Was gefällt bzw nervt euch am meisten bei eurem Superb?

Skoda Superb 3 (3V)

Servus, wie ich drüben schon gefragt habe, würde mich Mal interessieren wie ihr so zu eurem Superb steht?
Und ich meine damit jetzt KEINE Mängelliste sondern eher:

Gefällt:
- die Sportsitze.
- der Platz im Auto.
- der große Tank ( wenn man wie ich vom Octavia kommt)
- DCC beim fahren.
- Frontscheibenheizung

Nervt:
- DSG, weil es Situation gibt in dem ich mich Frage.... Nun schalt doch endlich Mal bzw warum hast du jetzt geschaltet.
- Start/ Stopp aber nervte schon bei jedem Wagen.
- Fahrmodi muss bei jedem Start neu eingestellt werden.

Ansonsten nach jetzt 3000km, ein tolles Auto wo man auch zügig vom Fleck kommt.

Hoffe auf interessante antworten von euch 🙂

90 Antworten

Danke euch erstmal.
Finde es trotzdem merkwürdig.
Das einzige was ich mir noch erklären könnte ist, das aufgrund der strengeren Abgasnormen vielleicht die Software in soweit geändert wurde das er im „kalten“ Zustand generell die Drehzahl auf ein vordefinierten Wert anhebt. Komisch nur das es ausreicht kurz nach dem Start das Gaspedal kurz an zu lupfen um der Elektronik zu signalisieren das auch 850U/min reichen.
Heißt dann aber im Umkehrschluss….Schei___ auf den Verbrauch, Hauptsache die Umwelt wird geschont „!!
Werd mal weiter berichten was nicht so schön ist im Vergleich zu älteren Modellen.
Hab ja einen guten Vergleich zum 3T der mir immer noch mit Rat und Tat zur Seite steht.

Zitat:

@Geizhals schrieb am 19. Juli 2023 um 11:17:35 Uhr:


Danke euch erstmal.
Finde es trotzdem merkwürdig.

Brauchst Du nicht, hatte meiner wie gesagt auch...

Zitat:

@Geizhals schrieb am 19. Juli 2023 um 11:17:35 Uhr:


Das einzige was ich mir noch erklären könnte ist, das aufgrund der strengeren Abgasnormen vielleicht die Software in soweit geändert wurde das er im „kalten“ Zustand generell die Drehzahl auf ein vordefinierten Wert anhebt.

Nein... Die "Gründe" für eine erhöhte Leerlaufdrehzahl sind normalerweise folgende:

- niedriger Batterieladung

- hoher Energiebedarf (Heizung oder Klima)

- Regeneration

Das wird immer so bleiben.

Zitat:

@Geizhals schrieb am 19. Juli 2023 um 11:17:35 Uhr:


Komisch nur das es ausreicht kurz nach dem Start das Gaspedal kurz an zu lupfen um der Elektronik zu signalisieren das auch 850U/min reichen.

Das war bei mir auch so. Und wenn bspw eine Regeneration im Leerlauf beendet wird ist das auch so. Wenn ich bei meinem Crafter den Ladetaster im Stand deaktiviere ist das auch so...

Zitat:

@Geizhals schrieb am 19. Juli 2023 um 11:17:35 Uhr:


Heißt dann aber im Umkehrschluss….Schei___ auf den Verbrauch, Hauptsache die Umwelt wird geschont „!!

Nein Nein, da das nur bei Neuwagen (in dem Fall mit EA288 EVO) in der ersten Zeit auftritt, tippe ich darauf, dass es eben doch eine Art Einfahrphase gibt und sich Bauteile am Anfang aufeinander abstimmen. Vielleicht geht es darum am Anfang sowas wie DPF einzubrennen, Produktionsrückstände abzubrennen oder was weiß ich (reine Mutmaßung)

Würde das wirklich nicht überbewerten... Einfach ignorieren... bald ist alles wie gewohnt...

Zitat:

@Geizhals schrieb am 19. Juli 2023 um 11:17:35 Uhr:


Werd mal weiter berichten was nicht so schön ist im Vergleich zu älteren Modellen.
Hab ja einen guten Vergleich zum 3T der mir immer noch mit Rat und Tat zur Seite steht.

Gute Fahrt und gewöhnt euch erstmal aneinander...

Ja, gewöhnen ist das Stichwort. 90PS weniger ist schon ne Hausnummer.
Aber dafür auch 3 Liter weniger bei vergleichbarer Fahrweise recht ordentlich.
Mal sehen was er nach 20.000km Laufleistung sagt.

Zitat:

@NatureBoy schrieb am 13. April 2023 um 22:50:56 Uhr:


Servus, wie ich drüben schon gefragt habe, würde mich Mal interessieren wie ihr so zu eurem Superb steht?

Nach ca. 10 Wochen muss ich den Superb, 2018er, 2.0TDI, 4x4 leider als Fehlkauf einstufen. Da mein alter noch nicht verkauft ist, denke ich drüber nach den Superb wieder abzustoßen und den alten zu reaktivieren.

Im Folgenden mal etwas konkreter, wobei ich naturgemäß immer den Vergleich zum Vorgänger (2006er Volvo V70 2.4D) im Sinn habe.

Gefällt:
- Fußraum auf den Rücksitzen
- Radio / Soundsystem
- Rückfahrkamera / PDC
- Navi
- gute Telefonfreisprechanlage
- Standheizung
- schwenkbare AHK
- 4x4 sollte bei mir im Winter wirklich nützlich sein

Nervt:
- DSG, großes / vielfaches Problem
- sehr geringe Bodenfreiheit, schon mehrfach die Front aufgesetzt
- Motor bei niedriger Drehzahl durchzugsschwach, immer hohe Drehzahlen erforderlich
- praktisch kein Motorbremseffekt
- schmaler Laderaum (35cm weniger als beim Vorgänger, 12cm weniger zwischen den Radkästen), Fahrrad nicht mehr ordentlich verladbar
- ACC kann nicht auf Modus normaler Tempomat umgestellt werden
- Spurhalteassistent funktioniert nicht richtig (erkennt die Spur großenteils gar nicht oder falsch (in Baustellen) und nervt immer wieder man solle die Lenkung übernehmen, obwohl man permanent selbst lenkt)
- zu flache Heckklappe (gibt wohl nichts anderes mehr)
- hartes Fahrwerk, auch mit DCC in Comfort-Mode
- Batterie mit geringer Kapazität im sehr heißen Motorraum

Pro und Con gleichzeitig
- sehr langer Laderaum, aber nicht wirklich nutzbar, weil die Rücksitzlehnen sich nicht flach legen lassen und das Gepäcktrennnetz zu weit hinten steht
- Dachreling vorhanden, jedoch Antenne im Weg
- hohe Zuladung, jedoch zu schwacher Ladeboden um sie ausnutzen zu können
- Verbrauch (Reichweite) ist gut, jedoch schlechter als erwartet. (Nach offiziellen Angaben sollte der Verbrauch 2l/100km geringer sein als beim alten, real ist er etwa gleich, eher etwas höher.)
- hohe Anhängelast, mit DSG aber nicht nutzbar
- elektrische Sitzverstellung, während eigentlich nutzlos (nur ein Fahrer) kann damit der Beifahrersitz nicht umgelegt werden
- Design gefällt mir eigentlich, aber leider konnte ich keine richtige Farbe bekommen

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Der V70 hat ziemlich die gleiche Breite aussen, da kann mir nicht vorstellen, dass er innen wirklich 35cm (!) breiter ist. Wo misst Du das?

Du bist echt der erste, der das Fahrwerk als zu hart bezeichnet, speziell noch im Comfortmodus. Die meisten jammern darüber, dass ihnen selbst das Standardfahrwerk noch zu weich sei. Hast Du Dich vielleicht einfach zu lange an total ausgeleierte Dämpfer beim Volvo gewöhnt...?

Keine Ahnung, was Du da transportieren möchtest, so dass der Ladeboden nicht stabil genug ist, aber den kann man absenken, dann liegt er flächig auf und Du hast auch eine Handbreit mehr Höhe im Kofferraum. Dann gehen zwei gestapelte Klappboxen auch ganz hinten rein gestellt unter die Heckklappe. Die Plastikkeil in der Klappe unter der Heckscheibe ist wirklich simply-not-clevere Platzverschwendung...

Mein Verbrauch: knapp 6l/100km ohne besondere Sparmassnahmen, allerdings mit 150PS und ohne 4x4. Der 150er zieht auch unter heraus angeblich besser als der 190er. www.Spritmonitor.de kennst Du? Da sind es im Schnitt gut 7l für Deinen Antrieb.

Ansonsten viele Punkte, die Du schon vor dem Kauf sehen/wissen konntest und den Wagen trotzdem genommen hast. Was waren denn die wirklichen Überraschungen? Und was davon müsste man lösen/beheben, damit Du Dich mit dem Wagen noch anfreunden könntest?

Zitat:

@puzipah schrieb am 1. August 2023 um 17:11:10 Uhr:


Der V70 hat ziemlich die gleiche Breite aussen, da kann mir nicht vorstellen, dass er innen wirklich 35cm (!) breiter ist. Wo misst Du das?

Außen ist der V70 sogar minimal schmaler als der Superb. Innen sieht es anders aus. Zur Illustration habe ich Fotos angehangen mit meinem kleinen Fahrrad, das in beide noch gut rein passt. Man sieht schon deutlich die größere Breite im V70, vor allem da die Radkästen relativ klein sind, davor und darüber noch eine Menge geladen werden kann. Mit einem größer gebauten Nicht-Rennrad habe ich im Superb schon massive Schwierigkeiten.

Auch für die tatsächlichen Abmessungen habe ich Fotos angehangen. Der weiße Zollstock ist jeweils auf 1m ausgeklappt. Hinter den Radkästen ist es beim Superb 1,01m, beim V70 1,36m, zwischen den Radkästen 1,01m zu 1,13m. Über den Radkästen bietet der V70 sogar 1,4m, der Superb 1,05m.

Zitat:

Du bist echt der erste, der das Fahrwerk als zu hart bezeichnet, speziell noch im Comfortmodus. Die meisten jammern darüber, dass ihnen selbst das Standardfahrwerk noch zu weich sei. Hast Du Dich vielleicht einfach zu lange an total ausgeleierte Dämpfer beim Volvo gewöhnt...?

Nein, die Stoßdämpfer im V70 sind noch einwandfrei, wurden beim letzten TÜV auch mal einer Rüttelprüfung unterzogen. Es ist wohl eher so, dass mir alle modernen Autos zu hart sind, je neuer das Modell, desto schlimmer. Schon der V70 war härter als der Toyota Avensis davor, ganz zu schweigen von Autos der 70er und 80er. Ich hatte gehofft mit dem DCC der Härte entgegen wirken zu können. Gab bei der Probefahrt leider keine geeignete Strecke es zu testen. Der Comfort-Modus scheint nur bzgl. niedriger Frequenzen weicher zu sein. Das heißt, dass es bei langen Bodenwellen schon schaukelig wird. Kurze Stöße schlagen dagegen voll durch.

