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tomato

Was ich schon immer mal erzählen wollte, oder so...

11.02.2014 22:39    |    tomato    |    Kommentare (177)    |   Stichworte: Caterham, Seven

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Teil 1: Der erste Kontakt und Kauf

 

Alles fing im Herbst 2002 an, nachdem ich von der Nordseeküste ins ziemlich mittelgebirgige Rheinland-Pfalz zog und entdeckte, dass mein damaliger Porsche 968CS mir auf den engen und kurvigen Landstraßen hier immer weniger Spaß machte. Den Stein ins Rollen brachte eine Probefahrt mit dem (kein Witz) MX-5 meines Bruders. Kurz mal überschlagen, was nach dem Verkauf des Porsche plus meinem Erspartem so möglich wäre, fiel mir ein Auto ein, dass ich zwar auch vorher schon öfter mal auf dem Schirm hatte, jedoch niemals ernsthaft dessen Kauf in Erwägung gezogen hätte. Also begann die Recherche und nach überraschend kurzer Zeit war ein Besichtigungstermin ausgemacht. Die erste Erfahrung war schlicht schockierend. Das Auto war in jeder Hinsicht extrem und dazu kam, dass der Verkäufer auch nicht gerade zimperlich damit umging. Das war ein wenig mein Glück, schreckte mich die ruppige Behandlung (mit kaltem Motor im Drift auf die Hauptstraße abgebogen) mit dem Auto doch ein wenig ab, wie auch die Tatsache, dass mein Bruder dabei war und mich vom voreiligen Kauf abhielt. So hatte ich die Gelegenheit, das Ganze nochmal sacken zu lassen. Danach wand ich mich an das Forum der Seven-IG und auch hier dauerte es erstaunlicherweise nicht lange, bis ein Angebot, bzw. eine Empfehlung kam. Also hingefahren (nach Wuppertal), Fahrzeug besichtigt inkl. intensivem Gespräch mit dem Vorbesitzer und seiner Frau (ein sehr nettes gut 60-jähriges Ehepaar), Probefahrt gemacht und mit positivem Gefühl nach Hause gefahren. Einen Tag später (oder waren es zwei?) rief ich dann an und sagte zu. Mein erster Caterham war gekauft und es war ein 1995er HPC. Wir schrieben das Jahr 2003 im Frühjahr. Dazu seien vielleicht mal am Rande die technischen Daten genannt: Caterham Seven HPC mit S3-Chassis (damals gab es nur dieses), ca. 600kg Gewicht, 150PS aus dem bekannten Opel C20XE, ziemlich alte 205/45 R16 Michelin-Bereifung (die wohl bereits seit der Erstzulassung drauf waren), schmale Spur (1995 gab es die breite Spur allerdings auch noch nicht), 5-Gang-Getriebe , kein Sperrdifferential, volles Wetter-Equipement mit Windschutzscheibe, Türen, Dach und Heizung und Reserveradträger inkl. Reserverad. Dazu war er soweit unlackiert (also blankes Aluminium) und die Schnauze und Kotflügel waren British-Racing-Green, also der klassische Look. Mit noch wenig Erfahrung mit diesen Autos war ich überglücklich, dieses Modell mein Eigen nennen zu dürfen und konnte mir kaum vorstellen, dass es noch besser geht. Was war ich damals ahnungslos.

Dazu mal ein paar Bilder, so sah er anfangs noch aus.


11.02.2014 22:49    |    PIPD black

Ja wie jetzt?

Da liest man sich gerade warm und dann ist auch schon Schluß. Schade.

 

Also zack zack die Fortsetzung gepinselt. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.;):cool:


11.02.2014 23:49    |    tomato

Kommt, aber nicht mehr heute. ;)


12.02.2014 08:12    |    PIPD black

Schade.:(

 

So bleibt dann nur das Warten....


12.02.2014 17:32    |    tomato

Teil 2: erste Erfahrungen, leichte Ernüchterung und Modifikationen

 

Erst durch dieses Auto lernte ich den bei mir praktisch um die Ecke ansässigen Caterham-Händler kennen. Das war natürlich mehr als günstig, konnte ich mein Auto so ganz einfach zur passenden Werkstatt bringen. Zwar stammt die verbaute Antriebstechnik überwiegend aus der Großserie und der Rest ist so gut zugänglich, dass eigentlich jede normale Werkstatt mit Sachverstand so einen Caterham grundsätzlich warten kann, aber die Lösung mit der Fachwerkstatt war mir dann doch deutlich sympathischer. Dabei fällt mir gerade wieder ein, was für ein Gesicht die versammelte Werkstatt-Truppe beim örtlichen Opel-Autohaus machte, als ich den Zahnriemen wechseln lassen wollte. Da war Stimmung in der Bude. Hat aber trotzdem problemlos geklappt, nachdem ich dem Werkstattmeister gezeigt hatte, wie man die Nase abbaut, womit der Motor von drei Seiten komplett frei vor einem liegt. Ist schon ziemlich wartungsfreundlich das Ganze.

