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19.04.2016 18:12    |    KaJu74    |    Kommentare (5)

Hallo

 

Ich wollte das heikle Thema nochmal aus meiner persönlichen Sicht aufarbeiten.

 

Standpunkt 2008 oder 2010:

In Europa gab es

- AC-Ladestationen mit Wechselstrom (einphasig) mit 2,3kW oder 3,6kW.

- AC-Ladestationen mit Drehstrom (dreiphasig) mit Typ2 Anschluß, welche Standardisiert 22kW und maximal 43kW haben.

- DC in Form von Chademo mit maximal 50kW.

Von beiden gibt es nicht viele.

Siehe Grafik:

 

Tesla erkennt, dass das nicht reicht.

Also schauen sie sich die geltenden Standards an.

- Chademo 50kW sind zu wenig für den Plan von Tesla. Und der Stecker ist zu klobig/schwer.

- Typ2 DC-high gibt es auf dem Papier, aber er ist nicht genormt und der Stecker auch noch nicht genormt. Auch der Stecker würde sehr groß und klobig werden.

- Typ2 DC-mid existiert, die Norm ist der geltende Standard.

 

Also entscheidet man sich die Supercharger auf dem Typ2 DC-mid Standard zu entwickeln, was den Vorteil hat, das man über einen Stecker sowohl AC als auch DC Ladungen durchführen kann.

Zusätzlich ist der Stecker klein und handlich.

Die DC-Kontakte wurde verlängert, um die höheren Ströme dauerhaft zu verkraften.

 

- Tesla hat 2012 angefangen mit dem damals gültigen Standard (Typ2 DC-mid) ein Schnelladenetzwerk aufzubauen.

- Vorteil 1: Stecker ran und er lädt. Keine RFID Karte, kein Vertrag, keine Kreditkarte, keine Handy-App, keine SMS-Zahlung. Einfach einstecken und laden.

Vorteil 2: Tesla hat den schnellsten Ladestandard (120-135kW) aufgebaut. Bis dahin war Chademo mit 50kW das Beste.

- 2013 hat Tesla seine Supercharger frei gegeben für alle anderen Hersteller.

http://www.heise.de/.../...tionen-mit-Konkurrenten-teilen-2218503.html

http://www.sueddeutsche.de/.../...mtankstellen-patent-teilen-1.1992552

http://www.bem-ev.de/tesla-offnet-supercharger-fur-andere-hersteller/

- Aber keiner will es. (Mein persönlicher Verdacht: Sie glaubten das Tesla eh nicht lange existiert)

- Ich erinnere nochmal an das Bild:

- Erst als die deutschen Hersteller Tesla als Mitbewerber ernst genommen haben, kamen sie mit einem neuen Ladestandard, der damals noch nicht mal genormt war, um die Ecke. CCS. (Mein persönlicher Verdacht: Man wollte Tesla nicht auch noch unterstützen/fördern, da man selbst kein Produkt hat, was den Standard nutzen kann)

- Jetzt fängt Audi und Porsche an, ein eigenes 800V Ladenetzwerk zu erwarten, vom Staat natürlich. Sie machen ja noch nicht genug Mrd. Gewinn.

- Hier hat Tesla es nochmal beim Treffen mit Sigmar Gabriel bekräftigt. http://ecomento.tv/.../

 

Zusammengefaßt:

- Tesla hat ein Ladenetzwerk WELTWEIT aufgebaut, was nach den 2012 gültigen Normen aufgebaut ist.

- Tesla hat den derzeit schnellsten Ladestandard (120-135kW) aufgebaut.

- Tesla Supercharger sind für alle Hersteller frei gegeben, wenn sie nach dem Typ2 DC-mid Standard landen können.

- Deutschland hat mit seiner Macht CCS als deutschen/europäischen Standard durchgedrückt, als der Stecker noch nicht mal eine Norm hatte.

- Derzeit können nur BMW i3 (der übrigens in Asien mit dem Chademo-Stecker ausgeliefert wird) und e-Up/e-Golf an CCS laden. Ausländische Hersteller sind nicht erwünscht.

- Im Schaufensterprojekt A9 wurde wurden 130 Millionen für unter anderem 8 Ladestationen investiert.