Zitat:

Keine Ahnung, was Du da transportieren möchtest, so dass der Ladeboden nicht stabil genug ist, aber den kann man absenken, dann liegt er flächig auf und Du hast auch eine Handbreit mehr Höhe im Kofferraum.

Z.B. Baumaterial transportieren, Steine, Fliesen, etc. oder auch Brennholz. Die Höhe des Kofferraums bis zur Abdeckung ist beim Superb in der Tat besser als beim V70.

Zitat:

Mein Verbrauch: knapp 6l/100km ohne besondere Sparmassnahmen, allerdings mit 150PS und ohne 4x4. Der 150er zieht auch unter heraus angeblich besser als der 190er. www.Spritmonitor.de kennst Du? Da sind es im Schnitt gut 7l für Deinen Antrieb.

In den Spritmonitor schaue ich schon lange nicht mehr, weil die dort wiedergegebenen Verbräuche immer weit über dem liegen, was sich bei mir einstellt. Im Mischbetrieb mit Lang- und Kurzstrecken, beladen und leer, jedoch ohne Ahnhängerbetrieb ergibt sich bei beiden ein Verbrauch von 5,5...6l/100km. Das ist ausgelitert, beide Bordcomputer lügen sich 0,5l/100km besser als sie sind. Der Reichweitenvorteil des V70 kommt vom größeren Tank.

Zitat:

Der 150er zieht auch unter heraus angeblich besser als der 190er.

Das ist interessant, kann ich jetzt aber nicht testen. Zum Vergleich, den V70 bin ich überwiegend zwischen 1100rpm und 1400rpm gefahren, beim VW-Motor tut sich da praktisch nix. Mit beladenem Fahrzeug und Anhänger über Gefälle und Steigung rückwärts in meine Einfahrt ging beim V70 mit 700rpm Standgas, rein aus der Kupplung, die durch die geringe Drehzahl auch nicht überlastet wurde. Beim Superb mit DSG muss ich Gas geben, den Motor hochdrehen, damit er überhaupt fährt, dann wird er gleich zu schnell für meine sehr enge Einfahrt und ich muss gleichzeitig Gas und Bremse nutzen. Dass das nicht lange gut geht ist klar.

Leider hat mir ein Kollege erst nach meinem Kauf von seinem Superb-Problem berichtet. Es war ein TDI mit DSG, nicht 4x4. Er ist Segler und schleppt sein Boot mal an Ostsee, Nordsee, Rhein, Mittelmeer. Als er den Anhänger mit aufgeladenem Boot an einer Rampe aus dem Wasser ziehen wollte hat sich der Superb einfach nicht bewegt, irgendwann eine Fehlermeldung gegeben. Jemand mit einem alten Passat Handschalter musste aushelfen. Er hat den Superb dann wieder aufgegeben.

Zitat:

Ansonsten viele Punkte, die Du schon vor dem Kauf sehen/wissen konntest und den Wagen trotzdem genommen hast. Was waren denn die wirklichen Überraschungen? Und was davon müsste man lösen/beheben, damit Du Dich mit dem Wagen noch anfreunden könntest?

Ja, da habe ich in der Tat schlecht aufgepasst. Nicht alles hätte ich vorher oder bei der Probefahrt wissen können, einiges aber schon. Manche Kompromisse bin ich bewusst eingegangen, weil ich einfach nichts besseres fand. Andere haben mich überrascht. So war es z.B. jenseits meiner Vorstellungskraft, dass man einen Kombi bauen kann, bei dem die Rücksitzlehnen nicht flach zu liegen kommen, die Sitzbank nicht hinter die Vordersitze geklappt werden oder mit wenigen Handgriffen heraus genommen werden kann. Daher habe ich da gar nicht nach geguckt. Die Bodenfreiheit habe ich nur hinten überprüft, wo es beim V70 eng wurde, der Superb deutlich mehr Abstand bietet und dabei übersehen, wie extrem tief der vorne ist. Ich habe mich wohl auch blenden lassen von 4x4, dem Radio-Navi-...-system und, wie schon beim V70 und Avensis, wieder eine Standheizung zu bekommen. Sicher werde ich in Zukunft an vielen Stellen genauer hin schauen.

Was unbedingt erforderlich ist, ist eine Höherlegung. Ohne geht es gar nicht. Habe unter "Höherlegung 4x4 mit DCC" dazu geschrieben.

Rad im Superb
Rad im V70
Innenbreite Superb Laderaum
+2

Hallo, habe die letzten drei Beiträge aufmerksam gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass einige Kritikpunkte sicher berechtigt sein mögen, andere jedoch definitiv unberechtigt, bzw. reine Gewöhnungssache sind. Andere sind widerum schlicht dem Umstieg auf neue Technik geschuldet und keine Schwäche des Superb.

Daher würde ich gerne mal auf ein paar Tehmenbereiche eingehen:

1) Motor

Du kritisierst, dass der Motor im unteren Drehzahlbereich schwachbrüstig ist. Das ist in der Tat so eine Sache beim 190er TDI, denn durch den größeren Turbolader ist der Kraftaufbau im unteren Drehzahlbereich verzögert. Im Gegenzug dazu bietet die Maschine oben heraus eine deutlich agilere Leistungsentfaltung. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Wenn Du sagst, dass Du praktisch nur zwischen 1.100upm und 1.400upm unterwegs bist wird klar, dass dich diese Charakteristik des 190er TDI stört.

An der Stelle hättest Du eventuell wirklich besser zum 150PS TDI greifen sollen, der durch seinen kleineren Turbolader unten heraus eine spontanere Kraftentfaltung bietet, oben heraus aber schnell keine Puste mehr hat.

Desweiteren kritisierst Du die schlechtere Motorbremswirkung.

An dem Punkt muss man sagen - das liegt schlicht an der kleineren Maschine und ist ganz bewusst so gewollt, weil ein geringeres Schleppmoment natürlich längere Rollphasen bei aktiver Schubabschaltung und damit eine Reduktion des Verbrauchs ermöglicht.

Tipp:
Durch manuelle Eingriffe in die Gangwahl oder Fahrstufe "S" kannst Du beide "Schwächen" kaschieren. Du musst also das Drehzahlniveau etwas höher halten, wenn Du a) mehr Last haben willst oder b) eine sponatenere Kraftentfaltung möchtest. Anders formuliert: Du musst Deinen Fahrstil etwas an die Charakteristik des größeren Turboladers anpassen und dann werdet ihr beiden auch Freunde. Übrigens reduziert das auch den Kraftstoffverbrauch, weil der Motor weniger Last für die gleiche Kraftentfaltung benötigt.

Getriebe:

Du schreibst:

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 23:31:20 Uhr:


Mit beladenem Fahrzeug und Anhänger über Gefälle und Steigung rückwärts in meine Einfahrt ging beim V70 mit 700rpm Standgas, rein aus der Kupplung, die durch die geringe Drehzahl auch nicht überlastet wurde. Beim Superb mit DSG muss ich Gas geben, den Motor hochdrehen, damit er überhaupt fährt, dann wird er gleich zu schnell für meine sehr enge Einfahrt und ich muss gleichzeitig Gas und Bremse nutzen. Dass das nicht lange gut geht ist klar.

Es stimmt, dass das DSG manchmal Unsinn macht aber was Du hier schreibst deutet eindeutig darauf hin, dass Du einfach etwas Zeit brauchst um dich an ein Automatikgetriebe mit Doppelkupplung zu gewöhnen.

Als erstes muss ich hier was wichtiges sagen:
Es gibt praktisch keinen besseren Weg dein KFZ zu malträtieren als mit Gas und Bremse gleichzeitig zu arbeiten.
Das gilt sowhl für das DSG als auch die Haldex-Kupplung vom Allradstrang!

An einer Stelle wo Du mit dem Volvo (Manuelles Getriebe?) mit Standgas und Spiel mit der Kupplung rangieren konntest, bedarf es bei einem Fahrzeug wie dem Superb mit DSG definitiv nicht einer gleichzeitigen Bedienung von Gas und Bremse.

Du kannst beim DSG sehr gut mit fein justiertem Gas rangieren. Auch mit schwerer Last am Haken. Ich weiß das zu 100%, da ich ab und an mit einer Gespannmasse von über 4.000kg (~2.200kg Superb + 2.000kg Caravan) auch am Gefälle rangieren musste, was überhaupt kein Problem ist. Mit kleinen leichten Anhängern unter 1.000kg und unbeladenem Superb klappt das auch im Standgas.

Tipp:
(1) Autohold sollte zum feinen rangieren unbedingt abgeschaltet sein!
(2) Im Standgas warten, bis ein Kraftschluss hergestellt wird. Erst dann mit Gas arbeiten. Dabei lernen, wieviel Gas man braucht
(3) Plötzliche Gaswegnahme bewirkt Aufhebung des Kraftschlusses.

Du Kritisierst, die hohe Anhängelast sei nicht nutzbar:

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 23:31:20 Uhr:


Leider hat mir ein Kollege erst nach meinem Kauf von seinem Superb-Problem berichtet. Es war ein TDI mit DSG, nicht 4x4. Er ist Segler und schleppt sein Boot mal an Ostsee, Nordsee, Rhein, Mittelmeer. Als er den Anhänger mit aufgeladenem Boot an einer Rampe aus dem Wasser ziehen wollte hat sich der Superb einfach nicht bewegt, irgendwann eine Fehlermeldung gegeben. Jemand mit einem alten Passat Handschalter musste aushelfen. Er hat den Superb dann wieder aufgegeben.

Obgleich eine solche Situation (Slippbahn) eine wirklich extreme Situation fürs Fahrzeug ist (ich kenne diese Situation selbst), würde ich dennoch ein Fragezeichen an die Erzählung machen.

Warum:

War der alte Passat ein 4x4?
Wenn nein, ist es außerhalb jedweder Vorstellungkraft, dass der mehr Anzugmoment aufgebaut haben soll als der Superb mit 4x4.
Wenn der Passat hingegen auch 4x4 gehabt haben sollte, sollte man sich fragen, wie bei dem die Kupplung malträtiert worden sein muss.

Wenn der alte Passat das Boot "problemlos" (ohne die Kupplung zu töten) aus dem Wasser gezogen haben sollte, dann würde ich mal die Gegenfrage stellen:
(1) War die Kupplung durch viele Anzugversuche überhitzt? (Vermutlich, denn das dürfte die Fehlermeldung gewesen sein!)
(2) War die Traktionskontrolle abgeschaltet? (Vermutlich nicht!)