Aber zurück zu meinem Auto, das bis zu diesem Zeitpunkt das fahrdynamische Nonplusultra für mich darstellte. Die erste Baustelle hatte ich noch selbst identifiziert, was auch nicht schwer war, die Reifen mussten getauscht werden und so ersetzte ich die alten Michelin-Holz-Sport ;) durch Yokohama A539 in gleicher Dimension. Dass ein Reifen, der in Tests der Fachpresse nicht ganz schlecht abschneidet, nicht auf jedem Fahrzeug funktionieren muss, wurde mir erst hinterher vollkommen klar. Es war aber (neben anderen Faktoren) auch der für Caterham-Verhältnisse ungewöhnlich großen Dimension und den verhältnismäßig schweren Felgen geschuldet, dass ich auch mit den Yokohamas nie richtig glücklich geworden bin. Aber auch das merkte ich erst so richtig, nachdem ich die erste Probefahrt mit einem anderen Caterham absolviert hatte. Es handelte sich dabei um einen deutlich moderneren Roadsport 160 in R300-Spezifikation mit dem Rover K-Serie-Motor mit 160PS, 6-Gang-Getriebe, Sperrdifferential, SV-Chassis mit breitere Spur (SV steht übrigens nicht für Serie „römisch“ fünf sondern für Special Vehicle) und der mittlerweile normalen 15-Zoll-Bereifung in 195/45 R15 Avon CR500 (ein gut zum Caterham passender Sportreifen, der auch bei Regen noch ein halbwegs vernünftiges Fahren ermöglicht, aber auch kein Hardcore Semislick ist). Der Unterschied zu meinem Auto war derart frappierend, dass praktisch augenblicklich der Wunsch in mir aufkam, einiges an meinem Caterham zu verändern.

Also fing ich Schritt für Schritt an, das Auto zu modifizieren. Schritt eins betraf die Räder. Nachdem der Wechsel auf ein anderes Reifenfabrikat nicht den gewünschten Effekt brachte, mussten ganz andere Räder her. Also wechselte ich auf die gleichen Räder, wie sie der von mir gefahrene R300 hatte. Der Erfolg stellte sich augenblicklich ein, was angesichts der gewaltigen Gewichtsunterschiede von meinen 16Zöllern zu den neuen 15Zöllern auch nicht wirklich wundert. Das Auto fühlte sich gleich eine ganze Klasse dynamischer an und mir wurde klar, warum die 16Zöller in der Caterham-Szene eher belächelt werden. Da der Opelmotor relativ schwer ist, galt es einem weiteren Problem auf den Zahn zu fühlen, dem Einlenkverhalten und einer vergleichsweise großen Untersteuertendenz. Das alles ist natürlich Jammern auf hohem Niveau und auch nur im direkten Vergleich zum R300 zu betrachten. Also wurde die breite Spur der neueren Modelle verbaut und auch dies brachte den Wagen einen Schritt weiter in die richtige Richtung. Der nächste Schritt betraf das Gesamtgewicht, aber da gibt es bei einem Caterham nicht viel Potential. Einzig der Reserveradträger inkl. Reserverad musste dran glauben, was das Auto dann auch gleich optisch noch einen Schritt weiter hin zum Sportwagen und weg vom Oldtimer brachte. Und das war dann der Punkt, an dem ich eine Entscheidung fällen musste, denn weitere Schritte würden umständlicher werden und klar ins Geld gehen. Die verbliebenen Baustellen hießen Getriebe und Motor. Ich erkläre kurz warum.

Das Getriebe litt beim schnellen Schalten vom ersten in den zweiten Gang unter verschlissenen Synchronringen, ein Problem, dass aber tatsächlich nur beim Schalten vom ersten in den zweiten Gang auftrat, weshalb ich damit noch einigermaßen leben konnte. Nachdem ich jedoch den R300 mit dem Sechsganggetriebe gefahren hatte, war wieder mal alles anders. Dieses Getriebe lässt sich dermaßen schnell durchschalten und hat so enge Ganganschlüsse mit enger Spreizung, dass es eine reine Freude ist. Man gerät beim zügigen Beschleunigen geradezu in einen Schaltrausch bei dem man sich fast fühlt, wie der junge John Connor, der in Terminator 2 mit seinem Mopped vor dem T1000 flieht und dabei gefühlte 120Gänge durchschaltet. ;) Einfach geil! Aber Getriebeumbau inkl. Differential wäre mir zu teuer gekommen.

Der Motor, wohl gemerkt der allseits beliebte und ausgezeichnete C20XE von Opel, war im leichten Caterham praktisch chancenlos gegen den Rover-K-Serie-Motor im R300, der wesentlich leichter und viel drehfreudiger ist und somit viel besser zum Charakter des Autos passt. Warum der C20XE im Caterham nicht so drehfreudig ist, wie ich ihn aus verschiedenen Opel-Modellen kannte, kann ich mir auch im Nachhinein nur dadurch erklären, dass er im Caterham längs eingebaut wurde und somit sowohl der Krümmer und Auspuff als auch der Ansaugbereich anders gestaltet ist. Oberhalb von 6.000U/min fühlte er sich irgendwie leblos und gequält an. Auch ein Motorumbau schied allerdings nach sehr kurzer Überlegung aus.

Also arrangierte ich mich mit meinem modifizierten HPC und so richtig unzufrieden war ich ja auch nie. Nur ist das Bessere eben des Guten Feind und so schmiedete ich langsam Pläne, für einen Nachfolger. Weitere Probefahrten mit den kleinen Versionen mit nur 120PS aus 1,6ltr bestärkten mich in diesem Entschluss. Ein solcher mit dem Ford-Sigma-Motor gefahrener Caterham SV mit der kleinen 13-Zoll-Bereifung und dem Sechsganggetriebe begeisterte mich ebenfalls sehr. Trotz des Leistungsdefizits von 30PS ging Der gefühlt kein Stück schlechter als meiner, hatte aber ein klar besseres Handling (auch dank der 13Zöller) und dieses geniale Schaltgefühl des Sechsganggetriebes.