- An bestehenden Triplechargern (CCS, Chademo und Typ2 AC) wurden die Chademokabel nachträglich wieder abgebaut. (Aufgrund der SLAM (Schnellladenetz für Achsen und Metropolen) Bestimmung, sonst gibt es keine Förderung, wenn man ausländische Fahrzeuge laden läßt)

https://storify.com/ZoePionierin/slam

http://ecomento.tv/2016/02/03/foerderunsinn-slam-im-storyfy/

- Audi und Porsche wollen jetzt, einen wieder nicht genormten, neuen Standard durchdrücken, mit 800V.

 

Dieser Blog beschreibt es ganz gut und läßt Tesla auch mal außen vor:

http://zoepionierin.de/auslandische-elektroautos-unerwunscht/

 

Als ob das noch nicht reicht, wurde die LSV (Ladesäulenverordnung) ausgedacht.

https://www.bmwi.de/.../...df,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

 

Der BSM (Bundesverband Solare Mobilität) befürchtet Ausgrenzung durch geplante Ladesäulenverordnung:

http://www.bsm-ev.de/emog/lsv-jan15/bsm-kommentar%20zu%20LSV-Entwurf

 

Die Vorgaben in der LSV sind sogar Hausfriedensbruch!

Schön aufgearbeitet in dieser Datei:

http://tff-forum.de/download/file.php?id=7501

 

Nach langen Protesten, wurde die LSV jetzt etwas geändert:

http://www.bsm-ev.de/emog/lsv-jan15/889-br-aendert-lsv

 

Jetzt zeige ich mal, was man erreichen kann, wenn man einfach macht:

Das angekündigte Superchargernetzwerk 2013, als ich meinen Tesla bestellt hatte.

 

4.1.14 Es hat sich schon etwas getan.

 

März 2015, halb Europa ist bereits abgedeckt.

 

So sieht es heute aus:

 

So soll es Ende 2016 aussehen:

 

Schön zu sehen, was die klitze kleine Firma Tesla erreicht hat ist, wenn man auf folgende Homepage geht:

supercharge.info

 

dann oben auf "Map Options" und dann "Way Back" auswählt.

 

Was könnte dann VW, BMW oder Mercedes erreichen, wenn sie nur wollten.

Oder wenn das Geld vom deutschen Staat zweckgebunden investiert werden würde.

 

Gruß

 

Kaju

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19.04.2016 09:23    |    KaJu74    |    Kommentare (17)

Hallo

 

Ich freue mich auch über die FCEV`s, da auch sie reine Elektroautos sind und lokal keine Abgase erzeugen, aber sie werden nie mehr sein als eine Nische in der derzeitigen Nische.

 

Warum?

 

http://blue-eng.km.tu-berlin.de/index.php/Energiespeicher

 

1. Der Antrieb und die Wasserstoffherstellung.

Zitat:

Als Antrieb in Kombination mit einem Elektromotor ist die Brennstoffzelle somit theoretisch effizienter als ein Verbrenner, in der Praxis müssen jedoch alle Produktionsschritte mit einbezogen werden.

„Wird aus Strom Wasserstoff über Elektrolyse erzeugt, tritt dabei ein Verlust von etwa 40 % auf.

Für den Transport und die Speicherung von Wasserstoff gehen weitere 10 % verloren.

Die Brennstoffzelle im Fahrzeug hat einen Wirkungsgrad von maximal 50 % und der damit betriebene Elektromotor wieder einen Verlust von 10 %.

Damit kann man nur 25 % der ursprünglichen Energie nutzen“

Zum Vergleich:

Akkumulator: ca. 60-90%, (90% mit Strom vor Ort produziert)

Verbrenner 20-35%

 

2. Die ganze Technik

 

In einem Brennstoffzellenauto sind zu viele Techniken verbaut.

- Brennstoffzelle

- Wasserstofftank

- Akku

- E-Motor

Dadurch ist der Platz in einem Brennstoffzellenauto stark begrenzt.

Außerdem kann mehr Technik kaputt gehen.

 

3. Die Tankstellen

 

Folgende Aussage steht im Raum:

Zitat:

Tankstellen mit Wasserstoff sind die wesentlich einfachere Lösung, umweltfreundlicher und billiger ist diese Variante auch noch, außerdem hätte man das Problem mit den langen Ladezeiten auch sofort gelöst.

