Segeln nur im Eco-Modus?

VW Golf 7 (AU/5G)

Ich bin ein ziemlicher Fan der Segel-Funktion im Eco-Modus. Man rollt im Leerlauf wunderbar leise und weit dahin und es macht fast Spaß zu sehen, wie weit man ohne merklichen Geschwindigkeitsverlust kommt. Leider gelingt es mir nur, diese Funktion im Eco-Modus zu aktivieren. Dabei läuft aber auch der Motor auf Eco und das fühlt sich bei Überlandfahrten oder auf der Bahn wie 60PS an.

Weiß jemand, wie man die Segelfunktion in Kombination mit der Motoreinstellung "Sport" oder "Normal" aktivieren kann?

Danke!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von werano


[...]

*gähn*

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Servus,

diese ganze Segelei ist doch nicht neu. Es gab doch schon früher Autos mit Freilauf. Beim 601er (Trabant, nicht Porsche) war der 4. Gang generell mit Freilauf ausgestattet, beim Wartburg konnte man es mWn einstellen, ob Freilauf oder nicht.

Die Geschichte lohnt schon, man muss seine Fahrweise eben entsprechend anpassen und die Strecke muss natürlich auch stimmen. Ich denke schon, dass ein gewissen Sparpotential vorhanden ist.

G
simmu

Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk



Zitat:

Original geschrieben von Superdino


Von den MFA-Werten ist das Segeln auf jeden Fall an geeigneten Strecken deutlich günstiger.
Selbst wenn man einen geringen Zeitverlust von einigen Sekunden auf der Reststrecke aufholen müssen.
Das ist doch richtig.
Aber warum werde ich zB angegangen, wenn ich segeln in der Stadt als richtig anzweifle(gerade bei TSI), nicht zwingend insgesamt. Denn ich lese bei manchen wirklich heraus, dass er meint wirklich zu sparen wenn er grundsätzlich auf rote Ampeln zusegelt.
Und warum kommen dann von Dir so Kommentare, wie segeln braucht man für Platz 1 bei Spritmonitor. Was ebenso falsch sein kann. Kommt immer auf das Streckenprofil des Fahrers an(was grundsätzlich ja überhaupt für sparsame Fahrweise ausgelegt sein muss).

Du kannst es ja anzweifeln... Ich sage NICHT, dass Segeln IMMER spritsparender ist. Ich behaupte aber, dass man mit Segeln bei fast jedem Auto bei fast jedem Fahrprofil und noch eine Verbesserung erzielen kann. Den bestmöglichen Verbrauch erzielt man nur in Kombination aller Spritspartechniken.

Wenn ich segele, verliere ich teilweise ein paar Sekunden...es wäre garantiert aber auch ohne Fahrzeitverlust sparsamer. Wer in der Stadt geschickt segelt, kann auf jeden Fall sparen. Kurz Beschleunigen auf 50-55 (oder weniger je nach Verkehr) und dann Gang raus...und dann zum Abbremsen möglichst frühzeitig Motorbremse, klappt wunderbar. Ein TSI braucht im Leerlauf bei 50 ca. 1l ...eingekuppelt mindestens das doppelte. Wenn ich aber an der nächsten Ampel halte, habe ich auch keinen Fahrzeitverlust.

Ein Verbrennungsmotor dreht sich nicht zum Spaß...Beim Segeln verringert sich die durchschnittliche Drehzahl und damit oft auch die Gesamtenergieaufnahme.

Zitat:

Kurz Beschleunigen auf 50-55 (oder weniger je nach Verkehr) und dann Gang raus...und dann zum Abbremsen möglichst frühzeitig Motorbremse, klappt wunderbar. Ein TSI braucht im Leerlauf bei 50 ca. 1l ...eingekuppelt mindestens das doppelte. Wenn ich aber an der nächsten Ampel halte, habe ich auch keinen Fahrzeitverlust.

