Würdet ihr euch heute nochmal einen Tesla kaufen?

Tesla

Tesla war ja immer eine Marke, bei der auch das Image das mit der Marke verbunden war, eine große Rolle gespielt.

Seit sich Elon Musk immer mehr auf politischen Abwegen befindet, hat diese Markenwahrnehmung gelitten. Soweit, dass Tesla-Besitzer in den USA Opfer von Vandalismus wurden.

Würdet ihr euch heute trotzdem nochmal einen Tesla kaufen?

41 Antworten

Wenn es in Deutschland Endmontiert wird, und Preis und Technik im Verhältnis das beste Packet darstellen, wie bisher sicherlich.

Ausschlag wird vor allem der Verbrauch, und natürlich das Handling sein.

Bloß weil Elon extrovertiert, etwas sozial inkompetent und infantil ist, heißt das noch lange nicht dass woanders solche Leute nicht sind. Ganz im Gegenteil die sind überall.

Wenigstens wird da nicht im Verborgenen agiert.

In einer Welt voller SUVs gibt es in dem Preisbereich einfach kaum Alternativen. Ich habe mir für Samstag jedenfalls mal eine Probefahrt gebucht.

Kommt die Frage nicht etwas spät? Elon hat im Weißen Haus gekündigt und alle Vandalen sitzen im Knast.

Außerdem hätte mich das nie abgehalten einen Tesla zu kaufen. Ich habe doch keinen Knall und verzichte nur wegen Schwachsinnsgeschichten aus dem Internet auf das beste Auto. Und was wäre die Alternative? Etwas von den Dieselbetrügern? Oder aus China?

Stand jetzt schon.

Diverse Autos können diverse Sachen besser.

Aber dann gibt’s so Details wie den Phone-Key, der z.B. bei Mercedes zwar aufschließt - aber nicht automatisch abschließt. Man muss dann irgendwie noch was extra machen.

Gibt wohl ein paar andere Hersteller, die das können, da ist dann wieder was anderes blöd.

Und wenn mir irgendjemand vorschreiben will, welches Auto ich gefälligst zu kaufen oder zu fahren habe, werde ich echt bockig.

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Ich würde mir grundsätzlich schon wieder einen Tesla kaufen, wenn ich denn der Meinung wäre, dass es für mich das beste Auto ist. Im Moment sehe ich das aber nicht. In so vielen Bereich ist Tesla inzwischen hintendran und fokussiert sich auf lustige Lenkräder, das Weglassen von Hebeln und Sensoren, anstatt die Dinge zu verbessern, die jeden Tag beim Fahren nerven.

Was aber nicht heißt, dass alles schlecht ist. Es gibt natürlich nach wie vor eine Reihe von Features, die besser sind als bei der Konkurrenz. Aber für mich wird diese Liste immer kleiner. P/L ist nach wie vor trotzdem (sehr) gut.

Genauso sehe ich das bei Elon. Wenns einem wurscht ist, dass er ein Anhänger des Super-Libertarismus ist und ohne Rücksicht alles dafür tut seine Ziele zu erreichen, dann ist es halt so. Ich, als völliger Normalo ohne Milliardenvermögen, bin da kein Fan davon. D.h. auch Elon als Person ist für mich ein Negativpunkt bei Tesla. Aber das ist der Dieselskandal, und wie VW damit umgegangen ist, für mich auch.

Moin!
Ich fahre jetzt meinen M3 Highland seit einem Jahr und es ist mein 3. Tesla.
Der Wagen ist geleast und ich fahre ihn noch 2 Jahre. Beim der nächsten Autowahl wird Tesla dann keine Rolle mehr spielen.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Nach drei Tesla, darf es einfach mal wieder was anderes sein.

- Der Autopilot ist wirklich schlecht. Es ist nicht wirklich eine Entlastung, weil ich eigentlich hoch konzentriert damit beschäftigt bin, Fehler zu korrigieren. Selbst der normale Tempomat ist nicht mehr wirklich fehlerfrei und bremst und beschleunigt manchmal ungewöhnlich. Die Tempolimitanzeige ist immer noch nicht zuverlässig und auf Autobahnen wird die Geschwindigkeit nicht automatisch geregelt. Das können andere besser.

- Die Scheibenwischerautomatik war zwar schon lange nicht mehr so gut wie jetzt. An einen klassischen Regensensor kommt die Automatik immer noch nicht ran und das sich das Fahrlicht bei Regen nicht automatisch einschaltet, ist nicht zu verstehen.

- Der fehlende Blinkerhebel ist eine Katastrophe. Aber das hat Tesla ja schon selbst gemerkt und den wieder zurückgebracht.

- Ich hätte gerne mal wieder eine Anhängerkupplung, wo ich keine Hebebühne brauche, um sie anzubringen. Ich weiss, das ist überspitzt dargestellt. Aber das ist echt nicht mehr zeitgemäß.

- Ich hätte gerne wieder ein Auto mit Schiebedach. Leider bieten das immer weniger Hersteller an und ich weiss noch nicht, ob mir dieser Wunsch wirklich zuteil wird.