Im Anhang zum Vergleich mal ein paar Bilder, wie er nach den Modifikationen aussah.



12.02.2014 18:02    |    PIPD black

Vielen Dank, dass du dich durch meine Ungeduld gehetzt fühlst.

 

Ich finde es sehr spannend, deinen Caterham-Weg zu verfolgen. Da kommt doch bestimmt bald noch mehr.;):p


12.02.2014 19:34    |    nosdriver

Schön schön schön...

Ich mag die Kisten :)

Bei Frauen würde man sagen: Eine (S)Explosion in einem Hauch von Nichts... :D :D

 

Und doch muss ich meckern:

Hast ja alles schön geschrieben aber das wären 2 gute Blogartikel geworden ;)

 

Grüsse


12.02.2014 19:40    |    PIPD black

Gehts hier um Masse?

 

Ich denke nicht.

 

Von mir aus könnte er das auch alles in einen Artikel packen, sofort veröffentlichen und ich würde es in einem Stück lesen.


12.02.2014 19:45    |    nosdriver

Neee um Masse gehts nicht...

Nen Caterham is ja auch keine Masse :)

Aber Stück für Stück darüber zu lesen fänd ich auch interessant.


12.02.2014 20:54    |    Sir Firekahn

Ließt sich fein, vor allem, dass du die fahrdynamischen Zusammenhänge so eingängig beleuchtest :)


13.02.2014 00:25    |    bonscott1

...ich bedanke mich für das bisherige, welches sehr informativ war , über einen Wagen,

den man im Fernsehen sieht, aber nie selber fahren kann....

 

...und freue mich auf die Fortsetzung...


13.02.2014 10:11    |    Dynamix

Auch von meiner Seite aus beide Daumen hoch! Warst du mit dem schonmal auf der Nordschleife? Dürfte ja eigentlich tierisch Spaß machen wobei man schon wissen muss was man tut. Die Dinger sollen ja in jeder Ausbaustufe relativ giftig sein ;)


13.02.2014 10:47    |    Ascender

Ah!!! Genial! :D

 

Tolles Auto, tomato. Echt heiß!

 

Zitat:

Die Dinger sollen ja in jeder Ausbaustufe relativ giftig sein

Kann ich nicht bestätigen. Es kommt halt darauf an in welcher Abstimmung das Auto zum Kunden kommt. Bspw. Irmscher hat Turbomotoren von OPC-Modellen verbaut. Das ist schon nicht so einfach den zu kontrollieren, wegen dem Lag. Saugmotoren sind da einfacher. Es gibt unterschiedliche Sperrsysteme für die Hinterachse. Mal ist etwas mehr Sturz hier, etwas Nachspur da eingestellt - kommt also echt drauf an.

 

Generell hat man das Auto aber gut im Griff, weil du mit dem Hintern fast auf der Hinterachse sitzt. ;)

 

Allerdings erfodert es schon echt viel Mut mit diesem Auto. Schon ein Go Kart mit 8 PS fühlt sich relativ schnell an, und wenn man dann auf die Anzeigetafel guckst, wo draufsteht, dass du grad "nur" mit 30 Km/h fährst, dann guckste blöd. ;)

 

Und Nordschleife ist eh ein ganz anderes Thema in so einem Einbaum. ;)


13.02.2014 11:48    |    tomato

Zitat:

Warst du mit dem schonmal auf der Nordschleife?

Ja, war ich bereits (ich kann ja heute abend dazu mal das eine oder andere Foto dazu einfügen), ist aber irgendwie nicht die Erfüllung. Enge verschlungene Landstraßen machen mir mehr Spaß.

 

So giftig ist er übrigens tatsächlich nicht, die Massen sind nicht ganz so extrem konzentriert in der Mitte, wie bei einem Mittelmotorwagen und man sitzt, wie Ascender schon richtig erkannte, direkt auf der Hinterachse, so dass man jede noch so kleine Horizontalbewegung sofort mitbekommt, wenn man keine Hornhaut am Hintern hat. Das Auto "spricht" einfach extrem viel mit dem Fahrer und informiert ihn immer über alle Facetten des Fahrzustandes.

Dass er dabei natürlich deutlich zackiger reagiert, als beinahe der gesamte Rest, der so im Straßenverkehr kreucht und fleucht, versteht sich von selbst. Wirklich giftig würde ich es aber nicht nennen, da er nie unvorhersehbar reagiert.


13.02.2014 12:52    |    Apehanger1965

Schöner Beitrag !

Hat mir gefallen. Das ist wohl ein anderes Autofahren als mit den Standart Blechkisten vollgepumpt mit Elektronik die dem Fahrer bei 180km/h vermitteln das er 100km/h fährt.

 

Ein bekannter von mir fährt einen Morgan +8. Das ist ja auch so ein Kaliber wie dein Wagen.Leider pass ich da nicht rein sonst wäre ich mal mit ihm gefahren. In dem Wagen tut ein dicker Ford Motor seinen Dienst. Solche Autos gehören für mich mit zu den schönsten die je gebaut wurden.

 

Einfach Klasse ! Viel Spass mit deinem Caterham !

