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12.10.2021 12:10    |    SerialChilla    |    Kommentare (33)    |   Stichworte: Model 3, Tesla

Die Langstrecke im Namen: Wir haben Teslas Model 3 Long Range, seinen Autopiloten und die Routenplanung auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Berlin getestet.

 

Elektrische Mittelklasse-Limousine: Teslas Model 3 im Langstrecken-TestElektrische Mittelklasse-Limousine: Teslas Model 3 im Langstrecken-TestElektroautos sollen keine Zweitwagen sein, sondern überall funktionieren. Auch auf der Langstrecke. Tesla baut seit 2012 Autos, die das können – und die passende Infrastruktur, um den nötigen Strom zu liefern. Aber wie funktioniert das in der Praxis? Das haben wir mit einem Tesla Model 3 Long Range auf der Strecke von Frankfurt am Main nach Berlin ausprobiert.

 

Zum Testzeitpunkt gibt Tesla eine Reichweite von 560 Kilometern für das Modell an. Theoretisch kommen wir also mit einer Akkuladung an, vor uns liegen schließlich nur 530 Kilometer. Aber jeder, der sich mit Normwerten im Autobau beschäftigt, weiß: Zwischen Theorie und Realität liegen gern mal ein bis zwei Tank- bzw. Ladestopps. Unser Testwagen ist sich bewusst, dass wir nicht im Windschatten hinter Lkws fahren wollen. Er rechnet realistisch.

 

Bei einem Ladestand von 99 Prozent und einer Außentemperatur von 10° Celsius zeigt der Bordcomputer eine Reichweite von knapp 350 Kilometern an. Laut Navi sollen wir bei Leipzig eine halbe Stunde lang nachladen. Danach kämen wir ohne weitere Pause am Ziel an. Die Topografie auf dem Weg ist einkalkuliert. Und eine ruhige Fahrweise: Schneller als 130 km/h sollen wir uns nicht bewegen. Sonst stimmt die Rechnung nicht.

 

Der Bordcomputer verrechnet sich im Model 3

 

Ganz schön reduziert: Das Display in der Mitte steuert fast alle Funktionen im Tesla Model 3Ganz schön reduziert: Das Display in der Mitte steuert fast alle Funktionen im Tesla Model 3Wir rollen vorausschauend in Richtung Hauptstadt und halten uns an die Tempoempfehlung des Bordcomputers. Der hält seinen Teil des Versprechens allerdings nicht ein: Während der Fahrt korrigiert er das gewünschte Maximaltempo erst auf 125, dann auf 120 und später auf 115 km/h. Wir bleiben bei der Richtgeschwindigkeit und nehmen dafür einen zusätzlichen Stopp in Kauf. Eigentlich kann die Software den selbstständig einplanen und die Routenführung anpassen.

 

Das tut sie aber nicht, sondern meldet schlicht, dass wir unser Ziel nicht erreichen. Wir passen die Route manuell an und laden schon nach 295 Kilometern. Die Restreichweite beträgt 41 Kilometer. Immerhin: Das Model 3 hat sich nicht doll verrechnet. Während des Ladevorganges meldet das Display bis zu 200 kW Ladeleistung – allerdings nur kurz. Nach wenigen kWh sinkt der Wert.

 

Nach gut 20 Minuten fahren wir weiter und steuern Beelitz an. Das Dorf kurz vor Berlin bietet eine Schnellladesäule in Autobahnnähe. Unsere manuell optimierte Route funktioniert: An den Ladepunkten bleibt genug Energie im Akku, um nicht nervös Angst vor den letzten Prozenten zu haben. Außerdem sparen wir Zeit, weil der Tesla nur bis zu einem Ladestand von ungefähr zwei Dritteln flott lädt. Insgesamt sind wir 5:20 Stunden unterwegs – also langsamer als mit einem Verbrenner, dafür völlig problemlos und komfortabel.

 

Wie teuer unsere Fahrt war, wie sich ein Diesel auf gleicher Strecke geschlagen hätte und was Teslas Autopilot beisteuert, liest Du im vollständigen Artikel auf mobility.talk.

