Angst einen Polo zu kaufen
Hi zusammen,
bei mir muss ein neues Auto her und da schaut man sich natürlich bei allen möglichen Marken um.
Am schluß landet man aber halt wenn man irgendwann an den Wiederverkauf denkt bei VW.😛
Nicht falsch verstehen die Autos an sich find ich gut und schick vor allem von der Verarbeitung in der Polo Klasse.
Ich bin jedoch Seat Leon FR geschädigt. Ich hatte denn 170PS Diesel und der is mir innerhalb eines Jahres gleich 2 mal wegen eines PD Schadens verreckt🙁...kostet ja Gott sei dank nix... naja.
Jetzt bin ich halt mal nen gebrauchten Polo 105 Ps BJ 2012 58000km probe gefahren. Also ich muss sagen der macht richtig Spaß, werd auch noch den GTI mal fahren und zu schauen wie gut der geht. Jetzt lese ich aber überall von diesem Problem mit der Steuerkette usw... ich hab echt kein Bock auf das nächste angekündigte Problemauto.
Darum bin ich rüber zu Ford und bin den Focus gefahren....ich weiß is ne Klasse drüber,😁 Aber Preislich nehmen die sich nicht viel. Und auch der Ford mit seinen 150 PS und eine super Ausstatung macht richtig Laune.
Jetzt bin ich nicht sicher was ich da machen soll.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@Jacky_Polo schrieb am 19. Juni 2015 um 06:11:00 Uhr:
Niemand hat die Absicht euch einen VW aufzuzwingen. Kauft ruhig immer schön die besseren und günstigeren Ausländer. Jeder 10. Arbeitsplatz in D gehört der Automobilindustrie.
Mein Fazit: Ich kauf VW, bring mein Geld zu einer deutschen Firma und bekomm eines der besten Fahrzeuge der Welt. Steinzeittechnik die nicht kaputt geht, kann ich euch sogar in meiner Garage zusammenzimmern.
Das nennt man wohl ein Eigentor 🙄
Der Ford Fiesta wird im Gegensatz zum Polo in Deutschland gebaut, wenn es nach dem ginge müsstest du Fiesta fahren und nicht Polo. Und was ist an einem Fiesta im Gegensatz zum Polo Steinzeittechnik?
Falls damit Toyota gemeint war: Der beste Hybridantrieb der Welt ist deiner Definition nach also Steinzeittechnik? Aus welcher Zeit kommt dann die VW Technik? Aus dem Präkambrium?
124 Antworten
Das stimmt so pauschal eben nicht.
Ketten sind nicht per se das bessere weil haltbarere Konzept und es stimmt eben auch nicht, dass Ketten nie Probleme machen, ZR-Antriebe aber immer.
Ich hab bei MB KFZ-Mech. gelernt und auch da hatten wir mit Steuerketten- oder -Spanner-Problemen zu tun, schon damals.
Ein ZR-Antrieb hat durchaus viele Vorteile, ist günstiger, leichter, braucht keine Schmierung (es sei denn, man führt ihn als Ölbadläufer aus, wie VW derzeit) und unterdessen erreichen auch Ölbadläufer quasi autolebenslange Laufzeiten bzw. Wechsel-Intervalle.
Bekanntlich hatte eben auch MB Probleme, z.B. mit den Steuerkettenrädern.
Bei VW wäre PD mit Kette damals auch nur schwer möglich gewesen, zumindest aufwändiger.
Ggf. mehr dazu nachlesen auf www.dieselschrauber.de.
Ich bin und bleibe ZR-Fan.
Es stimmt allerdings, dass sich VW mit der sparsamen Konstruktion seiner TSI-Steuerketten (Einfach statt Duplex) bestimmt keinen Gefallen getan hat und es stimmt sicher auch, dass für den Hersteller unterm Strich ZR wohl günstiger kommt als Steuerkette, weil insgesamt konstruktiv weniger Aufwand als bei der Kette.
Ich hab 2006 mit 90tkm am Oldie unten den ZR beim Freundlichen wechseln lassen. Kosten inkl. WaPu stehen im Fahrzeugprofil: € 485. Macht pro Jahr knapp € 81,- oder eben ca. € 6,75 pro Monat.
Die Kosten mögen bei anderen Fzg. mit Steuerkette gar nicht anfallen (wenn was mit dem Nockenwellentrieb ist, dann wird´s allerdings auch dort richtig teuer), aber die krieg ich gerade noch hin. 🙂
Hab jüngst mal nachgefragt, weil mein ZR nach Zeit überfällig ist, nach km allerdings noch nicht fällig wäre: Bei Volkswagen Direkt Express in WOB zahle ich ohne WaPu derzeit € 379,- für den Wechsel, inkl. WaPu (und eh immer inkl. Spannrolle etc., das schreibt VW selbst so vor) bin ich ziemlich genau bei dem Preis oben, den ich 2006 beim Freundlichen gezahlt habe.