Tipp:
Dieses "Problem" (überlastetes Getriebe) ist kein Problem des Superbs, sondern ein systemisches Problem eines Doppelkupplungsgetriebes. Wer regelmäßig derartige Materialschlacht betreibt (schwerer Bootstrailer an der Slippbahn ist wirklich eine Härteprüfung), sollte ein Fahrzeug mit Wandlerautomatik bevorzugen.

Im Fall des Falles hilft übrigens auch ein Seil am Anhänger und das Fahrzeug oberhalb der Rampe zu Positionieren. Belastet allerdings das Deichselstützrad enorm.

Die Traktionskontrolle sollte bei solchen "Übungen" abgeschaltet sein!

Fazit:
Zuweilen macht das DSG Unsinn. Es schaltet teilweise unter Last sehr spät oder die Gangwahl beim Zurückschalten dauert zu lange. Das stimmt unbestritten und nervt. Auch ist rangieren, insbesondere mit Last (egal ob Gefälle oder Anhänger) für Handschalterfahrer ungewohnt. Gib dem ganzen Zeit und übe erst mal ein bischen. Entwickle erst mal ein Gefühl. Ich will damit ausdrücklich nicht sagen, dass ich denke du könntest nicht fahren. Ich will damit nur sagen, dass Du dich (insbesondere als Handschalterfahrer) an die Charakteristik eines Doppelkupplungsgetriebes gewöhnen musst.

DCC:
Du kritisierst, dass der Superb (selbst in Komfort) zu hart sein soll und untermauerst die Aussage, dass Du das bei jedem Deiner Fahrzeuge beobachtet hättest und alle Fahrzeug immer härter geworden wären.

Diese Aussage verwundert mich, da der Superb in seiner Klasse so ziemlich das weicheste Fahrwerk überhaupt hat, was in Fahrzeugtests immer wieder zur Sprache kommt und teilweise auch heftig kritisiert wird,

Ich vermute, dass Du Dich da etwas täuschen lässt. Warum? Ich habe mittlerweile den dritten Superb mit DCC hintereinander (immer das gleiche Modell mit 4x4, 19" und DCC) und ich habe genau das beobachtet was Du schreibst. Jeder Superb ist härter geworden un d das hat in meinen Augen folgende Ursachen:

(1) Stoßdämpfer altern und werden weicher. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass sie vom TÜV als mangelhaft bewertet würden. Das ist ein Fakt und bedeutet, dass ich beim Umstieg auf ein neueres Fahrzeug quasi zwangsweise eine härtere Federung "spüre". Der Effekt wäre jedoch der gleiche, wenn ich mir neue Dämpfer zulege

(2) Für den Superb gibt es 10 verschiedene Härtegrade bei den verbauten Federn. Der Härtegrad ist dabei Abhängig von Ausstattung und Motorisierung/Antrieb. Da Du einen 4x4 mit 190PS und AHK hast, liegt der Verdacht nahe, dass bei Dir der höchste Härtegrad verbaut ist. Du kannst das anhand der Teilenummer herausfinden und ggf. weichere Federn verbauen. Nachteil dabei ist jedoch, dass der Superb mit weicheren Federn zu deutlich tieferen Eintauchen neigt, was insbesondere im Anhängerbetrieb bei Ausreizung der Stützlast nicht so schön ist. Diesbezüglich muss man seine eigene Mitte finden. Ich persönlich bin froh den höchsten Härtegrad zu haben, da das Fahrverhalten nahe der Massegrenzen (Gesamtmasse (Gespann), Zuladung, Stützlast) so einfach besser ist.

Bodenfreiheit:
Du kritisierst, dass die Lippe des Superbs zum Aufsetzen neigt. In der Tat. Das ist ein Problem!

Fairerweise muss man aber auch sehen. dass eine tiefere Lippe ist bei neueren Fahrzeugen gegenüber deinem V70 generell so eine Sache, denn eine tiefergezogene Front verringert den Luftwiderstand.

Dazu ist DCC (nicht nur beim Superb) 10mm tiefer als das Standard-Fahrwerk.

Auch dieser Punkt ist also etwas, was man nicht dem Superb in die Schuhe schieben kann, denn natürlich setzt man eher auf, wenn man ein tieferes Fahrwerk hat.

Tipp:
(1) Bei stärkeren Bodenwellen und an Absätzen/Kanten, wo der Superb dazu neigt tiefer einzutauchen und mit der Lippe aufzusetzen, sollte man das Fahrwerk auf "SPORT" stellen. Dadurch verringert sich der Federweg bzw. dieses Eintauchen der Vorderachse erheblich!
(2) Wer regelmäßig Ausflüge auf Feldwege und unbefestigte Straßen macht sollte unbedingt über eine Höherlegung (Schlechtwegefahrwerk) nachdenken. Für den Superb gibt es das auch i.V.m. DCC in der Modellreihe SCOUT

Verbrauch:
Du bemängelst, dass der Verbrauch höher ist als erwartet und etwas gleich hoch ist, wie beim bisherigen V70... Ich denke bei diesem Punkt muss man folgendes berücksichtigen:
(1) Ich vermute, dass dein V70 kein Allrad hatte. Das ist ein Verbrauchsvorteil des V70 gegenüber dem Superb
(2) Dein V70 war ein Handschalter. Das ist ebenso ein Verbrauchsvorteil gegenüber dem Superb mit dem nassen DSG
(3) Dein V70 hatte weniger Leistung (130 oder 163PS?). Kraft kommt von Kraftstoff... auch das ist ein Verbrauchsvorteil des V70
(4) Wie oben festgestellt vermute ich, dass Du mit der Charakteristik des Motors und des Getriebes noch nicht warm geworden bist. Hier liegt Optimierungspotenzial
(5) Dein V70 hatte vermutlich eine höhere Gesamtlaufleistung als der Superb. Sicher ein kleiner Vorteil für den V70 aber dennoch ein Vorteil
(6) Der Superb dürfte einige Kilos mehr auf den Rippen haben als dein V70 2.4D. Ich vermute, dass der Superb gute 100-150kg schwerer sein dürfte.

Eine Frage: Du schreibst, dass du um die 5.5-6l verbrauchst. In einem anderen Satz schreibst Du, der Verbrauch des Superbs läge rund 2l über der Werksangabe. Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht! Die Werksangabe des 2018er Superb mit großem TDI und 4x4 liegt bei 5.3ll/100km.

Wenn Du im Alltag rund 6l verbrauchst, liegt dieser Verbrauch allerdings gerade mal 0.7l/100km über der kombinierten Werksangabe.

Das ist doch sehr gut(?)!

Fazit:
Ich denke, dass Deine Erwartungshaltung hier einfach etwas hoch war und dieser "Kritikpunkt" gänzlich unabhängig vom Superb auf jedes andere schwere Fahrzeug mit Allrad und starkem Diesel zutreffen würde. Im Gegenteil. Einen Alltagsverbrauch von rund 6l ist für ein Fahrzeug mit ~1.800kg Leergewicht, annähernd 200PS, 400nm Drehmoment und Allrad, welches in unter 8 Sekunden auf 100 rennt und fast 230kmH in der Spitze schafft doch ein toller Wert!

Lane-Assist:
Sehr sehr viele Kritiker des Lane-Assist haben nicht sehr viele Erfahrungen mit eben diesem Assistenz-System. Das ist a) in fehlendem Verständnis der Funktionsweise und b) in zu hohen Erwartungen begründet. (Das meine ich nicht despektierlich Dir gegenüber sondern das ist einfach eine Erfahrung die ich hier im Forum immer und immer wieder mache.

Damit meine ich NICHT, dass das System keine Schwächen hätte und aber man muss sich einfach klar sein, dass es sich um ein Assistenz-System handelt, welches den Fahrer in keiner Situation von seinen Aufgaben entbindet. Außerdem ist es ein Irrglaube, dass es bei anderen Herstellern "besser funktionieren" würde. Im Gegenteil. Andere Hersteller haben oft nur "Spurverlassenwarner" und keine aktiven "Spurhalte-Assistenten".

Gib Dir und dem System mal etwas Zeit. Du wirst die Stärken und Schwächen des Systems kennen lernen und das Wissen um diese, wird in Dein Fahrverhalten einfließen. Irgendwann wirst Du dieses Assistenz-System (im Hintergrund aggierend) kaum noch bemerken und eher von dessen Stärken profitieren als dessen Schwächen zu bemerken

Was die Fehlalarme angeht:
Das System prüft über eine Sensorik, welche ein Lenkmoment erkennt (seit MJ2022 gibt es zusätzlich eine kapazitive hands-on Erkennung im Lenkrad selbst), ob der Fahrer aktiv fährt und lenkt. Eine Art Totmannschalter sozusagen.

Wenn dem System unklar ist, ob der Fahrer noch bei der Sache ist, übt es einen leichten Druck auf die Lenkung aus (man spührt das ab und an) um zu erkennen, ob vom Fahrzeugführer ein Gegendruck aufgebaut wird. Insbesondere wenn man nur mit einer Hand am Lenkrad sitzt, wirft diese Erkennung dann ein "false positive" und schlägt Alarm.

Selbiges passiert bspw. auf längeren Geraden, wenn keinerlei Lenkmoment über eine Zeitspanne (ich glaube 10 Sekunden) registriert wird.

Wie kann das verhindert werden?
(1) Mit beiden Händen am Steuer fahren
(2) Sich angewöhnen, einen leichten Gegendruck gegen den Lane-Assist aufzubauen
(3) Sich an das System und die Lenkeingriffe des Lane-Assist gewöhnen
(4) Bei Warnmeldung im FIS (in erster Stufe ohne Warnton) einen ganz leichten Druck (kann auch eine leichte hin und her Bewegung sein) auf die Lenkung auszuüben
(5) Im Härtefall dyn. Spurführung (wenn vorhanden) deaktivieren

Tipp:
(1) Aktiviere (wenn vorhanden) die dynamische Spurführung. Die verbessert die Spurführung des Lane-Assist erheblich und verhindert ein Ping Pong zwischen Fahrbahnbegrenzungen. Hat aber den Nachteil, dass die Falscherkennung erhöht werden kann (hängt vom Fahrer ab)

Batteriekapazität:
Interessanter Punkt! Hier solltest Du wissen. Die Abgasnorm EURO6 bringt ein Batterie-Mangement mit. Dieses bewirkt, dass die Batterie nur unter 60% geladen wird und ab ca. 80% gar nicht geladen wird. Das verringert den Kraftstoffverbrauch, da das einkoppeln der Lichtmaschine selbstverständlich Leistung kostet und damit Kraftstoff verbraucht.