- Wenn ich dann noch ein Argument gegen Tesla brauche, ist es Elon Musk.

Trotzdem: Egal welches Auto es wird, es wird auf jeden Fall ein vollelektrisches und es wird kein SUV.
Bleiben in dieser Klasse gar nicht so viele Alternativen. Ich bin den Tesla immer gerne gefahren und mache das auch jetzt noch. Das Auto hat auch absolute Stärken und egal welches es wird, es muss erst noch beweisen, dass es an Agilität, Verbrauch und Praktikabilität des Tesla herankommt.

Gruß
toli

Ich weiß ja nicht mit was für Regensensoren du die letzten Jahre vor Tesla gefahren bist; aber das Ding ist IMHO zu Ende entwickelt, besser geht kaum.

Anhand der anders gearteten Informationsgewinnung nicht direkt vergleichbar, aber unterm Strich definitiv besser.

Allerdings findet bei mir auch die Hoffnung dass manche Bereiche wie Schildererkennung (HW3?), oder Sprachbefehle (KI?) hier noch einen vernünftigen Entwicklungsschub per Update bringen.

Die anderen Hersteller holen merklichst auf. Der Regensensor ist immer noch eine Frechheit, ebenfalls die Zwangseinschaltung bei Nutzung des Tempomats. Da wird gerne mal die trockene Scheibe gewischt. Lange, sehr lange. Dafür funktioniert der Fernlichtassi mittlerweile perfekt.
Aber es stagniert beim Rest. Fragliche Lieferzeiten bei Ersatzteilen, die Servicecenter sind dünn gesät, noch schlechter sieht es mit zertifizierten Werkstätten aus. Da sind BMW, Benz, Audi, VW … quasi an jeder Ecke vertreten. Und man kann da anrufen und mit einem Mensch vorm Ort sprechen, nicht in Berlin, der kaum einen Plan hat.
Die 800V Technik, in Verbindung mit dauerhaft hoher Ladeleistung können Andere, seit der Öffnung der SuC für Fremdmarken ist dieses Alleinstellungsmerkmal hinfällig. Für 3 und Y stagnieren die Akkukapazitäten.
Ich fahre unseren ( mittlerweile 3.) 3er maximal gerne, es gibt nichts effizienteres. Sogar den ersten TÜV hat er gemeistert … traurig, dass das erwähnenswert ist.

Trotzdem geht der Blick zum erwarteten, neuen iX3. Und, wie gesagt, auch in den preisgünstigen Klassen wie ID, Mazda, Skoda, BMW iX1 oder bei den Lessingraten des i4 … es bewegt sich was und auch die Auswahl der Karosserieform ist variantenreicher.

Der Teslavorsprung ist innerhalb von 8 Jahren fast egalisiert worden. So weh wie es auch tut. Da kommt gerade nichts. Das Blech etwas anders zu falten reicht heute nicht mehr.

Zitat:
@Zimpalazumpala schrieb am 27. Juni 2025 um 13:45:40 Uhr:
wie gesagt, auch in den preisgünstigen Klassen wie ID, Mazda, Skoda, BMW iX1 oder bei den Lessingraten des i4 … es bewegt sich was und auch die Auswahl der Karosserieform ist variantenreicher.

Hmm, solange man SUVs will mag das stimmen. Aber halt nicht im Bereich von (reichweitenstarken) Limos oder Kombis. Da steht ein Model 3SR für 40 oder ein 3LR für 45 Riesen einfach immernoch fast alleine da.

Zitat:@Zimpalazumpala schrieb am 27. Juni 2025 um 13:45:40 Uhr:
... Der Regensensor ist immer noch eine Frechheit, ebenfalls die Zwangseinschaltung bei Nutzung des Tempomats. Da wird gerne mal die trockene Scheibe gewischt…

„Das Blech etwas anders zu falten“, reicht nicht; ich hab ein Déjà-vu 🤨genau deshalb hab ich ja den Tesla gekauft.

Das mit dem Sensor gehört dann wohl zum „fast“..zu Ende entwickelt; ich dachte, es ist eine dämliche europäische Vorschrift. Man kann es aber ausschalten. Leider muss man das jedes Mal neu ausschalten, wenn man wieder den AP aktiviert.

Die Bedienung hingegen ist top, viel besser als nur der Poti fürs Intervall.

Zur Regenerkennung gibt es ja seither sehr kontroverse Ansichten & abweichende Erfahrungen. Wir haben bei beiden Fahrzeugen wirklich kein Problem damit, einmaliges Trockenwischen auch nur alle paar Wochen mal - das haben unsere VW/Audi davor aber auch hin und wieder gemacht. Ich kann aber verstehen, dass es nervt, wenn das eigene Fahrzeug da öfter Probleme macht.