Die Wechselkosten für den ZR waren daher auch damals überschaubar, wenn man nicht gerade Dienstwagenfahrer mit TDI war, der 60tkm oder mehr p.a. geschrubbt hat.
Unterdessen sind die ZR-Wechselintervalle wesentlich verlängert worden bei VW, daher würde ich sagen:
Abwarten, wie die sich langfristig machen, als Ölbadläufer. Noch höre ich gar nichts in Bezug auf Defekte oder Störungen dort.
Aufgrund der akt. Wartungsvorschriften beim hier diskutierten Polo V kann der ggf. vorhd. ZR aber wohl kaum noch ein echtes Ausschlusskriterium sein, jedenfalls bestimmt nicht für mich.
Aber das Thema Steuerkette vs. ZR ist eh ein fast schon religiöses, manchmal sogar unter Fachleuten (nee: Auch bei denen gibt es viele, die den ZR bevorzugen! 😰), unter Laien sowieso.
Scheint für viele Laien immer das ultimative "Killerargument" zu sein und schon damit zeigen sie im allg., dass sie eben keine Fachleute sind. 🙂
Zitat:
@RedRunner10 schrieb am 24. Juni 2015 um 15:46:07 Uhr:
Die Mazda Benziner sind auch Direkteinspritzer und Kia und Hyundai stellen auch bald auf Turbobenziner um. Im verlinkten Artikel steht auch das ab 2020 wahrscheinlich alle neu verkauften Benziner Direkteinspritzer sind.
Danke von mir für den Hinweis, dass die Mazda Benziner auch Direkteinspritzer sind. Das habe ich übersehen...
Wenn ab 2020 alle neu verkauften Benziner Direkteinspritzer sind, werden diese aber ganz sicher alle standardmäßig mit Partikelfilter ausgerüstet sein. Würde mich sehr wundern, wenn dieser 2020 für Neuwagen nicht Pflicht sein sollte.
Was ich sagen wollte ist einfach, dass die Feinstaubproblematik der Benzin-Direkteinspritzer viel zu oft vollkommen untergeht. Auch die "Fachpresse" feiert die Direkteinspritzer, allen voran die VW TSI-Motoren, immer als die amtlichen Motoren mit den besten Eigenschaften schlechthin, ohne in einem Vergleichstest mit Beteiligung von Mitbewerbern, die noch konventionelle Motoren verbauen, die Feinstaubproblematik der Direkteinspritzer/TSI zu thematisieren, geschweige denn zu kritisieren. Die üblichen Motormagazine verschweigen dieses Thema meiner Beobachtung nach im Grunde komplett. Um darüber mehr zu erfahren, muss man sich schon abseits der Motorpresse auf die Suche begeben.
Merkwürdig wie ich finde...
Natürlich sind die VW TSI-Motoren der Konkurrenz in den Gesamteigenschaften fast immer überlegen, was ja auch zu Recht immer wieder gelobt wird. Das will ich ja auch gar nicht in Frage stellen. Nicht, dass mich hier jemand falsch versteht. Mich stört eben nur die Kritiklosigkeit bzw. das völlige Ignorieren der Feinstaubproblematik durch Experten der "Fachpresse". Und wohin die Reise wirklich geht, was die Reduktion der Partikelemission angeht, ist ja noch nicht endgültig ausgemacht. Sollten aber Filter kommen, wovon man bei Neuwagen sicher ausgehen muss, wird das für alle bisher zugelassenen, d. h. filterlosen Benzindirekteinspritzer bestimmt nicht unbedingt von Vorteil sein. Schon gar nicht, wenn gleichzeitig deren Steuerbelastung erhöht wird oder womöglich Fahrverbote für filterlose TSI in den Städten kommen. Ich sage nur: Rote Feinstaubplakette. Das sollte man als Interessent, der "Angst hat, einen Polo zu kaufen" (Thread-Titel), falls man einen TSI favorisiert, vielleicht berücksichtigen. Ganz abgesehen vom Thema "Steuerkette"...
Im übrigen denke ich, dass das Thema von der Industrie und der Presse ganz bewußt noch ignoriert wird. Irgendwann in Kürze kommen sie bestimmt mit einem effektiven Nachrüstfiltersystem und ausführlichen Berichten an, der bisherigen TSI-Fahrern nahelegt, dieses System für mehrere Hundert Euro nachzurüsten. Allein schon aus Werterhaltungsgründen 😉.
Du hast zwar recht, dennoch sehe ich das ganze nicht ganz so s/w, auch nicht vor dem Hintergrund einer ggf. derzeit zu treffenden Kaufentscheidung.
