Hoher Benzinverbrauch
Hi,
ich habe folgendes Problem mit meinem Golf VI 1.4 TSI 90kW (122ps - Handschalter). Wenn ich ihn nach längerer Warmfahrphase ab und zu trete (heißt mal im 2ten/3ten Gang bis zum Begrenzer) kann ich förmlich zuschauen, wie die Tanknadel richtung 0 geht. Ist das bei euch auch so ? Würde mich mal interessieren.
Gruß
Beste Antwort im Thema
Hat er irgendwo geschrieben, wie lange er für die 120km gebraucht hat? Ich glaube nicht.. wenn er die mit 200km/h runterprügelt, liegt sein Verbrauch auch nicht bei 5,7l... sondern eher bei 10l.
Und wer im 2. oder 3. unbedingt in den Begrenzer muss, der braucht sich auch nicht wundern, wenn der Tank schneller leer ist.. ganz egal, ob das Auto vorher warm gefahren wurde oder nicht.
Bei 140km/h sollte der Verbrauch bei 7-7,5l liegen, danach steigt es ruck zuck auf 8,9,10l an.
Mal eine Alternative zur "Wandelei": Spritspartraining absolvieren. 😉 Sonst habt ihr dasselbe Problem demnächst mit einem anderen Auto/Hersteller.
[e] Vor allem mal vorausschauend fahren.. wenn ich sehe wie oft einige "Idioten" nochmal Gas geben, obwohl die Ampel vor einem schon längst auf Rot gesprungen ist, und dann kurz vor der Linie in die Eisen steigen, dann wunder ich mich auch nicht über solche Threads wie diesen hier.
175 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Halema
Einfach mal früh die Kupplung treten und rollen lassen. Der Golf hat einen sehr niedrigen Rollwiderstand. Auch verbraucht mein GTI bei 25 km/h im dritten Gang mehr als wenn ich den rollen lasse und der Motor im Leerlauf läuft. Damit schafft man es meistens zur nächsten roten Ampel.
Also ich mache es genau umgekehrt. Immer eingekuppelt ausrollen lassen, weil der Momentverbrauch dann 0 ist und die Motorbremse zumindest beim Diesel sehr schwach ist. Oder missverstehe ich dich?
Dann wirst du ja langsamer, ist auch richtig, wenn du kurz vor der Ampel bist. Aber manchmal sind es noch 200m und wenn du eingekuppelt lässt, muss der Motor dich bis zur Ampel ziehen. Das verbraucht dann mehr Sprit als Auskuppeln und rollen lassen.
Dazu habe ich mal einen Bericht gelesen. BMW möchte sowas mit GPS verknüpfen. Der sagt dir dann immer, wann du vom Gas gehen sollst, damit ausgekuppelt werden kann und das Auto so lange wie möglich rollen kann.
Z.B fährst 100 km/h und kommst zum nächsten Ort. Vom Gas gehe und Gang drin lassen und du kommst 100m weit (100 km/h -> 50 km/h). Mit Gang raus kommst du aber 300 m weit.
Also entweder 200 m 6 Liter/100 km, 100m kein Verbrauch
Oder 300 m 2 Liter/100 km
Am Ende sparrst du durch Auskuppeln 66% Sprit. Einfach mal ausprobieren.
VW empfiehlt in seinen Spritspartipps soweit ich mich entsinne den Einsatz der Motorbremse bzw. Schubabschaltung...
Ich bezweifle daher einfach mal, dass Auskuppeln 66% spart, abgesehen davon, dass es ziemlich lebensfern ist 1km vor ner Ortschaft auzukuppeln, damit der Wagen dann am Ortsschild noch 50 fährt...
Zitat:
Original geschrieben von xmisterdx
..... abgesehen davon, dass es ziemlich lebensfern ist 1km vor ner Ortschaft auzukuppeln, damit der Wagen dann am Ortsschild noch 50 fährt...
Vor allen, wenns dann noch ein GTI ist, der da vor einen im Weg "rumrollt" 😁
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Hey, dass war ein Tipp. Heißt noch lange nicht, dass ich das mache. 🙂
@xmisterdx: Nun, es wird nicht empfohlen, da man die Strecke genau kennen muss und man muss dem Fahrer nun erklären wann man kuppeln soll und wann nicht. Deswegen wird das auch bei BMW mit GPS und Automatik kombiniert. Man spart 66% auf diesen Abschnit, auf 100km gesehen ist das nicht mehr so viel.