Die Batterie wird als praktisch nie voll geladen und ist nicht selten kaum über 60% geladen, wenn das Fahrzeug abgestellt wird.

Gleichzeitig sind bei einer AGM Batterie aber nur ca. 45% der Gesamtkapazität voll nutzbar.

Nimmt man also an, dass man ein Fahrzeug mit 100Ah AGM Batterie bei rund 65% Ladezustand abstellt, sind lediglich 15-20Ah effektiv nutzbar. Das sind gerade mal 240Wh. Das ist nichts!

Fazit:
Bei einem Euro 6 Fahrzeug sind im Stand in der Regel lediglich rund 15-35% der Gesamtkapzität der Batterie effektiv nutzbar.

Tipp:
(1) Man kann den Shunt an der Batterie abziehen. Das erhöht aber den Verbrauch, schadet der Lichtmaschine und es wird ein Fehler im Steuergerät hinterlegt
(2) Je nachdem was man betreiben möchte ggf. PowerBank zulegen
(3) Bei Sonderumbauten und Nutzfahrzeugen gibt es sogenannte "Lade-Taster" (erhöhung Leerlaufdrehzahl + max. Laden der Batterie)

Anschließend würde ich mich bei den folgenden Punkten etwas kürzer fassen:

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:


- DSG, großes / vielfaches Problem

Ja, DSG ist kein Allheilsbringer und die Abstimmung im Superb mit 140kW TDI ist ind er Tat so eine Sache aber teilweise ist die Kritik etwas unberechtigt. Gib Dir mal etwas Zeit Dich ans DSG zu gewöhnen. Ansonsten solltest Du kein anderes Fahrzeug mit DSG fahren. Wenn Automatik bliebe Dir dann nur ein Wandler aber auch dort ist nicht alles Gold was glänzt

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:


- sehr geringe Bodenfreiheit, schon mehrfach die Front aufgesetzt

Wie oben beschrieben beim Superb aufgrund verschiedener, nur teilweise Fahrzeugspezifischer Faktoren ein Problem. Hier hilft nur passende Einstellung des DCC und/oder eine Fahrzeughöherlegung.

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:


- Motor bei niedriger Drehzahl durchzugsschwach, immer hohe Drehzahlen erforderlich

Wie oben beschrieben einfach eine Sache der Charakteristik des Turboladers. Ein Automatikgetriebe (nicht nur DSG) verstärkt den Effekt leider. Wenn Du Dich damit gar nicht anfreunden kannst, solltest Du tendenziell nach Fahrzeugen mit weniger Leistung und kleinerem Turbo schauen.

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:


- praktisch kein Motorbremseffekt

It`s not a bug, it`s a feature! Soll heißen: Ist genau so gewollt und würde Dir bei jedem neueren Fahrzeug insbesondere mit kleinerem Hubraum aufstoßen. Manuelle Eingriffe in die Gangwahl schaffen abhilfe... reine Gewöhnungssache.

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:


- schmaler Laderaum (35cm weniger als beim Vorgänger, 12cm weniger zwischen den Radkästen), Fahrrad nicht mehr ordentlich verladbar

Der Kofferraum des Superb ist halt verkleidet... deswegen vor, hinter und über den Radkästen deutlich schmaler. Andererseits kannst Du kleinere Gegenstände viel besser dauerhaft und praktisch verstauen. Das ist aber schon etwas, was Dir beim Kauf hätte auffallen können.

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:


- ACC kann nicht auf Modus normaler Tempomat umgestellt werden

It`s not a bug, it`s a feature. Ist eine Sicherheitseinstellung, weil wer ausversehen auf GRA umschaltet versehentlich auf ein anderes Fahrzeug auffahren könnte.

Tipp:
Du kannst auf LIMITER umschalten und diesen als GRA verwenden. Erfordert aber einiges an Gewöhnung. Praktikabler ist es aktiv in die Regelung von ACC einzugreifen. Man lernt das mit der Zeit...

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:


- zu flache Heckklappe (gibt wohl nichts anderes mehr)

Naja gut... thats a point... der Superb ist halt kein Lastenesel

Ich hoffe ich konnte mit diesem jetzt doch sehr ausführlichen Post vielleicht die eine oder andere Unklarheit ausräumen. Außerdem hoffe ich dir damit erklären zu können, dass ein Wechsel auf ein anderes Fahrzeug einige Deiner Kritikpunkte nicht lösen wird, da es sich dabei nicht um Dinge handelt, die den Superb betreffen sondern um Dinge die systembedingt sind und so auch (gleich oder ganz ähnlich) bei Fahrzeugen anderer Hersteller auftreten.

Mein Tipp:
Gewöhn Dich erstmal an das Fahrzeug. Abstoßen kannst den Scherbel immernoch 😉

Zitat:

Tipp:

(1) Autohold sollte zum feinen rangieren unbedingt abgeschaltet sein!

Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht, guter Hinweis!

Und man kann (z.B. mit Carscanner oder ODB11 etc.) den Auto Hold so einstellen, dass er deutlich früher die Bremsen frei gibt. Der Ruck beim Anfahren ist in der Praxis (ohne Anhänger, da hab ich keine Erfahrung) dann überhaupt nicht mehr spürbar ist. Macht das rangieren insgesamt viel angenehmer.

Schaltet das DSG im Normalbetrieb etwas ruppig, ist vielleicht auch einfach nur das Getriebeöl fällig. Dann könnte man auch mal schauen, ob das DSG vielleicht neu angelernt werden sollte. Auch das geht mit den o.g. Tools ober einen OBDII Adapter.
Wenn der Wagen hingegen überwiegend sauber und weich schaltet, macht das verm. keinen Sinn.

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 2. August 2023 um 13:03:49 Uhr:


Hallo, habe die letzten drei Beiträge aufmerksam gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass einige Kritikpunkte sicher berechtigt sein mögen, andere jedoch definitiv unberechtigt, bzw. reine Gewöhnungssache sind. Andere sind widerum schlicht dem Umstieg auf neue Technik geschuldet und keine Schwäche des Superb.

Zunächst mal herzlichen Dank für die ausführlichen, fundierten Ausführungen.

Zitat:

Du kritisierst, dass der Motor im unteren Drehzahlbereich schwachbrüstig ist. Das ist in der Tat so eine Sache beim 190er TDI, denn durch den größeren Turbolader ist der Kraftaufbau im unteren Drehzahlbereich verzögert. Im Gegenzug dazu bietet die Maschine oben heraus eine deutlich agilere Leistungsentfaltung. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.

Wenn Du sagst, dass Du praktisch nur zwischen 1.100upm und 1.400upm unterwegs bist wird klar, dass dich diese Charakteristik des 190er TDI stört.

Ja, das stimmt so. Das Daherrollen bei 50km/h in der Stadt mit 900rpm habe ich noch nicht mal erwähnt. Dort hin lässt einen das DSG gar nicht erst. Auch beim probegefahrenen Passat mit 150er TDI war mir die Schwäche bei niedrigen Drehzahlen aufgefallen. Ich hatte das als typische VW-Krankheit abgebucht, dass deren Diesel eben drehzahlhungrig sind und habe es hingenommen. Da war ich mir aber nicht über die Folgen der immer wesentlich höheren Drehzahl im Klaren.

Die überlegene Drehmomentcharacteristik des Volvo-Motors führte ich anfangs darauf zurück, dass im V70 einen VTG-Lader verbaut war. Aber offentlichtlich ist das beim VW-Motor auch der Fall. Dann liegt es wohl mehr am Hubraum und vielleicht der Zylinderzahl.

Zitat:

Desweiteren kritisierst Du die schlechtere Motorbremswirkung.

An dem Punkt muss man sagen - das liegt schlicht an der kleineren Maschine und ist ganz bewusst so gewollt, weil ein geringeres Schleppmoment natürlich längere Rollphasen bei aktiver Schubabschaltung und damit eine Reduktion des Verbrauchs ermöglicht.

Anscheinend wirkt sich das höhere Motorbremsmoment nicht notwendigerweise negativ auf den Verbrauch aus. Wollte ich das hohe Bremsmoment nicht, konnte ich einfach so weit hochschalten, dass die Maschine unter 1000rpm lief. In Schubabschaltung gehen beide gleichermaßen.

Beim Superb wurde ein sogenannter Motor-Schleppmoment-Regulator (MSR) beworben. Selten stellt sich auch ein signifikanter Motorbremseffekt ein, deutlich stärker als man durch zurückschalten erreichen kann. Aber wann das kommt und wie man es auslösen kann erschließt sich mir absolut nicht.

Man muss jedenfalls sehr viel mehr mit der Bremse fahren, als was ich über Jahrzehnte gewohnt war. Vielleicht hilft das ja, dass ich nicht mehr so oft verrostete Bremsscheiben tauschen muss.

Zitat:

Übrigens reduziert das auch den Kraftstoffverbrauch, weil der Motor weniger Last für die gleiche Kraftentfaltung benötigt.

Das möchte ich bestreiten, denn Wirkungsgrad-Muscheldiagramme von Hubkolbenverbrennungsmaschinen zeigen deutlich, dass hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl zu bevorzugen ist.

Zitat:

Als erstes muss ich hier was wichtiges sagen:

Es gibt praktisch keinen besseren Weg dein KFZ zu malträtieren als mit Gas und Bremse gleichzeitig zu arbeiten. Das gilt sowhl für das DSG als auch die Haldex-Kupplung vom Allradstrang!

Genau deswegen schrieb ich, dass das nicht lange gut gehen kann. Es geht aber schlicht nicht anders.

Zitat:

Du kannst beim DSG sehr gut mit fein justiertem Gas rangieren. Auch mit schwerer Last am Haken. Ich weiß das zu 100%, da ich ab und an mit einer Gespannmasse von über 4.000kg (~2.200kg Superb + 2.000kg Caravan) auch am Gefälle rangieren musste, was überhaupt kein Problem ist. Mit kleinen leichten Anhängern unter 1.000kg und unbeladenem Superb klappt das auch im Standgas.

Es geht schlichtweg nicht. Selbst unbeladen und ohne Anhänger rollt der Superb in meiner Einfahrt in Fahrstufe R nach vorne weg, wenn ich nicht Gas gebe. Mit beladenem Fahrzeug und Hänger wird es nicht besser. Ich muss also Gas geben, aber dann wird es gleich so schnell, dass ich den Zug nicht komtrollieren kann. Die Einfahrt hat nicht nur Steigung, sondern ist auch noch sehr eng. An der engsten Stelle habe ich beidseitig weniger als 10cm Platz zwischen Reifen und Randsteinen. An die Hauswand muss ich auf der gesamten Länge so nah ran, dass das PDC im Dauerton piept und alle roten Balken direkt am Fahrzeugsymbol anliegen. Das ist ohne Anhänger schon eine Herausforderung und ich muss ganz langsam fahren. Es geht noch mit vielen schnellen Wechseln Gas-Bremse-Gas-Bremse, mit Anhänger aber nicht mehr. Beim V70 ging das Ganze im Standgas bei 700rpm nur über die Kupplung (natürlich Handschalter) ohne Gas oder Bremse.