 

Gruß Apehanger1965


13.02.2014 17:52    |    rallediebuerste

Oh super, endlich mal wieder ein Blog, der mich anspricht - Danke Tomato!! ;) :D

(ich sehe gerade, du wohnst ja quasi in der Nachbarschaft zwei Kreise weiter - lustig :))


13.02.2014 19:43    |    tomato

Teil 3: auf den Ersten folgt der Zweite

 

So waren mittlerweile sechs Jahre vergangen als sich mir die Gelegenheit bot, einen adäquaten Nachfolger zu erlangen. Es handelte sich um ein komplett neues Modell, den Roadsport 175 mit dem Ford Duratec-Motor und 175PS aus 2.0ltr Hubraum. Komplett neu ist vielleicht etwas übertrieben, von außen ist er ja kaum von meinem alten HPC zu unterscheiden, die Unterschiede liegen im Detail, in der Antriebstechnik und im deutlich steiferen Rahmen. Dieser Roadsport 175 war so neu, dass er praktisch der Prototyp war. Aber von welchem englischen Auto hätte man jemals etwas anderes behaupten können. ;) Nach einer Probefahrt und einem fairen Preis inkl. fairer Inzahlungnahme meines HPC war ich überzeugt. Dabei sei ganz nebenbei nochmal der sensationell geringe Wertverlust eines Caterham erwähnt.

So kam ich zu meinem roten (die Farbe war mir egal) Roadsport 175 und ich konnte sogar mein Kennzeichen behalten. :) Er hatte das kleine S3-Chassis, den 2.0ltr Ford Duratec-Motor, den Caterham auf 175PS gebracht hat, 550kg Leergewicht, ein Sperrdifferential, die breite Spur, die größere Bremse, Sitzwannenvertiefung, Wetterequipement (ohne Heizung allerdings) und die 15Zöller, es fehlte leider das Sechsganggetriebe, stattdessen gab es das normale Fünfganggetriebe. Im Vergleich zu meinem alten HPC ging der 175er wie die Hölle und ich war überaus zufrieden. Für den Duratec-Motor als Nachfolger des K-Serie-Motors entschied man sich bei Caterham übrigens nachdem der K-Serie-Motor nicht mehr die gängigen Abgasvorschriften erfüllte und auf der Suche nach einem leichten Vierzylindersauger mit Potential landete man beim Ford Duratec, was eine sehr gute Wahl war. Mit diesem leichten Motor (nur wenig schwerer als der Rover K-Serie) als Frontmittelmotor war auch das Handling ein spürbarer Fortschritt, immerhin war der Roadsport knappe 50kg leichter als der ursprüngliche HPC. Außerdem bestach der Motor durch seine Drehfreude, die ohne Durchhänger bis zu 7.700U/min reichte. Den Prototypenstatus merkte man dem Motor allerdings im kalten Zustand und bei niedrigen Drehzahlen an, er nahm teilweise etwas bockig Gas an und neigte zu starkem Bonanza-Effekt bei ca. 2.500U/min, ein Problem das erst in England im Werk (ich erhielt für die Zwischenzeit einen Ersatzwagen aus dem Werk, es war übrigens der selbe gelbe Roadsport 175, den die Sport Auto in einem Fahrbericht beschrieb) behoben werden konnte. Dieser Ersatzwagen hatte übrigens das Sechsganggetriebe, was mir schlagartig in Erinnerung rief, was meinem Roadsport fehlte. Aber es gab eine relativ günstige Lösung, ein Fünfgangtriebe, bei dem die beiden ersten Gänge sehr lang übersetzt sind und die Gangspreizung danach sehr eng ist. Das Ganze fährt sich dann ungefähr so, wie ein Sechsganggetriebe ohne ersten Gang. Der Erste reichte bis 80 und der Zweite bis 130Km/h. Der fünfte Gang allerdings war dann wieder kürzer als beim originalen Fünfganggetriebe. Dieses Getriebe war ein klarer Fortschritt, so konnte man bei Serpentinen vor jeder Kehre nochmal locker runter in den ersten Gang schalten und mit richtig Dampf aus der Kurve raus beschleunigen. Sehr cool! Nur ein Problem wurde ich nie ganz los, die bockige Gasannahme bei niedrigen Drehzahlen (vielleicht auch ein Stück weit dem jetzt leider nicht mehr umgehbaren E-Gas geschuldet), aber da ich mich ohnehin eher selten mit solch niedrigen Drehzahlen aufhielt und den Stadtverkehr soweit wie möglich mied, war das ein eher kleiner Kritikpunkt. Ein weiterer Problempunkt, war die sehr große Hitzeentwicklung im Fußraum, speziell auf der Beifahrerseite, dort haben wir im Sommer dann 70°C gemessen, weshalb sich irgendwann der angeklebte Teppich vom Mitteltunnel löste. Ich nahm es als eine unfreiwillige Maßnahme zur Gewichtsreduzierung zur Kenntnis. Der Grund für die Wärmeentwicklung war der größtenteils innenliegende Katalysator, der es sich praktisch direkt hinter dem Fußraum, abgetrennt durch eine dünne Schicht Blech, gemütlich gemacht hat (möglicherweise kam er dort wegen der Abgasvorschriften schön schnell auf Betriebstemperatur). Ein kleines Hitzeschutzblech, mehr eine Schicht dicke Alufolie, milderte das Problem etwas ab. Und außerdem, es war die Beifahrerseite, wer braucht die schon. :D Bei besonders großer Hochsommerhitze machte das Fahren ohnehin kaum Spaß. Aber da kann der Caterham nichts für.