Das ist eben der Punkt, meist sehe ich nach dem beschleunigen schon, entweder geht es weiter, da lasse ich natürlich nicht rollen oder es geht nicht weiter und es ist sofort die Motorbremse drin. Aber ich beobachte mal, ob es wirklich nicht doch längere Segelmomente gibt.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es so viele sind, dass ich lieber den automatischen Freilauf haben will als automatisch beim vom Gas gehen die Motorbremse drin habe.

Zudem ich gerade überlege, lieber etwas langsamer beschleunigen oder schneller und dann segeln?

Ich glaube, der Wirkungsgrad des Motors ist bei Vollgas am größten. Dann würde bei wenig Gas viel Energie einfach verpuffen, bzw. lediglich in Wärme umgewandelt werden. Deshalb soll man zum verbrauchsgünstigen Fahren immer zügig beschleunigen.

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Zitat:

Original geschrieben von Don_Blech


Ich glaube, der Wirkungsgrad des Motors ist bei Vollgas am größten. Dann würde bei wenig Gas viel Energie einfach verpuffen, bzw. lediglich in Wärme umgewandelt werden. Deshalb soll man zum verbrauchsgünstigen Fahren immer zügig beschleunigen.

theoretisch ja, aber auch in der Praxis gilt, langsames beschleunigen senkt den Verbrauch durch Senkung der Durchschnittsgeschwindigkeit, auch wenn die Beschleunigung für sich gesehen weniger effizient ist

Dann verfass mal einen neuen Spritsparratgeber.
In allen, die man bisher so findet, sind zwei wesentliche Grundsätze:
zügig (mit etwa 3/4 Gas) beschleunigen und früh hochschalten

Zitat:

Original geschrieben von Don_Blech


Dann verfass mal einen neuen Spritsparratgeber.
In allen, die man bisher so findet, sind zwei wesentliche Grundsätze:
zügig (mit etwa 3/4 Gas) beschleunigen und früh hochschalten

Das ist ja auch nicht falsch, wenn man es flotter und dabei noch effizient unterwegs sein will.

Aber was glaubst du warum der NEFZ so sparsam ist? Weil er so langsam gefahren wird!

Langsam fahren ist aber nicht gleichbedeutend mit langsam beschleunigen.

Zitat:

Original geschrieben von Don_Blech


Langsam fahren ist aber nicht gleichbedeutend mit langsam beschleunigen.

In dem Fall eben schon! Guck dir doch mal an wie hoch der Anteil der Beschleunigungsphasen im NEFZ ist. Das hat man selten so im Alltag.

Meine eigene Erfahrung zeigt, wenn ich auf der Landstraße 70 km/h fahren darf, und dementsprechend mit 74km/h - 78km/h unterwegs sein möchte, dann verbrauche ich weniger Sprit, wenn ich bis zu meiner Wunschgeschwindigkeit von ca. 76km/h zügig beschleunige, als wenn ich, wie ich das bis vor einiger Zeit gemacht habe, langsam bis dahin beschleunige.
Ich muss verkehrsbedingt (Ampeln, andere Fahrzeuge, Ortsdurchfahrten) auf meinem Arbeitsweg immer mal wieder langsam fahren, bzw. anhalten und habe dementsprechend viele Beschleunigungsphasen, so dass sich der Unterschied durchaus feststellen lässt (über einen längeren Zeitraum, versteht sich).
Meine Erfahrungen stimmen da mit sämtlichen Spritsparratgebern überein und mit dem von Dir als 'in der Theorie ja' bestätigten Fakt, dass ein Motor effizienter ist, wenn er mit viel Gas betrieben wird.

@simmu:

Zitat:

diese ganze Segelei ist doch nicht neu. Es gab doch schon früher Autos mit Freilauf. Beim 601er (Trabant, nicht Porsche) war der 4. Gang generell mit Freilauf ausgestattet, beim Wartburg konnte man es mWn einstellen, ob Freilauf oder nicht.

