Segeln nur im Eco-Modus?

VW Golf 7 (AU/5G)

Ich bin ein ziemlicher Fan der Segel-Funktion im Eco-Modus. Man rollt im Leerlauf wunderbar leise und weit dahin und es macht fast Spaß zu sehen, wie weit man ohne merklichen Geschwindigkeitsverlust kommt. Leider gelingt es mir nur, diese Funktion im Eco-Modus zu aktivieren. Dabei läuft aber auch der Motor auf Eco und das fühlt sich bei Überlandfahrten oder auf der Bahn wie 60PS an.

Weiß jemand, wie man die Segelfunktion in Kombination mit der Motoreinstellung "Sport" oder "Normal" aktivieren kann?

Danke!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von werano


[...]

*gähn*

209 weitere Antworten
209 Antworten

Es muss halt alles passen:
Finde mal eine konstante Gefälle-Strecke, wo du auch z.B. 30sec nach dem Auskuppeln absolut keine Geschwindigkeitsreduktion hast (bei den minimalen Verbräuchen zählt bereits 1 km/h Unterschied) und trotzdem einen erheblich höheren Verbrauch im eingekuppelten Zustand hattest.

Ich habe es bisher immer folgende Dinge erlebt:

1. Am Anfang ist ein Gefälle immer geringer, als in der Mitte.
Eine abrupt einsetzende Rampe mit konstantem Gefälle gibt es bei normalen Straßen nicht.
Bis zum Anfang des Gefälles fahre ich z.B. noch mit Tempomat.
(Muss ich auch zwangsläufig, denn sonst wird mein wagen bereits vorher langsamer)

Wenn das Gefälle anfangs geringer ist, muss logischerweise allein dadurch schon der eingekuppelte Verbrauch höher sein, als in der Mitte des Gefälles
Den Verbrauch beim Segeln kann ich erst kurze Zeit später, also nicht am Anfang der Steigung ermitteln.

Das ergibt schon mal Fehlbeurteilungen, des Verbrauchsunterschiedes:
Man vergleicht nicht bei wirklich gleichem Gefälle.
(Bei uns in S.-H. oder sonst wo, wo es keine Berge gibt, sind die Gefälle so kurz, dass ein Vergleich praktisch gar nicht möglich ist. Der konstante Gefälleteil ist einfach zu klein)

2. Geschwindigkeitsunterschiede
Ich habe es noch nie erlebt, dass die Geschwindigkeit bei Gefälle nach dem Auskuppeln exakt gleich blieb.
Wenn die nicht exakt (wie bereits geschrieben: nicht mal 1km/h Unterschied auf z.B. 30sec) gleich bleibt, kann man mit dem Verbrauch, der vorher z.B. mit Tempomat gefahren wurde, nicht vergleichen.

Beide Punkte zusammen machen Vergleiche sehr schwierig, denn es kommt definitiv auf Kleinigkeiten an.

@Superdino, eine Erklärung zu deinem von mir in meinem letzten Beitrag zitierten Text hätte ich aber trotzdem ganz gern.

Das war im Prinzip die Erklärung. Wo liegt das Problem in geringen Geschwindigkeitsschwankungen +-5km/h wenn ich niemanden behindere? Ich beschleunige oft sogar leicht vor Segelphasen, um genau diesen Effekt zu nutzen...oft überhole ich dann sogar noch dabei, im Gegensatz zu manchen Mittelspurschleichern. Auch wenn die Verbrauchswerte bei leichten Geschwindigkeitsschwankungen nicht exakt vergleichbar sind, sind die genannten beispielhaften MFA-Werte eindeutig. Wenn ich 3 km mit 0,5l anstatt 1,5l fahre, dann spielen wenige Sekunden Zeitverlust keine Rolle.
Schonmal mit Tempomat hinter einem gefahren, der ohne Tempomat fährt? Gleichmäßig ist das meistens nicht.

@Superdino:

Zitat:

Auch wenn die Verbrauchswerte bei leichten Geschwindigkeitsschwankungen nicht exakt vergleichbar sind, sind die genannten beispielhaften MFA-Werte eindeutig. Wenn ich 3 km mit 0,5l anstatt 1,5l fahre, dann spielen wenige Sekunden Zeitverlust keine Rolle.

