Golf 7: Kapitale Motorschäden beim 1.2 TSi EA211
Hallo! In letzter Zeit treten gehäuft kapitale Motorschäden beim 1.2 TSI auf. 4 Schrauben vom Nockenwellenversteller lösen sich, wandern Richtung Zylinderkopf und blockieren so das Nockenwellenrad. Der Zahnriemen reißt und der Motor ist hin.
Hat es hier im Forum auch schon jemanden erwischt?
Beste Antwort im Thema
Ich arbeite in einem größeren Autohaus der VW-Gruppe. Bei uns ist es das 3. Auto innerhalb 4 Wochen. 2x VW Golf aus 2014, 1x Seat Leon aus 2014. Kilometer 7000, 11000 und 19000. 1 Privatauto und 2 aus Autovermietungen. Es werden immer die Rumpfmotoren ersetzt, da die Kolben mit den Ventilen zusammengestoßen sind. Im aktuellen Fall ist außerdem massiv Öl ausgetreten, vermutlich ein Pleulschaden zusätzlich. Die Garantieabteilungen wollen immer Fotos vom Nockenwellenrad haben. Bisher war immer ein bestimmter Hersteller schadenverursachend. Diese sind auf den Teilen vermerkt, nennen werde ich ihn nicht öffentlich.
Ich möchte hier klarstellen, dass ich nicht für die Konkurrenz o.ä. arbeite, noch hier was schlechtreden will oder gar mit VW ne Rechnung offen habe. Ich möchte lediglich wissen, ob es auch andere Betroffene gibt.
1810 Antworten
Zitat:
@roehrich6 schrieb am 30. November 2019 um 18:01:16 Uhr:
Die Ecoboost Ford Motoren sind ja noch um etliches schlechter als die (Steuerketten)TSI. ..
Und es war ja auch mal wieder klar das da von Sir Donald keine Antwort drauf kommt.😛
Wenn du sowas behauptest, solltest du das auch beweisen können.
Jeder Hersteller hat seine Leichen im Keller. Man darf auch nicht übersehen, das über die Jahrzehnte die Anforderungen immer schärfer in Sachen Verbrauch, Service und Abgas geworden sind. Und die meisten Hersteller alles am Computer entwickeln und simulieren. Die können heute ziemlich genau sagen, wie lange ein Bauteil hält (halten soll).
me3
Zitat:
@207ccFeline schrieb am 30. November 2019 um 16:43:38 Uhr:
Dann sag es uns doch wenn Du es weißt.😉
Wie ist das nochmal mit den undichten Stirndeckeln beim Ford EcoBoost Motor und warum haben Andere nicht die selben Probleme?😁😛
Die Frage ist immer wie man damit umgeht.
Die undichten Stirndeckel wurden meines Wissens anstandslos behoben.
😉 Davon abgesehen das es den EcoBoost Motor nicht gibt.
Qualitätsprobleme gibt es bei jedem Hersteller, nur der Umgang damit unterscheidet sich teilweise gravierend.
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Zitat:
@me3 schrieb am 30. November 2019 um 19:53:20 Uhr:
Die können heute ziemlich genau sagen, wie lange ein Bauteil hält (halten soll).
Das Problem beginnt wenn dann Kaufleute Preise drücken, Toleranzen in Absprache mit dem Zulieferer ändern um noch Billiger zu werden oder gleich ganz andere Zulieferer zum Zug kommen als der Hersteller während der Entwicklung.
Zitat:
@Sir Donald [url=https://www.motor-talk.de/.../...-beim-1-2-tsi-ea211-t5038354.html?...]schrieb am 30. November 201
😉 Davon abgesehen das es den EcoBoost Motor nicht gibt.
WIe heisst denn dann das dauernd kaputte Dreizylinder downsizingtausendkubikmotörchen von Ford?
Was hast du gedacht, was die kleinen TSIs sind!? Die 1,0 Ecoboostmotoren sind schon richtig gut gemacht. Und auch deiner wieder ausgesprochenen Behauptung dauernd kaputt widerspreche ich. Bring Beweise, das die dauernd kaputt gehen. Einzig das Problem mit den Froststopfen gab es. Bis etwa 2014 zum Fiestafacelift. Da wurde das geändert. Wie übrigens auch VW das Problem mit dem Nockenwellenversteller beseitigt hat.
Wir haben den 1,0 Ecoboost mit 100 und 125PS in der Familie. Beide sind absolut unauffällig und sehr zuverlässig.
me3
Zitat:
@roehrich6 schrieb am 30. November 2019 um 21:10:51 Uhr:
WIe heisst denn dann das dauernd kaputte Dreizylinder downsizingtausendkubikmotörchen von Ford?
Wenn ich eine britische Statistik richtig in Erinnerung habe liegt der VW-Konzern bei der Zahl der Motorschäden weit vor Ford.
Aber wie auch immer, Ecoboost ist schlicht eine Bezeichnung für Aufgeladene Benziner. Den Dreizylinder gibt es mittlerweile in mehreren Varianten die sich im Detail deutlich unterscheiden. Dann gibt es noch den 1,6/1,5er Vierzylinder der einer ganz anderen Motorenfamilie abstammt wie auch der 2,0 und 2,3er wieder einer ganz andere Motorenfamilie entstammt, ergo gibt es den Ecoboost nicht, nicht mal den Dreizylinder.
