Sammelthread: Rund um den VW Abgasskandal

VW Golf 6 (1KA/B/C)

VW Skandal - woran erkenne ich - ob mein Wagen betroffen ist? Sollte man etwas unternehmen?

Beste Antwort im Thema

Leute macht euch doch nicht so verrückt und andere gleich mit!
Meinst du bei anderen Marken wird nicht irgendwas verändert ( manipuliert) um auf gute Werte zukommen?

Was willst du unternehmen? Auto verkaufen? VW verklagen?
Fährt dein Auto seit dem du die Nachricht bekommen hast schlechter als sonst?
Ist dein VW aus den USA, oder weißt du ganz sicher das deins auch betroffen ist?

Das einzige was man tun kann, ist erstmal in ruhe abzuwarten und zusehen was noch passiert.
In der Zwischenzeit fährt dein Golf wie all die Jahre, dich auch noch überall hin 🙂

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@golfcr
Könntest du mehr Infos zu deinem Golf geben... Ich habe bisher noch nichts bekommen! Ich könnte mir vorstellen, dass die jüngeren Autos auch erst später dran sind.
Baujahr, mkb, Getriebe?

Beste grüße

Gerne 🙂
Golf 6 2.0TDI Variant, MJ 2010, Getriebe Handschaltung LHD, MKB ist CBAB

Zitat:

@2.0TDI-GOLF schrieb am 23. Februar 2016 um 15:36:15 Uhr:



Zitat:

@GolfCR schrieb am 23. Feb. 2016 um 15:31:06 Uhr:


da hat sich einer mühe gegeben....

Du hast doch eine persönliche Anrede bekommen 😉 was will man mehr 😉

Und das sogar von Doktor Schu(b)kraft von der Abteilung "VW Verbraucherschutz" unterzeichnet. Selten so etwas lächerliches gehört oder gelesen von der VW Verbraucherverarschungsabteilung.

Alle in einen Sack und druff.....Klick mich😁

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Aber eig. auch richtig so.
Verbocke ich etwas, haftet in erster Linie meine Firma.
Diese wiederum kommt dann aber zu mir...

Letztendlich musste für all das einer sein OK gegeben haben.
Und gebau dieser sollte für alles Haften.
Die haben doch genug Geld.
😉

Diejenigen die dafür haften werden haben leider nicht genug Geld, denn es werden am Ende die Arbeiter am Fließband und die Zulieferer sowie Maschinenbaurer sein, die die Zeche zahlen werden.
Weder die Anleger, noch die hohen Tiere im Konzern werden langfristig auf Ihre Gewinne und Zulagen verzichten, um den Schaden in Miliardenhöhe aufzufangen.
Stattdessen wird wieder zu den bekannten Mitteln gegriffen: VK-Preise rauf, Rabatte runter, Kosten sparen, Löhne drücken, Zulieferer ausquetschen.
Am schnellsten kann man üblicherweise bei den Lohnkosten sparen, also einfach mal ein paar Zeitarbeitsverträge nicht mehr verlängern und schon ist ein Teil der Kosten wieder drin.

Un jede Klage betroffener Kunden drheht dieses Rad noch weiter, unabhängig davon ob nun berechtigt oder nicht.

Zitat:

@katylemon schrieb am 24. Februar 2016 um 12:21:42 Uhr:


Diejenigen die dafür haften werden haben leider nicht genug Geld, denn es werden am Ende die Arbeiter am Fließband und die Zulieferer sowie Maschinenbaurer sein, die die Zeche zahlen werden.
Weder die Anleger, noch die hohen Tiere im Konzern werden langfristig auf Ihre Gewinne und Zulagen verzichten, um den Schaden in Miliardenhöhe aufzufangen.
Stattdessen wird wieder zu den bekannten Mitteln gegriffen: VK-Preise rauf, Rabatte runter, Kosten sparen, Löhne drücken, Zulieferer ausquetschen.
Am schnellsten kann man üblicherweise bei den Lohnkosten sparen, also einfach mal ein paar Zeitarbeitsverträge nicht mehr verlängern und schon ist ein Teil der Kosten wieder drin.

Un jede Klage betroffener Kunden drheht dieses Rad noch weiter, unabhängig davon ob nun berechtigt oder nicht.

Tja so ist das Geschäft!

Stell dir einmal vor du bist Chemiker in einem Chemiekonzern, besser in einem Pharmaunternehmen. Du hast Jahre gebraucht um einen Wirkstoff zu entwickeln und dein Arbeitgeber hat unzähliges Geld in deinen Forschungsansatz gesteckt. Erste Tests sind sehr viel versprechend und es knallen zu Recht überall im Unternehmen die Korken auf dich und es werden erste Patente auf das neue Medikament angemeldet!