Gliedern wir mal die fett geschriebene Aussage auf:

 

wesentlich einfacher Lösung:

FCEV: Es ist also einfacher, Strom in Wasserstoff umzuwandeln, diese dann zu transportieren, zu lagern, in ein Auto zu pumpen, dort wieder in einer Brennstoffzelle in einen Akku zu speisen und damit einen elektrischen Antrieb zu betreiben?

Hier ein Bild einer H2 Tankstelle:

Wasserstofftankstelle Berlin SachsendammWasserstofftankstelle Berlin Sachsendamm

Die Anlage hat noch zwei Etagen unter der Erde und natürlich aufwendige Sicherheits- u. Überwachungstechnik verbaut.

 

BEV: Es ist einfacher den Strom direkt in einen Akku zu speichern und damit einen elektrischen Antrieb zu betreiben.

So wurden sie 2012 angekündigt.

Tesla SuperchargerTesla Supercharger

So sehen sie in sonnigen Staaten aus:

tesla-supercharger-sueden-europatesla-supercharger-sueden-europa

tesla-charging-station-with-solar-collector-trimmedtesla-charging-station-with-solar-collector-trimmed

Hier zu Lande, noch ohne Solardach, aber im Grünen

Supercharger im grünenSupercharger im grünen

Auch problemlos in Tiefgaragen möglich.

Tesla Supercharger in einer Tiefgarage in LondonTesla Supercharger in einer Tiefgarage in London

Tesla Supercharger in einer Tiefgarage in LondonTesla Supercharger in einer Tiefgarage in London

 

umweltfreundlicher

FCEV: Der Wirkungsgrad sinkt auf etwa 20-30% ab, durch die von mir oben beschrieben Kette.

Energieintensive Speicherung. Energieintensiver Transport. Neue Infrastruktur muss aufgebaut werden.

 

BEV: Im Vergleich dazu 60-90%.

Transport durch bestehende Stromnetzwerke.

Bestehende Stromnetzwerke können genutzt werden.

 

billiger

FCEV: Tankstellen kosten für ein Fahrzeug kostet über 1.000.000€. Das Kg H2 kostet über 9€ macht bei einem Verbrauch von rund 1kg/100km also 9€/100km.

 

BEV: Tesla Supercharger kosten mit 8 Ladeplätzen rund 100.000€. Also 12.500€ pro Ladeplatz. Das kWh kostet rund 0,25€. Macht bei 23 kWh/100km (mein Durchschnittswert seit nach über 2 Jahren) 5,75€/100km.

Mit PV-Strom entfallen mir nur die Vergütung in Höhe von 0,1385€/kWh, macht also 3,19€/100km.

Mit dem Strompreis an der Börse derzeit 0,0177€/kWh wären es sogar nur 0,41€/100km.

 

langen Ladezeiten

BEV: 8 Tesla kommen gleichzeitig an einen Supercharger. Alle fahren nach rund 60 Minuten weiter.

FCEV: 8 H2 Autos kommen an die eine Tankstelle.

Der erste fährt nach 15 Minuten los.

Der zweite fährt nach 30 Minuten los.

Der dritte fährt nach 45 Minuten los.

Der vierte fährt nach 60 Minuten los.

Der fünfte fährt nach 75 Minuten los.

Der sechste fährt nach 90 Minuten los.

Der siebte fährt nach 105 Minuten los.

Der achte fährt nach 120 Minuten los.

 

Für den Preis einer Wasserstofftankstelle könnte man aber 80 Superchargerladeplätze bauen.

Wann würde der 80ste. H2 Wagen vom der Tankstelle wieder wegfahren?

Nach schlappen 1200 Minuten!

Das sind 20 Stunden!

 

Und als Abschluß, wo möchte man lieber neben wohnen, stehen, leben?

- Einen Tesla Supercharger, wo nur ein Trafo steht und die Ladesäulen?

- Einer Wasserstofftankstelle, wo ein hochexplosiver Stoff gelagert wird, Pumpen laufen um diesen hochexplosiven Stoff in ein Auto zu drücken?

