Segeln nur im Eco-Modus?
Ich bin ein ziemlicher Fan der Segel-Funktion im Eco-Modus. Man rollt im Leerlauf wunderbar leise und weit dahin und es macht fast Spaß zu sehen, wie weit man ohne merklichen Geschwindigkeitsverlust kommt. Leider gelingt es mir nur, diese Funktion im Eco-Modus zu aktivieren. Dabei läuft aber auch der Motor auf Eco und das fühlt sich bei Überlandfahrten oder auf der Bahn wie 60PS an.
Weiß jemand, wie man die Segelfunktion in Kombination mit der Motoreinstellung "Sport" oder "Normal" aktivieren kann?
Danke!
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von werano
[...]
*gähn*
209 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von navec
Die Einhaltung der gleichen Durchschnitts-Prüfgeschwindigkeit und sonstiger gleicher Randbedingungen ist absolut notwendig und nicht belanglos, wenn man ernsthafte Vergleiche machen will.
Ich kann es nicht ändern. Da muss man schon ziemlich genau sein.
Nicht nur das. Wie teilweise schon angesprochen sind auch viele weitere Einflußfaktoren relevant bzw. müssten völlig gleich sein:
Luftdruck
Lufttemperatur
Luftfeuchte
Wind
Fahrbahnfeuchte
Starttemperatur des Motors
usw.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass allein eine nasse Fahrbahn den Kraftstoffverbrauch spürbar in die Höhe treibt. Der Luftdruck ist auch nicht unerheblich, ob es z.B. 980 oder 1050 Hektopascal sind.
Zitat:
Original geschrieben von navec
Die Einhaltung der gleichen Durchschnitts-Prüfgeschwindigkeit und sonstiger gleicher Randbedingungen ist absolut notwendig
Die gleiche Durchschnitts-Prüfgeschwindigkeit kann man aber auch mit zügiger Beschleunigung erreichen. Meinen dementsprechenden Hinweis hast Du auf der vorigen Seite mit:
"Hätte, könnte, wollte ..." oder ähnlich abgetan.
Wir halten einfach mal fest:
Wenn man wenig verbrauchen will, muss man fahren, wie Du es vorschlägst. Erreicht man einen geringeren Verbrauch bei anderer Fahrweise, muss es an veränderten Rahmenbedingungen liegen.
So besser?
Da ich normalerweise nicht auf einer Teststrecke, sondern im normalen Straßenverkehr unterwegs bin, habe ich oft die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Weg zur/von der Arbeit bei völlig unterschiedlichen Fahrweisen.
Warum?
Weil die unterschiedlichen Stand/Wartezeiten an Ampeln (unter anderem) sich auf die Durchschnittsgeschwindigkeit auswirken.
Ich kann also gaaaaaanz langsam beschleunigen, um dann 3 Sekunden an der nächsten Ampel auf grün zu warten, ich kann aber auch ganz fix beschleunigen, je nach Situation und Lage segeln oder per Schubabschaltung ausrollen und dann 30 Sekunden an der Ampel stehen. Wenns weitergeht, habe ich identische Durchschnittsgeschwindigkeiten.
@Don_Blech:
Zitat:
Die gleiche Durchschnitts-Prüfgeschwindigkeit kann man aber auch mit zügiger Beschleunigung erreichen. Meinen dementsprechenden Hinweis hast Du auf der vorigen Seite mit:
"Hätte, könnte, wollte ..." oder ähnlich abgetan.
Man
kann. Man muss es aber auch machen, wenn man vergleichen will.
Man kann die gleiche Durchschnittprüfgeschwindigkeit auch mit langsamer Beschleunigung erreichen, aber man kann sie mit dem Sägezahnfahren nie erreichen, wenn man nicht über die eigentliche Zielgeschwindigkeit (=Geschwindigkeit mit Tempomat) hinaus beschleunigt.