Die Feinstaubproblematik wird in den sog. Publikums- und ergo NICHT-Fach-Zeitschriften solange kein Thema sein, solange sie den Endkunden und ergo Leser nicht betrifft.
Autozeitungen wie die AB oder ams sind nun mal nicht die MTZ/ATZ und schon gar keine Öko-Postillen, sonst müssten auch andere Dinge dort zu lesen sein, z.B. der Sinn und Wahnsinn der ganzen Feinstaub- und Umweltzonen-Thematik oder z.B. auch das hier:
http://www.motor-talk.de/.../...-der-bundesregierung-t5340679.html?...
Stattdessen werden auf die vermeintlichen 3.3l/100km des neuen BMW X5 Hybrid in der AB oder ams demnächst vermutlich Loblieder gesungen! 😁
Wer´s glaubt, wird selig, wobei sich bei dieser Plug-in-Hybrid-Verbrauchsangaben-Lüge unterdessen ja schon nicht mehr veritable Balken biegen, sondern schon Doppel-T-Träger / I-Träger aus Stahl!
Zum Schreien!!! 🙁
Umgekehrt gilt:
Wenn man abwarten will, was demnächst per Gesetz neu gilt, um seine Kaufentscheidung danach auszurichten, wird man vermutlich ewig warten, genau wie bei sonstigen Konsumgütern, wenn man das neueste haben will: Kaum hat man´s, gibt´s was neueres oder besseres, ergo: Entweder neu kaufen, damit leben oder ewig warten und infolgedessen nie kaufen, weil man sich nicht entscheiden kann, ob jetzt oder lieber doch noch warten.
Ich sagte ja oben:
Die Sache mit dem Kat beim Ottomotor hab ich selber erlebt, beim damaligen Golf II 1.8 (90 PS, Vergaser, EZ 4/1985).
Ich gebe zu, dass meine Sorge damals, ob die Nachrüstung womöglich spürbar auf die Leistung geht (der fuhr nämlich wirklich extremst gut!), eine weit größere war, als der vermeintliche Umweltaspekt, an den ich bis heute nicht glaube, bei ungeregelten Nachrüstsystemen (war aber nicht zu spüren 🙂).
Konsequenterweise hab ich meinen u.g. "Saubermann" (richtig gelesen: Damals galt ein DI-Diesel, zumal ein mit hohem Druck einspritzender PD mit Euro 3, höchst geringem Verbrauch und CO²-Emissionen noch als Saubermann und "state-of-the-art"😉 daher bis heute nicht mit einem offenen, ungeregelten DPF nachrüsten lassen und werde das auch nicht mehr tun, schon wg. Alter nicht, vor allem aber, weil er mit 6-10tkm p.a. die Umwelt nicht mehr in dem Maße verschmutzt, wie er das z.B. mit 60tkm p.a. täte...
Wenn ich dann mal wieder mit ihm von HH nach WOB fahre (und retour), über Landstraße, rund 2h, Schnitt ca. 77 km/h, und einen Verbrauch von (letzte Woche) 4,9l/100km verzeichne, bei einem immerhin 15 Jahre alten Fahrzeug, stellen sich zumindest MIR einige Fragen in einer ökologischen Gesamtbetrachtung (inkl. Produktion etc.) gar nicht mehr.
Wer wirklich ökologisch korrekt sein will, sollte sich ggf. mal fragen, ob ständiger Neukauf in einer Gesamtbilanz wirklich ökologischer ist, als ein zum Kaufzeitpunkt hochmodernes Fzg. lange bis sehr lange zu fahren...! Und ob immer mehr blingbling und Schnickschnack, der das Fahrzeuggewicht immer weiter erhöht, eigentlich wirklich ökologisch ist.
Siehe VOXautomobil vom 21.06.2015, Vergleichstest VW Golf VII 1.0 3-Zylinder bluemotion mit Audi A2 1.4. Wenn die Kunden immer mehr Luxus im Fzg. haben wollen (nee, ESP wiegt nicht soviel! Aber der Rest...), dann braucht man sich nicht wundern, dass auch die Realverbräuche immer weiter steigen, ganz egal, was in den Prospekten als NEFZ steht.
Zudem müssen die Autos ja auch immer leistungsstärker werden, ein Teufelskreis:
Erst werden sie wg. blingbling immer schwerer, weshalb man unterdessen auch 120 PS im Golf VII als nicht mehr ausreichend erachtet, es müssen schon mind. 150 PS sein
http://www.welt.de/.../Nie-hatten-Neuwagen-so-viele-PS-wie-heute.html
dadurch wird das ganze aber noch schwerer und leider auch nicht sparsamer...