 

PS: freut mich übrigens, wenn´s Euch gefällt :) Teil 4 und der damit vorerst letzte Teil folgt dann morgen.



13.02.2014 19:53    |    tomato

Achso, ich hatte ja versprochen, noch Bilder von der Nordschleife nachzureichen.

Hier sind sie also, aber ich will keine Sprüche hören, wegen der Linie im Karussel, ich habe so oft mit der Ölwanne des C20XE irgendwo aufgesetzt, dass ich da lieber Vorsicht habe walten lassen. ;)


Bilder

13.02.2014 20:11    |    PIPD black

Danke Danke Danke

 

Frage: Den grünen hattest du doch auf 13-Zoll-Räder gestellt. Beim Roten ging das sicher nicht mehr wegen der Bremse oder?


13.02.2014 20:33    |    tomato

Das muss ein Mißverständnis sein, den Grünen hatte ich nie auf 13Zöllern, nur den Roten mal kurz testweise, aber zu dem Zeitpunkt war bereits die Entscheidung gefallen, mir was Anderes zuzulegen.

Mit den Bremsen ist das kein Problem, die meisten Renn-Caterhams haben übrigens die 13-Zoll-Bereifung.


13.02.2014 21:18    |    Sir Firekahn

Der Roadsport war ja wirklich phantastisch!


13.02.2014 22:07    |    Luke-R56

Vielen, vielen Dank für diesen EInblick!

Eine Vorstellung deiner MX-5 würde ich bei Gelegenheit auch lesen ;)


13.02.2014 22:19    |    Dynamix

Das Bild vom Karussel ist cool! :cool:

 

Auf dem Bild erkennt man richtig wie klein die Dinger eigentlich sind ;)


14.02.2014 17:26    |    tomato

Teil 4: Gibt´s noch ´ne Steigerung?

 

In der Zwischenzeit fielen immer mal wieder Probefahrten verschiedener Caterham-Modelle an, darunter ein CSR260 mit der 2.3ltr Ford Cosworth Maschine mit 260PS (selbstverständlich ebenfalls als Sauger), ein rechtsgelenkter älterer Caterham aus der Academy Rennserie mit Käfig und der 1.6ltr Rover K-Serie-Maschine oder ein neuerer Roadsport 175 als meiner ohne Windschutzscheibe und mit 6-Gang-Getriebe. Dann kam der Tag, an dem ich die Gelegenheit erhielt, das nagelneue Topmodell von Caterham zu fahren, den 485, der im Gegensatz zum CSR260 endlich auch problemlos eine offizielle Straßenzulassung in Deutschland erhielt. Wie ich im dazugehörigen Thread bereits schrieb, hat der einen von Caterham getunten Ford Duratec mit 2.0ltr Hubraum und einer Leistung von 240PS bei 8.500U/min und einer Maximaldrehzahl von ca. 9.000U/min. Dieses Modell stellt für mich den ultimativen Caterham dar, an diesem Auto ist meiner Meinung nach einfach alles perfekt aufeinander abgestimmt und es gibt ihn mit dem kleinen S3-Chassis, welches ich am liebsten fahre. Und so kam ich nicht umhin, genau dieses Modell als meinen nächsten Caterham auszuwählen.

Nachdem der rote Roadsport 175 schneller als erwartet verkauft war, ging es an die Bestellung des 485. Da viele wichtigen Dinge bei Dem serienmäßig an Bord sind, wie z.B. das Sechsganggetriebe, eine Trockensumpfschmierung, die breite Spur…mussten im Wesentlichen nur noch die 13-Zöller und das Sperrdifferential geordert werden. Anschließend begann die quälend lange Wartezeit, so dass ich praktisch den ganzen Sommer ohne Caterham auskommen musste. Eine wirklich harte Prüfung, wie sich schnell herausstellte. Je länger ich wartete, desto öfter erwischte ich mich dabei, das Internet nach Caterham-Videos zu durchsuchen. Dass das Datum der Auslieferung dann auch noch ausgerechnet mitten in den Winter fiel, obwohl ursprünglich mal von September/Oktober die Rede war, machte die Sache auch nicht unbedingt besser. Die lange Wartezeit ist übrigens einer unerwartet heftigen Nachfrage nach dem 485 geschuldet. Das Auto verkauft sich für Caterham-Verhältnisse wie geschnitten Brot. Es scheint so, als wenn alle Welt nur auf dieses Modell gewartet hat (nicht, dass ich das nicht verstehen könnte ;) ). Ende Januar war es dann endlich so weit, das Auto ist da! Und nun? Jetzt ist er ausgeliefert und angemeldet und es ist Winter. Na toll! Trotzdem unternahm ich letztes Wochenende die Jungfernfahrt mit meinem 485, die Straße war trocken, salzfrei und die Temperatur lag eindeutig im Plus-Bereich. Herz was willst Du mehr? Also Helm auf (er hat ja keine Windschutzscheibe), winddichte Jacke an, die Hosenträgergurte angelegt und ab geht´s. Und was soll ich sagen, der Wagen ist ein Traum und genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Natürlich habe ich ihn noch nicht ausgedreht, aber für kraftvollen Schub ist das gar nicht nötig. Kraftvoller Schub geht praktisch immer, oberhalb von 6.500U/min allerdings wird´s bestialisch. Ich erinnere mich noch gut an meine Probefahrt mit dem 485 im Frühsommer letzten Jahres. Besonders der unglaubliche Klang des Motors hat mich wirklich beeindruckt, den geradezu brutalen Schub kannte ich ja bereits aus der Probefahrt mit dem CSR260. Dass die Reifen bei diesen Temperaturen nicht funktionieren, verwundert nicht, auch die Auto Bild Sportscar hat sich daran schon die Zähne ausgebissen, wie sie im Heft 02/2014 auch erwähnten. Sie haben aber bereits nachgefragt, ob sie das Vorführfahrzeug bei wärmeren Temperaturen erneut testen dürfen.