Zitat:
Da ich normalerweise nicht auf einer Teststrecke, sondern im normalen Straßenverkehr unterwegs bin, habe ich oft die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Weg zur/von der Arbeit bei völlig unterschiedlichen Fahrweisen.
Genau deswegen lassen sich derartige Angaben auch
nievergleichen.
Vergleichen kannst du bestenfalls kurze, ebene Abschnitte auf denen du den Verbrauch mit Konstantgeschwindigkeit gegenüber dem Verbrauch mit anderen Fahrweisen vergleichst.
Das geht nur, wenn man MFA 1 erst dann resettet, wenn man bereits auf der Prüfstrecke ist und die Ablesung muss auch noch auf der Prüfstrecke sein.
Verbrauchsvergleiche über kombinierte Strecken im Stadtverkehr mit Ampeln usw. sind unsinnig.
Zusätzlich wären eigentlich noch all die Punkte zu beachten, die @agloeckn aufgezählt hat.
Die kann man in der Praxis nicht immer alle einhalten.
Die Einhaltung der exakten Durchschnittgeschwindigkeit auf einer Prüfstrecke ist aber die Minimalforderung, die mindestens gewährleistet werden muss.
Wenn das nicht der Fall ist, kannst du sämtliche Verbrauchsangaben definitiv nicht vergleichen.
Fazit: Es lässt sich gar nicht feststellen, wie man weniger verbraucht, weil jede Fahrt andere Rahmenbedingungen (mehr/weniger Wind, andere Außentemperatur, stimmt der Reifendruck auch wirklich noch?, anderer Luftdruck usw.) hat?!
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Direkt lässt sich das mit Bordmitteln nicht genau feststellen und je mehr Bedingungen vorhanden sind, die voneinander abweichen können, desto schlechter ist der Vergleich.
Wenn ich eine Strecke vergleiche, die (oder teile davon) z.B. durch die Innenstadt führt, können da gefühlte 503 unterschiedliche Fahrsituationen auftreten. So etwas zu vergleichen, ist wirklich sinnlos, sogar dann noch, wenn in dem Fall die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren wurde.
Besser wird es, wenn man immer exakt die gleichen Streckenabschnitte miteinander vergleicht, auf denen man immer die exakt gleiche Fahrweise beibehalten kann. Das können in der Praxis nur verhältnismäßig kurze Strecken sein.
Ich habe z.B. eine relativ gerades, ebenes, ca 3km langes Stück einer wenig befahrenen 4-spurigen Schnellstraße, die ich oft fahre. Auf der Straße nerve ich daher auch kaum jemanden, wenn ich z.B. zwischen 80 und 120km/h die Geschwindigkeit ändern würde.
(Ansonsten stößt man, gerade mit "Sägezahnfahren", nicht unbedingt auf die volle Begeisterung der anderen Verkehrsteilnehmer)
Am Anfang der Strecke, wenn die richtige Ausgangsgeschwindigkeit (möglichst Tempomat) erreicht ist, resette ich die MFA 1. Dann kann ich entweder mit Tempomat und gleichbleibender Geschwindigkeit meine 3km fahren oder ich würde z.B. "Sägezahn" fahren oder sonst etwas.
nach 3km lese ich die MFA 1 dann ab:
1. den Durchschnittsverbrauch für diese Strecke
2. die Durchschnittgeschwindigkeit für diese Strecke
Wenn man das an ein paar unterschiedlichen Tagen mit nicht allzu extremen Witterungserscheinungen macht (also kein stärkerer Wind, keine Feuchtigkeit, kein Eis und Schnee, keine extremeren Temperaturen), hat man einen gut verwertbaren Durchschnittverbrauch für die entsprechende Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt.
Diesen Verbrauch kann man dann schon ganz gut mit dem Durchschnittsverbrauch auf der selben Strecke bei anderer Fahrweise vergleichen.
Grundsätzliche Voraussetzung ist aber immer:
Die Durchschnittsgeschwindigkeit darf nicht abweichen.
Das Ganze macht also schon einigen Aufwand, um einigermaßen vergleichbare Werte zu ermitteln.