In Sachen City-Verkehr gehe ich, Feinstaub hin, Feinstaub her, eh davon aus, dass über kurz oder lang die Citymaut kommt, schon, weil man die eMobilität fördern will, die dann mautfrei bliebe.
Citymaut-Pläne liegen quasi bei allen Kommunen fertig in der Schublade.
Mir wurscht, ich halte das aus vielerlei Gründen für einen Fehler, der zulasten des ÖPNV gehen wird (wenn die City voll von elektrischem Individualverkehr ist, senkt das deren Freizeitwert und die Lebensqualität in der City genauso, siehe Mönckebergstraße in HH, wo nur noch ÖPNV und Lieferverkehr zugelassen ist - derzeit! Ob mir dann früher ein Verbrenner über die Füße gefahren ist oder demnächst ein eMobil, macht für mich die Sache nicht besser...). In die Hamburger City fahre ich mit dem ÖPNV (billiger und bequemer geht es nicht!), oder allenfalls mit dem Faltrad, ggf. gar in Kombination beider.
http://www.hvv.de/wissenswertes/fahrradfahrer/faltrad/
Von daher können sie Verbrenner gern aussperren und auch eMobilen gern weiterhin keine Sonderrechte in Bezug auf Busfahrspuren, Cityzugang oder gar kostenloses Parken einräumen, das verlagert nur die Probleme und kommt nur denjenigen zugute, die sich einen elektrischen Dritt-, Viert- oder Fünftwagen locker leisten können...
Ich gehe derzeit davon aus, dass, wenn, sowieso aller privater Verkehr mit Verbrennern unterbunden werden wird in der City, nicht nur per derzeitiger Feinstaub-Klassen etc.
Man wird einen konsequenten Schnitt machen (Lieferverkehre und ÖPNV für eine längere Übergangszeit ggf. ausgenommen) pro Elektro und contra Verbrenner, ohne bei letzteren nochmals zu klassifizieren per Plakette in rot, gelb, grün bzw. zu unterscheiden zwischen Saugrohr- oder DI-Einspritzer und Feinstaubemission, da ist schon der VDA vor... 🙂 Lobbyismus ist alles!
(wie sagte der extrem lustige Lukas Gregorowicz jüngst in "Vorstadtweiber"?: Ich bin zwar Lobbyist, das ist schon schlimm genug, aber ein Mörder bin ich nicht! 😁)
Die derzeitigen Umwelt-/Feinstaubzonen haben ja belegbar weit weniger gebracht, als man erwartet hatte. Sie waren nur das kostengünstigste Feigenblatt für die Kommunen, um den EU-Vorgaben eiligst nachzukommen. Am Feinstaub durch Hausbrand (insbes. durch die tollen Kaminöfen! Hau raus den Sch*** 🙂) und Industrie inkl. Kraftwerken ändern die KFZ-Feinstaubzonen gar nichts, an Feinstaub von der Bahn dito nicht und am Schiffsverehr z.B. in HH auch nichts, siehe oben.
Dann kommen in südlichen Bundesländer noch Saharastaub-Einträge hinzu und selbst bei Fahrverboten, freiwilligen Nichtfahrtagen etc. stellte sich immer wieder heraus, dass die Werte nicht signifikant sanken, was man ja annehmen sollte.
Nicht, dass man mich falsch versteht: Auch ich bin nicht FÜR Feinstaub, aber die ganze Sache ist halt bei weitem komplexer, als mancher Kommunalpolitiker sich das mit Ausrufung von Umweltzonen und Tempo 30 so denkt...
Wenn wir wirklich etwas tun woll(t)en (was wir wirklich DRINGEND müssten!), dann müssten wir schon längst weg sein von den Verbrennern, ob DI oder Saugrohr, ob Otto oder Diesel oder Hybrid, ob mit Partikelfilter oder ohne!!!
Treffen sich zwei Planeten.
Fragt der eine: Na, wie geht´s?
Sagt der andere: Ach, nicht so gut, ich hab Mensch.
Sagt der erste: Kenn ich, hatte ich auch mal. Das vergeht.
Geht jetzt zwar ein wenig OT aber da muss ich trotzdem was zu sagen:
Zitat:
stellen sich zumindest MIR einige Fragen in einer ökologischen Gesamtbetrachtung (inkl. Produktion etc.) gar nicht mehr. Wer wirklich ökologisch korrekt sein will, sollte sich ggf. mal fragen, ob ständiger Neukauf in einer Gesamtbilanz wirklich ökologischer ist, als ein zum Kaufzeitpunkt hochmodernes Fzg. lange bis sehr lange zu fahren...!