Ähnlich wie bei VW die TDI-Familie.
Zitat:
@Sir Donald schrieb am 30. November 2019 um 16:17:27 Uhr:
Zitat:
@adrianna20 schrieb am 30. November 2019 um 12:41:42 Uhr:
Die ist nur fürs Gewissen.😁
😁 Eben, denn nicht die beknackte Ausführung der Entlüftung ist das Problem sondern der Motorblock aus Alu.
😉 Da stellt sich nur die Frage warum Andere mit Alublöcken nicht dieselben Probleme hatten und haben.
Naja ich kann es ja mal genau beschreiben; da geht der Schlauch von KGE weg zum Luftfilter. So weit kein Problem. Am unteren Ende ist so eine Sperre aus Plastik im Schlauch..auf der KGE (Ölabscheider )wird die aufgesteckt. Die dient dazu das kein Öl Wasser-Gemisch nach oben wandert...hält es zurück. auch soweit ok. Aber der Durchlass an dieser Stelle ist sehr schmal ausgelegt..und setzt sich zu.
Da es ein Öl-wasser gemisch ist friert es nicht gleich zu....aber genau bei -8 °C ist Schluss...Dann wird es zur festen undurchlässigen Wand. hat man Glück und das ÖL das aus Ölmeßstab rausdrückt auf die Abgasanlage tropft und stinkt..dann riecht man es ( hatte ich und es war noch nicht zu spät) Fährt man aber auf die Autobahn merkt man nichts....
Dieses kleine Plastikstück hat tausenden Motoren das Leben gekostet. Meiner läuft jetzt 487.000 ....einfach Schade um das alles...die schönen Motoren wegen einem 20 Cent Plastikstück.
Nicht zu vergessen das das untere Ende so "intelligent" positioniert wurde das Eis das den Schlauch zusetzte auch die Ansaugöffnung für die Ölpumpe verstopfen konnte. Alleine das untere Ende der KGE etwas weiter vom Ansaugkorb der Ölpumpe positionieren hätte die Schäden vermieden, also schlicht ein Konstruktionsfehler.
Aber vielleicht waren Alublöcke damals für VW Neuland...
Zitat:
@me3 schrieb am 30. November 2019 um 21:32:31 Uhr:
Wir haben den 1,0 Ecoboost mit 100 und 125PS in der Familie. Beide sind absolut unauffällig und sehr zuverlässig.me3
ist das nicht der Motor wo der Zahnriemen im Ölbad läuft und wenn man nicht mit dem Öl aufpasst sich dieser Zahnriemen auflöst?
Zitat:
@klaus_gpx schrieb am 30. November 2019 um 22:55:36 Uhr:
Zitat:
@me3 schrieb am 30. November 2019 um 21:32:31 Uhr:
Wir haben den 1,0 Ecoboost mit 100 und 125PS in der Familie. Beide sind absolut unauffällig und sehr zuverlässig.me3
ist das nicht der Motor wo der Zahnriemen im Ölbad läuft und wenn man nicht mit dem Öl aufpasst sich dieser Zahnriemen auflöst?
Ja. Das man einen Zahnriemen durch das ÖL schicken muss habe ich nie verstanden. Aber man muss ja nicht alles verstehen.
Was gerne vergessen wird ist zu erwähnen das bislang die Autodoktoren die einzige Quelle für Schäden sind und das die beiden Halterinnen die Wechselintervalle gnadenlos überzogen haben, um wie viel erwähnten Sie nie.
Grundsätzlich ist ein Zahnriemen im Öl kein Problem, Problem ist eher Wartungsunwilligkeit bei den Haltern.
Zitat:
@Sir Donald schrieb am 30. November 2019 um 23:07:54 Uhr:
Grundsätzlich ist ein Zahnriemen im Öl kein Problem, Problem ist eher Wartungsunwilligkeit bei den Haltern.
Dreh es doch mal anders herum:
1-Warum das Ganze ? Ist doch wirklich nicht nötig
2-Die Frage des Öl - Wechsels wird unflexibler, komplizierter und --- teurer.
3-- Diese ( aus meiner Sicht ) sinnlose Verkomplizierung vormals relativ einfacher Dinge ( Ölwechsel ) würde ich mir niemals antun.
4. Fortschritt ist..die Dinge einfach und übersichtlich zu machen, das erspart viel Stress und erhöht die Lebensqualität...Ford macht genau das Gegenteil.....von mir aus...aber damit ist es für mich diese Marke absolut out.
5. man kann jetzt über VAG meckern wie man will..aber zb Reifenüberwachung bleiben sie beim passiven System..erspart mir wieder Kosten und Stress....also BMW und Mercedes sind auch draussen. Klar für Leasing gelten andere Regeln....muss halt jeder selber wissen was er tut.
Das frage ich mich schon immer, welchen Sinn hat ein im Öl laufender Zahnriemen (außer, dass er mehr Geld für den Hersteller beim Wechsel bringt)?
Steuerketten sind heutzutage genauso unsinnig, da sie kaum mehr länger halten als ein Zahnriemen oder Zahnriemen gar eine längere Haltedauer haben. Bei mir in der Bedienungsanleitung steht sogar, ich soll die Kette nach spätestens 100.000 km prüfen lassen.