Zitat:

(1) Autohold sollte zum feinen rangieren unbedingt abgeschaltet sein!

(2) Im Standgas warten, bis ein Kraftschluss hergestellt wird. Erst dann mit Gas arbeiten. Dabei lernen, wieviel Gas man braucht

Die Kombination funktioniert gar nicht. Wie oben geschrieben rollt das Fahrzeug dann gegen die eingelegte Fahrtrichtung weg.

Zitat:

Du Kritisierst, die hohe Anhängelast sei nicht nutzbar:

Nach den eben beschriebenen Problemen mit einem vergleichsweise leichten Anhänger würde ich mich nicht trauen die zugelassenen 2,2t anzuhängen. Dass ich bei meiner Steigung ohnehin nicht die volle Anhängelast nutzen kann ist klar. Aber mit dem DSG und seinem seltsamen Verhalten in den kleinen Gängen (Dauerschleifbetrieb statt volles Einkuppeln) dürfte es noch um einiges kritischer sein.

Zitat:

Obgleich eine solche Situation (Slippbahn) eine wirklich extreme Situation fürs Fahrzeug ist (ich kenne diese Situation selbst), würde ich dennoch ein Fragezeichen an die Erzählung machen. Warum:

War der alte Passat ein 4x4?

Nein, Fronttriebler, wohl B5, sicher ein Handschalter.

Zitat:

Wenn der alte Passat das Boot "problemlos" und ohne die Kupplung quasi zu töten das Boot aus dem Wasser gezogen haben sollte, dann würde ich mal die Gegenfrage stellen:

1) War die Kupplung durch viele Anzugversuche überhitzt? (Vermutlich, das dürfte die Fehlermeldung gewesen sein!)

Vermutlich war die DSG-Kupplung in der Tat überhitzt. Bei der hohen Eingangsdrehzahl (siehe Motor) und dem ständigen Schleifbetrieb konnte die Wärme wohl nicht abgeführt werden. Fährt man dagegen einen Handschalter sehr zügig an, wird zwar viel Leistung in der Kupplung in Wärme umgewandelt, das aber nur für kurze Zeit, so dass dort nur wenig Energie verbrannt wird, was die thermischen Massen durchaus aufnehmen können.

Zitat:

2) War die Traktionskontrolle abgeschaltet? (Vermutlich nicht!)

Vermutlich nicht.

Zitat:

Dieses "Problem" (überlastetes Getriebe) ist kein Problem des Superbs, sondern ein systemisches Problem eines Doppelkupplungsgetriebes. Wer regelmäßig derartige Materialschlacht betreibt (schwerer Bootstrailer an der Slippbahn ist wirklich eine Härteprüfung), sollte ein Fahrzeug mit Wandlerautomatik bevorzugen.

Oder noch besser Handschalter. Ich wollte auch kein DSG, habe es inkauf genommen, weil kein Handschalter zu bekommen war. Dachte mir, es wird schon gehen. War ein Irrtum, zumindest für manche meiner Anwendungsfälle.

Auch wenn ich meine Einfahrt wieder verlasse, stellt die Automatik ein Ärgernis dar. Es heißt Wenden in 5 Zügen zwischen Abhang und Fels an relativ steilem Gefälle. Beim Handschalter gingen sogar die Richtungswechsel einfach mit Kupplung und so lenken, dass die Schwerkraft den Richtungswechsel lieferte. Mit der Automatik auf N komme ich zwar tw. an das Verhalten ran, aber es sind mehr Fahrstufenwechsel erforderlich und die sind aufwändig mit jedesmal Bremse treten. Außerdem rollt das Fahrzeug auch ohne aktiviertes Hill Hold und in N erst nach einer Wartezeit los.

Zitat:

Ich will damit nur sagen, dass Du dich an als Handschalterfahrer an die Charakteristik eines Doppelkupplungsgetriebes gewöhnen musst.

Das dachte ich mir auch. Anfangs stellte sich auch eine gewisse Gewöhnung ein. Zuerst habe ich noch wütend den Schaltknüppel in M nach vorne geprügelt, damit er endlich hoch schalten sollte, ich nicht superpeinlich mit 2000rpm durch 30km/h-Zonen brüllen wollte. Irgendwann habe ich es ignoriert, fing an mich mit dem Getriebe anzufreunden. Aber nach über 10 Wochen geht es eher schon wieder bergab mit unserem Verhältnis nachdem die beschriebenen Fälle mit Anhänger und Beladung hinzu kamen.

Zitat:

Du kritisierst, dass der Superb (selbst in Komfort) zu hart sein soll und untermauerst die Aussage, dass Du das bei jedem Deiner Fahrzeuge beobachtet hättest und alle Fahrzeug immer härter geworden wären.

Diese Aussage verwundert mich, da der Superb in seiner Klasse so ziemlich das weicheste Fahrwerk überhaupt hat, was in Fahrzeugtests immer wieder zur Sprache kommt und teilweise auch heftig kritisiert wird,

Wie in einem anderen Beitrag geschrieben stört mich die Härte ggü. kurzen Stößen. Was lange Bodenwellen angeht, ist der Superb im Comfort-Mode schon sehr weich.

Zitat:

Ich vermute, dass Du Dich da etwas täuschen lässt. Warum? Ich habe mittlerweile den dritten Superb mit DCC hintereinander (immer das gleiche Modell mit 4x4, 19" und DCC) und ich habe genau das beobachtet was Du schreibst. Jeder Superb ist härter geworden un d das hat in meinen Augen folgende Ursachen:

(1) Stoßdämpfer altern und werden weicher. Das bedeutet im Umkehrschluss jedoch nicht, dass sie vom TÜV als mangelhaft bewertet würden. Das ist ein Fakt und bedeutet, dass ich beim Umstieg auf ein neueres Fahrzeug quasi zwangsweise eine härtere Federung "spüre". Der Effekt wäre jedoch der gleiche, wenn ich mir neue Dämpfer zulege

Es ist durchaus naheliegend, eine solche subjektive Täuschung zu vermuten. Meine Kritik war in dem Punkt jedoch nicht Superb-spezifisch, sondern ganz allgemein. Dienstlich fahre ich häufig die Fahrzeuge unseres Fahrzeugpools, immer wieder andere, Kleinwagen bis obere Mittelklasse, verschiedene Hersteller, da wird keiner älter als 1 Jahr. Auch dabei spüre ich immer härtere Fahrwerke. Vielleicht werde ich auch nur empfindlicher, weil ich älter werde. Aber solche Komfortfahrwerke wie seinerzeit beim Citroen CX gibts wirklich nicht mehr. Sportliches Kurverfahren war damit natürlich nicht möglich.

Zitat:

Du kritisierst, dass die Lippe des Superbs zum Aufsetzen neigt. In der Tat. Das ist ein Problem!

Was aufsetzt ist die vordere Kante. Die ist schon ziemlich verschrammt. Immerhin sieht man das nur, wenn man sich bückt. Es ist kein Problem des Eintauchens, sondern des Böschungswinkels (woanders schrieb ich Rampenwinkel, korrekt ist Böschungswinkel).

Zitat:

Außerdem müsst Du wissen, dass das Fahrwerk mit DCC 10mm tiefer ist als das Standardfahrwerk.

Das weiß ich jetzt, wusste ich beim Kauf aber noch nicht. Ich hätte auch eher das Schlechtwegefahrwerk gewählt als DCC. Aber bei Gebrauchtwagen bestimmt nunmal der Erstkäufer die Ausstattung.

Zitat:

(1) Bei stärkeren Bodenwellen und an Absätzen/Kanten, wo der Superb dazu neigt tiefer einzutauchen mit mit der Lippe aufzusetzen, sollte man das Fahrwerk auf "SPORT" stellen. Dadurch verringert sich der Federweg bzw. dieses Eintauchen der Vorderachse erheblich!

Hilft nicht, da es kein Problem des Eintauchens ist, sondern des Böschungswinkels.

Zitat:

(2) Wer regelmäßig Ausflüge auf Feldwege und unbefestigte Straßen macht sollte unbedingt über eine Höherlegung (Schlechtwegefahrwerk) nachdenken. Für den Superb gibt es das auch i.V.m. DCC in der Modellreihe SCOUT

Um die Front aufzusetzen muss ich nicht auf Feldwege oder unbefestigte Straßen. Stellen wo der Böschungswinkel nicht ausreicht gibt es hier im Dorf auf normalen Straßen und vor allem bei der Rheinfähre.

Ich suche faktisch gerade nach einer Höherlegung, siehe mein Posting dazu.

Zitat:

Du bemängelst, dass der Verbrauch höher ist als erwartet und etwas gleich hoch ist, wie beim bisherigen V70... Ich denke bei diesem Punkt muss man folgendes berücksichtigen:

(1) Ich vermute, dass dein V70 kein Allrad hatte. Das ist ein Verbrauchsvorteil des V70 gegenüber dem Superb

(2) Dein V70 war ein Handschalter. Das ist ebenso ein Verbrauchsvorteil gegenüber dem Superb mit dem nassen DSG

Stimmt beides.

Zitat:

(3) Dein V70 hatte weniger Leistung (130 oder 163PS?). Kraft kommt von Kraftstoff... auch das ist ein Verbrauchsvorteil des V70

163PS, nicht so viel weniger. Aber er hatte noch kein SCR, was vermutlich auch etwas geringeren Verbrauch bedeutet.

Zitat:

(5) Dein V70 hatte vermutlich eine höhere Gesamtlaufleistung als der Superb. Sicher ein kleiner Vorteil für den V70 aber dennoch ein Vorteil

Zum Kaufzeitpunkt waren beide gleich alt mit gleicher Laufleistung. Mittlerweile liegt der V70 über 250000km, der Superb aber auch schon über 100000km.

Zitat:

(6) Der Superb dürfte einige Kilos mehr auf den Rippen haben als dein V70 2.4D. Ich vermute, dass der Superb gute 100-150kg schwerer sein dürfte.

Die Leergewichte sind praktisch identisch.