Das interessiert die Konzerne nicht, weil mit dieser Logik kein Geld verdient werden kann. Und nur darum geht es. Umweltschutz ist ein Scheinargument. Die ganzen Kats und Filter sind ein Scheissdreck gegen z.B. ein China, das gerade industrialisiert wird. Da kann man nicht gegen "anfiltern" und "ansparen". Die Umwelt- und Wachstumsziele der Konzerne stehen in massivem Widerspruch zueinander. Es ist erschreckend wieviele Menschen davor einfach die Augen verschließen und so tun als gäbe es dieses Problem nicht.
Wir zahlen ein bisschen mehr Steuern, bauen einen Filter rein und alles wird gut. Von wegen ... Das ist ein Ablasshandel, die Umwelt hat gar nix davon.
Zitat:
aber die ganze Sache ist halt bei weitem komplexer, als mancher Kommunalpolitiker sich das mit Ausrufung von Umweltzonen und Tempo 30 so denkt...
Dann müssten die Konzerne aber zugeben, dass der Filter im Grunde nicht wirklich was bringt und daher auch abgeschafft werden kann. Da hat sich aber wieder eine neue Industrie gebildet. Kohle, Arbeitsplätze, Wachstum etc... Wir verkaufen ja auch weiter Waffen, obwohl wir wissen, dass damit Menschen getötet werden. Wie gesagt: Alles Scheinargumente. Die funktionieren bei 90% der Menschen wunderbar, weil sie die Wahrheit gar nicht wissen wollen. Das Gewissen ist beruhigt und damit ists dann auch gut.
Zitat:
Wenn wir wirklich etwas tun woll(t)en (was wir wirklich DRINGEND müssten!), dann müssten wir schon längst weg sein von den Verbrennern, ob DI oder Saugrohr, ob Otto oder Diesel oder Hybrid, ob mit Partikelfilter oder ohne!!!
Noch viel weiter. Wir müssten den gesamten technischen Fortschritt in Frage stellen, weil dieser auf endlichen, verschmutzenden Energien basiert (Kohle, Öl, Atom und Raubbau an der Natur). Es gibt keinen anderen Weg. Einem Alkoholiker nützt es auch nix wenn er seinen Konsum um 10% reduziert. Wenn wir den Vergleich weiter spinnen, würden im Hintergrund Schnapskonzerne parallel dazu die Menschen animieren mehr zu saufen (für Wachstum...) und gleichzeitig Forschung betreiben wie man die Schäden, die durch das Saufen am Körper entstehen, verringert. Das funktioniert nicht !
Ich war vor ca. einem Jahr in dem Science Museum in London. Als ich gesehen habe, dass Al Gore dort mit drinsteckt, habe ich meine Spende wieder eingesteckt. Dort drin dann genau das, was ich befürchtet habe:
Im ersten Teil wird einem suggeriert: Der Mensch ist die Krone der Schöpfung, weil er den technischen Fortschritt praktiziert. Mit zig Beispielen.
Im Obergeschoss dann: Der technische Fortschritt zerstört die Umwelt durch den bösen Klimawandel. Damit wir den stoppen können, müsst ihr mehr Geld bezahlen. Ein als Museum getarnter Propaganda-Schuppen der übelsten Sorte und die Meisten laufen da durch und raffen das nichtmal.
Und genauso ist geplante Obsoleszenz ganz klar ein strategischer Bestandteil der langfristigen Wachstumsstrategie. Das ist nur konsequent. Da schlechte(re) Qualität eine wunderbare Symbiose mit Sparzielen ergibt, greift man auch da wieder in die Kiste der Scheinargumente und tut so als sei der böse BWLer schuld, dass das Teil X schnell den Geist aufgibt.
Ähnliche Themen
Richtig, aber so weit musst Du gar nicht greifen.
Schon heute wird den Konsumenten ja suggeriert, dass er mit einem Start-Stopp-System ganz viel für die Umwelt tut und (weit wichtiger) vermeintlich für seinen eigenen Geldbeutel.
Schön, dass der o.g. Vergleich von Golf VII TSI bluemotion mit S+S und Audi A2 1.4 ohne S+S jüngst auf VOXautomobil auch hier Erkenntnisse brachte, die manchem ggf. neu waren.
Jenseits der Umweltbelastung bringt das ganze zumindest dem Konsumenten gar nichts (meist sogar im Ggt.), unterm Strich und in seinem Portemonnaie - das suggerieren nur die Hersteller und dazu gehört in diesem Fall noch nicht mal viel, weil selbst Omi noch begreift, dass ein Motor an der Ampel nicht laufen muss. Läuft er nicht, verbraucht er nichts, ergo spart der Sohnemann links vorn - vermeintlich.