 

Gruß

 

KaJu

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18.04.2016 11:42    |    KaJu74    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: Akku, BEV, E-Autos, E-Fahrzeug, Elektoautos, Elektroauto, Elektroautos, Elektromobilität, Elektro-Mobilität, E-Mobility, KaJu74, Lithium, Recycling, selten, seltene Erden, Tesla, Tesla/Motoren, Tesla Motors, Teslas, Zukunft

Hallo

 

hier mal ein kleiner, kurzer Blog zum Thema, dass das Lithium knapp wird, wenn alle E-Auto fahren.

 

Als erstes vielen Dank an Zephyroth, der mir die Info hat zukommen lassen.

 

Es wird ja gerne behauptet, dass das Lithium knapp wird, wenn plötzlich alle E-Autos fahren.

 

Dann wird gerne auf den 600-900kg schweren Lithium-Akku des Tesla herumgeritten.

 

Aber jetzt kommen wir zu den Fakten.

Die TU-Berlin hat folgendes herausgebracht:

http://blue-eng.km.tu-berlin.de/index.php/Energiespeicher

 

zusammensetzungliiionenakkuzusammensetzungliiionenakku

 

Es zeigt, das gerade mal 2-3% eines Akkus aus Lithium besteht!

Also nur 12-27kg beim Tesla.

 

Auch folgende Aussage ist interessant:

Zitat:

Laut einer Studie der Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) ist der ökologische Fußabdruck von Lithium-Ionen-Akkus aber geringer als befürchtet.

Die Studie zeigt, dass 15% der gesamten ökologischen Belastungen eines Elektroautos auf die Batterie entfallen.

So werden durch Fakten, die angeblichen Probleme/Vorurteile Stück für Stück aufgeräumt.

 

Gruß

 

KaJu74

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11.04.2016 10:04    |    KaJu74    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: Ausstattung, Extras, Tesla

Hallo

 

Damit nicht im jedem Beitrag darüber diskutiert wird, was ein Tesla alles nicht hat, würde ich gerne eine Liste aufstellen, was Tesla bis jetzt noch nicht hat.

 

Es geht um Ausstattungsmerkmale, nicht um Fahrzeugkategorien oder Antriebe. :D

 

- Matrix LED Scheinwerfer beim Model X (Verboten in den USA!)

- LED Scheinwerfer oder besser beim Model S Seit dem 12.04.16 verfügbar.

- Massagesitze

- Langversion

- Allrad wie x-drive (muss noch geklärt werden, ob Tesla das auch schon macht)

- Night-Vision

- Surround View / Active Are Display (4 Kameras, die eine Vogelperspektive ermöglichen, sehr praktisch beim Einparken)

- Side Assist (nach hinten gerichteter Radar, würde ideal den Spurwechselassistenten im Tesla ergänzen)

- Soft Close (nur im Model S, X hat das bereits besser gelöst)

- Komfortsitze (wie im BMW oder Porsche vorhanden mit bis zur 20 fachen Sitzverstellung)

-Head Up Display

 

Bitte in dem Kommentaren fehlende Features auflisten, dann ergänze ich die Liste und lösche den Kommentar.

 

Gruß

 

KaJu74

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04.04.2016 16:35    |    KaJu74    |    Kommentare (158)    |   Stichworte: Auto, Elektroauto, Elektromobilität, Elon, Model 3, Model S, Musk, Supercharger, Tesla, Tesla Motors, Zukunft

Wird das Model 3 wegweisend sein?

Ich möchte mal einen "Gegenartikel" zu folgenden Artikel bringen:

http://www.motor-talk.de/.../...hrt-nur-mit-nicht-voraus-t5647202.html

 

Leider spiegelt der Beitrag die Meinung der Redaktion wieder. (Wurde mir schriftlich bestätigt)

Allerdings enthält er diverse grobe Fehler.

 

  1. Es wird die EPA Reichweite des Model 3 mit den NEFZ Reichweiten verglichen.
  2. Es wird angemerkt, das es nur eine Vorstellung ist, aber nicht käuflich zu erwerben, aber es wird mit Werten verglichen von Fahrzeugen, die es auch noch nicht gibt. (Nissan Leaf 2 für 2018, BMW i3 Gen2, VW e-Golf Gen2, Chevrolet Bolt usw...)
  3. Dann wird bei anderen Fahrzeugen der NEFZ Wert angesetzt, bei Tesla wird gesagt, das er in der Realität aber deutlich weniger schafft.
  4. Es wird wieder behauptet, das Tesla mit seinen Fahrzeugen keinen Gewinn macht, was einfach falsch ist.