Ob man das nun Spaß macht ist eine andere Sache, aber sparen kann man damit gut, wie es im Artikel auf spiegel.de stand.
Zitat:
Original geschrieben von Halema
Dann wirst du ja langsamer, ist auch richtig, wenn du kurz vor der Ampel bist. Aber manchmal sind es noch 200m und wenn du eingekuppelt lässt, muss der Motor dich bis zur Ampel ziehen. Das verbraucht dann mehr Sprit als Auskuppeln und rollen lassen.Dazu habe ich mal einen Bericht gelesen. BMW möchte sowas mit GPS verknüpfen. Der sagt dir dann immer, wann du vom Gas gehen sollst, damit ausgekuppelt werden kann und das Auto so lange wie möglich rollen kann.
Z.B fährst 100 km/h und kommst zum nächsten Ort. Vom Gas gehe und Gang drin lassen und du kommst 100m weit (100 km/h -> 50 km/h). Mit Gang raus kommst du aber 300 m weit.
Also entweder 200 m 6 Liter/100 km, 100m kein Verbrauch
Oder 300 m 2 Liter/100 kmAm Ende sparrst du durch Auskuppeln 66% Sprit. Einfach mal ausprobieren.
die Rechnung haut in der Praxis nicht hin. Die "Reichweite" ist mit/ohne Schubabschaltung nahezu identisch. 300 zu 100 m ist jedenfall fern jeder Realität.
Bei Rollen vs Schubabschaltung sind sowohl Verbrauch wie Geschwindigkeitsverlust sehr ähnlich, und damit auch der Verbrauchsunterschied insgesamt.
Auch wenn ich weiss, dass es hier nicht um eine Diskussion TSI gegen TDI geht, muss ich dazu mal was schreiben.
Ich hatte bis vor 6 Wochen einen 1,4 TSI mit 140 PS (Ver) GT Sport mit DSG, den hatte ich fast 4 Jahre und bin in der Zeit 66 TKM gefahren. Super Auto, hat viel Spaß gemacht. Aber, der Spritverbrauch war nicht ohne. Ich habe von 450 - 590 km mit einer Tankfüllung geschafft, je nachdem wie schonend - oder eben nicht schonend :-) ich gefahren bin. Mehr als knapp 600 km ging nicht. Wäre ich eine Tankfüllung lang nur Landstraße mit 80 km/h gefahren - da hätte ich bestimmt auch deutlich mehr geschafft - aber ich fahre fast ausschliesslich Stadtverkehr und BAB.
Jetzt habe ich einen GTD. Sicherlich, höherer Anschaffungspreis, von Steuern und Versicherung ganz zu schweigen. Aber, mit der ersten Tankfüllung bin ich 800 km gefahren (fast nur BAB), mit der zweiten 770 km (halb BAB, sonst reiner Stadtverkehr). Ab 160 km/h hat mein TSI gesoffen wie ein Loch, da konnte ich der Tanknadel zuschauen. Und egal was für Rechnungen man zu diesem Thema aufstellen kann, mich machts extrem zufrieden nicht mehr so oft ans tanken denken zu müssen. Und auch mal "entspannt" etwas flotter zu fahren. Manche Dinge kann man nicht ausrechnen - das gehört für mich dazu. Eine Freundin von mir hatte den 140 PS Diesel und hat sich jetzt den 160 PS TSI geholt. Sie fährt ca. 60 km/Tag rein BAB. Die Verbrauchsrealität hat sie auch relativ schnell eingeholt. Bei nicht verbrauchsorientierter Fahrweise muss man entschieden öfter nach einer Tankstelle Ausschau halten im Vergleich zum Diesel.
Und zum Thema MFA. Ich finds immer total schön, wenn ich hier im Forum von 5,x l Durchschnittsverbräuchen lese. Meiner Meinung nach ist nur relevant, wie weit man mit einer Tankfüllung gekommen ist. Wie gesagt, mit einer entspannten Landstraßenfahrt mit 80 km/h fahr ich mit jedem Auto sparsam.....