Nee, tut er leider nicht, weil das ganze Geraffel inkl. verstärktem Anlasser und zumal nie voll geladener Batterie (Stichwort: "Rekuperation" oder das, was VW darunter versteht) und entsprechende Batterien (AGM oder EFB) halt viel teurer kommt als das, was ggf. durch Sprit eingespart werden kann (wenn überhaupt). Zudem ist´s aus mit DIY-plug&play aus dem Baumarkt, wenn die Batterie nach 3 oder 4 Jahren die Grätsche macht: Die muss ans Bordsystem angelernt werden etc. etc., ergo: Werkstatt!
DIY stirbt ohnehin aus, und das ist keine unvermeidbare Folge, sondern so gewollt oder zumindest ein höchst begrüßenswerter Nebeneffekt, aus Sicht der Hersteller.
Folge: Das ganze Geraffel ist gut für den Hersteller, dessen Verkaufsprospekte und NEFZ-Angaben, ergo vor allem für dessen Flottenverbrauch, spart also beim Hersteller!, aber meist lächerlich nutzlos zur Senkung oder Vermeidung von Betriebskosten und für die Umwelt.
p.s.:
Der Mensch IST das Virus, das den Planeten Erde befallen hat.
Geplante Obsoleszenz und ständiges Wachstum sind immanente (Fehl)funktionen des derzeit herrschenden Wirtschaftssystems. Das dumme ist nur, dass es in einer an Ressourcen nun mal endlichen Welt kein unendliches Wachstum geben kann (das können sogar schon Erstklässler verstehen...), man braucht ergo Ersatz-, Zweit-, Dritt-...Erden, nach denen bereits heute ja gesucht wird! Achtung, Planeten, wir kommen.
Viele SciFi-Filme haben daher recht mit ihren Szenarien, nur dass eben keine Außerirdischen heuschreckengleich über die Erde herfallen und diese ausbeuten, sondern dass diese Heuschrecken vielmehr längst auf der Erde vorhanden sind! 😁
btt:
Das alles (S+S-Gedöns etc.) ist aber nicht nur beim Polo V so, daher stellt sich vor dem Hintergrund o.g. die Frage nicht, ob man einen Polo kaufen oder lieber nicht kaufen sollte.
Wer das perfekte, nie verschleißende Auto sucht, wird lange suchen und vermutlich ewig warten müssen mit seiner Kaufentscheidung, denn das gibt es nicht, noch nicht mal mehr bei MB.
Zitat:
Wer das perfekte, nie verschleißende Auto sucht, wird lange suchen und vermutlich ewig warten müssen mit seiner Kaufentscheidung, denn das gibt es nicht, noch nicht mal mehr bei MB.
Und dort seit C-Klasse W/S 204 bzw. E-Klasse W/S212 nicht mehr! Also seit langem schon nicht mehr! 🙄
Eben, hab ja selbst mal MB KFZ-Mech gelernt, da kamen W201 und W124 gerade auf den Markt.
Es amüsiert mich daher auch immer, dass die Herren autodoktoren privat bzw. als Firmenwagen offenbar noch MB W 124 T und VW Audi A6 C4 Avant fahren, wohl kein Zufall, sondern vielmehr Wissen.
Gerade wenn man mal mehrere Minuten an einer Abbiegeampel steht ist das Start-Stop-System sehr wirkungsvoll. Ich mag das Start-Stop-System vorallem, weil der Motor aufgrund der ganzen Gimmicks (andere Batterie und Anlasser) allgemein viel schneller startet und beim Starten das ganze Infotainment System weiterläuft. Das es zusätzlich den ein oder anderen Liter einspart ist aber ein toller Nebeneffekt. Wenn man sowieso nie in der Stadt fährt ist natürlich relativ sinnlos allerdings sehe ich dann auch keinen echten Nachteil. VW führt es ja in neuen Modellen bei allen Motoren gleichzeitig ein und so steigen die Kosten nur marginal.
Nachweisbar sind die Spritspareffekte aber weit geringer als versprochen.
Nachweisbar ist die Gesamtkostenbetrachtung für den Halter bei weitem geringer als versprochen.
Nachweisbar stellen viele das S/S-System sofort nach dem Start aus oder würden es am liebsten ganz abschalten im Bordsystem, via VCDS etc., siehe Golf VII-Forum u.a.
Wenn ich länger irgendwo stehe, z.B. an einer längeren Rotphase, vor einem geschl. Bahnübergang etc., habe ich auch schon früher den Motor abgestellt, ohne S+S.
Und ob immer schön ist, wenn nach einer längeren BAB-Fahrt das S/S-System mir den Motor abstellt unten an der Abfahrt, weiß ich nicht so genau.
Wenn ich raste oder nachtanke, lass ich bei anderen Fahrzeugen, zumal mit TL, den Motor noch kurz nachlaufen, um einen Hitzestau und ein Verkoken des Motoröls an der TL-Welle zu verhindern.