Gestern kurzer Test, auf ebener AB. Nach 2 km mit 86 km/h Tempomat 3,7l. Nach 2 km mit Sägezahn und über 90 km/h unter 3,5l....Segeln und Sägezahn sind definitiv sparsamer, solange man bergab kein Schubabschaltung fahren kann. Der Test ist kein allgemeiner Beweis, aber es ist von der Physik einfach so, auch wenn manche Leute es bestreiten.
Solange man nicht die erlaubte Höchstgeschwindigkeit als Referenzgeschwindigkeit ansetzt, sind gewisse Techniken sparsamer. Der erhöhte Luftwiderstand spielt bis 120-130 km/h auch keine so große Rolle, da die kinetische Energie quadratisch steigt und somit das Fahrzeug relativ lange seine Geschwindigkeit aufrechterhält.
Auch getestet:
10Km Tempomat ( 90 ) : 5,5 L
Selbe Strecke zurück ... Sägezahn ( 85 / 95 ) : 5,4 L
Gruß Kurt
@Superdino:
Zitat:
Der erhöhte Luftwiderstand spielt bis 120-130 km/h auch keine so große Rolle, da die kinetische Energie quadratisch steigt und somit das Fahrzeug relativ lange seine Geschwindigkeit aufrechterhält.
und woher stammte die kinetische Energie?
Gab es die umsonst?
Noch ein Tipp:
Lade dein Fahrzeug voll, dann hast du bei gleicher Geschwindigkeit noch mehr kinetische Energie....das spart gewaltig.
Der Luftwiderstand steigt dagegen immer quadratisch und der bewirkt nun mal, dass der schon bei 120 km/h beim G7 ca doppelt so groß ist, wie der Rollwiderstand.
Bei 80km/h ist er ca gleich groß, wie der Rollwiderstand.
Dass der keine große Rolle bis 120-130km/h spielt, ist wohl eher nicht der Fall.
Energie kann nicht vernichtet werden. Sie wird nur umgewandelt. Dabei entstehen aber immer Verluste. Damit ich überhaupt kinetische Energie (0.5mv^2) abrufen kann, brauche ich zuerst auf den Berg kommen. Dazu muss ich Arbeit aufwenden, um dann potentielle Energie (m*g*h) abrufen zu können. Nun müsste man die Energie, welche man braucht um auf den Berg zu kommen mit der kinetischen Energie vergleichen, die beim Herunterrollen entsteht. Die Differenz sind dann die Verluste in Getriebe, Rollwiderstand und Luftwiderstand. Ich bin aber überzeugt, dass die Verluste sich durch die Segelfunktion in kleineren Grenzen halten.
Sprich der Segelmodus hat weniger Energieverlust als eingekuppelt. Der zusätzliche Treibstoffverbrauch ist dann marginaler. Ich denke aber, dass dies nur auf eher hügeligen Strecken rentiert, da die Wechsel zwischen Epot und Ekin schneller und grösser sind. So spielen dann die Verluste wesentlich eine grössere Rolle.
Grundsätzlich:
Man kann durch das Rollen mit ausgekuppeltem Motor Energie sparen, wenn alle bisher dazu genannten Randbedingungen dafür günstig sind.
Bei z.B. 100km/h ist das Rollenlassen i.d.R., wenn alle anderen Bedingungen passen, günstig.
Wenn man aber Sägezahnfahren in der Ebene praktiziert und man dabei die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit halten will (sonst ohnehin keine Vergleichbarkeit s.o.), muss man zuerst die Geschwindigkeit über die angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit hinaus relativ deutlich erhöhen. Anders geht es nun mal nicht.
Eine höhere Geschwindigkeit "kostet" aber immer mehr Energie (es wird mehr Energie zur Erwärmung der Luft benötigt), aufgrund der unumstößlichen Tatsache, das der Luftwiderstand im Quadrat zur Geschwindigkeit steigt.