Die MFA-Werte sind eindeutig...aber leider aufgrund von Geschwindigkeitsschwankungen nicht vergleichbar....!?

Wenn ich nicht exakt vergleichen kann, kann ich auch keine belastbare Aussage darüber machen, wieviel ich unter optimal passenden Bedingungen auf dem (kurzen) Gefälleteil gegenüber der Fahrtfortsetzung mit Tempomat spare.
Wenn du einen belastbaren Vergleich liefern willst, musst du schon solange probieren, bis du die Geschwindigkeit bei einem Gefälle gefunden hast, bei der der Wagen mit tatsächlich konstanter Geschwindigkeit weiterrollt.
Das ist sehr umständlich, aber anders geht es nicht.
(Ich habe es auch schon mal auf den mir zur Verfügung stehenden kurzen Gefällestücken versucht:
nach 5 sec gab es bisher immer schon eine merkliche Geschwindigkeitsabweichung)

Alle anderen Gegenüberstellungen von Verbrauchswerten machen keinen Sinn und das man, wenn man effektiv langsamer so ein Gefälle herunter fährt, weniger vebraucht, ist keine neue Erkenntnis und ganz bestimmt nicht dem Segeln zu zu schreiben.

@Superdino:

Zitat:

Das war im Prinzip die Erklärung.

Das:

Zitat:

Der Energieaufwand in der Lastphase für Kühlung usw. ist aber deutlich höher. Außerdem wird man in vielen Betriebssituationen nicht mehr als 25% Wirkungsgrad erreichen. Im Leerlauf (Segeln) ist der Wirkungsgrad quasi Null, dafür aber die Energieaufnahme des Motor minimal.

hast du bisher noch nicht erklärt.

Wieso ist der Aufwand für die Kühlung in der Lastphase (eingekuppelt) deutlich höher?
Wenn die Kompressordrehzahl niedriger ist, von den Steuergeräten aber eine bestimmte Kühlleistung verlangt wird, wird die Leistung des Kompressors angepasst:
Der Golf hat eine stufenlose Regelung der Kompressorleistung (Taumelscheibe), die in weiten Bereichen unabhängig von der Drehzahl ist!

Ähnliches gilt für die Lichtmaschine oder bricht deine LiMa-Spannung im Leerlauf ein?

Das einzige, was wirklich mehr Leistung kostet, ist der höhere Reibungswiderstand des Motors und der Aggregate bei höherer Drehzahl.

Da brauche ich dann soviel Sprit beim suchen einer geeigneten Vergleichsstrecke , dass ich 1000ende KM ohne segeln fahren kann ! 😉😁

Gruß Kurt

Ähnliche Themen

Es ging für den Vergleich nicht darum, eine passende Strecke zu einer Wunschgeschwindigkeit zu suchen, sondern darum, die passende Geschwindigkeit für eine Gefällestrecke zu finden, die man ohnehin fährt.

Zusätzlichen Sprit kostet das überhaupt nicht. Man muss nur dran denken.

Wenn man keine einigermaßen passende Gefällestrecke hat, bringt das eher wenig.

Von den MFA-Werten ist das Segeln auf jeden Fall an geeigneten Strecken deutlich günstiger.
Selbst wenn man einen geringen Zeitverlust von einigen Sekunden auf der Reststrecke aufholen müssen. Niemand wird zum Spritsparen gezwungen und ich möchte nicht alles 10x wiederholen.

Fazit:
Wer etwas langsamer das Gefälle herunter fährt (Stichwort: geringer Zeitverlust), spart Sprit.

Diese Erkenntnis ist nicht wirklich neu und das Ergebnis kann man am MFA ablesen, ohne zu segeln.

@Superdino:

Zitat:

und ich möchte nicht alles 10x wiederholen.

auf eine nur 1-malige Erklärung des genannten Absatzes warte ich immer noch...