Je nach System-Konfiguration macht mir dabei das eine oder andere S/S-System dabei aber einen Strich durch die Rechnung.
Und, klar: S+S, kann nur da wirken, wo es eben auch zu Stopps kommt.
Wer morgens gleich auf die Landstraße oder BAB fährt, profitiert davon weniger, als derjenige, der sich morgens und abends 60min und mehr durch die Stadt quälen muss, wobei da fraglich ist ober wäre, ob das Auto eh das richtige Verkehrsmittel ist... 🙂
Ich kann dem Themenersteller nur raten, kauf Dir jetzt einen Polo.
Er ist gut verarbeitet und noch aus gutem Blech... Die Sitze fühlen sich vom Polster noch massiv an...
Die Ergos im Golf... naja bescheiden.... (wer hat die denn nur so hochgelobt)
Die Blechstärke an der Grenze zu Papier....
Etliche Mini-Steinschläge an der Seite kratzen nicht nur den äußerst dünnen Lack....
Dellen, wo man schaut... in der Garage oder wenn es eng wird beim Aussteigen,... vorsicht... sonst...
Die Türen beim Polo fühlen sich noch angenehm schwer an.... der Lack top...
Der Innenraum gefühlt wie im Golf....
Die Spanier leisten hier noch Qualität.... und der MQB ist hier noch nicht angekommen....
Wer weiß, wann auch der Polo zum Papierfahrzeug verkommt.....
Bei mir stehen sie beide in der Garage, und ich kenne nun wohl alle Schwachstellen beider Fahrzeuge...
PS: Der Polo ist der bessere Volkswagen...der bessere Golf.... auch weil er rund 12000€ billiger war mit fast Vollausstattung.
Mich würde mal interessieren, inwieweit der Thread-Verlauf die Ängste des TE beeinflusst hat. Grösser geworden, kleiner geworden ?
Ich schätze mal eher grösser 😁
Wenn Du ein Auto willst von dem man nicht viel Schlechtes hört empfehle ich die Anschaffung eines Subaru.
Begründung: Ich habe im Bekanntenkreis über Jahre hinweg noch nie irgendwen getroffen, der Probleme mit einem Subaru hat. Auch in einschlägigen Zeitschriften in der Leserbrief-Ecke oder im Internet hört man kaum Klagen.
Fazit: Die müssen gut sein ! --> Kaufempfehlung 😛
(Hinweis: Bevor jetzt einer postet "Du musst aber berücksichtigen dass davon kaum welche in D verkauft werden…kein Wunder dass man nix Schlechtes hört" - DAS weiss ich 🙄)
Tzz...du bringst es tatsächlich fertig deine eigene Argumentation/Kaufempfehlung selbst zu entkräften...Na das verstehe mal einer. 😕
Es liegt massiv daran, dass die meisten, wie ich z.B., wahrscheinlich niemanden kennen werden der überhaupt einen Subaru fährt/fuhr. 🙂 Ach ja, so viel zum Thema keine Probleme mit Subaru: http://www.motor-talk.de/forum/subaru-b195.html 😁 Gäbe es bei uns mehr Autos, gäbe es bei MT auch mehr Probleme. Allein schon weil wir Deutschen veranlagt sind sie zu suchen.
@Angst Polo kaufen
Die Praxis hat doch gezeigt, dass es meistens eine gute Idee ist ein Auto zu kaufen welches "Markt/Produktionserfahren" ist, sprich am Ende eines Produktionszyklus steht. Und das ist mit dem Polo gegeben. Also wer ein ausgereiftes Auto will muss keine Angst haben. Für alles andere gibt es Garantie, denn ein Versprechen auf immer einwandfreie Funktionalität kann es nie geben. Vermutlich irren aber auch einfach die zig zehntausend Polo Käufer Jahr für Jahr.
Nein, ALLE VW-Fahrer irren, weltweit.
Jedenfalls dann, wenn man div. Threads und Beiträgen hier auf mt Glauben schenken will, insbesondere im allg. Volkswagen-Forum.
http://www.motor-talk.de/news/volkswagen-news-b92.html
Einfach etwas chinesisches kaufen, da findet man hier auf mt und hört man im Bekanntenkreis von überhaupt keinen Defekten oder Problemen! 😁
Zitat:
@Taubitz schrieb am 26. Juni 2015 um 14:47:31 Uhr:
Nachweisbar sind die Spritspareffekte aber weit geringer als versprochen.
Nachweisbar ist die Gesamtkostenbetrachtung für den Halter bei weitem geringer als versprochen.
Hast Du irgendwelche belastbare Zahlen??
Hast Du persönlich umfangreiche Erfahrung mit Fahrzeugen mit S/S-System?