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13.10.2021 13:31    |    Amen

„,dafuer voellig problemlos und komfortabel.“ Verstehe ich nicht. Im Verbrenner waere es ebenso problemlos und komfortabel gewesen. Und schneller.


13.10.2021 13:51    |    Goify

Das Design vom Innenraum fasziniert mich immer wieder aus Neue. Genau das Gegenteil von aktuellen Audis.


13.10.2021 17:33    |    enrgy

der innenraum hat den charme einer seilbahngondel:rolleyes:. bis auf die an der richtigen stelle (weit vorne) sitzenden türgriffe finde ich nichts, was mich auch nur im geringsten daran glauben läßt, daß die konstrukteure und designer ein wohlfühlmoment beim fahrer oder beifahrer im sinn hatten. :confused:

völlig unpersönlich, ähnlich der apple hardware, und das einzige, woran der blick hängen bleiben könnte ist dieses leidige laptop-display. das kann man dann zum voll-autonomen fahren auch noch versenken lassen in 10 oder 15 jahren.

 

wäre ich verschwörungstheoretiker, würde ich meinen, die machen das extra, damit man immer weniger bindung zum auto hat und es einem egal ist, wenn in zukunft nur noch carsharing möglich sein wird oder vollautonomes fahren, quasi wie bus für 1 person.

das tempolimit kann man sich mit den elektrokarren auch sparen, die schleichen ja jetzt schon alle mit max. richtgeschwindigkeit über die bahn. wenn ich das schon lese, daß die karre mir das tempo eines sehr schnellen lkw empfiehlt, um das ladesäulen-monopoly nicht zu verlieren - priceless!:D


13.10.2021 17:35    |    Goify

Die 80er haben gerade angerufen und wollen enrgy zurück haben. :D


13.10.2021 17:38    |    enrgy

alter, ich wäre sofort dabei!


13.10.2021 17:44    |    Goify

Hier im Ort gibt es einen mit Manta und ebenso passender Frisur. Das sieht immer aus, als wäre er mit der Zeitmaschine zu uns gekommen. Sehr geil. Aber ob der jemals mit einem E-Auto glücklich werden würde - insbesondere einem Ami?


13.10.2021 22:51    |    ballex

Zitat:

enrgy schrieb:

der innenraum hat den charme einer seilbahngondel:rolleyes:. bis auf die an der richtigen stelle (weit vorne) sitzenden türgriffe finde ich nichts, was mich auch nur im geringsten daran glauben läßt, daß die konstrukteure und designer ein wohlfühlmoment beim fahrer oder beifahrer im sinn hatten. :confused:

Ich vermute du bist noch nie in einem Model 3 gesessen oder gar gefahren, oder? ;)

Zumindest wenn man auf reduziertes Design steht ("weniger ist mehr") ist der Wegfall von dem ganzen Schalter-Barock sehr erleichternd und wenn man es längere Zeit mal ausprobiert hat, möchte man nichts anderes mehr und man findet viele andere Fahrzeuginnenräume einfach nur überladen - und sonst ist alles ergonomisch und gut erreichbar gestaltet - im Model 3 mittlerweile auch mit ansprechender Haptik der Materialien. Deinen Vergleich mit Apple finde ich deshalb übrigens ganz treffend...und der Erfolg gibt ihnen Recht.

Zitat:

das tempolimit kann man sich mit den elektrokarren auch sparen, die schleichen ja jetzt schon alle mit max. richtgeschwindigkeit über die bahn.

Das ist so nicht richtig. Der "Sweetspot" beim Model 3 liegt bei ca. 150km/h - damit lässt sich der kürzeste Zeitbedarf aus Fahr- und Ladezeit erreichen. Mich findest du deshalb auch eher auf der linken Spur, falls frei. Aber im alltäglichen Berufsverkehr sind freie Autobahnen doch sowieso äußerst selten geworden...da sind die "Verbrennerkarren" im Schnitt genau so lahm unterwegs. :D


14.10.2021 09:04    |    Daimler201

Also ich weiss auch nicht..., irgendwie würde mich das dauernde sich mit der Reichweite beschäftigen müssen stressen. So kann man doch nicht entspannt Autofahren.