Ich habe geschrieben, dass beim eingekuppelt Bergabfahren es zu Betriebszuständen kommt, die einem unnötigen erhöhen der Leerlaufdrehzahl im Stillstand entspricht.
Dies ist mit unnötigen thermischen Verlusten, Reibungsverlusten etc. verbunden.
Heute morgen bin mal wieder gesegelt...21 km Strecke insgesamt, ca. 80 HM negativ, am Ende effektiv (MFA-Abweichung herausgerechnet) knapp 4l, (MFA 3,6)....Nach der "Hauptsegelstrecke" von 3km mit wenig Verkehr heute weil wohl Ferien sind lag die MFA bei 3,2l nach 7km. Durch das Ausrollen auf eine etwas geringere Geschwindigkeit am Ende, wo es oft zähfliessenden Verkehr gibt , spare ich regelmäßig nochmals, weil ich aus geringer Geschwindigkeit in die Motorbremse gehe und mehr Strecke zum Abbremsen zur Verfügung habe und damit weniger Energie in der Radbremse vernichte, als wenn ich aus konstanter Geschwindigkeit abbremse. Am Ende der Strecke habe ich insgesamt keinen Zeitverlust und fahre trotzdem sparsamer, als würde ich mit 70 km/h im 5. Gang fahren...weil man die Strecke im Normalfall nicht konstant durchfahren kann.
Mit Zeitverlust war gemeint, dass ich anstatt 120 km/h konstant fahre auf 130 beschleunige und dann bin 110 ausrolle über 2-5 km, je nach Strecke. Dann brauche einige Sekunden (!) länger, aber nur den halben Verbrauch in dem Abschnitt. Selbst wenn ich den Zeitverlust wieder rausfährt, wäre es sparsamer. Auch wenn die Effekte beim 1.2 TSI geringer sind, werde ich definitiv Strecken finden, wo ich noch ein paar Zehntel heraushole bei gleicher Fahrzeit. Wer Geld verlieren möchte, kann mir auch Wetten anbieten. Auf den Gesamtverbrauch auf der Strecke macht das Segeln - obwohl es nur ca. 20-25% der Strecke Strecke 2-3 Zehntel - was aber in Bereich um den Normverbrauch außerorts eine Menge Holz ist.

Bei mir spart das Segeln nicht nur auf Gefällestrecken. Auch, wenn ich auf eine rote Ampel zufahre, kann ich eher vom Gas gehen, ein Stück segeln und im geeigneten Moment die Motorbremse aktivieren. Auch wenn ich auf der Landstraße auf ein/mehrere vor mir fahrende/s Fahrzeug/e auffahre, handhabe ich das so.
Ich fahre täglich (wie wahrscheinlich viele andere auch) dieselbe Strecke einmal hin und einmal zurück und kann deshalb auch über einen längeren Zeitraum vergleichen, mit welchem Einsatz der vorhandenen Möglichkeiten sparsamer gefahren werden kann.
Es bringt nichts (nicht so viel), stur immer und bei jeder Gelegenheit zu segeln, so wie es nicht so viel bringt, stur und immer nur die Motorbremse zu benutzen.
Wenn man wirklich ernsthaft unnötige Mehrverbräuche einsparen will, muss man schon ein bisschen aufpassen und situationsbedingt mal das eine, mal das andere einsetzen und auch mal zwischen den beiden Modi wechseln (Zug am Schaltpaddel oder umgekehrt eine kurze Betätigung des Gaspedals).

Das Segeln bringt ab etwa 120 km/h einen Vorteil davor ist die Rollreichweite mit Schubabschaltung eigentlich genausoweit und im unteren Geschwindigkeitsbereich ist der Leerlaufverbrauch pro 100 km deutlich höher

Bei 180 km/h kommt man mit Segeln spürbar weiter soweit das man eine bremsenfreie Ausfahrt Kilometerweit planen müsste

@Don_Blech:

Zitat:

Wenn man wirklich ernsthaft unnötige Mehrverbräuche einsparen will, muss man schon ein bisschen aufpassen und situationsbedingt mal das eine, mal das andere einsetzen und auch mal zwischen den beiden Modi wechseln (Zug am Schaltpaddel oder umgekehrt eine kurze Betätigung des Gaspedals).

So sehe ich das auch.

Allein die Tatsache, dass man einen automatischen Freilauf hat, sichert noch kein effektives Spritsparen.

Die vorhandene Technik allein macht es nicht.

Man muss schon wissen, was man tut, Fahrsituationen eine Strecke im Voraus abschätzen können und dann bewusst die richtige Maßnahme wählen.
Die meisten "Normal"-Autofahrer sind m.E. damit überfordert.