Einen Fahrbericht hatte ich bereits in diesem Thread nach meiner Probefahrt mit dem 485 verfasst, da spar ich mir mal die Tipperei. Außerdem findet Ihr dort ein Video vom 485 auf der Nordschleife und einen Fahrbericht von Motorvision, außerdem gibt es hier auch noch ein ganz schön gemachtes kurzes Video, dass einen ganz guten Eindruck vom 485 vermittelt.

Ich werde dann weiter berichten, wie es mit dem Auto weitergeht, wenn es gewünscht ist. Zur Zeit steht er beim Händler und überwintert dort. Von Zeit zu Zeit fahre ich dann mal hin und drehe in Abhängigkeit von Wetter und Salzgehalt auf den Straßen eine Runde, vielleicht ja schon morgen. :cool:


Bild

14.02.2014 18:37    |    PIPD black

Wat ein geiles Luder.:p

 

Auch dieser Artikel erfüllt mich mit Freude und in mir steigt das untrügliche Gefühl auf, ich MUSS sowas mal live erLEBEN.:D


17.02.2014 11:32    |    tomato

Zitat:

ich MUSS sowas mal live erLEBEN

Eine Probefahrt ist bei dem Händler eigentlich immer mal möglich. Nur wenn Du tatsächlich aus Itzehoe kommst, wie Dein Profil anzeigt, dann ist die Entfernung natürlich recht deftig nur für eine Probefahrt. ;)


17.02.2014 23:24    |    tomato

Am Sonnabend hatte ich mal wieder das Vergnügen, den 485 zu fahren, der milde Februar machts möglich. Was´n Spaß!

Witziges Detail am Rande, der Händler hat neben Caterham auch noch Suzuki und Subaru im Angebot und Suzuki hatte zufällig gerade Neujahrsbrunch mit allerdings nur mäßigem Ansturm. Wenn er 200 Kunden anschreibt, dann kommen vielleicht 10, wenn er Caterham-Neujahrsbrunch macht, schreibt er 50 Kunden an und es kommen 200 (wie geschehen am 26.01.14). Und alles Verrückte! :D


18.02.2014 11:27    |    Ascender

Na der Händler hat sich ja (für deutsche Verhältnisse) komplett auf Exoten eingeschossen. :D


22.02.2014 15:32    |    tomato

Ja, Exoten sind sein Fachgebiet. ;)

Früher hatte er noch Rover und Land Rover kann man beim ihm auch heute noch kaufen.

 

Es gibt übrigens ein kleines Update, und zwar kam vor einer Woche ein Schreiben von Caterham, dass es für´s Steuergerät ein Update mit Leistungszugabe gäbe. Also gesagt getan, die Steuergeräte des Vorführwagens und meines nach England geschickt, umprogrammiert, zurückbekommen und wieder eingebaut. Heute habe ich das Ergebnis mal getestet und bin ganz beeindruckt, oben raus schiebt er jetzt noch wilder an, als vorher schon.

Zugegebenermaßen weiss ich allerdings nicht, wie viel von der subjektiven Verbesserung dem Placebo-Effekt geschuldet ist (da ist man ja nie vor gefeit, wenn man eine gewisse Erwartungshaltung hat). Auf jeden Fall war ich heute mal wieder absolut begeistert. Ein bisschen umständlich ist übrigens das Peilen des Ölstandes. Dazu muss erst die Haube und dann die Schnauze (wozu man sich vor´s Auto auf den Boden schmeissen muss) abgenommen werden, damit man an den Behälter der Trockensumpfschmierung herankommt. Naja, dass man etwas leidensfähig sein muss, ist ja nichts Neues. ;)


22.02.2014 16:10    |    -Flono-

Ein wunderbarer Blog zu einem Wagen, von dem ich als halbwegs mittelloser Abiturient noch lange träumen muss, wenn man sich so ein Spaßgefährt später überhaupt noch leisten kann/darf. :/

Es wäre unglaublich toll, wenn du mal ein schönes Video von einer sonnigen Landstraßenfahrt mit Motorsound machen könntest. :D

Bin gespannt auf Neuigkeiten!


22.02.2014 21:23    |    tomato

Im Teil 4 ist recht weit unten eines von der französischen Sport Auto verlinkt, das bringt schon einen ziemlich gut passenden Eindruck vom 485.

Ich selbst habe leider keine passende Kamera und mit der normalen Digitalkamera hantiere ich während der Fahrt lieber nicht rum, das Auto fordert einen schon etwas mehr als ein normaler Wagen. Außerdem muss erstmal Frühling werden, der Wagen steht ja momentan noch beim Händler warm und trocken, da fahre ich dann bei passendem Wetter hin und drehe eine Runde. Nach Hause hole ich den erst, wenn erkennbar der Frühling angefangen hat.


24.02.2014 23:12    |    tomato

Mit schier unerschöpflicher Ungeschicklichkeit habe ich heute versucht, das Kennzeichen an die Front zu kleben, das Ergenis ist niederschmetternd und voller Falten und Blasen. Naja, wenn ich fahre, sehe ich es ja nicht.