Und abschliessend sei gesagt, ich habe den TSI supergerne gefahren, keine Frage. Er hat in jeder Beziehung Spaß gemacht - ausser beim Spritverbrauch. Und ich will keineswegs den Diesel verherrlichen - jeder muss das für sich entscheiden. Ich fahre "nur" 15TKM im Jahr, trotzdem war für mich persönlich der Diesel jetzt die bessere Entscheidung - Spaß & sparsam :-)
Zitat:
Original geschrieben von 0 0 7
Stellt sich noch immer die Frage, ab wann sich ein GTD wirklich im Vergleich zum 122 PS TSI lohnt ... ich meine, wie oft fährt man mit Geschwindigkeiten, in denen der Unterschied deutlich ist ... und dann muss man sich fragen, ab wann sich die höheren Anschaffungskosten, Steuer, Versicherung, Wartung ... wirklich lohnen ...Bei Threads wie diesem habe ich immer wieder das Gefühl, daß sich GTD Fahrer "Opfer" suchen müssen, um Ihren GTD zu aussehen zu lassen ... und ich denke, 75% aller GTD Fahrer hätten im tiefsten Herzen lieber einen GTI ...
Zitat:
Original geschrieben von derradlfreak
die Rechnung haut in der Praxis nicht hin. Die "Reichweite" ist mit/ohne Schubabschaltung nahezu identisch. 300 zu 100 m ist jedenfall fern jeder Realität.Zitat:
Original geschrieben von Halema
Dann wirst du ja langsamer, ist auch richtig, wenn du kurz vor der Ampel bist. Aber manchmal sind es noch 200m und wenn du eingekuppelt lässt, muss der Motor dich bis zur Ampel ziehen. Das verbraucht dann mehr Sprit als Auskuppeln und rollen lassen.Dazu habe ich mal einen Bericht gelesen. BMW möchte sowas mit GPS verknüpfen. Der sagt dir dann immer, wann du vom Gas gehen sollst, damit ausgekuppelt werden kann und das Auto so lange wie möglich rollen kann.
Z.B fährst 100 km/h und kommst zum nächsten Ort. Vom Gas gehe und Gang drin lassen und du kommst 100m weit (100 km/h -> 50 km/h). Mit Gang raus kommst du aber 300 m weit.
Also entweder 200 m 6 Liter/100 km, 100m kein Verbrauch
Oder 300 m 2 Liter/100 kmAm Ende sparrst du durch Auskuppeln 66% Sprit. Einfach mal ausprobieren.
Bei Rollen vs Schubabschaltung sind sowohl Verbrauch wie Geschwindigkeitsverlust sehr ähnlich, und damit auch der Verbrauchsunterschied insgesamt.
Wie kommst du auf diese Aussage, dass meine Behauptung falsch ist? Bauchgefühl?
Andere Frage: wenn du recht hast, und das bringt nichts. Warum baut BMW nicht die Kombination Schubabschaltung + GPS, sondern Auskuppeln + GPS?
Meine Erfahrung sagt, dass je nach Situation eines der beiden Vorteile hat. man muss halt wissen, wann man was wählen muss. Hier in der 30-Zone z.B. kann ich leicht bergab Rollen lassen, Schubabschaltung funktioniert nicht. Hier habe ich einen Verbrauch zum Auskupppeln 8 Liter zu unter vier Liter. Und das geht mehrere 100 m ohne langsamer zu werden.
Auch wenn es die wenigsten glauben (wollen): Gekonntes Auskuppeln an geeigneten Stellen ist definitv sparsamer als teils Gas und dann Motorbremse. Jedoch hängt es stark von der Situation ab.
Wirklich gute Spritspartrainer weisen darauf hin, habe es bei VW erlebt. Aber diese Fahrweise erfordert viel Erfahrung, Konzentration und Disziplin. Wer mehr digital auf Gas und Bremse steht, wird Probleme damit haben.
Hier der einfache physikalische Beweis:
Auch Automotoren drehen sich ungern und sind faul. Je mehr Umdrehungen ein Motor (auf einem Streckenabschnitt) machen muss, desto mehr Energie wird benötigt. Wenn man eine Strecke eingekuppelt ausrollt und damit beim Ausrollen den Motor auf Drehzahl halten (=Motorbremse), muss diese Energie vorher als kinetische Energie und/oder potentielle Energie gespeichert worden sein.
Wenn man aber ausrollt und nicht die Bremse einsetzten muss, ist die mittlere Drehzahl geringer, (Vergeich 300m gerollt gegen 200m Gas + 100m) eingekuppelt) und somit der Energiebedarf geringer.
Somit ist zumindest in der Ebene oder in Steigungen gekonntes Ausrollen bei ggf. geringfügig länger Fahrzeit (Sekundenbereiche) sparsamer.