 

Jetzt kommen wir zu meinem Beitrag, viel Spaß:

 

Kommentar: Warum Tesla mit seinem Model 3 der Gamechanger wird

 

Viel Technik, viel Innovationen, Upgrade Möglichkeiten und normale Optik. Wenn er auf den Markt kommt, wird er ein Alleinstellungsmerkmal haben und das ist nicht mal im Fahrzeug, sondern an den Straßen. Die Supercharger.

 

Tesla zeigt die nächsten Stufen seines seit 2006 stehenden Planes.

Die Strategie, dies zu erreichen, erläuterte Elon Musk bereits 2006 in seinem Blog; er fasste zusammen:

 

  1. „Einen elektrischen Sportwagen bauen“, da hier die Zahlungsbereitschaft am höchsten sei und gezeigt werden soll, dass Elektromotoren gegenüber Verbrennungsmotoren überlegen sein können.
  2. Dieses Geld nutzen, um einen sportlichen Fünftürer zu bauen.
  3. Mit dem verdienten Geld ein günstigeres Familienauto bauen.
  4. Währenddessen soll die Option für eine Lademöglichkeit ohne CO2-Emissionen angeboten werden.

 

Punkt 1 war ja der Tesla Roadster.

Punkt 2 ist das Model S und das Model X.

Punkt 3 wird jetzt das Model 3 und Gerüchten zu Folge das Model Y.

Punkt 4 wird durch die Supercharger und die Tesla Powerwall bereits umgesetzt. (Auf die Supercharger gehe ich später noch näher ein)

Für Punkt 3 brauchte es aber noch etwas. Um den Preis zu drücken bedarf es günstiger Akkus. Deshalb baut Tesla jetzt die Gigafabrik. 1/6 steht schon und die ersten Tesla Powerwalls werden dort bereits zusammengebaut mit Akkuzellen von Panasonic.

 

Zurück zum Model 3.

Nach 3 Tagen sind jetzt über 250.000 Fahrzeuge reserviert.

Reservierungen können später jederzeit storniert werden, dass sollte man auch erwähnen, dann geht das Geld zurück an den Kunden.

Aber das spült derzeit Tesla sagenhafte 250.000.000$ in die Kasse, ohne dass sie derzeit etwas dafür liefern müssen.

 

Rechnet man mal das Produktionsvolumen um und geht von den von Elon Musk durchschnittlich 42.000$ pro Fahrzeug aus, sind das 10.500.000.000$ Auftragsvolumen!

 

Kommen wir jetzt darauf, warum das Model 3 ein Gamechanger ist, bzw. sein wird.

 

Während alle anderen bereits angekündigten Fahrzeuge wie der Chevrolet Bolt EV zwar in einer Preisklasse und vielleicht auch in einer Reichweitenklasse spielen (mehr dazu weiter unten), vergessen viele folgende Tatsachen:

  • Die angekündigten Daten des Model 3 stellen das unterste Basismodel da.
  • Die meisten anderen Fahrzeuge sind auf 145-150 km/h begrenzt.
  • Die anderen Fahrzeuge sind nicht upgradebar.
  • Die anderen Fahrzeuge haben kein Schnellladenetzwerk, wo man ohne Anmeldung/RFID-Karte usw.. Europaweit/weltweit laden kann.

 

Nur mal ein paar Fakten, die Elon Musk zum Model 3 bekannt gegeben hat:

  • Alle Model 3 bei der Vorführung waren Allradmodelle. Kein anderer Hersteller hat so etwas im Programm
  • Die Allradversionen, die man später kaufen wird, sind noch deutlich schneller als die getesteten Fahrzeuge
  • Allrad wird weniger als 5.000$ Aufpreis kosten
  • (Ergänzend ist zu erwähnen, das im Unterschied zum mechanischen Allrad Antrieb der Verbrenner der Allradantrieb im E-Auto sogar Strom spart. Man kommt mit Allrad also weiter, als mit dem Heckantrieb.)