 

Ich war neulich mit meinem E200CDI von 2008 auf Langstrecke unterwegs. nach 900km hab ich getankt, da hätte ich noch 200km Reichweite gehabt. Tanken hat 5 Minuten gedauert, und dann wäre wieder die Gleiche Strecke drin.

 

Ich musste zum Beispiel in Italien kein einziges Mal tanken, obwohl ich vom Brenner kommend an den Gardasee gefahren bin, dort immer mal kleinere Fahrten gemacht hab, an einem Tag in Mailand war und dann wieder zurück nach Deutschland gefahren bin. Getankt hab ich jeweils im vergleichsweise billigen Österreich.

 

Solange das das Elektroauto nicht auch kann ist es nichts für mich. Weil genau für solche Fahrten hab ich ein Auto.

 

MFG Sven


14.10.2021 09:45    |    Trottel2011

Das wird sich irgendwann legen, die Sache mit der Reichweitenangst. Wenn man verbindlich flotte Ladezeiten oder ausreichend gute Akkus bekommt, dann braucht man sich da später keine großen Sorgen machen. Aber der Model 3 sieht einfach komisch aus... Das Heck zu hoch, die Front zu niedrig. Und dann die Seitenoptik wie ein gestauchter Model S oder eine geschrumpte aber dabei ungleichmäßig Model X.

 

Die klare Optik im Innenraum ist aufgeräumt aber nicht verspielt. Nüchternheit ist VW und Volvo Terrain. Wobei Tesla das sogar nicht einmal nüchtern macht sondern eher komplett minimalistisch. Wer braucht schon Lüftungsdüsen der konventionellen Art?

 

Einerseits mag ich die Marke, andererseits nicht... Es ist so ähnlich wie Vegan... Man weiß dass jemand Tesla fährt, weil er es dir sagt :D Wie ein Veganer dir sagt dass er vegan lebt - ohne Aufforderung :D


14.10.2021 14:52    |    EhNieDa

Ich finde es immer wieder interessant/amüsant wo ich ein und das selbe Thema lese. Wir haben einen Tesla Model 3 und eine Diesel Mercedes C-Klasse. D.h. ich lese mal hier in MT und halt im TTF Forum. Im Telsa Forum wird man quasi gesteinigt wenn man nur das Wort Diesel erwähnt und hier bei MT machen manche das Model3 oder pauschal BEV schlecht ohne es vielleicht überhaupt mal live gesehen, geschweigedenn über einen längeren Zeitraum gefahren zu haben.

 

Klar der Innenraum polarisiert aber wenn das Fahrprofil und Lademöglichkeit passt spricht nichts gegen ein Elektroauto. Ich habe gestern noch 450 Euro für den Mercedes bezahlt weil das Automatiköl gewechselt werden musste. Inspektionen, Ölwechsel usw. fallen alle weg beim Tesla.

 

Und der Titel Langstreckentest im Tesla Model 3 passt hier nicht wenn von Frankfurt nach Berlin gefahren wird. Das ist keine Langstrecke für einen Tesla.


14.10.2021 15:53    |    Goify

Keine Inspektion beim Tesla? Na das ist aber sehr unwahr!


14.10.2021 16:06    |    EhNieDa

Wo sind die Belege dafür?

 

Es gibt nur Wartungsempfehlungen. Einfach mal hier lesen

 

Und dann zitiere ich das hier mal

 

Häufig gestellte Fragen

Benötigt mein Fahrzeug eine Jahresinspektion?

Ihr Tesla erfordert weder Jahresinspektionen, noch einen regelmäßigen Wechsel von Betriebsflüssigkeiten. Prüfen Sie bitte dennoch Ihr Benutzerhandbuch auf die neuesten Wartungsempfehlungen für Ihren Tesla.