Wenn man mal alle Überlegungen zum unterschiedlichen Motorwirkungsgrad (die man aufgrund fehlender Infos ohnehin nicht genau überprüfen kann) ausblendet, muss ein Fahrzeug, dass mit Sägezahn fährt, grundsätzlich bei gleicher Durchschnittsgeschwindigkkeit mehr Energie brauchen, als ein Fahrzeug, welches die Durchschnittsgeschwindigkeit mit Konstantfahrt bewerkstelligt.
Ob und/oder wieviel das Rollen lassen (wo der Motor ja weiterhin läuft und Aggregate eventuell einen höheren Widerstand haben), dann trotzdem noch spart ist die Frage.
Und diese Frage kann man kaum Abschätzen.
Das könnte man nur durch viele Versuche mit exakt eingehaltener, identischer Durchschnitts-Geschwindigkeit ermitteln. Alles andere ist m.E. Kaffeesatzleserei und Wunschdenken.
Rollen lassen rentiert sich in jedem Fall, wenn es bergab geht und die Wunschgeschwindigkeit eingehalten wird und wenn man eine Ausrollstrecke so abpassen kann, dass nur mit Rollen am Ende dieser Strecke die gewünschte Geschwindigkeit erreicht wird.
Alle anderen Gelegenheiten sind m.E. Wunschdenken, bzw. ein eventueller Spareffekt ist so gering, dass er am Ende nicht wirklich eindeutig messbar ist.
Zitat:
Original geschrieben von navec
Wenn man aber Sägezahnfahren in der Ebene praktiziert und man dabei die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit halten will (sonst ohnehin keine Vergleichbarkeit s.o.), muss man zuerst die Geschwindigkeit über die angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit hinaus relativ deutlich erhöhen. Anders geht es nun mal nicht.
Eine höhere Geschwindigkeit "kostet" aber immer mehr Energie (es wird mehr Energie zur Erwärmung der Luft benötigt), aufgrund der unumstößlichen Tatsache, das der Luftwiderstand im Quadrat zur Geschwindigkeit steigt.Wenn man mal alle Überlegungen zum unterschiedlichen Motorwirkungsgrad (die man aufgrund fehlender Infos ohnehin nicht genau überprüfen kann) ausblendet, muss ein Fahrzeug, dass mit Sägezahn fährt, grundsätzlich bei gleicher Durchschnittsgeschwindigkkeit mehr Energie brauchen, als ein Fahrzeug, welches die Durchschnittsgeschwindigkeit mit Konstantfahrt bewerkstelligt.
Deine Aussagen werden durch permantene Wiederholung nicht richtiger. Man bekommt bei mäßigen Geschwindigkeiten keinen guten Wirkungsgrad hin beim Fahren. Natürlich steigt mit höher Geschwindigkeit der Luftwiderstand, aber man rollt trotzdem relative lange aus, weil das Fahrzeug auch mehr kinetische Energie gespeichert hat. Wenn ich zügig von 100 auf 120 beschleunige und dann auskuppele, ist es sparsamer als 106-109 km/h Konstantfahrt. Erst im relativ hohen Geschwindigkeitsbereich mag es nicht mehr stimmen.
Zitat:
Wenn ich zügig von 100 auf 120 beschleunige und dann auskuppele, ist es sparsamer als 106-109 km/h Konstantfahrt. Erst im relativ hohen Geschwindigkeitsbereich mag es nicht mehr stimmen.
Die alte Frage: Wie hast du das denn genau und belastbar getestet?
Gut 109km/h Durchschnitt beim Ausrollen stimmt schon ganz gut und die Bremsenergie ist trotz der relativ geringen Geschwindigkeit in der Ausrollphase etwas größer, als bei Konstantfahrt mit 109km/h.
Je größer die Differenz zwischen Maximal- und Minimalgeschwindigkeit, desto schlechter wird das Verhältniss beim Ausrollen.
Je kleiner die Geschwindigkeits-Differenz, desto öfter muss man aber relativ heftig beschleunigen, wobei eine optimale Verbrennung nicht möglich ist. Viele kurze Beschleunigungen sind daher mit Sicherheit nicht effektiv.