Sicher führen Allrad und DSG zu erhöhtem Verbrauch. Aber manche Aspekte sollten das zumindest teilweise kompensieren:

(1) die zweifellos bessere Aerodynamik des Superb

(2) Downsizing / kleinerer Motor, 2,0 statt 2,4l, 4 statt 5 Zylinder

(3) min. 10 Jahre Weiterentwicklung

Zitat:

Eine Frage: Du schreibst, dass du um die 5.5-6l verbrauchst. In einem anderen Satz schreibst Du, der Verbrauch des Superbs läge rund 2l über der Werksangabe. Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht! Die Werksangabe des 2018er Superb mit großem TDI und 4x4 liegt bei 5.3ll/100km.

Nach meinen Unterlagen sollten es beim Superb 4,9l/100km, beim V70 6,8l/100km sein. Dem entsprechend hatte ich 2l/100km Differenz zwischen den beiden Werksangaben geschrieben. Bei dem Unterschied in den Werksangaben hatte ich doch erwartet, dass der Superb zumindest etwas weniger verbrauchen würde, als der viel ältere V70. Dass sich das nicht bewahrheitet, finde ich enttäuschend. Wenigstens führt die niedrige Werksangabe zu niedriger KFZ-Steuer.

Zitat:

Wenn Du im Alltag rund 6l verbrauchst, liegt dieser Verbrauch allerdings gerade mal 0.7l/100km über der kombinierten Werksangabe.

Ob 0,7l/100km oder 1l/100km drüber, jedenfalls ca. 20% über Werksangabe, wogegen ich über Jahrzehnte bei allen Fahrzeugen gewohnt war immer drunter zu liegen. Der Absolutwert des Verbrauchs ist ja ok, aber relativ zum Vorherigen hatte ich definitiv weniger Verbrauch erwartet.

Zitat:

Ich denke, dass Deine Erwartungshaltung hier einfach etwas hoch war und dieser "Kritikpunkt" gänzlich unabhängig vom Superb auf jedes andere schwere Fahrzeug mit Allrad und starkem Diesel zutreffen würde. Im Gegenteil. Einen Alltagsverbrauch von rund 6l ist für ein Fahrzeug mit ~1.800kg Leergewicht, annähernd 200PS, 400nm Drehmoment und Allrad, welches in unter 8 Sekunden auf 100 rennt und fast 230kmH in der Spitze schafft doch ein toller Wert!

Wie geschrieben, absolut gesehen ok, aber im Vergleich zum V70 nicht so toll. Der Avensis war sogar noch ein wenig sparsamer mit unter 6l/100km Benzin, allerdings auch leichter und schwächer.

Ich habe bisher weder die Beschleunigung aus dem Stillstand, noch die Höchstgeschwindigkeit ausprobiert. Beides ist im Alltag irrelevant. Bedeutend ist mir eher sowas wie 30km/h auf 100km/h. Da steht der V70 dem Superb trotz geringerer Leistung und geringerem Drehmoment nicht nach. Die Turbogedenkminute fällt kürzer aus. Aufgrund des hohen Drehmoments bei niedrigen Drehzahlen muss gar nicht oder nur einen Gang zurück geschaltet werden, die Gedenkminute für 2 Gänge zurück schalten beim DSG ist dem entsprechend deutlich länger. Obenrum geht dem V70 dann tatsächlich eher die Puste aus, als dem Superb, aber beim Antritt gewinnt er deutlich, so dass sie am Ende ziemlich genau gleichauf liegen.

Zitat:

Gib Dir und dem System mal etwas Zeit. Du wirst die Stärken und Schwächen des Systems kennen lernen und das Wissen um diese, wird in Dein Fahrverhalten einfließen. Irgendwann wirst Du dieses Assistenz-System (im Hintergrund aggierend) kaum noch bemerken und eher von dessen Stärken profitieren als dessen Schwächen zu bemerken

Hier im Lokalverkehr ist es ohnehin zu 70% inaktiv, weil es die Spur gar nicht erst erkennt (Anzeige gelb).

Zitat:

Wenn dem System unklar ist, ob der Fahrer noch bei der Sache ist, übt es einen leichten Druck auf die Lenkung aus (man spührt das ab und an) um zu erkennen, ob vom Fahrzeugführer ein Gegendruck aufgebaut wird. Insbesondere wenn man nur mit einer Hand am Lenkrad sitzt, wirft diese Erkennung dann ein "false positive" und schlägt Alarm.

Selbiges passiert bspw. auf längeren Geraden, wenn keinerlei Lenkmoment über eine Zeitspanne (ich glaube 10 Sekunden) registriert wird.

Einen solchen Druck habe ich noch nie bemerkt bevor eine Lenkung-übernehmen-Warnung kam. Dabei habe ich fast ständig beide Hände am Lenkrad.

Zitat:

Wie kann das verhindert werden?

(1) Mit beiden Händen am Steuer fahren

Mache ich eigentlich immer, s.o..

Zitat:

(2) Sich angewöhnen, einen leichten Gegendruck gegen den Lane-Assist aufzubauen

Auf wenig kurvigen Landstraßen und Autobahnen entsteht kein Druck vom Lane-Assist, also kann man auch keinen Gegendruck aufbauen.

Zitat:

(4) Bei Warnmeldung im FIS (in erster Stufe ohne Warnton) einen ganz leichten Druck (kann auch eine leichte hin und her Bewegung sein) auf die Lenkung auszuüben

Man muss schon ordentlich am Lenkrad wackeln, dass die Meldung wieder verschwindet, so dass man es durch ganze Fahrzeug spürt.

Zitat:

(1) Aktiviere (wenn vorhanden) die dynamische Spurführung. Die verbessert die Spurführung des Lane-Assist erheblich und verhindert ein Ping Pong zwischen Fahrbahnbegrenzungen. Hat aber den Nachteil, dass die Falscherkennung erhöht werden kann (hängt vom Fahrer ab)

Nicht vorhanden.

Die Probleme mit Lane Assist und ACC sind definitiv nicht Skoda-spezifisch. Ich habe mit mehreren Kollegen gesprochen, die andere Marken fahren, fast alle berichten von den selben Problemen.

Zitat:

Ja, DSG ist kein Allheilsbringer und die Abstimmung im Superb mit 140kW TDI ist ind er Tat so eine Sache aber teilweise ist die Kritik etwas unberechtigt. Gib Dir mal etwas Zeit Dich ans DSG zu gewöhnen. Ansonsten solltest Du kein anderes Fahrzeug mit DSG fahren. Wenn Automatik bliebe Dir dann nur ein Wandler aber auch dort ist nicht alles Gold was glänzt

Das DSG ist wirklich mein größtes Ärgernis. Ich will zurück zum Handschalter, finde ich in jeder Beziehung besser.
Noch nicht erwähnt hatte ich, dass Automaten immer zu ruckbehaftetem Anhalten führen. Man kann nicht ausgekuppelt die Bremse progressiv lockern, kurz vor dem endgültigen Stillstand ganz lösen und die letzten ca. 50cm ausrollen lassen. Ein Automatikgetriebe zieht dann wieder an. Man müsste schon kurz vorher auf N schalten, was ich gelegentlich auch mache. In dem Zusammenhang irritiert mich auch das Start-Stopp-System. Oft schaltet es den Motor vor dem endgültigen Anhalten ab und startet ihn wieder in dem Moment, wo ich wirklich zum Stillstand komme.

Leider findet sind in dieser Fahrzeugklasse so gut wie gar kein Handschaltgetriebe mehr.

Zitat:

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:
- schmaler Laderaum (35cm weniger als beim Vorgänger, 12cm weniger zwischen den Radkästen), Fahrrad nicht mehr ordentlich verladbar


siehe oben

Wo oben? Ich sehe nicht, dass Du etwas dazu geschrieben hättest.

Zitat:

Zitat:

@DerNippes schrieb am 1. August 2023 um 16:42:45 Uhr:
- ACC kann nicht auf Modus normaler Tempomat umgestellt werden


It`s not a bug, it`s a feature. Ist eine Sicherheitseinstellung, weil wer ausversehen auf GRA umschaltet versehentlich auf ein anderes Fahrzeug auffahren könnte.

Das ist allenfalls eine Ausrede, denn seit vielen Jahrzehnten fährt man mit normaler GRA.

Zitat:

Du kannst auf LIMITER umschalten und diesen als GRA verwenden. Erfordert aber einiges an Gewöhnung. Praktikabler ist es aktiv in die Regelung von ACC einzugreifen. Man lernt das mit der Zeit...

Das Problem sind die unqualifizierten, oft heftigen Bremseingriffe des ACC. Wenn das vorausfahrende Fahrzeug nach rechts in die Verzögerungsspur fährt und dort abbremst, haut auch das ACC die Bremse rein. Dabei hatte ich schon fast mal einen Auffahrunfall, weil derjenige hinter mir natürlich nicht damit rechnete, dass ich unbegründet stark abbremsen würde.

Zum normalen Anhalten im Verkehr taugt das ACC auch nicht. Es lässt so lange ungebremst weiterrollen, bis man schon Angst bekommt aufzufahren und bremst dann unangenehm heftig.

Zitat:

Naja gut... thats a point... der Superb ist halt kein Lastenesel

Dafür hatte und habe ich Mittelklassekombis, weil sie normalerweise beides bieten, komfortables Reisen und auch Lastenesel.

Zitat:

Interessanter Punkt! Hier solltest Du wissen. Die Abgasnorm EURO6 bringt ein Batterie-Mangement mit. Dieses bewirkt, dass die Batterie nur unter 60% geladen wird und ab ca. 80% gar nicht geladen wird. Das verringert den Kraftstoffverbrauch, da das einkoppeln der Lichtmaschine selbstverständlich Leistung kostet und damit Kraftstoff verbraucht.

Man geht heute typischerweise einen Schritt weiter und lädt vornehmlich dann, wenn Schubbetrieb vorliegt. Ich vermute, dass das im Superb auch so implementiert ist. Ein-/ausgekoppelt wird dazu übrigens nichts, es wird nur der Erregerstrom zu Null geregelt um den Generator zu deaktivieren. Dadurch fallen Ladeleistung, Kupfer- und Eisenverluste weg, Lager- und Luftreibung samt Eigenkühlung bleiben jedoch.

Zitat:

Die Batterie wird als praktisch nie voll geladen und ist nicht selten kaum über 60% geladen, wenn das Fahrzeug abgestellt wird.

Gleichzeitig sind bei einer AGM Batterie aber nur ca. 45% der Gesamtkapazität voll nutzbar.

Nimmt man also an, dass man ein Fahrzeug mit 100Ah AGM Batterie bei rund 65% Ladezustand abstellt, sind lediglich 15-20Ah effektiv nutzbar. Das sind gerade mal 240Wh. Das ist nichts!