14.10.2021 16:29    |    Goify

Du hast keine Belege für deine steile These, dass ein Tesla keine Inspektionen benötigt. Ich glaube, du hattest noch nie einen Inspektionsplan eines Autos vor dir liegen und hast ihn mal genau gelesen. Der Teil Verbrennungsmotor macht gerade mal 30 % davon aus. Die restlichen 70 % hat jedes Auto unabhängig vom Antrieb. Insbesondere die Bremsflüssigkeit muss alle 24 Monate getauscht werden. Bitte immer bei der Wahrheit bleiben.

 

EDIT: Lies mal deinen Link genau durch. Der widerlegt deine eigenen Worte.


14.10.2021 16:46    |    Dynamix

Zumindest wird die Garantie dadurch nicht beeinträchtigt. Allerdings würde ich wohl nicht komplett auf die Inspektionen verzichten, auch wenn da steht das Sie kein Must-Have sind. Aber alleine um irgendwelche Beschädigungen oder Verschleiß zu erkennen ist sowas schon gut, gerade bei technischen Laien.


14.10.2021 17:04    |    Goify

Bremsen, Lenkung, Fahrwerk, Reifen, Rost, Scheibenwischer, Beleuchtung...

Alles Dinge, die man regelmäßig prüfen muss, wenn man sicher unterwegs sein will. So wirklich weg fällt eigentlich nur der Ölwechsel vom Verbrennungsmotor die ersten 120.000 km, denn dann kommen auch die anderen notwendigen Geschichten beim Verbrenner: Zündkerzen, Zahnriemen, etc. Und beim Tesla das Kühlmittel der Akkus.


15.10.2021 10:23    |    PIPD black

Interessantes Eigentor der Link:D

 

Zitat:

Winterservice

Tesla empfiehlt für Fahrzeuge in Gebieten mit Kaltwitterung, die Bremssättel alle 12 Monate oder 20.000 km reinigen und schmieren zu lassen.

Die Klimaanlage braucht ebenfalls öfter Zuwendung als in herkömmlichen Autos. Ich hab in meinen Fahrzeugen diese innerhalb der Haltedauern (ca. 10 Jahre) nie anfassen lassen, außer sie war putt. Beim Ränger der Kondensator (hatte nen Riss) und beim Fiesta war der Trockner durchgerostet.

 

Wie ist das eigentlich mit den Bremsscheiben. Setzen die sich mit der Zeit zu und haben dann ein scheußliches Tragbild durch Wenigbenutzung oder gibt es da ein System, was die Scheiben regelmäßig freibremst?


15.10.2021 12:47    |    EhNieDa

Gut dann formuliere ich es anders. War wirklich ungünstig ausgedrückt. Es gibt keine vorgeschriebenden Inspektionen die man in einer Fachwerkstatt machen muss und wenn man diese regelmäßig in einer Werkstatt machen lässt dann fallen diese im Vergleich zu Verbrennern erheblich niedriger aus.

 

Inneraumfilter, Bremsflüssigkeit, Klimaservice, Scheibenwischer Fahrwerk usw. sind 1 zu 1 übertragbar. Aber schaut doch mal auf die Positionen in der Rechnung. Den größen Anteil macht doch fast immer der Ölwechsel aus. Das waren bei meiner C-Klasse immer über 200 Euro. Kraftstofffilter (75000km) waren 180 Euro. Jetzt Getriebelölwechsel (5 Jahre) 450 Euro. Mittlerweile machen ich die Inspektionen selber weil der Mercedes keine Garantie mehr hat und Bremsflüssigkeitswechsel und Bremsen habe ich sowieso schon immer selber gemacht. Deshalb hat es mich sehr gefreut das Tesla im Gegensatz zu VW z.b. keine jährliche Inspektionen vorschreibt.

 

Bremsscheiben sind wirklich ein Thema bei Elektroautos. Auf der eine Seite halten die locker 2-4 mal so lange wie ein Bremsanlage ohne Elektromotoren und auf der anderen Seite kann es passieren wie @PIPD black schon gesagt hat, dass die Bremsanlage unterfordert ist und die Folge ein scheußliches Tragbild ist. Ein automatischen System das das regelmäßig freibremst gibt es soweit ich weiß nicht. Es gibt aber ein manuelles System das nennt sich Fahrer;) der bei der letzten Abfahrt von der Schnellstrasse ab und zu den Wahlhebel auf Neutral stellt und zu 100% mechanisch bremst. Die Scheiben sind nach wie vor blitzeblank.