Ich hatte einen Mini mit S/S, 4,5 Jahre lang und bin damit 140.000 km gefahren. Das System wurde ausgiebig genutzt.
Mehrkosten für mich = 0
Probleme = 0
Einsparungen für mich = der kleiner Rennzwerg dürfte einige Stunden nicht im Leerlauf gelaufen sein, ich hab es nicht gemessen... Jedoch finde ich das System als angenehm, es ist einfach Blödsinn, wenn ein Fahrzeug an der Ampel steht und der Motor läuft, solange es technisch nicht notwendig ist.
Unser Octavia hat das System auch, hier muss man sich daran gewöhnen da DSG. Aber nach einiger Übung kommt man gut damit zurecht (man kann es über einen Knopf abschalten oder über das Bremspedal steuern) und möchte es auch hier nicht vermissen.
Aber ich weiss, alles muss mindesten 20 Jahre und 500.000km halten!! Mindestens!!!!! Frage mich nur, wovon dann die ganzen Menschen leben wollen?
Man merkt: Wie es läuft, läuft es falsch.
Der Vergleich Golf VII / Audi 2 auf VOX hinkt gewaltig. 110 PS gegen 75 PS, ist der A2 auch so leistungsfähig wenn es darauf ankommt? Mal die Abgaswerte verglichen?
OK, man kann jetzt argumentieren, dass der A2 keinen Feinstaub produziert.......
Finde es doch immer wieder spannend, wie manche Menschen meinen, sie seien schlauer als alle anderen und die neuen Technologien zur Entlastung der Umwelt als unnötig hinstellen. So stellen sie sich auch auf eine höhere Stufe und erklären alle, die diese neuen Dinge kaufen und nutzen für Dumm, da sie sich von DER Industrie ausnutzen lassen.
Ganz nach dem Motto: "Was der Bauer net kennt das frisst er net". Und: "Was neu ist muss ja Mist sein".
Mit dem Internet haben einige dieser Spezialisten ein tolles Medium gefunden sich anderen mitzuteilen, am Stammtisch mag es wohl keiner mehr hören.....
Zitat:
Aber ich weiss, alles muss mindesten 20 Jahre und 500.000km halten!! Mindestens!!!!! Frage mich nur, wovon dann die ganzen Menschen leben wollen?
das Argument kann nur von jemandem kommen, der ausschließlich innerhalb des Systems denkt. Scheiss auf die Arbeitsplätze. Wer das Auto als Gebrauchsgegenstand fährt und nicht als Hobby, Schwanzverlängerung oder Statussymbol, der würde es wahrscheinlich auch 30 oder 40 Jahre lang fahren wenns hält. Und das wäre eine gigantische Umweltentlastung, die heutzutage nur deshalb nicht beim Namen genannt wird, weil man damit kein Geld verdienen kann !
Du kannst nicht auf der einen Seite mit Abgaswerten kommen (die beim Benziner eh fast gleich sind zwischen Euro4 und Euro6), auf der anderen Seite dann bei der Haltbarkeit / Obsoleszenz sagen: Ja aber die Arbeitsplätze. Das ist heuchlerisch.
Zum Thema Start Stop:
Du kannst dir die Zahlen selber ausrechnen. Ein normaler Benziner liegt im Standgas so um die 0,7L pro Std. Jetzt rechne mal zusammen wie lange du an ner Ampfel stehst. Auf meinem Weg zur Arbeit sind das im Schnitt rund 3 Minuten für ne Strecke von 10km. Auf einen Tank (ca. 400km / 30L) würde ich wenn ich nur diese Strecke fahre 120 Minuten Standgas - also 1,4L sparen. Je nachdem wie oft man im Monat / Jahr tankt, ist natürlich die absolute Zahl anders. Ein Quantensprung sieht jedenfalls anders aus. Die Entwicklung wurde schonmal in den 80ern (ich glaube von Audi) vorangetrieben und für ineffektiv befunden. Sie ist auch ineffektiv - allerdings in Zeiten des CO2 Wahns dennoch sinnvoll für den NEFZ Verbrauch. Darum wirds gemacht. Und weil man diese Technik als Extra überteuert an den Mann bringen kann.
Zum Thema Audi A2 vs. Golf 7:
Mit dem ollen 1.4 16V haben die dem Golf noch ordentlich in die Karten gespielt, weil der technische Fortschritt hin zum 1.0 TSI schon recht groß ist (MPI vs DI, 3 vs 4 Zylinder, Turbo mit langer Übersetzung vs Sauger mit normaler Übersetzung). Dafür ist auch der gemessene Unterschied im Grunde ne ziemliche Enttäuschung.
Hätten sie die beiden 90PS Diesel genommen, wäre der A2 als Sieger rausgegangen obwohl er auf dem Papier mehr verbraucht.