Gerade deswegen wäre eine größere Batterie wünschenswert, insbesondere wenn eine Standheizung zu versorgen ist noch bevor die Maschine gestartet wird. Aber eine größere Batterie ist natürlich schwerer. Zudem bevorzuge ich die Volvo-Lösung mit der Batterie unter dem Kofferraum, wo sie nicht von der Motorhitze beeinflusst wird. Dass es da ein Problem gibt zeigt auch der etwas verzweifelt wirkende Versuch die Batterie im Skoda durch Wärmedämmung zu schützen.

Es war im Volvo unter dem Ladeboden übrigens Platz genug für die 100Ah-Batterie und ein Ersatzrad in Fahrbereifung.

Zitat:

Ich hoffe ich konnte mit diesem jetzt doch sehr ausführlichen Post vielleicht die eine oder andere Unklarheit ausräumen. Außerdem hoffe ich dir damit erklären zu können, dass ein Wechsel auf ein anderes Fahrzeug einige Deiner Kritikpunkte nicht lösen wird, da es sich dabei nicht um Dinge handelt, die den Superb betreffen sondern um Dinge die systembedingt sind und so auch (gleich oder ganz ähnlich) bei Fahrzeugen anderer Hersteller auftreten.

Da hast Du sehr wahrscheinlich Recht. Es bleibt möglicherweise nur noch die Möglichkeit, ältere Fahrzeuge zu
nutzen, z.B. den noch nicht verkaufen V70, den ich aktuell schon wieder mehr fahre als den Superb. Aber wie lange geht das noch gut? Und was dann? Ich bin da sehr unschlüssig.

In jedem Fall vielen Dank für Deine Ausführungen.

Nippes

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 2. August 2023 um 13:03:49 Uhr:


(6) Der Superb dürfte einige Kilos mehr auf den Rippen haben als dein V70 2.4D. Ich vermute, dass der Superb gute 100-150kg schwerer sein dürfte.

Da mich der genaue Unterschied bei Maßen und Massen jetzt doch interessierte, habe ich gerade mal nachgeschaut und nachgemessen.

Der Superb ist im Leergewicht 50kg schwerer als der V70:
Superb 1685kg
V70 1635kg

Bei der Zuladung schlägt der Superb den V70 jedoch deutlich. War einer der Punkte, die mich reizten:
Superb 640kg
V70 525kg

Auch wenn ich dem wie geschrieben nicht traue, liegt die Anhängelast des Superb ein gutes Stück höher, reizte mich auch:
Superb 2200kg
V70 1800kg (2000kg für geringere Steigung eingetragen)
Da es sowohl bei mir zu hause mit 18% steiler ist als die angesetzten 12% und ebenso im Wald beim Brennholz machen, beschränke ich mich immer auf geringere Anhängelast.

Auch den Böschungswinkel habe ich gerade ausgemessen, so gut es ging:
Superb 15°
V70 17°
Der Unterschied erscheint gering, aber scheinbar ist genau dieser kleine Unterschied entscheidend. Nach über 10 Jahren hier im Dorf ist der Volvo jedenfalls bei weitem nicht so verschrammt unter der Front wie der Skoda nach wenigen Wochen. Dabei musste der Volvo auch schon viel Brennholz aus dem Wald holen, der Skoda noch nicht.

Der Superb wirkt auch gar nicht sonderlich niedrig vorne, weshalb ich beim Kauf auch nicht auf das Problem aufmerksam wurde. Ich habe immer an der AHK geschaut, wo es beim V70 manchmal nur 20mm Freiraum gab, hat aber nie aufgesetzt. Ich habe damals extra die nach hinten abnehmbare Thule-AHK montiert, weil sie am wenigsten nach unten durch hängt, weniger als starre oder nach unten abnehmbare. An der Stelle ist beim Superb mit der schwenkbaren Kupplung genug Platz. Theoretisch würde mir also eine Höherlegung der Vorderachse reichen, aber das geht nun gar nicht.

Zu den Gewichten:
Wo hast Du denn die Angaben her? Fahrzeugschein? Schau mal in die CoC/EG-Übereinstimmungserklärung. Da gibt es den Punkt "reale Masse im Fahrbereiten Zustand" (oder so ähnlich). Du wirst überrascht sein, was der Skoda an Gepäck rumm schleppt.

Mein Superb bringt mit Pano-Dach aber ohne Standheizung glatte 1.800kg auf die Waage. Im Schein stehen glaub knapp unter 1.700kg. Die Differenz beider Angaben liegt bei deutlich über 100kg

Das wirkt sich natürlich auf die Zuladung aus. Leider ein generelles Problem am Fahrzeugmarkt.

Zum Gespannbetrieb:
Große Steigungen (insbesondere die Geschichte mit der Slippbahn) belasten das Material natürlich extrem. Das steht vollkommen außer Frage! Wenn ich allerdings höre, dass ein Passat B5 FWD MT mehr Zugkraft aufbauen soll als ein Superb mit 4x4 bekomme ich so meine Zweifel, dass da wirklich das Fahrzeug die Fehlerquelle gewesen sein soll.

Ich könnte mir vorstellen, dass:
a) durch Rückwärts die Slippbahn herunter rangieren die Kupplung bereits stark erhitzt war
b) zu zaghaft versucht wurde anzuziehen (man kann da auch mal Fahrstufe S verwenden)
c) die Traktionskontrolle aktiv war (das spielt auch beim 4x4 eine nicht zu unterschätzende Rolle!)

Wie gesagt - ich konnte mit dem Superb als Zugfahrzeug schon einiges an Erfahrung sammeln und war dabei mehrere tausend KM mit voller Zuladung + 2.000kg am Haken unterwegs (insgesamt vermutlich knapp über 4.200kg)

Ich hatte da keinerlei Probleme. Im Gegenteil - mit Allrad macht das Rangieren mit dem Gespann fast schon Spaß. Selbst Rückwärts, in die Auflaufbremse hinein (ich weiß, macht man nicht!) war selbst bei leichter Steigung kein Problem und absolut souverän.

Natürlich merkt man, dass solche Massen für ein Fahrzeug wie den Superb grenzwertig sind und freilich gibt es bessere und leistungsfähigere Zugfahrzeug. Auch ist unbestritten, dass sich eine Wandlerautomatik bei schweren Gespannen besser eignet als ein DSG. Dennoch sind die Probleme bei weitem nicht so gravierend, wie Du es hier beschreibst.

Kraftentfaltung & Motor
Du attestierst dem V70 eine "überlegene Drehmomentcharakteristik". Mit Einschränkungen könnte ich da sogar zustimmen, weil der Hubraum natürlich gewisse Vorteile bringt. Aber dass der V70 dem Superb bei der Beschleunigung "trotz geringerer Leistung und geringerem Drehmoment nicht nachsteht" , beim Antritt "deutlich gewinnt" und am Ende "gleichauf ist" kann ich jedoch nicht bestätigen:

Volvo V70 (2.Gen) 2.4D
- 163PS @ 4.000upm
- 340nm @ 1.750nm
- 9.5 Sekunden 0-100km/h
- 210km/h VMax

Skoda Superb 3 2.0TDI 4x4
- 190PS @ 3.500 - 4.000upm
- 400nm @ 1.750 - 3.250upm
- 7,7 Sekunden 0-100km/h
- 228 km/h

Nimm es mir nicht übel aber ich glaube in Verbindung mit dem Umstand, dass Du mit dem DSG (noch) nicht so richtig klar kommst behaupte ich mal, dass dich dein Popometer da kräftig an der Nase herum führt.

Zum Rangieren
In nun mehr 8 Jahren und gut 400.000km mit 4-Zylinder TDI in Kombination mit DSG kann ich dir sagen, dass es nicht eine einzige Situation gegeben hat, in der ich gleichzeitig mit Gas und Bremse hätte agieren müssen. Auch nicht in einer von Dir beschrieben Situation. Ich kann Dir nur raten nicht mit Gas und Bremse gegeneinander zu arbeiten - damit killst Du Dein DSG.

In Kombination mit dem ersten Punkt vermute ich wirklich, dass hier eine Fehlbedienung Deinerseits vorliegt.

Auch das ist nicht böse oder gar gegen Dich persönlich gemeint sondern als Vermutung/ bzw. wertfreie Feststellung zu verstehen.

Aufsetzen mit der Frontlippe
Glaub mir, dieses aufsetzen der Lippe wird durch die weichere Fahrwerkseinstellung in Comfort durch das Aufschaukeln der kompletten Karosserie begünstigt. Habe mit drei Superbs in 6 Jahren rund 300.000km abgespuhlt. Wenn man in entsprechenden Fahrsituationen das Fahrwerk härter einstellt, wird das Aufsetzen der Lippe auf befestigten Straßen quasi auf 0 reduziert, weil das Eintauchen des Fahrwerks reduziert wird.

Nichts desto trotz stimme ich Dir zu, dass der Superb da wirklich "empfindlich" ist. Man kann dem aber effektiv entgegen wirken.

Eine Höherlegung ziehst Du ja bereits in Betracht. Dann dürfte das für Dich kein Thema mehr sein und dann ist auch der Böschungswinkel höher.

Verbrauch & technischer Fortschritt
Ich glaube Du unterschätzt die Faktoren, die den Verbrauch des Superbs negativ beeinflussen. Alleine der Allrad macht schnell über 10% aus. Dazu kommt das DSG. Zusammen sind das schnell 15-20% je nach Fahrsituation gegenüber einem aktuellen, handgerissenen Fronttriebler.

Schau mal, was dein alter Volvo mit AWD und Automatikgetriebe geschluckt hätte. Dessen kombinierte Werksangabe liegt bei 9.6l/100km und damit satte 2.8l über der Werksangabe für den FWD. Selbst wenn Du das in der Praxis vielleicht um rund 1l unterboten hättest wird ganz schnell klar, wie groß der technische Fortschritt tatsächlich ist, denn ganz offensichtlich verbrauchst Du da mit deinem neueren und moderneren Allradkombi einfach mal satte 2-2,5l weniger. Gleichzeitig rennt der neuere Allradler 28km/h schneller, geht in 3.5 Sekunden schneller auf 100 und bringt viel mehr technische Spielerreien mit.

Wenn das kein Fortschritt ist, dann weiß ich auch nicht...

Lane-Assist
Man muss definitiv nicht "ordentlich am Lenkrad wackeln" um die Meldung zu quittieren. Das denkst Du nur, weil die Meldung etwas zeitverzögert verschwindet.

Ich gebe zu, dass die Fehlalarme nerven und sich nicht auf 0 reduzieren lassen. Aber auch hier ist einfach Gewöhnung das Stichwort.

Fazit:
Ich habe wirklich den Eindruck, dass Du Dinge kritisierst weil sie "anders" und "ungewohnt" sind und nicht weil sie objektiv schlechter sind.

