Golf 7: Kapitale Motorschäden beim 1.2 TSi EA211
Hallo! In letzter Zeit treten gehäuft kapitale Motorschäden beim 1.2 TSI auf. 4 Schrauben vom Nockenwellenversteller lösen sich, wandern Richtung Zylinderkopf und blockieren so das Nockenwellenrad. Der Zahnriemen reißt und der Motor ist hin.
Hat es hier im Forum auch schon jemanden erwischt?
Beste Antwort im Thema
Ich arbeite in einem größeren Autohaus der VW-Gruppe. Bei uns ist es das 3. Auto innerhalb 4 Wochen. 2x VW Golf aus 2014, 1x Seat Leon aus 2014. Kilometer 7000, 11000 und 19000. 1 Privatauto und 2 aus Autovermietungen. Es werden immer die Rumpfmotoren ersetzt, da die Kolben mit den Ventilen zusammengestoßen sind. Im aktuellen Fall ist außerdem massiv Öl ausgetreten, vermutlich ein Pleulschaden zusätzlich. Die Garantieabteilungen wollen immer Fotos vom Nockenwellenrad haben. Bisher war immer ein bestimmter Hersteller schadenverursachend. Diese sind auf den Teilen vermerkt, nennen werde ich ihn nicht öffentlich.
Ich möchte hier klarstellen, dass ich nicht für die Konkurrenz o.ä. arbeite, noch hier was schlechtreden will oder gar mit VW ne Rechnung offen habe. Ich möchte lediglich wissen, ob es auch andere Betroffene gibt.
1810 Antworten
Zitat:
@Sir Donald schrieb am 17. November 2019 um 15:49:56 Uhr:
Zitat:
@Drahkke schrieb am 17. November 2019 um 14:48:17 Uhr:
Das ist für mich ein weiteres Beispiel für die schlechte OrganisationNicht nur bei Ford. Die wenigsten Großkonzerne könnten die Ansprüche erfüllen die sie an ihre Zulieferer stellen. Dabei sind die Autohersteller federführend dabei die ganzen Zertifizierungen wie IATF 16949 oder VDA 6.3. Aber die wissen wohl genau warum diese Zertifizierungen für Zulieferer gelten und nicht für den Auftraggeber.
Aber wichtig ist das innerhalb weniger Tage ein 8-D Report erstellt wird mitsamt Nachweis das die in der Fehleranalyse getroffenen Abstellmaßnahmen greifen.
Was ist denn ein 8-D Report?
Davon abgesehen wundere ich mich immer wieder, wie nach Jahren die Ursache für fehlerhafte Chargen gefunden werden kann.
Im übrigen hat die ganze Diskussion hier relativ wenig mit dem 1,2 TSI EA211 zu tun und ist eher herstellerübergreifend😁,
aber trotzdem interessant😎
Zitat:
@siring schrieb am 18. November 2019 um 16:32:13 Uhr:
Was ist denn ein 8-D Report?
Wird Heute gerne durch Ishikawa ersetzt. Aber im Kern ist das dasselbe
Zitat:
Davon abgesehen wundere ich mich immer wieder, wie nach Jahren die Ursache für fehlerhafte Chargen gefunden werden kann.
Zum einen Erfahrungswerte aus Produktion & QS und zum Anderen kommen Fehler öfters vor und das Problem ist "nur" das fehlerhafte Teile durch alle Sicherungssysteme durchgerutscht sind und beim Kunden landeten. Wenn man das Problem kennt und dessen Ursache kann man das auch noch nach Jahren nachvollziehen. Ein anderes Problem ist das Abstellen von Fehlern, denn da kommt der Parameter €€€€€ ins Spiel. Einige Fehler konnte man schlicht durch Einsatz von Investitionen vermeiden Welche aber Keiner bezahlen will. So könnte man zb eine 100% Kontrolle für kritische Merkmale durchführen aber das will kaum ein Kunde bezahlen.
Aber hin und wieder sind solche Fehleranalysen schlicht Kaffeesatzleserei da man den Fehler weder Nachvollziehen kann noch Reproduzieren, dann werden Sitzungen auch mal zur Märchenstunde weil der Kunde Antworten will die man nicht hat.
Auch kommt es vor das pauschal bei allen Zulieferern reklamiert wird und wie sollen die Lieferanten die die fehlerhaften Teile gar nicht produziert haben eine Lösung anbieten? Denn nicht immer gibt es nur einen einzelnen Lieferanten, Bosch, Conti usw sind in der Regel alleinige Lieferanten, aber die beziehen ihre Teile gerne mal von mehreren Zulieferern und die wieder von mehreren usw. Da wird die Lieferantenkette schon mal zum Besen.