 

Trotzdem habe ich das Gefühl das ich hier angefeindet werde nur weil ich PRO Elekto Auto bin. Bei uns passt das halt super weil wir den Luxus haben die Wallbox auf dem Grundstück zu haben und der Tesla der Zweitwagen ist. Lange Strecken über 400km und die Fahrten mit dem Wohnwagen werden wir aber weiterhin mit dem Diesel machen.

 

Ach ja @PIPD black: Warum aber die Klimaanlage mehr Zuwendung braucht verstehe ich nicht.

 

Um aber von dem ganzen Off topic wieder etwas zu Thema zu kommen:

Ein Tesla und auch viele andere Elektroautos sind mittlerweile auch für Langstrecken fast uneingeschränkt zu gebrauchen. Ein gewissen Umdenken ist dazu aber notwendig. Je nach Fahrweise ist der Akku schneller leer als die Pipiblase voll. Und ja die Zeiten mit 160 - 200 km/h hunderte von Kilometern am Stück über die Autobahn zu brettern sind dann auch vorbei. Das schafft auch der LongRange Tesla dann maximal nur 200km. Man kommt aber definitiv entspannter an


15.10.2021 12:48    |    Trottel2011

Mein letzter Ölwechsel kostete mich bei Mazda knapp 170 EUR... War die größte Position, aber 170 EUR sind für mich kein Richtwert um zu sagen, dass eine Wartung teuer ist. Da ich keinen anderen Firlefanz habe, so wie Tesla es anbietet, geht auch ncihts kaputt was ein außerplanmäßiger Aufenthalt mit sich zieht...


15.10.2021 13:03    |    EhNieDa

Und welcher Firlefanz ist das bitteschön den Tesla jetzt mehr hat als andere moderne Verbrenner?

Mir fallen jetzt spontan die 6 Kameras ein, inklusive permanenter Dashcam und das schlüssellose Öffnen und starten mit dem Handy. Einen Startknopf hat Tesla nämlich nicht. Ab jetzt fällt es mir schon schwer was zu finden.

 

Wenn Ihr Argumente braucht um einen Tesla schlecht zu machen dann braucht ihr nur den Autopiloten bzw. die Assistenssystem zu erwähnen. Fernlichtassisitent, Schildererkennung und Autopilot ist quasi unbrauchbar.

 

Edit: Achja. Versicherung ist auch verhältnismäßig teuer


15.10.2021 13:08    |    Goify

Wir wollen den Tesla nicht schlecht machen, nur die Aussage, ein Tesla bräuchte so gut wie keine Wartung.


15.10.2021 13:27    |    ballex

Zitat:

Trottel2011 schrieb:

Mein letzter Ölwechsel kostete mich bei Mazda knapp 170 EUR... War die größte Position, aber 170 EUR sind für mich kein Richtwert um zu sagen, dass eine Wartung teuer ist. Da ich keinen anderen Firlefanz habe, so wie Tesla es anbietet, geht auch nichts kaputt was ein außerplanmäßiger Aufenthalt mit sich zieht...

Man sollte schon mit vergleichbaren Mittelklasse-Fahrzeugen von Audi, BMW, Mercedes etc. mit ähnlich viel "Firlefanz" vergleichen...und da kommst du mit 170€ bei einem Service-Aufenthalt nicht weit. Und befolgt man deren Service-Vorgaben nicht, ist auch gleich die Garantie weg. Klar, gewartet werden muss trotzdem - aber eben seltener, in einem deutlich geringeren Umfang und damit zu spürbar geringeren Preisen.