Es herrscht eine recht enge Korrelation zwischen mittlerer Drehzahl und dem Verbrauch und daher ist ein Fahrprofil mit möglichst geringer Durchschnittsdrehzahl anzustreben. Nur im starken Gefälle oder wenn Bremsungen nicht mehr vermeidbar sind, ist es natürlich günstiger die Motorbremse zu nutzen.
Deutsche Automobilhersteller würden sich keinen Forschungsaufwand in derartige "Auskuppelstrategien" stecken, wenn schon der physikalische Ansatz falsch wäre. So blöd sind deutsche Ingenieure sicherlich nicht! Nur weil die Mehrheit hier die Wirksamkeit bestimmter Fahrstretegien bezweifelt, muss die Mehrheit nicht recht haben.
Ich kann die vom Halemna genannten Zahlenwerte (66%) durchaus bestätigen. Man kann dies auch mit Handschaltern und Momentanverbrauchsanzeige nachvollziehen.
Wenn der Spritpreis die 2 Euromarke nimmt, wird das Rollen vielleicht zum neuen Volkssport.
Die Drehzahl deines Motors spielt beim Auskuppeln absolut keine Rolle mehr, denn der Motor wird im Standgas durch Einspritzung von Kraftstoff angetrieben. Insofern kann ich deine Ausführung mit der geringeren mittleren Drehzahl beim Auskuppeln nicht ganz nachvollziehen...
Ich glaube, er meint das so:
200 m @ 2000rpm, 100m @ 0rpm ( kein Spritverbrauch) -> Durchschnitt 200x2000/300 = 1333
300 m @ 750 rpm -> Durchschnitt 300x750/300 = 750
Der Wirkungsgrad eines Automotors ist bekanntermaßen relativ gering. Somit ist der Gesamtenergiebedarfs eines Fahrzeugs stark abhängig von der Anzahl der Umdrehungen des Motors, da bei höherer Drehzahl die Reibleistung steigt und mehr Reibungsenergie verloren geht.
Standgas ist die geringstmögliche Drehzahl, hier sind die Reibungsverluste pro Zeiteinheit am gerinsten.
300m Standgas mit 800U/min (lange Ausrollphase) gegen 200m mit 1500 U/min eingekuppelt + 100m abfallende Drehzahl von 1500 U/min bis 1000 U/min ergeben als Mittelwert für das Ausrollen eine deutliche geringere Motordrehzahl und damit geringere Reibungsverluste.
@ Halemna: Im Prinzip richtig aber, die Drehzahl ist beim Ausrollen eingekuppekt nicht gleich 0, sondern fällt linear mit Geschwindigkeit bzw. sägezahnförmig wenn hochschaltet.
Zitat:
Wenn man eine Strecke eingekuppelt ausrollt und damit beim Ausrollen den Motor auf Drehzahl halten (=Motorbremse), muss diese Energie vorher als kinetische Energie und/oder potentielle Energie gespeichert worden sein.
Um zu segeln muss ich vorher keine Energie einsetzen? 😕
Zitat:
300m Standgas mit 800U/min (lange Ausrollphase) gegen 200m mit 1500 U/min eingekuppelt + 100m abfallende Drehzahl von 1500 U/min bis 1000 U/min ergeben als Mittelwert für das Ausrollen eine deutliche geringere Motordrehzahl und damit geringere Reibungsverluste.
Du weist aber auch was während der Schubabschaltung passiert? Ich sage jetzt einfach mal da ich deine 300m Ausrollphase mit NULL Liter Sprit bewältige.
Zitat:
Original geschrieben von Jubi TDI/GTI
Um zu segeln muss ich vorher keine Energie einsetzen? 😕Zitat:
Wenn man eine Strecke eingekuppelt ausrollt und damit beim Ausrollen den Motor auf Drehzahl halten (=Motorbremse), muss diese Energie vorher als kinetische Energie und/oder potentielle Energie gespeichert worden sein.
Man muss bei beiden Versionen vorher gleich viel Energien reinstecken, damit das Auto die Geschwindigkeit erreicht. Erst danach gibt es eine Sparmöglichkeit.
Um noch mehr zu sparen könnte man auskuppeln, den Motor ausstellen und dann 300 m rollen. Nur ist das nicht zu empfehlen, da z.B der Bremsverstärker ausfällt.