Besonders deutlich wird das meiner Meinung nach an der Stelle, wo Du häufigere Fahrstufenwechsel mit den damit verbundenen Bremseingriffen beim Rangieren kritisierst was nun mal bei einem Automatikgetriebe so ist wie es ist.

Das man Dinge nicht kritisiert obwohl sie nicht schlechter sind, sondern weil sie ungewohnt sind ist menschlich und kein Problem aber ich glaube man muss sich den Unterschied bewusst machen, was gleichzeitig hilft, besser mit dem neuen Fahrzeug klar zu kommen.

Andernfalls wird sich der Superb (wie jedes andere moderne Fahrzeug auch) für Dich wirklich als katastrophaler Fehlkauf entpuppen.

In den meisten Punkten hat Dr.OeTzi schon Recht...
Wobei der Threads auch heißt "was gefällt bzw nervt EUCH am meisten..."
D.h. man darf/soll auch persönliche Eindrücke/Meinungen schildern. Ich finde es teilweise interessant wie andere Fahrer manche Sachen anders sehen/fühlen, bedienen...

Das mit der Slipstelle kann ich mir wie folgt vorstellen wenn der FWD-Passat bei Vollgas die Kupplung schleifen lässt ggf. mehr vom Fleck bekommt als das DSG dass eben nicht bei 4000 1/min die Kupplung rauchen lässt.

Zitat:

@E300TDT schrieb am 3. August 2023 um 15:04:28 Uhr:


Wobei der Threads auch heißt "was gefällt bzw nervt EUCH am meisten..."
D.h. man darf/soll auch persönliche Eindrücke/Meinungen schildern. Ich finde es teilweise interessant wie andere Fahrer manche Sachen anders sehen/fühlen, bedienen...

Das stimmt und das ist auch eben das interessante am Thread. Andererseits entstehen für Mitlesende auch schnell falsche Eindrücke. Wenn bspw. geschrieben wird, man könne mit dem Superb in kniffligen Situationen nicht Rangieren, ohne gleichzeitig Gas und Bremse zu betätigen, dann bedarf das IMHO schon einer Einordnung.

Zitat:

@E300TDT schrieb am 3. August 2023 um 15:04:28 Uhr:


Das mit der Slipstelle kann ich mir wie folgt vorstellen wenn der FWD-Passat bei Vollgas die Kupplung schleifen lässt ggf. mehr vom Fleck bekommt als das DSG dass eben nicht bei 4000 1/min die Kupplung rauchen lässt.

Das beim FWD-Passat unter hoher Last + Drehzahl die Kupplung malträtiert wurde, steht für mich außer Frage. Was ich jedoch bezweifle ist, dass der FWD-Passat dabei mehr Zugkraft aufbauen soll als ein technisch intaktes und gleichzeitig vergleichbares Fahrzeug mit Allrad und Doppelkupplungsgetriebe.

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 3. August 2023 um 14:25:00 Uhr:


Zu den Gewichten:
Wo hast Du denn die Angaben her? Fahrzeugschein? Schau mal in die CoC/EG-Übereinstimmungserklärung. Da gibt es den Punkt "reale Masse im Fahrbereiten Zustand" (oder so ähnlich). Du wirst überrascht sein, was der Skoda an Gepäck rumm schleppt.

Ja, das sind Fahrzeugscheinangaben. Mit dem V70 war ich viele Male bei der Bauschuttdeponie und da natürlich auf der Waage. Das Leergewicht liegt nur wenig über der Angabe im Fahrzeugschein, in etwa so viel wie die AHK wiegt, die ich nachträglich montiert habe. Beim Superb weiß ich es natürlich nicht.

Zitat:

Wenn ich allerdings höre, dass ein Passat B5 FWD MT mehr Zugkraft aufbauen soll als ein Superb mit 4x4 bekomme ich so meine Zweifel, dass da wirklich das Fahrzeug die Fehlerquelle gewesen sein soll.

Es war nicht mein Superb, kein 4x4 sondern FWD aber mit DSG. Der Passat war dagegen ein Handschalter. Wo das Problem liegt ist m.E. offensichtlich. Der Bootskollege hat seinen Superb wieder abgestoßen und durch einen 5er (F10) Handschalter ersetzt. Sein Kommentar: Egal was, Hauptsache kein DSG.

Zitat:

a) durch Rückwärts die Slippbahn herunter rangieren die Kupplung bereits stark erhitzt war

Warum sollte die Kupplung erhitzt werden, wenn man rückwärts runter rollt?

Zitat:

b) zu zaghaft versucht wurde anzuziehen (man kann da auch mal Fahrstufe S verwenden)
c) die Traktionskontrolle aktiv war (das spielt auch beim 4x4 eine nicht zu unterschätzende Rolle!)

Gut möglich, dass beides stimmt, auch wenn es kein 4x4 war.

Zitat:

Auch ist unbestritten, dass sich eine Wandlerautomatik bei schweren Gespannen besser eignet als ein DSG.

Nein danke, auch keinen Wandler, nur noch Handschalter (oder irgendwann mal elektrisch).

Zitat:

Du attestierst dem V70 eine "überlegene Drehmomentcharakteristik". Mit Einschränkungen könnte ich da sogar zustimmen, weil der Hubraum natürlich gewisse Vorteile bringt. Aber dass der V70 dem Superb bei der Beschleunigung "trotz geringerer Leistung und geringerem Drehmoment nicht nachsteht" , beim Antritt "deutlich gewinnt" und am Ende "gleichauf ist" kann ich jedoch nicht bestätigen:
...
Nimm es mir nicht übel aber ich glaube in Verbindung mit dem Umstand, dass Du mit dem DSG (noch) nicht so richtig klar kommst behaupte ich mal, dass dich dein Popometer da kräftig an der Nase herum führt.

Dass das Popometer einen an der Nase herum führt kann natürlich sein. Daher bin ich eben mal los und habe es ausprobiert, konkret für den Fall 50 auf 100km/h. (0 auf 100 und Endgeschwindigkeit sind nun wirklich völlig irrelevant). Und in der Tat, Du hast Recht, der Superb macht das was er im ersten Moment verliert, bis sich die Gänge sortiert haben, mehr als wett, hat dann doch die Nase vorn, wenn auch nicht weit:

50 auf 100 aus 1200rpm mit Herunterschalten
V70 7,0s
Superb 6,5s
Ob DSG in D oder S macht keinen Unterschied, der mit der Stoppuhr messbar wäre.

Ich wollte es auch ohne Herunterschalten vergleichen, aber das macht das DSG trotz manuellem Mode nicht mit.

Zitat:

Ich kann Dir nur raten nicht mit Gas und Bremse gegeneinander zu arbeiten - damit killst Du Dein DSG.

Das ist wohl klar. Da es aber nicht anders geht, muss das DSG weg, zurück zum Handschalter.

Zitat:

Glaub mir, dieses aufsetzen der Lippe wird durch die weichere Fahrwerkseinstellung in Comfort durch das Aufschaukeln der kompletten Karosserie begünstigt.

Nein, auch wenn ich mich wiederhole, es hat nichts mit Eintauchen, Aufschaukeln oder sonstigem dynamischen Vorgang zu tun. Die Front sitzt an den fraglichen Stellen auch im Stillstand auf und zwar ganz vorne.

Zitat:

Ich glaube Du unterschätzt die Faktoren, die den Verbrauch des Superbs negativ beeinflussen. Alleine der Allrad macht schnell über 10% aus. Dazu kommt das DSG. Zusammen sind das schnell 15-20% je nach Fahrsituation gegenüber einem aktuellen, handgerissenen Fronttriebler.

Schau mal, was dein alter Volvo mit AWD und Automatikgetriebe geschluckt hätte. Dessen kombinierte Werksangabe liegt bei 9.6l/100km und damit satte 2.8l über der Werksangabe für den FWD. Selbst wenn Du das in der Praxis vielleicht um rund 1l unterboten hättest wird ganz schnell klar, wie groß der technische Fortschritt tatsächlich ist, denn ganz offensichtlich verbrauchst Du da mit deinem neueren und moderneren Allradkombi einfach mal satte 2-2,5l weniger.

Das mag alles sein, ich kritisiere auch nicht den Absolutverbrauch. Aber 2l/100km weniger angeben und dann nicht weniger verbrauchen, das kotzt mich an.

Zitat:

Gleichzeitig rennt der neuere Allradler 28km/h schneller, geht in 3.5 Sekunden schneller auf 100

Beides ist mir so breit wie lang, mehr als 140km/h kommt ohnehin nicht infrage, ein maximaler Spurt aus dem Stillstand auch nicht. (Es sind überigens nicht 3,5s sondern 1,8s). Interessant ist die Landstraßenüberholsituation und da liegt der Superb ja doch besser als ich gefühlsmäßig dachte.

Zitat:

Man muss definitiv nicht "ordentlich am Lenkrad wackeln" um die Meldung zu quittieren. Das denkst Du nur, weil die Meldung etwas zeitverzögert verschwindet.

OK, könnte sein, müsste ich mal ausprobieren.

Zitat:

Besonders deutlich wird das meiner Meinung nach an der Stelle, wo Du häufigere Fahrstufenwechsel mit den damit verbundenen Bremseingriffen beim Rangieren kritisierst was nun mal bei einem Automatikgetriebe so ist wie es ist.

Richtig, nervt auch noch in vielen anderen Fällen, bsp. anhalten, Motor geht aus, man geht instinktiv von der Bremse, Motor springt unerwartet wieder an und Fahrzeug fährt los. Gehts noch? Lässt sich mit Autohold umgehen, ruckt aber dann gewaltig beim Anfahren. Ob DSG oder Wandler, die Automatik muss einfach weg.

Zitat:

Das man Dinge nicht kritisiert obwohl sie nicht schlechter sind, sondern weil sie ungewohnt sind ist menschlich und kein Problem aber ich glaube man muss sich den Unterschied bewusst machen, was gleichzeitig hilft, besser mit dem neuen Fahrzeug klar zu kommen.

Was schecht ist ist subjektiv, für mich ist es schlecht.

Zitat:

Andernfalls wird sich der Superb (wie jedes andere moderne Fahrzeug auch) für Dich wirklich als katastrophaler Fehlkauf entpuppen.

Davon gehe ich auch aus, weswegen bis auf weiteres auch kein anderes neues Fahrzeug zur Debatte steht, sondern die Weiternutzung des 17,5 Jahre alten. Vielleicht wäre es anders ausgegangen, wenn ich bei meinem ursprünglichen Grundsatz "keine Automatik und minimale Assistenen" geblieben wäre.

Jetzt erstmal abwarten, was wirkaufendeinauto.de für den Skoda bietet oder was sonst zu erzielen ist und dann nochmal überdenken.

Wirkaufdeinauto sind die größten Halsabschneider. Ich kann davon nur abraten.

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