  • Es wird gegen Aufpreis größere Akkus geben und somit deutlich mehr Reichweite.
  • Es wird Performance Modelle geben, die auf Model S Niveau sind.
  • Beschleunigung des Standard Modell 3 ist unter 6 Sekunden auf 100 km/h, die Performance Modelle werden wohl 3,x haben.
  • Vmax ist 250 km/h.
  • Autopliot-Hardware ist Grundausstattung.
  • Höhenverstellbares Luftfahrwerk ist vorhanden (ob Serie oder nicht ist nicht klar)
  • CW Wert von 0,21 ist Marktführend.
  • Veganer Innenraum wird für das Model 3 bestellbar sein.
  • Platz für 5 Erwachsene.
  • Glasdach für mehr Kopffreiheit.
  • Genug Fußraum für Leute bis 1,95m
  • 2 Kofferräume
  • Superchargefähigkeit serienmäßig. (Ob kostenlos laden oder bezahlen ist noch unbekannt)
  • Supercharger werden in Bereichen mit hoher Model 3 Reservierungen gezielt ausgebaut.
  • Superchargestatus wird bald live verfolgbar sein. Man sieht also im Vorfeld, ob ein Superchargerstellplatz frei ist, oder nicht.
  • Um hinten genug Kopffreiheit zu bekommen, bekommt das Model 3 keine große Heckklappe, wie das Model S/X, sondern eine Kofferraumklappe. Ein Fahrrad passt aber weiterhin rein.
  • Das Lenkraddesign ist noch nicht endgültig.
  • 2 normale Kindersitze oder 3 schmale Kindersitze können montiert werden.
  • Bei umgeklappter Rückbank entsteht eine ebene Ladefläche.
  • Das war jetzt Teil 1 der Model 3 Enthüllung. In Teil 2 und 3 wird auf das HUD-Display eingegangen und die Einzigartigkeit der Zentraldisplays.
  • Es wird eine optionale Anhängerkupplung geben.
  • Es wird die erste matte Farbe eingeführt. Matt-schwarz.
  • Tesla geht von 500.000 Vorbestellungen aus, wenn Teil 2 vorgestellt wird.
  • Es gibt Geschenke für die, die sich am 31.3. die Mühe gemacht habe, in den Läden vorzubestellen.

 

Tesla hat auch bekannt gegeben, das man zusätzlich eine Fabrik zur Fertigung in Europa bauen wird.

 

Tesla sammelt ja jetzt schon Unmengen von Daten mit dem Model S und Model X, während die anderen Hersteller noch ankündigen.

 

Denken wir an 2008 zurück. Audi entwickelt den R8 e-tron quasi bis zur Serienreife und stellt ihn dann ein, mit der Begründung, dass man keine bezahlbare und alltagstaugliche Reichweite in das Fahrzeug bekommt.

Im selben Jahr liefert Tesla ihre Roadster bei den Kunden aus.

 

Denken wir an 2015, wo Rupert Stadler (Vorstandsvorsitzender AUDI AG), den Audi Q6 e-tron für 2018 angekündigt hat, dabei staatliche Ladestationen fordert. Gleichzeitig soll sich der Tesla an dem „reiben“.

Er kündigt den besten CW Wert der Klasse an, mit verfahrbaren Spoilern usw.. und das Model X hat jetzt schon bessere Werte.

 

Aber seien wir alle doch froh über das Auftauchen von Tesla, denn so fangen die anderen Hersteller überhaupt an, sich zu bewegen.

 

Bei Audi erkennt man es auf jeden Fall so langsam:

 

http://ecomento.tv/.../

 

Zitat:

Audi-Manager Stefan Niemand äußerte sich bei der Veranstaltung ausführlich zu den Vorteilen von Elektroautos – und hatte Überraschendes über den US-Stromer-Pionier Tesla Motors zu sagen.

 

„Es schmerzt mich es zu sagen, aber Tesla hat bisher strategisch leider alles richtig gemacht“, gab Niemand zu, der bei Audi den Bereich Batterie-Elektroautos verantwortet. Pkw mit Elektroantrieb verbinden auf ideale Weise Fahrspaß und Nachhaltigkeit, so Niemand. Er kritisierte, dass der Großteil der derzeit verfügbaren Elektroauto-Modelle „nur eine kurze Reichweite“ habe, „langsam“ sei und „dafür auch noch teuer“.