Nach mehreren Jahren klinischer Studien stellt sich jedoch heraus, dass das neue Medikament bei 7 von 10 Patienten schwerere Nebenwirkungen verursacht. Deine Chefs veranlassen daraufhin, dass der Test geschönt wird und nur noch 2 von 10 Patienten schwerere Nebenwirkungen haben und erhalten dadurch die Zulassung für das Medikament und können es in der Welt verkaufen!
Der ganze Schwindel fliegt nach mehreren Jahren auf. Was denkst du, was mit diesem Konzern und mit den ganzen Mitarbeitern in der Produktion passiert? Dieses Unternehmen ist zu Recht Geschichte und bekommt keine Zulassung für seine Produkte mehr!

In anderen Industriezweigen herrschen auch sehr strenge Auflagen und es existiert extrem hohe Konkurrenz. Dennoch schreitet hier aufgrund der Geschichte der Gesetzgeber "vehement" ein und greift durch - auch im Hinblick auf Entschädigungen der Kunden - das ganze sehe ich bei VW und der Automobilindustrie noch nicht!

Beste Grüße

Ich gebe Dir vollkommen recht darin, dass ein Unternehmen welches einen Fehler macht, für die Konsequenzen gerade zu stehen hat.
Wenn ein Unternehmen betrügt, sollte es darüber hinaus ggf. auch entsprechend bestraft werden (bzw. die Verantwortlichen).

Bezogen auf den VW Skandal und einige Äusserungen in diesen Thread hier scheinen aber manche Betroffene der Meinung zu sein, aus der Situation selber das grössmögliche Kapital schlagen zu müssen. Frei nach dem Motto: erst mal alles und jeden Verklagen, ich bin ja Rechsschutzversichert. Die Anwaltskanzleien helfen einem dabei natürlich gerne, aus reinem Gerechtigkeitssinn und so...
Dabei wird dann allerdings ausser acht gelassen, dass man bei einer Klagewelle gegen den VW-Konzern eher den Arbeiter bestraft, als den Manager.

Ich bin übrigens auch selbt mit einem Fahrzeug betroffen und erwarte von VW, dass das Problem behoben wird, ohne dass dies zu meinen Lasten geht. Allerdings bin ich mir auch darüber bewust, dass die Strukturen der Verbraucherrechte zwischen USA und Deutschland nicht ansatzweise vergleichbar sind und daher auch die Konsequenzen in diesen Märkten unterschiedlich ausfallen. Unabhängig davon, dass die Politik hierzulande schon immer sehr offene Ohren für die Wünsche der Automobilindustrie hatte und auch weiterhin haben wird.

Zitat:

@katylemon schrieb am 24. Februar 2016 um 13:45:16 Uhr:


Ich gebe Dir vollkommen recht darin, dass ein Unternehmen welches einen Fehler macht, für die Konsequenzen gerade zu stehen hat.
Wenn ein Unternehmen betrügt, sollte es darüber hinaus ggf. auch entsprechend bestraft werden (bzw. die Verantwortlichen).

Bezogen auf den VW Skandal und einige Äusserungen in diesen Thread hier scheinen aber manche Betroffene der Meinung zu sein, aus der Situation selber das grössmögliche Kapital schlagen zu müssen. Frei nach dem Motto: erst mal alles und jeden Verklagen, ich bin ja Rechsschutzversichert. Die Anwaltskanzleien helfen einem dabei natürlich gerne, aus reinem Gerechtigkeitssinn und so...
Dabei wird dann allerdings ausser acht gelassen, dass man bei einer Klagewelle gegen den VW-Konzern eher den Arbeiter bestraft, als den Manager.

Ich bin übrigens auch selbt mit einem Fahrzeug betroffen und erwarte von VW, dass das Problem behoben wird, ohne dass dies zu meinen Lasten geht. Allerdings bin ich mir auch darüber bewust, dass die Strukturen der Verbraucherrechte zwischen USA und Deutschland nicht ansatzweise vergleichbar sind und daher auch die Konsequenzen in diesen Märkten unterschiedlich ausfallen. Unabhängig davon, dass die Politik hierzulande schon immer sehr offene Ohren für die Wünsche der Automobilindustrie hatte und auch weiterhin haben wird.

Wir sind völlig einer Meinung!! In diesem Abgasskandal profitieren überwiegend die Rechtsverdreher 😉

Ich wollte nur aufzeigen, dass heute schon andere Industriezweige deutlich mehr unter Kontrolle und Strafe stehen (aus gutem Grund) als die Automobilindustrie, obwohl unsere Gesundheit auch von den verkauften Autos abhängt.
Für ein Chemiekonzern lohnt es sich schlichtweg nicht, irgendwelche Manipulationen für ein Produkt zu dulden, da die Konsequenzen ein enormes Ausmaß einnehmen werden. Des Weiteren sind Manipulationen so unwahrscheinlich, weil hier der Gesetzgeber viel aufmerksamer hinschaut als in der Autoindustrie!