Zitat:
@Medion12345678 schrieb am 16. November 2019 um 16:54:05 Uhr:
Zitat:
Es gab meines Wissens nach keinen offiziellen Rückruf, es wurde einfach beim nächsten Service mit gemacht. Ich wurde erst hinterher darüber informiert, dass der Nockenwellenversteller zusätzlich zum Service gewechselt wurde.
Das ist eh eine tolle Geschichte, fast schon so gut wie die beim Vorgängermotor mit dem Steuerkettenriss...
das darfste aber hier nicht öffentlich schreiben . . . weil passt eben nicht zu dem scheinbild der sogenannten premiumqualität . . .
Tja das kommt davon wenn man Premium fährt und billigsten Service haben will....;-)
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Tendenziell ja, im Vergleich gesehen ja.
Gut, dass ist was der Golf oft bietet. VW versaut es am Ende schnell mit dem Service wenn doch was ist.
Wer ist besser?
Zitat:
@schweik6 schrieb am 19. November 2019 um 20:23:09 Uhr:
Na ja, sog. Premiumhersteller sind zB. Audi, BMW, Mercedes, Porsche - VW zählt da nicht dazu.
Und was bieten die wirklich? Zu welchem Preis? Porsche Golfklasse?
Den Mehrwert von Audi sehe ich öfter, ist es den Mehrpreis Wert? Nicht.
Aber was ist Premium? Dämmung, Haptik, Ausstattung... da kann der Golf viel.
Apropos Audi, mal nen Audi Q2 anschauen und dann in den Golf.
Bis auf Infotainment ist der Q2 in keinem Punkt von Vorteil.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 19. November 2019 um 20:28:36 Uhr:
Zitat:
@schweik6 schrieb am 19. November 2019 um 20:23:09 Uhr:
Na ja, sog. Premiumhersteller sind zB. Audi, BMW, Mercedes, Porsche - VW zählt da nicht dazu.Und was bieten die wirklich? Zu welchem Preis? Porsche Golfklasse?
Den Mehrwert von Audi sehe ich öfter, ist es den Mehrpreis Wert? Nicht.
Aber was ist Premium? Dämmung, Haptik, Ausstattung... da kann der Golf viel.
Apropos Audi, mal nen Audi Q2 anschauen und dann in den Golf.
Bis auf Infotainment ist der Q2 in keinem Punkt von Vorteil.
Man muss aber einen Audi Q2 mit einen VW T Roc vergleichen,da ist ja ein Audi Q2 bei der Haptik Luxus
Muss man das?
Auch der Q2 hat Hartplastiktürverkleidungen.
Der Golf nicht.
Übrigens könnte ich damit sogar leben, aber das ist ein anderes Thema
Die sog. deutschen Premiumhersteller (die Einstufung kommt von der Fachpresse und nicht von mir), die ich genannt habe, bieten in der Qualitätsanmutung, Hapting, Innovationen und Wertbeständigkeit schon einen Vorsprung vor VW.
Allerdings auch im Preis - und deshalb bin ich von diesen Herstellern (ich habe viele Mercedes gefahren) abgekommen.
Die Wertbeständigkeit von heutigen "rollenden Computern" ist auch bei den Premiumprodukten gleich null - was heute aktuell ist, ist morgen schon alt. Heutige Autos taugen nicht mehr zum Oldtimer - leider.
Trotzdem kann ich sagen, dass VW (auch wenn wie überall gespart wird, wo man es nicht gleich sieht) von der Qualitätsanmutung und Langzeitqualität besser ist wie zB. Ford, Opel, Renault, Fiat.
Ich kann aktuell vergleichen mit BMW 135 i, VW Golf 7 und Renault Clio 4 RS Trophy.
Was nutzt mir ein tolles Armaturenbrett etc wenn ich auf dem Seitensteifen stehen und auf den Pannendienst warten wegen Motorschaden? Nix, ich kann es streicheln, vllt beruhigt es ja. Das ist alles nice to have, aber das mein Auto zuverlässig fährt ist nun mal die wichtigste Eigenschaft, ohne die taugt der Rest auch nichts.
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 19. November 2019 um 20:11:01 Uhr:
VW versaut es am Ende schnell mit dem Service wenn doch was ist.
Genau
dasist der Punkt, der alle vorherigen Bemühungen zunichte macht.
Können wir bitte bei den Motorschäden bleiben? Interieur-Diskussionen und Modellvergleiche gehören hier nicht hin.