Na egal, da heute gleich zwei absolute Glücksfälle aufeinandertrafen, nämlich Bombenwetter mit zweistelligen Temperaturen im Februar und mein Urlaub, habe ich einfach mal über dieses Missgeschick großzügig hinweggeschaut und konnte stattdessen eine schöne Runde drehen.

 

Was habe ich es doch vermisst, den leicht verbrannten rechten Oberschenkel (der Kardantunnel wird recht warm), die Steinchen im Gesicht (ok, dank Helm undramatisch), die Spiegel, in denen man ab Tempo 80 nichts mehr erkennen kann, es sei denn man schafft es, mit dem Kopf in der gleichen Frequenz mitzuzittern. ;)

Neu ist der etwas komplizierte Startvorgang: Hauptbatterieschalter ein, Schlüssel ins Schloss, Zündung an, Startkopf drücken, auf die Wegfahrsperre warten, nochmal Startknopf drücken und dann endlich losfahren.

Was ich nicht vermisst habe, sind die Typen, die der Meinung sind, permanent drängeln zu müssen, weil sie sich anscheinden herausgefordert fühlen. Dabei bin ich noch dabei, das Auto mehr oder weniger einzufahren und vor allem auch MICH auf das Auto einzufahren. Der Wagen fordert einem nämlich eine ganz gehörige Portion Respekt ab und ist nochmal eine ganz andere Liga als mein voriger Roadsport 175 (der Rote). Wenn man dann noch auf einer eher unbekannten Strecke unterwegs ist, fährt man eben etwas vorsichtiger (ohne, dass ich jetzt rumgeschlichen wäre).


Bilder

08.03.2014 22:49    |    ermansky

hi tomato,

vielen dank f�r deine aussage zum caterham, ich bin gerade dabei mir einen zu suchen.

kann mich aber noch nicht entscheiden, werde deinen tekst noch mal in ruhe durchlesen.

ciao

herman


09.03.2014 01:37    |    tomato

Gerne geschehen, falls Du Fragen hast, melde Dich.

Ich helfe gerne wo ich kann.

 

Ansonsten gibt´s nichts Neues im Blog. Zur Zeit nutze ich das tolle Wetter, um so schnell wie möglich die Einfahrzeit hinter mich zu bringen. Irgendwann will man den Motor ja auch mal ausdrehen (und nicht immer schon bei moderaten 7.000U/min schalten müssen). ;)


09.03.2014 22:12    |    tomato

Auch heute zwang mich das perfekte Wetter wieder mal dazu, den einen oder anderen Kilometer mit dem Caterham abzureißen. ;)

Und während ich so vor mich hinfahre, wundere ich mich noch über den seltsamen Geruch, sehr verdächtig nach verschmortem Kunststoff riechend. Kurze Zeit später brach sich dann auch schon gut sichtbar die Ursache ihren Weg. Ein rauchender linker Scheinwerfer! :eek: Weil die Dinger frei im Fahrtwind stehen, ließ sich das relativ gut erkennen. Aber eine kurze Schrecksekunde war es doch, sah ich vor meinem inneren Auge doch schon die ganze Karre in Flammen stehen. Da war doch tatsächlich die Lampenfassung durchgeschmort. Den haben die wohl in der Mittagspause bei Fish & Chips zusammengeklöppelt. :D

Also alles halb so wild, nur dass ich eben ohne Licht weiterfahren musste.


12.04.2014 23:25    |    tomato

Mittlerweile haben wir Mitte April und der Wagen spult zuverlässig seine Kilometer ab. Die Panne mit dem verschmorten Scheinwerfer ist längst vergessen und ich genieße jeden einzelnen Kilometer, den ich damit fahren kann. Wirklich spannende Neuigkeiten kann ich daher leider nicht bieten.

 

Nach einer zweistündigen Ausfahrt heute merkt man aber wieder mal, warum Motorsport eben Sport im eigentlichen Sinn ist, denn auch das Fahren mit dem Caterham ist, entgegen dem Fahren mit einem normalen Auto, anstrengend und fordernd, auch wenn man nicht permanent am Limit fährt (was mit speziell diesem Caterham im normalen Straßenverkehr auch an Wahnsinn grenzen würde).

 

Auch sehr interessant (bzw. auch ein wenig ernüchternd) ist allerdings immer wieder der direkte Umstieg vom Caterham in meinen Alltags-MX-5. Plötzlich ist sämtliche Dynamik, für den ich den MX-5 so mag, wie weggeblasen und ich komme mir vor wie in einer großen schweren komfortablen und vor allem sehr leisen Limousine (ich höre den Motor fast nicht mehr ;) ). Zum Glück gibt sich das nach einiger Zeit wieder.


21.04.2014 16:00    |    tomato

Gestern hatte ich mal wieder die Gelegenheit, den Caterham Seven 165 zu fahren. Es ist schon komisch, mit jedem Mal, dass ich ihn fahre, macht er mir mehr Spaß und das trotz der nur 80PS aus seinem kleinen Turbomotörchen. Mein Caterham Seven 485 hat wohlgemerkt die dreifache Leistung und spielt performance-mäßig mindestens zwei (eher drei) Ligen höher. Aber das Handling dieses leichtesten aller Caterhams ist einfach fantastisch. Ein Umstand, an dem neben Gewicht von unter 500kg natürlich auch die relativ schmale Spielzeugbereifung ihren Anteil hat.