Thema Lieferzeiten von Ersatzteilen: Ist leider mittlerweile überall ein Problem ( 4 Wochen Austauschmotor beim Q4 e-tron5 Monate auf Frontscheibe beim EQA2 Monate auf Stoßstange beim EQS1 Monat Klimakompressor beim iX8 Wochen auf Ersatzteil beim e-tron GT7 Monate Warten auf Sitzbezug beim RS3...um mal ein paar Beispiele auf MT zu nennen), seit Corona ist da der Wurm drin, warum auch immer.
Unsere Service-Erfahrungen bei Tesla waren bisher immer gut (im Vergleich zu MB, Audi und VW zuvor) und das SeC liegt in der Nähe (wenn nicht, ist das definitiv ein Minuspunkt und viel hängt bzgl. Service-Erlebnis natürlich von den Personen vor Ort ab), den Ranger-Service finde ich genial.

Manches läuft definitiv anders als bei klassischen Herstellern, darauf muss man sich einlassen und der Autopilot hat seine Eigenarten, auch weil wir hier in Europa keine Weiterentwicklung mehr bekommen, weil alles auf FSD ausgelegt ist (was auch bei uns noch kommen wird, wenn auch wahrscheinlich in abgespeckter Version).
Die Spurführung des Lenkassis ist für mich aber immer noch unerreicht gut, das System von unserem Volvo ist deutlich schlechter, bei Audi gab es unangenehmes Pendeln (vielleicht mittlerweile besser) und in Kurven ging er gerne ohne Vorwarnung einfach aus. Bei den Wartungskosten liegen wir weit unter den bisherigen Fahrzeugen (man muss sich aber auch selbst darum kümmern, für manche Kundengruppen/Flotten ist das sicher auch ein Nachteil, ich empfinde die Service-Preise, die auch bei E-Autos aufgerufen werden, aber mittlerweile in vielen Fällen als eine Frechheit).

Thema 800V: Ja, das ist die Zukunft (vielen Volumenhersteller wie VW, Toyota, Renault, Stellantis, etc. sind aber auch noch bei 400V - es ist auch eine Kostenfrage) und irgendwann wird da sicher auch was von Tesla kommen (der CT hat es ja schon), allerdings sind reine kW-Zahlen nicht alles, es kommt auf die Gesamteffizienz an. Und da liegt Tesla immer noch sehr gut im Wettbewerb, wenn man sich den aktuellen 1000km-Test des neuen Model Y von Björn Nyland anschaut (Video). Es schlägt da diverse (800V-)Fahrzeuge mit teils deutlich größerem Akku und höheren Preisen (Anhang), trotz nicht optimaler Bedingungen mit 40% Regen - das hat mich auch überrascht und ist ein starkes Ergebnis.

Neben der für mich immer noch unerreicht guten Infotainment-Software (inklusive App) ist die Effizienz und das P/L-Verhältnis ein Grund, warum es im Herbst/zum Leasingende auch bei uns wieder ein Model Y Performance werden könnte (sofern es denn erscheint), wobei ein Akku-Upgrade (seit 4 Jahren der gleiche) langsam schon an der Zeit wäre - mich wundert etwas, dass Tesla hier nicht aktiver ist, da beim Model S damals auch regelmäßig Akku-Upgrades kamen.

Es gibt für uns noch zwei mögliche Alternativen im Rennen, die sind beide allerdings deutlich teurer und eine davon ist noch nicht verfügbar und erfordern ihrerseits auch wieder Kompromisse. Deshalb stimme ich @Locorella zu, wenn man kein Fahrzeug von einem chinesischen Hersteller (ich finde gerade wenn es angeblich um moralische Ansprüche beim Autokauf geht wird das bei Tests häufig völlig ausgeklammert) und zudem nicht leasen möchte, gibt es nicht viele preisgleiche Alternativen, wenn einem eine flüssige, intuitive Bedienung, Softwarepflege über den Kaufzeitpunkt hinaus, ein starker Antrieb, viel Laderaum und ein einfaches, störungsarmes Ladeökosystem (das ich immer noch als Vorteil sehe) wichtig sind.

Zum Thema CEO: Der Ausflug in die Politik war für ihn nicht gut und für Tesla auch nicht, allerdings kann ich den Hauptgrund (überbordende Bürokratie abbauen) nachvollziehen und wünsche mir auch hierzulande eine Effizienzsteigerung/Einsparung des riesigen Wasserkopfes - das ist aber wohl eine schier unlösbare Aufgabe. Medial wurde das meiner Ansicht nach sehr schrill begleitet, was dann zu starker Polarisierung führte. Von daher ist es gut, dass dieses Kapitel mittlerweile beendet wurde - vermutlich auch mit der Erkenntnis, dass Politik ein Minenfeld ist und Technologie das spannendere Betätigungsfeld, in dem mehr erreicht werden kann.

tl;dr: Kurze Antwort auf die Threadfrage: Ja, durchaus möglich, trotz mittlerweile gesteigerter Konkurrenz.

1000km Challenge Ergebnisse
Zitat:@Locorella schrieb am 26. Juni 2025 um 07:32:58 Uhr:
In einer Welt voller SUVs gibt es in dem Preisbereich einfach kaum Alternativen. Ich habe mir für Samstag jedenfalls mal eine Probefahrt gebucht.

Doch gibt es. Xpeng G6 Performance zum Model Y LR preisbereinigt bis zu 10000 Euro günstiger 😉

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