Alle ca 13sec, wie im o.a. Fall wieder zügig beschleunigen zu müssen ist aber auch schon etwas nervig (auch für den folgenden Verkehr, aber das stört dich ja anscheinend sowieso nicht) und wie der Wirkungsgrad beim zügigen Beschleunigen ist, wissen wir letztendlich alle nicht.
Vermutlich wird er aber nicht so toll sein, wie der Verbrauch, den man anhand älterer Muscheldiagramme meint ersehen zu können.
Muscheldiagramme bekommt angeblich nicht mal mehr das VAG-Leib- und Magenblatt (Gute Fahrt) und das würde auch nicht viel nützen, da es bei kurzfristigen Drehzahl- und Laständerungen ohnehin nicht gilt.
Eins steht in jedem Fall fest:
Das große Sparwunder kann Sägezahnfahren nicht sein und man kann das (man stelle sich das mal auf der belebteren Landstraße vor) nicht häufig ohne andere Leute zu nerven, praktizieren.
Zitat:
Original geschrieben von Superdino
Deine Aussagen werden durch permantene Wiederholung nicht richtiger. Man bekommt bei mäßigen Geschwindigkeiten keinen guten Wirkungsgrad hin beim Fahren. Natürlich steigt mit höher Geschwindigkeit der Luftwiderstand, aber man rollt trotzdem relative lange aus, weil das Fahrzeug auch mehr kinetische Energie gespeichert hat. Wenn ich zügig von 100 auf 120 beschleunige und dann auskuppele, ist es sparsamer als 106-109 km/h Konstantfahrt. Erst im relativ hohen Geschwindigkeitsbereich mag es nicht mehr stimmen.Zitat:
Original geschrieben von navec
Wenn man aber Sägezahnfahren in der Ebene praktiziert und man dabei die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit halten will (sonst ohnehin keine Vergleichbarkeit s.o.), muss man zuerst die Geschwindigkeit über die angestrebte Durchschnittsgeschwindigkeit hinaus relativ deutlich erhöhen. Anders geht es nun mal nicht.
Eine höhere Geschwindigkeit "kostet" aber immer mehr Energie (es wird mehr Energie zur Erwärmung der Luft benötigt), aufgrund der unumstößlichen Tatsache, das der Luftwiderstand im Quadrat zur Geschwindigkeit steigt.Wenn man mal alle Überlegungen zum unterschiedlichen Motorwirkungsgrad (die man aufgrund fehlender Infos ohnehin nicht genau überprüfen kann) ausblendet, muss ein Fahrzeug, dass mit Sägezahn fährt, grundsätzlich bei gleicher Durchschnittsgeschwindigkkeit mehr Energie brauchen, als ein Fahrzeug, welches die Durchschnittsgeschwindigkeit mit Konstantfahrt bewerkstelligt.
Bei genau gleichen Rahmenbedingungen wird das Beschleunigen und Bremsen mehr Arbeit aufwenden als wenn man konstant die Geschwindigkeit hält. Denn die ständige Umwandlung lässt die Energie in Wärme im Getriebe verpuffen. Danach muss wieder neu Energie aufgewendet werden für das Erreichen der vormaligen Geschwindigkeit.
Man sagt ja nicht ohne Grund, dass der Tempomat auf der Autobahn beispielsweise Treibstoff einsparen kann. Ganz anders sieht es aber aus, wenn ich einen Berg herunterrolle. Wenn ich dies mit der Segelfunktion mache und dabei die Geschwindigkeit halten kann, spart dies im Gegensatz zu Bergabtempomatfahrt an Treibstoff. Denn für den Getriebewiderstand muss wenig Gas gegeben werden, was vielleicht 2L/100Km entspricht. Bei der Segelfunktion sind es dann vielleicht nur 1.2 Liter.
M.E. ist die Geschichte schon komplexer.