Vergleiche die Zulassung eines neuen Autos durch das KBA und die Zulassung eines neuen Medikaments (über Jahre unabhängige klinische Studien)! oder noch ein kurzes Bsp. der TÜV liest die Abgaswerte über das Auto aus! ... er misst keine Werte am Auspuff via Sonde, so wie es früher der Fall war. Also wenn das keine politische Einladung zum Schummeln ist, dann weiß ich auch nicht!

Man kann nur hoffen, dass unsere Politik hier in Zukunft auch genauer hinschaut ...

Anmerkung: Mein Brief kam heute.

Mein Auto: Golf 2.0TDI GTD. Volle Hütte. EZ: 09.04.2012

Zitat:

@2.0TDI-GOLF schrieb am 24. Februar 2016 um 14:03:34 Uhr:


Vergleiche die Zulassung eines neuen Autos durch das KBA und die Zulassung eines neuen Medikaments (über Jahre unabhängige klinische Studien)! oder noch ein kurzes Bsp. der TÜV liest die Abgaswerte über das Auto aus! ... er misst keine Werte am Auspuff via Sonde, so wie es früher der Fall war. Also wenn das keine politische Einladung zum Schummeln ist, dann weiß ich auch nicht!

Da gebe ich Dir vollkommen Recht, diesbezüglich wird die Automobilindustrie sicherlich gegenüber anderen Industriezweigen bevorzugt behandelt. Ich vermute, dass man sich das deshalb erlaubt, weil man einen kausalen Zusammenhang zwischen einem Medikament und einem daraus entstandenen Gesundheitsrisiko einfacher herstellen kann, als zwischen Abgaswerten eines Autos und dem daraus resultierenden Gesundheitsrisiko. Zur Luftverpestung tragen ja noch viele andere Faktoren bei, die man sich immer entsprechend zurechtrücken kann. Somit ist der Druck auf die Politik, diese zum Handeln zu zwingen, in den letzten Jahren vergleicsweise gering gewesen.

Wenn aber Patienten durch Einnahme eines bestimmten Medikamentes geschädigt werden oder gar zu tode kommen, ist das z.B. für die Medien ein einfach herzustellender Zusammenhang, der entsprechende Konsequenzen erfordert.

Ich selbst bin z.B. im Bereich der Maschinensicherheit tätig. Da könnte man sich einen vergleichbar laxen Umgang mit den Risiken für Leib und Leben niemals erlauben, ohne die eigene Existenz und die der Firma zu auf Spiel zu setzten.
Dennoch gehöhrt es zur Warheit, das auch hier immer das (Rest-)Risiko gegen die Wirtschaftlichkeit abgewogen wird.

Dass die Politik allerdings mal was Sinnvolles zustande bringt halte ich für unwahrscheinlich, so lange das Verkehrsministerium vom Hr. Dobrindt geleitet wird...

Zitat:

@2.0TDI-GOLF schrieb am 24. Februar 2016 um 14:03:34 Uhr:



Man kann nur hoffen, dass unsere Politik hier in Zukunft auch genauer hinschaut ...

Genauso ist es. Und wenn man ehrlich ist sollte man auch bis zu dem Zeitpunkt wo es zuverlässige Emissionsmessungen für den realen Betrieb gibt, nur Autos kaufen, von denen man weiß, dass sie ein unproblematisches Abgasverhalten haben. Das trifft leider bei der aktuellen EU6 Norm nicht zu.
Das würde die ganze Sache sicherlich beschleunigen, weil es dann plötzlich im Interesse der Hersteller ist, zuverlässige Abgastests zu haben.

In diesem Sinne sollten eher Autos gekauft werden, dessen Hersteller bewusst mehr für den Gesundheitsschutz der Mitmenschen tun, als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum. Mir fallen hier Toyota mit seinem Hybridantrieb (kein Feinstaub, kaum NOx) und falls es unbedingt ein Diesel sein soll, der PSA Konzern ein. PSA war der einzige, der von Anfang an auch bei den Kleinwagen den SCR Kat eingebaut hat. Bis heute sind sie mit ihrer Strategie alleine. Solche Firmen gehören belohnt.

US-Anwälte wollen VW-Chef Müller belangen

"Neben Volkswagens Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn ist auch sein Nachfolger Matthias Müller ins Visier der US-Anwälte geraten. Der Top-Manager soll in drei Sammelklagen persönlich zur Rechenschaft gezogen werden.