 

Dabei konnte ich dann auch gleich meine Eltern, die über Ostern zu Besuch sind und bislang noch nie in einem Caterham gesessen hatten, eine Runde mitnehmen. Ich erntete, wie es nicht anders zu erwarten war, nur positive Verwunderung über die kleine unscheinbare Kiste. Es hat allen viel Spaß gemacht.

 

Am Rande erfuhr ich noch, dass mein hier ansässiger Caterham-Händler demnächst ein neues Vorführfahrzeug bekommen wird. Es wird ein Caterham Seven 620R sein, das in Deutschland auf herkömmlichem Weg leider nicht zulassungsfähige Topmodell mit einem 310PS-starken 2.0ltr-Kompressormotor und sequentiellem Getriebe. Das wäre dann dieser hier.

Bin schon ganz gespannt auf die Probefahrt. ;)


26.04.2014 09:41    |    meehster

Ich platze vor Neid... ;)


12.05.2014 14:20    |    Duckhunter

Teile Geile (äääh, umgedreht)...:p

 

Lob an Deine tollen Posts, bin schon ganz leckerfritzig geworden.

 

Da man beim "Entenprügeln" auf´fe Nordschleife ja genauso wenig Chancen hat, wie bei der Quarter-Mile, oder bei der Landstrassenhatz jemals als Nichtletzter hervorzugehen...

 

...hätte man selbst mit dem Kleinsten 165 wohl schon bessere Chancen, gelle ?

 

Ich will hier nu abba nich theoretische Fahraktionen durchspielen (Du beschreibst Unterschiede schon sehr anschaulich), sondern hätt gern (auch & besonders; bei der 7IG bin ich noch nich so richtich fündig geworden) mal die -praxisbezogenen- monetären Erfahrungen gewußt, am liebsten unter folgenden Annahmen:

 

  • Kein Rennbetrieb
  • kein Showcar / Posing vor der Eisdiele etc.
  • Ein-/Ersatz für Mopped (sprich Erfahrung mit fast abgefrorenen Fingern, verbrannten Waden, vereistem Visier; schwarzen Krausern -ja der passende Tabak war früher auch mal darin:cool:- und Harro´s Elefantenboy iss schon mal da gewesen...;)) für´s Grinsen auf Bundestrassen 2.ter, und Landstrassen 1.er Ordnung
  • Muckis & Popometer wurden bereits mal geerdet u.a. durch Ford Capri V6 mit RS-Sportlenkrad pur, BMW 323i E30 auch ohne Servo (+Ausfall der Servo eines beladenen MB 1417 mitten inne Großstadt :eek:) sowie 323i E21, 2002 tii, 745i turbo E23. Frontwinderfahrung durch 181er Kübel mit abgeklappter Frontscheibe...
  • 2. oder Drittfzg. (just 4 fun eben)
  • keine ACDC-Mitgliedskarte mit PickUp Service der gelben Engel
  • Selbstschrauber (ohne eigene Werkstatt und Spezialwerkzeugkollektionen)
  • ca. 2.000 - 7.000 KM p.a.
  • "eigene Haupt-" Versicherung erstellt gerne individuelles (:($$$$$:mad:) Angebot...

 

ich dachte an:

  • Seven 165
  • Roadsport 120 (175 ?)

    und gerne zur Relation den Seven 485

 

Nur die "normal fälligen" Sümmchen bitte, nicht was passiert wenn ich das Fahrwerk am Kantstein lädiere, eine dänische Dogge den Innenraum markiert oder die MitGlied´sBeiträge im old britsh senior snob style & drivers exclusive castle club einkalkuliert werden müssen...:p

 

Im Moment gehe ich mal von der Pämisse Neu- oder junges (deutsches) Händlerfahrzeug aus.

 

In anderen Verästelungen (ältere Modelle mit Rover Motoren etc., Bausätze, Importe usw. pp.) bin ich noch gar nicht so belesen...

 

Mich würd interessieren, ob (später mal) ein kleines Rentnersalär ausreicht für diese Spaßorgel(n), ich mir einen Mäzen suchen müsst, oder meine Ersparnisse in einem Golf IX oder´ner Bimota, Dnjepr, BMW K 1600, in Laverda oder in Pattaya versenke... :D

 

Anschaffungspreise (-tipps) sind für diese Frage noch sekundär, aber nicht unwillkommen.

 

...und last but not least: Kann mam mit dem 165 glücklich werden, wenn mann auch etwas Sound´chen & a bisserl Schub gern hat ?

(OK, 485er wäre wohl Endziel :rolleyes:)

 

CU

 

BTW: Jibbtet so wat oder ähnliches auch mit den kleinen BMW Reihensechser (M60,M20, M5x) -außer Wiesmann und/oder dem Z1- in Stückzahl >1 noch auf diesem Globus ?


12.05.2014 15:56    |    Ascender

Also, wenn du selber schrauben willst, würd ich wohl tatsächlich zu einem älteren Modell, bzw. zu alten Motoren (Sauger) greifen.

 

Ob man so ungehemmt an dem - in Europa - recht unbekannten 3-Zylinder-Turbo von Suzuki (im 165) selbst rummachen kann, weiß ich nicht - und wie es da mit den Werkstätten aussieht, weiß ich auch nicht.


Deine Antwort auf "Meine persönliche Caterham-Historie"

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Der Schlüssel zum Spaß beim Fahren ist nicht das Leistungsgewicht, sondern die Leistung UND das Gewicht. ;)

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