Hatten die auch Schubabschaltung? Wohl eher nicht.

Gemisch-geschmierte 2-Takter mochten es gar nicht gerne, wenn die mit hoher Drehzahl geschleppt wurden und nur Sprit (und damit auch Schmieröl-Anteil) für Leerlaufdrehzahl bekamen. So etwas konnte zu Kolbenfressern führen.

Das hat mit den heutigen Verhältnissen gar nichts mehr zu tun und aus dieser Zeit (Vergaser mit direkt beeinflussbarer Drosselung) stammt auch der Tipp, mit möglichst viel Gas zu beschleunigen.

@Don_Blech:

Zitat:

Ich glaube, der Wirkungsgrad des Motors ist bei Vollgas am größten. Dann würde bei wenig Gas viel Energie einfach verpuffen

Der Punkt höchsten Wirkungsgrades ist eigentlich nie bei Volllast. Eher (und

nur

bei bestimmter Drehzahl und

nur

unter statischen Bedingungen (konstante Drehzahl)) im Bereich 70-80%.

Bei heutigen Motoren wird das Signal vom Gashebel "interpretiert", was beim Wartburg und Trabi definitiv nicht so war...

Wenn du bei einem aktuellen Motor von 10% auf einmal auf 80% Last gehst, wird das vom Motor-Steuergerät zwangsläufig so interpretiert, dass du möglichst schnell beschleunigen willst und garantiert nicht, dass du ausgerechnet dann gerade sparen willst.
Von daher wird genau in dem Moment eine deutlich erhöhte Spritmenge eingespritzt, um die entsprechend höhere Leistung möglichst umgehend zur Verfügung zu stellen, also genau das Gegenteil von dem was du wolltest.
Nochmal:
Muscheldiagramme mit deren Wirkungsgradangaben beziehen sich auf konstante Verhältnisse von Last und Drehzahl. Ansonsten (kurzfristige Last- und/oder Drehzahlveränderungen) gelten diese Diagramme nicht.

Zitat:

Meine eigene Erfahrung zeigt, wenn ich auf der Landstraße 70 km/h fahren darf, und dementsprechend mit 74km/h - 78km/h unterwegs sein möchte, dann verbrauche ich weniger Sprit, wenn ich bis zu meiner Wunschgeschwindigkeit von ca. 76km/h zügig beschleunige, als wenn ich, wie ich das bis vor einiger Zeit gemacht habe, langsam bis dahin beschleunige.

Umkehrschluss:

Wenn der NEFZ mit zügigen Beschleunigungsphasen gefahren werden würde, wäre der Verbrauch (noch) geringer? Ein Scherz.

Zitat:

Original geschrieben von navec


...

Hatten die auch Schubabschaltung? Wohl eher nicht.
Gemisch-geschmierte 2-Takter mochten es gar nicht gerne, wenn die mit hoher Drehzahl geschleppt wurden und nur Sprit (und damit auch Schmieröl-Anteil) für Leerlaufdrehzahl bekamen. So etwas konnte zu Kolbenfressern führen.

Das hat mit den heutigen Verhältnissen gar nichts mehr zu tun und aus dieser Zeit (Vergaser mit direkt beeinflussbarer Drosselung) stammt auch der Tipp, mit möglichst viel Gas zu beschleunigen.

...

Bedingt hat es doch was damit zu tun. Einerseits war wie du richtig schreibst der Maschinenschutz ein wichtiges Kriterium, auf der anderen Seite ging es aber auch darum Kraftstoff bei gleichmäßiger Fahrt zu sparen.

(Ressourcen waren schon damals knapp)

G
simmu

Zitat:

Original geschrieben von navec


Umkehrschluss:
Wenn der NEFZ mit zügigen Beschleunigungsphasen gefahren werden würde, wäre der Verbrauch (noch) geringer? Ein Scherz.