In den Klagen geht es zumeist um Vorwürfe wegen Betrugs, Vertragsbruchs, irreführender Werbung und Wettbewerbsverzerrung. Neben zahlreichen US-Autobesitzern klagen auch VW-Vertragshändler und andere Autohäuser, die sich als Opfer des Skandals sehen.

Die Vorwürfe gegen die Wolfsburger sind heftig: "Volkswagens illegaler Komplott entstand aus Gier und der Ambition, den weltweiten Automarkt um jeden Preis zu dominieren", heißt es in den 719, 74 und 90 Seiten langen Klageschriften. Die Rede ist von einem der "unverschämtesten Unternehmensverbrechen der Geschichte".

Ein VW-Konzernsprecher in Wolfsburg sagte auf Anfrage, dass der Konzern die Klagen zur Kenntnis genommen habe. Ihr Inhalt werde nun intern bewertet, eine Stellungnahme dazu könne es aber nicht geben, sagte der Sprecher unter Verweis auf die laufenden Verfahren.

Nicht nur Müller soll sich verantworten, sondern auch andere Spitzenentscheider von Unternehmen, die in die Affäre um manipulierte Abgaswerte Hunderttausender Diesel-Autos verwickelt sein sollen. Dabei handelt es sich unter anderen um Audi-Chef Rupert Stadler und Volkmar Denner, den Vorstandsvorsitzenden des Zulieferers Bosch.

Darüber hinaus zielt die Klage auf die US-Chefs von Audi und Porsche und die ehemaligen VW-Ingenieure Ulrich Hackenberg und Wolfgang Hatz. Hinzu kommen der über den Skandal gestürzte Ex-VW-Boss Winterkorn und der US-Chef von VW, Michael Horn. Sie waren bereits zuvor als Beklagte im Visier der US-Anwälte.

VW hatte nach Betrugsvorwürfen, die das US-Umweltamt EPA am 18. September publik machte, Manipulationen in großem Stil bei Emissionstests eingeräumt. Das US-Justizministerium hat deshalb bereits im Januar eine Zivilklage im Auftrag der EPA gegen den Konzern eingereicht - alleine hier droht theoretisch eine Strafe von bis zu 46 Milliarden Dollar (etwa 42 Mrd Euro).

Über 500 Zivilklagen von US-Verbrauchern wurden im Dezember in Nordkalifornien gebündelt, um die Mammut-Verfahren zu vereinfachen. Hinter den zusammengeführten Sammelklagen stehen Autofahrer und Vertragshändler, die sich getäuscht sehen. Außerdem klagen Autohäuser auf Schadenersatz. Da VW seine vermeintlich umweltfreundliche "Clean Diesel"-Technologie aggressiv vermarktet habe, hätten sie weniger wirklich saubere Wagen verkauft, argumentieren sie.

VW steht in dem Skandal an diversen Fronten unter Druck. Die Wolfsburger haben sich mit den US-Behörden noch immer nicht auf einen Plan zur Beseitigung der "Defeat Device" genannten Manipulationsprogramme in fast 600.000 betroffenen Autos einigen können. Um US-Kunden zu besänftigen, nahm der Konzern bereits viel Geld für Einkaufsgutscheine und gratis Pannen-Service in die Hand.

Zudem hat VW den US-Staranwalt Kenneth Feinberg beauftragt, eine außergerichtliche Lösung zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten zu entwickeln. Feinberg hatte bereits dem US-Autoriesen General Motors nach einer Pannenserie wegen defekter Zündschlösser, die über 100 Autofahrer das Leben kostete, einen Hunderte Millionen Dollar schweren Entschädigungsfonds eingerichtet."

Puh das liest sich doch heftig. Müller, Winterkorn, Hackenberg, Hatz und Horn im Visier von Anwälten, dazu klagen sogar amerikanische VW-Händler gegen den Konzern, mit dem sie eigentlich zusammenarbeiten. Das macht keine gute Stimmung und ist dem Image abträglich. Gerade so, als sei es eine Strafe, mit VW-Produkten zu handeln. Und zu guter letzt gerät die Firma Bosch mehr und mehr ins Fadenkreuz.

Das alles deutet darauf hin, dass VW so schnell nicht aus den negativen Schlagzeilen herauskommt, denn solche Prozesse ziehen sich lange hin.

Wir haben den Höhepunkt des Dieselgates noch nicht gesehen. 😮

Bosch droht jedoch kaum Gefahr.

"Außerdem klagen Autohäuser auf Schadenersatz. Da VW seine vermeintlich umweltfreundliche "Clean Diesel"-Technologie aggressiv vermarktet habe, hätten sie weniger wirklich saubere Wagen verkauft, argumentieren sie."
Welche wirklich sauberen Fahrzeuge gibt's denn in den USA? Sind den ihre Dieselfahrzeuge sauberer? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

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