 

Tesla möchte auch die Kunden nicht an die Service-Center binden, die sind froh, wenn keiner kommt und sie sich sonstigen Reparaturen widmen können - das ist schon ein komplett anderer Ansatz als bei den traditionellen Herstellern. Bei denen sind die Werkstätten die "Profit-Center", die es auszulasten gilt.


15.10.2021 13:27    |    jennss

Ist der Autopilot auch mit dem FSD für 7500 € schwach?

 

Mich haben kleine Heckklappe und großer Wendekreis vom Tesla abgehalten.

j.


15.10.2021 13:58    |    EhNieDa

Wenn überhaupt lohnt sich nur der EAP (enhanced auto pilot). FSD (Full service drive) ist in Europa nicht vollständig zugelassen und sein Geld nicht wert. Ist zwar beeindruckend was er alles "könnte" aber darf hier nicht vollständig genutzt werden. Deshalb haben die der USA eine andere Software installiert als wir hier Europa. Auch der FSD oder EAP erkennt z.b. keine dynamischen Verkehrsleitsysteme auf der Autobahn mit den LED Anzeigen. Und selbst wenn Staßenschilder erkannt werden irgnoriert er diese und übernimmt die Geschwindigkeiten aus veralterten Navi Karteninformationen und donnert z.b. mit 100 km/h ungebremst auf einen Kreisverkehr. Ist nicht lustig. Das haben andere Hersteller ganz klar besser im Griff.

 

Diese sogenannten "Phantombremsungen" bei z.b. Brücken oder tiefliegender Sonne passieren auch beim FSD. In unseren C-Klasse mit Abstandstempomat ziehe ich gerne mal meine Beine in eine entspannte Position. Beim Tesla behalte ich den Fuss lieber auf dem Strompedal um gegebenfalls gegenzusteuern wenn er meint die Geschwindigkeit massiv zu reduzieren weil er meint etwas gesehen zu haben.


15.10.2021 14:07    |    Trottel2011

Schlecht reden braucht man den Tesla nicht. Hat schon seinen Grund, warum er mittlerweile dem Golf starke Konkurrenz macht!

 

Wie Goify sagt, und ich stimme ihm eigentlich nie zu, das weiss er auch, es ist nur die Wartungsgeschichte! Das Auto hat keinen offiziellen Wartungsplan, aber Wartungen sind dennoch erforderlich. Öle altern. Punkt.


16.10.2021 17:37    |    lippe1audi

Elektromobilität finde ich ganz große Klasse und nutze sie....... bei meinem vor knapp drei Jahren angeschafften E-Roller. Der hat seitdem nahezu alle Kurzstrecken (bis 20 km pro Strecke) übernommen, mein 6-Zylinder-Diesel steht seitdem meistens über mindestens eine Woche unangetastet in der Garage. Bei echten Langstrecken ist diese Fahrmaschine um mehrere Welten anders als jedes Elektro-Auto. Echt vollgetankt im Ruhrgebiet gestartet und mit 160 bis 200 km/h wo möglich über Kassel, Nürnberg, München nach Innsbruck/Österreich zum allerersten Halt. Dort stand die Tanknadel knapp unter Halb!!!

Ach ja, der Komfort: An die Luftfederung kommt kein anders Konzept auch nur annähernd in Nähe.

Grüße, lippe1audi


16.10.2021 19:03    |    bimidi

Man sollte die E-Autos inklusive Tesla nun nicht schlecht machen - in drei bis fünf Jahren könnte das durchaus der richtige Weg sein, aber die Euphorie der Tesla-Fahrer ist schon ziemlich peinlich. Der eine braucht keinen Service - der andere verbraucht nur 14 kW/h je 100 km.

 

Lassen wir mal den ganzen Quatsch beiseite. Fest steht, dass ein E-Auto mit einem Diesel beispielsweise in den Disziplinen Reichweite und Fahrzeit bei längeren Strecken nicht im Geringsten mithalten kann. Dafür ist für mich die Leistungsentfaltung bei vielen Stromern angenehmer / komfortabler als bei vielen Verbrennern. Tägliche Strecken bis 100 Kilometer und die Lademöglichkeit in der eigenen Garage oder in der Firma und ein E-Auto ist durchaus attraktiv.