@Nozilla:
Zitat:
Bei genau gleichen Rahmenbedingungen wird das Beschleunigen und Bremsen mehr Arbeit aufwenden als wenn man konstant die Geschwindigkeit hält.
Aktiv gebremst wird in beiden Fällen nicht. In
beidenFällen bremst lediglich der Fahrwiderstand.
Zitat:
Denn die ständige Umwandlung lässt die Energie in Wärme im Getriebe verpuffen.
Beim Fahren mit Tempomat wird ebenfalls Wärme im Getriebe verpuffen.
Den Ausrollvorgang kann man theoretisch so gerade noch erfassen. Beim Beschleunigungsvorgang wird das deutlich schwieriger:
Das Ausrollen von 120 auf 100km/h beim Golf 7 mit einer Masse von 1400kg dauert so ca. 13sec.
Das Beschleunigen soll ja mit relativ hoher Last, aber nicht mit Volllast, und möglichst im höchsten Gang (= geringstes Drehzahlniveau) erfolgen.
Mit ca 80% Last wird das Beschleunigen von 100 - 120km/h z.B. bei einem G7 mit 122PS im 6. Gang nicht unter 8 sec zu machen sein.
Kurz ist die Beschleunigung im Verhältnis zum Ausrollen im höchsten Gang in jedem Fall schon mal nicht.
Das Ganze ist (aufgrund der fehlenden Motordaten) theoretisch schwierig ab zu wägen. Das einzige, was wirklich feststeht ist, dass der durchschnittliche Fahrwiderstand beim Sägezahnfahren größer ist, als beim Konstantfahren.
Diesen Vorteil des Konstantfahrens müsste man jetzt durch eine besondere Fahrweise mehr als kompensieren, um einen Verbrauchsvorteil zu erringen.
Da kann unter dem Strich nicht viel bei herauskommen und in Hinblick auf das beim Sägezahnfahren oftmals nicht gerade verkehrsgerechte Fahren, würde ich es in jedem Fall lassen.
Insgesamt halte ich das für nicht lohnend.
Beim Bergabrollen ist das eine ganz andere Sache, wenn denn alles passt.
Noch deutlich besser ist Bergabrollen mit Schubabschaltung, wenn dazu alles passt.
@Nozilla:
Zitat:
Wenn ich dies mit der Segelfunktion mache und dabei die Geschwindigkeit halten kann, spart dies im Gegensatz zu Bergabtempomatfahrt an Treibstoff. Denn für den Getriebewiderstand muss wenig Gas gegeben werden, was vielleicht 2L/100Km entspricht
Der Getriebewiderstand (Widerstand des gesamten Antriebsstrangs) aus Sicht des Motors wäre in dem Fall auch bei Konstantfahrt Null, denn das Getriebe wird ja bergrunter, genau wie beim Segeln, von den Rädern angetrieben. Der Motor muss dafür dann (nahezu) keine Leistung erbringen, obwohl er mit dem Getriebe verbunden ist.
Der höhere Verbrauch beim Konstant-Motor-Bergrunterfahren, wenn man auch mit gleicher konstanter Geschwindigkeit segeln könnte, ist hauptsächlich durch den größeren innermotorischen Widerstand, aufgrund der höheren Drehzahl begründet.
Hallo zusammen,
Das ist ja eine faszinierende Debatte.
Intuitiv hätte ich auch gewettet, dass Fahren bei einem konstanten Tempo am wenigsten Energie benötigt (so wie ich beim Marathon auch keine 100 Meter Zwischenspurts einlegen würde um die nächsten 100 Meter spazieren zu gehen). Allerdings ist es für mich neu, dass es Sprit spart, wenn man relativ energisch (80% Last?) beschleunigt. Ich nahm an, dass zartes Streicheln des Gaspedals am ehesten spart. Dann macht es also auch Sinn wenn der Tempomat in meinem noch jetzigen Sharan beim Wiederaufnehmen der zuvor festgelegten Geschwindigkeit ordentlich Stoff gibt!