Ich finde auf Anhieb keine Information über die Art, wie im NEFZ die Beschleunigungsphasen gefahren werden. Aber um auf Deine (Scherz)Frage einzugehen: Hältst Du das für unmöglich? Und wenn ja, warum?

Was ich finde, ist zB.
"Die simulierte Fahrt geht über 11 Kilometer; bei den zwei Dritteln im „Stadtverkehr“ wird jeweils vier Mal von 0 auf 15 km/h, auf 30 km/h und auf 50 km/h beschleunigt – also zwölf Mal den Pkw in den Stillstand gebremst -, um anschließend im „Überlandverkehr“ auf 70 km/h das Tempo zu erhöhen. Nach der Verzögerung auf 50 km/h und dem „Spurt“ auf 120 km/h ist nach knapp 20 Minuten die „Messfahrt“ beendet."

Und natürlich könnte man da Parameter ändern, um einen geringeren Verbrauch zu erzielen, zB Spurt auf 110km/h, statt auf 120km/h.
Und falls das oben die vollständige gesetzliche Vorgabe ist, dann steht da nicht, ob die Beschleunigungsphasen sanft oder zügig durchzuführen sind.
Falls aber zusätzlich sanfte Beschleunigungsphasen vorgeschrieben sind, dann werden die wegen der Vorgaben so durchgeführt (die Einhaltung der Vorgaben wird ja wohl geprüft), und nicht wegen der größtmöglichen Ersparnis.

@Don_Blech:

Zitat:

Hältst Du das für unmöglich? Und wenn ja, warum?

die Antwort, kann ich für dich hier gerne noch mal zitieren:

Zitat:

Der Punkt höchsten Wirkungsgrades ist eigentlich nie bei Volllast. Eher (und nur bei bestimmter Drehzahl und nur unter statischen Bedingungen (konstante Drehzahl)) im Bereich 70-80%.
Bei heutigen Motoren wird das Signal vom Gashebel "interpretiert", was beim Wartburg und Trabi definitiv nicht so war...
Wenn du bei einem aktuellen Motor von 10% auf einmal auf 80% Last gehst, wird das vom Motor-Steuergerät zwangsläufig so interpretiert, dass du möglichst schnell beschleunigen willst und garantiert nicht, dass du ausgerechnet dann gerade sparen willst. Von daher wird genau in dem Moment eine deutlich erhöhte Spritmenge eingespritzt, um die entsprechend höhere Leistung möglichst umgehend zur Verfügung zu stellen, also genau das Gegenteil von dem was du wolltest.

Nochmal:

Muscheldiagramme mit deren Wirkungsgradangaben beziehen sich auf konstante Verhältnisse von Last und Drehzahl. Ansonsten (kurzfristige Last- und/oder Drehzahlveränderungen) gelten diese Diagramme nicht

Außerdem:

Wer schneller beschleunigt und hinterher die gleiche Geschwindigkeit hält, ist insgesamt schneller unterwegs, als jemand der bei gleicher Endgeschwindigkeit sanft beschleunigt.

Er braucht für die gleiche Gesamtstrecke weniger Zeit und schneller sein bedeutet normalerweise grundsätzlich mehr Sprit zu verbrauchen, wie wir alle wissen.

Das Schaubild vom NEF-Zyklus ist über Google eigentlich ohne Umstände zu finden
Die Beschleunigung (innerorts) von 0 auf 50km/h dauert demnach z.B. 26sec.
Das ist extrem langsames Beschleunigen.

Zitat:

Original geschrieben von Don_Blech


Ich finde auf Anhieb keine Information über die Art, wie im NEFZ die Beschleunigungsphasen gefahren werden. (...)

Hallo Don_Blech!

Die exakten Werte stehen im Anhang = Screenshots der EU-RL.

Der Zyklus wurde 1970 festgelegt.

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