 

Die drei Tesla in meinem Bekanntenkreis (keine 3er sondern S-Modelle) sind allerdings von der Verarbeitung und Ersatzteilbeschaffung allesamt eine echte Katastrophe.

 

Insgesamt sollte natürlich gelten: jeder so, wie er es mag


16.10.2021 19:14    |    Dynamix

Dem E-Auto muss man dazu noch den deutlich besseren Wirkungsgrad zugute halten. Selbst wenn man, wie viele E-Auto Gegner von gut 80% und nicht von über 90% ausgeht, dann ist das immer noch gut doppelt so effizient wie die besten Verbrenner.

 

Beim Verbrenner ist der Motor das Problem und nicht der benötigte Kraftstoff. Beim E-Motor ist es eher andersherum. Da ist der E-Motor schon jetzt auf einem hohen Niveau und da hapert es dann noch am Kraftstoff in Form der Batterien. Wenn man den Forschern und Ingenieuren glauben kann steckt in der Batterieentwicklung noch ziemlich viel Potenzial.


16.10.2021 20:41    |    ballex

Zitat:

bimidi schrieb:

[...]aber die Euphorie der Tesla-Fahrer ist schon ziemlich peinlich. Der eine braucht keinen Service - der andere verbraucht nur 14 kW/h je 100 km. Lassen wir mal den ganzen Quatsch beiseite. [...]

Was genau ist deiner Meinung nach peinlich an der Aussage mit den 14kWh/100km? Das ist zumindest im Sommer ohne Probleme im Model 3 machbar - wenn kein Autobahnanteil dabei ist sowieso. Im Anhang mal mein Schnitt einer von mir oft gefahrenen Autobahn-Strecke mit 15kWh/100km, wie man der Fahrtzeit entnehmen kann auch nicht geschlichen sondern normal im Verkehr mitgeschwommen (nie unter 120, sofern möglich).

 

Und nochmal zum Thema Service: "Kein Service" ist natürlich auch nicht richtig, aber der Serviceaufwand ist im Vergleich zum Verbrenner spürbar reduziert, der Antriebsstrang ist eben wartungsfrei - alle anderen Teile, die auch andere Fahrzeuge haben, unterliegen natürlich ähnlichem Verschleiß...außer - das war ja weiter oben auch von jemand gefragt - die Bremsen, die sind auch nach zig tausend km wie neu, da sie durch die Rekuperation deutlich weniger beansprucht werden. Damit nichts gammelt am besten aber hin und wieder mal etwas stärker bremsen.

 

Zitat:

Trottel2011 schrieb:

Das Auto hat keinen offiziellen Wartungsplan, aber Wartungen sind dennoch erforderlich. Öle altern. Punkt.

Das stimmt sicher, dennoch ist z.B. für das Öl im Übersetzungsgetriebe kein Austausch vorgesehen. Und viel mehr Öle gibt's nicht am Fahrzeug. Und im Vergleich zu den teilweise vorgeschriebenen jährlichen Service-Aufenthalten bei einigen Herstellern (bspw. Mercedes, Hyundai,...) spart man da schon ganz ordentlich (ich habe ja den Kosten-Vergleich zu den Vorgängerfahrzeugen von MB, Audi und Co.) - gerade auch weil bei den genannten zum Erhalt der Garantie der Service in Vertragswerkstätten durchgeführt werden muss.


Bild

16.10.2021 20:41    |    jennss

Zitat:

Fest steht, dass ein E-Auto mit einem Diesel beispielsweise in den Disziplinen Reichweite und Fahrzeit bei längeren Strecken nicht im Geringsten mithalten kann.

Ja, aber die Frage ist, ob das für den Fahrer relevant auf der Langstrecke ist. Wenn man mit 160 bis 200 km/h Dauertempo fährt und kaum Pausen macht, dann ja, aber viele Fahrer werden mit einem Model LR nicht später ankommen als mit dem Diesel. Es hängt einfach vom persönlichen Fahrstil ab.

j.


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