zahlen, aber das ist akzeptabel.

Wenn ich das so lese - vor allem mit den Aussagen des FOH - würde ich auch dringend zu einem Wechsel raten. Bei unserem läuft alles super - schwarze Schafe gibt es halt leider überall.

Der Corsa ist mein erster Opel und bin bisher durchweg zufrieden: Der Wagen hatte bisher keine Macken in mechanischer oder elektronischer Hinsicht.

Dafür haben wir einen typischen Parkrempler hinten an der Stoßstange - natürlich ohne Verursachermeldung - der aber bis auf zwei drei Lackabriebspuren nicht weiter schlimm ist. Dagegen kann man halt nix machen und reparieren lasse ich das auch nicht - das Auto bleibt halt doch ein Gebrauchsgegenstand.


20.05.2015 13:28    |    Federspanner23216

Wahnsinn :-) Schön das ihr euch so beteiligt an der Diskussion. Gefällt mir sehr gut.

Ich spreche jetzt mal niemanden direkt an, einfach weil ich jedem von euch dann einzeln Antworten müsste. So mache ich das jetzt gesammelt.

 

Also zum Thema FOH: Ich habe bereits den 3. FOH und bin im Grunde, wenn es denn über den Chef läuft, mit dem ich per Du bin, auch sehr zufrieden. Nur scheint neulich der Meister nicht verstanden zu haben, dass er mein Auto kennt, mich kennt und weiss das ich schon mal da war. Kam mir vor wie Standard Spruch um die Leute abzuwimmeln. Wie dem auch sei, ich fahre da nach meinem Urlaub hin, muss ich voraussichtlich eh gleich zum Ölwechsel und Inspektion, und dann werde ich sehen, ob er mir das nochmal direkt ins Gesicht sagt. (glaube ich im Übrigen nicht).

 

Zum Thema Garantie: ja die lebenslange Opel Garantie gibt es, die habe ich automatisch, wenn ich einen Neuwagen erwerbe. Und es ist auch korrekt das mit der KM-Leistung auch die Prozente sinken die von Opel am Material übernommen werden. Mit dem Lohn bin ich mir nicht ganz sicher. Werde ich aber in Erfahrung bringen.

 

Zum Thema andere Marke: Dass ich ein anderes Auto fahren möchte, ist nicht alleine von den "paar" Fehlern am Astra abhängig. Sondern auch der Tatsache geschuldet, dass die Probefahrt mit dem Audi mir schon gezeigt hat, dass es etwas hochwertigeres gibt und warum soll ich nicht das fahren, wenn ich es mir leisten kann?! Zumal ich, seit ich den Führerschein habe bis auf wenige Tage ausschließlich Opel gefahren bin. 1. Astra G Kombi 1.8er, dann Corsa B Sport 1.4er, anschließend kam der C Corsa 1.8er(noch im Besitz), zusätzlich Kadett E 1.4er, danach der Corsa C 1.2er(Enttäuschung pur bei dem Auto), danach kurz Ford Focus 1.8er, dann Astra J ST 1.4er (noch im Besitz) und der Kadett E 1.3er(noch im Besitz). Genug Opels für die ersten 9 Jahre ;-)

 

Zum Thema Kratzer/Beulen: Es geht mir nicht darum, dass dieses Auto ein Gebrauchsgegenstand ist, dass ist mir klar, aber das ist eine teure Uhr, ein teures Sofa, eine Spielekonsole im Grunde alles was wir benutzen auch. Und es geht mir darum, dass man mit diesen Sachen auch sorgsam umgeht, warum dann also nicht mit dem Auto?

Ich möchte eigentlich erreichen, und deswegen mecker und diskutiere ich auch so viel, dass die Leute mehr über ihre Taten nachdenken. Würde das dem, der mich angerempelt hat passieren, dann wäre Polen offen. Aber selbst andere schädigen ist in Ordnung. So funktioniert die Welt aber nicht. Früher war viel mehr Gemeinschaftsgefühl vorhanden, heute denkt jeder nur noch an sich. Kann ich auch mal machen, da werden sich aber einige umschauen.


20.05.2015 13:57    |    mark29

Wie gesagt- du kannst mich gern kontaktieren, so wohl zwecks Mängeln, als auch FOH...


20.05.2015 14:35    |    Duftbaumdeuter36

Passend zum Thema - ich durfte eben eine Kratzer von Unbekannt rauspolieren ;) Der "erste Kratzer" dürfte immer der schlimmste sein, mit der Zeit nimmt man es dann lockerer. Die Steinschläge in der Front zeugen ohnehin von den inzwischen rund 100.000km.

 

Am meisten nerven mich ja Schäden, die von Personen selbst verursacht werden (nicht vom Auto bzw. während der Fahrt). Also Kratzer durch Jacken, Taschen, rollen gelassene Einkaufswagen etc. Das ist dann ja ein Fall für die Privathaftpflicht - kostet mich, wenn mir so etwas mal passieren sollte, genau null Euro und im Grunde sollte jeder über eine solche Versicherung verfügen. Wenn nicht - auch das lässt sich klären.

 

@gaston73: Inwiefern gab´s denn mit Ford Probleme? Technisch hatte ich damit bisher keine Probleme. Ich muss aber auch sagen, dass mir das Ambiente nicht so unheimlich zusagt und die Fahrzeuge teilweise doch etwas (subjektiv) hochwertiger wirken könnten.


Deine Antwort auf "35.000KM - Ernüchterung"

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Hallo zusammen,

 

schön das ihr so fleißig meinen Blog verfolgt. Darüber freue ich mich sehr. Ich habe mich entschieden euch ein paar Geschichten von Autos die ich kennengelernt habe, ob persönlich oder über Freunde/Bekannte, zu erzählen. Dies mache ich aus Sicht des Autos, weil ich diese Schreibperspektive sehr spannend finde und sie nicht so häufig vorkommt. Dazu kommen dann die öfter doch auch extravaganten Bilder zu den entsprechenden Autos. Es wird vorkommen das Autos mehrmals auftauchen, aber mit anderen Bildern, weil das eine oder andere Fahrzeug etwas mehr zu berichten hat. Ich bitte euch fleißig Kommis zu hinterlassen ob positiv oder negativ, solange sie nicht niveaulos werden wie auf diversen Social Networks. Ein Grund im übrigen warum ich HIER einen Blog eröffne.

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