Die meisten wollen einfach nur fahren und nicht noch nebenbei Gedankenspiele zur Verbesserung der Energiebilanz durchführen.
Für die meisten ist die einfache Überlegung, dass langsamer Fahren am meisten spart, schon kaum zu verstehen...

Zitat:

Original geschrieben von Superdino


Von den MFA-Werten ist das Segeln auf jeden Fall an geeigneten Strecken deutlich günstiger.
Selbst wenn man einen geringen Zeitverlust von einigen Sekunden auf der Reststrecke aufholen müssen.

Das ist doch richtig.

Aber warum werde ich zB angegangen, wenn ich segeln in der Stadt als richtig anzweifle(gerade bei TSI), nicht zwingend insgesamt. Denn ich lese bei manchen wirklich heraus, dass er meint wirklich zu sparen wenn er grundsätzlich auf rote Ampeln zusegelt.

Und warum kommen dann von Dir so Kommentare, wie segeln braucht man für Platz 1 bei Spritmonitor. Was ebenso falsch sein kann. Kommt immer auf das Streckenprofil des Fahrers an(was grundsätzlich ja überhaupt für sparsame Fahrweise ausgelegt sein muss).

Mal abgesehen vom zweifellos vorhandenen Sparpotenzial ist Segeln (für mich) auch ein enormer Komfortgewinn. Bin heute morgen im relativ fliessenden Stadtverkehr zur Arbeit gefahren und es ist einfach schön, wenn der Wagen beim Vomgasgehen ungebremst weiterrollt ohne sinnlos von der Motorbremse eingebremst zu werden. Wenns noch dunkel ist, sieht man rote Ampeln schon aus 500 Metern Entfernung und es wäre blöd die aufgewendete Energie durch die Motorbremse zu "vernichten", als ungebremst darauf zuzurollen bis es grün ist. Wenn man den Freilauf mal eine Weile benutzt hat wird man viele Situationen finden, in denen man ihn sinnvoll einsetzen kann. Man muss natürlich auch offen dafür sein.
Find es auch sinnfrei, dass im Golf der Freilauf nur im Eco-Modus funktioniert. Ich fahre CC, da geht er (gottseidank) immer 😉.

Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk


Kommt immer auf das Streckenprofil des Fahrers an(was grundsätzlich ja überhaupt für sparsame Fahrweise ausgelegt sein muss).

Ich denke eher, man kann auf jedem Streckenprofil (relativ für eben dieses Profil) viel oder wenig verbrauchen. Segeln, Motorbremse sind aber eben keine Selbstläufer. Vorausschauende, intelligente Fahrweise ist immer erforderlich, um situationsbedingt die richtige Methode zu wählen.

So, wie man durch Zug am Schaltpaddel vom Segelmodus in den Schubbetrieb schalten kann, würde ich mir eine Möglichkeit wünschen, ohne Tritt aufs Gaspedal vom Schubbetrieb in den Segelmodus schalten zu können (vielleicht jeweils ein Schaltpaddel für jeweils eine dieser Funktionen) ... und zwar unabhängig vom gewählten Fahrprofil.

Zitat:

Original geschrieben von Don_Blech



Zitat:

Original geschrieben von Diabolomk


Kommt immer auf das Streckenprofil des Fahrers an(was grundsätzlich ja überhaupt für sparsame Fahrweise ausgelegt sein muss).
Ich denke eher, man kann auf jedem Streckenprofil (relativ für eben dieses Profil) viel oder wenig verbrauchen. Segeln, Motorbremse sind aber eben keine Selbstläufer. Vorausschauende, intelligente Fahrweise ist immer erforderlich, um situationsbedingt die richtige Methode zu wählen.
So, wie man durch Zug am Schaltpaddel vom Segelmodus in den Schubbetrieb schalten kann, würde ich mir eine Möglichkeit wünschen, ohne Tritt aufs Gaspedal vom Schubbetrieb in den Segelmodus schalten zu können (vielleicht jeweils ein Schaltpaddel für jeweils eine dieser Funktionen) ... und zwar unabhängig vom gewählten Fahrprofil.

Eben drum bleibe ich beim Handschalter ohne Fahrprofilauswahl. Nur ich kann vorausschauend fahren, das Auto kann es nur versuchen.

Deine Antwort
Ähnliche Themen