 

Würden mehr Hersteller wie Tesla begehrenswerte Elektroautos mit viel Leistung und fortschrittlicher Technologie anbieten, würde das Interesse der Autokäufer an E-Autos wahrscheinlich bereits deutlich größer ausfallen. „Wer einmal elektrisch gefahren ist, der ist für alle Zeiten für den Verbrenner verloren“, erklärte Niemand und forderte: „Wir brauchen geile Autos – und eine nahtlose Infrastruktur“.

Es wird oft gesagt, was ist so besonders, an der Tesla Technik. Einen seit über 100 Jahren existierenden E-Motor und unzählige Akkuzellen zusammen in ein Auto zu packen.

Das können alle.

 

Aber wenn das so einfach ist und alle es könnten, warum brauchen sie dann bis 2018-2020 um das zu bewerkstelligen?

 

Und wenn wir Reichweiten vergleichen dann bitte alle gleich, wie das Wort vergleichen schon aussagt.

- BMW i3 = 190 km

- BMW i3 Gen2 (angekündigt mit 94Ah Zellen für 2017) = 285 km

- BMW i3 Gen3 (angekündigt mit 120Ah Zellen für 2018) = 380 km

- VW e-Golf = 190 km

- VW e-Golf Gen2 (angekündigt) = 285 km

- Kia Soul EV = 212 km

- Renault Zoe = 240 km

- Chevrolet Bolt = 400 km

- Model 3 = 420 km (nach NEFZ) (angekündigt)

- Model 3 mit größerem Akku = ? (über 500km?)

- Model X = 400-470 km

- Model S = 442-550 km

Denn das Model 3 wird mit 215 mi/346km Reichweite nach EPA angegeben, was nach NEFZ ca. 420 km bedeutet.

 

Elon Musk hat auch „angedeutet“ dass die Reichweite bis zum Verkaufsstart wohl noch steigen wird.

Sie sind jetzt schon deutlich vorne, werden noch mehr bringen und haben die Supercharger.

 

Reaktionen bei der Probefahrt:

 

Es wird auch gerne geschrieben, das Tesla ja noch kein Geld verdient.

Aber pro Auto (Model S/X) machen sie derzeit 25% Marge.

Jedoch investieren sie es in Supercharger, Gigafabrik und Expansion in neue Märkte und Erweiterung in bestehenden Märkten.

Das erkennen die Anleger und halten Tesla die Treue, trotz Verlusten. Die ja von Tesla von Anfang an erwartet und bekannt gegeben wurden.

 

http://www.it-times.de/.../

 

Gruß

 

KaJu74

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Über mich

Ich bin, wie mein Username verrät Baujahr 74.

Ich habe Kfz-Mechaniker bei VW/Audi gelernt und war damals Jahrgangs bester.

Beim Landeswettbewerb wurde ich dann 5.ter.

Nach meinem Umzug ins Emsland habe ich dann in einer Papierfabrik angefangen.

Vom ungelernten Arbeiter habe ich mich bis zum geprüften Industriemeister Fachrichtung Papiererzeugung hochgearbeitet.

 

Ich bin Auto und Technik verrückt.

Ich hatte bereits 13 Autos und das in 26 Jahren.

 

Nach einem Problem mit Audi habe ich mich anderweitig umgesehen und bin durch einen Fernsehbericht bei Tesla gelandet.

 

Seit dem schwärme ich für E-Mobilität und erneuerbare Energie.

 

Ich werde NIE wieder einen Verbrenner kaufen.

Hybrid schon gar nicht.

 

Ich wünsche der deutschen Autoindustrie nicht den Untergang, sie sollen bloß endlich brauchbare Elektroautos bauen und nicht diese CO2-Flottenverbrauchs-Alibi-Autos.

 

Ich bete auch nicht Elon Musk an, sehe ihn aktuell (Oktober 2018) eher als Gefahr, als als Lösung für Tesla.

 

Ohne ihn hätte es Tesla in der Form aber nie gegeben und deshalb werde ich ihm immer Dankbar sein.

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